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Night Zap

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21

Freitag, 13. September 2019, 21:09

Da Noire jetzt schon Rhord half, machte Korina sich also auf, um Dante und Florence zu informieren. Bei diesem Ausflug wollte sie auch gleich Vorbereitungen für die Reise nach Alveheim treffen, da kam ihr die Belohnung sehr gelegen. Sie hatte zwar noch einiges vom letzten Mal übrig, da sie eher sparsam damit umgegangen war, aber es fühlte sich trotzdem gut an, so einen schweren Geldbeutel in Händen zu halten. Der erste Stop war eine Rüstungsschneiderei, bei dem sie den Gambeson flicken ließ, der beim Kampf mit dem falschen Rabenteufel zerfetzt worden war. Sie hatte zwar in der SH-Basis das Blut herausgewaschen, aber der Zustand der Leinenrüstung erschrak den Schneider auch so, der sein Beileid wegen des Trägers aussprach, der einen solchen Treffer wohl kaum überlebt hatte.
Korina ließ ein paar Münzen Extra liegen, um den Schneider dazu zu "motivieren", sich gleich dranzusetzen, damit der Gambeson noch vor ihrer Abreise abholbereit war, dann ging sie weiter. Bei ihrem letzten Treffen hatte Dante ihr eine Adresse gegeben, wo er und Florence zu finden sein würden, wenn es an die Weiterreise ging.

"So, geht es jetzt schon weiter, oder ist es was anderes?" fragte Dante, als er die Tür der kleinen Wohnung öffnete, in der er und Florence unter kamen.
"Heute Nachmittag geht es nach Alveheim los. Seid bis dahin bereit." Daraufhin warfen die Geschwister einen Blick zu.
"Alveheim? Mh, da muss ich euch warnen, zwei unserer Geschwister sind zur Zeit dort stationiert."
"Khan und Genevieve..." Florence schien einen Vorbehalt zu haben. "Ich würd ihnen lieber aus dem Weg gehen."
Da meldete sich Nina dazwischen, anscheinend vergaß sie, dass ihre Geschwister sie nicht hören konnten. "Warum denn? Ich weiß, Gen kann manchmal nen Stock im Hintern haben, aber Khan ist doch eigentlich ein ganz lieber."
"Hatte ich sowieso vor. Aber leider werdet ihr uns wohl nicht begleiten können... Durch die Grenzkontrolle kommt ihr Dämonen wohl nicht." sagte Korina gehässig.
"Warum so selbstsicher? Der Dämon in eurer Gruppe hat doch das gleiche Problem." Florence imitierte Korinas Tonfall, hörte sich aber merklich flacher an.
"Ach, für unseren Rhord ist gesorgt. Aber wir haben wohl oder übel nicht genug zum Teilen."
"Ach, geht schon. Dante kann ja über die Grenze fliegen, und ich bin ziemlich schwach für einen Dämon meines Alters, und ich habe eine Methode, um mich zu tarnen." Nachdem sie das gesagt hatte, sah sie Korina direkter an. "Seit wir diesen Pakt haben, scheinst du viel weniger von uns irritiert zu sein. Gefällt es dir, zur Abwechslung mal am längeren Hebel zu sitzen? Kann's dir nicht verübeln."
Korina wandte sich ganz einfach ab und ging davon.

Während die Schwertkämpferin weiter Einkäufe machte, packten Dante und Florence ihre Sachen und begaben sich dann in Richtung der SH-Basis, viel Zeit zur Vorbereitung brauchten sie nicht. Auf dem Weg trafen sie Lauriam und eine ihnen fremde Frau. Ein neues Mitglied der Schwingen?"
"Hallo. Korina hat uns schon mitgeteilt, wo es als nächstes hingeht. Ich nehme an, du würdest eine Beschreibung jener unserer Geschwister, die sich in Alveheim befinden, willkommen heißen?"
Florence musterte derweil Lauriams Begleitung. Durch ihre geringe Größe konnte sie leicht sehen, was sich unter der Kapuze befand. Irgendetwas war komisch an ihr, und es war nicht die Augenbinde.

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Da Khan das Thema seiner Abstammung aufgebracht hatte, war es nur zu erwarten gewesen, dass jemand danach fragte. Ein wenig musste er die Wahrheit krümmen, aber ganz was erfinden würde er nicht. "So ähnlich. Meine Mutter hatte Vater einfach nicht mehr geliebt, und ihn deshalb verlassen. Ich wollte bei Vater bleiben. Der hat dann später erneut geheiratet, und aus dieser Ehe ist dann Genevieve entsprungen, die den Namen ihrer Mutter annahm." In Wahrheit hatte seine Mutter Markus nur sehr kurz geliebt - gerade lang genug, um ein Kind zu Zeugen - und als Khan dann später von seinen Geschwistern kontaktiert wurde, hatte sie ihn praktisch enterbt, als er erklärte, dass er zu eben jenem Mann gehen würde, der ihr einst ein uneheliches Kind beschert hatte. Ein wenig Sentimentalität nach dieser Frau ruhte in Khan aber immer noch, schließlich hatte er seinen Nachnahmen nicht zu Jesziary geändert.
Scarlet schien noch zu gerührt von dem Kompliment zu sein, um sich aktiv an dem Gespräch zu beteiligen. Was immer sie zu der merkwürdigen, ja eigentlich schon erschreckenden Person gemacht hatte, die sie jetzt war, hatte das bestimmt nicht mit schönen Worten getan. Derweil erklärte Itsuki, was ihn so sehr an Khan interessierte. Die unglaubliche Vielfalt von Magie war es, was den Fuchswandler am meisten faszinierte. "Tja, ich bin kein so bewanderter Magier, aber ich hab schon so einiges gesehen. Ich reise ja viel mit meiner Schwester herum, und die ist ein wahres Genie, und hat eine Menge Hexenkunst erlernt. Da hab ich natürlich was mitgekriegt. Aber was meine eigenen magischen Fähigkeiten angeht, da ist es eher schlicht. Ich verlasse mich lieber auf mein Schwert." Er deutete auf das Odachi, dass er beim Eintreten von seinem Rücken geschnallt und samt Scheide beim Schirmständer gelassen hatte. In einer gut bewachten Stadt wie Alve Academia trugen die meisten Leute wohl für üblich keine Waffen mit sich herum, aber in den meisten Städten war es als normal angesehen, bewaffnet zu sein. Deshalb hatte Khan auch für einen einfachen Besuch ein Schwert dabei. "Das, um ehrlich zu sein, aber nicht ganz gewöhnlich ist. Dämonenstahl. Mit eigenen Händen erkämpft." Der Dämon, von dessen Herz die Kohle für den Stahl stammte, war zwar noch jung und damit nicht der Stärkste gewesen, doch als Khan ihn damals bekämpft und besiegt hatte, war er selbst noch ein gewöhnlicher Mensch gewesen, und eine magische Waffe hatte er auch nicht gehabt. Einen Dämonen allein mit menschlicher Stärke bezwingen, das konnte nicht jeder. Seine Trophäe hatte er für sich behalten, bis er einmal bei einer Reise übers Meer in Vaters Auftrag einen Schmied aus Iwayuashi getroffen hatte, der ihm wie der richtige vorgekommen war. Und so kam es, dass Khan seinem Gastgeber aus Iwayuashi eine Waffe aus Iwayuashi zeigte.
"Was meine Schwester und mich als die Menschen hinter der Magie angeht: Wir helfen den Leuten einfach gerne. So haben wir wohl unseren Weg zur Religion gefunden. Sie hofft, mit ihrer Magie den Menschen eine Freude machen zu können. Und ich kämpfe gerne, da hoffe ich, die Menschen vor Leid beschützen zu können."
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Samstag, 14. September 2019, 00:40

Auf ihrem Weg durch die Stadt kamen die beiden, die bisher die meiste Zeit Welten trennte und nur entweder über einen ihrer Pakte oder durch die Winddämonin miteinander kommunizieren konnten, ins Gespräch. Da sie nebenbei auch mal an Passanten vorbeikamen war es ihnen leider nicht vergönnt offen miteinander zu reden, doch da die meisten sowieso nicht das eine oder andere zusammenzählen konnten waren sie auch nicht dazu gezwungen es extra kompliziert zu machen.

"Du meintest du willst stärker werden. Ich schätze du wirst es wissen, aber du weißt welche Möglichkeiten du hättest... nur willst du das wirklich? Von all dem, was du dir vorgenommen hast, überrascht mich DAS noch am allermeisten. Zumindest wenn man bedenkt, was man dafür machen muss. Bist du dir da sicher? Ich werde dich nicht aufhalten und begrüße deinen Willen, aber dennoch... es kommt so unerwartet, grade von dir...", fragte Lauriam wirklich besorgt klingend. Der Umgang mit Siradda fiel ihm selbst wenn man ihre bisherige Beziehung bedenkt überraschend leicht. Doch hatte er bis jetzt auch noch nicht gedacht, dass Siradda auch nur anfangen würde sich so zu entwickeln, wie sie es jetzt tat. Aber was auch immer geschehen wird, er und Aella werden ein wachsames Auge auf sie legen und für sie da sein. Doch stand für ihn die Frage im Raum wie viel er aber auch Siradda insbesondere jetzt ihren Freiraum lassen sollte, damit sie selbstständig werden kann ohne dabei sich selbst kaputt zu machen. Später dürfte es lockerer werden können, aber noch war sie einfach schwach, sowohl körperlich, aber auch ein wenig geistlich. Was ihn auch maßgeblich dazu brachte sie von ihrem vorhaben nicht abhalten zu wollen.

Siradda bejahte zunächst mit einem Nicken und konnte mit einem Lächeln im Gesicht antworten:
"Nun, ich denke ich habe da ein bisschen Glück gehabt mit dem was mir gegeben wurde. Ich kann an dem festhalten was mir wichtig ist und stärker werden. Doch werde ich das vorallem für die nächste Zeit nicht ohne deine Hilfe schaffen." Siradda blickte nachdem sie dies gesagt hatte etwas beschämt nach unten. Aber der Spezialagent verstand noch nicht ganz worauf sie da ansprach. Übersah er etwas?
"Glück gehabt? Es gibt da einiges, was du gerade meinen könntest, doch es passt alles nicht zu dem was du vorhast. Wir sprechen doch von derselben Sache, wenn wir von "stärker werden" und dir sprechen, oder?"
Lauriam sah nach dieser Frage erstmal nur, wie sich Siraddas Kopf weiter beschämt nach unten senkte. Hätte sie da nicht ein Paar Augen in der Geisterwelt würde es wohl kaum mehr dauern, bis sie in irgendwen oder irgendwas reinlaufen würde.
"Ach stimmt, ich glaube du warst zu dem Zeitpunkt mehr mit Menhit beschäftigt... du hast es zwar auch gesehen, aber vielleicht einfach nur vergessen. Nun... ähm... denk einfach nochmal an den Kampf, nachdem du "draußen" warst."
Als er "draußen" war. In der Geisterwelt. Tatsächlich war er zu dem Zeitpunkt mehr mit Menhit beschäftigt. Was auf der anderen Seite geschah hatte er zwar auch noch ein wenig verfolgt, aber sie war zu dem Zeitpunkt für ihn relevanter, da auch tendenziell weitaus mehr tödlich. Er überlegte und ging den Kampf noch einmal komplett durch. Ehe er es endlich schnallte. Und als Reaktion darauf sehr verdutzt einen Moment stehen blieb und hinterherschaute wie Siradda noch ein paar Schritte weiterging, ehe sie auch stehen blieb. Sein Mund stand einfach nur offen, als Siradda zu ihm zurückschaute.

"Bitte hab nichts dagegen! Ich werde auch vorsichtig bleiben! Versprochen!"
Lauriam musste da tatsächlich für einen Moment überlegen. Was Siradda hier indirekt vorschlug machte in jedem Falle Sinn. Sie wollte ihren Vorrat an magischer Energie dauerhaft überladen. Die beiden wussten, dass dies das Kräftewachstum von Dämonen über die Zeit erhöhte und auch für den Moment eine Stärkung bedeuten würde. Siradda wäre definitv dazu dann mehr geeignet länger energiegeladen zu trainieren und vorallem mehr aus der ganzen Sache ziehen können. Der Körper wird dadurch eher ausbrennen, aber das wird auch erst in zig Jahrzehnten, eher einem Jahrhundert der Fall sein. Bis dahin wird noch viel Zeit ins Land streichen.

Doch was sie da vorhatte. Ihm war da nicht ganz wohl bei dem Gedanken. Er vertraute ihr aber.
"Nungut, aber erstmal nur während der Ruhephasen und auch nur, wenn wir keine andere Möglichkeit für dich finden. Ich werde es mir nicht erlauben können während eines Auftrages nicht bei vollen Kräften zu sein."
Wenn Siradda in ihrer Dämonenform diese Mundklaue ihres Armes benutzen würde um von anderen magische Energie zu bekommen, sowie die Dämonin es von der Glasklinge und Rhord tat, als die gegeneinander kämpften, wäre sie nicht dazu gezwungen so früh auf Beutesuche gehen zu müssen. Das war definitiv etwas, wo er die Dämonin unterstützen wollen würde. Immerhin hatte sie bereits von Anfang an den Entschluss gefasst keine Leichen produzieren zu wollen, nur weil sie ihren Bedarf an magischer Energie stillen muss, womit sie es sich nur noch schwieriger machen würde. Aber jetzt verstand er auch endlich wie sie das gemeint hatte. In der Theorie braucht diese Dämonin nicht einen Menschen töten oder gar nichteinmal zum Bluten bringen, um sich das nehmen zu können was sie eigentlich brauchte: Magische Energie. Lebensenergie ist nur ein Weg, der allen Dämonen offensteht, es war aber nicht das, auf das sie es eigentlich abgesehen hatten. Sie hatte eine zweite Möglichkeit. Lauriam musste lächeln, als er es endlich verstand.
"Wie sehr hat dir dieser geniale Einfall bei deinem Beschluss geholfen?"
Siradda antwortete mit einem breiten und strahlenden Lächeln. Das erste Mal, dass der Kampfmagier sie so glücklich und stolz über sich sehen konnte. Auch in der Geisterwelt war dies zu sehen und auch Aella war glücklich darüber
"He, he. Zumindest in einem Punkt wird mir keiner böse sein können, auch wenn es jetzt nichts ist, was ich an die große Fahne hängen wollte, wegen drei bestimmter anderer, die mitkommen! Wer weiß, vielleicht kann ich auf die Weise auch über Umwege Rhord ab und an helfen. Oder einen der anderen beiden, sofern die noch etwas länger mitkommen. Doch bis es dazu kommt werde ich mir erstmal selbst helfen können müssen!"

Die Seelendämonin blieb für einen Moment genauso in ihrer stolzen Haltung, ehe sie nur einen weiteren Moment später jemanden hörte und sie beim Klang der Stimme sofort Gänsehaut bekam und zusammenzuckte. Sie drehte sich vorsichtig nach hinten um, wo Lauriam bereits hinschaute, mit einem nun mehr verschwitzen Grinsen im Gesicht. Da waren ja Dante! Und Florence! Warum denn ausgerechnet jetzt? Gerade nachdem Nina sie ja extra gewarnt hatte. Aber okay... Standpauke die zweite... Ob die ihre letzten Worte eben noch gehört hatten?

Lauriam war jedenfalls erfreut zu hören wie kooperativ Dante seid dem Schaffen des Paktes geworden ist.
"Aber gerne. Ich bin über jedes Detail, das ihr mir über sie erzählen solltet sehr dankbar."

Was Florence anging musste Siradda nun aufpassen, dass sie nicht preisgibt, was Nina ihr erzählt hatte... und da gab es eigentlich nur einen Weg, wenn man bedenkt, dass die kleine sowieso darauf kommen wird.
"Hi, ihr beide. Schön euch nun auch mal so kennenzulernen. I-ich bin Siradda. Falls ihr grad verwirrt seid... äh... ich erkläre euch gerne etwas später alles, wenn wir mehr unter uns sind, okay?", begrüßte die beiden immer noch mit ihrem verschwitzten Lächeln.
Erst jetzt kam der Seelendämonin erst in den Sinn, dass sie Florence für einige Sekunden so ziemlich ausgeliefert sein könnte, wenn die ihre Fähigkeit zündet... Sie konnte in der Geisterwelt nur noch Aella darum bitten Lauriam für den Fall eine Nachricht zu übersenden, ehe es zu spät ist.

_____

Rhord blieb weiterhin stolz über das, was er erschaffen hatte, wurde jedoch bald knallhart auf den Boden der Realität zurückbeordert. Noire war ehrlich zu ihm und auch wenn er immer noch fand, dass man das doch lesen konnte, musste er zugeben, dass Noire nochmal ein stückchen anders schrieb als er. Auch hier konnte er lesen, was da stand. Und es war weniger schwer es nochmal zu lesen und zuvor auch zu bestätigen, dass da Siakin stehen sollte. Was ihre Frage anging...
"Eigentlich habe ich keine Ahnung vom schreiben... Lesen kann ich, aber zum schreiben kann ich mich nur daran orientieren wie ich denke, dass die Wörter und Zeichen geschrieben werden... Ist es wirklich so schlimm? Ich dachte er hatte damals komplett übertrieben..."

Aber es blieb ihm nichts anderes übrig als wohl zu akzeptieren, dass dem so ist. Niederschmetternd. "Dann... dann werde ich dir eben vorsagen, was ich da geschrieben habe..."
Der Dämon begann seinen Brief zu lesen und da er verstand, was er da schrieb konnte er es auch sehr leicht wiedergeben ganz zu seinem Unverständnis warum denn die Katzenwandlerin das nicht konnte... nungut fast, er war nunmal nicht geübt hierdrin.

Im Prinzip ging es nur um die Information für Siakin, dass sie noch heute - das Datum gab er mit an - nach Alveheim hin abreisen würden und sofern er sich beeilt er auch noch dabei sein kann, wenn sie endlich ihre Freunde befreien. Auch davon, dass für das, was danach kommt gesorgt ist, sprich der Schmuggel der Dämonen von Alveheim weg. Sie könnten sich dort bestimmt bei irgendeiner Sehenswürdigkeit treffen und da er keine Ahnung hatte welche das sein könnte sagte er einfach "die Bekannteste" jeden Tag um 12 und 20 Uhr. Einmal dort wird er schon selbst erfahren wo das sein könnte. Zur Not gibt er einem der Schwarzen Hand-Mitglieder ne Beschreibung, damit Siakin zu ihnen findet, sofern sie grad unterwegs sind.

"Das wäre alles. Kann ich das nochmal kurz sehen? Würde gerne den Unterschied zwischen meinem und deinem Brief sehen."

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tobi« (14. September 2019, 00:46)


23

Samstag, 14. September 2019, 00:40

Khan erzählte davon, wie das mit ihren Eltern war und Itzuki, der nebenbei seinen Tee in Ruhe trank, verstand.
"So ist das manchmal mit der Liebe. Ich hoffe für die beiden und euch, dass sie sich dennoch im guten trennen konnten. " Der Fuchswandler ging davon aus, dass ihm nichts verheimlicht werden würde. Nicht weil er naiv war, sondern weil er es aus Respekt wollte. Sollte da irgendwas nicht so sein, wie beschrieben, wird Khan aber auch sicherlich seine Gründe haben.
Was Khan dann über seine Schwester, Genevieve, sagte ließ Itsukis Herz - und Fuchsschwänze - schneller schlagen. "Ich habe die Windmagie gesehen, aber wisst ihr was sie sonst noch so gelernt hat? Zuschade auf jeden Fall, dass sie für heute nicht kommen konnte! Aber ich finde es auch erstaunlich von dem ihr da erzählt. Einen Dämon zu erjagen ist bestimmt schwierig... ich selbst habe bisher nur gegen solche kämpfen müssen, wenn diese mir keine andere Wahl mehr gaben, aber zu den Zeiten war ich bereits einigermaßen gut in der Magie begabt. Wie das ohne gehen würde kann ich mir nur lediglich vorstellen... aber ich habe auch schon von anderen gehört, die sowas vollbracht haben. Gerade hier in Alveheim kommt es ab und zu mal vor, dass ein alter Dämon auftaucht, weil er irgendwie unsere Kontrollen überwinden konnte. Da ist die Bevölkerung immer froh, wenn ihnen auch nur irgendwie geholfen wird... Tatsächlich gibt es auch hierzulande die eine oder andere Seele, die gerne bereitwillig sich dafür einsetzt, dass dieses Land sicher bleibt, ganz gleich ob es nun für Magier oder Nichtmagier ist, die somit vor Leid bewahrt werden."
Leider konnte Itsuki hier keine Namen nennen, so gerne er es auch tun würde. Er konnte Khan - und auch seine Schwester - was Vorsichtsmaßnahmen angeht noch nicht einschätzen und da wäre es verantwortungslos diesen Menschen einem Risiko auszusetzen. Aber wenn er und sie zeigen könnten, dass sie wirklich nur gute Intentionen mitbringen und dabei auch bleiben. Dann könnte er vielleicht... Es wäre zu schön um wahr zu werden.

Dann war aber ein Seufzer vom Fuchswandler zu hören. Das war besonders aktuell für ihn ein stressiges Thema. "Wobei ich mir am allermeisten wünschen würde, dass endlich mal ein Durchbruch bei der Behandlung der Wurzel und nicht des Symptoms gefunden werden würde. Mir ist die schwierige Situation bewusst, in der sich so einige von denen befinden müssen und sich eigentlich ein friedlicheres Leben zurückwünschen würden. Ich bin auf meinen Reisen auch auf so manchen Dämon gestoßen und bei überraschend vielen von denen, die mit sich reden ließen, war ich überzeugt, dass sie ganz anders sein könnten, wären sie nicht zu dem Leben gezwungen, das ihnen als sogut wie einzige Möglichkeit bleibt... Egal wie sie es sich zuvor dachten, wie es sein würde, wenn sie denn überhaupt eine Wahl hatten, dass sie aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden müssen lässt einen unglücklichen Kreislauf sich nur weiter drehen. Soviele Leben könnten auf beiden Seiten dieses Dilemmas gerettet werden... und nicht nur das. Wie ich eben schon meinte stelle ich mir gerne vor wie die unterschiedlichsten Fähigkeiten vielleicht auch dazu verwendet werden könnten, um ihrer Umgebung etwas gutes zu tun und mehr zu sein als ein Mittel um sich selbst zu schützen. Aber bis ein Weg gefunden wird, ein Weg zu einer friedlichen Koexistenz, wo nicht mehr das "was", sondern nur noch das "wer" von Relevanz wäre, da muss..."

Der Fuchswandler wurde für einen Moment ruhig. Nachdenklich. Er wollte seinem Gast nicht vor dem Kopf stoßen, doch auch diesem sollte klar sein, was auch für Itsuki normalerweise eine Pflicht sein würde, die er aber offensichtlich aktuell verletzt. "Verzeihung. Macht euch wegen dem letzten Teil keinen Kopf. Ich mag einfach nur kein schwarz-weiß Denken, was viele andere gerne an den Tag legen und bin wohl ein ziemlicher Träumer was so manche Themen angeht. Bei so einer Gelegenheit, wo hoffe ich niemand gleich mit irgendwelchen Verdächtigungen um die Ecke kommt, nur weil jemand mal eine spezielle Meinung hat, muss ich einfach auch mal etwas Luft rauslassen."
Fürwahr, es gibt nur wenige Momente, wo Itsuki wahrhaft glauben kann so offen von seiner Vorstellung von einer idealen Welt fantasieren zu können. Eine friedlichere Welt, die weder auf Blut und Lügen fußt, noch davon kontrolliert wird. Es gibt sehr viele, die an dieser Hoffnung längst aufgegeben haben - oder nie daran wahrhaft glauben würden - und jeden als Spinner oder sogar als verdächtig abstempeln würde, was es für diejenigen, die nicht aufgeben wollen nur noch schwieriger macht. Davon wollte er jetzt aber nicht erzählen.

Ihr seid doch bestimmt auch auf euren Reisen, wo ihr und eure Schwester Menschen in Not helfen wolltet, auf die eine oder andere unglücklichen Seele gestoßen. Was würdet ihr sagen würden diese von einer Denkweise wie der meinen halten? Eine Koexistenz zwischen Mensch und Dämon, bei der Angst und Tod keine Rolle mehr spielen muss, sofern das Problem nicht bei der Person an sich liegt? Wäre sowas möglich, wenn die größte Hürde aus dem Weg gebracht werden könnte? Manchmal frage ich mich das selbst, ob ich mir da nicht einfach nur ein Hirngespinst in den Kopf gesetzt habe, daher würde mich eure Meinung dazu sehr interessieren."

Mittlerweile hatte das Ratsmitglied auch verstanden, dass Khan sich offensichtlich nicht outen möchte, ganz egal in welcher Umgebung er sich auch befindet. Anders war er es wohl auch nicht gewohnt. Dies akzeptierte er und versuchte daher auch mehr Worte und Formulierungen zu verwenden, die ihm gelegener kommen würden, damit er so antworten konnte, wie er es bestimmt im Alltag gewohnt ist. Aber auch Scarlet wollte er nicht außen vorlassen. "Wie ich bisher dich verstand wirst du wohl noch nicht viel Ahnung davon haben, wovon ich da eben erzählte, da dir wahrscheinlich viel Zeit verloren ging um bei solch mehr als nur allgemeinen Themen mitzukommen. Falls dem so ist und du denkst etwas nicht zu verstehen dann frag ruhig. Aber denkst du es wäre eines Tages für alle möglich an einem Strang zu ziehen gegen jene, die anderen wirklich nur böses wollen, ganz gleich davon was die anderen sind, denken, mögen oder glauben?" Die Frage war zwar an Scarlet gestellt, aber bei dem letzten Wort musste er auch nochmal zu Khan schauen. Was diese Kirche als Meinung vertrat, zumindest öffentlich, war ihm ja schon bekannt, doch würde es ihn interessieren, ob dieser Mann denn auch eine wenn auch nur leicht abweichende Meinung dazu besaß.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tobi« (14. September 2019, 00:58)


24

Samstag, 14. September 2019, 13:53

Rhord’s Antwort überraschte Noire nach dem gezeigten "Schreibkünsten" nun wirklich nicht mehr. Seufzend kopfschüttelnd war sie in einer Mischung aus Verwunderung und Entsetzen gefangen. "Dort wo du warst war es wohl sicherlich nicht angedacht dass Ihr Lesen und Schreiben könnt und es schön dass du dir das selbst angeeignet hast oder aneignen wolltest aber was da steht ist für niemanden außer dir selbst schlüssig. Du hast es selbst geschrieben, daher kannst du es ja auch ohne Probleme 'lesen' - für mich sieht das alles jedoch nur kryptisch aus. Gut wenn man es Geheimhalten möchte und der Empfänger versteht wie er es entziffert. Sag mir vor was du ihm mitteilen möchtest, ich schreibe es dir wie angedacht ... und wenn sich einmal die Zeit ergibt versuch ich dir das Schreiben beizubringen so gut es unsere Situation zulässt... Immerhin unterrichten wir die kleinen Racker in unserer Familie auch selbst." meinte sie als sie begann einen deutlich niedergeschlagenen Rhord seinen Wunschtext auf Blatt zu setzten.

Sie verglich das, was er schrieb mit dem, was sie aufschrieb als er Ihr den Text vorgab und war innerlich am Weinen. Am Weinen für Siakin, der - wie auch immer - den ersten Brief überhaupt lesen konnte - oder all die anderen Briefe wenn es welche gab. Als sie fertig war las Sie selbst den Brief noch Korrektur, auch wenn sie mit der Art des Treffpunkts nicht ganz zufrieden war, doch Siakin kennt Rhord besser als Sie oder die anderen also wird er damit mehr anfangen können als Sie selbst, auch wenn sie diese "Sehenswürdigkeit" erstmal herausfinden mussten. Natürlich bat er den Brief selbst lesen zu können und Noire händigt Ihn den Brief entsprechend aus und wartete auf die Reaktion, welche auch immer nun kommen mag.

@Tobi:

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Die Erklärung von Khan wie er und seine Schwester eigentlich zusammenkamen war kurz und bündig, für Scarlet aber eher weniger von Belang als sie den Keks fertig verputze und sich wieder der Tasse annahm und weiter daraus trank. Als es dann zu der Erklärung kam was die "Priesterin" und er eigentlich konnten war Itsuki ganz Feuer und Flamme und Scarlet war ganz überrascht als er erzählte, dass er selbst "keine" Magie beherrschte - eher nur sehr schlicht - und sich lieber auf seine Körperkraft verlies und sein Schwert, das am Eingang war und sehr prunkvoll - besser gesagt anders als das ihre Schwert aussah - auch erläuterte er das es ein Dämonenschwert war, dass er sich eigenhändig erkämpft hatte. Und zu guter Letzt warum Sie überhaupt helfen wollten. Einfach helfen zu können und dabei seien Kräfte einsetzten zu können - was er gerne tat. Sie selbst konnte die Stimmung wie immer nicht lesen - Sie hatte es ja nie gelernt - und sprach einfach das aus was Sie daher gerade dachte. Dabei lächelte sie leicht verwundert und bewundert "Ein religiöser Dämon der ein Dämonenschwert aus einem Dämonenherz benutzt um sowohl Mensch als auch Dämonen zu helfen ... Ob ich wohl auch so werden kann? Es klingt ... Interessant. Und so Bewundernswert! Ich wusste du bist etwas ganz besonderes den Moment als wir uns die Hände gaben! Dass Sie dabei genau das tat was Itsuki fein penibel versuchte zu vermeiden anzusprechen - das Khan ja ein Dämon war - hatte sie nicht begriffen.

Was dann jedoch noch folgte war ein sehr ausführlich "Vortrag" von dem Fuchsmenschen, wo Scarlet wieder auf die Worte im Park erinnert wurde, dass Sie doch genauso als "Hexe" etwas "Gutes" tun könnte wenn Sie möchte, auch wenn sie "Böse" sei oder sich selbst als "Böse" ansah. Er nannte auch ein Schwarz-Weiß-Denken was er nicht mochte und Scarlet verstand dass Sie eigentlich genau so bisher gedacht hatte! Aber wie kann sie das ändern? Sie wurde nachdenklich. Sie wurde dann auch von Ihm gefragt ob Sie das, was er da ansprach, überhaupt verstand und sollte ruhig fragen wenn Sie es nicht verstand. Was sie aber auch gleich in Ansprach nahm, während sie seine Frage beantwortete. "Wie soll ich das nur beantworten ... oder Fragen ... Ich verstehe dass ich wohl dieses 'Schwarz-Weiß' Denken wohl besitze, Immerhin bin ich ja "Böse" weil ich zu diesem "Bösen" erschaffen wurde und die Guten sind die, die die "Bösen" hauen! Aber ich hau als Böses Wesen die Bösen Leute weil sie Böses den Guten antun möchte also bin ich gar nicht ... Schwarz? Aber auch nicht Weiß. Ist es das was das bedeutet? Dass es kein Schwarz-Weiß gibt? Oder?" zu seine Frage danach antwortete sie dann überrascht gefasst. "Wenn man möchte kann es funktionieren oder? Wenn man kann muss man es doch nur tun. Also warum sollte es nicht gehen? Wenn es geht ... möchte ich das alle miteinander leben können. Mensch ... Dämon... Wir sind doch alle gleich oder? Wir wollen Leben. Und wer diesen Frieden stört muss lernen dass das so nicht geht."

@Tobi: @Night Zap:

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25

Samstag, 14. September 2019, 16:23

Gegen Dantes Angebot hatte Lauriam nichts einzusetzen. "Gut, aber wir sollten damit warten, bis wir ein wenig mehr Privatsphäre haben. Auf offener Straße möchte ich das Thema nicht ausführlich besprechen." Das er das Angebot jetzt schon gemacht hatte, statt Lauriam warten zu lassen, bis dieser diese Informationen von selbst forderte, sollte eher zeigen, dass er auf gute Kooperation mit den Schwingen aus war.
Derweil stellte sich die Frau mit der Augenbinde vor. Der Name Siradda sagte den Geschwistern nichts, aber sie machte den Eindruck, als würde sie die beiden bereits kennen. Und es war auch komisch, dass sie die Neuankömmlinge im Plural angesprochen hatte, obwohl Florence bisher keinen Pieps von sich gegeben hatte und somit die meisten, die nicht sehen konnten, nur Dante bemerkt hätten. Florence konterte das gezwungene Lächeln des Mädchens mit einem eigenen listigen Grinsen. "Hallo, Siradda." sagte sie. "Fang." Und sie warf der Frau ihr Stofftier zu. Mal sehen, ob sie wirklich so blind war, wie es den Anschein hatte.

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Als Khan erzählte, dass er einmal einen Dämonen getötet hatte, brachte das Ratsmitglied ins sinnieren, ob es nicht irgendwann möglich sein würde, dass Menschen und Dämonen in Frieden zusammen lebten. Er hatte nämlich schon eigene Erfahrung gemacht, dass Dämonen nicht zwangsläufig so monströs waren, wie man es von einem Menschenfresser erwarten würde. Eine Koexistenz würde wohl voraussetzen, dass der Zwang zum Kannibalismus wegfiele. Khan war der Meinung, dass ein solcher "Frieden" nichts Gutes bringen würde, aber bevor er sein Argument darlegen konnte, ließ Scarlet schon die Bombe hochgehen.
Dass ein gewiefter Magier, wie es die Fuchswandler waren, schon herausgekriegt hätte, davon wäre Khan nicht überrascht. Eigentlich war Khan sogar zu einhundert Prozent sicher gewesen, dass Itsuki ihn durchschaut hätte, sonst hätte er wohl kaum das Thema freundliche Dämonen angesprochen. Aber das Scarlet es ebenso leicht hatte durchschauen können, damit hatte er nicht gerechnet. Aber egal. Itsuki hatte es wahrscheinlich schon gestern herausgefunden bei seinem Gespräch mit Genevieve, wäre seine Meinung über Dämonen nicht ehrlich, hätte die Stadtwache bestimmt bereits das Haus der Kirche des Schwarzen Engels gestürmt. Es abzustreiten, würde ihn nur weniger vertrauenswürdig erscheinen lassen.
"Du hast gute Augen, wenn du den Elefanten im Wohnzimmer sehen konntest." scherzte Khan, und folgte dann in ernsterem Ton mit: "Es stimmt, ich bin ein Dämon. Ich habe schon so einigen Leuten Leid zugefügt, um überleben zu können, und trotzdem halte ich die Idee einer Welt, in der Dämonen nicht davon abhängig sind, anderen Leid zuzufügen, für nicht sehr angenehm. Wir Dämonen sind sehr mächtig, wisst ihr? Wenn plötzlich jeder ein Dämon werden könnte, ohne die negativen Konsequenzen, dann würden viel mehr Menschen das ausnutzen, um sich ihre Gelüste gewaltsam zu erfüllen. Und nicht nur dass. Armeen würden die Macht von Dämonen für sich einsetzen, es würde zu Kriegen von ungeahnter Zerstörungskraft kommen."
Das Itsuki gern sehen würde, wie die Macht von Dämonen für das Gute verwendet wurde, schien auch Scarlet zu verwirren, die darüber rätselte, ob sie nun "Gut" oder "Böse" war, weil sie mit ihren grausigen Fähigkeiten grausigen Leuten grausiges antat. "Dürfte ich meinen Senf dazugeben, Scarlet? Ich finde nämlich, dass Worte wie Gut und Böse eine miserable Methode sind, um das Verhalten eines Individuums zu beschreiben, denn du siehst ja selbst, es gibt Grauzonen. Stattdessen finde ich, man sollte sehen, ob die Taten einer Person direkt oder indirekt Freud oder Leid zufügen. Ein Beispiel, wenn ich jemanden töten und essen würde, dann hätte ich dieser Person damit direkt großes Leid zugefügt. Aber wenn diese Person ein Verbrecher wäre, der geplant hat, drei Menschen zu töten, dann hätte ich durch seine Tötung indirekt das Leid dreier Menschen verhindert. Ich würde nicht darauf bestehen, dass der Mord an dieser ersten Person die der einzige Weg war, aber im Gesamtbild wäre es besser, als dieser einen Person kein Leid zuzufügen und somit die Tode der anderen drei zuzulassen. Was hältst du von dieser Ansicht?"

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@Soren: @Tobi:

26

Samstag, 14. September 2019, 18:23

Lauriam nickte dem, was Dante zurecht sagte zu, "Da bin ich ganz deiner Meinung. Die hiesige "Chefin" meinte sowieso, dass sie mir vor der Abreise noch einen Bericht geben wollen würde und wir werden uns wohl sowieso alle nochmal "dort" treffen, ehe es losgeht. Danke, dass du - und Florence - es uns nicht umständlich machst."

Eben jene Florence musterte ganz genau die Siradda in der materiellen Welt. Für die Seelendämonin war es sowieso schon beschlossene Sache, dass sie es zu hören bekommen wird, doch dachte sie nicht daran, dass ihr Name Florence nichts sagen würde. Stattdessen fing sie, so ganz untypisch für sie, an listig zu Grinsen und warf einfach ihr Stofftier nach ihr. Siradda sah das, doch kam ihr das alles so plötzlich, dass sie von der einen Seite nicht schnell genug sagen konnte, wie sie ihre Arme auf der anderen Seite halten müsste. Das war dann auch der Grund, weswegen Siradda zwar versuchte das Stofftier zu fangen, aber zu früh und zu tief griff, sodass das Stofftier von ihren Händen abprallte.

"S-sorry. Das ist a-alles noch etwas ungewohnt für mich!", erklärte sie sich, begann darauf sich zu beugen und griff nach dem Plüschtier - ohne erstmal den Boden danach abtasten zu müssen. Einmal in den Händen wischte sie den oberflächlichen Dreck von dem kleinen ab und reichte ihn der kleinen Dämonin, als sie sich zu ihr herunter beugte "H-hier! Etwas Schmutz ist noch dran, aber den bekomm ich leider nicht ab. Und da scheint irgendwas härteres als nur Füllung drin zu sein..."

"Schwesterchen, du musst dich nicht für alles entschuldigen... Und du solltest womöglich auch auf deine eigenen Sachen aufpassen."
Den Rat ihrer Schwester verstand Siradda nicht komplett. Warum sollte sie denn jetzt darauf aufpassen müssen?
_____

Noire erklärte dem des Schreibens offenbar nicht möchtigen Dämons warum er das denn lesen konnte, aber sie nicht. Das klang einleuchtend...

"Bei deinem Angebot sollte ich wohl besser nicht nein sagen... Vielen Dank."

Dann laß er Minuten später den von ihr geschriebenen Brief. Der Unterschied war wie Tag und Nacht.
"Ich merke den Unterschied... Wobei ich mir bei einigen der Buchstaben und Wörter auch mich fragen muss, ob das wirklich so aussah... Aber da hat sich wohl nur mein Gefühl getäuscht."
Ja, er sollte definitiv das Angebot der Katzenwandlerin annehmen.

"Aber das hier sollten wir an Siakin abschicken können. Doch zuvor...", sprach der Echsendämon, nahm sich den Brief und fing an am unteren Ende etwas zu schreiben, so wie er es eben auch schon tat. Seinen Namen. "Damit er auch weiß, dass es auch wirklich von mir kommt. Du könntest doch deinen Namen auch dazu schreiben, damit er schonmal weiß bei wem er sich bedanken kann!" Die Idee kam ihm einfach in den Sinn und wenn Noire nicht wollen würde, dann wäre dem so. "Ich bring den Brief und die Schreibsachen dann mal zurück zum Empfang. Die Frau dort wollte den Rest dann auch zurückhaben. Hast du denn gleich noch was vor, ehe es heute noch los geht?"


______
Itsuki hatte eigentlich schon früher damit gerechnet, dass Scarlet das offensichtliche aussprach. Es sollte ihm recht sein, wenn Khan dadurch offener werden würde, was er dann auch tat. Aber zuvor erklärte und fragte Scarlet, wie sie das verstand, was das Ratsmitglied von sich gab. Es verunsicherte sie nur wieder, aber sie glaubte daran, dass es möglich sein sollte, was ihr Gastgeber freute zu hören.
Khan war da anderer Ansicht, sowohl was das Schwarz-Weiß denken angeht, sowohl die Vorstellung einer geeinigten Welt.

"Schön, dass wir anfangen können offener miteinander zu reden. Aber Scarlet, du weißt, dass du in der Öffentlichkeit mit sowas vorsichtiger umgehen solltest, sofern du keinen Groll gegen einen bestimmten Dämon hegst, oder?", reagierte er zunächst auf Scarlet, um diese darauf aufmerksam zu machen. Sie mag Khan, deswegen wollte Itsuki nicht, dass sie dasselbe in der Öffenlichkeit tun würde. Dann wandte er sich aber direkt dem Dämon zu:

"Das was du ansprichst ist ein Problem, welches ich mir bewusst bin und besonders jenen, die sich hauptsächlich der Dämonologie verschrieben haben, denn diese werden tagtäglich von ihren Kritikern damit konfrontiert. Ja, es hat seinen Grund, warum dieses Thema so verpöhnt ist und nur noch mehr Krieg ist das allerletzte, was ich möchte. Aber hier sehe ich auch das Problem bei eurem Beispiel: Mord und Gewalt sollten immer die allerletzte Option sein. Wenn jemand plant drei Menschen zu töten, sollte alles von Ausreden bis Gefängnisstrafe für das Planen eines Mordes in Erwägung gezogen werden. Nur, wenn all das nichts daran ändern würde, dass diese Person gefährlich für andere bleiben würde, nur dann kann auch ich sagen, dass das für mich allerletzte Mittel anfängt sinnvoll zu klingen. Anderen Leid zuzufügen kann sehr leicht zu nur noch mehr leid führen. Besonders Hass wird damit nur immer weiter geschürt, bis dieser hochkocht und bis zu in einer Tragödie resultieren kann. Es ist eine Spirale, wo ich mir wünsche, dass ihr eine Ende gesetzt wird.

Und genau deswegen hoffe ich, dass eines Tages auch für Dämonen wie dich eine Lösung gefunden wird, die aber nicht gleich bedeutet, dass alles nur noch schlimmer wird. Wie das aussehen soll kann ich nicht sagen, doch wenn es die Welt letztendlich zu einem zumindest etwas sichereren Ort machen würde, dann würde mir es schon reichen. Bis dahin kann ich nur hoffen, dass die Dämonen versuchen das beste aus ihrer Situation für die allgemeinheit zu machen und versuchen die Unschuldigen in Ruhe zu lassen. Sowie du es ja auch, wie ich verstand, gerne machen möchtest. Nur wachsen auch die Schuldigen, also die, die es womöglich wirklich verdient hätten, nicht auf Bäumen...
"
Dass es einen Unterschied zwischen einem Taschendieb und einem Mörder gibt, das musste das Ratsmitglied wohl hoffentlich niemanden der hier anwesenden erklären. Ja, selbst Scarlet nicht.

Dann wollte Itsuki aber auch noch was zu eben jener sagen, denn diese hatte ja auch in erster Linie ihn gefragt, nickte aber zwischendurch auch wieder zu Khan.
"Ich gebe Khan da recht. Nur unter "gut und "böse" zu unterscheiden sollte nur der erste Schritt sein, um sich mit Moralvorstellungen auseinanderzusetzen. Wie ich schon selbst gestern sagte, selbst ein Räuber kann am Ende des Tages mit dem Raubgut nur vorhaben seine Familie über die Runden zu bringen. Das eine ist zu verurteilen, doch das andere? Das ist schon schwieriger und da kommt das ins Spiel was Khan eben meinte, aber noch mehr. Ich selbst bevorzuge Gespräche wie diese, um mir eine Meinung über jemanden bilden zu können. Wer bin ich um über mir wildfremden Menschen - oder Dämonen - zu urteilen? Ich möchte euch kennenlernen, um mir somit ein Bild von euch machen zu können. Erst mit dieser Basis kann ich entscheiden, was ich darauf machen wollen würde. Ihr beide gebt mir das Gefühl, dass ihr im Grunde eine gutartige Persönlichkeit habt, die gutes möchte, weswegen ich auch zumindest jetzt keinen Handlungsbedarf sehe. Aber würde ich merken, dass ich falsch lag oder mir jemand wirklich gefährliches gegenübersteht, jemand wo sich jeder in dessen Umfeld zurecht um seine eigene Sicherheit und vorallem sein Leben Sorgen machen würde, das wäre wieder etwas anderes. Etwas wo ich versuchen würde etwas zu unternehmen... wieder mit meinen Prinzipien an erster Stelle."

Dann blickte der Fuchswandler die Angeborene neben ihm wieder direkt an. Da war wieder diese eine Sache, die sie sich aus seiner Sicht nur einredete. "Und Scarlet, ich denke wirklich nicht, dass du böse bist und auch nicht zu soetwas gemacht wurdest. Selbst wenn diejenigen, die mit dir was auch immer anstellten dies wollten, sie haben es in meinen Augen, sowie ich dich bisher kennenlernen durfte, nicht geschafft. Zu sagen, dass du dich selbst als böse oder als Monster ansiehst klingt für mich, als würdest du dabei sein dich selbst aufzugeben. Das einzige, was das wirklich zeigen könnte sind deine Taten. Das ist denke ich auch das, was Khan versuchte zu sagen."

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27

Sonntag, 15. September 2019, 01:04

Rhord schien zumindest einzusehen dass Ihr Brief definitiv lesbarer war als auch mehr "Brief" als das, was Rhord versuchte auf Blatt Papier zu bringen. Damit war die Katzenwandlerin bereits zufrieden genug. Er selbst nahm Feder entgegen um noch seine Unterschrift auf die Nachricht zu setzten, was verständlich war und auch die Echtheit des Briefes bestätigt. Rhord selbst wollte, dass Sie ihren Namen auf das Blatt Papier brachte, doch sie war sich nicht sicher ob Siakin Ihren Namen überhaupt mitbekommen hatte bei dem damaligen Vorfall - oder merkte. Und - für den Fall dass der Brief in falsche Hände gerät sollte sie darauf achten dass sie nicht noch mehr "Fehler" tat wie Sie es beim Orden der Erlösung leichtsinnig vornahm. Also bestätigte sie zwar auch eine "Unterschrift" - doch es stand nur "Die Katze" in Ihrer Schrift. Wenn er sich zumindest merken konnte wer alles mit Rhord reiste war sie die einzige, auf die "Katze" zutraf. Wobei das schon fast eine Beleidigung an sich selbst war, doch das kümmerte Sie nicht weiter. Rhord's Reaktion darauf dürfte auch sehr interessant werden.

Natürlich möchte die Empfangsdame noch ihre Sachen zurückhaben und Rhord wollte wissen ob Sie noch etwas vorhatte vor der Abreise. Sie nickte dem zu. "Meine Belohnung abholen bevor Sie verfällt. Und entsprechend aufteilen. Dafür müssen wir zur Stadthalterin. Das solltest du auch wenn du deinen Teil noch nicht abgeholt hast, auch wenn es Blutgeld ist." bei dem Wort Blutgeld biss Sie sich auf die Lippe. Sie hatte zwar dieses Mal selbst keine "Leichen" produziert, war aber wieder erneut daran beteiligt unschuldigen Lebewesen Leid zuzufügen. Nicht nur das, sie hatte ihre Bemühung dies zu verhindern nicht eingehalten, was Olivia sicherlich an Ihren nun 'vermissten Kameraden' dank Braig feststellen würde - und wenn die Worte des "Rabenteufels" auch Sie erreicht haben würde sie vermutlich bereits kurz vor der Klippe stehen - oder Olivia hat bereits alles ins Rollen gebracht damit Sie von der Klippe bereits gesprungen war. Sie konnte nur hoffen dass keins von beiden eingetreten war.

Ohne wirkliche Widerworte brachten Sie also die Schreibutensilien zurück zum "Empfang" - das war auch ein sehr dehnbarer Begriff für das, was Rhord dafür genau meinte - und dieses Mal gab Noire den Schritt an, als Sie die Stadthalterin aufsuchte, die schon wusste warum Noire kommen würde - wie es mit Rhord war konnte Sie gerade nicht einschätzen, sie prüfte jedoch das Geld was Ihr ausgehändigt wurde und erkundigte sich nach den Kosten für einen weiteren Informationszugriff - der Beutel würde kleiner, aber das war es Noire wert. Den Rest der Summe teilte sie so auf dass sie genug Reisegeld hatte, den Rest bat Sie den Schattenwölfen zukommen zu lassen über die vereinbarten Kanäle nach Iridae. Sie erntete verdächtige Blicke warum genau Sie so etwas verlangt hatte aber nahm die Summe dennoch entgegen. So konnte sie mit der Restsumme immerhin wieder Essen kaufen oder sich wieder andere Dinge im Fall der Fälle besorgen. "Ich wäre soweit fertig bis heute Nachmittag... ich könnte nun nur noch trainieren ... so wie ich es eigentlich angedachte hatte bis ... nun ja... eben das vorhin im Speisesaal passierte. Denn Schlafen oder ausruhen können wir uns in der Kutsche. Oder hast du ... andere Pläne?" Sie legte lieber Ihre Karten offen damit Rhord wusste wie sie zum Rest des Tages stand, ungeachtet dessen ob er gerade mit der Stadthalterin noch seine Belohnung abklärte.

@Tobi:

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"Ich brauche keine Augen um so etwas zu sehen. Ich kann es fühlen war ihre Antwort auf Khans scherzhaft gemeinte Enttarnung. Itsuki's Warnung daraufhin war für Scarlet zwar verständlich, aber auch andererseits nicht. "Ich werde es mir merken... Solange es aber niemand merkt ist es aber kein Problem oder?" dabei nippte sie wieder an ihrem Tee, der mit dem letzten Schluck leer wurde und sie sich nochmal einen selbst nachschenkte und dabei sich aber etwas vorlehnen musste, da Sie nicht aufstehen wollte. Die beiden sprachen danach jedoch offener da die "Katze aus dem Sack" war - was Scarlet weiterhin nicht 'lesen konnte' - nur, um dann von Khan als auch Itsuki eine leichter zu verstehende Anschauung zu erhalten, die Itsuki aber noch ein wenig erweitern wollte. Sie verstand tatsächlich dass Ihr Denken vielleicht zu einseitig war - doch sie hatte es nicht anders gelernt. Sie war immerhin fast ihr ganzes Leben lang eingesperrt. Und das einzige Wissen was sie hatte war das etwas von ihrer kurzen Kindheit und das, was man ihr künstlich eingeflößt hatte. "So wie du es schilderst kann ich verstehen dass man mit einer eher verwerflichen Tat etwas verhindern konnte, was unschuldigen Leid zugefügt hätte. Und so wie ... Itsuki es schildert gab es wohl noch mehr Wege. Aber es gibt Wege. Also .... bin ich doch kein Monster? Noch nicht?" sie blickte beide an um Bestätigung zu suchen, bevor sie schon fast den Tränen nah ein klein wenig erklärte. "Diese Entführung, meine toten Eltern. All die toten "Versuchskaninchen" - diese ... Wissenschaftler die uns gegeneinander kämpfen haben lassen... Dass ich sie bei einem dieser neuen ... "Experimente" getötet hatte war also etwas "Gutes" oder? Ich habe verhindert dass ich oder die anderen weiter leiden müssen oder? Das ist doch genau das was Ihr meint?" es war zwar nur ein Bruchteil von den Geschehnissen, aber für Sie war es schlüssig, dass sie tatsächlich noch kein Monster war wenn die Erklärung so stimmte. "Ich kann ... verhindern dass ich ein Monster bin? Das, was Sie erschaffen wollten? Und verhindern dass sie noch mehr "Monster" erschaffen wollen ist auch etwas, was "Kein Monster" tun würde?" Wie kann ich ... wir das bewerkstelligen?" Am Ende war es eine Mischung aus Traurigkeit aber auch Wahnsinn. Sie wollte, dass niemand diese Hölle durchmachen musste wie Sie. Und die beste Lösung war, zu verhindern dass sie es konnten. Doch sie verstand dass sie das wohl nicht alleine konnte. Könnte Sie es wirklich schaffen? Sie hatte die Hoffnung noch nicht aufgegeben, auch wenn Ihr Geist nicht vollständig ihr gehörte, Ihr Verstand am Rande des Wahnsinns stand - Nein - Bereits den Wahnsinn erreicht hatte. Ein Stück Wille war noch da. Nicht viel, aber ein Stück "Scarlet" war noch da. Und Sie versuchte verzweifelt zu verhindern auch noch das bisschen Vernunft zu verlieren. Und genau jetzt hatte man die beste Chance zu Ihr, dem Kern von Scarlet, durchzudringen.

@Tobi: @Night Zap:

Night Zap

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28

Sonntag, 15. September 2019, 12:50

Siraddas Reaktion schien zunächst nicht die eines sehenden zu sein, so wie sie ihre Arme total falsch hielt, um das Stofftier zu fangen. Aber das könnte auch einfach an mangelhaften Reflexen liegen, denn als sie das Spielzeug anschließend vom Boden aufhob, tat sie das ohne Probleme, als ob sie genau wüsste, wo es sich befand. Florence erste Idee dazu war, dass Siradda ihre Umgebung mit einer Art Echoortung wahrnahm, vielleicht war sie ja eine Angeborene, die unter der Kapuze Fledermausohren verbarg. Die kindliche Dämonin hatte nämlich gehört, dass Nina so etwas in ihrem alten Körper gekonnt hatte.
Diese Theorie geriet aber ins Wanken, als Siradda gezielt den Staub abwich, der bei der Landung auf dem Boden an Florence' Begleiter haften geblieben waren. Für Echoortung war das bisschen Dreck viel zu fein, als dass man es damit wahrnehmen konnte. "Oh, sehr aufmerksam von dir. Vielen Dank." sagte Florence, als sie das Stofftier entgegen nahm. Ihr Ton war freundlich, nicht jeder würde sich so eine Mühe machen wegen einem Plüschtier. "Das "Härtere" sind meine Nadeln, ich hab sie gern zur Hand, wenn ich ihn flicken muss." Dann fuhr sie jedoch in ihrem normalen, flachen Tonfall fort. "Du kannst sehen. Trotz der Augenbinde. Hab ich recht, Siradda?"

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Ein interessantes Gespräch, fand Khan. In seiner Familie sahen seiner Meinung nach zu viele die Dinge in Schwarz und Weiß, Vater gut, anderes böse. Khan verstand das besser. Vaters Kreuzzug würde zwar viel Leid bringen, aber mehr Leid verhindern. Deshalb unterstützte er ihn.
Jedenfalls schien diese Sichtweise von Freud und Leid bei Scarlet anzukommen. Durch ihre Rache an den Wissenschaftlern, die sie gefoltert hatten, hatte sie weiteres Leid verhindert. Aber für "Böse" schien sie sich trotzdem zu halten, für ein Monster.
"Du bist kein Monster, Scarlet. Ein Monster ist ein Wesen, das anderen für selbstsüchtige Ziele Schaden zufügst. Du hast diese Wissenschaftler getötet, um ihren Taten ein Ende zu setzen und andere vor ihnen zu beschützen. Das sind nicht die Taten eines Monsters. Das sind die Taten einer Heldin."
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@Tobi: @Soren:

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29

Sonntag, 15. September 2019, 14:26

Florence nahm das Plüschtier dankend an und erklärte, dass es sich bei dem harten um Nadeln handeln würde. Will sie wissen wozu... Aellas Blick zu urteilen wollte sie das nicht. Da msus sie irgendwas verpasst haben.
Ihre Frage dann war aber berechtigt und bestätigte aber auch wohl irgendwie, dass sie nicht in die Geisterwelt sehen konnte, denn dann hätte Florence längst gemerkt, wie genau Siradda auf der Seite aufpasste.

"N-nun das... Ja, ich kann sehen... zw-zweimal um genau zu s-sein."
Siradda wusste, dass dies noch nicht ausreichen würde, damit das irgendeinen Sinn machen würde. Aber sie scheute sich nach der Auseinandersetzung mit Amen davor dasselbe jetzt nochmal durchmachen zu müssen... aber dass es bekannt werden würde war nunmal so gut wie unvermeindlich. Zumindest sah sie es so. "D-das hat mit meiner.. äh... Gabe zu tun! Oder einen neuen Aspekt, d-den ich nun auspro-probieren wollte!"
Immer noch nicht besser! Wie könnte sie nur...

Und dann mischte sich Lauriam ein. Er kam den beiden Dämonen so näher, dass die beiden ihn verstehen könnten, wenn er beginnen würde zu flüstern. "Siradda ist eigentlich einer der beiden Dämonengeister, die mich begleiten. Sie hat aber keinen Körper im klassischen Sinne übernommen, sondern steuert ihn über ihre Fähigkeit von der Geisterwelt, was aber am Ende dasselbe ist, mit dem kleinen Unterschied, dass die ursprüngliche Besitzerin ihn noch zurückbekommen könnte... eines Tages. Und sie teilt sich mit ihrem Körper auch die Sinne, weswegen sie ohne Maßnahmen doppelt sehen und hören kann... was ihr Verstand noch nicht aushält."

Die Seelendämonin konnte im ersten Moment nur fassungslos schauen, als ihr Freund einfach so geradeaus alles so erklärte... andererseits, er hat ihr Gespräch mit Nina wohl nicht mitbekommen... au weia... Sie setzte ein Lächeln auf, aber man konnte erkennen, dass es mehr gezwungen war als sonst was. "I-ich hoffe ihr b-beide habt damit weniger ein P-Problem als Amen... so als ihr-wisst-schon..." Die Antwort kannte sie bei einen der beiden bereits. Aber sie konnte nicht Nina im Stich lassen und daher war die Unwissende zu spielen der einzige Weg!
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Noire hatte Recht, er sollte seinen Tage zuvor deponierten Geldsack nun besser auch mitnehmen. "Stimmt. Hierbleiben sollte es auf keinen Fall, das käme ja nur denen zugute. Woher es herkommt ist zwar blöd, aber zumindest kann ich mir endlich wieder etwas mehr leisten..."
Die Belohnung vom ersten Mal, so musste sich der Dämon auch eingestehen, hatte er ja in einer Rekordzeit verprasselt. Diesmal muss er vorsichtiger sein.

Als sie dann auf dem Brief unterschrieb war Rhord für einen Moment ziemlich überrascht, aber wenn er so darüber nachdachte könnte es sich da wieder um ein Fehlverständnis seinerseits handeln. Wie eben beim schreiben.
"Die Katze? Und ich dachte, dass ihr Tierwandler es nicht mögt so genannt zu werden! Ha, wieder etwas gelernt!" Wie viel es wohl sonst noch gab, das er nicht richtig verstand? Siakin meinte ja auch, dass er anfangen muss sich in diese Richtung weiterzubilden, denn sein bisheriges Glück in diesen Themen wird ihn nicht ewig beschützen.

Gemeinsam gingen sie zurück und gaben wie geplant das Schreibwerkezeug zurück und holten sich ihr Geld ab. Die Katze erzählte ihm dann auch gleich darauf was sie darauf vorhatte. Trainieren, hauptsätzlich. Schlaf, da hatte sie recht, kann man auch noch in der Kutsche. "Meine Pläne wären im Moment auch nicht großartig anders, wobei ich auch gerne mal etwas anderes machen würde, um ehrlich zu sein... Trainiert habe ich die letzten paar Tage viel..."
Rhord musste überlegen. Was könnte man denn sonst noch machen. Lag es an seiner "Erziehung", dass er auf nichts anderes kam? Doch dann kam ihm eine Idee. Warum er nicht sofort darauf kam war ihm ein Rätsel. "Sofern es dir nichts ausmacht könnten wir ja mit dem anfangen, was du mir eben angeboten hast. Das mit dem beibringen wie man schreibt! Wäre zumindest für mich mal etwas anderes als das ständige körperliche Training."
Jetzt hatten sie noch die Ruhe. Wer weiß schon wie es in Alveheim sein wird.

______

Zu dem was er zu Khan sagte kam keine Antwort mehr. Ob er da einfach einer anderen Ansicht war? Verübeln ließ es sich ihm nicht, war das Lösen des Problemes doch noch viel größer, wenn man denn eine heile Welt hinterlassen möchte.

Was Scarlet anging musste er sich bezüglich seiner Prinzipien etwas eingestehen. "Ja, in solchen Extremfällen ist es wohl unter Umständen, vorallem nach allem, wo die dich durchgezogen haben, das beste ihnen ein sicheres Ende zu bereiten. Wobei ich selbst da nicht verheimlichen kann, dass ein Teil von mir dennoch das Gefängnis vorgezogen hätte. Aber ich war auch nicht der, mit dem man was auch immer gemacht hat. Vielleicht würde ich da nicht anders als du denken, wenn ich dasselbe durchgemacht hätte. Aber wenn du wirklich nicht willst, dass du doch noch ein Monster wirst, dann musst du darauf aufpassen was du tust... und mit wem. Wenn du auf deinem Rachefeldzug ohne Rücksicht auf andere vorgehst könnte es sein, dass du selbst deine eigenen Monster erschaffst... und dich bei dem Prozess gleich mit in eines verwandelst. Das bedeutet nicht, dass du den Verantwortlichen nichts antun solltest. Aber im Optimalfall sollten es auch nur die bleiben. Bevor du also ein Urteil vollstrecken willst, versuche dir nur so sicher wie möglich dabei zu sein, ob du denn auch die richtigen richtest... Nicht nur weil dein Gefühl - oder Blut - es dir sagst, sondern weil du es beispielsweise jedem anderen ebenso beweisen könntest, sodass dieser dir glauben würde, ohne dasselbe wie du zu fühlen. Wenn du das versuchst, dann solltest du sowohl die davon abhalten können noch mehr Monster zu erschaffen, aber auch dich davor bewahren selbst zu einem zu werden. Und wenn du mal einen Fehler machst, dann sag nicht, dass du automatisch ein Monster bist. Erst wenn du bemerkst einen Fehler gemacht zu haben und nichts dagegen unternimmst, dass sich der Fehler wiederholen könnte, erst dann würdest du beginnen wirklich zu dem zu werden, was du nicht sein möchtest."

Das Gespräch ging dann auch noch ein bisschen weiter, bis Itsuki merkte wie er solangsam müde wurde.
Eigentlich wollte er ja noch... wobei Fragen kann man ja immer. "Hey, Khan. Deine Schwester und du, was sind eigentlich eure speziellen dämonischen Fähigkeiten? Eigentlich sehe ich sowas lieber gerne in Aktion, in manchen Fällen sogar am eigenen Leib," Scarlet wurde bei der Bemerkung ein Zwinkern zugestellt, "aber wenn das nicht geht reicht mir eine Beschreibung schon aus."

Dann hatte Khan darauf zu antworten oder zu reagieren wie er wollte. Nach diesem Abschluss war es aber wirklich schon spät geworden. Khan shcien auch in Aufbruchsstimmung zu sein, weswegen das ganz gut passte. Itsuki begleitete den Dämon noch kurz bis vor die Tür, hatte aber noch ein paar letzte, wichtige, Abschiedsworte für ihn. "Das war wirklich ein schöner Abend und es war ebenso nett dich kennenzulernen. Eigentlich würde ich ja gerne sagen, dass wir das öfters machen könnten, nur..." Itsukis Tonlage wurde schon während dieser Worte weniger lockerer, sondern zum Ende hin schon etwas ernst. Aber in seinen nächsten Worten war kein bisschen mehr dieser Lockerheit vorhanden. Er wirkte mehr angespannt. "Doch ich möchte, dass du und deine Schwester wissen, dass ihr möglichst schon bald diese Stadt und dieses Land verlassen solltet. Ich kann und werde dir den Grund hierzu nicht sagen, doch nun wo ich dich besser einschätzen konnte will ich meinen Worten von vorhin gerecht werden." Mehr würde das Ratsmitglied nicht mehr dazu sagen. Selbst Scarlet nicht, sofern sie zuhörte. Dann schloss er die Tür hinter Khan.

"Ich glaub ich brauche dann auch mal die Wanne!", sagte er laut zu sich selbst, aber würd ebeim hochgehen noch darauf achten, dass Scarlet jetzt nicht wgeen seinen Worten, falls sie zuhörte, nach draußen gehen würde. Sobald er sich da sicher sein konnte würde er aber nun ein entspannendes Bad dringend notwendig haben.

30

Sonntag, 15. September 2019, 15:59

Dass Rhord zumindest einsah die Belohnung ebenfalls anzuholen war zumindest beruhigend dass Sie nicht bei der Hand verblieb, denn immerhin, auch wenn es Blutgeld war, war das Geld eines Syndikats, und besser es selbst verwenden als Sie, auch wenn es sich bei der Summe an Geld nur um Kleinigkeiten vom Großen handeln dürfte.
Als Rhord beim Zurückbringen der Schreibsachen die Unterschrift entdeckte war Noire ein wenig genervt das ihr Gedanken bei Rhord leider nicht ankam, konnte es Ihm aber irgendwo nicht verübeln und wies es gleich zurück. "Es ist ein Codewort. Er wird wissen dass damit meine Wenigkeit gemeint ist. Reine Vorsichtsmaßnahme meinerseits."

Als dann auch noch alle Formalitäten ihrer Belohnung abgeschlossen war und Noire Rhord Pläne hörte, die Identisch waren im Grundgedanken, entschied er sich dass sie doch jetzt gleich anfangen könnten mit Ihrem Angebot. Dass Diana und Nyx den beiden folgten konnte Rhord natürlich nicht wissen, sie beiden waren jedoch entsetzt. Diana zumindest. Nyx hingegen grinste nur schelmisch. Und Noire seufzte nur. "Dann hätten wir das Schreibzeug gar nicht erst zurückbringen brauchen. Oh man wird uns ganz schön belehren... Sei es drum. Holen wir das ganze nochmal dort ab und ziehen uns in das Zimmer zurück. Jegliche Ablenkung wäre nun unratsam und im Speisesaal hättest du genügend davon. Im Zimmer kann uns neben Lauriam niemand stören.

Was dann folgte war eine genervte Belehrung als sie keine 10 Minuten später wieder die Schreibutensilien haben wollten und nach einer entsprechenden Standpauke in Ihrem Zimmer ankamen, wo Noire aber erstmal ihr Geld in ihre Reisetasche verstaute und diese bereits auf Vollständigkeit geprüft verschloss um Abreisebereit zu sein am Nachmittag. "Ich werde kurz einen Moment brauchen um etwas vorzubereiten, kannst die Möglichkeit ja nutzen deine Sachen zu richten für heute Nachmittag. - Was Noire tatsächlich vorbereitete war ein ausführliches, fein säuberlich, groß geschriebenes Alphabet. Sie wollte bei Rhord nochmal bei der Basis anfangen. Jeder Buchstabe wurde aus in "Ausgesprochen" geschrieben - als würde sie einem kleinen Kind das Alphabet beibringen.

"Ich wäre dann soweit. Wenn du möchtest können wir beginnen." kündigte die Söldnerin - die nun Lehrerin war - an und zeigte auf die geschriebene Tabelle - die Rhord wahrscheinlich verwundern wird. "Auch wenn du wahrscheinlich das nicht hören möchtest, sollten wir bei dem Grundlegendsten vom Grundlegenden beginnen. Die Buchstaben selbst und dass du die Buchstaben erstmal schreiben kannst dass diese lesbar sind. Beginn zuerst eine Seite lang nur den ersten Buchstaben zu schreiben, immer wieder zu wiederholen. Dann den zweiten. Es ist wichtig erstmal zu verinnerlichen wie man diese schrieb, - lesbar - schrieb."

@Tobi:

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Dass sie Zuspruch von beiden auf ihre Aktion im Gefängnis erhielt zeigte Ihr, dass sie wohl verstand was die beiden ansprechen wollten und dass ihre Denkweise also nicht komplett neben der Spur war - und erhielt von Itsuki nochmals mahnend den Hinweis, wie sie verhindern könnte - oder wie sie wenn wirklich weiter agieren sollte - wenn sie diesen Pfad bestreitet um zu verhindern dass sie zu diesem Monster wird, was sie nicht werden oder die Drahtzieher haben wollte. Auch wenn Sie sich ihren "Spaß" bei den Studenten erlaubt hatte - und das wohl in die Kategorie passte, die Sie vermeiden sollte, aber nicht widerstehen konnte - schien sie einen Entschluss gefasst zu haben. Ob dieser ihr zukünftiges Leben wirklich prägen wird würde sich jedoch zeigen. Sie nickte den beiden zu. "Ich habe heute sehr viel gelernt und ein schönes Bad genossen. Das war ein guter Tag." sprach sie zufrieden kichernd aus. während sie sich danach mehr dem Tee und den Keksen hingab, als sich sonst weiter an dem Gespräch der zwei zu beteiligen. Auch weckte das knistern des Feuers ihr Interesse, was auf Sie eine sehr beruhigende Wirkung hatte. Nur bei der Frage nach den dämonischen Fähigkeiten wurde Sie nochmal hellhörig, konnte Sie dies doch nicht ganz bei Ihm herausfinden, nur, dass er ein Dämon war, da sie das Gefühl bereits kannte von damals. Das Blut - die Magie - in einem Dämon war anders als bei einem Menschen.

Irgendwann war dann der Punkt gekommen, an dem Itsuki seinen Gast verabschieden wollte und Khan auch Aufbruch bereit sein würde und das Dreiergespann ihr Ende finden würde. Itsuki begleitete seinen Gast noch bis zu der Tür, und Scarlet wusste noch ein kleines bisschen von damals dass es Anstand war, seinen Gast oder seinen Kunden persönlich zu verabschieden. Sie folgte Ihnen also und blieb hinter Itsuki. Auch wenn sie die Warnung am Ende nicht verstand, die Sie Khan und seiner Schwester gab. Doch verabschieden wollte sie sich auch. "Hab eine schöne Heimreise" und grinste dabei freundlich - so dachte sie zumindest - kam der Wahnsinn doch mehr prägnanter durch als Sie eigentlich wollte, während sie ihm leicht zuwinkte, eine "freundliche" Verabschiedung. Eine Verbeugung wie bei Geschäftskunden war aber unangebracht! Was ja nicht ganz verkehrt war, besonders in dem Outfit in dem sie sich präsentierte.

Als Itsuki danach selbstzufrieden ankündigte ein Bad dringend notwendig zu haben winkte sie Ihm auch hinterher. "Mach das, und ... oh. Es kann sein dass noch ein Handtuch dort herumliegt, ich habe es vergessen ... aufzuräumen?" dabei meinte Sie das Handtuch, mit dem Sie sich ihre Haare getrocknet hatte und dann bereits Khans Besuch vernommen hatte. "Ich bleib dann erstmal hier bei dem Kamin und dem Feuer sitzen~" kündigt sie selbstgefällig an, als sie sich an ihrem Sitzplatz wieder niederlies und sich nach Hinten auf den Boden fallend hingelegt hatte und entspannte bei dem knisternden Feuer und dem Duft des Tees und dem Gebäck.

@Tobi: @Night Zap:

Night Zap

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31

Sonntag, 15. September 2019, 18:58

Nach einigem Zögern erhielt Florence eine vage Antwort. Zweimal sehen? Wie meinte sie das? Anscheinend eine besondere Fähigkeit. Bevor Florence aber eine Theorie aufstellen konnte, gesellte sich Lauriam dazu und gab eine vollständige Antwort. Und je mehr sie hörte, desto fester ballte sie ihre Fäuste. Dass das Opfer eines Tages frei sein könnte, war nur ein geringer Trost. Als sie antworte, war ihr Tonfall überraschend emotional, aber sie hatte sich genug im Griff, um nicht laut zu werden und so Aufmerksamkeit zu erregen.
"Du hast ihr also ihren Körper genommen? Und jetzt spazierst du damit herum, so als wär es deiner? Einfach so jemanden auf seinem Körper zwingen, das ist abscheulich!"
"Florence, ich glaube nicht, dass ist eine Besitzergreif-" versuchte Dante, seine Schwester zu beruhigen, aber sie unterbrach ihm.
"Egal! Erklär dich!"

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Die Teestunde ging noch eine Weile weiter, aber langsam wurde es auch spät. Zu guter letzt stellte Itsuki noch eine sehr persönliche Frage. "Meine Fähigkeit? Es passt mir nicht, dass du das fragst. Aber gut, ich glaube, ich kann dir dieses Wissen anvertrauen. Ich kann Sporen verteilen, die bei Hautkontakt furchtbare Qualen auslösen. Aber tatsächlichen Schaden richten sie keinen an. Was die Fähigkeit meiner Schwester angeht, die möchte ich nicht ohne ihr Einverständnis teilen."
Dann ging es weiter zur Verabschiedung. "Na dann, auf wiedersehen. Ein wirklich schöner Nachmittag. Ich hoffe, euch bald mal wieder treffen zu können. Ganz besonders dich, Scarlet."
Draußen vor der Tür sprach Itsuki noch eine kryptische Warnung aus. Hatte außer ihm noch jemand Khans Geheimnis herausgefunden? Wenn ja, dann waren das beunruhigende Nachrichten.

Aber egal. Jetzt im Moment hatte er wichtigeres zu tun. Ein Dämon in Khans Alter war ein hungriger Geselle, und es war an der Zeit, einen Sünder zur Strecke zu bringen. Zwei Fliegen mit einer Klappe, es sättigte Khan und verringerte die Zahl der Kriminellen. Nachdem Itsukis Haus außer Sicht war, bog der Dämon in eine Seitenstraße ein und befand sich schon bald in den dunklen Gassen, in denen die untergehende Sonne schon seit Stunden nicht mehr schien. Hier hielt sich für üblich der Abschaum der Gesellschaft auf, und schon bald fand Khan ein passendes Ziel: Zwei Räuber, die die Taschen eines alten Mannes durchsuchten, der mit dem Gesicht voran und mit einer blutenden Wunde am Kopf auf dem Boden lag. "Wisst ihr, ich hielt diese Stadt für schön und sauber, aber ich schätze, hier gibt es auch so einiges an Dreck." sagte er mit gezogenem Odachi in der Hand, als er sich den beiden Räubern näherte. Als diese fortlaufen wollten, stürmte Khan voran, an ihnen vorbei, und kam vor ihnen zu stehen, ihr Weg war in diese Richtung versperrt. "Fliehen ist zwecklos. Ich kann euch aber empfehlen, für ein schnelles Ende zu beten."

32

Sonntag, 15. September 2019, 20:58

Es kam wie es kommen musste. Lauriam blickte überrascht, als er Florences Meinung dazu hörte, bekam von Aella aber darauf die Erklärung. Einerseits fühlte er sich schlecht dafür Siradda darein gestoßen zu haben, andererseits sollte die Sache damit auch gleich vom Tisch sein... Wobei er sich wünschen würde, dass es nicht hier stattfinden würde. Weswegen er die beiden auch gestenhaft auf die nächstbeste Gasse verwies. Aella, Dante und er könnten zu genüge Wache stehen für beide Seiten. Lauriam würde aber auch den Part in der materiellen Welt von sich aus übernehmen, wenn der Dämon ebenfalls zuhören möchte.

Siradda selbst trafen diese - einmal wieder bereits zuvor erwarteten Worte, dank Nina - mal wieder dennoch direkt. Sie hoffte auch, dass sie dies nicht zu oft wiederholen muss, sowohl was dieses angeschrien werden, aber auch das erklären von all dem betraf. Einmal in der Seitengasse angelangt, sofern die kleine Dämonin nicht darauf bestand an Ort und Stelle zu bleiben, würde sie versuchen das aus ihrem Gespräch mit Amen widerzugeben.

"E-Es g-gibt mehrere Gründe dafür! Ja, das was i-ich dieser jungen Frau antat ist m-moralisch gesehen nicht okay. Ich bin mir all dem bestens bewusst. Aber ich möchte a-auch, dass du verstehst, dass dies keine einseitige Sache ist. Sie war eine Gefangene der Schwarzen Hand und ich bot ihr das hier an. Im Austausch dafür, dass ich sie dafür benutzen darf, würde sie eines Tages wieder frei sein, sofern ich meine Probleme eines Tages mit Gewissheit los bin. E-es ist quasi wie ein umgekehrter Dämonenpakt, dem aber keine weltlichen magische Regeln zugrundeliegen. Be-bekomme ich, die Dämonin, was sie will, bekommt sie im Gegenzug das, was sie möchte. Allerdings habe ich ihr auch zuvor alles erzählt, s-sowohl über mich, was ich tue und mit ihr dann tun würde und die Situationen, die gelöst werden müssen. Sie wusste wie unwahrscheinlich es sein wird, als sie zustimmte. Ja, es war eine Wahl zwischen dem sicheren Tod oder eben dem hier. Ob sie am Ende von allem noch mit ihrer Entscheidung leben kann, das kann ich nicht sagen, aber ich werde dann auch mein bestes ge-geben, damit sie das dann auch tun kann. Ich werde ihren Körper - ihr Leben - sogut beschützen wie ich nur kann, während ich all das andere mache, was ich tun möchte."
Soviel erstmal zu dem Wirt selbst. Dass dies das wichtigste für Florence sein dürfte verstand sie, weswegen das als allererstes ausgesprochen werden sollte.

"W-was einer meiner eigenen Gr-gründe ist hast du möglicherweise eben schon raus gehört. Du und Dante werden es wahrscheinlich nicht mitbekommen haben, aber während des Einsatzes wurden meine Schwester, ich und vorallem Lauriam zu genüge d-daran erinnert, mit was für Feinden wir es wegen mir zu tun haben. Er, Lauriam, wäre dabei fast gestorben. Du hattest genug Zeit, um die Wunde zu bemerken.

Aber selbiges als er gegen die Dämonin kämpfte, die Menhit erschuf. Beide Male war ich entweder nutzlos oder sogar eine Last... und ich verstand, dass wenn ich nichts unternehme, es eines Tages so sein könnte, dass ich hilflos mitansehen muss, wie ich einmal wieder alles verliere. Alles, was ich tat um wieder frei zu sein, letzten Endes für nichts war und die mir wichtigsten Personen mir grauenhaft genommen werden. Wie widerlich das Streben nach mehr Macht sein kann weiß ich, aber ich wusste, dass ich endlich aufhören möchte entweder wegzulaufen oder mich hinter anderen zu verstecken... Und außerdem wünsche ich mir, dass die anderen aus der Gruppe heil aus ihrer Situation rauskommen. Ich möchte ihnen helfen.
"

Es hat immerhin auch seinen Grund, weswegen sie als allererstes einen Schild wählte.

"Jemanden aber endgültig und unumkehrbar über einen Pakt den Körper zu stehlen, das ist etwas, wogegen sich meine Schwester und ich uns sträuben und auch sonst wollte ich auch nicht die Sicherheit aufgeben, die ich jetzt für den Notfall habe. Da kam mir das hier als ein guter Kompromiss vor. Aber auch die Aussicht, dass ich für die magische Energie, die ich bräuchte, niemanden töten muss, hatte mir die Entscheidung erleichtert."
Da fiel der Seelendämonin auf, dass sie eine Sache noch nicht erwähnt hatte... Florence wird das genauso wenig gefallen, aber auch hier kann sie zumindest von sich behaupten ihre Wirtin auch davon zuvor erzählt zu haben, was mit ihrem Körper geschehen wird.

"Und, ähm... ja... d-das hier ist nun der Körper einer Dämonin. Der, den Menhit erschuf aus Claires Körper. Dass sie, meine Wirtin, eines Tages mit so einem Körper aufwachen würde wusste sie ebenfalls. Es gefiel ihr nicht, a-aber es war für sie noch immer besser als mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zu sterben oder andersweitig irgendwo wo sie nicht hin möchte durch den Sklavenhandel zu landen..."

Florence wird wahrscheinlich dennoch immer noch sehr wütend auf sie sein. Sie selbst wusste auch nicht, ob es da noch irgendwas gab, was sie vergessen hatte. Doch sie war auch müde...
_____

Ein Codewort, hm? Damit Siakin versteht, dass sie da geschrieben hat! "Okay, das macht Sinn. Aber würdest du nun wütend über mich sein, wenn ich dich so anspreche, oder nicht? Eigentlich hatte ich meine Meinung dazu schon gebildet, das hatte ich aber auch bei meinen Schreibkünsten, also..." Es war lächerlich, aber für seine Verhältnisse immer noch intelligenter als es in der Praxis herauszufinden.

Rhord dachte bei seinem Vorschlag noch garnicht mal daran, dass es die Stadthalterin störren würde, wenn sie sich nach so kurzer Zeit nochmal das Schreibzeug ausleihen. Aber Noire behielt recht und es kam auch so. Er hörte der Belehrung zu, aber war auch an deren Ende kein Stück schlauer. "Okay, warum war das nun so ein großes Problem? Das hätte ja auch eine Frage von Sekunden sein können.", fragte der Echsendämon die Katzenwandlerin, während er in ihrem Zimmer seinen Geldbeutel in seinen großen Reisebeutel steckte. Auch den Rest seiner wenigen ausgepackten Sachen, die auch hier reinpassten, steckte er hier rein - was quasi nur ein Set an Kleidung zum wechseln war. Seine Waffen waren angelehnt an der Wand an seinem Bett. Würde eigentlich nur noch Proviant für die Reise fehlen, den er aber noch am Nachmittag schnell aufgetrieben bekommen sollte. Was magische Energie angeht war er nach dem gebratenen Dämonenhappen von vor ein paar Tagen noch bedient.

Die Lektion begann dann auch schon sehr bald... und das recht simpel. Aber... "Das störrt mich nicht im geringsten. Lieber so, als wenn wir zu hoch anfangen und ich mal wieder überhaupt nichts verstehe."
Dann sah er sich die einzelnen Buchstaben an, die es einmal in groß und einmal in klein gab. Daneben stand aber auch noch etwas, in eckigen Klammern, aber da verstand er noch nicht so recht, was das bedeuten sollte. Aber die Anweisung war auch "schreiben", das würde wohl dann noch später drankommen.

Also schrieb Rhord die Buchstaben jeweils um die zwanzig mal auf, in beiden Größen, ehe er zu den nächsten überging. Noch waren die Buchstaben noch teilweise unsauber geschrieben, da er erst bei den letzten Versuchen langsam verstand, wie er wohl richtig ansetzen muss, aber auch erst ein Gefühl für die Schreibfeder entwickeln musste. So wie er bisher schrieb war das weniger wichtig als jetzt und das war eine Umgewöhnung. Es vergingen für ihn gefühlt Stunden, da das so langweilig war, aber irgendwann war er beim letzten von ihnen angekommen. Wie gut, dass einige von den Paaren sich lediglich in der Größe unterschieden! Das brahcte ihn auf eine Frage. "Fertig! Eine Frage dazu schonmal: Warum gibt es überhaupt zwei Größen? Könnte man nicht einfach jedes Wort mit nur derselben schreiben? Wozu es unnötig kompliziert machen? Oder hat das einen bestimmten Zweck?" Auf die Antwort seiner Lehrerin war er gespannt, denn er konnte es sich nicht im geringsten erklären.

33

Sonntag, 15. September 2019, 20:59

Das, wovon Khan da erzählte, klang tatsächlich nach nichts, was der Allgemeinheit zugute kommen könnte... wobei Itsuki sich auch vorstellen könnte, dass man aus den Sporen auch irgendwas machen könnte. In der Medizin gab es ja immer mal wieder überraschende Entdeckungen, warum also nicht bei dämonischen Sporen? "Sorry wegen der Unannehmlichkeit. Aber das klingt auf jeden Fall nützlich, wenn auch nur für kämpferische Zwecke... Auch wenn ich nur zu gerne wissen würde, ob das auch wirklich so ist und es noch unbekannte Verwendungszwecke gäbe. Was deine Schwester angeht, das ist verständlich."

Dann ging alles zu Ende. Scarlet bedankte sich für all das hier und verabschiedete sich dann vom Dämon. Die Tür einmal geschlossen ging die Angeborene zurück zum Kamin und machte es sich dort gemütlich. Itsuki ging dann ins Bad und bemerkte dort auch das von Scarlet angesprochene Handtuch. Dieses hing er einfach auf und ließ durch das wenige an Thermomantie das er beherrscht dieses warm werden, damit es trocknen konnte. Dann machte er die Wanne fertig und wenige Minuten später konnte sich der Fuchswandler ins erholsame Bad legen. Oder zumindest sollte es erholsam sein. Zu sehr war er in Gedanken versunken, als dass er dies wirklich könnte. Sein Körper schon, aber nicht sein Geist. Er konnte nur hoffen, dass Khan seine Worte zu Herzen nahm... und so schnell wie er nur kann seine Schwester schnappt und verschwindet. Andernfalls...

--- ungefähr zur selben Zeit in einer entfernten Seitengasse ---



Khan bemerkte es nicht und er konnte es nicht bemerken. Er wurde verfolgt und es wurde gewartet. Bis jetzt.
Gerade als der Dämon die beiden Gestalten stellte und ihnen den Fluchtweg abschnitt stellte sich eine verhüllte Person in den Eingang der Gasse und ging in diese hinein, ließ aber genug Abstand zu dem Dämon. Auf seiner sonst weißen Maske und seiner schwarzen Kleidung war dasselbe blutrote Symbol zu sehen. Eine Schriftrolle, eingerahmt in einem Schildsymbol. Kein Wort wurde gesprochen, doch Taten gab es. In dem Moment, wo Khan sich nach ihm umdrehte, sah einer der beiden Kriminellen seine Chance gekommen und rannte an seinem Bedroher vorbei. Er hatte schon ein Grinsen im Gesicht, doch noch mit seinem Leben wegzukommen, aber beides verschwand als die verhüllte Gestalt ein Schwert aus Eis erschuf und beim vorbeirennen dem Räuber den Kopf abschlug. Körper und Kopf flogen jeweils nach vorne, in Richtung Gasseneingang, doch der Blick des Täters blieb bei Khan. Das nun mit Blut beschmierte Eisschwert wurde auf ihn gerichtet.

Night Zap

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34

Sonntag, 15. September 2019, 22:08

Wie von der ziemlich schüchternden Frau zu erwarten war, kam ihre Rechtfertigung mit einigem Stottern. Aber es sollte eine ausführliche Rechtfertigung sein, wie sich herausstellte, nachdem Lauriam die Gruppe von der offenen Straße weggebracht hatte. Florence starrte ihrem Gegenüber eindringlich ins Gesicht, wie ein Bohrer, sah sich genau die Gestik und Mimik der jungen Frau an, während Siradda erzählte, wie es zu der jetztigen Situation gekommen war. Als sie endlich fertig war, erschlafften Florence' geballte Fäuste, aber ihre Stimme blieb hart. "Lügen tust du jedenfalls nicht. Wenn es ihre eigene Entscheidung war, kann ich dich wohl nicht beschuldigen."
Sie wandte sich von Siradda ab. "Nicht in dem Körper sein zu dürfen, der zu einem passt, empfinde ich als ein scheußliches Los. Deshalb ist es in meinen Augen besonders grausam, anderen den Körper zu stehlen, und Lauriams Worte haben mich in Zorn versetzt. Aber ich schätze, du hast diese Frau nicht wirklich aus ihrem Körper gezwungen, und sie hat sich dazu bereit erklärt. Es gibt mir einen fauligen Geschmack im Mund... aber auf dich wütend zu sein, hat wohl keinen Sinn."
Florence schwieg nun und sah zu Boden, ihr Rücken war Siradda immer noch zugewandt. Jetzt ergriff erst mal Dante das Wort. "Ich schätze, Florence ist nicht die erste, die sich über diese Sache aufgeregt hat. Siradda, hast du nicht vorhin was von einem Amen gesagt?" Amen, laut Séamus' Berichten ein Gutmensch, schien irgendwie mit dieser Menhit verfeindet zu sein, die die Schwingen nach der Flucht aus der Kirche konfrontiert hatte und als Körperdiebin bezeichnet worden war. Und wenn er Feind einer Körperdiebin war, hatte er bestimmt auch etwas gegen Siraddas Übernahme der Frau.
Nach Siraddas Antwort wandte Florence sich wieder zu ihr um. Ihr Tonfall war jetzt wieder der normale gelangweilte, statt dem harschen, wütenden. "Wenn wir zusammen reisen, sollten wir wohl miteinander auskommen. Lass uns was lustiges machen." Und mit diesen Worten schnellte plötzlich der Arm der kindlichen Dämonin nach oben, ergriff die Augenbinde, und riss sie Siradda vom Gesicht. Hatte Lauriam nicht was davon gesagt, dass zwei paar Augen noch zu viel für sie waren?

===================================================================

Da hatte doch tatsächlich jemand den Nerv, sich in Khans Spaß einzumischen, eine seltsame maskierte Gestalt stand plötzlich in der Straße, durch die die Räuber hatten entkommen wollten. Einer von ihnen nutzte Khans kurzen Moment der Ablenkung, um sich an ihm vorbeizumogeln, doch das verlängerte sein Leben nicht gerade, denn der Maskierte formte aus der Luftfeuchtigkeit der dunklen Gassen eine Eisklinge, mit der den Ganoven einen Kopf kürzer machte. Der andere war starr vor Schreck.
Der Maskierte richtete sein Schwert jetzt auf Khan. "Du willst wohl ein Kämpfchen, was? Wenn du willst, nichts geht über ein kleines Kämpfchens nach dem Saubermachen." Das Odachi, dass er bisher in einer Hand gehalten hatte, nahm er jetzt in beide Hände. "Raikiri freut sich auf dich." Er spürte die Elektrizität, die in der Klinge gespeichert war. Der Dämon, aus dem diese Waffe geschmiedet worden war, hatte eher geringe Stärke besessen und das mit Können ausgeglichen, und somit war auch der Stahl nicht so stark magisch wie bei den meisten Dämonenwaffen. Blitze konnte er nicht verschießen, aber einen Gegner durch einen Treffer schocken, das war meistens genug. Schade nur, dass dieser Gegner keine metallene Waffe einsetzte, sonst wäre es schon genug gewesen, die Klingen zu kreuzen, um ihm die Waffe aus der Hand zu schocken.
Khan stürmte voran, erst mit einem diagonalen Schlag, dann einem Aufwärtshieb.
________________________
@Tobi:

35

Sonntag, 15. September 2019, 23:35

"Ich würde es begrüßen wenn du mich weiterhin so ansprichst wie du mich vorher angesprochen hast." war ihre kühne Antwort, sie hatte persönlich kein Interesse daran mit irgendwelchen Kosenamen angesprochen zu werden. Gleiches galt schon für Eisprinzessin, Kätzchen, Mieze und was sie sonst schon bereits alles gehört hatte. Da konnte Sie tatsächlich etwas schnippisch werden wenn es einer darauf anlegte - und meistens endete es nicht gut. Eine weitere wissbegierige Frage ereilte die Söldnerin dann als sie die Standpauke hinter sich hatten. "Denk dran dass wir weiterhin in einem Versteck eines Syndikats sind und die Person sicherlich kein Interesse hatte von Uns herumkommandiert oder an der Nase herum geführt zu werden. Und wir hatten gerade eine sehr temperamentvolle Person die den Unmut direkt mal freien Lauf gelassen hatte. Nimm es dir nicht zu ernst... aber wir sollten sowas vermeiden für die Zukunft."

Noire selbst hatte sich dann nach ihrer Anweisung neben ihn gesessen und beobachtete zuerst wie er sich so anstellen würde. Sie gab keine Anweisungen wie er schreiben sollte, dafür sollte er selbst ein eigenes Gefühl entwickeln solange das Ergebnis am Ende stimmte. Hätten Sie auch mehr Zeit oder wären sie mehr Personen hätten sie es an einer Schiefertafel vorgezeigt und dann diese Übung vorgenommen - aber das war bei Kleinkindern besser anzuwenden als hier. Die letzten Paare der Buchstaben waren schon deutlich lesbarer als das, was Sie zum allerersten Mal zu Gesicht bekam und Sie würde Ihn auch noch anhalten müssen dass er daran weiter übt. Doch wichtig war es die Grundlage aller Wörter zu können: Buchstaben. Die Frage als er dann seine Sets an Buchstaben abgeschlossen hatte lies Noire überlegen wie Sie es am besten erklärt. Sie wusste das Rhord das nicht mit Absicht tat, dennoch musste Sie überlegen wie sie es Ihm verständlich rüberbrachte, denn ausführliche Erklärungen brachten hier nur mehr Verwirrung. "Reichst du mir eben die Feder?" war ihre Frage, bevor sie auf einem Blatt Papier einen einfachen Satz schrieb. "Heute gehe ich mit meinen Freunden am Fluss baden und habe Spaß, denn das Wetter ist schön." Und schrieb den Satz drei Mal. Einmal wie er korrekt geschrieben wurde - mit Groß- und Kleinschreibung, Einmal nur mit großen Buchstaben und ein letztes Mal nur mit kleinen Buchstaben. "Wenn du diese Sätze liest, welcher Satz lässt sich am schönsten lesen?" war die Frage der Lehrerin an Ihren Schüler.

@Tobi:

36

Montag, 16. September 2019, 00:54

Da fiel der Seelendämonin ein riesiger Stein vom Herzen, als Florence sich nicht nur beruhigte, sondern sogar erklärte, dass sie es, wenn auch ungerne, akzeptieren würde. Irgendwie hatte sie es also geschafft... Dante interessierte sich nebenbei dafür, was sie mit Amen meinte. "Danke, Florence. Es reicht mir schon wenn der Großteil der uns folgenden Geister mich hasst... oder hassen werden, sobald Amen ihnen von mir erzählt, da kommt es mir nur sehr recht, wenn sich die Anzahl auf dieser Seite nicht erhöhen sollte... Ich konnte mir bereits gut denken, dass er am allerwenigsten damit einverstanden sein wird, nachdem was mit der echten Menhit geschehen war und genau so ist es auch dann gekommen. Er ist geradezu explodiert und die Situation hat sich hochgekocht. Selbst die anderen wurden da mitreingezogen, da sie im ersten Moment es zu leicht aus seiner Sicht aufnahmen. Bei Noire wurde es sogar persönlich. Ich habe versucht ihn mit meinen Erklärungen zu beruhigen, ob es was gebracht hat kann ich aber nicht sagen... Aber selbst wenn er mich abgrundtief hassen sollte, ich werde auch bei ihm versuchen zu helfen, wenn ich kann... sobald ich stark genug bin, um einen Teil beitragen zu können."

Dann drehte sich die Dämonin wieder um und schaute zumindest wieder für ihre Verhältnisse normal. Siradda konnte nicht deuten, ob das nun gut oder schlecht war, aber als sie von "miteinander auskommen" und "was lustiges" sprach, freute sie sich. Für den einen Moment. K-Klasse, wa- Zu spät bemerkte sie die heraufschnellenden Arme, als diese nach der Augenbinde griffen. "Nicht!", schrie die Dämonin schrill - die ersten Leute wollten schon schauen kommen, doch ließen sich von Lauriam überzeugen weiterzugehen - und auf einmal schauten zwei Augen auf die kindliche Dämonin. Und dann schauten die irgendwo anders hin. Und wieder zurück. Manchmal lag auch nur eine Auge auf ihr, während das andere woanders hinblickte. Die dazugehörige Dämonin wurde währenddessen auf beiden Seiten nervöser und panischer. Auf beiden Seiten konnte man selbiges wunderbar ihrem Gesicht entnehmen. "F-f-flo-florenz. Bi-bitte gib d-das w-w-w-wieder her!" Aufgeregt versuchte die Dämonin nach der Augenbinde zu greifen, aber es war nur ein zielloses Herumfuchteln mit den Armen. Wieder auf beiden Seiten. Und es dauerte keine halbe Minute, da sah die Dämonin schon so aus, als könnte sie sich jeden Moment übergeben, während sie hin und her taumelte in einem Versuch sich diese verdammte Augenbinde zu schnappen. Das tat sie allerdings auch in der Geisterwelt und ihre Schwester war nicht so gnädig um sie festzuhalten. Stattdessen materialisierte sie sich für einen Moment hinter Dante und flüsterte ihm etwas ins Ohr. "Geh lieber ein-zwei Schritte nach hinten, ansonsten besteht eine Fünfzig-Fünfzig Chance, dass du gleich das ausbaden darfst, was deine Schwester da gerade begonnen hat."
Kaum hatte sie das gesagt, war die Dämonin auch schon wieder in der Geisterwelt verschwunden.

Währenddessen lief Geist-Siradda taumelnd in eine der Wände - und wurde sofort von dieser abgestoßen. Dies hatte zur Folge, dass für einen Moment Siradda auf der anderen Seite komplett ihre Körperbeherrschung verlor und geradezu nach vorne stürzte, wo grad Florence stand. Das war aber noch nicht alles, denn ihre Übelkeit hatte ihren Höchstpunkt erreicht und noch im Flug begann sie zu speien - wieder in Florences Richtung, ehe sie entweder auf sie oder dem Boden ankommen würde. Oder beides.

Lauriam beobachtete das alles einfach nur. Das war in seinen Augen alles nur Motivation für sie zu lernen damit umzugehen. Viel wichtiger war es all die neugierigen Blicke weitergehen zu lassen. Die einen oder anderen fragten schon, ob die junge Frau - Siradda - denn Hilfe bräuchte, zu diesen er aber nur antwortete, dass es halb so schlimm ist wie es aussieht. Die beiden spielen nur gerne etwas anders als andere Kinder. Er wusste nicht wie er das besser erklären könnte, ohne dass gleich ein paar Wachen in diese Gasse gerannt kommen.

_____

Der Dämon nahm seine Waffe nun mit beiden Händen und stürmte auf die maskierte Gestalt zu. Das erste was diese machte war das Schwert mit der Spitze voran in Richtung des anstürmenden Gegners zu werfen, sobald dieser auf einer kurzen Distanz war, das wurde jedoch mit einem Schlag zerschlagen. Ohne Waffen in den Händen kam der Angreifer ihm die letzten Schritte näher, doch in einer Stadt voller Magier war es wohl nicht schwer zu erraten, worauf das hinauslief.

Dem diagonalen Schlag wurde mit einem Schritt nach hinten ausgewichen, aber noch während der Dämon mit seinem Odachi zum Aufwärtshieb überwechseln wollte, folgte nach dem Ausweichschritt sofort ein weiterer wieder nach vorne. Zur selben Zeit erhob sich die Spitze der zerbrochenen Eisklinge in die Luft und wurde von dort aus in den Rücken des Gegners geschossen. Der Schlüssel dahinter lag, dass in das Schwert mehr Energie als zur Herstellung notwendig gesteckt wurde, damit es beim zerbrechen nicht sofort seine komplette magische Energie verliert und wie jedes andere magische Projektil verwendet werden konnte. Es zerbrach so, sodass es nun im Rücken desjenigen lag, der es zuvor abgewehrt hatte, da dieser bereits wenige Schritte weiter nach vorne gegangen war.

Auf der Front geschah aber auch etwas, denn bevor der Aufwärtsschlag ausgeführt werden konnte feuerte aus der rechten Hand des angreifenden Magiers eine Feuerbrunst, die die beiden Arme des Mannes aus nächster Nähe verkokeln sollten und bezwecken sollte, dass aus Schmerz und Reflex dann die gehaltene Waffe runterfällt - oder zumindest für den Moment nicht erhoben werden konnte. Schlüge das fehl war aber für den Fall bereits vorgesorgt. Durchschlagen werden könnte diese Haut aktuell nicht so leicht, nur die aufgewendete Kraft würde sich in einem Rückstoß - wahrscheinlich wirds ein kurzer, aber auf beiden Beinen beendbarer, Flug nach hinten werden - bemerkbar machen. Nur mit dem Schock rechnete die maskierte Gestalt nicht, der ein schmerzendes Stöhnen verursachen würde... aber bei weitem nicht zur Ermüdung des Kämpfers.

Aus der anderen Hand schoss derweil ein spitzes Projektil, diesmal in Richtung des Kopfes, in dessen Richtung die Handfläche sich auch bewegte. Die Nähe würde auch hier es dem Dämon schwerer machen rechtzeitig zu reagieren.
________

Also war es doch richtig so, dass Tierwandler anscheinend nicht so genannt werden wollen. "Geht in Ordnung!"

Die darauffolgende Belehrung warum diese Standpauke kommen musste war einleuchtend. Wie sie sowas aber vermeiden könnten wusste er auch nicht so recht.

Was später seine andere Frage anging, sollte ihm anhand eines Beispieles gezeigt werden, was an der Groß- und Kleinschreibung dran war. Dreimal wurde derselbe Satz einmal nur mit großen Buchstaben, einmal mit beiden und einmal ohne aufgeschrieben. Die darauffolgende Frage war dann für Rhord, nachdem er einmal alle drei Versionen durchgelesen hatte. Zuerst zeigte er auf die mit nur kleinen Buchstaben. "Bei dem hier finde ich gut, dass alles auf einer Ebene ist."
Dann ging sein Finger auf die anderen Sätze. "Hier ist das nicht so. Dafür hätte ich beim ersten Buchstaben nochmal überlegen müssen, zu welchem kleinen er gehörte, aber das musste ich wegen dem anderen Beispiel jetzt nicht. Beim Rest ging es aber, da die Unterschiede dort nur die Größen waren. Beim Lesen brauch ich nur ein kleines bisschen länger."
Soviel zur normalen Version. Dann ging es aber zu der nur mit großen Buchstaben. "Das ist sehr anstrengend zu lesen. Ich würde derzeit sagen, dass das am schlechtesten ist, die anderen beiden Sätze sind viel leichter zu lesen."

So wirklich schlauer war er nun noch nicht. Aber eines wusste er dann doch: "Ich glaube ich habe noch nicht verstanden, was du mir zeigen wolltest."

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Tobi« (16. September 2019, 19:25)


37

Montag, 16. September 2019, 19:56

Rhord las sich alle drei Sätze durch die Noire an sich mit dem gleichen Inhalt, aber in verschiedenen Schreibweisen auf Blatt brachte und hörte sich seine Meinung an. Es war sicherlich interessant zu sehen wie er das ganze aus seiner Sicht sah. Seine Antwort war ein wenig überraschend, aber nichts was Noire nicht schon einmal von den anderen Kindern gehört hätte. Sie deutete zuerst auf den Satz, der nur aus großen Buchstaben bestand. "Wie du selbst schon gesagt hast: Es ist schwierig zu lesen. Wenn du einen ganzen Brief nur mit solchen großen Buchstaben schreiben würdest, wird man deinen Brief entweder nicht ganz oder gar nicht lesen oder wird Kopfschmerzen bekommen es überhaupt lesen zu wollen." Als nächstes lies sie Ihren Finger zu dem Satz gleiten, den Rhord als "am Einfachsten" bezeichnete - den Satz, der nur als Kleinbuchstaben bestand. "Im Vergleich dazu lässt sich das hier viel angenehmer lesen. Doch ohne einen Großbuchstaben weiß dein Briefempfänger nicht wann du einen Satz abgeschlossen hast. Es liest sich alles gleich. Und dann hätte man die großen Buchstaben ja völlig umsonst erfunden, korrekt?" dann zeigte Sie auf den Satz der 'Korrekt' geschrieben war. "Die großen Buchstaben zeigen wann du etwas neues sagen möchtest nach einem Punkt, dem Ende. Und du hilfst der Person, die deinen Brief erhalten soll, ihn schneller und einfach zu verstehen. Ganz zum Anfang, wo wir uns jetzt befinden, reicht es erst einmal aus dass du den Satz der nur mit großen Buchstaben geschrieben wurde, nicht schön zu lesen ist und so niemand schrieben würde." Sie tippte nochmal auf den "richtigen" Satz. "Warum die Leute jedoch aus einer Mischung von Groß und Klein schreiben und wie man erkennen kann wann man so schreiben sollte kommt aber erst später. Sie nahm ein neues Blatt Papier und reichte es Rhord, während Sie sich seine Buchstaben nochmal ansah. "Auch wenn du es nicht hören möchtest: Wenn man etwas meistern möchte muss man das Wichtigste als erstes meistern: Die Grundlagen. Und dass sind die Buchstaben selbst. Du hast die Buchstaben jetzt immer gleich geschrieben und sie wurden von Mal zu Mal besser. Das ist schon ein großer Erfolg. Jetzt wiederholen wir das. Nur dieses Mal schreibst du sie wechselnd auf."

Sie zeigte was sie damit meinte. Rhord hatte zunächst erst immer erst Zeilen mit dem großen Buchstaben gefüllt, danach Zeilen mit dem Kleinen bevor er zum nächsten Buchstaben ging. Und Noire zeigte Ihm jetzt eine Reihe, in der Groß und Klein abwechseln geschrieben wurde. "A, a, A, a, A, a" - der erste "Test" wie gut jemand zwischen den Buchstaben schon wechseln konnte, auch wenn es immer der gleiche Buchstabe war. Außerdem half es, die Monotonie, immer das gleiche zu schreiben, ein klein wenig erträglicher zu gestalten.

@Tobi:

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38

Montag, 16. September 2019, 21:07

Selbst in dieser verborgenen Seitengasse zog Siraddas plötzliches Geschrei, als ihr die Augenbinde vom Gesicht gerissen wurde, die Ohren neugieriger Leute an. Florence wich dem Gefuchtel der Dämonin ein paar mal aus und sah zu, wie sie langsam grün im Gesicht wurde. Währenddessen wandte sich Dante in Richtung der Stimme um, die ihn vor einem Desaster warnte, doch er sah nichts, so schnell war Aella wieder verschwunden. Er hätte seiner Schwester helfen können, aber... "Ich fürchte, das hast du dir selbst zuzuschreiben, Florence." sagte er und trat ein paar Schritte zurück, um nicht im Zerstörungsradius zu landen.
Florence hörte in dem Moment auf, das lustig zu finden, als Siradda plötzlich auf sie zustürzte. Und obwohl sie eigentlich eine flinke junge Dame war, konnte sie diesmal nicht ausweichen. Das einzige, was sie tun konnte, nachdem sie zu Boden gerissen wurde und ihre Kleider von einer sauer riechenden, warmen Substanz befleckt wurde, war, ihrer neuen "Freundin" fix wieder die Augenbinde aufzusetzen, damit der Schrecken ein Ende hatte. Und obwohl sie nach Erbrochenem stank und zerdrückt wurde, blieb ihre Stimme so gelangweilt wie immer. Sie hatte schließlich schon genug ihrer Würde eingebüßt. "Siradda, würdest du mir erlauben, dein Leiden mit Akkupunktur zu lindern. Aber bitte, geh zuerst von mir runter."

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Wenn man seine Waffen aus Eis herstellte, war es wohl weniger problematisch, sie einfach wegzuwerfen. Aber Khan wusste, das war mehr als nur ein billiger Projektilangriff. Und diese Vermutung stellte sich als wahr heraus. Als der Magier seinem Schwerthieb auswich, hatte Khan noch immer nicht gehört, dass die in zwei geteilte Klinge auf dem Boden landete, also flog sie wohl magisch weiter. Khan duckte sich geschickt unter dem Flammenschwall hinweg und wirbelte dabei mit seinem Schwert nach hinten und erwischte die Klingenhälften mit der flachen Seite seines Schwertes, sodass sie in winzig kleine Splitter zerfielen, die ihm keinen Schaden mehr zufügen konnte. Nachdem er Feuer und Eis entkommen war, täuschte Khan einen Hieb an und schlug dann doch aus einer anderen Richtung, wodurch er seinen Gegner am Arm traf. Doch zu seiner Überraschung grub sich die Klinge nicht in das Fleisch seines Gegner, sie prallte einfach ab. Egal. Die elektrische Ladung, die er beim Kontakt entfesselte, sollte seinen Gegner lähmen.
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@Tobi:

39

Montag, 16. September 2019, 22:19

Allen drei Angriffen wurde ausgewichen, aber der Angreifer war für solche Situationen vorbereitet. Die Haut wurde beim Aufschlag der Klinge nicht verletzt, doch etwas anderes durchdrang den Körper. Elektrizität. Der Dämon konnte ein Stöhnen vernehmen, während dieser nach hinten zurückgestoßen wurde. Aber auch etwas zweites. Ein Schnippsen. Was das bedeutete würde der Schwinger der Dämonenstahlklinge nur drei Sekunden danach merken, in denen sich die magische Energie an drei Punkten um ihn herum plötzlich zusammenzog und an allen drei Stellen dann auch wieder explosionsartig ausdehnte. Der Dämon wurde von diesen magischen Explosionen direkt erfasst und auch wenn der physische Schaden zwar vorhanden war, aber bei weitem nicht fatal, war es das ganz bestimmt was den magischen Schaden anging. Würde er jetzt aufpassen, würde er merken, dass ihm nun etwas wichtiges fehlt.

Was auch immer der Fall sein mochte der Dämon merkte, dass er nicht hierbleiben sollte. Sich in Bewegung setzend, um an dem Maskierten vorbei zu kommen, warf dieser einen Flakon, dessen Inhalt sich wohl in der Umgebung ausbreiten sollte. Sollte, denn an der Stelle, wo der Flakon auf dem Boden aufkommen sollte, entstand ein kreisrunder, leicht in die Höhe gehender Bereich aus Feuer. Hätte dies nicht gereicht wäre darauf schnell noch eine Schutzschicht aus Eis gewirkt worden, doch es war ausreichend. Verblieb nur noch ein Problem.

Der Dämon war bereits vorbeigelaufen, aber die Flucht war zwecklos. Ein Schnippsen später schoss eine Wand aus blauen Feuer vor dem Gassenausgang in die Höhe. Die Flammen waren vom Wirker gut kontrolliert, weswegen sie ihre Umgebung, die Häuser und alles weitere, nicht verbrannten. Doch diesen Dämon, den würden sie nicht verschonen... seiner magischen Verteidgung beraubt war die Effektivität jeglichen Zaubers um ein vielfaches erhöht... oder eher gesagt, der Schutz eines jeden, der den normalerweise verursachten Schaden von magischen Angriffen viertelte, war im Moment für ihn nicht mehr und was das bei solch einer starken Thermomantie bedeutete, das bedurfte keiner Erklärung. Seines Fluchtweges abgeschnitten blieb dem Menschenfresser nichts anderes mehr übrig als auf seinen Gegner zurück zu blicken und unweigerlich zu bemerken, dass dieser mit einem Mal deutlich schneller war als zuvor. Die Distanz zwischen Khan und seinem Gegner schloss sich in Windeseile und eben so schnell war der Kampf für den Dämon dann auch schon vorbei, als sein Fleisch durchbohrt wurde...

Was in dieser Gasse geschah sollte zumindest für den Moment keiner außer den Involvierten erfahren, denn auch der zweite Räuber wurde wenig später ausgeschaltet. Doch auch von dem Kampf würde wenig später nichts mehr zu sehen sein. Keine Leichen, keine Blutspuren, keine Spuren. Zurück blieb nur der alte Mann, der nach dessen kurzen Behandlung besser aufwachen dürfte, als er es bei so einer Kopfverletzung hätte erwarten können.

______

Siradda war gedanklich einfach fertig. Nichtmal, dass sie die Augenbinde zurückbekam half da im Moment nicht viel. Ihr Geist war einfach viel zu sehr durch den Wind. Aber Florence konnte sie dank zweifachen Hören verstehen. Aufstehen war aber keine Option, weswegen sie einfach zur Seite hin von der kleinen Dämonin runterrollte. Weg von diesem Gestank... aber der lag auch auf ihr! Dabei war doch noch Momente zuvor auch so ein schöner Geruch in ihrer Nase... Egal!

"Aaa-al-l-l-les, wa-wes... d-du... m-mö-ckstes." Nichtmal sprechen war nicht mehr zu genüge drin bei ihr. Sie konnte nur einfach dort legen mit dem Gesicht nach oben, während sie in der Geisterwelt im Moment von ihrer Schwester langsam aufgehoben wurde. "W-w-wwwas i-ist... das d-denn?", fragte die Dämonin gleich hinterher, als sie Erlaubnis bereits erteilt hatte. Lauriam wurde derweil über Aella, die die Seelendämonin sogleich ein Stückchen fester festhielt, von Siraddas Zustimmung informiert. Der hatte nichts einzuwenden.

______

Noire erklärte detailliert warum die einzelnen Schreibweisen eher schlecht oder gut waren. Bei der wo alles in groß stand waren sie sich ja bereits einig, aber bei den anderen verstand er dann auch sofort was Noire meinte. "Ja, das ergibt Sinn, also das mit den neuen Sätzen. Okay, das klingt sinnvoll genug für mich für den Moment."

Dann ging es weiter. Warum sie immer wieder betonte, dass er etwas womöglich nicht hören wollen würde, obwohl das gesagte ihn dann nicht im geringsten störrte, wunderte ihn dann schon, mehr im Fokus lag aber ihre Erklärung. Die nächste Aufgabe. Quasi dasselbe nochmal nur im Wechsel. "Wird gemacht!" In Rhords Worten war keinerlei Resignation, sondern immer noch Motivation und so schrieb er brav wie Noire es vormachte nochmal alle Buchstaben ab. Der Wechsel zwischen den Formen viel ihm oftmals nicht nicht leicht, doch wieder begann er bei jedem neuen Buchstabenpaar bei den letzten Versuchen die sauber nacheinanderaufzuschreiben. "Und so sollte ich mir auch merken können, dass die beiden Buchstaben dasselbe bedeuten, aber nur anders aussehen, oder?"

40

Montag, 16. September 2019, 23:23

Rhord’s fehlende Resignation - besser gesagt Langeweile oder sonstige Anzeichen von 'Genervt' zu sein - war doch eine unerwartet gute Sache. Oftmals hatte sie schon bei so einfachen Üben den ein oder anderen Seufzer oder Fragen wie '"Warum denn nur wieder Buchstaben!" was sie - und viele andere in den Söldner - nach dem fünfzigsten Mal hintereinander auch mal zur Weißglut treiben konnte. Doch Rhord vollzog die Übung wie es Ihm aufgetragen wurde und zeigte die ersten Stolpermomente, als er sich mit dem Wechsel der Buchstaben konfrontiert sah. Doch wie immer brachte ein wenig Routine schon die ersten Früchte. Rhord selbst war grundsätzlich schon ein erwachsener Mann - sie schätzte sogar älter als Sie, musste aber gestehen dass sie bis auf Korina niemanden sein Alter kannte. Wie schlecht Sie sich doch tatsächlich kannten. Dass er dann sogar denn Sinn der Übung verstand ließ sie zufrieden lächeln. "Genau. Und es hilft dir ein Gefühl für die Größe des Buchstabens zu bekommen. dabei nickte Sie zufrieden. Sie überlegte wo Sie den Gradwanderungspfad zwischen Schreiben lernen bei einem Kleinkind und einem Erwachsenen ziehen sollte. Das war zwar schon etwas weiter aber sollte als guter Orientierungspunkt dienen.

Sobald Rhord mit seinen Übungen erneut fertig war fertigte Sie eine neue Übung an. Sie schrieb jeden Buchstaben am Anfang der Zeile und lies den Rest frei - so dass alle Buchstaben in Großbuchstaben vorhanden waren. Von A - Z. Sie legte ihm das Blatt vor Ihn. "Als nächstes machen wir eine kleine Testübung. Ich habe hier alle Buchstaben einmal aufgelistet. Deine Aufgabe ist es, zu jedem Anfangsbuchstaben ein Wort zu finden dass dazu passt. Und das schreibst du auf, so wie du es für richtig findest. Solltest du das Wort nicht richtig schreiben ist das nicht schlimm. Es ist nur eine Übung. Ein Beispiel: ...." sie nahm einen Apfel aus einen der im Zimmer stehenden Obstkörbe und platzierte diesen auf Tisch - "Das ist dein erstes Wort was du für das 'A' verwenden kannst. Sie zögerte jedoch kurz, entschloss sich dann aber dennoch zu fragen bevor es eine Übung begann "Ich hoffe du bist mir nicht böse wenn ich dich das jetzt frage und das so unerwartet kommt ... weißt du wie alt du eigentlich bist?" das kam sicherlich überraschend für Ihn nachdem die beiden so fokussiert auf sein Schreibtraining waren aber das wollte Sie nun wissen.

@Tobi: