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Raisen

MiP Meister

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121

Freitag, 19. April 2019, 15:09

Der aufgewirbelte Staub verzog sich langsam und enthüllte die beiden Kämpfenden: Mitten in der Luft, auf einer Plattform aus Dunkelheit, stand Braig in dreifacher Ausführung. Illusionen, die allesamt verschwommen und verzerrt waren. Ihm gegenüber, auf der aufgerissenen Straße, stand Indra im Körper des weißhaarigen Jungen. "Hey, was hast du mit Seia gemacht? Ich hatte mich schon so sehr darauf gefreut mit ihr zu spielen, nachdem bereits so viele andere die Gelegenheit dazu hatten! Aber gut, dann erstmal nur wir zwei!" Indras Blick blieb ernst. "Seia wurde etwas Grausames angetan; dir mag es egal sein, aber mir und Amen nicht. Auch den anderen nicht. Seia ist unsere Freundin und wir alle kämpfen, um sie zu schützen", antwortete sie auf die lose Provokation des Spezialagenten, "Ich kenne dich nicht, aber ich weiß, dass sie gerade wegen dir leidet. Entsprechend ist es unser aller Aufgabe, ihr Leiden zu beenden." Die drei Abbilder von Braig teilten sich auf; Links und rechts von der nun zerstörten Mauer jeweils eins und über den Erdbrocken der letzte. Sie richteten ihre Bögen synchron auf Indra und feuerten jeweils einen Pfeil.

Das Eindhand-Khopesh in ihren Händen summte kurz, während es sich auflud. Was folgte war eine schnelle Funkenentladung, als der echte Dunkelheitspfeil zu nahe kam. Der Blitz sprang auf das Geschoss und entlud sich mit einem Knall - was zur Folge hatte, dass dieser einfach pulverisiert wurde. Indra wusste zwar nicht, welcher der echte war, aber das spielte keine Rolle: Ihr Verstand lässt sich zwar täuschen, aber die Wissenschaft nicht. Ihre Funkenentladung springt ohne Indras zutun auf alle Objekte, die ihr zu Nahe kommen und da Illusionen keine Masse oder eine Form hatten, reagiert die Elektrizität nicht darauf. Nur der echte Dunkelheitspfeil konnte anvisiert werden. Die beiden übrig gebliebenen Geschosse flogen durch Amens Körper hindurch. Indra sah - unbeeindruckt - zu Braig hinauf. Ob noch weitere Pfeile folgen sollten?


"KEINE BEWEGUNG!", brüllte plötzlich eine Stimme über das Schlachtfeld. Es war ein Hauptmann der Wachen. Natürlich würden diese vorbeikommen, wenn sie so einen Krawall veranstalteten! Das war äußerst schlecht, denn ein Aufeinandertreffen mit dem Militär sollten sie vor ihrem Auftrag so gut wie möglich vermeiden. Vada seufzte. Das hätte er früher bedenken müssen. Er sah zu Lauriam hoch und nickte. Dabei zeigte er zu dem Wachmann. Der Dunkelhaarige hingegen sprang hinab in die aufgerissene Straße und lief zu Amen und Braig. Inzwischen hatte er sich auch den zweiten Handschuh ausgezogen. "Ich würde ja liebend gerne weiter zusehen, aber ich denke es ist besser, wenn ihr das hier auf wann anders verschiebt!", stellte sich das neue Mitglied der Schwarzen Hand zwischen den Kämpfenden. Er streckte jeweils eine Handfläche zu Braig und eine zu Amen, um so etwas wie "Stopp" zu signalisieren, sollten sie ihn nicht hören. Dabei konnten beide deutlich die Asche sehen, die um ihn schwebte.

Ein weiteres Erdbeben folgte und es war das bisher stärkste von allen. Sophia hatte Seia zu Boden gerissen, aber all das schien nichts zu helfen.

@Soren: @Night Zap: @Tobi:

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122

Freitag, 19. April 2019, 18:02

-- Irgendwo in Alvenheim --

Die Forschungseinrichtung der "Schwarzen Rose", in der Scarlet fast zwei Jahrzehnte einem Experiment nach dem anderen ausgesetzt wurde, erlitt in einer Nacht einen nicht zu erahnenden Schaden. In dem Moment, als man Testsubjekt 0742 - Scarlet - aus ihrer Zwangsjacke befreite, ihr die Magieblockenden Handschellen von Handgelenkte, Hals und Füße abnahm hatte man nur das nächste, große Testergebnis im Blick, nachdem Sie sich erneut auf einen magischen Höhepunkt ergötzen wollten. Durch diverse Drogeneinwirkungen wurde auch sichergestellt dass die Magie von Ihr auch nach den Fesseln noch unterbunden wurde. Eine der neuen Test gab hier jedoch die Notwendigkeit, eine Magie auf Ihr anzuwenden und eine andere "Droge" zu verabreichen, die jedoch nicht bekannte Nebenwirkungen verursachte - die Aufhebung aller anderen Medikamente die Ihr verabreicht wurden. So war es ein leichtes für Sie, sich umgehend nach dem Lösen der letzten Schellen sich ihrer Kräfte auf unvorhergesehener Weise direkt bedienen zu können und so sicher wie sich die Forscher und die Wachen, die sich im Raum befanden und ihr die Handschellen abnahmen waren, konnten Sie es nicht absehen was für ein Massaker am Ausbrechen war. Überrumpelt und panisch schlachtete die erwachsene alle anwesenden Wächter und Forscher ab, welche keine Zeit hatten einen Alarm auszulösen. Da stand sie. im einfachen großen Laken Hemd, blutgetränkt und wie in Ektase lächelnd auf den Leichen der Bastarde, die Ihr das alles angetan haben. Genüsslich trat sie dem toten Wissenschaftler, der wohl der Leiter in dem ganzen Haus war anhand seiner Klamotten, immer und immer wieder während das Geräusch von ihrem schrillen Lachen und dem Blut, in das sie immer wieder trat, nur von Ihr zu hören war. Doch auch diese Phase beruhigte sich, als sie sich umsah und ihre Chance sah. Raus in die Welt. Weg von hier. Irgendwo hin. Doch ihr "Zuhause" war ein treuer Gefährte ihrer bisherigen Lebenszeit. Sie konnte es nicht einfach so verlassen. Jeder der Insassen, die diese "besondere" Behandlung bekam war Glücklich wenn sie diese Jacken abbekamen, doch Scarlet hob diese mit der freien Hand auf, und schleifte diese nach, während sie ihr für Sie gefertigtes Schwert samt Schwertscheide an sich nahm und langsam den Gang entlanglief, welcher sich nach dem Verlassen des Raumes ergab und beim Suchen des Ausganges eine Blutspur der Verwüstung hinterließ.

Es war tiefe Nacht als Scarlet mit ihrer Zwangsjacke im Schlepptau durch einen versteckten Eingang an die Oberfläche herauskam und von für sie warmen Temperaturen eines Sommermonats begrüßt wurde - der Gefängniskomplex war gut versteckt tief im Erdreich und entsprechend kalt, da die Wände und der Boden viel zu viel Wärme verloren. Wie lange war es her dass sie einmal Natur gesehen hatte? Bäume, Pflanzen, den Himmel? Was auch immer sie sah, es kam ihr wie ein Traum vor, etwas Unbekanntes. War es doch lange Zeit bis zu dem dramatischen Tag Normalität. "Ich bin wieder daaaaahaaa!" verkündete sie stolz an niemanden, den es gab keinen, der das gesagte hören konnte. Auch das gefolgte Gelächter verhallte in der Luft - nur in dem Gang, aus dem sie gerade kam, war das Lachen zu einem ohrenbetäubenden Echo herangewachsen. Sie blickte sich genau um, nur um zu realisieren dass sie an sich keine Ahnung hatte wo sie eigentlich war. Sie begann ihre Reise mit praktisch nichts. Nur drei treuen Gefährten. Ihrem Schwert, ihrer Zwangsjacke, und ihrem Kleidungslaken. Das Schwert selbst brauchte sie jetzt nicht mehr, sie packte es also in die Schwertschneide zurück und versteckte dies in der Zwangsjacke - griffbereit - bevor sie sich aufmachte aus dem Wald, in dem sie sich befand, herauszuarbeiten. Sie würde zu dieser Uhrzeit wohl kaum auf Leute treffen aber besser als nur herumzustehen oder? Müdigkeit gab es bei Ihr nicht, nicht aktuell wo sie gerade so viel Spaß hatte und endlich "Etwas" zu finden.

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123

Freitag, 19. April 2019, 18:39

Dieser neue Geist sah sich wohl in der Rolle einer Beschützerin. Nannte Seia eine Freundin und müsste daher nun ihn vernichten. Braig konnte dazu zuerst nur kurz auflachen, ehe weiter spottete: "Was für Helden ihr doch seid! Vergiss nur nicht, dass um auf Dauer andere beschützen zu können du selbst überleben musst!"

Der Kampf fuhr fort, doch Braigs Pfeile zeigten keine Wirkung. Zwei davon, da es sich um Illusionen handelte, einer weil der Geist in Amen über die Blitmagie den echten pulverisierte. Gut, so sehr kannte sie sich wohl bereits mit dieser Magie aus. Der magische Bigenschütze musste etwas überlegen, was er nun tun könnte. Seine Einkaufsliste wurde größer und größer, doch hier und jetzt war dies unbedeutend. Aus seinem Köcher holte das Schwarze Hand-Mitglied nun einen Spezialpfeil heraus, der besonders gegen Magier geeignet ist. Wieder umwickelt befand sich nun ein Dunkelheitspfeil mit Eisenstück dran, welches wiederum mit einer Spitze komplett aus dem Anti-Magie Material, Lirium-Stahl, besteht. Es ist nicht genug, um jemanden wie mit Handschellen komplett seiner magischen Fähigkeiten zu berauben, doch immer noch gut genug, um die magischen Blitze des Geistes zu überwinden und somit einer Pulverisierung zu entgehen. Von den Vorteilen, wenn das im Körper des Gegners landet mal ganz zu schweigen, denn Magie aufzubauen wird mit jedem Treffer schwerer.

Zu mehr als dem Zug des Pfeils kam es aber nicht, denn die örtliche Exekutive hatte noch ein Wörtchen mitzureden. Der Hauptmann rief sie zum stoppen auf, dessen Befehl der magische Bogenschütze auch sofort nachkam, ohne dass Vada da nich zwischen gehen musste. Braig mag gerne auf Streit aus sein, aber jetzt wegen Widerstand ins Gefängnis zu wandern war etwas, worauf er sehr, sehr stark verzichten konnte. Ebenso wie dem Bolzenhagel, dem er sich sonst aussetzen würde. Dem könnte er zwar theoretisch entkommen, doch das zu demonstrieren war es nicht wert.

Das einzigste was er nun nur noch machte war seine Waffe zu senken, die Spitze seines Pfeils so zu packen, dass sie beim auflösen des restlichen Pfeils nicht hinunterfällt und ließ sie wieder in der zugehörigen Gürteltasche verschwinden. Die Illusionen verschwanden zudem, er selbst befand sich auf einer der Seiten. "Da sind wir schon zwei.", teilte er Vada mit, zusammen mit einem Blick in Richtung des Hauptmannes. " Sobald ich auch nicht mehr befürchten muss wieder so plötzlich und unbegründet von diesem Irren angegriffen zu werden komme ich auch gerne runter."
Bis dahin würde Braig jedoch noch etwas weiter auf seiner sicheren Plattform warten.

Vada hatte gut reagiert, musste Lauriam gestehen. Nun war nur noch dafür zu sorgen, dass keiner der beiden dem Gefängnis einen Besuch geben muss. Selbst Braig war bei dem Vorhaben mitinbegriffen, auch wenn er es mehr als verdient hätte. Dazu musste aber auch fürs erste sichergegangen werden, dass jemand anderes gestoppt wird.
Einen Gedanken an Aella später war diese auch schon auf dem Weg zu Seia und dem anderen Geist. "Seia, bitte hör auf! Wenn du jetzt noch weiter machst verlierst du nur endgültig die Chance auf Rache, wenn du Amen übernimmst und ihn zwingst weiterzumachen! Sie werden ihn durchlöchern!"

Lauriam selbst wird der Szene erst näher kommen, wenn er weiß, was der Hauptmann mit den beiden vor hat. Ob eine verbale Einmischung notwendig ist stand immerhin noch gar nicht fest.

@all

124

Freitag, 19. April 2019, 19:35

-- Irgendwo in Alvenheim --

Der Wald kam Ihr vor wie ein Irrgarten, der kein Ende haben würde. Sie wanderte ziellos, barfuß auf dem weichen Erdboden, der durch Moos und Pflanzenbewuchs recht angenehm zu betreten war, ohne wirklich einen wirklichen Plan. Ab und an kam sie an Beerenbüsche vorbei, die sie, wenn Sie sich richtig erinnern konnte, von damals kannte und aß die Beeren. Die meisten ihrer Erinnerung von damals sind so gut wie verloren gegangen, nur das wichtigste Allgemeinwissen schien hängengeblieben zu sein. Sie konnte sich nicht einmal mehr an Ihre Eltern erinnern, die damals so ruchlos ermordet wurden. Als wären es verschwommene Bilder. Auch an einem kleinen Bach streute sie vorbei und nutze die Chance um etwas trinken zu können. Sie hatte es zwar als "das" Testsubjekt etwas "schöner" und wurde mit dem wichtigstem versorgt, aber doch die einfachsten Dinge waren die schönsten Dinge im Moment die sie genießen konnte. "Freiheit" - etwas was nur ein Traum war, wurde gerade "Realität" - Der Mond schien durch die Lichtung gut auf den kleinen Bach, denn als sie hastig Hand für Hand Wasser trank und dabei anfangs noch mit Blut sich vermischte sah Sie zum ersten Mal ihr eigenes Spiegelbild. Ihr Blick war Leer, so tiefenleer. Ihre Haare feurig rot und lang - das war eines der wenigen "Schöneren" Dinge - dass sie zumindest eine halbwegs normale Körperpflege bekam - aber weit von einem normalen Standard entfernt. Sie starte sich selbst im Wasser stillschweigend an, bevor sie ein verschmitztes Grinsen aufsetzte, was kurze Zeit später von Tränen begleitet wurde, die in den Bach hineinfielen. Sie war so Glücklich sich selbst zu sehen, wie schön sie aussah, doch war es so traurig, dass sie so lange Zeit so etwas Einfaches wie ein Spiegelbild nicht kennen durfte. Wie hat sie damals ausgesehen. Wie alt ist sie gerade tatsächlich? Sie wusste es nicht mehr oder konnte es nicht beantworten. Das Grinsen wurde daraufhin schmerzerfüllten Blick, der sich dem Weinen hingab, sie saß nur da, auf dem Waldboden. Wie viel Zeit tatsächlich verging bis sie nur noch regungslos in den Himmel starte - den Mond betrachtend, Ihr Gesicht deutlich gekennzeichnet von dem tränenreichen Ereignis, das konnte niemand beantworten. Sie war ja alleine. Und das Prinzip der Zeit entfloss sich ihrer Kenntnis aufgrund ihrer Absenz von der "Normalität". Sie wusste nur dass es sich nicht gehört so traurig auszusehen also tauchte sie ihr Gesicht in den Bach, um sich von den Tränen zu reinigen. Dass Sie sich dabei an einem scharfen Stein nahe dem Mund schnitt war nur nebensächlich. Immerhin, als sie merkte dass sie blutete strich sie mit dem Finger über die kleine Schnittwunde, bevor sie das Blut anfing zu schmecken und die Wunde mit ihrer Zunge abzuschlecken - ihr eigenes Blut zu trinken. Tropfen für Tropfen, bis die Wunde sich selbst wieder verschloss.

Wieder aufgestanden irrte Sie weiter durch den Wald, dieses Mal als Ziel der Mond, besser gesagt die Richtung des Mondes, was schon mehr ein Plan war als vorher. Dieser sank jedoch langsam aber sicher ab in der Zeit, wo Sie sich durch diesen Irrgarten von Natur kämpfte, bis Sie auf einen Pfad gelangte, der tatsächlich wie eine befahrene Straße – oder eher festen Feldweg - aussah. Die Grundprinzipen, ihre Grundbildung und das, was man ihr in dem Komplex einflößte, war alles noch präsent. Sie war an sich vielleicht nicht ganz ihrem Alter entsprechend gebildet, aber normales Sprechen war noch möglich, Lesen war auch noch möglich solange es sich um Telvanisch handelte aber Schreiben würde sie nochmal neu anfangen müssen. Sich entscheidend den Weg zu folgen kam sie nach einiger Zeit an einem Schild vorbei, das auf ein entferntes, größeres Dorf verwies, die eine der Zwischenraststellen war, wenn man sich ins Landesinnere aufmachte - zur großen Stadt von Alvenheim - Alve Academia. Sie schien also im äußeren oder mittleren Bereich von Alvenheim zu sein. Es war ein Nachbarsland zu Telvanin, aus dem sie ursprünglich stammte. Sie wurde also tatsächlich in ein anders Land verschleppt.

Bis sie aus dem Wald herauskam begann bereits die Sonne langsam die Welt für einen neuen Tag zu begrüßen, doch das war der Moment wo Scarlet das erste Mal wieder wirklich "Sonne" oder "Licht" erblickte - das Mondlicht war bereits hell, aber noch erträglich. Doch als die Sonne sie erfasste hielt Sie sich, ihre Sachen fallen lassend, erstmal die Augen zu, kreischte und kauerte auf dem Weg vor sich hin, bis sich ihre Augen an die Intensität der Sonne gewöhnt hatten und sie sich langsam wieder erhob, ihre Sache greifend. Erst jetzt merkte sie auch wie bleich ihre Haut wirklich war, denn in dem dunklen Gefängnis oder nachts am Bach war dies gar nicht so offensichtlich. Sie hatte deutliche Tageslicht-Entzugserscheinungen. Was für eine bittere Erkenntnis. Doch sie sah es nicht als "Problem" oder als "Makel" - sie war entzückt von ihrem Erscheinungsbild. Sie war eine hübsche, junge Frau die mit ihrer bleichen Haut sicherlich einen wunderbaren Charme besaß. Nur an den Klamotten müsste sie etwas machen, so konnte Sie nicht weiter leben. Doch wie soll Sie das lösen, hat sie doch kein "Geld" und woher würde sie wissen wo sie eins herbekam. Fragen, die Normal waren, aber die Lösung war doch viel einfacher als es sich anhörte. Man "nimmt" sich einfach was man benötigt. Sie hatte es sich ja verdient nach so einer langen "Arbeitszeit", wo der Lohn nur dieses Schwert und ihre Magie war! Sie möchte einfach nur "etwas" haben. Nur "Etwas". Mehr möchte sie doch gar nicht.

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125

Freitag, 19. April 2019, 20:31



Ohne lange zu überlegen, was im Moment so oder so keine Option für Rhord war, befreite dieser seine Beine durch die bloße Kraft in diesen aus seinen Eisfesseln und ließ ein Brüllen gegen Siakin raus, ehe er auf ihn zugestürmt kam. Unbeeindruckt davon hob sein Gegner nur seine Riesenklinge aus der Erde - der Bereich genau um das Schwert herum wurde kurz zuvor von dem bindenen Eis befreit - und beobachtete was der Echsendämon tun würde. Dieser holte zum Schlag aus, sowohl mit seiner normalen Faust, als auch mit einem der Sichelarme. Dies war der Moment, wo Siakin seine Klinge vor sich hielt, wie einen Schild und damit zuerst die scharfe Klinge abfing, aber noch viel wichtiger einen Schlag blockte, der ihn sonst einiges an Verletzungen eingebracht hätte. Während der Berserker nun feststellen durfte, dass dessen Faust von Frost überzogen war, rutschte sein Freund nach dem Aufprall einige Meter nach hinten, blieb aber während dieser Zeit auf seine Umgebung aufmerksam. Richtig so, denn Momente später knackte das Eis links und rechts etwas weiter hinter ihm. Das Eis war nicht nur dazu da, um Rhord über die Kälte zu schaffen zu machen, sondern auch für zwei weitere Nebeneffekte:
Erstens ist Rhord nicht mehr direkt mit dem Erdboden verunden. Seine Magie kann noch in diesen geleitet werden, alleridngs nur mit ein.zwei Sekunden Verzögerung. Zweitens und das war das wichtigste hierbei, dass nicht nur die Erde nicht aufgeweicht werden konnte, sondern auch, dass entstehende Risse im Eis einen Magieangriff von Rhord ankündigten. Die Eis-Dämonenstahlklinge wurde zwar nicht nur für diesen Kampf erschaffen, doch war sie dennoch ein wichtiger Faktor gewesen. Siakin rammte noch im rutsch seine Klinge wieder in den Boden, verankerte sie dort mithilfe des umgebenen Eises und nutzte beidhändig dieser Verankerung, um einen halben Kreis um die Waffe zu drehen, bis er wieder in der entgegengesetzten Richtung angekommen war und nun seine Waffe hoch zog, um zurück in die Richtung von Rhord zu schlittern. Der Großteil des Schwunges war zwar bereits weg, doch war er noch immer schnell genug, dass Rhord schnell reagieren musste. Siakins Erwartungen wurden sogleich auch gefüllt, als Risse im Eis vor Rhord entstanden. In einer Linie. Der Dämon verstand, was dies bedeutet und sprang, nun mittlerweile auch etwas laufend, vom Boden ab, um auf der sich in diesem Moment hochziehenden Erdmauer zu landen und den Schwung deren Wachstums dazu zu nutzen, um einen Sprungangriff aus einer erhöhten Position zu starten. Die Klinge nun mit der breiten Seite voran haltend, Rhord sollte ihm ja nicht wegsterben, wurde im Flug nach unten geschwungen, mit einer von Rhords Schultern als Zielpunkt. Dieser versuchte zur Seite hin auszuweichen, rutschte jedoch zu Siakins Glück auf der Stelle aus, verlor das Gleichgewicht und fiel nicht nur zu Boden, sondern wurde kurz darauf im Zuge eines Volltreffers direkt in die von Siakin anvisierte Schulter getroffen.

Die Dunkle Schwinge schrie schmerzend auf, während nun auch Siakin auf dem Boden aufkam und sich erstmal an den Beinen etwas verletzte. Für einen Dämon alles kein Problem, sowie der Schultertreffer an Rhord nach einigen Minuten wieder verheilen sollte, weswegen Siakin den Schmerz einfach hinnahm, als er einige Schritte nach hinten zurückwich und dabei mit seinem Großschwert in der Hand das Eis um sie herum etwas weniger glatt machte.

"Weißt du was Rhord? Sobald du aufhörst alles um dich herum töten zu wollen muss ich dir nicht mehr weh tun! Klingt doch nach nem fairen Deal, oder?", rief der Dämon ihm entgegen, sich aber komplett bewusst, dass das noch nicht reichen wird, um in diesen Dickschädel anzukommen. Da bedarf es noch ein paar weitere Anläufe!

126

Freitag, 19. April 2019, 23:56

-- Irgendwo in Alvenheim --

Durch den Anbruch des Tages war es wahrscheinlicher geworden - gerade auf einem sichtlich viel befahrenen Weg - dass man irgendwann wohl einem Menschen oder einem Wesen begegnen würde. Der Wunsch jemanden zu begegnen der nicht komplett übergeschnappt auf "Forschung hier", "Ergebnisse da", "Erfolg dort" war groß. Dass sie in ihrem Auftreten gerade nicht optimal auftrat um ein Gespräch zu suchen kam Ihr in diesem Fall nicht in den Sinn, zu groß waren die Gelüste nach "Normalität" - etwas was ihr lange beraubt wurde. Dieses Gefühl wiederzuerlangen. Eine Sache die man verlor. Die Sehnsucht war gefährlich. So langsam endete auch die Wirkung all dieser medikamentösen Mittel die man Ihr für das große "letzte" Experiment einflößte, was auch ein gewisses Müdigkeitsgefühl endlich wachrüttelte. Rein schon die Tatsache dass sie so lange gehen konnte für jemanden, der in einer kleinen Zelle zig Jahre verbrachte war schon eine reife Leistung - wenn man von einer normalen Person sprechen würde. Scarlet war aber nicht mehr "Normal", sie wurde "Etwas" - Ein Wesen was zwar noch Mensch war, aber mit Magieexperimente vollgepumpt dass man schon sagen könnte sie wurde magisch gezüchtet oder verseucht. Und ihre Psyche war ein Punkt der darunter litt - doch für sie war das "Normal". Der Punkt wo sie Normal im Sinne der Allgemeinheit war wurde schon ganz am Anfang überschritten. Es dauerte nicht also nicht lange, bis Müdigkeit, Erschöpfung, Hunger, Durst und vielleicht die ein oder andere Nebenwirkung des Entzugs ihren Zoll forderten und Scarlet noch während dem Gehen einfach zusammensackte und ohnmächtig wurde.

Die Tatsache dass die Straße viel befahren wurde als eine Wegstrecke zur Hauptstadt brachte natürlich viele Gesellschaftsgruppe auf den Plan. Von Geistlichen diverserer Religionen, einer Menge Gelehrten und Magier bis hin zu Händler konnte man alles treffen was in der Hauptstadt einen Zweck erfüllen konnte oder einen Grund hatte dort zu sein. Alvenheim war ein Inselstaat der sehr streng eine Rangordnung als Gesetz verordnet hatte, dass nur Magiebegabte dort ein "schönes Leben" haben könnten während Nicht-Magier keine rosige Zeit haben würden. So war der Frust in gewissen Kreisen natürlich sehr groß, aber auch in Bereichen von Magiebegabten gab es Personen oder Gruppierungen, die Sehnsüchtig noch höhere und mächtigere Posten erhalten wollten und zu eher unlauteren Dingen griffen. Die Intrigen die sich entsprechend abspielten waren also eine Liga für sich, immer im Deckmantel von legalen Aktivitäten. Es würde also nicht verwunderlich sein, wenn die "Schwarze Rose" ein Weg war, dass jemand seine Macht ausweiten oder festigen konnte.

In Ihrem Schlaf träumte Scarlet das erste Mal seit langem. Es war ein anfänglich schöner Traum. Eine schöne Wiese. Sie selbst lief auf dieser entlang - als ihr kleines Ich - und rannte auf "etwas" zu. Dieses "Etwas" konnte sie jedoch nie erreichen. Egal wie sehr sie sich bemühte. Es war sogar so als würde dieses "Etwas" sogar von ihr weglaufen, da es immer kleiner und kleiner wurde. Bis es verschwunden war und die grüne Wiese zu einer verbrannten Erde wurde. Vor Ihr unzählige tote Menschen, ein Massaker einer Schlacht. Waffen, Rüstungen, Blut, Abgeschlachtete oder nicht wiedererkennbare Häufen Elend. Und vor Ihr ihr ehemaliger Partner. Er. Er der damals ihr einfach so weggestorben war. Und er lächelte. Lächelte und Lachte sie aus. Sie, wo in ihrer nun jetzigen Erwachsenen Form vor Ihr stand. Er lachte sie aus, machte ihr Vorwürfe. Bemitleidete Sie. War so dreist und schilderte dass der Tod nicht hätte viel früher kommen können, dann hätte er nicht so leiden müssen. Doch es blieb nicht bei diesen einen Personen. Jeder der Leichen stand auf einmal vor Ihr auf, egal wie sie zugerichtet waren und lachten sie aus. Es waren alles Insassen aus dem Labor. Jene, die dort gestorben waren. Jene, die sie in einem der "Tests" beseitigt hat, weil man es ihr befahl, weil sie es so wollte, weil es ihr Spaß machte. Weil sie es wie eine Art Befreiung mit Genuss ausnutze. Sie wurde von allen ausgelacht. Und alle näherten Sie sich Ihr. Sie, Versteinert. Konnte sich nicht bewegen. Aber sie wollte. Weg von diesen Irren. Doch etwas hielt sie fest. Sie wurde von weiteren Personen festgehalten. Sie wollte sich wehren. Doch konnte sie nicht. Und sie wurde von den Geistern ihrer Vergangenheit heimgesucht...

Schweißgebadet wachte Scarlet auf, schreckte förmlich auf, nur um festzustellen dass sie nicht auf dem Boden lag wo sie hätte liegen sollen. Es war das Knarren von Holz, das Treten von Hufen und das Rumpeln von vielen verschiedenen Waren zu hören, während man von Fässern zu Kisten zu offenen Gegenständen eine sehr große Palette an Waren feststellen konnte und Scarlet auf Fellen von lokalen Wildtieren gebettet und zugedeckt auf einem Fleck des mit einer großen Plane bedeckten Handelswagens. Schon fast wie ein ängstliches Kleinkind suchte sie panisch nach Ihren Sachen - dem Schwert, der Zwangsjacke die blutgetränkt war, was ihr nach kurzer Zeit auch wieder in Ihr Blickfeld kam und sie sich beide Sachen eng an sich anschmiegte. Doch wo war sie denn jetzt? Sie blickte aus dem Wagen heraus - am Ende - und sah dass sie in einer Art Kutsche saß - nur dass diese voll mit diversen Handelsgegenständen war. Und auf der anderen Richtung? Dort saß ein älterer Herr, wohl der Besitzer dieses "Ein-Mann-Karawane". Sie wollte sich schon durchkämpfen durch die Waren doch der Besitzer merkte das laute Rascheln und Scheppern was sich von den sonst so üblichen Geräuschen dank der Schlaglöcher abhob das etwas hinten passierte und hielt an. Er öffnete die hintere kleine Absperrklappe und zog den Vorhang auf - vor Ihr saß Scarlet - in ihrem Lakenhemd und mit Fell zugedeckt - oder das Stück Fell was als Decke dient haltend - während der alte Mann sichtlich erfreut war dass Sie aufgewacht war. "Ho Ho. Du hast mir einen ganz schönen Schrecken eingejagt als ich dich auf dem Weg ohnmächtig aufgegabelt habe, und dann so zugerichtet." Schweigen. Sie starrte den alten Mann mit leeren Augen einfach nur emotionslos an, zu tief war noch der Schock von dem Alptraum, von dem Schreck beim Aufwachen. Sie saß da wie eine Puppe. Eine schöne Puppe.

Es war etwas kurz nach Mittag als der Händler entscheid, sich an dieser Stelle eine Pause zu gönnen und richtete ein kleines Feldlager her, wo Scarlet, nun mit einem vernünftigen Überwurfumhang bestückt, stillschweigend dem alten Herrn zusah, wie er ein Lagerfeuer vorbereitete und dort einen kleinen, nährhaltigen Eintopf zubereitete. Kartoffeln, Karotten, Paprika, Fleisch, Blumenkohl, alles in einer kräftigen Brühe. Er blickte die emotionslose Frau an, die bisher noch keinen Ton von sich gab, bot ihr an sich hinzusetzten auf den Baumstumpfhocker, von denen er immer mehrere dabei hatte falls er mal mit jemanden reisen sollte oder auf jemanden traf, mit dem er Geschichten teilen konnte. Sie nahm Platz, wie als würde sie gehorsam auf seine Befehle hören, nahm den Suppenteller an sich und aß zögerlich am Anfang, danach aber hastig und fast verschlingend. Das war so gut! Das war so viel besser als dieses verschimmelte Brot und das bisschen Wasser was sie als tägliche Mahlzeit kannte. "Nur nicht so hastig, es ist genug da für einen Nachschlag." meinte er ratsam, jedoch zu spät, als sie sich an einem der Fleischstücke fast verschluckte und hastig etwas zu trinken annahm, was warmer Tee war - etwas was sie ebenfalls nicht aus dem Gefängnis kannte, und sie nur zufrieden ausatmete.

Beide hatten ihre Mahlzeit abgeschlossen und Scarlet war wie eine leere Hülle einfach nur da sitzend, das Lagerfeuer genießend, ihre langen, kräftig roten Haare auf dem Boden leicht liegend. "Sag mein Liebes. Was ist nur passiert dass du so zugerichtet auf offener Straße ohnmächtig von mir gefunden wurdest? Wurdest du beraubt? Überfallen?" Sie schüttelte nur den Kopf. Tränen in den Augen, wie ein gebrochenes, kleines Kind. "Du brauchst doch nicht weinen." versuchte der alte Mann sichtlich geschockt sie wieder zu beruhigen. "Wenn du nicht darüber reden möchtest ist das in Ordnung. So kann ich dich nur nicht dir selbst überlassen, hast du das verstanden." Keine Reaktion. Sie saß einfach da, schluchzend. Der Stress langsam in dem alten Mann aufkommend versuchte ein Mittel zu finden was sie wieder aufmuntern könnte. Doch wusste er nicht was er tun sollte. Würde sie nicht so mysteriöse Umstände gehabt haben wäre der Händler wohl bereits längst seinem Zielort deutlich näher, aber er war ein herzensguter Mann. Ob das ein Fehler war?

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Night Zap

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127

Samstag, 20. April 2019, 12:56

Der Hauptmann blickte Vada misstrauisch an. Nicht nur war der Kerl einer dieser dreckigen Angeborenen, mehr Monster als Mensch, er stellte sich auch noch seelenruhig zwischen die zwei Magier (die mit ihrem Hexenwerk auch nicht viel weniger monströs waren), um sie vom Kampf abzuhalten.
"Sie sind festgenommen wegen Sachbestätigung und Auslösens einer Panik. Ergeben sie sich friedlich und-Wuah!" der Ausruf des Hauptmannes wurde jäh von einem weiteren Beben unterbrochen, das ihn und die Schützen zum Schwanken brachte. "Ich warne sie: Beim nächsten Magieeinsatz gebe ich den Befehl zum Feuern!" Die Soldaten nahmen wieder Formation ein und richteten ihre Waffen auf Braig, Vada und Amen.

Korina hörte die Rufe des Wachen, wer immer da kämpfte, steckte in ernsthaften Schwierigkeiten. Anders als Noire wollte sie nicht riskieren, sich das näher anzusehen, aber vielleicht konnte Nina ihr ja mehr erzählen. Die Dämonin hatte während des ganzen Festbesuchs nicht mit ihr geredet, also war sie vielleicht beim Rest der Gruppe geblieben. Und da eine Panik herrschte und so einige Leute nach ihren Freunden suchten, die hier in Gefahr waren, würde sich auch niemand wundern, dass Korina einfach einen Namen in die Gegend ruft.
"Nina! Wo bist du!"
"Hier! Ich hab dich vorhin auch gesehen, bei... ähm."
Schön, das war schnell gegangen. Korina senkte jetzt ihre Stimme ein normales Gespräch ohne Partner würde komisch aussehen. Aber hier war was komisch, was meinte sie mit dem letzten Teil des Satzes?
"Was ist hier passiert?"
"Braig hat einen von Amens Geistern beleidigt, ich glaub, er hat sie damals umgebracht. Da wurd sein Verhalten ihr und Amen zu viel, und jetzt kämpfen sie!"
Amen war also auch in diese Sache verwickelt. Hoffentlich konnte er sich da irgenwie rausreden.
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Samstag, 20. April 2019, 14:14

Der dunkelhaarige Angeborene mit der bläulichen Haut und den spitzen Ohren platzierte sich zwischen Indra und Braig und stoppte den Kampf. Er verkündete, dass es besser wäre, den Kampf zu beenden und Indra verstand schnell, warum das der Fall war: Die Wachen der Stadt waren gekommen und sie alle hielten Armbrüste in den Händen. Gegen so viele Geschosse gleichzeitig würde selbst Indras Funkenentladung nicht alles abfangen können, weswegen sie resignierend die Hände hob. Sie antwortete nicht auf Braigs Satz, da es ihre Worte nicht Wert waren und sie sowieso nicht weiß, um was genau es ging. Das letzte Beben brachte nicht nur die Wachen fast zum Fallen, sondern auch Indra und Vada verloren fast das Gleichgewicht. Doch sollte das noch nicht alles sein.

Sophia saß auf Seia und drückte ihre Hände zu Boden, aber diese versuchte sich zu wehren. "Hör' jetzt endlich auf!", schrie Sophia ihr entgegen, aber sie schien nicht zu hören oder es nicht hören zu wollen. "Seia, bitte hör auf! Wenn du jetzt noch weiter machst verlierst du nur endgültig die Chance auf Rache, wenn du Amen übernimmst und ihn zwingst weiterzumachen! Sie werden ihn durchlöchern!", waren die Worte von Aella, die auch näher kam. Doch auch sie stieß auf taube Ohren. "WARUM?!", brüllte Seia zurück, "Warum darf er frei herumlaufen, warum?! Sie alle!" Wut, Hass, Ungerechtigkeit. Schwäche. Alles, was Seia durch den Kopf ging, war geprägt mit einem Ziel: "Ich bring sie alle um!", Seia hörte auf sich zu wehren und Sophia konnte ihre Hände nun endgültig zu Boden drücken.

Es wurde kurzzeitig still und die Wachen näherten sich Vada, Indra und Braig, der immer noch auf seiner Plattform aus Dunkelheit stand. Es war unwahrscheinlich, dass Worte ausreichen würden, um sie vor der Gefangennahme zu beschützen, aber Gewalt war auch keine Lösung, denn sie mussten noch einen Auftrag hier erledigen. Vada war ebenfalls unschlüssig, was er tun sollte. Er verbrachte sein Leben in dieser Stadt und er kannte sämtliche Schleichwege. Es bräuchte nur ein Ablenkungsmanöver und zumindest er selbst wäre weg, aber wie würden seine neuen Kollegen entkommen? Vada atmete durch. Etwas Magie war wohl vonnöten-

In der Geisterwelt schien sich Seia langsam zu beruhigen, aber das machte nicht den Schaden wett, den sie bereits angerichtet hat. Die zahlreichen Beben blieben nicht ohne Folge und von dem Platz wo sie und Sophia waren, ging ein Riss durch den Boden. Dieser bahnte sich seinen Weg zwischen Indra und Vada hindurch bis zur anderen Straßenseite. Als nächstes stürzte die Straße regelrecht einige Meter in die Tiefe - wodurch sich Vada, Amen, Seia, Sophia und alle, die in der Nähe waren, in einem Abflussrohr in der Kanalisation unter der Stadt wiederfanden. Es dauerte einige Sekunden bis Vada realisierte, was hier gerade geschehen war, aber das eine gute Möglichkeit: Er schnappte sich Indra - oder Amen oder wer auch immer gerade an der Kontrolle war - am Shirt und zog ihn regelrecht mit sich. Vada kannte sich hier unten natürlich auch aus. Schließlich war die Kanalisation die einfachste Schmuggelroute.


@Tobi: @Night Zap: @Soren:

129

Samstag, 20. April 2019, 16:49

Von dem Dach aus konnte Noire halbwegs auf die Stelle blicken auf der man meinen hätte können dass dort eine Bombe eingeschlagen war. Der Boden und diverse Gebäude wiesen Risse und starke Beschädigungen auf, dort im Zentrum war Amen und Braig, der auf einer Plattform in Sicherheit stand und dann waren da noch die Wachmänner und deren Hauptmann. Die Situation wurde dadurch soweit gelöst dass beide aufhörten zu kämpfen, wo man aber auch sah dass Vada sich zwischen den beiden "stellte" - das hielt jedoch die Person nicht auf, die dieses Chaos verursachte nochmal ein Beben auszulösen was die Wachen umwarf, Noire aber auf ihren Dach auch noch merkte - und wohl alle die in der Nähe waren, der Schutzkreis der Wachen dürfte dies nicht ganz umfassen. Hätte es nicht schon schlimm genug dort ausgesehen, brach ein großer Spalt auf der offenen Straße auf, in der Amen und Vada reinfielen, ob es noch jemanden erwischt hatte konnte Noire von hier aus jedoch nicht erkennen. "Was für ein Irrer, mitten in der Stadt am offenen Tag." "Da gehören aber immer zwei dazu" womit Sie beide recht hatten. Doch sich jetzt einzumischen würde nichts bringen, so wie die Wachen dort gerade angespannt waren würde sie nur ins Kreuzfeuer geraten. Also wartete sie noch kurz ab, bevor sie wohl zu Korina zurückkehren würde. Denn von Lauriam und Brandon war keine Spur zu sehen.

@Tobi: @Raisen: @Night Zap:

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-- Irgendwo in Alvenheim --

Eine wirkliche Lösung fiel dem erfahrenen Veteranenhändler nicht ein, wie er die in sich gekehrte Scarlet aufmuntern könnte. Es blieb Ihn also nichts übrig als das provisorische kleine Lager aufzuräumen und auf seinen Sitzplatz vorne auf dem Wagen Platz zu nehmen. Er bot Ihr an sich ebenfalls vorne hinzusetzten, doch Sie ging lieber zurück an ihren Schlafplatz zu den Fellen, wo sie sich zusammengekauert hinlegte. Sie war erschöpft von dem schlimmen Traum und müde geworden durch die wärmende Mahlzeit - einer der besten Mahlzeiten seit einer Ewigkeit - weshalb sie unter dem wärmenden Fellen wieder eingeschlafen war. Durch die Plane von vorne hindurch lächelte der alte Mann, als dieser sah, wie sie zumindest aufgehört hatte zu weinen und dort seelenruhig schlief. Er würde sich eine Lösung für Sie überlegen müssen. Ihre Umstände sind zu skurril als dass er sie einfach so weiter mitnehmen könnte.

Die Reise fuhr fort, Scarlet selbst hatte noch keinen wirklich Schlafrhythmus entwickelt, weshalb sie bis zum späten Abend durchschlief. Der alte Mann wollte ein Camp errichten, um die Nacht über dort zu verweilen, da Reise nachts gefährlich war und die Sonne gerade dabei war unterzugehen. Er blickte noch mal vorsorglich in den Wagen als er Ihn abstellte und fand eine seelenruhig schlafende Scarlet vor, die, wenn sie normal am Schlafen war, wie eine ganz normale Frau wirkte. Der Schein trügt. Für das Nachlager benötigte der ältere Herr das Zelt, diverse Werkzeuge und entsprechende Haken, die Sitzmöglichkeiten, den Topf, eine Feuerstelle aus Holz und Steinen und einige Zutaten die er auf einem Holzbrett zerkleinerte. Die Pferde fütterte er derweil und stellte diesen auch entsprechend Wasser nach der langen Tagesreise zur Verfügung, während der Eintopf vor sich hin köchelte. Er blickte auf seine Karte, die eine recht genaue Ausführung über Alvenheim alleine war, wo diverse Handelsrouten und Wege einzeichnete, die als "sicher" eingestuft wurden. Er würde noch eine Weile reisen müssen bis er in Alv Academia ankommen würde, aber das Zwischendörfchen würden sie wohl morgen Nachmittag erreichen wenn sie sich morgen Früh aufmachten und Sie dort nichts großartiges aufhalten würde wie Schlaglöcher die die Holzräder des Wagens gefährlich beschädigen könnten.

Seine Planung ließ Ihn relativ vertieft in die Karte verweilen, während das Essen bereits Genuss- und Verzehrfertig auf die hungernden Münder wartete. Diese Unachtsamkeit kam dem alten Hasen nun teuer zu gestehen, denn auch eine als "Sicher" deklarierte Route war niemals zu 100% vollkommen sicher. Denn er wurde von einem Pfeil in die Schulter stark verletzt und schrie auf. Woher kam dieser Pfeil? Sie waren auf einer recht offenen Fläche, die zwar einige Hügel und Steinformationen hat aber er hätte doch sicherlich näher kommende Personen gehört. Ein zweiter Pfeil, doch diesen wich er aus und gab direkt Paroli in dem ein starker Schuss mit Feuer durch Thermomantie auf die Stelle feuerte, von der der Pfeil kam - und traf eine Person, die vor dem Stein stand und lichterloh brannte - Schreiend brannte und um Hilfe schrie. Anscheinend wusste er nicht wie er gegen magisches Feuer ankommen sollte und brannte lichterloh Stück für Stück ab. "Verdammte Räuber. Sucht euch ehrliche Arbeit anstatt euer Unfähigkeit mit Magie mit Diebstahl und Mord zu kompensieren." posaunte der wackere alte Mann, der mit seiner getroffenen Schulter zwar nur noch eine Hand und einen Arm freihatte zum Wirken von Magie, aber er wusste sich zu wehren. Er wusste auch, dass die "Nicht-Magier" sicherlich nicht alleine agierten.

Dabei sollte er Recht behalten. Anstatt ihren Bruder zu helfen, der lichterloh immer weniger Laute von sich gab bis er leblos abbrennend auf den Boden aufkam schienen diese sich mehr und mehr dem alten Herren zu näheren. Ihr Fernkämpfer war ausgeschaltet, weitere Pfeile hörte oder sah er nicht - die nun einbrechende Dunkelheit erschwerte den Umfang wie weit er sehen konnte. Er hatte zwar eine Felsformation im Rücken damit er nicht vollumfänglich aufpassen musste, aber die Situation war gefährlich. Auf dem Weg wo er war kamen zu dieser Zeit so gut wie keine Reisenden oder andere Händler vorbei, hatte er den ganzen Tag nicht eine einzige Menschenseele außer Sie getroffen, und gerade für Sie war es wichtig dass er Sie beschützt. Gerade als so junge Frau wäre Sie ein gefundenes Fressen für diese Bastarde von Magielosen. Aus dem Schatten heraus kamen zwei der Räuber auf Ihn zugerannt, jeweils von rechts und links, und wollten Ihn einkesseln. Doch mit Magie war er diesen einfachen Männern überlegen. Ein Feuerball wurde aus fast unmittelbarer Nähe auf den linken Angreifer geschossen, während er mit gewitzten Ausfallschritt sich dem Schlag des anderen Räubers entzog - in die Richtung wo der flammende Räuber auf seinen Kumpel zueilte - zuerst von diesem mit dem Schwert getroffen wurde und danach in Ihn hineinrannte - und Feuer fing. Das waren drei, doch solche Gruppen bestanden meist aus vier bis fünf. Also wo war der Rest? Diese Frage wurde beantwortet als ein stämmiger Krieger mit einem Zweihänder auf Ihn zukam mit einem Partner, der mit einer Pike bewaffnet war. Mit dem Rücken zur Felsenwand - so gut wie - war er im Nachteil. Doch zwei weitere waren kein Problem. Dachte er. Denn während die zwei sich näherten hatten sich zwei weitere Personen angeschlichen - von der Seite mit der Felsenwand wo das Lager aufgebaut wurde. Der eine Räuber war ein Schwertkämpfer, wie die anderen, der andere jedoch ein Magier. Und dieser schoss einen Eisspeer auf die noch nicht verwundete Schulter, die den alten Mann zusammenfallen lies. "Du dreckiger Magier hast drei meiner Männer getötet. Wie möchtest du diesen wertvollen Verlust begleichen? Möchtest du uns mit deiner Magie Reichtum herzaubern? Oder uns mit endlosen Vorräten an Alkohol bedienen?" in einer ekelhaft arroganten und sarkastischen Stimme näherten sich die vier übrig geblieben Bandenmitglied der auf dem Boden kauernden Händler. "Alvenheim ist ein Land in der Personen ohne Magie ein sehr schlechtes Leben erhalten, dieser Umstand ist jedem bewusst, der sich nahe an dieser Grenze befindet. Aber dieser generelle Hass hat euch nicht besser gemacht als diese Tiere, die andere Tiere jagen." " Und was sollen wir dreckigen Tiere mit dir jetzt machen? Sollen wir dich begleiten und für einen Hungerslohn arbeiten? Sollen wir ins Gefängnis? Sollen wir für unsere Sünden beten?" "Wie wäre es wenn ihr aufhört euch wie die lächerlichen Figuren aufzuführen die ihr gerade spielt und euch ein vernünftiges Leben aufbaut, so wie ich es mir hart erarbeitet habe. Ich war auch nur ein einfacher Mann mit kaum magischer Begabung. Und seht her wo mich all meine Mühen gebracht haben. Zu einem halbwegs respektablen Eremitenleben als Händler. Und von euch arroganten Jungspunden lass ich mich nicht belehren! Selbst unter heftigen Schmerzen hob er seine Arme und richtete sie gegen den Gefährlichsten unter Ihnen, den Magier, den er mit einem Schwall aus Feuer einheizen wollte, doch dieser wehrte recht einfach diese mit einer Eiswand ab, die verdampfte und einen Nebel in direkten Umgebung erzeugte, wo man den Händler nur erkennen konnte da er so nah am Feuer stand - und deshalb perfektes Ziel war für den Lanzenkämpfer, der ihn von der Seite aus durch die Brust aufspießte und der Magier dies mit Eisspitzen besiegelte. Der gutherzige Händler starb umgehend nach dem Einschlag der Eisspitzen.

Dieser Schrei, als er den Schmerz des Speeres in seinem Fleisch spürte - weckte eine ganz bestimmte Person im Wagen, die die Magie in der Umgebung wahrnehmen konnte und auch den Schmerz, den dieser Schrei von sich erzählte. In ihrem Laken gekleidet, mit dem Schwert in der Hand, stolzierte sie aus dem Wagen. Langsam und Leise. Als sie das Schwert aus ihrer Scheide zog wunderten sich die Räuber, die sich gerade am Leichnam des Händlers bedienten über das Geräusch. Doch für den Schwertkämpfer, der bei dem Magier war, kam die Erkenntnis zu spät, als sich das Schwert in sein Herz bohrte und mit einem lauten Geräusch tropfenden Blutes aus seinem Körper wieder entfernte. Durch den Nebel konnte man aber fast nichts erkennen. "Wer ist da?!"

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Night Zap

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130

Samstag, 20. April 2019, 18:56

Die Dämonengeschwister hatten dem Duell gespannt zugesehen, doch auch schon geahnt, dass es so in der Art enden würde, umringt von Gesetzeshütern. Da er selbst Kräfte hatte, die mit Erde zu tun hatten, konnte Dashret sich auch schon denken, wie sie aus dem Schlammassel rauskommen würden... solange Seia sich jedenfalls einkriegte. Die war ja Blind vor Wut. Verübeln konnte er ihr das nicht.
Der Boden stürzte ein, und Vada, der Amen mit sich zog, nutzte dies, um in die Kanalisation der Stadt zu fliehen. Unter der Erde zu entkommen, das hätte Dashret auch so gemacht, allerdings war das hier eher eine spontane Entscheidung als ein direkter Fluchtplan, denn auch wenn Seia sich so langsam beruhigte, der Einsturz war ein Resultat des Kampfes und kein von ihr gemachter Fluchttunnel.
Der Anteil der Schwingen, die erträglich waren, hatten also entkommen können. Die Geschwister traten jetzt an die verbleibenden Geister heran. "Ich verstehe deinen Hass, Seia." teilte ihr Dashret mit, während Kemet sich durch die Pflanzenhaare strich und eine trockene Blume herauskämmte. "Menschen wie Braig haben auch mir vieles genommen. Aber wenn du dich jetzt von deinem Zorn kontrollieren ließest, dann würdest du Amens Körper den Soldaten überlassen. Für "seine" Verbrechen der Zerstörung und des Mordes würde man ihn an den Galgen bringen. Und dann hätte er genauso durch dich gelitten wie du durch Braig. Willst du das? Willst du sein wie dieses Monster?" Die trockene Blume in Kemets Händen erblühte, ihre Blätter weiß mit roten Rändern, und Kemet gab sie an Seia.
"Beruhige dich erst einmal. Nach all dem Chaos könnte die Kanalisation einstürzen, und Amen könnte dort unten deine Hilfe bestimmt gut gebrauchen." Die Wüstenrose war ein kleiner Trick, den Kemet vor langer Zeit erfunden hatte. Der angenehme Duft beruhigte die Nerven. Selbst diese aus Magie bestehende Kopie, die das einzige war, was sie ohne echten Körper machen konnte, konnten Geister riechen.

Als der Boden weiter aufriss, brach auch bei den Soldaten die Panik aus. Einige feuerten Bolzen ab, trafen aber nichts, andere rannten vor dem Einsturz weg. Der Hauptmann befahl ihnen eindringlich, Stellung zu behalten, und Verstärkung zu holen, die die Kanalisation durchsuchen sollte.
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131

Samstag, 20. April 2019, 21:14



-- Irgendwo in Alvenheim --

Die Frage des Magiers blieb unbeantwortet. Er wurde nur von seinem nun toten Kumpanen bei dem Entfernen der Schwertspitze, die er aus den Augenwinkel erkennen konnte, von dessen Blut im Gesicht bespritzt, bevor dieser einfach in sich zusammensackend und von Blut auslaufend umfiel, dabei nur knapp das Feuer und den dort köchelnden, bereits überkochtem Eintopf hinfiel. Erneut fragte der noch resolute, aber eingeschüchterte Magier. "Wer ist da, verdammt!" als er sich in Position begann und die anderen Beiden versuchten die Seiten abzudecken. Scarlet hingegen, die das Schwert mit dem klebrigen, warmen, roten "Wasser" betrachtete, sah einfach in die Richtung, aus der die Frage kam, bevor sie die Frage dieses Mal beantwortete. "Ratet doch mal." die drei waren sichtlich aus dem Konzept gebracht als sie eine Frauenstimme hörten. Das kann doch nicht wahr sein oder? "Oh ho. Eine Frau! Jungs, wir haben den Jackpot!" schrie der Magier, mehr als Motivation meinend als lüsternd, denn seine Beine zitterten bereits bei dem Gedanken dass eine Frau gerade ihren Kameraden ohne dass sie es merkten einfach so abgestochen hatte. "Hier draußen ist es sehr gefährlich junges Fräulein. Ihr solltet uns lieber begleiten, dann können wir euch beschützen." war der jämmerliche Versuch, sie zu verführen, sie mit falschen, leeren Worten auszutricksen. Sie blickte weiterhin in die Richtung und formte ein süßes Lächeln, was die drei durch den Nebel weiterhin nicht sehen konnten. Ob sie sich noch so sicher gefühlt hätten würden sie sehen was für eine Wahnsinnige gerade vor ihnen stand, die sie gerade aus einem normalen, tiefen Schlaf gerissen hatten? Dieses "Monster" was sie aufgeweckt hatten, würde nun mit ihnen spielen. So wie sie es auch im Labor tat. Immer und immer wieder.

Der Anführer der noch drei Mann kleinen Truppe war neugierig wer genau dort stand, war ihre Stimme doch so bittersüß und unschuldig! Doch sie war gefährlich, also näherte er sich nur als er einige Eiszapfen vorbereitete für den Fall dass "Sie" vorschellen würde mit dem Schwert von Ihr. "Du brauchst keine Angst vor uns zu haben. Wir haben dich nur von diesem elendigen Magier befreit. Diese Ausgeburten der Hölle, die meinen sie wären etwas Besseres nur weil sie Magie beherrschen! Sie sind auch nur Menschen!" und verfiel seinem Hass, was Ihn anfälliger machte. "Der alte Mann?" fragte sie emotionslos, traurig blickend. Dieser Mann war gut zu Ihr, kannte er Sie doch gar nicht und hatte Ihr ohne etwas zu verlangen geholfen. Und so eine gutherzige Seele musste sterben weil er ein Magier war? Sie verstand diese Logik nicht. "Genau, der alte Kautz da. Stinkreich, hat sich Magie angeeignet um sich in den Reichtümer der anderen zu baden. Früher! Früher war er auch einer von uns. Doch dann hatten sie etwas "Potenzial" in Ihm gesehen und seine Umstände besserten sich. Und sie an was es Ihn brachte: Nichts! All seine Bemühungen! All sein Reichtum! Es hat Ihn alles nichts gebracht. Er starb durch die Hand eines Magiers der sich für seine Brüder einsetzt die nicht zaubern können!" die Selbstironie dahinter war schon bahnbrechend. Er selbst verurteilte eine Person die sich Magie aneignete und ein geregeltes Leben führte, während er selbst ein Magier war und alle Magier verhasste. Warum hasst er sich dann nicht selbst? Sie konnte es nicht verstehen. Doch musste Sie es nicht verstehen. Der Magier stand nun kurz vor Scarlet - und konnte endlich ihr Gesicht und ihre Figur erkennen. Und war entzückt. "Ahhhh… Meine Hübsche. Komm zu uns. Wir werden uns gut um euch kümmern!" was ihn komplett offen stellte, denn seine vorbereitete Magie löste sich in dem Moment auf, als er versuchte nach Scarlet zu greifen. Das letzte war er sah, war als sich der Mundwinkel zu einem düsteren, lüsternem Lächeln formte und ihre Leeren Augen in seine Augen starrten, als sich Angst in seinem Blick breit machte.

Denn noch bevor er seinen Griff beenden konnte, begann sein Gesicht zu brennen. Zu Brennen an den Stellen, an dem sich vor wenigen Momenten das Blut seines Gefährten niedergelassen hatte. Und es brannte. Der Magie versuchte es mit seiner Eismagie zu löschen, doch es brannte sich zuerst durch seine Haut. Dann durch sein Fleisch. Und brannte immer mehr Haut und Fleisch weg, Stück für Stück. Und die Thermomantie konnte nicht das stoppen, was innerlich begann zu brennen. Ein verrücktes Lachen war zu hören als sie die sich langsam selbst wegbrennende Figur wandte, versuchte sich selbst zu retten, nur um von der Person getötet zu werden, die er gleichzeitig hasste aber auch lechzte. Der unbekannten Frau. Das war die letzte Erinnerung, während er immer mehr verkam. Seine Gefährten waren nicht geistesgegenwärtig genug um ihn zu retten, doch das wäre auch vergebens gewesen. Zu sehr wurde sein Körper bereits manipuliert. Manipuliert durch die inneren Kräfte, die in Ihm wohnten. Er würde einen langsamen, qualvollen Tod sterben. Bis jede einzelne Faser von seinem Körper verbannt ist. "Du HEXE!" brüllte der Jüngling, der mit dem Speer nach vorne preschte und mit seiner Waffe nach Scarlet stach. Er traf auch in die linke Schulter, in die sie nicht ihr Schwert hielt. "Hahaha! Das hast du nun davon!" verkündete er stolz. Doch sie lachte und lächelte hysterisch weiter. "Tanz für mich. Tanz für mich mein Prinz! Tanz für deine Hexe!" waren die verdrehten Worte, als sie durch die Wunde, an der nun Blut austrat, Feuer austrat und an der Lanze vorbei den anderen Söldner in Brand steckte. Anfangs nur die Hand. Dann der Arm. Dann der Körper. Und obwohl er sich schnell auf den Boden hinwarf wollte das Feuer nicht aufhören zu brennen. Da war es nur noch einer. Der große, stämmige Bandit, der bisher ruhig und gefasst sein Zweihänder bereithielt. Durch das Feuer dass die beiden mit ihren Körpern befeuerten und einem leichten Wind löste sich auch der Nebel langsam auf und der Hüne konnte die junge, recht zierliche Frau nun genauer erkennen. Sie stand da wie eine Kriegerin. Nur dass sie eine Aura von sich gab, die eines Serienmörders würdig war. Ihr leerer, doch gleichzeitig lüsterner Blick half dabei nicht, dieses Gefühl loszuwerden. Besonders, da sie ihre eigene Wunde, die blutete, überhaupt nicht zu stören schien. Das war keine Frau, das war ein Dämon!

Doch nicht er war der erste der den Angriff einläutete, sondern Scarlet, die sich an ihn heranpirschte und mit ihrem Schwert, das noch vom Blut des ersten Kämpfers triefte, an der Seite geschnitten wurde, nicht tief, aber spürbar, er mit seinem Zweihänder nach ihr Schlug, aber sie nur grazil mit einer flinken Umdrehung auswich und diese für einen zweiten Schnitt nutze. Der Hüne war zwar Kräftig und beängstigend, aber er war sehr langsam, da er all seine Kraft aufwenden musste das Zweihänder überhaupt schwingen zu können. Er war nur Deko. Druckmittel. Er war kein Kämpfer, das konnte man an seinem Schwung erkennen, da hatte sie besseres gesehen. Und das machte ihn anfällig. Sie umrundete ihn und schnitt immer und immer wieder an neuen Stellen neue Wunden ein, an Stellen, an dem Ihn seine viel zu kleine Lederrüstung nicht ausreichend bedeckte, oder an Stellen an der es keine Rüstung gab, wie Arme und Beine. Lauter kleine oder große Schnittwunden, nicht tief. Nur kleine Schnittwunden. Die sich sammelten. Das wollte sich der letzte Mann der Räuber nicht gefallen lassen und holte erneut aus, doch vergeblich. Da war der Jüngling die beste Chance für die Gruppe sie zu besiegen, doch landete er nur einen, schmerzhaften Treffer in ihrer Schulter. Doch diese Wunde schloss sich ganz langsam wieder von selbst. Sich von ihm weiter entfernt stand sie da, änderte ihre Blick und fing an zu weinen. "Es... Es tut mir so leid!" bettelte sie als Sie ihre Waffe fallen ließ und ihre Augen rieb, sich wie ein kleines Kind benahm. Der stämmige Mann, der sein Zweihänder erst aus dem Boden befreite, stampfte wütend auf sie zu. "Es tut mir so leid alter Mann!" nun war es offensichtlicher was sie hatte. Sie trauerte um den Händler, der starb. Sie machte sich Vorwürfe. Vorwürfe wie damals. Nur um im nächsten Moment eine unheilvolle, emotionslose Stimme an den Tag zu legen.
"Und nun... Leide! Leide für deine Sünden! Leide! Leide! Leide! Leide!" und noch bevor der schon panische Angreifer Sie erreichen konnte begannen auch bei Ihm die Schnittwunden Feuer zu fangen und sich Stück für Stück an seiner Haut weiter zu fressen, nur deutlich schneller da die Wunden direkt zugefügt wurden. Sein Ziel hatte er nicht erreicht. Denn er fiel noch vorher um und brannte aus. Sie sah ihn wie eine lebendige große Fackel ausbrennen. Mittlerweile brannten die anderen beiden bereits vollkommen ab und waren nur noch verkohlte Leichen, die noch ein wenig brannten und einen seltsamen Geruch in der Luft hinterließen. Und Scarlet stellte sich vor dem nun brennenden Hünen. Stach mit ihrem Schwert in den Mann. Und Stach. Und Stach. Und Stach. Immer und immer wieder, während sie nur "Er ist Tod! Ich habe dich gerächt Opa! Ich habe dich Gerächt!" sprach, wie in Wahn weiter auf in einstach und verrückt lachte. Bis sie aufhörte mit beidem und nur noch da stand. "Wie Langweilig. Warum seid Ihr so schnell gestorben..." und nun darum trauerte, dass die vier keine größere Herausforderungen gaben. Und Sie nun wieder ganz alleine war.

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Sonntag, 21. April 2019, 01:09

Ts, es schien so, als wäre der Hauptmann sogar dazu bereit Braig gefangen nehmen zu wollen. Doch, das durfte er sich nicht erlauben. Die kommenden Tage für die Vorbereitung zu verlieren wäre desaströß! Das Beben machte es nicht besser und nun warnte er sogar davor seine Männer schießen zu lassen, ohne zu spezifizieren ob nur auf das Weißhaar oder auch den Bogenschützen, der seine Kampfhandlungen bereits eingestellt hatte. Braig musste nun überlegen, was er tun sollte. Zwei Tage. Solange müsste er es schaffen den Wachen bei einer Flucht zu entkommen. Die andere Option war sich gefangen nehmen zu lassen und dann enwteder das Geld, was er für seine Vorbereitungen noch brauchte auszugeben oder aber diese restlichen zwei Tage zu verlieren - oder sogar noch mehr!
Die intelligenteste Lösung lag auf der Hand.

Momente später, wo das Schwarze Hand-Mitglied diesen Entschluss gefasst hatte, begann auch schon ein Riss sich in der Straße unter ihm aufzutun, der alle nahestehenden verschlang. Dies verursachte eine Panik unter den Soldaten und nicht nur generierte allgemein eine mehr als nur erwünschte Ablenkung. Zuerst machte sich Braig auf der Dunkelheitsplattform über seine Dämmerungsmagie unsichtbar, nur noch seine Umrissen könnten bei genauem Hinsehen erkennbar sein. Dies strapazierte seine Kräfte ein wenig, doch war der Kampf ja nun sowieso vorbei. Im darauf folgenden Schritt nutzte er seine geringe Gravitation, um in die Richtung eines der Dächer zu fliehen, wo er unerwarteterweise jemand anderes vorfand. "Und hast du die Show genossen, Kätzchen?", fragte er Noire, die ihn bestimmt bereits mit ihren Katzenaugen kommen gesehen hatte, selbst so kaum erkennbar, wie er jetzt ist.

Doch für einen langen Plausch würde er nicht bleiben, da die Wachen sogleich anfangen werden nach ihm zu suchen. "Bis spätestens in ein paar Tagen!", verabschiedete sich Braig kurz darauf, ehe er weiter über die Dächer flüchtete und nach genug Entfernung auch den Unsichtbarkeitszauber stoppte, worauf er über eine der Gassen halt machte und hier nach unten abstieg.

_____

Seia war dabei vom anderen Geist gebändigt zu werden, doch wirkte sie extrem unglücklich, so kam sie der Winddämonin jedenfalls vor. Sie verstand nicht, warum sie diese Ungerechtigkeit erdulden müsste. Aella war sich nicht sicher, was sie hierzu sagen sollte. Ihr kam ein Gedanke, aber ehe sie dazu kam diesen in die tat umzusetzen wurde sie mit den anderen nach unten gerissen, als der Spalt sich auftat. Das erste was sie hiernach vernahm war die besorgte Stimme in ihrem Kopf. Lauriam. Ja, er konnte sich denken, dass sie wohl mit den anderen herunter gefallen war. *Alles in Ordnung!*, gab sie dem Spezialagenten zurück, um diesen zu beruhigen.
Derweil war es einer von Cassius Dämonen, der versuchte Seia weiter zu beruhigen. Er versuchte ihr klar zu machen, dass sie beim benutzen von Amens Körper sich auf eine Ebene wie Braig begeben könnte. Aella, die tiefstes Mitleid mit dem Geist der Angeborenen fühlte, kniete sich nun nieder zu ihr, denn auch sie wollte etwas dazu sagen. "Ich kann verstehen, wie hilflos du dich fühlen musst. Es ist für mich unvorstellbar die Gegenwart einer derjenigen erdulden zu müssen, denen ich soviel Leid zu verdanken habe, doch weiß ich wie es ist, gegen solche Monster nichts unternehmen zu können. Wobei ich anders als du wohl einfach nur zu schwach bin... Ich gebe Kemet hier zwar recht, doch wird das alleine dir wohl kaum reichen, oder? Wie wäre es hiermit: Anstatt den Schmerz runterzuschlucken, überleg doch mal mit Amen, was ihr machen könntet. Mit anderen zu reden kann wahre Wunder wirken, wenn man selbst nicht mehr weiß wohin mit sich selbst." Nachdem sie dies gesagt hatte schaute sich die Winddämonin um, auf der Suche nach ihrer Schwester, nur um sie weiter oben vor dem Spalt nach unten schauend zu sehen.
"Wenn mir noch etwas einfällt, was dir helfen könnte, wo kann ich dich später finden?", fragte sie abschließend Seia und reichte ihr die Hand, sofern der andere Geist sie nicht mehr zu Boden drücken würde.

_____


Der Kampf Dämon versus Dämon fuhr fort. Nach einer kurzen Verschnaufspause war Rhord bereits wieder dabei auf die Füße zurückzukommen und Siakin ließ dem Berserker auch die Zeit dafür. Auch war er es nicht, der als erstes angreifen würde. Er musste der zweite sein, um dem Monster in Rhord verstehen zu geben, dass auf diesen Zerstörungs-Instinkt zu hören ihm nur weitere Schmerzen bringen wird! Der Echsendämon knurrte noch immer und in seinen Auzgen war zu erkennen, dass dieser noch immer weit davon entfernt war sich zu beruhigen. Diesmal versuchte dieser es mit einer Serie von Schlägen. Seine Fäuste und Sichelarme wurden hierbei nun so geschwungen, dass diese zwischen den Angriffen keine Lücken ließen, denn war eine Faust geschwungen kam auch schon der nächste Sichelarm angeflogen. Rhord war zwar wieder zur Tötungsmaschine geworden, doch war sein Verständnis vom kämpfen noch intakt, was ihm selbst in diesem Zustand offenbar ermöglichte mehr als nur ohne Sinn und Verstand anzugreifen.

Siakin wich dabei zuerst immer wieder aus, bis er wieder einen der insektenartigen Arme auf sich zufliegen sah. Anstatt jedoch wieder auszuweichen, machte der Dämon es sich mit seinem Großschwert einfach und platzierte es so neben sich, dass der Arm zuerst auf die spitze Schneide rammen würde, was darin resultierte, dass dieser beim Aufprall an dieser Stelle abgeschnitten wurde. Die Schmerzen sollten gering ausfallen und viel Energie benötigte Rhord beim regenerien dieses Körperteils ebenso nicht. Dass aus der anderen Richtung nun aber immer noch eine Faust angeflogen kam änderte sich jedoch leider nicht, doch auch dafür hatte Siakin einen Plan, als er den Sichelarm abschnitt, denn Momente später bildete sich ein Eisschild zu seiner anderen Seite, welcher diesen Schlag abfing. Das Eis brach sofort, der Angriff war aber gestoppt, was dem Dämon nun die Gelegenheit brachte mit der breiten Seite seines Großschwertes voran Rhord mit einem Schwung ins Gesicht zur Seite hin auf den Boden zu schleudern. Die Dunkle Schwinge spuckte Blut und gerade als sie sich wieder aufstemmen wollte, spürte sie bereits, wie ihr Gegner seine Waffe über ihren Kopf hielt. Siakins Versuch Rhord zu vermitteln, dass er nun sein Leben beenden könnte, doch davon absah, als er seine Klinge wieder wegnahm. Ein Zeichen, dass Rhords Angst und damit seine Wut im Moment nicht notwendig ist. Dieser blickte für einen Moment sogar nur auf Siakin, ehe er wieder anfing aufzustehen und dabei zu knurren und brüllen.

"Ich seh schon, das wird noch ein laaaanger Tag werden..."

Raisen

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133

Sonntag, 21. April 2019, 12:25

Sophia und Seia stürzten zusammen mit Amen und Vada in die Kanalisation. Die Ausmaße der Zerstörung war enorm und das, obwohl der Kampf sehr schnell wieder vorbei war. Was wohl passieren würde, wenn sie diese Kräfte kontrollieren einsetzen würde...? Sophia, die Seia zu Boden gedrückt hatte, landete auf auf eben jener. "Ich verstehe deinen Hass, Seia", teilte Dashret Seia mit, "Menschen wie Braig haben auch mir vieles genommen. Aber wenn du dich jetzt von deinem Zorn kontrollieren ließest, dann würdest du Amens Körper den Soldaten überlassen. Für "seine" Verbrechen der Zerstörung und des Mordes würde man ihn an den Galgen bringen. Und dann hätte er genauso durch dich gelitten wie du durch Braig. Willst du das? Willst du sein wie dieses Monster?" Seia schüttelte den Kopf. Nein, sie will Amen da überhaupt nicht mit hineinziehen, aber er war der einzige Weg für sie, um in der Menschenwelt etwas zu bewirken, ohne dass sie jemandes Körper stehlen musste. "Beruhige dich erst einmal. Nach all dem Chaos könnte die Kanalisation einstürzen, und Amen könnte dort unten deine Hilfe bestimmt gut gebrauchen.", meinte Kemet, die Seia eine Blume überreichte. Sie duftete sehr gut. "Danke", murmelte Seia. Auch Aella, die mit ihnen in die Kanalisation gestürzt war, sagte einige Worte zu ihr: "Wie wäre es hiermit: Anstatt den Schmerz runterzuschlucken, überleg doch mal mit Amen, was ihr machen könntet. Mit anderen zu reden kann wahre Wunder wirken, wenn man selbst nicht mehr weiß wohin mit sich selbst. Wenn mir noch etwas einfällt, was dir helfen könnte, wo kann ich dich später finden?" "Sie hat Recht, rede mit Amen...und Shinra, sobald sie wieder hier ist", stimmte Sophia der Windmagierin zu. Seia nahm Aellas Hand und stand auf. "Danke für alles", lächelte Seia leicht in die Runde, "Ich werde wohl zuerst Amen suchen. Also irgendwo in seiner Nähe sollte ich sein."

@Soren: @Tobi: @Night Zap:

134

Sonntag, 21. April 2019, 13:45

Braig entging dem Einsturz der Straße, da er auf seiner Plattform stand und nutzte die Panik der Wachen aus, um sich selbst einen Fluchtweg zu erarbeiten. Noire konnte erkennen dass Braig sich durch Magie unsichtbar machte, da sie mit ihren guten Augen und gezieltem Betrachten ihn noch erkennen konnte. Interessant zu wissen was er konnte, sogar in Praxis zu sehen, für den Fall dass sie ihn einmal angreifen wird - was gar nicht so abwegig war. Dass sein Fluchtweg sich auf Noire's betrachtende Stelle überschnitt war dann ein eher unglücklicher Zufall. Sein Kommentar machte es nicht besser. "Hab es leider verpasst kommentierte sie nur wachsam, während Nyx bereit war etwas zu unternehmen sollte er etwas richtig Dummes vorhaben was Noire in Gefahr bringen würde. Dies trat zum Glück aller dann nicht ein, verabschiedete er sich als er unsichtbar abhaute und nach einiger Distanz wieder sichtbar wurde, bevor er den Dächern entglitt. Von Brandon und Lauriam fehlte weiterhin jede Spur. *Diana, geh zu Korina zurück und schau ob du Nina bei Ihr siehst und gib Ihr über die Ereignisse Bescheid. Ich schließ zu euch auf sobald ich weiß was mit Lauriam und Brandon ist.* Diana, die unterhalb der Gasse spähte und nicht Noire aufs Dach folgte tat genau das - und fand Nina tatsächlich vor, die bei Korina in der Nähe war und übermittelte was gerade geschah als auch was Noire sagen wollte.

@Night Zap: @Tobi:

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-- Irgendwo in Alvenheim --

Verkohltes Fleisch, aufgebrachte, angebundene Pferde, und ein Leichenhaufen bei einem kleinen Lagerfeuer, in welchem der Eintopf mittlerweile den Punkt erreicht haben wird, wo er überkocht war. Es war der Beginn der Nacht also würde diese düstere Stimmung diesen Platz noch eine längere Zeit über begleiten. Der Geruch nach Tod und Verbrannten würde die meisten wohl Erbrechen lassen, wenn nicht dann würde es wohl der Anblick auf dieses Spektakel verrichten. Denn Scarlet stand inmitten dieses Schauplatzes, ihr Laken durch den Speerstoß weiter zerrissen, mit Blutspritzer befleckt und mit Blut an der Einstichstelle getränkt, während von ihrer Klinge noch Blut tropfte und eine kleine Lache bildete. Sie hatte dem alten Händler, der Sie obwohl er Sie nicht kannte, etwas zu verdanken. Dafür dass er Sie verpflegt hatte und ihr einen kurzen Platz zum Schlafen gab. Es waren sehr einfache, für viele alltägliche Dinge, doch für Sie war es Luxus. Und dieser Luxus wurde ihr wieder genommen. Durch Gewalt und Hass, Habgier und Wahnsinn. Nun blieben nur die zwei Zurrpferde übrig, genauso wie alle Waren und alle Besitztümer die sowohl im Wagen als auch die Dinge, die der verstorbene Händler als auch die Banditen bei sich trugen - sofern diese nicht verkohlt oder verbrannt wurden. Sie musste dieses traurige Bild von Hass und Gewalt beseitigen. Niemand soll wissen was hier passiert ist. Niemand. Es wird Scarlets ganz eigene, persönliche Erinnerung bleiben. Die Ihr niemand nehmen kann.

Als erstes nahm sie ein Stück der Plane am Wagen um dort die Blutreste, die an ihrer Klinge klebte, abzuwischen um diese wieder in die Schwertscheide zurückzuführen. Danach prüfte sie als erstes den Wagen nach allem ab, was sie für nützlich und tragbar hielt. Sie würde kaum den Händlerkarren in das geplante Zwischendorf reinfahren können wenn er ein bekannter Händler war, das würde nur unnötiges Aufsehen erregen. Zu den bekannten Fellen, der Rastausrüstung und den Nahrungsmitteln, die sie bereits kannte konnte man noch so einiges mehr finden. Kleidung, zwei Bilder, diverse Fässer mit Spirituosen, diverse Bücher, Schreibpapier, auch Taschen als auch Schuldscheine waren vorzufinden. Anscheinend hatten sich einige in Schulden begeben, ein Darlehen, was der Händler Ihnen für Güter angeboten hatte und diese mit Zinsen zurückzuzahlen hatten. Vieles war wertvoll, hätte sicherlich einen guten Preis und eine gute Reisekasse ergeben - die Grundprinzipen waren ihr dank ihrer damaligen Zeit als Kind einer Handelsfamilie noch sehr wohl bekannt - doch nichts was sie ohne Probleme sorglos tragen hätte können. Es würde also auf das geringste zurückfallen. Zu aller erst bediente Sie sich an dem Haufen an Klamotten. Es waren von edlen Gewändern oder Herrenklamotten auch einfacher Arbeiterklamotten dabei, für Mann und Frau als auch für Kinder. Vieles war nichts was Scarlet hätte tragen können. Es gab aber auch einen Haufen an eher ungewöhnlicheren oder sehr freizügigen Klamotten, die sich sehr explizit von der anderen Kategorie abhoben. Etwas, was man als "Magier" normalerweise nicht tragen würde, sei es Mann oder Frau. Doch waren all die normalen Klamotten nichts, was sie tragen wollte, würde es sie viel zu sehr einschränken zu gehen - zumal sie kam gelernt hätte sich wie eine Nobeldame zu verhalten. Also fiel die Entscheidung auf sehr explizit gewagte Kleidung die sich keine normale Frau auswählen würde*, zog zumindest das allernötigste sofort an und verstaute den Rest in einer der Tragetaschen. Als nächstes kamen die Schuldenblätter in die Tasche sowie das Bargeld, was der Händler im Wagen führte. Auch ein paar gut haltbare Lebensmittel fanden Ihren Weg in diese Tasche. Als letztes noch den Mantel mit Kapuze, den Ihr der Händler umlegte damit nur mit Gesicht und Haar zu erkennen war, der Rest war unter dem Mantel versteckt - so auch ihre Klinge die Sie dann mit sich führte und das etwas Unterwäschen-Kleidung, was das einfache Lakenhemd ersetzte. Die Zwangsjacke nahm den größten Platz in der Reisetasche mit, die Scarlet dann mit zwei Schultergurten auf den Rücken tragen konnte. Alles andere im Wagen war nutzlos für einen Transport zu Fuß.

Als nächsten Schritt durchsuchte sie die Leichen von den Personen, die nicht durch das Feuer - sei es durch den Händler oder ihrer Magie - unerkennbar verbrannten und somit auch ihre Besitztümer. Bei den Räubern ging sie grob mit den Leichen um, trat diese notfalls auf die richtige Position - und trat vielleicht noch ein, zwei Mal nach um die bittersüßen Geräusche des offenen Fleisches und des austretenden Blutes hören zu können, was Ihr ein Lächeln auf das Gesicht zauberte - um diese dann entsprechen zu durchsuchen. Die meisten Gegenstände waren wertlos - wenn sie überhaupt etwas mit sich führten. Die einzigen, guten Dinge waren die Zahlungsmittel - die sie zu dem bereits mit Geld gefülltem Säckchen vom Händler hinzufügte. Auch den Händler selbst durchsuchte sie. Hier ging sie aber sehr filigran und vorsichtig vor. Sie wollte den Mann nicht im Tod stören. Er schläft doch gerade so friedlich. Also wurde seine Leiche mit Vorsicht abgetastet - auch er führte noch persönlich eine kleine, nicht unbedeutende Summe bei sich, hatte auch einen Schlüssel den Sie an sich nahm als auch ein Notizbuch, das auf Telvanisch geschrieben war sowie eine Karte von Alvenheim. Sie würde sich sowohl Karte als auch Notizbuch noch durchlesen also nahm Sie es auch mit. Von den verkohlten Leichen konnte sie nur noch ein paar nicht verbannte Münzen entnehmen, auch wenn sie das seltsam riechende, weiche Fleisch anfassen musste und ihre Finger ganz dreckig von dem Ruß wurden - sie hatte die Handschuhe, die im Kleidungsset dabei waren, noch nicht angezogen, daher blieben die von dem Schmutz verschont, nutze aber die Wasserflasche um sich die Hände sauber zu machen. Sie hatte immerhin dreckige Wesen berührt!

Der letzte Schritt war der wohl wichtigste aber auch wohl eher skurrile Part. Sie schnitt mit ihrem Schwert - erneut gezogen - die Pferde vom Wagen und dem Zurrgurten ab, die sie an der Position festhielten ab, welche daraufhin panisch das Weite suchten. Damit stand der arme Wagen völlig ohne Möglichkeit bewegt zu werden inmitten der Pampa auf offenen Wegen. Schwert wieder zurückgesteckt und an einem Gürtel festgezurrt, der im Kleidungsset dabei war und damit unter dem Reisemantel ein Versteck für ihr Schwert ergab, nahm sie seelenruhig einen Holzscheit aus dem Feuer unter dem Eintopf, passte auf dass die Flamen sie nicht selbst erreichen konnten was dank ihrer Magie zu vermeiden war, und warf das brennen Stück Holz in den Transportwagen, wo alle Waren - die wie der Holzwagen selbst leicht entzündlich waren - und entsprechend Feuer fingen und anfingen, ein schönes, großes Lagerfeuer zu ergeben. Bis der Wagen ausbrannte, ließ Sie sich gemütlich auf den Holzblock nieder, den Sie als Sitz im vergangenen Tag kennenlernen durfte, und genoss den Überkochten Eintopf. Zwar war all das Gemüse und Fleisch weich oder zäh, doch trotzdem löffelte sie diese ähnlich wie Mittags in einem ordentlichen Tempo zu sich, nicht ganz so schnell aber trotzdem zügig. Und wartete bis das große Feuer alles, was sich auf oder um den Wagen aufhielt - verbrannte. Wenn jemand vorbeikommen würde, würde man auf diverse verkohlte Leichen, den erstochenen Händler mit diversen Stichverletzungen und einen Schwertkämpfer mit nur einer, aber gut platzierten Stichwunde vorfinden. Was hier vorfiel, würde nur jemand wissen, der dieses Spektakel erlebt hatte, und davon gab es nur noch eine Person. Scarlet. Die nachdem der Wagen abgebrannt ist, sich mitten in der Nacht mitsamt dem Rucksack auf dem Rücken und mit dem Mantel und der Kapuze abgedeckt auf den Weg machte zu dem Dorf, was sie mit der Kutsche gegen Mittag erreichen sollten. Zu Fuß würde Sie also ebenfalls dort ankommen da sie zu Beginn der Nacht begann dem Weg zu folgen. Erneut war sie alleine. Bitterseelenalleine. Wieder verlassen worden von einem Menschen, der Sie gut behandelt hatte. Was hatte sie verbrochen dass sie so leiden musste?

*Teile der Klamotten, die man im Charakterbild erkennen kann, jedoch noch unvollständig. Schuhe, Handschuhe, Strumpfhose, Schwarze Klamottenelemente.

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Sonntag, 21. April 2019, 19:17

-- Irgendwo in Alvenheim --

Selbst nach einer ordentlichen Entfernung von dem Ort des Geschehens konnte man das Ereignisse noch verfolgen, besonders da die Rauchwolke, die das Verbrennen des Wagens mit sich zog, eine große Spur im Himmel hinterließ. Da Sie sich aber noch viel zu weit weg von Zivilisation aufgehalten hatten - wo die Räuber hausten war eine Frage die unbeantwortet blieb - merkte dies keiner. Vielleicht Tiere, die sich in der Nähe aufgehalten haben und durch den Lärm und das Feuer aufgescheucht wurden oder die Pferde, die sich panisch in irgendeine Himmelsrichtung zerstreuten. Wann und wer genau diesen Schauplatz als ersten Menschen vorfand würde auch ein Mysterium für Scarlet bleiben. Die Nacht selbst war ein stiller und sanfter Begleiter, denn auch heute war die Nacht sternenklar, während Scarlet unermüdlich Schritt für Schritt dem Pfad folgte. Ein Langer Fußmarsch, der seinen Zoll forderte, denn sie war es nicht gewohnt so lange zu gehen, besonders auf dem harten Erdboden, weshalb sie bald auf die Grünflächen sehr nahe an der Wegfläche wechselte, wo der Rasen und der Boden feuchter und damit Weicher und angenehmer waren. Sobald der Tag anbrach, war es für Sie auch möglich endlich die Karte oder das Buch genauer zu betrachten. An einem geeigneten Ort wo ein Felsbrocken sich als Sitzfläche anbot nutzte sie die Möglichkeit zuerst etwas vom Proviant zu sich zu nehmen, danach die Karte vor sich zu halten - nur um festzustellen dass sie die Karte nicht lesen kann. Sie wusste zwar was eine Karte war, aber nicht wie sie herausfinden soll wo sie sich gerade befindet und wie sie die Karte halten muss zur Orientierung. Dass war leider enttäuschend, doch sie würde einen Zweck erfüllen wenn sie erklärt bekommt wie sie die Karte lesen kann oder jemand fand der es für Sie übernimmt.

Interessanter war dann doch eher das Buch, das der Händler mit sich führte. Es war eine Art Tage- und Auftragsbuch. Es erzählte grob die tagtäglichen Ereignisse und Geschäftsabschlüsse, die jeweils mit einem Datum versehen waren. Das war die Möglichkeit herauszufinden wie alt Sie war und wie lange sie im Gefängnis war. Das Datum des letzten Eintrages ließ sie in Gedanken versinken. Es war bereits Juni im Jahre 423. Sie war ... nun 28 Jahre alt. Und am Tag ihrer Entführung ... war sie 11 geworden. Stimmt. Es war ihr Geburtstag. Und ihre Eltern hatten ihr eine große Überraschung versprochen wenn sie sich beim Gespräch mit dem Fürsten gut verhalten würde. Das war eine erschreckende Erkenntnis. Über 17 Jahre. 17 Jahre Ihres Lebens hatte sie Verloren. Sie war schockiert. Entsetzt. Sie konnte nicht anders als über diesen Verlust zu weinen. Es kam Ihr alles lange vor. Normal. Völlig normal. Und jetzt? In der Freiheit. Endlich von diesen verrückten Wissenschaftler weg? Erst jetzt schmerzten die Erinnerung an all das Leid, die Opfer, die Wunden so richtig. Doch war nicht alles eine schlimme Erinnerung. Ihr großer Held. Der immer zu Ihr hielt. All die kleinen Dinge die Sie hatten. Die Möglichkeit Schmerzen zu verursachen statt nur zu erhalten. Die schönen Wunden die das Schwert verursachte. All diese schöne, rote Farbe - das Blut - was aus den Wesen austrat die sie so genüsslich foltern konnte. Der Nervenkitzel. Das alles würde Sie jetzt nicht mehr haben für die Freiheit die Sie hatte. Oder etwa nicht? Sie hatte doch gerade erst vor einigen Stunden so viel Spaß! Sie konnte all diese Dinge tun die sie im Gefängnis tun musste. Völlig ohne Zwang! Und sie tat damit gutes! Sie hatte die Welt von Abschaum befreit! Sie konnte nur wieder nicht einen Helden retten. - Ihre Gedankengänge waren weder Logisch, noch waren Sie Korrekt oder Falsch. Sie waren einfach verdreht. Verdreht durch die kranken Erlebnisse die für Sie nur Normalität wurden.

Sie saß noch eine gute Weile in ihrer eigenen, kleinen Welt auf dem Stein, bevor sie sich wieder auf das hier und jetzt realisiert - und immer noch nicht wirklich an die Sonne gewöhnt aber besser als gestern - weiter auf den Weg machte - zu dem Dorf wo der Händler hin wollte, das zu der Hauptstadt führte. Sie hatte nur keine Ahnung wie weit das noch tatsächlich entfernt war. Besser als Nichts zu tun war es allemal, daher ging die halbwegs ziellose Reise weiter. Der Vormittag verging, ein erneuter Rastplatz, eine kleine Mahlzeit, erneuter Fortschritt. Sie kam auf eine Abzweigung zu, auf der die Schilder in zwei Richtungen verwiesen. Da Sie als besten Anhaltspunkt ein Dorf oder die Hauptstadt erreichen wollte suchte sie auf der Karte nach den Namen der Orte, die die Schilder anzeigten. Nach Alv Academica würde sie ... hier und bei diesem Dorf dort - Sie fuhr akribisch mit ihren Fingerspitzen die Karte ab, der Linie Folgend von dem großen Punkt wo die Hauptstadt war, bis sie auf den Namen des Dorfes gestoßen war, dass Ihr hier auf dem Schild gesagt wurde und sie der Abzweigung entsprechend folgte. Der Nachmittag verlief ähnlich unspektakulär, nur dass ihre Füße langsam von dem ganzen Barfußgehen ihren Zoll davontrugen, auch wenn sie sich mittlerweile einmal in einem Bach ihre Füße abgekühlt hatte und den weichen Wiesen oder Rasen dem harten, trockenen Routenweg bevorzugte. Die ersten, großen Ereignisse bahnten sich an, als sie sich den Außenbezirk des Dorfes näherte, welche sie per Wagen mit dem alten Händler gegen Früh Nachmittag erreichen wollten, es jetzt bereits schon gegen Abend hin lief, denn die Sonne war bereits wieder am Untergehen. Auf Feldern konnte man den einen oder anderen Bauern erkennen, der gerade die Erde ab pflügte, händisch oder mit Zugtiere und entsprechendem Werkzeug, das an diese gebunden war. Oder das Sähen von Saatgut. Auch Gemüsefelder waren zu erkennen. Weiter entfernt an einem Bach waren Frauen mit Blechschüssel und Reibebretter zu sehen, wie sie die einfachen Klamotten händisch reinigten - das Bild kannte Scarlet noch zu gut als sie fasziniert auf diese Zauberei achtete, die dreckige Wäsche zur sauberen Wäsche umwandelte. Als Wanderer mit komplett verhüllendem Mantel samt Kapuze und dem großen Rucksack zog sie natürlich ab und zu mal die Blicke auf sich, doch das störte sie nicht. Hier kannte sie niemanden, niemand kannte Sie und damit war es die perfekte Möglichkeit "etwas" zu erreichen. Es war zwar schon spät, doch mit Erschöpfung aber mit einem ehrlichen, müden Lächeln kam Sie in dem Dorf an, dass der Händler als nächstes Reiseziel anpeilte.

Der Abend nahte und die meisten Geschäfte schlossen bereits, so dass der beste Weg wohl war sich einen neuen Platz zum Schlafen zu suchen. Sie kannte von damals noch Betten. Doch diese Betten waren im Gefängnis nur der kalte Steinboden. Und letzte "Nacht" waren es kuschelige Tierfelle, die sie leider verbrennen musste. In den Gassen zu Schlafen war also eine Option, aber keine um nicht noch mehr dahergelaufen zu kommen als Sie schon war. Sie musste sich wie ein "normaler Mensch" verhalten. Doch was war nochmal "Normal"? Sie hatte es all die Jahre vergessen. Sie hat nur die Erinnerungen an ihre Kindheit, die nicht verschwommen waren, und das war relativ alles, was nicht direkt mit ihren Eltern zu tun hatte. Mit ihren Freunden, mit der Schule. Sowas war noch vorhanden. Und das war der Hinweis den sie suchte. Es gab etwas wie ein Lokal, wo man Essen, Trinken und Schlafplätze erhalten konnte. Das war eine Taverne. Ob es das in diesem Dorf auch gab? Sie schnappte sich den erstbesten Mann der vor ihrem Blickfeld lief und versucht normal zu wirken. "Wo finde ich die nächste Taverne?" - das normal wirken war noch etwas rau, sie lächelte dabei etwas verdreht und hatte eine recht müde Sprechweise, aber es hat soweit funktioniert dass der Mann nicht gleich davonlief, Nein, Er antwortete Ihr sogar noch normal bevor sich Scarlet leicht verbeugte - das wusste Sie noch von damals dass man das als Zeichen für Dankbarkeit seinem Kunden vorbrachte nach einem erfolgreichen Geschäftsgespräch. Also war der Weg vorgeschrieben. In besagter Taverne "Zum betrunkenen Wildschwein" angekommen, war dieses zu dieser Zeit noch relativ leer, da die meisten Arbeiter erst in Kürze ihren Dienst beendeten und entsprechend noch nicht ihren Feierabend einläuteten. So erreichte sie die Wirtin ungestört, die sie mit erhobenen Augenbrauen ansah. "Was darf’s sein Reisender?" Ob sie erkannte das sie eigentlich eine Frau war? Das tat für sie nicht zur Sache. "Ein Zimmer. Eine Mahlzeit. Dusche. Eine Nacht." kurz angebunden schilderte sie ihr Anliegen. Tatsächlich hielt die Wirtin Sie für einen Mann. "Hat man auch nicht alle Tage dass eine Frau hier her wandert. Das muss ich würdigen. 40 Liyé - "30" "Eine Händlerin? Gefällt mir. In Ordnung. Essen musst du selbst abholen. Dein Zimmer ist im zweiten Stock das hinterste Zimmer rechts. Dusche ist direkt die Türe geradeaus weiter nach deinem Zimmer." Entsprechend dieses Mal nur ab nickend legte sie die entsprechende Münzenanzahl auf den Tisch, nahm den Schlüssel und trabte - barfuß - die Holztreppen hinauf, lagerte ihren Rucksack in das Einzelzimmer und marschierte mit praktisch nur ihrem Gesamtumhang und der Leihwäsche aus den normalen Haufen an Klamotten in die Duschkabinen, die nur für Frauen gedacht war - daher gab es nur zwei Kabinen - entledigte sich dem Umhang und den Leihklamotten - diese verbrannte sie - und genoss die Dusche, die sogar mit Seife ausgestattet war - wohl etwas nur für die Frauen hier oder weil die Wirtin die Dusche mitbenutzte. Auch etwas, dass sie nicht mehr seit Ewigkeiten kannte. Hygiene war ein Luxus. Sie als "das Vorzeige-Subjekt" hatte natürlich Sonderbehandlung und bekam zumindest ein halbwegs vernünftiges Maß an Möglichkeiten sich zu reinigen - aber eine richtige Badewanne oder eine Dusche - das war Luxus. Und dass genoss sie nun sichtlich.

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Sonntag, 21. April 2019, 21:27

-- Irgendwo in Alvenheim --

Sie muss mindestens eine viertel Stunde in der Dusche gestanden haben und so viel Wasser verbraucht haben dass es für vier oder fünf Personen gereicht hätte, doch dieses Erlebnis wollte sie in vollen Zügen genießen. Auch ihre Haare - das einzige was vernünftige Pflege in diesem Gefängnis bekam zu dem Punkt, dass es ordentlich an den Spitzen geschnitten und gepflegt wurde damit es in Kampfsituation nicht problematisch endet - wurden ordentlich geschrubbt von der Seife und selbst als sie das Wasser endlich abdrehte stand sie wie ein begossener Pudel einfach in ihrer Duschzelle. Ein Handtuch gab es in einem der kleinen Holzkästen beim Eintreten in die Kabine. Eine entsprechend so lange Zeit dürfte sie auch mit dem Abtrocknen beschäftigt gewesen sein, bevor sie aus der kleinen Kabine austrat und sich in einem dort befindenden Spiegel ansah. Sie hatte wirklich wunderschönes, kräftig rotes Haar, so wie ihre Eltern Ihr damals auch danach ihren Namen gegeben haben, doch ihre Haut war bleich, der Sonne viel zu lang entzogen. Sie war erwachsen geworden, nicht mehr der Wildfang der damals vor Selbstbewusstsein und Kraft wütete, sondern eine in sich gekehrte, gebrochene, aber schöne junge Frau. Es war Traurig. Besonders als Sie sich selbst in die Augen sah. Diese leeren Augen, die wirkten als hätte sie alles aufgegeben. Als sie vor lauter Trauer anfing eine Grimasse zu ziehen, eine in der sie lächelte, war es surreal. Es war so schön. Sie konnte noch lächeln. Doch für andere war es ein Lächeln einer Wahnsinnigen. Sich selbst also nach über 17 Jahren wieder gesehen und abgetrocknet und gereinigt nahm sie, nachdem sie in ihr Zimmer drei Schritte weiter mit Badetuch zurückkehrte, aus der Tasche die ersten Kleidungsstücke an sich die Sie sich ausgesucht hatte - aber erstmal nur Unterwäsche, Die Oberteil/Unterteil Kombi, Strümpfe und die Schuhe, zog diese an und warf sich den zweiten Reisemantel um - der Sauber war, den anderen hatte sie ja im Bad verbrannt, und wanderte zurück in den Eingangsbereich der Taverne wo nun bereits reger Betrieb herrschte. Die Wirtin, die Scarlet eigentlich schon länger erwartete, blickte die nun in einem sauberen Mantel - Kapuze überzogen - bereits von weitem an während die anwesenden Männer natürlich rätselten wer diese Person war und was diese hier zu suchen hatte. Das alles ignorierte sie, ging sie - so gut es ging in den Schuhe, es war noch etwas ungewohnt - zu den Tresen und nahm einen Teller mit einem herzhaften Eintopf, einen Brotkorb und einen Teller mit Fleisch und Wurscht entgegen, auf einem Holztablett überreicht, welches sie mit nach oben nehmen konnte. Die Tische waren so gut wie besetzt und die Wirtin ahnte dass sobald herauskommen würde dass Sie eine Sie war es hier sehr laut zugehen würde, weshalb sie das Geheimnis für sich behielt. Entsprechend unproblematisch - bis auf die ein oder anderen seltsamen Zurufe und fast einem abknicken mit dem Fuß wegen der verwundeten Fußsohle, das noch dazukam zu den ungewohnten Schuhen - ging sie stillschweigend in Ihr Zimmer zurück, während die Wirtin ihre junge Tochter, die als Bedienung tagtäglich mit den Arbeitern zu kämpfen hatte - das mittlerweile aber meisterlich lösen konnte - mit einer kleinen Wundsalbe nach oben schickte. Dass sie zuerst ohne Schuhe hier reinkam entging auch der Wirtin nicht und vermutete schon diese Art von Strapazen. Gruselig.

In Ihrem Zimmer angekommen setzte sie sich auf das Bett mit dem Tablett auf das Bett platziert, während durch das Fenster - es war mit zwei einfachen Holzhälften und einem Herz in der Mitte - welches sie aufriss, noch etwas frische Luft und die letzten Sonnenstrahlen hineindrangen. Sie begann bereits die ersten Bissen an dem Eintopf - der sich geschmacklich von dem der letzten zwei Male unterschied und angenehm warm schmeckte - als es an ihrer Tür dreimal klopfte. "Die Wirtin schickt mich. Sie hat hier eine Salbe für die Füße. Für Blasen oder Schürfwunden. Ihr sollt sie annehmen. Als Geschenk. Und sie verwenden." verkündete die Wirtstochter und Scarlet, die ihren Anstand von damals - soweit man diesen bereits besessen hatte - nicht vergessen hatte, öffnete die Türe und sah das junge Mädchen an. Sie war vielleicht 17 oder 18 Jahre. Half aber bereits fleißig mit. Wie sie damals. Bei Ihren Eltern. Es schmerzte. Die Erinnerungen schmerzten. Doch sie wusste dass sie nicht schuld ist an dem was Ihr angetan wurde. "... Danke" brachte sie in der natürlichsten Form von sich, die sie tatsächlich aufbringen konnte, auch wenn ihr leeren Blick nicht dem leichten Lächeln entsprach, dass ihr aus dem letzten Ecken Ihres Herzens noch vorhanden war. Die Leute hier waren gute Leute. Einfache Leute. Sie haben das, was sie nicht hat. Und sie möchte das gerne wieder haben. Doch ...

Sie aß zuerst all ihr Essen fertig zusammen bevor sie sich an die Pflege ihrer Füße wandte, die zwar sauber gereinigt wurden, aber durch das dauerhafte Wandern ohne Schuhe oder einfacher Sohle ziemlich aufgeschürft und trotzdem blutig waren. So ungepflegt gelassen würden Sie sich noch entzünden oder sogar noch schwerwiegendere Folgen mit sich ziehen - in normalen Umständen. Scarlet's Umstände waren nicht normal, durch die Erlangung ihrer Kenntnisse in Thermomantie - genauer gesagt der Blutmagie - konnte sie durch diese die Energien die sich in Blut befand manipulieren nach Willen, so auch Wundheilung wie sie es bei der Stichwunde tat oder in mehr offensiver Art wie Sie es bei den Räubern anwandte. Es war eine sehr verkorkste Art, wirkte sie ein wenig wie verbotene, dunkle Magie oder Hexerei, da viele nicht auf das Potenzial von Blut und deren Kräfte aufmerksam werden, auch nicht in ihrem Studium der Magie. Oder sie legen es als nicht nennenswert ab und ignorieren diese Art der Magie. Dennoch. Diese Geste, war sie noch so einfach, brachte Sie zum Weinen, das man draußen vernehmen konnte stand man unterhalb des offenen Fensters. Das Anwenden dieser Salbe schmerzte auch, hatte es antiseptische Zutaten die eine Entzündung vermeiden sollen. Und den Rest tat dann das weiche Bett, denn ein Marsch über fast einen Tag durch die Nacht durch hinterließen ihre Spuren bei den Kräften einer Person.

Am nächsten Morgen wurde sie durch das Krähen von einem Hahn und den ersten Sonnenstrahlen begrüßt, die ihren Weg direkt in ihre Augen suchten als sie diese aufschlug und anfänglich nur Weiß sah. Die Salbe und ihre Magie haben Ihr Werk über die Nacht vollbracht und die ordentliche Portion Schlaf tat den Rest. Sie war ausgeruht und wieder bei Kräften, also war der nächste Schritt sich in dem Dorf um das notwendigste zu kümmern. Sie hatte Geld, sie hatte einige Sachen dabei, und sie war noch nicht fertig gekleidet. Es entsprach noch nicht der Vorstellung die sie von "Klamotten" hatte, besonders, da sie noch ein Erinnerungsstück in ihren Kleidungsstil einbinden wollte. Dass sie mit dieser Anfrage gleich mehrere Personen verstören würde war Ihr dabei nicht bewusst. Sie suchte als erstes - mit dem leeren Geschirr auf dem Tablett - die Wirtin auf, die wieder einmal ganz allein am Tresen stand, waren die Arbeiter zum Krähen des Hahnes zur Arbeit aufgebrochen. Dort übergab sie den Teller und dankte der Wirtin verbeugend für das Mahl und die Salbe. Und legte, nachdem sie die einfache Speisekarte las, weitere drei Líye für ein Frühstück hin, welches ihr dann auch prompt von der Wirtin mit einer Karaffe Karottensaft hingestellt wurde - Rührei, Brot und Karottensaft. Eine sehr interessante Kombination. "Irgendein bestimmtes Ziel hier in unserem bescheidenen Dörfchen, Händlerin?" "Zwei Dinge. Ich brauche einen Schneider oder Gerber. Und ich suche eine Person für einen 'Kollegen'" die erste Anfrage war recht schlicht gehalten, während die zweite Anfrage einen Mann verlangte, der auf einen der Schuldscheine des alten Händlers stand. In seinem Notizbuch stand dieser Name auch als einer der Gründe für einen Zwischenstopp in diesem Dorf, denn seine Bezahlung war lange fällig und heute sollte sie eingesammelt werden. Und der Schuldschein war das Druckmittel. "Einen Gerber haben wir hier tatsächlich, erledigt auch die Arbeiten eines Schneiders. Hat auch gute Ware die er selbst gegerbt hat. Du findest ihn auf dem Dorfplatz. Kannst sein Geschäft nicht übersehen, hat ein schönes großes Schild mit einem Schuh als Logo." Sie aß bereits als sie die Erklärung beiläufig aufnahm, während die zweite Frage eine genauere Betrachtung des Schuldscheines mit sich zog. "Der alte Nichtsnutz. Hat Harry schon wieder nur Schulden angehäuft. Und dann auch noch bei einem so bekannten, alten Kautz. Er ist ein herzensguter Mensch aber mit Ihm Geschäfte zu machen ist ein Kampf, den man nur verlieren konnte. Wundert ich dass er nun andere Händler zum Schuldeneintreiben schickt. Ist er etwas verhindert?" "Ja. Hat mir die Aufgabe überlassen." "Hmm. Du findest ihn nach dem Dorfplatz hinter dem Glockenturmgebäude in einem heruntergekommenen alten Haus. Hebt sich gut genug von den sonst recht instandgesetzten Häusern ab, kann man nicht übersehen. Viel Glück beim Eintreiben des Geldes. Sturer alter Esel dieser Harry."

Nachdem Sie sich ihre Mahlzeit zu Leibe geführt hatte ging Scarlet zuerst wieder zurück in Ihr Zimmer. Holte sich dort ihren Rucksack und ihre Gegenstände, sperrte dieses Zimmer zu und übergab den Schlüssel an die Wirtin. "Solltest du das Zimmer nochmal benötigen, so schnell wird dieses nicht vergeben sein. Haben ja nicht so oft solche Reisende hier." - sie hatte nur für eine Nacht gezahlt, also war nur zu erwarten. Und Ihr nächstes Ziel würde die Gerberei sein, um Ihre Klamotten abzuschließen, die sie halbfertig trug, versteckt unter dem Mantel, in welchem ihr Schwert im Verborgenen lauerte.

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Sonntag, 21. April 2019, 22:22



Der Kampf ging weiter und weiter und weiter. Etliche Male schaffte Siakin es Rhord auf den Boden zu bekommen, nur um ihn wieder aufstehen zu lassen. So auch dieses Mal. Der Echsendämon hatte schon in den letzten fünf Versuchen angefangen seine Magieangriffe mehr mit seinen physischen Angriffen zu vermischen, was die ganze Sache für Siakin nur noch anstrengender machte. Es gab zu so vielen Seiten so viel zum Aufpassen und ohne das ihm Zeit verschaffende Eis wäre er schon lange aufgespießt gewesen, soviel war sicher! Nicht nur das, er begann sogar zeitweise mit einem großen Schild aus Dunkelheit ihn zu Boden zu drücken, ein Kampfstil, den er von ihm so gar nicht kannte und entsprechend unvorbereitet traf.
Läge nicht so viel Kraft hinter seinen eigenen Schwüngen, hätte er wohl Probleme bekommen, hätte er nicht jeden einzelnen dieser Schilde mit einem oder zwei Schlägen kaputt bekommen.

Aber es gab auch gute Entwicklungen! Rhords Pausen zwischen den Zeiten, wo er zu Boden gerungen wurde und wieder angriff wurden größer. Hier mag zwar Erschöpfung mitreinspielen, doch es dauerte offenbar immer länger, bis seine Emotionen ihn übernahmen. In sich ist sein Freund diesen nun schon einer längeren Zeit ausgesetzt, was zwar sicherlich auch Stress für ihn bedeutete, sowie die Tatsache, dass er sicherlich irgendwo auch mitbekommt, was er gerade macht, doch gab es ihm auch die Möglichkeit sich an dieses Gefühl zu gewöhnen und zu lernen seine Gedanken zu sortieren. Einer der Schlüssel zur Wiedererlangung seiner Selbstkontrolle lag genau dahinter, denn nur so kann dieser Dämon auch lernen mit all dem umzugehen, was in ihm vorgeht.

Inmitten einer der Kämpfe geschah dann jedoch etwas, womit Siakin bereits seit längerem rechnete. Die magische Energie in Rhord näherte sich ihrem kritischen Level, was nicht nur daran zu erkennen war, dass der Echsendämon sichtbar schwächelte, sondern auch aus dem Mund sabberte und weil er begann mehr mit seinem Riesenmaul nach ihm zu schnappen. Er selbst merkte auch so langsam ein Zeichen der Schwächung, doch ging es ihm noch besser, als seinem gegenüber. Der Grund war offensichtlich, war sein Magieeinsatz geringer und die Treffer auf ihn deutlich weniger - mehr als ein paar Schleifer hier und da schaffte Rhord nicht und die konnte Siakin in dieser Gestalt immerhin noch nicht einmal schneller verheilen lassen. Zeit also für den Snack zwischendurch! Ein paar Schritte nach hinten gehend versuchte der Dämon nur für einen kurzen Moment sein Dämonenstahlgroßschwert mit einer Hand gerade noch so zu halten, um nur ganz kurz pfeifen zu können. Hierbei hatte Siakin das Gefühl, dass ihm sogleich der Arm abfallen würde, weswegen er nach dieser Aktion schnell wieder seine andere Hand wieder an den
Griff der Waffe führte.

Rhord war in diesen ca. zwei bis drei Sekunden zu seinem Freund aufgeschlossen und plante offenbar mit all seinen vier Armen gleichzeitig anzugreifen. Erkennend, dass er dieser Aktion mit dem Schwert nicht ausweichen wird, ließ er letzten Endes doch seine Waffe fallen, wodurch das Eis auf der Stelle, wo dieses Schwergewicht aufprallte, sofort zersplitterte. Der Dämon selbst rollte nach hinten weg, nur um im nächsten Moment nach vorne zu springen und im Sprung nach seinem Schwert zu greifen, während Rhord noch dabei war seine Arme erst wieder zu heben. Der zu erwartene Folgeangriff blieb nicht aus, bevor dieser aber Erfolg haben konnte stieß eine diagonal aus dem Boden wachsende "Eismauer" direkt in die Magenhöhle des Dämons und ließ ihn nach hinten fallen. Die Zauberei war jedoch noch nicht ganz vorbei, als an allen gliedmaßen von Rhords Körper Eisfesseln entstanden, welche besonders bei seinen kräftigeren Körperteilen massiv waren.

"Ruh dich etwas aus, die Pause haben wir beide nun mehr als notwendig!", sagte Siakin komplett aus der Puste zu seinem immer noch nicht zur Ruhe gekommenen Freund. Diese Serie an Kämpfen dauerte nun bestimmt schon zwei Stunden und war weitaus härter als alles, was er jemals in dieser Anlage an Training erlebt hatte.

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Sonntag, 21. April 2019, 23:47

-- Irgendwo in Alvenheim --

Mit ihrem Rucksack, welcher Ihr Hab und Gut enthält, machte sich Scarlet auf den Weg zwei Dinge heute zu erledigen. Zum einem wollte sie von dem Gerber eine bestimmte Sache nach ihren Wünschen angepasst haben, und je nachdem was sein Sortiment hergab würde sich sogar ein Kauf anbieten - an finanziellen Mitteln scheiterte es dank dem "Erbe Ihres Opas" ja nicht. Die andere war eine offene Schuld von einem wohl eher störrischen Gesellen einzutreiben, auch ein "Erbe ihres Opas" - wie Störrisch und Unruhestiftend diese Person in diesem Dorf danach sein würde wird sich herausstellen, sobald sie zu seinem Haus aufbrechen wird. Zuerst war jedoch der näher gelegene Gerber an der Reihe, sein Name war Harald, und das markante Geschäftsschild mit dem Schuh war deutlich zu erkennen, so wie die Wirtin - dessen Namen Sie nicht wusste da sie diese nicht ausgetauscht hatten - ihr nannte. Zu dieser Uhrzeit waren noch keine Kundschaften in diesem Laden oder generell nicht, da die Dorfbewohner entweder am Arbeiten waren oder die Frauen die Tageseinkäufe erst später erledigten wenn der Markt richtig geöffnet hatte. Beim Eintreten in das aus Holz sehr groß gebaute Haus hörte man die kleine Glocke klingeln, die oberhalb der Türe befestigt wurde. Der Geruch von verarbeitetem Leder kam einem auch direkt in die Nase, als man die diversen Waren direkt im Präsentierraum erblicken konnte. Von einfachen Gurten, zu Zurrgurte für das Getier, zu kleinen Tragetaschen, Rucksäcken, Stiefeln, sogar Mänteln und Hüte, so ziemlich alles was man im normalen Sinne aus Leder verarbeiten konnte war hier vorhanden. Eine ruppige Stimme war aus dem Hinterzimmer zu hören während Scarlet ihre Tasche niederlies und mit gesenktem Haupt auf den Gerbermeister wartete. Er erfüllte auch die Vorstellung, die man so von einem Herrn in dieser Branche erwartete. Muskulös, Glatzköpfig, in Leder gekleidet mit einer Gerberschürze und entsprechendem Gerberwerkzeug, das auch schon diverse Farbeimer gesehen haben muss. "Mit was kann ich behilflich sein?" auf Anraten dieser Worte sprach Scarlet, während sie aus ihrer Tasche die Zwangsjacke herausholt. "Ich brauche Elemente aus dieser Jacke. Ausgeschnitten, neu gegerbt, neu gefärbt, angepasst. Zu dem was ich trage." dabei warf sie ihre Kapuze zurück und den Ganzkörperumhang - die Waffe hatte sie zwischen Tresen und Rucksack versteckt um nicht ihre Schwert öffentlich zu zeigen.

Dass der Gerber in mehrerlei Hinsicht recht verdutzt und teilweise geschockt da stand war zu erwarten, für Scarlet war es aber eine ganz gewöhnliche Bitte als Kunde an einen Handwerker. Er rieb sich die Schläfe. Als er sich die Dame vor sich ansah erkannte er die Lederelemente der Schuhe und der Oberteil/Unterteil Kombination. Sehr gewagte Kombination alleine. Als nächstes sah er sich das an, was Ihm auf den Tresen hingeworfen wurde. Es war eine aus einem sehr robusten Leder gefertigte Jacke, die sehr lange Ärmel besaß und diverse Schnallen die an einer sehr unüblichen Position lagen. Als guter Bürger von Alvenheim, der als Nicht-Magier ein gewöhnliches, einfaches Leben führte, war das Konzept oder der Grund für diese Jacke jedoch fremd. Genauer betrachtend war das Leder innenseitig mit einem leichten Stoff versehen, der aber bereits sehr abgewetzt war, diese würde er entfernen müssen. Danach würde er das Leder einmal komplett nachgerben, passen zuschneiden und entsprechend Färben müssen. Das war eine sehr interessante Aufgabe. "Eine bestimmte Vorstellung?" war die offensichtliche Frage, er musste ja wissen was genau er denn überhaupt machen soll. Sie zeigte auf die offensichtlichen Nahtstellen der Jacke, die sich immer und immer wieder wiederholten bei den Punkten, an der sich eine der Zurrgurte befanden, und deutete etwas unterhalb ihre Hüfte beginnend bis zu ihrem Brustbereich, gefolgt von einer Art Träger - wie bei einem Kleid. Und an den Seiten sollen die Laschen jeweils eine Umrundung des Leders festzurren können. Danach holte sie einen Langarmhandschuh heraus, der über ihren linkten Arm komplett bis zu ihren Oberarmen hinauf reichte, legte einen zweiten auf den Tresen und schilderte "Anpassungen" - woher genau sie auf diese Ideen kamen wird eine Erklärung sein die der Gerber oder jeder, der Fragen würde, nicht erhalten würde - und schilderte ebenfalls farbliche Akzente. Zuletzt holte sie noch aus dem Laden einen weiteren schwarzen Ledergürtel den sie umlegte an der Stelle wo sie sich dies vorstellte und weitere Elemente, die sie nach ihren Vorstellungen angepasst haben wollte - auch ein aus Leder bestehendes Halsband, was den Gerber langsam die Schweißperlen ausbrechen ließen. Diese Frau ist IRRE! - so in etwa war wohl sein Gedankengang als er sich die ersten Schweißperlen von dem Kopf rieb. Er hatte gar nicht so Unrecht. Was auch immer sie hier gerade alles verlangt - keine normale Frau würde so etwas verlangen!

Der schwierige Teil für Scarlet kam erst noch. Sie würde einen großen Teil der Sachen also hier belassen für entsprechende Färbungen und Anpassungen. Doch was ist mit dem Preis? "Das ist eine ganz schön große Menge junges Fräulein. Habt ihr genug Geld um euch das leisten zu können? Meine Arbeiten sind begehrt, hochqualitativ und von akkuratem Schnitt. Wenn Ihr nicht zahlen könnt verschwendet ihr nur ..." der Satz wurde unterbunden als Scarlet den geschlossenen Geldbeutel auf den Tisch hinknallen lies und ihn anlächelte. "Was habt ihr nochmal gesagt?" - ihm lief ein kalter Schauer über den Rücken. Nicht weil Sie ihn anlächelnd um Korrektur bat, sondern wegen dem großen Sack, der das Geräusch eines deutlich gut gefüllten Münzbeutels von sich gab. Er nahm sich Papier und Feder zur Hand und rechnete zuerst die fertigen Artikel, dann die zu gerbenden Waren, die Schnitte und Anpassungen, danach die Färbungen, das Maßschneiden, Versetzungen von Laschen, gewünschte Muster, Arbeitsaufwand und Lohn, Zusatzauslagen ... und legte ihr auf den Tisch die Kostenrechnung. Eine stolze Summe von 1600 Liye. Sie deutete mit ihrem Finger auf die Feder und schrieb neben seinen Zahlen eigene Zahlen. Sie waren nicht die schönsten, war sie doch sehr lange aus der Übung und wirkten sie eher wie die Zeichnungen eines Kindes - auf dessen Stand ihr Schreibstil auch fest hing - und legte ihm eine Kostenrechnung von 1299 Liýe vor. Unnötige Kosten und Wucherzuschläge abgezogen aber trotzdem noch mit Profit. "Ich stelle das Rohmaterial zur Verfügung also ist der Preis so gerechtfertigt für einen 'Meistergerber' - Was haltet Ihr davor?" Scarlet konnte sich wie eine ganz gewöhnliche Person verhalten - wenn auch mit einem herben Beigeschmack. Sie wusste dass die Wissenschaftler sie anfangs wütend oder herablassend angesehen hatten als sie noch Jung war oder nicht das "herausragende Potenzial" zeigte, doch sobald sie mehr und mehr Kräfte durch die verdrehten Experimente erhalten hatte und sich Ihr verhalten mehr und mehr in eine Irre wandte schienen sich alle Personen nur von Ihr zu fürchten. Also versuchte sie, den Menschen die sie ohne Vorbehalte hier ins Dorf gelassen haben, nicht zu verängstigen. Das gelang ihr nur bedingt. Ihre Gestik und Mimik spiegelte nicht ganz in dem Gesprochenen wieder, doch das war nicht das Problem. Das Problem war, das der arme Gerber zwar wie Sie selbst sagte noch mit Profit aus der Sache rausgehen wird eines Meisters würdig, aber dieser Profit war Gering. Letzen Endes konnte er aber nicht dem Drang wiederstehen mit neuem Material zu arbeiten - was diese Zwangsjacke war - und willigte ein. Schilderte dass er dafür aber zwei Tage benötigen würde und am dritten Tag sie nochmal kommen soll. Das war länger als sie gedacht hatte, aber wenn er wirklich so gut war wie seine Waren im Vorzeigeraum war es das wert. Sie willigte ein - und hinter lies die Zahlung direkt bei Ihm - was sie auch auf einen Schuldschein bestätigt bekommt dass die Ware und Dienstleistung vollständig abbezahlt wurde. Zuletzt wurden noch ihre Maße vom Gerber genommen um diese passen anfertigen zu können – und sie war nicht zimperlich dass dies ein Mann tat. Zufrieden warf sie sich ihren Mantel wieder um, griff nach dem Schwert als sie sich hinkniete und versteckte es wieder am vorhandenen Gürtel, warf sich ihren Rucksack um, der nun um einiges leichter wurde ohne die Zwangsjacke und marschierte lächelnd aus dem Laden. Wie ein kleines Kind das gerade eine Süßigkeit bekommen hatte.

Nun war auch mittlerweile die Zeit an der die Markstände öffneten und die Hausfrauen aus dem Dorf die Waren dort zur Schau stellten als auch abkauften. Auch Scarlet war nicht abgeneigt sich den Markt anzusehen, wurde sie doch von frischem Obst begrüßt, dass zum Anbeißen Lecker aussah. Ein Knallroter Apfel hat es ihr besonders angetan, den sie mit 40 Naim der Händlerin abkaufte und diesen genüsslich zu sich nahm. Auch die anderen, frischen Waren hatten einen gewissen Charme, doch sie hatte noch etwas Proviant bei sich und da Sie nun länger als gedacht in diesem kleinen Dorf verbleiben würde war es sowieso zu früh frisches Obst zu kaufen. So sehr wie sie auch Gemüse oder andere Dingen kaufen würde, sie wusste nicht wie man kocht. Auf Reisen hatte das der alte Mann getan, in der Taverne die Küche. Und "Zuhause" - ihre Eltern. Sie war gebunden an das, was sie erwerben kann und leicht zu transportieren - wie oft wurde ihr bei einem Picknick mit ihren Eltern gesagt dass manche Dinge nicht zum Picknick konnten weil sie verderben würden. Mit ungewollt schweren Gedanken war nun ihr zweites Ziel besagte, heruntergekommene Hütte des Schuldners Harry, die tatsächlich nach dem Glockenturm auffällig genug sich vom Rest der Häuser abhob. Kaputter Zaun, heruntergekommenes Dach, schlechter Rasen. Verwelkte Blumen. Es sah Grotesk aus. Was sie wohl erwarten wird?

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Night Zap

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Montag, 22. April 2019, 10:36

Nachdem sich der Staub gelegt hatte und der Hauptmann erkannte, dass sich die Verbrecher verzogen hatten, wohl in die soeben geöffnete Kanalisation, forderte er Verstärkung an, um die dunklen Tunnel zu durchsuchen.

Dashret und Kemet teilten sich auf. Der Sanddämon folgte Vada und Amen in den Untergrund, während die Pflanzendämonin an der Oberfläche, bei den restlichen Schwingen bleiben würde. Dadurch hofften sie, der getrennten Gruppe zu helfen, sich wieder zu finden.

Korina war besorgt, als der Wachsoldat an der Straßensperre verkündete, dass es einen weiteren Einsturz gegeben hatte und deshalb jetzt ein größeres Gebiet evakuiert wurde. Ob die Verbrecher gefangen waren, darüber sagte er nichts, was vermutlich hieß, dass sie entkommen waren. Hätten sie die Täter dingfest gemacht, würden sie die Bevölkerung bestimmt zu deren Beruhigung darüber informieren, und sie würden natürlich nie offen zugeben, dass die Verantwortlichen entkommen waren, das würde die Leute nur beunruhigen.
Die Schwertkämpferin bewegte sich also weg von dem gesperrten Gebiet, als Nina ihr mitteilte, dass Diana da war mit einem Bericht von Noire. Hoffentlich waren alle, die zählten, in Sicherheit.
Als Korina den Blick durch die Straße schweifen ließ, wurde sie sich bewusst, dass sie noch immer die Maske trug. Es war zwar eine freundliche Fuchsmaske, aber wenn Terroristen umgingen, würde ein maskiertes Gesicht die Leute bestimmt verunsichern, weshalb Korina die Kalú-Maske abnahm und an ihrem Gürtel festmachte. Der Grund für dies war ein Steckbrief, den sie gesehen hatte - das gefürchtete maskierte Gesicht des Rabenteufels. Wandernder Serienkiller "Rabenteufel", tot oder lebendig, 10.000 Liye, zuletzt gesehen in Killius-Stadt, SEHR GEFÄHRLICH. Selbst hier war er gesucht. Bevor Korina den Dunklen Schwingen beigetreten war, war sie zwar ziemlich viel herumgekommen und hatte an vielen Orten Unschuldigen das Leben genommen, doch sie war eigentlich immer im Norden von Syvicis und Telvanin gewandert. In der Nähe von Jonis Vernal hatte der Rabenteufel nie zugeschlagen. Aber bei einem unberechenbaren wandernden Killer konnte man eben nie wissen. Wo man wohl noch solche Steckbriefe finden konnte? Weit im Süden von Telvanin und Syvicis? Ghiseis? Oder vielleicht in Alveheim? Bestimmt, sie war den Landesgrenzen ziemlich nah gekommen, bevor sie sich entschieden hatte, woanders nach einem Fluchbrecher zu suchen, der Ort war ihr nicht geheuer gewesen.
Korina wurde aus ihren Gedanken gebracht, als Nina sich plötzlich verabschiedete. "Äh, jetzt, da alles so weit sicher ist... ich bin mal weg." Und bevor Korina und Diana etwas sagen konnten, flog sie auch schon davon. Wie groß war eigentlich die Maximalentfernung von der Rabenklaue? Anscheinend war Nina während Korinas Rummelbesuchs im Restaurant geblieben, und nichts hatte sich getan.
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Montag, 22. April 2019, 12:17

"Komm, ich bringe dich in Sicherheit", erklärte Vada, der Amens Wutanfall zwar verstehen konnte, aber kein Freund davon war, dass all diese Leute, die offenbar eine Vergangenheit miteinander hatten, in eine Arbeitsgruppe gesteckt werden. Es könnte zu unnötigen Toden führen, aber das würde ihm helfen. Macht die Hand das mit Absicht oder war das purer Zufall? Vada führte Amen durch die Kanalisation. Es stank fürchterlich und der Boden war nass, aber das war wohl zu erwarten. "Was genau ist deine Geschichte?", meinte Amen, der nun wieder die Kontrolle über seinen eigenen Körper hatte, "Wieso bist du bei der Hand?" Indra folgte den beiden. Vada stoppte, denn sie waren an einer Abzweigung angekommen. Links oder rechts? Er überlegte kurz und drehte sich dann zu Amen. "Ich bin freiwillig bei der Hand", antwortete der Dunkelhaarige, "Auch wenn ich nebenbei ein anderes Ziel verfolge, werde ich wohl bei der Hand bleiben." Der Angeborene entschied sich schließlich für den rechten Gang, denn links hörte man das Plätschern von Wasser, was bedeutete, dass sie dort womöglich schwimmen müssten...und keiner will durch durch die Kanalisation schwimmen. "Aber warum? Warum sich freiwillig in dieses Höllenloch begeben?", bohrte Amen weiter nach. Schon bei Lauriam verstand er nicht, warum man sich freiwillig dazu entschloss, eine Karriere bei dieser Organisation anzufangen. Es war nicht so, als würden sie davon auf Dauer profitieren können - sie waren nichts anderes als Verbrecher, die schließlich gefangen und hingerichtet oder für ewig weggesperrt werden. Es gab keine Zukunft. Allerdings war es selbsterklärend, warum jemand wie Braig bei der Schwarzen Hand war. "Ich suche Macht und diese bekomme ich bei der Hand", erklärte Vada weiter, "Bei den Schwingen zu bleiben ist ein einfacher Weg, um dorthin zu kommen. Braig ist eine tickende Zeitbombe und Lauriam wird nicht mit ihm fertig. Ich muss nur warten."

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Sophia und Seia verabschiedeten sich und begaben sich auch in die Kanalisation...sie mussten Amen finden.