Sie sind nicht angemeldet.

Night Zap

Veteran

Beiträge: 1 986

Wohnort: Gebels Schloss

Beruf: Shardbinder

  • Nachricht senden

41

Dienstag, 17. September 2019, 09:53

Nachdem Siradda von ihr runter gerollt war, setzte Florence sich erst mal auf und klopfte sich den Staub vom Rücken. "Gut, dann muss ich aber deinen Rücken erreichen können." sagte sie und ergriff Siradda kurzerhand an Schulter um Knie, um sie umzudrehen. Sie hatte zwar die Gestalt eines zierlichen Mädchens, aber sie war doch ein Dämon und damit stärker, als sie aussah. Stark genug jedenfalls, um einen erwachsenen Menschen ganz allein umzudrehen. Dann ergriff sie ihr Plüschtier, das beim Sturz in der Nähe auf dem Boden gelandet war (und an dem zum Glück nur Staub haftete und keine anderen ekeligen Substanzen), wartete jedoch mit dem Herausziehen einer Nadel, als ihre Patientin fragte, was Akkupunktur sei. "Es ist eine Heilkunst aus dem Osten. Durch gezielte Nadelstiche wird der gestörte Fluss der Inneren Energien, der mit körperlichem Unwohlsein einher geht, wieder normalisiert. Keine Angst, es tut nicht weh."
Dabei zog sie bereits eininge lange, sehr dünne Nadel aus dem Nacken des Stofftiers. Lauriam würde doch wohl wissen, dass es Selbstmord wäre, Siradda etwas tatsächlich schadendes anzutun, wegen dieser Annahme zögerte sie nicht unter seinem prüfenden Blick. Durch die Länge der Nadeln konnte man sie auch durch Siraddas Kleidung hindurch einsetzen
"Übelkeit, die sich im Fluss zwischen Magen und Stirn festsetzt." Zwei Stiche, links und rechts unterhalb des Schulterblattes. Die Stiche waren überhaupt nicht tief, kein Tropfen Blut wurde verloren, und wegen der Dünne der Nadeln tat es nicht mal weh. Beim zweiten Stich ließ sie die Nadel stecken. Der Würgreflex begann, nachzulassen.
"Verlust des Gleichgewichts, das normalerweise von der Krone, zu den Schultern, zu den Beinen fließt." Zwei Stiche links und rechts am Nacken, dann rechts und links an der Taille. Beim letzten Stich ließ sie die zweite Nadel stecken. Die Geschwindigkeit, mit der sich in Siraddas Kopf alles drehte, nahm ab.
"Die Störung der Linie vom Herz, über Niere, zur Krone, wenn man in Panik gerät." Ein Stich auf die Stelle, unter der das Herz lag, dann ein ganz leichter über der Wirbelsäule auf Höhe der Nieren, und schließlich ein letzter im Nacken. Weil diese mittleren Stiche so geringe Tiefe hatten, musst Florence die Nadel festhalten, statt sie einfach stecken zu lassen. Die mentale Erschöpfung, die die Aufregung um die gestohlene Augenbinde und das Hinfallen verursacht hatten, ließ ein wenig nach.

Für ein paar Sekunden ließ Florence das so, bevor sie die Nadeln entfernte. "Geht es dir besser? Leider wird es nicht so effektiv sein wie normal, da sich ein Teil deines Unwohlseins auch auf deine Geistergestalt ausweitet."
_______________________
@Tobi:

42

Dienstag, 17. September 2019, 19:49

Als Siradda hörte, wie Florence da etwas von gezielten Nadelstichen hörte, machte sie sich zwar Sorgen, doch da ihr in diesem Moment alles lieber war als ihr jetziger Zustand ließ sie diese Behandlung über sich ergehen. Dass die kleine Dämonin sie so umdrehen konnte war für sie keine Überraschung, war sie ja selbst eine alte Dämonin, die weiß wie viel Kraft so jemand erlangen kann. Nur hatte sie sich damals nie einen stärkeren Körper aufgebaut, sie konnte also noch nicht sagen wie es sein werden wird. Gleiches ließ sich aber auch zu dieser Akkumpunktur sagen und das was mit ihr da geschah... dieses Gefühl... Florence nannte es und wenige Momente später war es entweder verschwunden oder deutlich abgeschwächt worden. Mehr und mehr konnte sich die Seelendämonin entspannen und kam zur Ruhe. "Florence, du bist... so großartig... Danke..." Sie lag einfach nur da und wollte sich keinen Millimeter mehr bewegen. Besonders die letzten Stiche hatten wahre Wunder an ihr gewirkt. Dass es Florence war, wegen der sie letzten Endes in diesen Zustand gekommen war, daran dachte sie gar nicht mal mehr. Es war auch wahr, dass sie wohl wegen ihres Ichs in der Geisterwelt sich noch immer etwas unwohl fühlte, doch das war okay. Ihre Seele beruhigte sich, das war alles was im Moment zählte. Vorallem, sie fühlte soetwas an und in "ihrem" Körper. Alleine das war für sie eine Sensation nach vielen Jahren Geist sein.

"Scheint so, als dass ich diese Stiche falsch eingeschätzt hatte. Dass sie solche Wunder vollbringen können wusste ich jedenfalls nicht.", sagte Lauriam in einen lobenden Tonfall zu Florence, der seinen Wachposten verließ, sobald dieser merkte, dass Siradda sich beruhigt hatte. "Dass du Noire so ungefragt angegangen hattest finde ich zwar nach wie vor nicht gut, doch zumindest jetzt sehe ich, dass es auch einen guten Nutzen für sie gehabt haben könnte." Eine richtige Entschuldigung wollte der Spezialagent nun zwar wirklich nicht aussprechen, aus dem eben genannten Grund, aber zumindest sollte die kleine Dämonin wissen, dass er die Aktion nun auch mehr in einem anderen Licht sah.

Siradda konnte aber, so sehr sie es sich auch wohl gerade wünschte, nicht ewig dort liegen bleiben. Lauriam kniete sich so zu ihr herunter, dass sie nur ihren Kopf heben brauchte, um ihn zu sehen. "So, kleine Prinzessin. Zeit aufzustehen. Oder wollt ihr euer Mahl vor der Abreise noch verpassen?"
Als die Seelendämonin das hörte floss ihr tatsächlich im ersten Moment Sabber aus dem Mund und registrierte dies auch erst einen Moment später, so entspannt fühlte sie sich noch. Sie zog ihn sogut sie konnte zurück und setzte sich zunächst nur auf ihre Beine auf in eine Sitzposition. "Klingt toll... Du meinst was wir besprochen haben... oder?"
Lauriam musste als sie dieses "oder" fragte tatsächlich einen Moment lang überlegen. Es war mittlerweile schon etwas Zeit seit dem Frühstück vergangen und genug Zeit hätten sie noch für beides, wenn sie nicht trödeln... "Sicher, sofern du nach dem eben noch Appetit haben solltest... Aber lass uns erstmal deine Vorrat an magischer Energie auffüllen. Wenn wir es jetzt machen wirst du erst in Alve Acardemia wieder einen Nachschub brauchen und ich schätze auf der Reise werden wir kaum Gelegenheit dafür finden... Was das Essen angeht werde ich heute auch nochmal für dich etwas ausgeben. Aber wie gesagt, gewöhn dich nicht daran!"
Siradda lächelte glücklich als sie das hörte. Sogar eine Träne kullerte unter ihrer Augenbinde hervor. Ihr Gesicht wurde auch rot, als ihre Geisterversion dies mit ihren Augen bemerkte und Aella konnte einfach nur kichern, als sie das mitansah.
"Ich kann es grad nicht in Worte fassen wie viel mir das bedeutet."

Dante und Florence, die möglicherweise überrascht sein könnten was für eine Seite er von sich zeigen konnte, wenn es Siradda war, mit der er sprach, hatte der Spezialagent bevor er mit der Seelendämonin losging, auch noch etwas zu sagen:
"Ihr könnt ja noch eine Weile mit uns reisen, aber ehe wir uns der Grenze Alveheims nähern trennen. Ich schlage vor ihr peilt das dortige Hauptversteck der Schwarzen Hand an, wenn ihr eine Nachricht an uns hinterlassen wollt. Wir werden dort nicht lange verweilen, so wie ich den Außenfürsten dort kenne, aber wir müssen sowieso dorthin wegen ein paar wichtigen Informationen und auch ab und an mal etwas dort hinterlassen. Ansonsten müssen wir wegen einer schnelleren Kommunikation nochmal schauen. Lasst uns das einfach auf der Reise besprechen, okay?"

Wenige Momente später, wo die beiden noch die Chance auf eine Antwort hatten, ging Lauriam zusammen mit Siradda auch schon los. Letztere blickte nochmal mit freudigen Gesicht zu Florence hin und verabschiedete sich mit einem Winken. "Bis später!"

"Lass uns aber erstmal etwas gegen diesen Geruch unternehmen.."
Siradda war zwar eben schon rot, nun begann sie jedoch zu glühen vor Scharm! Und dass ihre Schwester in einem Lachanfall ausbrach machte das nicht besser!

________

Er hatte recht bei seiner Vermutung! Rhord hörte das äußerst gerne!

Dann kam es zu einer "Testübung" und im ersten Moment hatte der Echsendämon das Gefühl, als könnte das ein ziemlich harter Brocken werden. Zu jedem Buchstaben ein Wort mit diesem Buchstaben am Anfang.

Zuvor aber eine Frage, mit der er so nicht wirklich gerechnet hatte. Sein Alter. Da musste Rhord nun erstmal überlegen. "Jahre wie hier draußen gab es dort wo ich aufwuchs nicht, aber es kann gut sein, dass ich so alt bin wie ich derzeit aussehe. Vielleicht aber auch ein wenig älter... Ich denke ich bin jünger als Lauriam auf mich wirkt, aber älter als Korina oder du." Dass er damit genau richtig lag, das konnte er nicht ahnen. Wobei er Noire auch ein Tickchen jünger hielt, als sie es eigentlich war.
"Ich würde raten irgendwas um die 23 bis 25 Jahre? Genauer weiß ich es selbst nicht. Ich schätze darauf sollte ich in Zukunft mal aufpassen, da ich ja offenbar so gut wie gar nicht mehr altern sollte... sofern es keine Hungerphasen mehr gibt. Der Gedanke gefällt mir zwar, vorallem wenn ich manchmal die eher älteren Menschen sehe, aber dass ich nichtmal mein Alter weiß ist irgendwie schon blöd..." Aber wie er das Problem lösen könnte, das wusste er nicht im geringsten.

Dann ging es an die Testübung.
Schon beim ersten Buchstaben musste er stark überlegen. Nicht weil er nicht wusste was das ist, sondern weil er es trotz Noires Worte möglichst richtig machen wollte. Am Ende schrieb er "Abfell".
Danach kam erstmal nichts. Rhord schaute sich jeden Buchstaben nacheinander an, doch er kam einfach auf keine Idee. Ehe er zum "N" kam! Dort trug er "Noier" ein. Und von da an kamen ihm nur weitere Ideen für einige der anderen Buchstaben, wo er überall wie zuvor danach ging, nach welchen Buchstaben es sich beim inneren abspielen anhörte... oder zumindest für ihn. "Corina", "Laoriem", "Rhord" und auch andere Namen wurden - in den meisten Fällen ungewollt abgeändert - verwendet. Da blieben aber noch soviele Lücken! Als erstes wusste er aber drei Sachen einzutragen. "Demon", "Kartze" und "Mensch". Sein Hirn ratterte weiter und spuckten Worte wie "Bluut", "Vlaisch", "Schwert" oder "Esen" aus. Das letzte Wort was er niederschrieb war "Hand". Übrig blieben damit nur die Buchstaben g, q, w, y, z, der unerwähnte Rest wurde irgendwie andersweitig mit meist falsch geschriebenen Namen gefüllt.

"Ich komm nicht auf mehr... Wie siehts aus, war ich trotzdem gut genug?" Sein Blick wechselte von den Wörtern zu Noire und zurück. Er war nervös.


______

Einige Stunden später war der Nachmittag dann auch endlich erreicht. Rhord hatte mit Noire noch etwas weitergepaukt, ehe er für ein wenig Proviant für die Reise sorgte. Noire bot er an mitzukommen, damit sie entweder über die Lehrstunden oder anderen Kram, wenn sie des Lehrens müde geworden sein würde, reden konnten. Sie selbst wollte ja sicherlich auch etwas für zwischendurch haben.

Wie auch immer, zurück bei dem Versteck angekommen sollte es schon bald losgehen. Rhord war der letzte und nach und nach sollten alle dazukommen. Zur Überraschung von einigen waren die letzten, wenn auch nicht mit bemerkbaren Abstand zu den anderen, Siradda und Lauriam. Das neueste "Mitglied" der Dunklen Schwingen wirkte so als würde sie auf Wolke 7 schweben, so fröhlich grinsend hielt sie ihren Magen. Die beiden redeten noch miteinander als sie gerade zur Gruppe dazustießen. "Dieses All-you-can-eat ist wirklich mal etwas geniales. Aber warum hat der Kellner zum Ende hin mich immer wieder so verblüfft angeschaut?"
"Weil er sowie ich nicht wusste, dass so viel Essen in so einen schmalen und dünnen Körper passen kann. Zum Glück hatte deine Schwester mich rechtzeitig vorgewarnt, sonst hätte das noch teurer werden können... In Zukunft musst du entweder besser bald Geld verdienen oder du musst deinen Bedarf runter schrauben!" Siradda ließ sich davon nicht beirren und schaute weiterhin pudelglücklich. Sie hörte Lauriam zwar zu und nickte ihm auch zu, aber sie ließ es nicht zu damit ihre gute Stimmung zu verlieren. "Sorry, dass wir erst jetzt kommen. Wartet ihr schon lange auf uns?"

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tobi« (17. September 2019, 19:50)


43

Dienstag, 17. September 2019, 23:15

Rhord's Antwort auf sein Alter war ein wenig kryptisch. Zumindest der Part als er meinte dass sie als Dämonen nicht altern würden wenn Sie nicht in sogenannte "Hungerphasen" kämen. Das war etwas was Noire so noch nie wirklich weiterhin hinterfragt hatte. Dämonen konnten weitaus älter als sie, einer Angeborenen oder einem normalen Menschen werden, Ausnahmen waren hier die Fuchswandler wie Mutter, die konnten tatsächlich noch ein Stück älter werden als die meisten. Daher sah man Rouge auch Ihr wahres Alter auch nicht an, denn so wie sie aussah benahm Sie sich kein Stück - etwas, was jeder sich wahrscheinlich gedacht hatte aber es nie aussprechen würde ohne seinen Kopf im nächsten Moment zu verlieren. "Da ich 23 bin kann das gut sein dass du tatsächlich ein Stück älter als ich selbst bin. Vielleicht kann Siakin das Rätsel um dein Alter auch lösen wenn er dich so gut kennt. Wir könnten Ihn ja fragen wenn du es wissen möchtest" war ihr Lösungsvorschlag als Rhord schon etwas fragend sein eigenes Alter einschätze und Sie ihres Preisgab, sie nannte natürlich nicht das Alter ihrer Schwester, denn eine Dame ihr Alter ist etwas, was man nicht erfragen sollte - so wird es zumindest oft gepredigt hörte Sie, doch hier hatte sie keine Probleme es einfach zu sagen, immerhin war Rhord "Familie".

Als es dann zu der tatsächlichen Übung kam beobachtete sie kurz Rhord ein wenig gespannt bis er das erste Wort schrieb - er wusste zwar worauf Sie also hinauswollte mit dem "Apfel", aber die Schreibweise war nicht korrekt. Für die restliche Zeit wandte sie Ihren Blick ab um Ihn nicht unter Beobachtungsdruck zu setzten und wartete geduldig ab bis er sein "Ergebnis" präsentierte und - schon fast angespannt nervös - zwischen seinem nun vorgelegten Ergebnis und Ihrem Blick wechselte. Neben einigen Lücken waren viele Wörter zwar nun lesbar - das war immerhin ein Erfolg denn man für den heutigen Tag auf jeden Fall mitnehmen konnte - doch viele Wörter waren falsch geschrieben oder ergaben für Noire erst nach einigem Überlegen Sinn. Und nur sehr wenige Worte waren Richtig geschrieben. Neben seinen Namen "Rhord" waren da "Schwert", "Mensch" und "Hand". Dass er mit ihrem Namen noch nichts anfangen konnte war verständlich, hat Sie Ihn bisher nur ausgesprochen - oder all die anderen Namen wo Sie sich sicher war dass das nicht stimmen würde. "Dir sind für deinen aller ersten Versuch doch recht viele Wörter eingefallen, besonders wenn man bedenkt dass wir bisher nur Buchstaben schreiben geübt haben aber noch keine Wörter." Sie deutete zum einem Beispiel auf das Wort "Abfell" "Das erste Wort soll Apfel heißen oder? Wie dieses Obst hier?" sie hob den Apfel an und wartete auf eine kurze Bestätigung. "Ich weiß zwar was du schreiben wolltest weil ich dir vorgab was ich da lesen wollte aber andere könnten es missverstehen, da es so nicht geschrieben wird. Das war aber auch nicht Ziel der Übung. Ich wollte sehen ob du bereits mit dem Anfang eines Buchstabens ein Wort findest was dazu passt und das hat gut geklappt. Wir werden noch zu dem Punkt kommen an dem wir Wörter üben ... aber nicht heute. Dafür ist es noch zu früh." sie verpackte es Diplomatisch, aber so, dass es nicht demotivierend war. Es kam Rhord zumindest zum Vorteil dass er bereits lesen konnte, das erleichterte die Schnelligkeit schon ein gutes Stück. Doch vom Schreibstand her war Rhord wie ein Kleinkind.

@Tobi:

--------------------------------------

Nachdem die Zeit zum Nachmittag nach einem doch mehr als angedacht umfassenden Lehrplan für einen Tag sich schnell näherte bot Rhord noch an die Vorräte aufzufüllen, wo Noire nicht verneinte. Nicht nur dass sie die Pfeile wieder auffüllen wollte, auch Reiseproviant wie Trockenfleisch, weiteres Obst und andere Kleinigkeiten konnten nicht schaden, daher nahm sie sein Angebot auch an und besorgte gemeinsam mit Ihm noch das ein oder andere Hilfsmittel, bevor Sie sich zum Treffpunkt aufmachten, wo Sie - entgegen Noire's Vermutung - als letzte im Bunde tatsächlich erst Lauriam mit einer viel zu glücklichen Siradda feststellen durften. Nyx und Diana hatten eine Idee warum das wohl so war, besonders nachdem das Wort "Essen" fiel und Sie sich an die sehr interessante Begebenheit von damals erinnerte. Auf die Frage ob sie schon lange warteten war Noire's Antwort eher kühn. "Bin selbst erst dazu gekommen. Und da Ihr die letzten fehlenden wart sind wir wohl auch alle noch pünktlich."

@Tobi: @Night Zap: @Raisen:

Raisen

MiP Meister

  • »Raisen« ist männlich

Beiträge: 5 594

Beruf: me ekko, me win, gg

  • Nachricht senden

44

Mittwoch, 18. September 2019, 20:33

Vada war der erste, der für die Abfahrt bereit war. Pünktlichkeit war etwas, das sich jeder aneignen sollte...aber so war es nicht. Er vergrub seine Hände in den Taschen seines Mantel und wartete darauf, dass alle hier waren und es losgehen wollte. Da kam es ihm...soweit war er noch nie gereist.

--------------

Amen verließ die Basis der Hand und schlenderte einige Zeit durch die Straßen der Stadt. Die Frage, was er hier überhaupt noch machte, schwebte ihm unentwegt durch den Kopf. Waren ihm die anderen überhaupt etwas wert? War es ihm wert, sein Leben für jene auf das Spiel zu setzen, denen das Leben anderer - wahrscheinlich auch seines - vollkommen egal war? Freunde? Waren sie das? Er seufzte und ließ sich auf eine Parkbank nieder. Verloren blickte er in den Himmel und starrte auf die vorbeiziehenden Wolken. Bedeutungslos. All das hier, all diese Leute - sie waren bedeutungslos für ihn...oder?

Warum mussten jene sterben, die es nicht verdient hatten, aber dieser...Haufen lebte einfach weiter, während sich unter ihnen Berge von Leichen sammelten. "Warum nur?!", ärgerte er sich laut, so dass sämtliche Blicke von vorbeigehenden Menschen auf ihn fielen. Er war wütend. Wütend auf Noire, wütend auf Korina, wütend auf Siradda. Warum waren sie alle so? Sie konnten nicht anders? Ein Monster werden, um das eigene Ziel zu erreichen? Ist das, was notwendig war? Mussten Melia und Menhit sterben, weil sie auf dem richtigen Weg bleiben wollten?

"Es gibt nur einen Grund, warum jene wegsterben, die dir etwas bedeuten", sprach ein kalte Stimme in sein Ohr, "Deine Unfähigkeit. Du hättest Melia und Menhit retten können, wenn du stärker gewesen wärst - DU bist Schuld!" Amen zuckte zusammen. Ihm stellte es die Nackenhaare auf und ein kalter Schauer fuhr seinen Rücken hinab. "Kali?", sagte er panisch und sah nach links und rechts, aber er konnte nichts sehen. Dennoch war er sich sicher, diese Stimme nicht aus der Geisterwelt gehört zu haben.

Ein Monster werden, um jene zu schützen, die noch bei ihm waren. War das sein Weg?


----------------

Der Weißhaarige stieß schließlich auch zur Gruppe, die schon auf die Abreise warteten. Er hatte sich etwas Proviant mitgenommen, aber er wusste nicht genau, wie lange die Reise dauern wird, weshalb er einfach ein paar Hände voll von diesem und jenen Zeug eingepackt hatte. Siradda war noch nicht hier, weswegen er nicht wusste, wie das nun weiterging. Er würde sich nicht in ihrer Anwesenheit wohlfühlen, aber damit würde er leben müssen. Ändern kann er es nicht, egal wie viel Krawall er verursachte. Amen warnte jene Geister vor, die er getroffen hatte, und ermahnte sie auch, keinen Streit anzufangen. Wenn sie ein Problem damit hatten - so wie er - dann sollen sie ihr einfach aus dem Weg gehen, anstatt die Konfrontation zu suchen. Siraddas Handeln war falsch, aber im Moment gab es nichts, was sie tun könnten. Keiner war dazu verpflichtet, dem nächsten innerhalb der Schwingen zu helfen - dieser Zug ist abgefahren. Auch für Amen. Dem Jungen begleiteten im Moment nur Brigid, Dasra, Nasatya und Ambika. Das waren seine Freunde.

Schließlich traf Lauriam samt Siradda ein. Dasra und Nasatya verstanden nicht, was das Problem war - sie fragten Amen allerdings, wer die neue in der Gruppe war. "Das ist Siradda", antwortete Amen und beließ es dabei. Brigid war von dem ganzen angeekelt. Ihre Reaktion war derer von Amen ziemlich ähnlich. Ihr bedeuteten die einzelnen Leben der Menschen viel, weswegen sie auch nicht einfach irgendwelche Leute übernommen hatte, um sich ihrer Rache an Melsen zu widmen. Dass sie dann in der Hitze des Moments Amen übernommen hatte, tat ihr im Nachhinein unglaublich leid. Ambika kümmerte das ganze überhaupt nicht. Soll Siradda halt machen, was sie will. "Solange sie uns nicht im Weg steht" waren ihre Worte, wobei Amen nicht deuten konnte, was genau sie meinte. Er selbst schwieg und wartete, dass es endlich losging.


@Soren: @Tobi: @Night Zap:

Night Zap

Veteran

Beiträge: 1 986

Wohnort: Gebels Schloss

Beruf: Shardbinder

  • Nachricht senden

45

Mittwoch, 18. September 2019, 22:29

Zu Florence' Überraschung war selbst Lauriam beeindruckt von dem Effekt, den die Akkupunktur auf Siradda hatte. Aber er wies auch darauf hin, dass er es nicht gut hieß, wie Florence ungefragt das gleiche bei Noire gemacht hatte. "Auch wenn es gut gegangen ist, das war voreilig und unhöflich von mir. Es wird nicht wieder vorkommen." versicherte sie dem Agenten.
Nach einem kurzen Gespräch mit Siradda gab Lauriam ihnen noch einige Details zur Weiterreise. Danach verzogen sich Dante und Florence, denn an letzterer klebte immer noch Erbrochenes, sie musste sich umziehen.

========================================

Eine Weile später versammelte sich die Gruppe bei der SH-Basis. Korina kam zur gleichen Zeit wie die Kletten an, wenn auch aus der entgegengesetzten Richtung. Es gab noch etwas, was sie mit diesen Beiden besprechen musste. "Ich habe eine Theorie, was mit Séamus geschehen sein könnte."
Dante schien daran interessiert zu sein, während Florence sich anderen Dingen zuwandte. "Und was glaubst du?"
"Es geht um meine Tante, eine Zauberin namens Aoife. Sie hat bis vor kurzem in Iridae gelebt. Sie war sehr daran interessiert, dass ich zwei Personen nahmens Alte Traumfliegerin und Alter Lebensräuber finde. Und sie glaubt, dass euer Vater da etwas wüsste. Deshalb hat sie wohl Séamus entführen lassen, um mehr zu erfahren."
Dante machte ein erstauntes Gesicht. "Die Alten... Vater glaubt, dass es die echten waren." Aber bevor er erklären konnte, was er meinte, materialisierte sich plötzlich Nina zwischen ihnen. "Natürlich sind das die echten. Wenn Onkel Lebensräuber geflunkert hätte, wären Nico und Ich wohl kaum so stark geworden."
"Also, nochmal von vorn, ihr wisst also, wer diese Alten sind?"
"Das ist eigentlich Allgemeinwissen unter Dämonen. In den Geschichtsbüchern wird das zwar nicht erwähnt, aber gegen Ende des Kriegs der Verheerung haben sich eine Menge Dämonen gegen den Blitzbringer gewandt. Die Anführer dieses Aufstands waren fünf seiner Generäle, die später als die "Alten" bekannt wurden. Vater sagt, er habe einige dieser Alten gekannt. Die Alten gab es zwar wirklich, aber ich persönlich denke, dass er sich da irrt, dass seine Bekannten einige andere mächtige Dämonen waren, die sich des Ruhmes wegen als diese Legenden ausgaben."
"Ich glaub ja, sie waren die echten. Onkel war so ein netter Dämon bei seinen Verträgen mit mir und Nico! Er hätte nicht gelogen." sagte Nina noch, bevor sie wieder verpuffte.
"Dann will meine Tante also diese mächtigen Dämonen in die Finger kriegen... ja, also das ist meine Theorie mit Séamus. Ihr seht ihn wieder, wenn ich meiner lieben Familie in den Arsch trete."
"Ich habe wohl keine Wahl, als dir fürs erste Glauben zu schenken. So wie sich das anhört, werden wir deine Tante wohl noch konfrontieren."

Florence hatte derweil bemerkt, dass Amen düster drein schaute. Sie erinnerte sich noch an ihre Gespräch mit ihm, vor drei Tagen im Tunnel. Damals hatte er gesagt, ganz abgeneigt war er unartigen Frauen wie den Verbrecherinnen, an deren Seite er bei den Dunklen Schwingen kämpfte, nicht. Die Sache mit Siradda hatte dann aber wohl einen wunden Punkt getroffen. "Ich habe über die Sache mit Siradda gehört." sagte sie zu ihm. "Es war wohl nicht sehr brav von ihr, das zu machen." scherzte sie, fuhr aber schnell fort, bevor er antworten konnte, da er wohl nicht in der Stimmung für Witze über dieses Thema war. "Ehrlich gesagt, ich kann mich auch nicht so recht damit anfreunden, auch wenn die Frau ihre Zustimmung gegeben hat."
_______________________
@Tobi: @Raisen:

46

Gestern, 17:19

Noires Idee war nicht schlecht, aber Rhord hatte das Gefühl, dass Siakin wohl kaum mehr wissen wird. "Wäre er schon vor mir dort gewesen, dann hätte ich es mir vorstellen können, dass er etwas wissen könnte. Er tauchte allerdings erst ein paar Jahre nach mir dort zum ersten Mal auf. Auf unsere Alter kann man da denke ich auch nichts ableiten, denn man sah den meisten Neulingen an, dass sie unterschiedlich alt waren. Das einzige was ich da hätte wäre, dass ich weiß, dass ich mich an keine Zeit erinnern kann, wo ich ein Mensch war, was wohl heißen könnte, dass ich so alt war wie die jüngsten Neuankömmlinge, als ich mutierte. Und die waren in etwa so groß wie ein sechs oder siebenjähriger es auch hier draußen wäre... Ich habe keine Ahnung ob das möglich ist, aber wenn es sich herausfinden ließe wie lange ich schon ein Dämon bin könnte ich vielleicht... nunja... das irgendwie errechnen? Dank meinen Zeiten als Karawanenwache musste ich zumindest das erlernen."
Wobei Rhord hiermit lediglich Addition und Subtraktion meinte, doch das müsste zu seinem Verständnis doch schon reichen...
Aber wie könnte man sowas wie wie lange jemand bereits ein Dämon ist herausfinden? Und vorallem ohne sich maximal verdächtig zu machen?
Er hatte keine Idee.

Noire lobte dann, dass ihm doch so einige Wörter eingefallen war, aber zum Beispiel das erste war falsch geschrieben. Unleserlich, wenn auch diesmal auf eine andere Art. "Zumindest kannst du offenbar nun die Buchstaben erkennen und wie du schon sagtest auch ein paar Wörter finden. Das ist ja auch bereits eine Menge, schätze ich. Danke für die Mühen, die du dir für mich machst!"
Dass sie ihre freie Zeit für ihn so opferte bedeutete dem Echsendämon sehr viel und geduldig war sie ebenfalls! Dies wusste er wertzuschätzen.

______

Es war also kein großes Problem, laut Noire, dass Siradda und Lauriam die letzten waren. Dies war erleichternd zu hören.

Derweil hatten Korina und die (lebendigen) Dämonengeschwister ein Gespräch. Rhord bekam es ebenfalls mit und hatte so einige Fragen. "Sorry, ich habe euer Gespräch jetzt nur zufällig mitbekommen, aber wie soll das Allgemeinwissen unter Dämonen sein? Wo bekommt man sowas beigebracht?"
Selbst ohne seine Isolation konnte er sich nicht vorstellen, wie es Allgemeinwissen speziell unter Dämonen geben soll. Große Familien waren unter Dämonen ja nun auch eigentlich nichts übliches und selbst wenn sie es durch einen Austausch untereinander wissen... "Ich frage weil es ja vielleicht noch mehr Allgemeinwissen gibt, welches ich besser wissen sollte. Achja und wer war das eben? Da war schon wieder jemand, die ich nicht kenne..."

Hier mischte sich dann Siradda ein. Diese hatte die bösen Blicke von Brigid bereits bemerkt, doch da war nicht viel was sie im Moment bereit war dagegen zu machen, hatte sie ihre Erklärung immerhin heute schon zwei Male gegeben und für ein drittes Mal was sie nicht bereit. Das gute Essen hielt sie mitsamt ihrer Überladung noch zu gut in Stimmung, als dass sie sich diese verderben lassen wollte. "Das war Nina. Der Dämonengeist, der in Korinas Waffe war. Sie hatte sich nur eben kurz materialisiert." Materialisiert... Da dämmerte es ihm endlich! "Ach stimmt, sowas gab es ja! Das hatte mir eigentlich schonmal einer aus der Geisterwelt erklärt, aber erst jetzt erinnere ich mich dran. Dann waren die fremden Personen beim Trainingskampf..." Siradda wusste was gemeint war, da ihre Schwester ihr vom Kampf und was alles dort vorgefallen war erzählt hatte! "Geister, allesamt. Auch wenn das keine Materialisierung war, sondern eine Domäne. Ähh... ein Ort wo man leichter etwas mit Geister machen kann... oder wir mit euch." Was die Dämonin damit meinte, darüber musste er erst nochmal überlegen. ""Wir"? ... Oh, fast vergessen. Du bist eigentlich in der Geisterwelt..." So wirklich angenehm war das Rhord nun auch nicht zu wissen, dass diese Siradda da nun irgendwen kontrollierte. Aber sie war so freundlich zu ihm, da fiel es ihm schwer irgendwie abweisend zu sein...
"Danke für die Erklärung. Hat wohl was gutes jemanden zu haben, die sich mit solchen Kram auskennt. Und du scheinst auch bereits aufgetaut zu sein!"

Und da war es geschehen. In dem Moment, wo Rhord sie darauf ansprach war es vorbei mit der Lockerheit. Ihr war es selbst gar nicht aufgefallen und nun wo sie anfing es zu bemerken fiel sie auch in alte Denkmuster zurück mit allem was da zugehört.
"Ää-ähm... j-ja. Aufget-taut! D-d-du ha-hast, äh, vollkom-m-mend recht!" Sie lief einmal wieder rot an und blickte panisch umher. Sie könnte gerade eine Nadel gebrauchen, dachte sie sich, wollte dies aber nicht aussprechen! Der Echsendämon hatte Probleme damit das, also ihre Schüchternheit, zu verstehen. Er konnte nachvollziehen, dass sich jemand mal zurückhalten möchte. Da hatte er eigene Erfahrungen. Hier aber... Immerhin hatte er ja auch nichts gemacht, was andere um ihn herum in Pank versetzen würde. Wie könnte er damit umgehen? Da fiel ihm eigentlich nur ein zu versuchen ihr diese Angespanntheit zu nehmen und das einzige ihm bekannte Manöver hierfür wäre...

"Du musst dir wegen nichts Sorgen machen. Alles ist okay!", erklärte der Dämon seiner Artgenossin, als dieser ihr einen Klaps auf die Schulter gab, doch neben einem kleinen "Autsch.", bewirkte das nicht wirklich was. Bis auf dass er Lauriams Aufmerksamkeit gewann und dass Siradda ihn etwas misstrauisch anblickte. "Sorry, das war wohl etwas zu fest! Aber wenn es dir helfen würde, könntest du mir mehr erzählen? Du bist wohl die älteste Artgenossin, mit der ich bisher sowie jetzt reden konnte."
Die Seelendämonin blickte zwar weiterhin recht vorsichtig, doch sie erkannte Rhords Versuch sie zu beruhigen und auf andere Gedanken zu bringen. In der Geisterwelt klatschte sie sich mit beiden Händen einmal ins Gesicht und sammelte wieder ihre Gedanken. Ein- und Ausatmen. Alles mit der Ruhe... Niemand will ihr was... Bis auf vielleicht Amen und einige der Geister... Nicht daran denken...

Er dachte schon da käme keine Antwort mehr, wobei Siradda aber auch von Moment zu Moment wieder ruhiger wirkte.
"G-gerne, aber wir sollten nicht zu laut dabei sein. Jetzt befindet sich zwar niemand außer uns in Hörreichweite, aber auf der Kutsche wirds mindestens den Fahrer geben... lass uns einfach am hinteren Ende der Kutsche leise reden. D-du musst mir aber sagen über was du mehr wissen möchtest."
Rhord nickte zufrieden.


---- die Fahrt beginnt ----

Wenig später ging es dann auch schon los. Die Dunklen Schwingen passten mitsamt der anderen beiden Dämonen noch geradeso in eine einzelne rein. Es wurde recht eng, doch jeder konnte sich setzen. Auch vorne neben dem Kutschenfahrer durfte jemand sich hinsetzen, was in etwas mehr Platz weiter hinten resultieren würde. Was die Geister anging, diese mussten sich entweder in der Mitte auf den Kutschenboden hinsetzen - was Siradda und Aella machten - oder mitgehen.

Auf ihrer mehrtägigen Reise wechselte der Fahrer der Kutsche bei einigen Zwischenstationen hin und wieder und in dunklen Nächten wurde auch mal bis zum Morgengrauen Rast gemacht. Während diesen Zeiten lernte der Echsendämon so einiges von Siradda, was das Dämonendasein anging. Auch diejenigen, die nahe ihr saßen konnten sie mithören, aber keiner der Kutschenfahrer bekam irgendwas mit. Am interessantesten war für ihn hierbei dieses Ausbrennen. Dass Dämonen irgendwie zu Geistern werden können hatte er bereits gehört, aber das wie war ihm nicht bekannt. Der große Schmerz ist nur ganz kurz da und dann steht man auf der anderen Seite. Auch was Pakte betrifft wurde er belehrt, wurde jedoch auch davor gewarnt bloß niemals als Dämon einen Pakt mit einem anderen Dämonengeist einzugehen, sollte einmal so jemand das aus eigener Unwissenheit oder warum auch immer vorschlagen. Es würde eklig enden, soviel konnte sie ihm prophezeihen. Auch dass es stimmt, dass Rhord eines Tages regelmäßig ganze Menschen fressen muss, bekam dieser bestätigt, nicht wirklich zu seiner Freude. Er muss zwar jetzt auch schon töten, aber zumindest gab es noch Möglichkeiten die Menge einigermaßen unter Kontrolle zu halten. Nachdem dies geklärt war, versank Rhords weitere Interesse an dem Thema fürs erste ins nichts, etwas was Siradda zu teilen nachverstehen konnte.

Doch auch der Rest bekam interessante Dinge zu hören, vorallem während einer der Ruhezeiten, wo der Kutschenfahrer sich abseits der restlichen Gruppe ein eigenes Feuer machte, um den anderen ihre Privatsphäre zu gönnen. Lauriam war kurz vor der Abreise nochmal in das Versteck der Schwarzen Hand gegangen und hatte von dort etwas abgeholt. Zuerst laß er den Bericht nur für sich durch, ehe er einige für die anderen wahrscheinlich interessante Infos verteilte. Das erste, was er herumreichte, war ein Steckbrief auf dem Braigs Gesicht abgemalt war. Die Schwarze Hand hatte hier und da Beweise für einige seiner früheren und boshaftesten Taten auftauchen lassen, doch auch er selbst soll wohl seit seinem Verrat schon sehr aktiv geworden zu sein, was wenig verwunderlich war, gab es ja nun auch nichts mehr, was ihn noch zügeln konnte. Im Bericht stand auch geschrieben, was Lauriam sich selbst schon gedacht hatte: Da Braig lange Zeit eng mit Verfolgungsteams zusammengearbeitet hatte und er deren Mittel in und auswendig kennt, wird davon ausgegangen, dass es lange dauern kann, bis dieser Verräter zur Strecke gebracht wird. Andere Gründe die hierfür genannt wurden war seine Möglichkeit durch die Hilfe von Teufeln in die Geisterwelt flüchten zu können und dass er sehr wahrscheinlich dauerhaft mobil bleiben wird. Zusammengefasst konnte man sagen, dass dies einer der schwierigsten Fälle was Verräter in der Schwarzen Hand angeht, werden könnte.

Was den vergangenen Auftrag anging gab es ebenfalls Details, die sich jeder durchlesen konnte, als einige weitere Dokumente herumgereicht wurden. Es war definitiv nicht die Schwarze Hand, die ihn aus dem Gefängnis geholt hatte. Ferner kam es kurz nach seinem Ausbruch zu zwei aufeinanderfolgende Angriffen in Jonis Vernal. Einmal das dortige Hauptversteck der Schwarzen Hand, wo davon ausgegangen wird, dass hierdurch die Kommunikation mit der Umgebung gestörrt werden sollte, damit Braigs Ausbruch nicht zu früh bekannt wird - und damit, dass da etwas nicht stimmen kann. Doch Grund für die rechtschaffenen Seelen unter ihnen, um sich zumindest teilweise darüber zu freuen, gab es nicht.
Hinter dem zweiten Anschlagsziel konnte sich die Schwarze Hand lediglich eine Racheaktion vorstellen: Das Gasthaus, in dem die sich dort befindenen Mitglieder des Ordens der Erlösung unterkamen. Der Moment der Überraschung schien ausgereicht zu haben, um fast alle sich dort befindenen Mitglieder entweder schwer zu verletzen oder zu töten, wobei sich zu dem Zeitpunkt auch nicht mehr so viele von denen dort aufgehalten haben sollen.

Am Ende des zweiten Tages der Reise geschah dann bei Siradda etwas auffälliges. Sie merkte, wie sie langsam merkte, wie sie sich leicht schwächer fühlte als die Zeit zuvor. Den Grund dafür konnte sie sich bereits denken: Ihr Geist muss konstant magische Energie aufwenden, um die Verbindung zur Seele im Körper aufrechtzuerhalten. Sie hatte das Gefühl bei dieser Rate aktuell nur noch einen weiteren Tag aushalten zu können. Dies könnte sich mit der Zukunft noch ändern, aber aktuell werden drei Tage am Stück ihr Maximum sein. Wie sie das Problem lösen konnte wusste sie aber auch schon. Sie war in der Lage die Verbindung soweit zu schwächen, dass sie noch mit der anderen Seele verbunden war, aber in der Geisterwelt dann leichter mehr magische Energie zurückgewinnen kann.

Geschlafen hatte sie in der ersten Nacht zwar auch, aber als die Verbindung zu "ihrem" Körper geschwächt wurde, schaute es so aus, als würde die Siradda in der materiellen Welt in einen Schlaf fallen.
Wann immer sie ihren Körper von nun an schlafen ließ, ob nun um diesen sich erholen zu lassen oder sich selbst in der Geisterwelt, wendete sie diese Technik an. Letztenendes sah sie es aber dazu kommen, dass sie wohl auch mal einen ganzen Tag ausfallen müsste - da müsste sie dann einfach schauen, wie das mit ihren Einsatzzeiten zusammenpasst, sollte sie eines Tages richtig dazustoßen können.

Irgendwann näherte die Gruppe sich dann endlich der alvheimischen Grenze. Lauriam ließ den Fahrer einmal stoppen, um Dante und Florence die Möglichkeit zu geben sich für den Moment vernünftig zu verabschieden. Wenig später würde es dann dazu kommen, dass sie durch die Grenzkontrollen müssen...

47

Gestern, 23:43

Die Frage nach Rhord’s Alter war etwas, was nicht wirklich gut verfolgt werden konnte, denn auch Ihr Vorschlag sich anderen "Quellen" zu bedienen war nicht wirklich zielführend, da Siakin wohl erst später zu Rhord kam und dann die Zeitspanne zwischen seiner Ankunft und Rhord’s Ankunft nicht wirklich festgestellt werde kann. Von daher blieb Ihr wohl nichts anderes übrig als Rhord’s Schätzung auf Bare Münze zu nehmen, was für Sie jedoch kein Nachteil oder Problem wäre. "Es wäre nur gut wenn du ein Alter hast, was deinem Aussehen nach passend wäre damit du auf so eine einfache Frage besser antworten kannst." war ihre abschließende Antwort.

Dass Rhord sich über das eher schwach gemeinte Lob - es war für Rhord dennoch schon ein guter Erfolg für so kurze Zeit - erfreute Ihn doch sehr, denn seine Worte waren Warm und Ehrlich. Das ... fühlte sich toll an nach so langer Zeit. "Nichts zu danken Rhord ... Immerhin bist du auch Teil der Familie... Und Familie hilft sich untereinander, nicht?"

-----------------------------------------------

Vor der wirklichen Abreise gab es noch einige teilweise doch noch interessante Informationen. Zum einem die Info was wohl mit Séamus passiert sein könnte und einer Geschichte über "Die Alten" - Dämonen die damals im Krieg der Verherrung übergelaufen waren und als "Die Alten" bezeichnet wurden, als auch die Ziele die die Verwandten von Korina verfolgten. Zu denken dass eine fähige Ärztin wie sie - sie war in Iridae sehr bekannt für ihre orthodoxen Methoden die aber sehr hilfreich waren wenn man sich darauf ein lies - sehr denkwürde Ziele verfolgt war nicht undenkbar aber schon sehr besorgniserregend. Womöglich müssen Sie sich auf eine neue Bedrohung einstellen das nächste Mal wo Sie auf Sie treffen. Zum anderen gab es ein wenig Randinfos zu Dämonen als sich Siradda und Rhord unterhielten, bevor zu guter Letzt die Abreise nun hinfällig war und Sie allesamt in die Kutsche reingezwängt wurden.

Diana und Nyx haben sie es auf dem Dach der Kutsche gemütlich gemacht, hatten Sie von dort aus einen guten Überblick, während Noire sich in der Kutsche mehr Schlecht als Recht eingezwängt vorfand. Egal wo Sie jedoch saß, sie konnte Gespräch mitbekommen, egal wo diese stattfanden, gerade auf so kleinen Raum konnte man die Ohren einer Katzenwandlerin nicht betrügen. Die Informationen die Sie dort erhielt waren sicherlich interessant, so hatte sie ein deutliches Spektrum an Dämonenlehre mit. Und auch als Dokumente herumgereicht wurden die Braig und Vorfälle in Jonis Vernal schildeten. Dass der Orden so stark geschädigt wurde lies Noire sichtlich betroffen, gab Sie sich die Vorwürfe zu kleinem Teil, hatte sie Braig doch praktisch in Ihre Arme reingespielt. Nicht zu vergessen seine Rachevendetta während des Auftrags. Es waren keine Tode, die Sie direkt verursacht hatte, doch fühlten Sie sich so an als hätte sie Ihre Hände im Spiel gehabt. Dass er von der Schwarzen Hand nun im großen Namen gefahndet wurde war zumindest ein Wermutstropfen, wobei Ergebnisse sehr lange auf sich warten lassen dürften mit seinem Hintergrund.

Die Meiste Zeit über nutzte Noire jedoch die Möglichkeit sich so weit wie möglich auszuruhen, jedoch "stilles Mäuschen" zu spielen. Drei Tage lang Reise waren nun hinter ihnen, als sie sich der Grenze zu Alvenheim endlich näherten. Hier würde sich zeigen wie "Abgeschottet" dieses Land tatsächlich war.

@Tobi: @Raisen: @Night Zap: