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Night Zap

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321

Montag, 20. Mai 2019, 16:50

Amen setzte weiterhin Blitzmagie ein. Dem Klang seiner Stimme nach war jedoch gerade einer seiner Geister am Steuer, und diese Geisterdame war anscheinend um einiges skrupeloser als ihr Gefäß, das hatte Korina schon im Gefängnis gesehen. Wenigstens entfernten sich die Zivilisten allmählich weit genug, um wenigstens nicht versehentlich im Kreuzfeuer zu landen. Korina schloss jetzt zu Amen und Rhord auf, als der Dämon seine Erdkräfte nutzte, um den gepflasterten Boden umzukrempeln und einen Weg durch die gläsernen Fußnageln zu schaffen, während der Bischof, dessen Eskorte und natürlich die gerettete Florenz, die von einem der Leibwächter huckepack getragen wurde, durch den Haupteingang der Kathedrale verschwanden.
Dann hörte Korina das Zischen von Pfeilen. Ach ja, die Soldaten gabs ja auch noch. "Los, hinterher!" teilte sie ihren Kollegen mit und lief los über den Pfad, den Rhord geschaffen hatte. Gegen die gewöhnlichen Soldaten konnten sie sich zwar wahrscheinlich verteidigen, bis die anderen da waren, aber das würde dem Bischof nur Zeit geben, sich in seinem Schutzraum zu verbarrikadieren.
Zu Korinas großer Überraschung erwarteten sie im inneren der Kathedrale keine Glasstacheln oder andere Barrikaden. Wollte die Ritterin etwa nicht das Glaubenshaus schänden? Keine Zeit, das zu überlegen, denn plötzlich hörte Korina eine panische Nina rufen: "Passt auf, da kommt-" Der Rest des Satzes wurde von einem lauten Donnern übertönt, als ein leuchtender Blitzstrahl auf sie zuraste. Wer in die Geisterwelt sehen konnte, sah den goldenen Vogelgeist, und er sah wütend aus, wie eine dunkle Gewitterwolke im Hochsommer.

Die Soldaten außerhalb der Kirche befanden sich derweil im offenen Kampf mit den Gangstern. Zivilisten wurden zwar noch weggebracht, aber jeder, der sich der Kathedrale näherte, statt von dort wegzurennen, wurde für einen potenziellen Feind gehalten. So auch Vada, Noire, Lauriam und Braig, die sich durch Soldaten mit langen Speeren, Armbrüsten, und sogar Militärmagier drängen mussten.
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322

Montag, 20. Mai 2019, 19:13

Vada bahnte sich seinen Weg durch die weglaufenden Menschen, die in ihrer Panik den schnellsten Weg suchten, um wegzukommen. Dabei lief er entlang der Südseite des Platzes, denn auf keinen Fall wird er blind in den Haupteingang laufen. Aber fürs erste wird er nirgends reinkommen, denn noch bevor er überhaupt bei der Fassade der Kathedrale war, wurde er schon von einigen Soldaten entdeckt - die Maske war wohl ein sicheres Zeichen, dass er ein Terrorist war - und sofort angegriffen. Zwei der Soldaten schlug er sogleich auf den Boden, aber als der erste Bolzen an ihm vorbeisauste, war der Spaß zu Ende und Vada fiel zurück in die Gasse. Nun versuchte er, in einem geeigneten Abstand die Kathedrale zu umrunden, denn die Soldaten konnten es sich sicher nicht leisten, Männer nach ihm zu schicken. Irgendwo findet sich doch sicher ein Hintereingang...

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Rhord und Korina fanden sich neben Amen ein und sie betrachteten das Hindernis vor ihnen: Ein großes Feld voller Glasstacheln, durch das es keinen Weg gibt. Zumindest noch keinen, denn Rhord, immer noch in seiner Dämonenform, legte seine beiden Hände auf den Boden und hob ihn an. Eine unglaubliche Macht und Amen war sich sicher, dass Rhord und Seia eine Menge voneinander lernen könnten! Nachdem sich der steinernde Boden gehoben hatte und ein Weg freigelegt war, setzten sich die drei Schwingen wieder in Bewegung. "Passt' auf", sprach Indra noch, bevor sie sich vorerst aus Amens Körper zurückzog. "Sagt den anderen, sie sollen sich nahe dem Eingang aufhalten", meinte Amen, der nun wieder Herr seines Körpers war, zu Indra und äußerte danach auch gleich Bedenken, ob sie denn einfach so durch die Vordertür laufen sollten. "Ist das wirklich eine gute Idee, da einfach reinzustürmen?", fragte der Weißhaarige, während er Korina folgte und Rhord hinter ihm war. Doch der Rabenteufel ließ sich nicht beirren und lief einfach. Amen seufzte und packte zwei Waffen, während sie durch den riesigen Eingang der Kathedrale marschierten. In seiner Linken einen Rapier und in seiner Rechten die modifizierte Spitzhacke. Er hatte keine Ahnung, was sie hier erwartete, aber sein Gefühl schlug an und das war immer schlecht. Doch fürs erste geschah nichts und es sah auch nicht so aus, als hätten sie irgendwelche Fallen gesetzt.

Doch es schien, als würden sie das nicht brauchen. Ein helles Licht blitzte auf und Korina, Amen und Rhord wurde ein enormer Lichtblitz geschossen. Der Weißhaarige wurde nahezu geblendet, als er das Licht sah und noch bevor der Donner folgte, wären sie schon tot, wenn sie dem nicht entgehen konnten. Alles was von ihnen zurückbliebe wäre ein verkohlter Leichnahm...das war weit stärker als alles, das Indra schaffte. "Lui-!", Amen brüllte etwas in die Luft und er packte den Rapier so fest er nur konnte, während er die Spitzhacke in seiner anderen Hand fallen ließ und Korina irgendwie versuchte zu berühren. Er wusste nicht einmal, was hier geschah, aber der Blitz wurde langsamer und langsamer. Doch trotz der notgedrungen Zeitmagie, die Luina wirkte, - sie hielt sich keineswegs zurück - war er immer noch so schnell wie ein geworfener Ball und Amen konnte sich selbst und Korina gerade so aus der Schussbahn bewegen, in dem er ihr einen festen Stoß gab. Rhord hingegen...war auf sich selbst gestellt, denn die Zeitmagie wurde sofort wieder aufgelöst, als Amen in Sicherheit war.

Damit war der erste Joker, den er besaß, ausgespielt und wohl nicht mehr einsetzbar für den restlichen Kampf.


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323

Montag, 20. Mai 2019, 21:17

Rhords Idee funkionierte, erwischte aber damit keinen der Gegner. Dennoch, der Pfad war dank ihm wieder frei und eilig folgten sie der dazugekommenen Korina. Amens Vorschlag als diese einfach die Kathedrale betrat war durchaus berechtigt, doch da war der Rabenteufel bereits eingetreten. Der Echsendämon wollte nun nicht Korina (und Amen, der wahrscheinlich ähnlich dachte) einfach so im Stich lassen.

Es sollte sich herausstellen, dass Rhord das bereuen könnte, denn noch kurz nach ihrem Betreten kam aus dem nichts auf einmal irgendwas auf sie zugeschossen. Rhord, der keinerlei Geisterunterstützung hatte, konnte gerad enoch ein Knistern von dem Punkt wahrnehmen und machte sich daher bereits davor bereit irgendwas abwehren zu müssen.

Das alleine hätte aber wahrscheinlich nie gereicht, denn der Angriff kam unglaublich schnell und Rhord hätte sich nicht rechtzeitig zu seinem gerade aufbauenden Erdwall ducken können, wäre der Angriff nicht gerade etwas langsamer gewesen, als er Amen erreichte.

Der Angriff zerbarste Rhords Erdwall bei Kontakt, der Dämon selbst spürte aber nur noch etwas die Wucht, die dahinter gelegen hatte. "Was zur Hölle war das?", fragte der Dämon hochaufgeregt nach diesem Ereignis die anderen, die wahrscheinlich aber nicht mehr wussten. Das war gar nicht gut für seinen Zustand, das merkte Rhord schnell. Um aber nicht tatenlos zu bleiben und weil er keine Ahnung hatte was vor sich ging entschloss sich die Dunkle Schwinge dazu am besten einfach mal die Stelle anzugreifen, von wo eben dieser mächtige Angriff kam, vielleicht versteckt sich da ja wer mit Magie!

Mit diesem Hintergedanken stampfte Rhord einmal kräftig auf den Boden und einen Moment später schoss schon eine Gesteinspitze an der verdächtigen Stelle aus dem Boden.

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Lauriam kam aus dem Westen des Kathedralenplatzes und wurde schon bald von den kaiserlichen Soldaten empfangen. Von oben konnte Aella ihm gerade noch mitteilen, dass Vada, Noire und wie Lauriam bereits vermutete auch Braig, sich ebenfalls von anderen Seiten der Kathedrale näherten.

Zeit war momentan eine sehr wertvolle Ressource, die der Spezialagent entschied jetzt nicht unnötig an diese Gegner verschwenden zu dürfen. Wenn ihre Informationen stimmen dürfen die Typen nicht einmal ihnen in die Kathedrale folgen, sie müssen also nicht einmal alle töten oder bewusstlos schlagen. Der Anführer der Dunklen Schwingen ließ daher parallel links und rechts von seiner Laufrichtung Eisstalagniten schräg aus dem Boden schießen. Diese durchstoßten nicht nur alle dort stehenden Wachen, sondern würden auch dafür sorgen, dass nur noch die Gegner direkt vor ihm aus dem Weg genommen werden müssen, denn das Eis schützte sowohl vor weiteren Gegnern, aber auch vor Projektilen von der Seite... zweiteres zumindest ausreichend, dass Armbrustschützen nicht mehr viel Fläche zum anvisieren hätten. Die Soldaten direkt vor ihm ließen sich davon natürlich nicht aus der Ruhe bringen und griffen ihn mit ihren Waffen an, doch diese fangen sich nur entweder Schwünge mit seiner Sense oder den einen oder anderen Thermomantieangriff wie auf sie zufliegende Eisstachel.

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Noire folgte brav demjenigen, den sie vor ein paar Tagen noch der Ordensanführerin ans Messer lieferte. Sehr gut, denn noch hatte Braig nicht vor den Gefallen zu erwidern, sondern sogar zu kooperieren!
"Pass auf, Eisherzchen. Ich werde gleich für genug Ablenkung sorgen, wenn du dich also nicht dumm anstellst könntest du durchschlüpfen.", war seine Ansage an die Katzenwandlerin, kurz bevor er den Abstand zu Noire erweiterte.

Die kaiserlichen Soldaten kamen mit ihren Schwertern, Speeren und einigen Äxten dem Spezialagenten bereits näher, aber das war nichts was ihn besorgen müsste, denn Sekunden bevor seine Empfänger ihn erreichen konnten sprang Braig hoch in die Luft und erschuf über den Soldaten eine Plattform aus Dunkelheit. Sie war kleiner und schmaler als die im Kampf gegen Amen und seiner Hasenfreundin, doch wie damals heftete sich der magische Bogenschütze einfach daran. All die da unter ihm standen mussten ersteinmal das gesehene verarbeiten, ehe die Nahkämpfer anfingen genervt darüber zu protestieren. Ein Speerkämpfer, mehrere Armburstschützen und Magier eröffneten das Feuer auf Braig, dieser wechselte aber lediglich auf die Oberseite der Plattform und rannte einfach weiter geradeaus, in dessen Prozess er nicht nur vor sich immer für den jeweiligen Fuß ausreichend große Plattformen erschaffte, sondern aus den hinterlassenen wieder die verwendete Magie holte, ehe die kaiserlichen Soldaten sie zerstören konnten.

Somit konnte Braig jedes Hindernis über den Luftweg überwinden und blieb flexibel, wenn es ums Ausweichen ging. Und nicht nur das, es war eine sichere Wette, wenn man darauf tippen würde, dass die Hauptaufmerksamkeit der Wachen nun auf ihm lag und er genoss ihren gemeinsamen Ärger über ihre Nutzlosigkeit.

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324

Montag, 20. Mai 2019, 23:16

Natürlich verloren die Soldaten und Naturgeister keine Zeit ihre hochverehrte Schutzperson in die Kathedrale zu bringen - was schon Mal gewisse Dinge kompliziert als auch einfacher gestaltete. Auch die Masse an Soldaten fing an sich zu vermehren als die Zivilisten immer weiter aus dem Krisengebiet gerettet und die näher kommenden Gestalten, zu denen Braig und Noire ja wie eine Eins passten, nun als Feinde angesehen wurden. Erstaunlicherweise sehr guter Dinge schien Prinz Edelmütig eine Idee zu haben als er sein "Eisherzchen" beeindrucken wollte. Gut, das war etwas war Nyx nicht verhindern wollte. Kommentarlos lies Nyx also Braig sein kleines Manöver abziehen, was so einige verdutze Blicke in die Runde warf, besonders den hilflosen Nahkämpfern. Die Fernkämpfer wie Armbrustschützen oder den Magiern war dies grundsätzlich egal, schienen aber auch Ihre Probleme zu haben Ihn in diesen Kunststücken zu treffen. Was für ein Angeber. Er spielt förmlich mit seinem Spielzeug und wandte es viel zu amüsiert an. Sie konnte jedoch nicht leugnen dass dies so viele für den gewandten Schatten einfacher gestaltete.

Sie hatte trotzdem noch einen Teil an Soldaten vor sich die nicht komplett in einem Tunnelblick versanken und sich nun Ihr annahmen. Sie konnte zeigen dass sie deutlich gewandter war als die Nahkämpfer als sie den Speerhieben gewitzt auswich und die erste Kette an Nahkämpfern auswich. Die Armbrustschützen und Kampfmagier waren ein anderes Kaliber, denn die Schützen waren gut geschulte Schützen und auf so kurzer Distanz war es für sie einfach eine größere Fläche abzudecken. Doch sie rechneten nicht damit dass sich die herannäherde Person auf einmal verdreifachte und diese getrennt laufend auf sie zukamen! Das war schon ein entsprechend verwirrender Moment für die Soldaten, auch für die Kampfmagier, die erst einmal realisieren wollten was genau hier vor sich ging, doch die Soldaten scheuten nicht panisch ihren Bolzen auf die Mittlere maskierte Person zu schießen, die nach den Einschlag der Bolzen einfach zersplitterte und weiterhin zwei von ihrer Sorte an dem ersten Schwung vorbeikam - während ein lautes Donnern und ein ordentlicher Knall aus dem Eingang der Kathedrale so ziemlich jeden aufschrecken ließen die sehr nahe des Eingangs waren und nicht im dem Chaos der Panik ihr Gehör bereits voll ausgelastet hatten. Doch auch ein Kampfmagier schien Interesse an den Doppelgängern zu haben, doch dieses Mal war Nyx an der Reihe in dem sie Wurfmesser - diese haben Sie sich von der Stadthalterin gestern auch noch geben lassen - nutze und den Magier mit gut platziert geworfenen Messern in die Schultern handlungsunfähig verwundete - aber am Leben lies. Es trennten dadurch Nyx nur noch ein paar Meter vor dem Eingang, in dem sich so einiges abzuspielen schien da Rhord als Dämon irgendetwas tat, was aus der Entfernung mehr als gut zu hören war.

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325

Samstag, 25. Mai 2019, 22:58

Nur dank dem schnellen Handeln von Amen und seinen Geistern überstanden sie die plötzliche Attacke - die Zeit verlangsamte sich so stark, dass selbst das voranschreiten des Blitzes sichtbar war. Dies nutzte Amen dann aus, um Korina aus der Schussbahn zu ziehen, und letzten Endes wurde der Blitz von einer von Rhords Erdsäulen geschluckt, die danach rötlich glühte. Korina konnte nicht glauben, wie leichtsinnig sie gewesen war. Sie hatte gedacht, die Geister würden schon beim Geistlichen bleiben, und höchstens die Schwarze Ritterin würde sich ihnen hier in den Weg stellen. Und wahrscheinlich würde Florence jetzt nicht ihre Kraft einsetzen, um den Donnergeist zu stoppen - bei der Entfernung zur Hauptgruppe würde das das Zeitlimit der Fähigkeit zu sehr verkleinern.
"Leg dich doch mit jemandem in deiner Welt an!" hörte Korina dann Nina rufen. Die Dämonin, die jetzt ihre wahre Form angenommen hatte wie zu Lebzeiten, flog flink auf den Donnergeist zu. Ihr Gegner, der gerade einer unter ihm auftauchenden Erdsäule auswich, sandte einen weiteren Blitz aus, aber dieser war um einiges schwächer - Er knisterte nicht so laut, leuchtete nicht so hell, und wurde auch nicht in die Materielle Welt geschickt. Nina konnte nur knapp einen Volltreffer vermeiden und ihr linker Flügel wurde versengt, aber man konnte spüren, dass dieser zweite Blitz nicht so tödlich war wie der erste. So eine starke Attacke durch den Schleier zu senden war nicht leicht, wahrscheinlich hatte der Naturgeist darauf gesetzt, die Angreifer mit einem Schlag in Asche zu verwandeln. Aber machtlos war er trotz der Anstrengung noch lange nicht. Als Nina ihn in den Nahkampf verwickelte, bekam sie kraftvolle, elektrisierende Tritte mit den Klauenfüßen des Geists zu spüren. Zu lange sollte sie diesen Naturgeist nicht bekämpfen. "Los, weiter!" rief Nina den Dunklen Schwingen zu, ein wenig nuschelnd, weil sie mit ihrem Saugrüssel auf den Donnervogel einstach.
"Nina hat das unter Kontrolle, weiter!" gab Korina ihren lebenden Kollegen weiter.

Währenddessen hatten die Leibwächter den Bischof schon hinter die schwere Tür hinter dem Altar gebracht, die die Grabmäler und den Schutzraum vom Kirchenschiff abtrennte. Als sich der Rauch des Blitzeinschlags lichtete, sahen sie, dass die Eindringlinge noch am Leben waren. Drei von ihnen wurden vorrausgesandt, um sich um die Attentäter zu kümmern, die anderen drei und die Ritterin blieben an der Tür, für den Fall, das Verstärkung kam.
Die Kirchenritter, so nannte man den Kriegerorden, der zum Schutz der spioradistischen Geistlichen kämpfte, waren in so mancher Augen Gruselstalten. Ihre Rüstungen waren weiß wie Alabaster, und ihre Visiere waren gestaltet wie Rachegeister. Die drei, die sich den Schwingen in den Weg stellten, trugen allesamt Stangenwaffen: Der Mittlere hatte eine Hellebarde. Zu seiner Rechten trug ein Kirchenritter einen Schwertstab, eine Waffe, die wie der Name schon sagt einem Speer mit einer langen Schneideklinge als Kopf dient, und zusätzlich einer spitzen Parierstange, die mit einem gut gezielten Schwung sogar Rüstungen durchstoßen konnte. Und der dritte Kirchenritter, zur linken des Hellebardiers, trug eine Mordaxt, eine zweiköpfige Axt an einem Stab, deren hinterer Kopf keine Klinge, sondern einen Hammer hatte.
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Spoiler Spoiler

Schwertstab:


Mordaxt:

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326

Gestern, 15:47

Ein lauter Knall war aus dem Inneren der Kathedrale zu hören, wodurch Vada vermutete, dass es noch einen Kampf gibt und Bischof noch nicht tot ist. Das ganze senkte nicht nur die Chancen, erfolgreich zu sein, sondern bedeutete auch, dass sie wahrscheinlich noch die Hilfe der anderen Schwingen benötigten. Doch Vada suchte nicht den Haupteingang als Eintrittspunkt auf, sondern sah sich nach Alternativen um, wovon ihm zwei in den Sinn kamen. Er könnte die Fassade hochklettern, eines der Fenster einschlagen und dadurch in das Innere kommen, aber das wäre äußerst töricht. Nicht nur, würde man ihn deutlich sehen, wie er die Fassade hoch stieg, man würde auch von Innen sofort sehen, dass er da ist. Die zweite Idee war ein Hintereingang, den ein Gebäude dieser Größenordnung ganz bestimmt besitzt. Nach diesen suchte er, in dem er immer wieder aus den Gassen hervorblickte und so die Fassade absuchte. Schließlich wurde er fündig und fand einen kleinen Eingang. Davor tummelten sich drei Soldaten, die verwirrt nach links und rechts blickten und untereinander tuschelten. Sie hatten wohl Angst, da sie nicht wussten, was auf der anderen Seite der Kathedrale von statten ging und entsprechend waren sie sich nicht sicher, ob sie ihrer Aufgabe, das Bewachen der Hintertür, weiterhin nachgehen oder ob sie vorne mithelfen oder ob sie gar flüchten sollten. Vada zögerte nicht lange, denn mit den zwei Schwertkämpfern, die links und rechts der Tür standen, und dem unbewaffneten Mann, wohl ein Magier, in der Mitte, wird er im Handumdrehen fertig.

Vada stürmte auf die Tür zu und er wurde sofort entdeckt und der Magier der Dreiergruppe hob seine Hand, um einen Feuerball auf den Verdächtigen zu schießen. Er war klein und nicht sonderlich stark, weswegen der Dunkelhaarige einfach zur Seite ausweichen konnte und direkt dem ersten Schwertkämpfer entgegen stand, der seine Waffe auf ihn schwang. Abermals wich Vada mühelos zur Seite aus und er rammte den Soldaten, der daraufhin zurück zum Magier taumelte. So verhinderte er auch, dass ihn dieser in den folgenden Sekunden angreifen konnte, was Vada ein Fenster zum Angreifen verschaffte. Der zweite Schwertkämpfer verschlief nicht und vollführte einen horizontalen Schlag, dem Vada auswich, in dem er etwas zurück hopste. Doch bevor der Schwertkämpfer seinen Schlag abbrechen konnte, um wieder eine defensive Position einzunehmen, fand sich Vadas in dessen Gesicht. Der Soldat flog nach hinten und krachte auf den Boden. Der andere Schwertkämpfer hatte sich zuerst aufgerappelt und attackierte von der Seite. Vada seufzte und machte einen Schritt nach vor, um die Hand des Soldaten, mit der er das Schwert hielt, abzufangen. Mit seiner Hand packte er das Handgelenk des Soldaten, bevor dieser seinen Schwertstreich beenden konnte und mit seiner zweiten verpasste er ihm einen Kinnhaken von links unten. Damit waren beide Soldaten im Reich der Träume und zurückblieb ein Magier, der nicht hätte unbeholfener sein können. Der Magier hob beide Hände und sofort bewegte sich Vada zu seiner Seite und der Feuerschwall, den der Magier losließ, ging ins Leere. Jeder Magier und jeder Nahkämpfer wusste: In direkter Nähe gibt es keinen Zauber, der schneller als eine Faust ist. Vada lächelte leicht und trat dem letzten Gegner in die Kniekehle, um ihn den Stand zu nehmen. Vada bückte sich etwas und packte den Magier an den Haaren und zog unsanft daran. Hinter den beiden war holzerne Hintertür der Kathedrale. "Du kannst so gut mit Feuer umgehen, wie wäre es, wenn du für mich die Kathedrale in Brand setzt?", das ehemalige Mara Mitglied hatte einen finsteren Blick drauf. Das war ein vollkommener Ernst.


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Amen blieb erstmal auf Abstand, denn einen solchen Angriff kann Luina nicht stoppen. Sie hatte wohl alles auf einmal verblasen, um überhaupt den letzten Donnerschlag zu verlangsamen. Der Weißhaarige ärgerte sich über Korinas Naivität und Unvorsichtigkeit, aber das konnte man nun nicht mehr ändern. Schließlich rief Korina, dass sich Nina um den Naturgeist kümmerte, woran Amen zweifelte, denn das Ding war wohl einige Nummern zu stark für den Dämonengeist. Amen machte aber keine Anstalten, seine Freundinnen voran zu schicken, um ihr zu helfen. Sie brauchten alle Kräfte, um überhaupt in der menschlichen Welt zu ihrem Ziel zu kommen.

Der Bischof hatte sich, im Schutz des Blitzangriffs von eben, bereits in den Schutzraum begeben. Vor der schweren Schutztür standen drei Soldaten und die Glas-Ritterin und drei andere Soldaten wurden zum Angriff geschickt. Die drei, die ihnen entgegenkamen waren komische Gestalten in weißen Kleidern, die allesamt Stangenwaffen trugen. Der Mittlere hatte eine Hellebarde. Zu seiner Rechten trug ein Kirchenritter einen Schwertstab, eine Waffe, die wie der Name schon sagt einem Speer mit einer langen Schneideklinge als Kopf dient, und zusätzlich einer spitzen Parierstange, die mit einem gut gezielten Schwung sogar Rüstungen durchstoßen konnte. Und der dritte Kirchenritter, zur linken des Hellebardiers, trug eine Mordaxt, eine zweiköpfige Axt an einem Stab, deren hinterer Kopf keine Klinge, sondern einen Hammer hatte. Amen staunte speziell über diesen Stab mit dem Schwert...es sah unglaublich unausgewogen aus und er konnte nicht glauben, dass man damit gut kämpfen konnte. Entsprechend war sein Ziel klar! "Helft mir, Dasra und Nasatya!" Amen lief als erstes los und zog aus der Geisterwelt seine beiden Sasumata*, wovon er eines während seines Sprints nach vorne hielt - um allen drei Gegner jeweils einen Feueball entgegen zu schießen.


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*Bild im Nebencharthread bei Dasra&Nasatya

327

Gestern, 17:31

Auf Rhords Seite tat sich nichts, als er die Erdsäule erschuf. War dort also niemand gewesen? Das vermutete Rhord jedenfalls und dass der Magier einfach irgendeinen Trick angewandt hatte, wie eine Illusion, um es so aussehen zu lassen, dass der Zauber von woanders startete! Aber sich darüber stören bringt niemanden weiter, das wusste er und deswegen entschied sich Rhord auch dafür Amen bei der Abwehr dieser drei Gegner in ihrer schön aussehenden weißen Rüstung und ihren teilweise ungewöhnlichen Waffen zu helfen. Nicht aber durch einen direkten Angriff, denn nicht nur würde er riskieren mit einem Erdprojektil Amens Feuerbälle unwirksam zu machen, sollten sie diese erreichen bevor sie die Gegner erreichen, sondern könnten die Typen seinem Angriff genauso leicht ausweichen, wie den Feuerbällen, wenn sie selbiges schon bei diesen schaffen sollten. Dies waren die Überlegungen, die dazu führten, dass der Dämon entschied anstatt direkt anzugreifen Amens Angriff zu unterstützen, indem er die Außenstehenden der drei ihren Fluchtweg zur Seite abschneiden würde und zwar mit Erdwänden. Aber nicht mit einer großen, sondern mit kleineren, energiesparenderen, die erst dann aus dem Boden herausschießen, wenn die Gegner zum Ausweichen ansetzen. Die Überraschung selbst dürfte nochmal die Chance auf einen Treffer erhöhen, wenn die Typen sich erstmal für einen neuen Ausweg umorientieren müssen!

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Es war nun um diese Zeit, wo die zwei Spezialagenten endlich nahe genug zueinander waren. Der eine, der noch immer den Luftweg nahm, ließ einen Gruß nicht lange warten, hatte er ja auch vergleichsweise weniger Sorgen als sein Kollege.
"Lang nicht mehr gesehen! Hast du mich vermisst?", fragte Braig, doch Lauriam verwies nur auf die Kathedrale. Er wollte seine Stimme so wenig wie möglich verwenden, denn er er wollte zukünftig nicht von einem aufmerksamenen Soldaten daran erkannt werden. Man müsste meinen, dass Braig nach dessen Ausflug ins Gefängnis es besser wissen müsste, mal etwas mehr aufzupassen, aber da erwartete der Anführer der Dunklen Schwingen wohl einfach zu viel.

"Ich nehm das als ein ja. Wir sehen uns drinnen!", verabschiedete sich der magische Bogenschütze zusammen mit einem prüfenden Blick um Noire denn auch nachkommt und wie es schien nutzte sie die Gelegenheit sehr gut.
Als nächstes holte der Spezialagent einen seiner Spezialpfeile aus seinem diesmal normalen Köcher - was einfach den Hintergrund hatte, dass er den aus Dunkelheit nur zu spontanen Kämpfen nutzt, was auch für einen Teil seiner Pfeile gilt - und schoss auf das große Fenster über den Kathedraleneingang. Eine kleine Explosion folgte und das Glas zersprang augenblicklich und gaben Braig eine passende Öffnung als alternativen Eingang. Es war nicht das erste Mal, dass er die Kathedrale besuchte, weswegen er auch wusste, dass sich dahinter das bisschen des ersten Stockwerkes der Kathedrale befindet. Es war im Prinzip nur ein Balkon aus Holz, auf welchem sich einige zusätzliche Sitzplätze befanden. Es gibt jeweils links und rechts an der Wand eine Wendeltreppe die nach unten führt - oder wenn man möchte nach oben. Vor dem Fall nach unten schützt zudem eine Holzwand, die bis zu dem Bauch einer durchschnittlich-großen Person reicht.

Braig, der sich nicht davor scheute seinen Eintritt lautstark, sprang durch die Öffnung auf eben diese Holzwand. "Hätte nicht gedacht mich jemals auf einen Kirchenbesuch zu freuen!", rief Braig in den Raum hinein, als er gleichzeitig seinen Bogen spannte und sogleich auf die schwarze Ritterin zielte und auch schoss mit ihrem Kopf als Ziel.

Draußen traf Lauriam, der sich weiter durch die Soldaten gekämpft hatte vor dem Eingang nun auch auf Noire. Er half ihr noch etwas, sollte sie in Bedrängnis sein und flüchtete darauf in das Innere der Kathedrale und ließ somit einen großen Haufen an nun zur weiteren Verfolgung unfähige Soldaten zurück. Aella und Siradda bemerkten bei dem Eintritt in diese auch sofort die beiden Naturgeister, wo Nina und ein paar von Amens Geistern bereits gegen diese kämpfte.

"Bleib du hier, ich helfe den anderen.", riet Aella ihrer Schwester, doch diese schüttelte den Kopf. "A-aber ich möche auch helfen! Bitte!" Der Winddämonin gefiel die Bereitschaft, doch wollte nicht zustimmen. "Sorry, aber ich fürchte dazu bist du noch nicht bereit... Sollten wir einen von ihnen kampfunfähig schlagen könntest du ja versuchen ihn zu einen Verbündeten zu machen, doch bis dahin halte dich bitte raus!" Sie wollte einfach nur verhindern, dass ihrer Schwester irgendwas zustößt... Gekämpft hatte sie noch nie und dann gleich solche Naturgeister empfand sie als eine Nummer zu groß. Wehmütig an ihre bisherige Nutzlosigkeit denkend nickte die Seelendämonin zu und bald darauf griff Aella bereits den Naturgeist an, den Nina anvisierte, um diesen möglichst schnell zu Boden zu ringen.

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328

Gestern, 19:24

Entgegen Nyx schien Braig sich nicht zu scheuen das gewaltige Gebäude zu beschädigen, als sie kurze Zeit später das Zersplittern einer sehr großen Glasfassade - einem schön verzierten, großen Fenster, hörte. Natürlich fielen einige Splitter auch nach unten aber nicht in einem Umfang den Sie behindert. Nicht zuletzt, da aus einer anderen Richtung Lauriam kam - das konnte Noire sich denken nachdem Braig so "Locker" mit seinem Partner sprach und die beiden sich gegenseitig ansahen bevor sie eintraten. In der riesigen Kathedrale selbst war diese selbst ein schon recht beeindruckender Anblick, wenn man die Zeit dazu hätte sie anzusehen. Doch diese hatten sie nicht. Bereits im Inneren standen Rhord, Korina und Amen - Rhord in seiner Dämonenform war zu erkennen und die anderen hatten den Plan Ihr Hauptziel direkt anzugreifen also war das auch ihre Vermutung dass sie es sein müssten. Eine Vermutung wurde bestätigt als sie an die Wächter blickte, die sich Ihnen am Altar hingerichtet entgegenstellten: Drei in alabasterfarbenen Rüstungen gekleidete Ritter mit jeweils sehr interessanten Variationen einer Waffe waren ein Anblick, den man sicherlich nicht alle Tage zu Gesicht bekam. Die Hellebarde war die Wohl normalste Waffe der dreien, während ein anderer Ritter eine Mischung aus einem Speer und einem Schwert nutzte und der andere eine Kriegsaxt, welche die Vorteile einer normalen Axt und einem Hammer kombinierte. Alle drei waren jedenfalls für Nyx im Nahkampf prinzipiell gefährlich wegen der Reichweite, doch sie wäre kein Schatten wüsste Sie nicht diesen Längenvorteil auszugleichen. Sie war mit Lauriam gemeinsam in den Raum gekommen und sowohl Amen als auch Braig, der großspurig seine Anwesenheit ankündigte, die Angriffe starteten, während Korina - hier kam die zweite Bestätigung - ankündigte dass sich Nina um die andere Seite kümmerte.

Amen ging auf den Wächter mit der Schwertwaffe während er trotzdem alle drei mit Feuerbällen Angriff und Rhord kleinere Erdwände erschuf, die die Ausweichmöglichkeiten verringern sollten. Das musste Nyx nutzen - sie erschuf erneut Illusionen von sich selbst, drei an der Zahl. Jede der vier "Nyx" würde je einen Beschützer in Angriff nehmen - auch die schwarze Ritterin, diese Nyx würde versuchen direkt zu dieser vorzudringen - doch die wahre "Nyx" war auf den Kriegsaxtkämpfer fokussiert. Er hatte die geringste Reichweite und wäre am Schwerfälligsten - was bei diesen Wächtern nichts bedeuten wird - dennoch hatte sie hier die besten Chancen - zumal sie ja noch das ein oder andere Ass in Petto hatte - wie zum Beispiel die Gravitation die sie bei Ihm nur kurz vor Ihrem Ankomme bei Ihm - je nachdem wie er reagierte auf den Feuerball - bei seiner Waffe erschwerte und ihre Waffen - wie auch bei ihren Illusionen - Elektromagnetisch vorbereitete - um den ersten Schlag mit Gravitation erschwert und mit Magnetismus abgelenkt leerlaufen zu lassen um danach in die Offensive gehen zu können.

@Night Zap: @Raisen: @Tobi: