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Night Zap

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Dienstag, 15. Oktober 2019, 23:11

Leider war Dantes Versuch, seinen Gegner mit Fesseln zu Boden zu bringen, ging daneben, da Rhord aufgrund einer Eissäule in seinem weg kein eigenes Seil dazusteuern konnte. Auch die restlichen Magier, die sich noch bewegen konnten, waren zu weit weg oder zu erschöpft, um Nergal zu entfesseln. Als Dantes eigenes Seil von seinem Gegner gepackt wurde, ließ er es sofort zerfallen, damit der Erzmagier ihn nicht einfach zu sich ziehen konnte. Er sah schon, wie Nergal auf ihn zugestürmt kam, und konnte wegen der auch mit Noires Erleichterung schweren Gewichte nicht ausweichen. Eine Möglichkeit wäre gewesen, einen Wall Stacheln aus Dunkelheit vor sich zu erschaffen, durch die Nergal nicht einfach durchrennen konnte, aber Dante fehlte nach dem Anstrengenden Training die Kraft, die Stacheln schnell genug zu konstruieren. Zum Glück lies Noire genau in diesem Moment noch einmal ihre mysteriöse Gravitationsmagie los, Nergals Arme wurden plötzlich nach unten gezerrt und seine Füße kamen kaum noch vom Boden hoch. "Thermomanten, lasst ihn ausrutschen!" rief Dante den Magiern zu, und sie hörten darauf, statt Nergals Wärmegespühr zu blockieren, zogen sie die Feuchtigkeit aus der schwülen Nachmittagsluft, zum Glück hatte die Trockenheit der letzten Wochen heute für ein paar Stunden nachgelassen und ein Gewitter braute sich zusammen, sonst wäre das nciht möglich. Eine Eisschicht bildete sich um den verlangsamten Nergal herum, und Dante formte eine Peitsche aus Dunkelheit, um nach dem Erzmagier zu schlagen und ihn weiter aus dem Gleichgewicht zu bringen. Natürlich war er darauf gefasst, dass Nergal die Peitsche einfach erneut ergreifen würde, deshalb hatte er eine Schwachstelle eingebaut, durch die die Peitsche sofort entzwei gerissen würde, sobald Nergal daran zog.

Falls das, was Kallin da erzählte, der Wahrheit entsprach, dann war dieser Nergal Windbrooke ja etwas wirklich außergewöhnliches. "Er besitzt also einen so ausgeprägten Kämpferinstinkt, dass er sofort jede Stelle schützen kann, an der er gleich einen Treffer kassiert? Und darüber hinaus ist er ein Meister der Kampfkunst UND der Magie? Ganz schön außergewöhnlich, wenn er solch zahlreiche Fähigkeiten besitzt. Ja, fast schon übermenschlich... fast wie ein Dämon."

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Der Punkt, den Korina zu vermitteln versucht hatte, war durchgekommen, aber natürlich kamen auch ein paar Fragen auf. "Ganz ohne ein wenig Schwung aufzubauen geht es wohl nicht, aber großes Ausholen, wenn man seinen ganzen Arm bewegt, das dauert einfach zu lang, da weiß dein Gegner, was du machst. Versuch, es mehr mit dem Handgelenk und mit dem Unterarm zu machen." Dabei streckte sie ihre Hand aus, um Siradda aufzuhelfen.
"Versuch nicht, die auf den einen, großen direkten Treffer zu konzentrieren, der deinen Gegner niederstreckt. Selbst ein bisschen Rüstung, wie meine Leinenrüstung, macht das ungemein schwerer. In einem Zweikampf geht es darum, die Oberhand zu gewinnen und zu behalten, den Gegner jedes mal zu schwächen, wenn er sich offen lässt. Selbst eine kleine Wunde fern vom Körperzentrum kann entscheidend sein. Aber gegen Kämpfer mit einer Stahlrüstung, das ist eine ganz andere Geschichte. Mit einem Schwert kommt man einfach nicht durch Metall durch. Bei denen ist wirklich ein großer, vorbereiteter Hieb nötig, um die Schwachstellen zu durchdringen - aber das kriegst du nur hin, wenn du deinen Gegner schon zu Boden gerungen hast und er wehrlos ist."
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@Tobi:

162

Mittwoch, 16. Oktober 2019, 00:50

Der erbitterte Kampf zwischen dem Meister und seinen heutigen Schülern ging weiter. Nergal hatte es sich schon gedacht, dass die Dunkelheit schon bald aufgelöst werden würde, aber dieses Mal machte er bewusst noch nichts. Stattdessen lief er nach vorne in Richtung dieses einen Mannes, der für die ganze Dämmerungsmagie verantwortlich war. Aber bei seinem tun wurde er unterbrochen. Gravitationsmagie… war das diese Katzenwandlerin? Der Erzmagier spürte wie er nach unten gezogen wurde, aber er konnte standhaft bleiben. Er beobachtete ganz genau. Er sah wie einige der Thermomanten bereits so schelmisch schauten und ihre magische Angriffe vorbereiteten. Wen aber auch sah war dieser Mann, wie er diese Peitsche schwang. Die Waffe war für den Erzmagier, der weitaus schlimmeres gewohnt war als einen Peitschenhieb, nichts bedrohliches, weswegen er den Angriff auf sich zukommen ließ ohne seine Verhärtungsmagie zu aktivieren. Stattdessen bereitete er etwas magische Energie für etwas anderes vor und sorgte er dafür, dass sie sich bei einem Treffer um einen seiner Arme wickeln würde. Den Eisboden beantwortete er einfach mit erhitzten Füßen, der war wirklich nicht das Problem. Augenblicklich ließ er die Peitsche sofort gefrieren, erstmal auf das umfassen der gesamte Waffe fokussiert als auf die Masse und konnte so auch glücklicherweise schnell genug sein, dass der entstehende Riss darin nichts brachte, da das Eis sich zu schnell ausbreitete. Folgen tat die Masse, bis eine Säule aus Eis in seinen Händen war, die er sich aus der kühler werdenden Umgebung und der Kälte unter seinen Füßen bediente. Das Eis selbst konnte er nur teilweise anzapfen, da es fremde magische Energie war, aber es sonderte auch so Kälte ab.

Immer noch auf der Stelle fokussiert konnte der Mann zwar nicht dem Gravitationszauber entkommen. Aber drehen, das war noch möglich und mit einem kräftigen Rundumschlag versuchte er sich jedes Widersachers zu entledigen, der im entsprechenden Radius erfassbar war und im Optimalfall Dante, der an der Hand und am Arm miterfasst werden sollte, mitzuschleudern. Der Teil der anderen Teilnehmer wurde umgenietet, wonach nur noch sechs von diesen standen, die so vorsichtig geblieben waren und dem in der Klemme sitzenden Erzmagier nicht zu nahe kamen. Der Rest bezahlte mit ihrem Übermut. Doch der Erzmagier musste während dieses Manövers auch den einen oder anderen Treffer von deren Projektilen einstecken.


Kallin schüttelte den Kopf bei Florences Vermutung. "Das hatten sich auch schon andere gedacht, aber nein. Dazu ist diese Anwendung von Magie zu hochklassig. Eine Dämonenfähigkeit, die magische Fähigkeiten steigern kann wäre zwar denkbar, aber um diese zu nutzen müsste der Dämon sich erstmal verwandeln. Was Meister Windbrooke offensichtlich bislang noch nicht getan hat."

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Okay, ja. Siradda verstand das nun schon besser. “Ein kleiner Schwung, auf die Zeit achten. Verstehe.” Sie ließ sich aufhelfen und hörte weiter gefesselt der Schwertkämpferin zu. Nicht ein einziger entscheidender Treffer, sondern mehrere kleine. Es muss nicht am Oberkörper sein. Bei Stahlrüstungen muss man Extraarbeit reinstecken, im besten Falle erstmal umschauen und dann es beenden. Die Seelendämonin nickte, um ihr Verständnis zu zeigen. “ Merkwürdig, wenn es um Magie ging fiel mir das verstehen immer schwerer, aber das hier kommt mir dagegen so simpel vor... “ Die Dämonin musste überlegen woran das denn nun liegen konnte. Bis ihr eine Idee einfiel. “Vielleicht ist an dir ja eine Lehrmeisterin verloren gegangen!, strahlte sie Korina an.
Sie versuchte darauf sich sofort daran zu machen zu verstehen wie Korina das mit dem Unterarm und dem Handgelenk meinte, indem sie mit dem Schwert in der Hand und von Korina leicht weggedreht, sodass sie nicht sie auf einmal trifft und anfing ihr Schwert nur durch das Bewegen der beiden Körperteile, aber möglichst nicht den Oberarm, zu schwingen.

Meine Schwünge sind nun kürzer, aber nur so fühlt sich das irgendwie nicht richtig an… O-oder stelle ich mir das nur so vor?
Sie machte weiter und bekam mit der Zeit ein bisschen mehr das Gefühl dafür, indem sie anfing wieder ein wenig den Oberarm zu benutzen, damit dieser nicht so steif wirkte in ihren Bewegungen. Der Fokus lag aber weiterhin auf Unteram und Handgelenk. Aufwärtsschwünge, gefolgt von diagonalen und weitergefolgt mit horizontalen Angriffen. Mit der Zeit begann sie immer mehr den Dreh rauszubekommen. “ Mach ich noch irgendwas falsch?”, fragte sie zur Sicherheit ihre derzeitige Lehrerin. Sie war sich noch unsicher, ob das verstehen denn wirklich so schnell gehen konnte. Im Vergleich zur Magie kam es ihr irgendwie so leicht vor, es war für sie daher einfach schwer davon auszugehen, da sie nicht damit gerechnet hatte.

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Itsuki erklärte was denn eine Angeborene überhaupt sei und auch, dass Scarlet eine ist. Scarlet war interessiert, er antwortete, so einfach war das. Er erklärte was ein Angeborener überhaupt ist, was ihn ausmacht, also die äußerlichen Merkmale, aber auch die Fähigkeiten - den Malus auf die sonstigen magischen Fähigkeiten inklusive - und dass Scarlet Glück gehabt hatte, denn bei einer zu großen magischen Verseuchung kann man auch zum Dämon mutieren. In ihrem Fall erlaubte ihre Angeborenenfähigkeit Blut zu kontrollieren, aber was sie unter den Angeborenen erst recht speziell machte war, war dass sie ihre Fähigkeit auch aus der Ferne verwenden kann. Dass er dieses Wissen damit auch mit dem anwesenden Rest teilte, das war jetzt einfach so. Jetzt verstand Liard auch endlich, was es mit diesem besseren Gefühl auf sich hatte.

Dann wurde das Abendessen aufgetischt, wo auch schon bald nach dem Koch gefragt wurde. Den Part übernahm Scarlet für ihn, mitsamt eines recht zweideutigen Kommentares. Der Angeborene verstand das Zeichen, doch natürlich konnte seine Partnerin die Gelegenheit nicht verstreichen lassen. „Oho, hat der Herr Koch etwa meine Abwesenheit ausgenutzt?“ Am liebsten wollte der Herr Koch ein Messer nach der Frau mit dem schmunzeln im Gesicht werfen, aber er hatte andere Prioritäten. “Vielen Dank, Scarlet! Es war recht stressig das alles zuzubereiten, da bekam ich einen Schreck für nen Moment, als ich dachte auf einmal zu wenig gemacht zu haben. Es scheint aber zu passen.

Aber nicht so, wie er und bestimmt auch Arlene es sich dachten. Ursprünglich war genug da, damit jeder zwei Portionen bekommen würde, jetzt musste aber umgeplant werden. Doch nicht zuvor…
"Bevor noch irgendwer einen Moment warten muss, möchte ich euch allen für euer kommen danken und insbesonders unseren Koch für all seine Arbeit. Guten Hunger!"

Damit war das Essen eröffnet.
Es wurde sich etwas mehr seitens der Indignito-Mitglieder aufgefüllt, da die beiden wussten, dass nachfüllen komplizierter werden könnte, besonders wenn der Genuss im Vordergrund stehen sollte. Zumindest ihr Koch achtete aber darauf, es bei seinem Extra nicht zu übertreiben, damit nur maximal eine Person bei sonst gleichen Portionen nicht leer ausgehen würde.

Arlene hielt zuvor auch sporadisch die Geisterwelt im Auge, während sie weiterhin normal mit dem Rest interagierte. Sie würde Geister sehen, wenn diese sich zufällig in ihr derzeitiges Blickfeld begeben würden, mehr aber auch nicht. Dass sie dies konnte würde sie ihren Feinden nicht so einfach auf die Nase binden. Genau deswegen erkannte sie später auch rechtzeitig, dass eine der Geister auf sie aufmerksam wurde und näher kam. Um eine verratene Reaktion ihrerseits zu verhindern stellte sie also den Nutzen des Geisterweltblicks ein, unteranderem um die verbrauchte magische Energie schnell nachstocken zu können.

Ohne groß zu zögern, nachdem die ersten Bissen heruntergeschluckt waren warf ihr Gastgeber dann auch das erste Thema ein. "Wenn wir schon alle zusammen sitzen, erzählt doch mal von euch und wegen welcher Besonderheit ihr hier seid."
Liard verschluckte sich, als diese Frage gestellt wurde und trank sofort sein Glas Wasser leer, um das herunterzuspülen. Das fing ja gut an mit der Frage. Indignitos Ruf war nicht gerade der allerbeste… und was ist, wenn dieser Amen sie nicht an ihren Gesichtern, aber am Namen erkennt?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tobi« (16. Oktober 2019, 17:23)


163

Mittwoch, 16. Oktober 2019, 17:59

Die Gravitationsmagie hatte ihren Nutzen erfüllt, denn Dante reagierte gegenwärtig genug um sich selbst von der Falle des Heranziehens zu befreien, schien dies aber den Lehrmeistern nicht weiter zu beeindrucken als er die restliche Distanz überbrücken wollte, wäre nicht die Störung von Noire und Nyx gewesen, Sie hatten Erfolg Ihn zumindest daran zu hindern, ging jedoch dieser Kollos eines Hünen einfach nicht in die Knie, konnte sich dagegenstemmen. *Diese Gravitation auszuhalten... Was für ein Monster.* Nyx selbst war bis auf diesen Kommentar gerade ruhig, konzentrierte sie sich ihre Magie über ihren Verbund mit Noire aufrechtzuerhalten. Die Studenten selbst schienen sehr Siegessicher zu sein. Was für ein Fataler Fehler. Sie waren bei weitem noch nicht so weit dass Sie Ihn überwältigten. Bei weitem nicht. Und Noire hatte auch keine Zeit diese selbstgefälligen Jünglinge davon abzuhalten zu nahe zu kommen, war sie in ihrer schon fast kriechenden Position darauf bedacht aufzupassen nicht Ziel eines Überraschungsangriffes zu werden und die Nutzung von Nyx ihrer Magie als Medium auszunutzen. Diana selbst machte sich jedoch bereit in jeden Moment ihren Teil beizutragen. Alles war erlaubt was nicht Lebensgefährlich war, weshalb Noire früher oder später auf die Schießkunst von Diana zurückgreifen muss, Etwas, was auch eine kleine Überraschung werden sollte.

Das Nergal aber weiterhin unbeeindruckt war demonstrierte er ungemein. Die Idee Ihn durch Rutschen zu Fall zu bringen konnte er ohne Schwierigkeiten einfach kontern, daher blieb er - beeinträchtigt - immer noch stehen. Und Dantes Peitschenschlag war nicht nur sehr wenig schädigend, wurde er sogar noch gegen Ihn verwendet - Er bildete Eis, überzog die Peitsche damit, lies diese Schicht anwachsen - Nur um nun die Keule - trotz der Störung von Noire, einmal um sich herum zu schwingen. Sie war geduckt und Nergal groß, sie konnte dem ganzen dadurch gerade noch so entgehen. Weniger Glück hatten jedoch Dante der wohl die Spitze bildete - wobei Sie nicht erkennen konnte was mit Ihm passierte, und die Studenten die ein in die Enge getriebenes Tier unterschützt hatten. Ein kleiner Teil verblieb auf Distanz abseits der Keule, was definitiv die bessere Entscheidung war. Und Rhord?... Schien immer noch außer Gefecht zu sein. Nun war sie da, alleine in der fast unmittelbaren Nähe zu Meister Windbrooke - und erneut wohl das nächste Ziel. *Wenn er aufsteht bevor Rhord handlungsfähig ist war es das für alle, Ihn so zu 'fesseln' wird kein zweites Mal funktionieren. Ich erhöhe die Kraft soweit ich kann damit dieses Mammut zu Boden geht aber das werde ich nur eine sehr kurze Zeit aushalten können. Danach bist du mit Diana auf dich gestellt, verstanden?* *Jederzeit bereit! Ich habe euch so oft enttäuscht, jedoch nicht heute!* Noire gab nur fast stillschweigend Ihr Ok, während der Schwung sicherlich auch ganz schöne Aufregung in den Zuschauerreihen verursacht haben dürfte und auch einiges an Staub von Boden aufgewirbelt hat. Doch wie Nyx sagte, sie hatten nur diese eine Gelegenheit. Eine weitere Chance kriegen sie nicht mehr. Nun mit beiden Händen gleichzeitig schlug sie die Handfläche auf den Boden während sie ihrem Partner in einem schon fast wütenden Ton zuschrie. "Steh endlich wieder auf du Schlafmütze, wir brauchen dich jetzt Rhord!... Bruder!" Genau wie Korina und Amen sah sie Rhord mittlerweile als einen Teil ihrer Familie an, und sie wollte sich auf Ihre Familie verlassen können. Also sprach Sie vollen Herzens mit aller Kraft ihren Hilferuf aus, in der Hoffnung das er seine Zähne im Auge des Gefechts nochmal zusammenbeißt und alles erdenkliche unternimmt um die Chance zu nutzen die sich Ihnen hoffentlich für kurze Zeit bot. Denn wenn Nergal jetzt nicht ein einziges Mal einknickt - beginnt die Jagd von neuem.

@Night Zap: @Tobi:

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Mittwoch, 16. Oktober 2019, 18:32

Dante ließ schnell die Peitsche los, als er sah, wie Frost daran entlangk roch und sich zu einer Säule ausbreitete. Einen Moment länger, und seine Hand wäre miteingefroren worden. Die viele Eiserzeugung hatte die schwüle Luft inzwischen komplett ausgetrocknet, aber mehr als die brüchige Säule brauchte Nergal nicht, um mehrere Teilnehmer mit einem Rundumhieb umzuhauen. Dante war dem knapp ausgewichen, und die Lage schien hoffnungslos, noch immer hatten sie keinen Fortschritt gemacht und Nergal schien nicht mal ins Schwitzen zu geraten. Rhord war anscheinend ohnmächtig und Noire versuchte ihn zu wecken. Da wusste Dante was. Er fokussierte seine Magie und sandte einen silbrigen Lichtstrahl auf Rhord. Dies war kein Leuchten wie der Lichtstrahl, der Nergal geblendet hatte - es war Lichtenergie, jene chaotische Kraft, die Lebewesen antreibt. Eine kleine Spende hiervon hatte die Chance, den zu Boden gegangen Dämon aufzuwecken. Aber mit der Anstrengung vom Training und den Gewichten ging jetzt auch Dante so langsam die Kraft aus, mehr zaubern konnte er wohl nicht.

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Korinas Rat schien bei Siradda anzukommen. Das Lob der Dämonin fühlte sich jedoch an wie ein Stich ins Herz. Während Siradda schon die vorgeschlagenen Schwünge übte, atmete Korina durch einen kaum geöffneten Mund scharf ein. Auf Siraddas nächste Frage erwiderte sie: "Lehrmeisterin? Das... wär ich wohl geworden... Da Kaithlyn bei den Rittern ist, wäre ich wohl die nächste in der Familie gewesen, die den Grausee-Stil weitergibt. Aber dann... du weißt schon, was passiert ist." Sie deutete etwas unbeholfen auf die Rabenklaue an ihrem Gürtel. Dann wechselte sie schnell das Thema, indem sie die Frage beantwortete, darüber ob Siraddas Bewegungen korrekt gewesen waren oder nicht. "Das ist schon gut so. Es ist halt nicht so wie die Schaukämpfe, die man im Theater sieht." sagte Korina hastig. "Du machst das fürs erste schon mal gut."
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Mittwoch, 16. Oktober 2019, 19:22

Vada hatte sich neben Arlene am Tisch platziert und Itsuki und Scarlet ihnen gegenüber. Er hatte keine großen Präferenz, wenn es um die Sitzordnung ging. Den einzigen Vorteil, den er nun hatte, war der, dass er in seiner jetzigen Position Liard und Amen sehen konnte. Der Koch entpuppte sich als Liard und auch wenn Vada noch nicht probiert hatte - beeindruckt war er bereits. Der Dunkelhaarige nickte leicht, als Scarlet einwarf, ob sie denn wissen, wie sich Itsuki bezahlen lässt. Das erste Thema am Tisch war die Frage, was denn ein Angeborener sei, denn Scarlet schien nicht darüber bescheid zu wissen...obwohl sie, nach der Erklärung von Itsuki, eine war. Noch dazu eine mächtige, da sie Blut kontrollieren konnte. Sie bräuchte dafür nicht einmal direkten Kontakt. Das war...stark. Unglaublich stark. Nach dem kurzen Disput zwischen Arlene und Liard, die dem Wortwechsel nach zusammen gehörten, eröffnete Itsuki das "Festmahl".

Liard und Arlene waren die ersten, die sich etwas nahmen...und beide schienen darauf zu schauen, dass sie nicht zu wenig bekamen. Nach den beiden nahm sich Vada etwas, allerdings eine kleiner Portion, denn immerhin waren sie ungeladene Gäste, und auch Amen, der sich daraufhin wieder auf dem Sitzkissen vor dem Kamin setzte. Er hörte den Gesprächen zu, achtete aber auch etwas auf die Geisterwelt, in der die anderen noch damit beschäftigt waren, das Haus zu erkunden. Erst als das Gebettel nach dem Essen auf seinem Teller zu viel wurde, kappte er die Verbindung und konzentrierte sich vollends auf die Menschenwelt. Indra starrte noch eine Weile auf Arlene, ehe sie sich abwandte und sich rechts hinter Vada stellte, wo sie, mit den Armen verschränkt, gegen die Wand lehnte und das Gespräch der Anwesenden lauschte.


"Wenn wir schon alle zusammen sitzen, erzählt doch mal von euch und wegen welcher Besonderheit ihr hier seid.", Itsuki zögerte nicht lange, Vada hatte gerade erst den ersten Bissen in seinen Mund geschoben, und begann sofort damit, zu fragen, warum sie denn hier waren. "Wie schon gesagt, Amen und ich sind hergekommen, um mehr über unsere Fähigkeiten zu lernen und auch um Wege zu finden, wie wir sie verbessern", wiederholte Vada eigentlich nur seine Ausgangserklärung, "Und da wir nicht allzu oft in diese Stadt kommen, wollen wir auch etwas mehr über sie lernen. Wäre doch eine Schande, herzukommen und nichts über Alve Academia zu lernen."

@Soren: @Tobi:

166

Mittwoch, 16. Oktober 2019, 19:53

Scarlet's Frage wurde von Itsuki mit einer Antwort entgegnet. Einer sehr langen Antwort. Und sehr ausschweifenden Antwort. Die jedoch - als sie ihre Verwirrung über einige etwas sehr komplizierten Begriffe kundtat, noch ausführlicher wurde aber in einfacheren Worten, die auch sie nun verstand - sie konnte einfach keinen Zusammenhang erkennen bis Ihr dieser einfacher erklärt wurde. Sie war also eine Angeborene und Sie schien in mehreren Eckpunkten sogar ein besonderer Sonderling zu sein. Nicht nur entging sie einer magischen Verseuchung - etwas, was sie zum Dämon werden ließe und dass wollte Sie nun überhaupt nicht, sie mochte sich so wie sie war und braucht keine komischen Körperteile oder einen ganz seltsamen Körper - zum anderen schien sie auch von sogenannten "Angeborenen"-Merkmalen verschont zu sein, denn sie hatte nichts außergewöhnliches an Ihr selbst festgestellt. Auch war ihre Fähigkeit sehr besonders, nicht nur was sie konnte sondern auch wie sie es einsetzten kann. Ihr hochgeheiligtes, geliebtes Blut war also sehr, sehr wertvoll und dass sie die Künste beherrschte mit dieser Art Leben in Kontakt zu treten, sogar aus der Ferne, war etwas Ungewöhnliches. Damit wurde Arlenes Frage weitaus weitläufiger beantwortet als Scarlet eigentlich wollte, doch ... es störte sie nicht. Das bedeutet nur dass sie sehr stark sein musste und dadurch auch gute Dinge vollbringen kann - Schon wieder "Gut" - Sie kann mit ihren Kräften sich für die Leute einsetzten, die Ungerechtigkeit erfahren würden.

Dass Liard gerade böse Blicke und böse Wörter vorgetischt bekam stachelte aber Scarlet’s Freude über das Festmahl nur mehr an. "Bist du etwa ... eifersüchtig? So süß. So Unschuldig. Du hast Ihn doch sicherlich Zum Fressen gerne" dass sie womöglich in das ein oder andere Wespennest reingetreten war ist Scarlet natürlich in keinster Weise klar. Wie denn auch? Den größten Teil ihres Lebens hat sie in Laborgefangenschaft gelebt und hat die meiste "Logik" über Bord geworfen um zu überleben. Sie handelte einfach nach Instinkt. Und diese Arlene war viel zu Böse gegenüber dem armen Meisterkoch!

Nicht zuletzt wurde Sie gerade aber davon abgehalten noch mehr "Dummheiten" zu begehen, als Itsuki das Festmahl eröffnete und Scarlet sich so gesittet wie möglich den Teller von allem möglichen beladen lies und so gezügelt wie möglich sich etwas von dem Schweinebraten, der Soße und dieser "Krokette" auf die Gabel nahm und langsam genüsslich den "Spieß" von der Gabel abzog. Und wie im siebten Himmel langsam Stück für Stück diese Sensation kaute, während sie mit der freien Hand einer ihrer Backen hielt und nur wie abgehoben genoss. Dass sie gerade den Part mit der Frage über die Gründe was sie hier wollten verpasste und von Vada nur die Hälfte mitbekam war Ihr gerade herzlichst egal.

@Tobi: @Raisen:

167

Mittwoch, 16. Oktober 2019, 21:14

Nergal schaute sich um, um einen Überblick dafür zu bekommen, wie viele Gegner noch standen. So viele noch, nach so viel Zeit war eine zu respektierende Leistung. Der Hauptgrund dafür waren vor allem zwei. Die Katzenwandlerin Noire und dieser Dämmerungsmagier Dante. Dieser Rhord hatte auch seinen Teil mitgespielt, allerdings auch nur ein paar Sekunden rausgeholt.

Doch sie begingen unnötige Fehler, die nur durch das, was sie richtig machten immer wieder geradeso korrigiert werden konnten.

Er wollte schon weitermachen, um einen der Drahtzieher hinter seinen Schwierigkeiten nun endgültig zu Boden zu bekommen, vorzugsweise diesen lästigen Dämmerungsmagier. Um dies zu starten fing er schon an seine Waffe von vorhin wurfbereit zu machen. Aber dann wurde die auf ihn wirkende Gravitationsmagie nochmal ein Stückchen stärker. Bevor ihm seine Eissäule auf dem Kopf fiel ließ er sie vor sich auf den Boden fallen. Sie zersprang. Und nun musste er ausharren. Er hatte zwar theoretisch einen Weg hier rauszukommen, doch er entschied sich entschlossen dagegen. Stattdessen bündelte er magische Energie, um für einen hitzeorientierten Zauber bereit zu stehen.

Musik



Der Echsendämon hörte Noire. Er war wach. Aber er wusste nicht weiter. Wenn seine physische Stärke nicht ausreichte, was konnte er dann beitragen? Er wollte am liebsten Noire schnappen und mit ihr fliehen, doch schätzte er ihren Entschluss kämpfen zu wollen. Und alleine abzuhauen, das kam erst recht nicht infrage. Die Flamme in ihm war noch nicht erloschen, doch schwach. Zumindest bis er Noires Ruf hörte. Ihre Stimme barg so viele Emotionen, die selbst der sonst so simple Verstand von Rhord verstand, insbesonders da er den Wert des letzten Wortes verstand. Bruder nannte sie ihn. Sie wollte ihn kämpfen sehen! Und er liegt hier rum!

Seine Hände vergruben sich im Sand und schlossen sich zu Fäusten zusammen, als Dante begann diese merkwürdige Magie auf ihn zu wirken. Der Dämon begann zu knurren, als er seine komplette Kraft, sowohl die seines Körpers als auch die seines Willens zusammennahm, um zuerst aus seiner Liegeposition hochzukommen, dann sich mit einem Bein aufzusetzen und dann mit dem anderen kurz darauf wieder aufrecht zu stehen. Er atmete ein und aus.

Danke… Schwester…“, sagte er zu der Söldnerin, um ihr für dieses Geschenk zu danken, doch blickte die ganze Zeit auf seinen Gegner und klang entsprechend weniger freundlich, sondern sprach mit einer mehr kämpferischen Stimme.
Ohne weitere Verzögerung rannte er wieder auf den Erzmagier zu, der ihn bereits bemerkt hatte. Durch dessen Fixierung auf diese Stelle konnte er sich gerademal leicht zu ihm drehen, während die Schwinge näher und näher kam. Es entfernten sie gerademal um die sechs Schritte, als der Erzmagier endlich es schaffen konnte zu reagieren und vor seinen Augen einen großen Wall aus Flammen erschuf. Würde Rhord versuchen ihn zu umlaufen würde er einfach den Flammenwall mitbewegen und ewig wird dieser Gravitationsmagie auch nicht mehr anhalten. So war der Plan. Den Rhord zunichte machte, als er geradewegs durch die Flammen sprang und damit zwar so manche Verbrennungen in Kauf nahm, doch genau vor seinem derzeit wehrlosen Ziel stand. Rhord schlug mit seiner Faust zu, das Gesicht des menschlichen Monsters als Ziel gesetzt. Wieder ein Fehler. Sofort begann Nergal seine Verhärtungsmagie an seinem Kopf anzuwenden. Nicht mal seine Nase wird er eindrücken können. Er schaute nur noch zu, wie sein Gegner seinen Fehler dabei war zu wiederholen… bis sich die Faust zu seiner Überraschung öffnete.

Als Rhord seine Hände zusammenballte, kam ihm, ja ihm, eine Idee, als er den Sand in seiner Faust spürte. Er war nicht der kreativste, aber diese Vorlage reichte dann doch für ihn. Der gesammelte Sand flog in die fokussierten Augen des Ratsmitglieds. Der Echsendämon hatte noch immer nicht verstanden, wie der Körper dieses Mannes so hart sein konnte. Aber selbst dann… wenn Sand in die Augen gerät tut das verdammt nochmal weh und Nergals schmerzverzerrtes stöhnen bestätigte ihn, als dieser begann zu versuchen seine Hände zu seinen nun verschlossenen Augen zu bewegen. Wie hart dieser Panzer auch sei, er würde versuchen ihn mit roher Gewalt schon irgendwie zu knacksen. Wenn nicht mit einem Schlag, dann mit mehreren! Das war die Motivation dahinter, als er einem Hieb in die Seite seines Gegners schlug genau dort wo er zuvor noch mit seinem Hammer hingeschlagen hatte… und er prallte nicht ab! Normale Haut! Rhord verstand den grund noch immer nicht, aber er ließ die Situation nicht ungenutzt und ließ eine Serie von weiteren Schlägen folgen, die alle nicht ohne waren, kamen sie doch von jemanden, der schon um die zwanzig Jahre ein Dämon war. Zuerst griff er dieselben Stellen mehrmals an, ehe er bemerkte, dass Nergal dort fester wurde und begann woanders hinzuschlagen, immer mehr willkürlich. Bis es zum Finale kam. Der Dämon holte noch einmal kräftig aus und schlug mit aller Kraft in die Magengrube seines Gegners.

Dieser traf den Erzmagier genauso heftig, wie es aussah. Diesmal fehlte ihm die Luft und… er fiel nach hinten um, wo die Gravitationsmagie mal wieder ihren Teil dazu beitrug. Ein Aufprall und… tosendes Gejubel! Rhord hechelte schweißbadend vor Erschöpfung nach Luft und hob triumphierend seine Faust gen Himmel. Mit der anderen fasste er sich an einer seiner Brandverletzungen.

Es war vorbei…


Oder?

_____

Korina tat Siradda leid. Diese Klinge hat ihr so viel Leid gebracht und das von diesem Vater, der auch Nina in diese gesperrt haben soll. Allein der Gedanke daran ließ in ihr Ekel aufkommen… doch war sie doch kein Deut besser…
Das Lob holte die Seelendämonin aber dann schnell aus ihren Selbstzweifeln zurück.
Ich mache es gut…”, dachte sie laut vor sich hin. Als sie das bemerkte schüttelte sie einfach ihren Kopf, anstatt deswegen wieder mal wegen so etwas in Panik auszubrechen. Da war etwas auf ihrem Herzen, was sie viel dringender loswerden wollte. Wobei sie ihre alten Angewohnheiten auch nicht einfach so ablegen konnte, denn nervös war sie deswegen nun dennoch. “W-w-was heißt hier “wär ich wohl geworden“? So-solange du l-lebst kannst du ihn n-noch immer weitergeben! Oder i-ist das so eine Sache, d-die nur innerhalb der Familie weitergegeben wird?“ Siradda hielt ihren Kopf schief. Das wäre eine Problematik, andererseits… “Hmm…. andererseits… selbst wenn warum sollte das ein Problem darstellen? Regeln lassen sich ändern! Also ähm…“ Sie scheute sich davor es direkt laut auszusprechen, aber wo sie jetzt schon dabei waren wollte sie die Gelegenheit auch nutzen, um vielleicht etwas über den Grausee-Stil zu erlernen, wenn das denn mit Schild möglich ist. Stattdessen schaute sie beschämt in Richtung Boden.
_____

Was dieser schwarzhaarige Angeborene, der nicht Liard hieß, von sich gab war wenig… nunja schon aufschlussreich, doch hatte Itsuki auf leicht andere, neue Informationen gehofft. Was die anderen beiden anging verhielt es sich erstaunlich gleich. “Nun, dasselbe könnte man auch über uns sagen… Wobei es uns mehr darum geht unsere bestehenden Fähigkeiten zu erweitern. Wobei ich nicht ausschließen möchte, dass es Anwendungsmöglichkeiten gibt, die uns noch nicht eingefallen sind. Arlene hier hat beispielsweise nach nur einem kurzen Trainingstripp neue Wege gefunden ihre Fähigkeiten noch vielfältiger einzusetzen. Was ich sagen will, man lernt eben nie aus.

Die Illusionsmagierin nervte es zu hören wie dieser Junge einfach so sie als Beispiel nahm, doch er wusste einfach, wie er sie ruhig halten konnte. Dieses Abendessen hatte nicht nur den Zweck in Itsukis Gunsten zu kommen - oder zumindest dem seines Gaumens - sondern weil er auch ganz genau wusste, dass sie seine Mahlzeiten dem Auslassen gewisser Gedanken vorzog… solange niemand auf die Idee kam es auf die Spitze zu treiben. Was nicht der Fall war. Denn Scarlets Kommentar konnte sie humorvoll nehmen. “Oh liebes, du kannst dir nicht vorstellen, wie oft er schon das Vergnügen hatte von mir verwöhnt zu werden.

Liards zuckte, bei einem emotionslosen Blick, mit einem Auge, während er auf seinen Teller starrte, als er diese Worte von seiner Partnerin hörte. Sie zog es mehr vor sich aus ihm einen Spaß zu machen, anstatt bei Scarlet so anzubeißen, wie sie es sich bestimmt eigentlich gedacht hatte… und der Angeborene musste zugeben, dass er eigentlich sogar bereit war sich für eine gute Sache zu opfern, wenn dies bedeutete dies so fortsetzen zu können. Nur wie? Er hatte noch nie so bewusst Angriffsfläche geben wollen! Oder gabs noch andere Optionen?

Nunja, ähm… ich habe wohl so ein kleines Talentchen dafür! Aber sag mal Scarlet, warum wusstest du nicht was eine Angeborene ist? Selbst unter Bauern kommt der Begriff ab und mal auf, wenn auch nur in meist komplett erfundenen Geschichten. Aber du wirktest eben, als hättest du das Wort zum ersten Mal gehört.

Scarlet war darauf aus Arlene zu reizen. Das beste Mittel dagegen war wohl simpel und einfach den Brandbeschleuniger in ein Gespräch zu verwickeln.

Itsuki war derweil noch ein wenig enttäuscht darüber, dass es kaum Rückmeldungen gab, die ihm das hören ließen, was er wissen wollte. Gut, diese Arlene scheint von alleine ihre Techniken verfeinern zu können, aber er wollte doch gerne etwas über diese Fähigkeiten an sich hören! "Das hört sich ganz interessant an, Arlene. Was hattest du dir denn ausgedacht? Und von dem Rest würde ich auch sehr gerne mal etwas über eure Fähigkeiten an sich erfahren!" Die Blitzmagierin und Illusionistin konnte es sich einfach nicht verkneifen diesem Fuchswandler da in die Parade zu fahren und gleichzeitig zu versuchen ihren Widersachern einenn Stein in den Weg zu legen. "Aber, aber, das hat doch alles seine Zeit. Ich für meinen Teil würde es vorziehen, wenn wir das unter uns besprechen würden, dann könnt ihr für die erhoffte Gegenleistung das zu sehen und hören bekommen, nach dem es euch verlangt. Jedoch...", erklärte sie und wandte sich dann mit einem schelmischen Grinsen zu Vada hin. "... bin ich gegenüber Lehrern immer so langsam was das Lernen und Verstehen angeht, ich kann nicht sagen wie lange wir Herrn Velons Hilfen benötigen werden. Ich hoffe, dass ihr euch genügend Zeit für diese Stadt mitgebracht habt." Arlene steckte viel vertrauen in das Blatt, welches sie und vorallem Liard besaßen. Und desto mehr sie ihre Feinde verlangsamen konnte in ihren Plänen desto besser. Sie wusste dank ihren Beobachtungen des Festplatzes damals in Killius-Stadt bereits über gewisse Besonderheiten der meisten dieser Attentäter bescheid und war soweit auch darauf eingestellt. Wobei es unter den Geistern auch Vertreter gab, die sie damals nach ihren Erinnerungen nicht in Aktion sah... und es fehlte mindestens eine. Die eine, deren Gegenpart noch immer rumläuft...
In den Gedanken der Sadistin begannen sich gewisse boshafte Überlegungen auszubreiten, wie sie das zu ihrem Nutzen verwenden könnte. Eine Möglichkeit blieb dabei auch direkt stecken. Nur... wann will sie diese Karte ausspielen?
Jetzt war es eindeutig noch zu früh, aber ungenutzt wird sie es garantiert nicht lassen. Sofern eben jener Geist nicht doch noch auftaucht.

Liard sah derweil seine Bemühungen bereits jetzt in Rauch aufgehen.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Tobi« (17. Oktober 2019, 18:27)


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Mittwoch, 16. Oktober 2019, 22:38

Noires Ermutigung und Dantes Unterstützung zeigten ihre Wirkung: Rhord erhob sich, und stürmte auf Nergal zu. Selbst ein Wall aus Flammen konnte den Dämon nicht stoppen, aber das, was Nergal am Ende wahrhaft besiegte, war nicht rohe Stärke, eine Disziplin, in der man ihn sowieso kaum übertrumpfen konnte. Nein, es war weder Magie noch Kraft, sondern Gerissenheit: Eine simple Hand voll heißem Sand, der dem Erzmagier so sehr in die Augen stach, dass er nicht rechtzeitig seine Verhärtungsmagie einsetzen konnte, und folglich von einer wilden Folge von Hieben eingeschneit wurde. Ein letzter Treffer tief in die Magengrube, und Nergal Windbrooke ging zu Boden. Dann gab es nur noch eins zu tun.
"Na los! Rennt! Bevor er wieder zu sich kommt!" rief Dante, und begann, in Richtung Ziellinie zu laufen, so schnell sein müder Körper und die erhöhte Gravitation es erlaubten. Wenn Nergal sich nach dieser Tracht Prügel noch einmal aufrappeln konnte, würden sie keine Chance mehr haben.

Florence hatte dem Ende des Kampfes gespannt zugesehen, und eine ungewohnte Menge an Aufregung hatte sich an ihr ansonsten so steinernes Gesicht geschlichen. Als Nergal im Sand landete, konnte man hören, wie sie "Na los... na los!" murmelte. Als sie jedoch bemerkte, wie ihre stoische Fassade zu bröckeln begann, setzte sie sich gerade hin und sagte zu Kallin: "Ah, da sieht man wohl den Nachteil von Herrn Windbrookes Verteidigungstaktik. Eine solche Art, sich zu schützen, lässt einen genau dann im Stich, wenn man am verwundbarsten ist."

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Nach Korinas niedergeschlagenem Kommentar wies Siradda sie sogleich darauf hin, dass niemand sie daran hinderte, einfach zur Ausbilderin zu werden, auch nach dem Tod ihrer Eltern und der Zerstörung ihrer Heimat. "Eigentlich weiß ich das ja. Es ist nur... das alles hat mein Leben ziemlich auf den Kopf gestellt. Es ist nicht so, als hätten wir den Grausee-Stil strikt in der Familie gehalten, meine Eltern hatten zahlreiche Schüler aus allen Teilen der Welt. Es ist nur... hab ich wirklich das Recht, noch die Familientradition fortzuführen nach dem, was meiner Familie wegen mir passiert ist? Und um die Tradition fortzufahren, müsst ich ja sowieso auch selbst Kinder haben, und irgendwie kann ich mir das nicht so vorstellen... keine Ahnung." Korina setzte sich auf eine Bank. Die Nachmittagssonne war inzwischen tief genug gesunken, um nicht nur unter den Gewitterwolken hervor zu lugen, die sich über der Stadt zusammenbrauten, sondern auch, um durch die Fenster der Halle hinein zu leuchten und sie gründlich aufzuheizen. Die Wärme machte Korina ein bisschen schläfrig.
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@Tobi:

169

Mittwoch, 16. Oktober 2019, 23:52

Dante schien eine Möglichkeit gefunden hat sich aus seiner misslichen Lage rechtzeitig zu befreien, denn in einer Ihr eher nicht erwarteten Aktion schien er Rhord anvisiert zu haben, genau in dem Moment, als sie ihren Gravitation durch Nyx soweit verstärkte, dass Nyx sich unnötig stark verausgabte um für einen Moment, der Ihnen einen Befreiungsschlag ermöglichen sollte - wenn Rhord aufstehen würde. Meister Windbrooke selbst, trotz der stärkeren Gravitation immer noch stehend, schien die Eissäule , die er immer noch in den Händen hielt, zum Wurf bereit zu machen, in eine Richtung, die nicht Sie betraf - Es war Dante, denn von dort kam das Licht, dass auf Rhord geschossen wurde. *Los jetzt, ab auf die Knie!* fluchte Nyx, die es nun maßlos übertrieb - doch das hatte endlich Erfolg! Die Wurfwaffe wurde fallen gelassen, er selbst verharrte in der Position. Endlich! Das könnte Nyx jedoch nur noch etwa 30 oder 40 Sekunden aushalten in dieser extremen Situation. Dass war ein Punkt, an der Noire nur hoffen konnte, dass Rhord etwas tat, sonst wüsste Noire nicht mehr was sie tun sollte außer mit Diana gemeinsam Ihn mit Pfeilen zu nerven.

Rhord, der Ihre Worte genau vernommen hatte, erwiderte Ihre Geste, ihren Vertrauensbeweis - mit Taten. Eine Tat, die Noire in dieser Form nicht erwartet hatte. Er rannte kämpferisch, trotz Erschöpfung. Trotz dem Schlag den er kassierte. Er stürmte zielgerichtet auf ihn zu, wo eine nicht unerheblich, zischende Feuerwand begann sich zwischen Ihnen aufzubauen. Nergal wusste dass diese Art von Gravitationseinwirkung nicht ewig halten würde. Daher schien er Rhord aufhalten zu wollen - er war ihre letzte Hoffnung in Ihren Augen. Und was dann passierte, lies jeden der drei den Atem anhalten, auch Nyx, die eh schon mit sich selbst zu kämpfen hatte: Er sprang einfach durch die Feuerwand, egal dass er gerade schwere Brandwunden in Kauf nahm und diese nun auch austrug. Es trennte Ihm von ihrem Jäger keine paar Schritte mehr als er mit seiner geballten Faust auf Nergal’s Gesicht zielte ... und statt zuzuschlagen diese mit einer gehörigen Portion Sand gefüllt in dessen Gesicht und Augen zu werfen - Das war etwas das Meister Windbrooke wohl nicht erwartet hatte, wenn man sein Stöhnen vernehmen könnte. Nicht zuletzt schien Rhord dann zu beginnen den sich mit den Sand kämpfenden Erzmagier erneut mit Schlägen einzudecken - und dieses Mal prallte er nicht unsinnig wahnsinnig sondern es sah wie eine Prügelei unter Gleichgesinnten aus ... Fast wie in Ihrer Familie. Das ganze ging so weit bis ein Schlag das zurückgab, was Rhord als erstes erhielt und eine gefühlt lange Zeit aus dem Konzept geworfen hatte: Ein Schlag in die Magengrube.

Es war wie ein vor wenigen Moment nicht gedachter Traum: Ihr Alptraum, der gerade dabei war Sie als aller erstes auszuschalten und einige der Studenten auf dem "Gewissen" hatte - fiel zu Boden. Das Gejubel war zu hören, auch von Ihrer Position aus, denn so ein Spektakel war wohl nicht alltäglich. So auch Rhord, der völlig erschöpft die Faust gen Himmel reckte und seinen persönlichen Sieg 'feierte' - etwas was Noire gut verstehen konnte, besonders nachdem Nyx Ihre Magie aufgeben musste. *Ich bin am Limit, Verzeih mir.* war ihre Entschuldigung, doch Noire konnte nur verneinen, als Sie sich aufrichtete - schmerzend. *Eure Hilfe ist mehr wert als euch bewusst ist doch ...* *Es ist noch nicht vorbei! Lauf!* Diana nahm Ihr die Aussage aus dem Mund. So auch Dante. Der genaue wusste dass es noch lange nicht ausgestanden war - das gab Ihnen vielleicht ein paar Sekunden? Wenn überhaupt. Denn sobald er wieder sehen konnte - egal mit den Augen oder seiner Thermomantie und aufstand - war es vorbei. Sie musterte nochmal ihre Stimme, so bestimmend und befehlend wie sie diese von Rouge in Erinnerung hatte. "Rhord, Ihr Alle, Lauft! Lauft zum Ausgang! Die, die noch zaubern können, stört seine Thermomantie so stark Ihr könnt mit eurer Thermomantie während ihr geht oder helft damit den anderen zum Ziel! Wenn er uns nicht sieht kann er uns nicht erreichen solange Ihr keine weiteren, lauten Geräusche mehr von euch gebt! Los! Das ist unsere einzige Chance, eine weitere bekommen wir nicht also zeigen wir unseren Lehrer was wir heute gelernt haben und schließen seine Aufgabe mit dem gesteckten Ziel ab!" Kommt schon! JETZT!"

Auch Noire setzte sich in Bewegung nachdem sie winkend den Magier anwies noch ihren Teil beizutragen. Sie hatte ihre Mittel ausgeschöpft. Sie konnte nur hoffen dass Ihr Teamgeist, ihr Einsatz, Würdigung fand. Und sollten Sie jetzt scheitern: Dann kann sie erhobenen Hauptes behaupten dass sie nichts bereut. Sie hatte das getan, was Sie für richtig hält. Doch auch wenn das Feld keine ewiger Weg war, so fühlte sich der Weg bis zum Ziel an wie eine Ewigkeit - dort, wo das Ärzteteam und andere Zuschauer bereits gespannt auf das Ergebnis warteten.

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Raisen

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170

Donnerstag, 17. Oktober 2019, 18:53

Vada war amüsiert über das hin und her von Scarlet und Arlene, als es um Liard ging. Er schwieg und genoss sein Abendessen. Fürs erste, denn nachdem Itsuki etwas gekränkt wegen der Antworten war, fragte er erneut, diesmal direkter, nach, was denn die Fähigkeiten aller seien. Arlene antwortete als erste, wobei sie überhaupt nicht auf die Frage einging, sondern einfach nur darauf hinwies, dass es länger dauern könnte und dass "sie", was an Amen und Vada gerichtet war, hoffentlich genug Zeit für die Stadt mitgebracht haben. Vada lächelte leicht. Er fühlte, dass diese Arlene tiefere Absichten hatte- nein, er fühlte noch mehr. Wäre sie eine normale Frau, gäbe es keine Notwendigkeit, darauf hinzuweisen. Es war, als wolle sie ihn sabotieren. Aber wieso? Vada kannte sie nicht. "Oh- keine Angst, wir haben keine Eil-"

"Tut mir leid, dass ich dich unterbreche, Vada, aber dürfte ich zwei Fragen stellen?", Amen fiel dem Dunkelhaarigen ins Wort. Vada konnte nur in letzter Sekunde verhindern, einen finsteren Blick zu Amen zu werfen, aber er war dennoch sichtlich irritiert. "Ja, bitte?" "Als erstes: Herr Velon, ist es möglich, dass sich zwei Seelen einen Körper teilen?" Amen pausierte kurz, aber nicht so lange, dass Itsuki hätte antworten können, denn er wandte sich zu Arlene, während er im Schneidersitz am Boden auf dem Sitzkissen saß. "Arlene, ich will nicht unhöflich sein, aber kennen wir uns irgendwoher? Ich werde dieses komische Gefühl nicht los", Amen lächelte unschuldig und kratzte sich am Hinterkopf. Es war nicht auszumachen, ob das echte Unwissenheit war oder er wusste, wer Arlene war.

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171

Donnerstag, 17. Oktober 2019, 20:19

Sie hatte nicht erwartet dass diese seltsam wirkende Frau so ... unempfindlich reagierte. Ihre Betonung war jedoch so ... erniedrigend. Das gefiel Ihr überhaupt nicht. Der Arme, Arme, unschuldige Liard. Sie blickte den armen Koch schon fast bemitleidenswert an. Doch war das Essen gerade wichtig, als sie weiterhin verträumt das Essen zu sich nahm und zumindest die Situation zwischen Vada, Arlene, Liard und Amen mit Itsuki komplett überspielte. Bis Sie von Liard aber persönlich angesprochen wurde. Sie blickte Ihn verdutzt an, meinte er das doch jeder Bauer von Angeborenen in Irgendeiner Form gehört hätte. Nicht zuletzt legte Sie den Kopf schief, überlegte wie sie darauf antworten sollte. Zumindest kurz, denn sie war zu Ehrlich für Sich selbst, kannte das Wort "Lüge" nicht, noch nicht zumindest. "Nun ... Vor meinen Augen wurden meine Eltern umgebracht, ich entführt und habe gaaanz viele, schmerzhafte und böse Experimente in einem ganz tiefen, dunklen, Gefängnisses mitmachen müssen. Ganz Lange. Gaaanz viele Jahre. Ich weiß nicht mal wie lange! Und immer wieder haben wir uns gegenseitig bekämpfen müssen. Töten oder getötet werden. Also habe ich getötet. Um wieder Schmerzen zu erleiden. Bis ich einfach .... Die Bösen, Bösen, Männer in Weiß die mir und all den anderen so viel Schmerzen bereitet haben ... Einfach getötet hatte! So schön wie sie umfielen. Und all das schöne, rote Gold aus Ihnen herauslief. So schön warm. Und so schön flüssig. Und ... dann bin ich einfach weggelaufen... dass sie fröhlich kichernd wie ein kleines Kind gerade die Stimmung am Tisch komplett über Bord warf konnte Sie nicht wissen - und Liard ja auch nicht was er da für ein Wespennest gerade entfacht hat. Und als hätte sie einen Geistesblitz gehabt, reagierte sie sogar noch auf Arlene‘s niederschmetternde Antwort, jedoch an Liard gewandt."Du Armer, armer, kleiner Mann... So ein guter Koch ... Und bei so einer bösen Hexe in Gefangenschaft! Nein... Böse und Gut gibt es ja nicht wie Schwarz und Weiß ... also... Ist sie denn eine böse Hexe? Macht Sie dir Angst? Möchtest du überhaupt bei Ihr bleiben?" dass sie gerade Liard in eine sehr weitaus gefährlichere Situation brachte war Ihr - wie Immer - nicht bewusst.

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172

Donnerstag, 17. Oktober 2019, 23:11

Nergal Windbrooke war am Boden. Endlich. Rhord war so sehr auf diesen Gedanken fokussiert, dass er im ersten Moment gar nicht realisierte, dass Noire ihm und dem Rest etwas zurief. Abhauen… ja… Er drehte sich um, während die Katzenwandlerin noch zu allen sprach, insbesondere zu den Theromanten und rannte was das Zeug hielt.

Kallin war währenddessen an der Seitenlinie sichtlich erstaunt. Er hatte nicht mit diesem Verlauf gerechnet. Wie auch immer… "Ts und so schnell kann man den sicheren Sieg riskieren. Ihre Leistung in allen Ehren, aber niemanden abzustellen, um Meister Windbrooke am Erholen zu hindern war fahrlässig. Diese Thermomanten sind auch bereits mitgenommen, während Rhord bewiesenermaßen noch Energie übrig hat."

Eben jene Thermomanten hörten auf ihre derzeitige Kommandantin. Es hatte sich bisher alles bezahl gemacht, also wieso nicht? Sie versuchten sich zuerst an einen Eiszauber, um ihren Gegner am Boden liegend unter einer Eisschicht für kurze Zeit einzusperren. Aber sie hatten zuvor all die kühle Luft in der Umgebung aufgebraucht. Blieb noch Feuer, das zum Käfig geformt zwar nicht optimal war, aber ausreichen sollte. So zumindest ihre Vorstellungen. Der am Boden liegende Erzmagier öffnete nämlich wieder seine Augen, gerade als der Flammenkäfig dabei war sich zu schließen. Während der einseitigen Prügelei mit Rhord hatte er seine Selbstverstärkung abgeschaltet, nur um sie nun wieder zu aktivieren. Nun aber auf einer höheren Stufe. Er war erschöpft und würde dies nicht alzu lange mehr durchhalten. Aber er wusste auch: Er würde ebenso wenig lang nicht mehr brauchen.

Mit seinen Händen stützte er sich am Boden ab, während er sein Gewicht beim hochstemmen auf seinen Oberkörper verlagerte, um so in einen halben Handstand zu geraten, nur um dann sich mit viel Kraft vom Boden abzufedern und nach vorne zu springen. Dadurch durchdrang er die Flammen, die ihm ebenso wie Rhord Brandwunden zufügten, stand dafür aber nun außerhalb seines Gefängnisses und mit nur einem Satz auf beiden Beinen. Dass er dank seiner Selbstverstärkung höher abheben konnte verhalf ihm zusätzlich zu einer unproblematischen sauberen Landung.

Rhord sowie alle anderen konnten das Aufstampfen auf den Boden klar hören. Anstatt sich umzudrehen rannte der Dämon aber einfach nur weiter. So schnell er konnte. Und das war auch besser so, denn hätte er sich umgedreht hätte er einen Blick gesehen, der ihn noch in seinen Träumen verfolgt hätte. Motiviert und kämpferisch, sowie ein aggressives Grinsen im Gesicht.

"Oh… Es ist aus. Meister Windbrooke fühlt sich motiviert. So wie ich ihn kenne wird er nun anfangen mehr aus seiner Magie rauszuholen, als sonst, bis sein Körper nicht mehr mitmacht." In einer ernsten Situation hätte man wohl auch „Wille“ dazu nennen können, aber das wäre in so einem vergleichsweise unwichtigen Kampf unnötig riskant.

Nergal visierte mit einer seiner Handflächen Rhords offenen Rücken an, während er mit seiner anderen Hand die letzten Sandkörner entfernte. Der Großteil seiner Konzentration galt es nun seine Geschwindigkeit zu erhöhen, sprich die Kraft in seinen Beinen. Was eine zu hohe Geschwindigkeit bedeutete war ihm bewusst. Wie auch immer. Er wusste, dass für ihn kaum eine Gefahr bestand, auch wenn er versuchte unter seinem Limit zu bleiben. Er schnellte hervor und der Echsendämon realisierte erst, dass dieses Monster ihm so schnell so nahe kam, innerhalb von fünf Sekunden, als er am Rücken berührt wurde und kräftig auf den Boden gerammt wurde. Er rutschte noch ein wenig mit vielen Schmerzen auf diesem Sandboden mit, da Nergal ihn offensichtlich als Bremse missbrauchte, als er sich weiterhin an ihn festhielt und während dieses Rutschens dadurch verlangsamt wurde. Ohne einen Moment zu verlieren, fuhr Nergal fort mit den nahestehendsten Thermomanten, diesmal aber mit einer mehr kontrollierbaren Geschwindigkeit, da der Abstand nun geringer war. Und nachdem er diese Ziele ebenfalls aus dem Weg geräumt hatte waren seine nächsten Ziele diese beiden Störenfriede. Er wusste, sobald er sie aus dem Weg hat, dass er kaum noch seine Magie benötigen wird. Wieder visierte er jemandes Rücken mit seiner Handfläche an und machte sich bereit wieder in eben dieser hergestellten Linie hervorzupreschen. Allermindestens wollte er vor Noire landen, sollte diese seinen Angriff voraussehen und schnell genug ausweichen können.

Es fehlte grade mal noch zweifünftel des Weges für die meisten von ihnen. Über der Hälfte waren sie mittlerweile alle. Noire und Dante bildeten derzeit die Spitze.

Kallin bemerkte derweil etwas. "Hmm… vielleicht haben sie doch noch eine Chance. So oder so, alles dürfte sogleich entschieden sein."

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Siradda konnte bei dem, was Korina erzählte zuerst nichts zu sagen ehe sie ihren Kopf verneinend schüttelte. “I-ich denke nicht, dass du so hart m-mit dir ins Gericht gehen solltest. Von dem was ich mitb-bekommen habe hast du deiner Familie rein gar nichts aus eigenem Willen angetan. Ninas Vater ist daran schuld. Alles was danach kam… es ist dasselbe wie bei mir. Auch ich tat alles, was von mir verlangt wurde, um zu überleben…“ Siradda wollte sich nicht daran erinnern, aber… sie wusste noch ganz genau, was ihre Schwester ihr einst erzählte. “Alles…“, murmelte sie gedankenverloren vor sich hin, fasste sich dann aber schnell wieder. “Sieh es so, willst du denn, dass deine Familientradition wegen diesem Typen, der dir all das angetan hat zugrunde geht? Könntest du, wenn du all das überleben würdest und bis zu deinem zeitlichen Tod es nie tätest sagen können, dass du das richtige gemacht hast? “ Siraddas Blick wechselte von “besorgt“ auf “traurig“ blickend. “Ich fürchte für mich sind die Dinge, die ich am liebsten umkehren würde niemals erreichbar gewesen… zu keinem Zeitpunkt… aber du hast noch immer die Möglichkeit etwas zu machen. Selbst wenn du nicht mehr stolz sein kannst, du könntest jemand anderen beibringen sich stolz fühlen zu können…

Dann blickte die Seelendämonin nervös hin und her, ehe sie vorsichtig wieder auf die Schwertkämpferin blickte. “N-nun… um die Wahrheit zu sagen w-würde ich gerne etwas m-mehr über den Kampfstil de-deiner Familie erfahren…“ Jedoch… “Aber wenn ich darüber nachdenke, bin ich wohl kaum die Art Person, der du sowas beibringen wollen würdest… Immerhin bin ich quasi Mitglied bei einer Verbrecherorganisation, eine Körperdiebin und ich kann mir nicht vorstellen, dass deine Eltern darüber glücklich wären, würdest du eine Dämonin unterrichten…“ Siradda blickte bedrückt auf den Boden. Ja… Korinas Eltern waren sicher bestimmt gute Personen, die ihre Lehren niemals an etwas so bösartigen wie sie weitergegeben hätten… “T-tut mir leid. Mach dir wegen meinen dummen Gedanken keine Mühen. Ich hätte das nicht mal fragen müssen…

Sie wurde still. Jemand wie sie sollte nicht einmal auf die Idee kommen ihre Hände an sowas wertvollen, was bestimmt nur den aufrichtigen Herzen bestimmt war, zu bekommen… Ihre gehörten da garantiert nicht dazu… In ihrem Selbstmitleid begann sie zu zittern, schaffte es aber noch Tränen zu verhindern. Dabei bemerkte sie gar nicht, dass jemand näher trat. Oder besser gesagt gleich zwei Personen. "Sag bloß es ist nicht gut gelaufen…“ Überrascht von der ihr vertrauten Stimme schaute die Seelendämonin auf. Yuria! Und Leo! Ihre Augen funkelten die beiden, was nicht zuletzt den zurückgehaltenen Tränen zu verdanken war. “N-nein! D-das ist wegen was anderem! P-p-persönlichem! Nichts wo-worüber ihr eu-euch Gedanken machen müsst!“ Die beiden schauten sich an, nur um sich dann zuzunicken. "Ist okay, Siradda. Immerhin sind wir eigentlich noch Fremde für dich. Wollen wir dennoch jetzt weitermachen? Oder ist die Luft raus?“ Mit großen Augen schaute die Dämonin den Studenten an. Kein nachhacken, sondern reine Freundlichkeit. Sie durfte sich nun nicht drücken! "Nein! Ganz bestimmt nicht!“ Theo nickte, ehe er wieder zu Yuria hinüberblickte, ehe die beiden gleichzeitig zu einem schelmischen Blick wechselten. "Das höre ich doch gerne! Weißt du Siradda, Theo und ich wurden uns eben bei etwas einig. Du benötigst Krafttraining und davon eine Menge! Und zufällig stehen vor dir zwei Schüler des Experten desjenigen, der sich damit am besten auskennt.

Ein tiefer Schlucker war zu hören, ehe Siradda auf dem besten Weg war zu lernen, was ein Muskelkater ist. Wenn auch weniger brutal als es momentan woanders stattfand wurde sie durch viele Übungen gezogen, wo sie bei jeder einzelnen dachte, dass sie an Erschöpfung sterben würde.

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Vadas Antwort wurde jäh unterbrochen, als dieser Amen ihm dazwischen quatschte. Arlene bemerkte die aufschäumende Abneigung in den Augen des Jungen, die dieser noch gerade so nochmal runterschlucken konnte. Es war schön anzusehen, während sie mit Vergnügen ihren Teller leerte. Amen hatte zwei Fragen, wovon eine an Itsuki ging und eine an sie. Der Gastgeber durfte zuerst antworten. Dieser wusste auch sofort eine Antwort darauf. "Ist es. Ein Geist kann in dich hineinfahren und sogar kurzzeitig die Kontrolle über deinen Körper erzwingen oder aber du kannst ihm erlauben dich zu übernehmen. Auch kann es sein, dass ein Dämon, der durch einen Pakt jemanden übernommen hatte sich dazu entscheidet den ehemaligen Besitzer nicht zu vernichten, sondern ihm “erlaubt“ zu bleiben. Wobei es fraglich ist, ob jemand das überhaupt will, so gefangen zu sein in seinem ehemaligen Körper und wehrlos das miterleben zu müssen, was der Dämon macht…" Itsuki überlegte kurz. Ja, das könnte er auch erwähnen, auch wenn… "Es ist nur eine Theorie, da es meines Wissens nach noch nie vorkam oder zumindest festgehalten wurde, aber es wird davon ausgegangen, dass ein Dämon auch seinem ehemaligen Wirt gestatten kann die Kontrolle wieder zu übernehmen. Allerdings dürfte der Dämon in der Lage sein dem Besessenen diese Kontrolle jederzeit wieder zu entziehen… Beantwortet das deine Frage?"

Kurz darauf, sobald Amens Wissensdurst zu dem Thema gestillt war, fand die Illusionistin, dass sie vielleicht mal eine Antwort geben sollte. Doch war sie an der reinen Wahrheit nicht interessiert und da sie das Lügen von klein auf gelernt hatte… “Oh, denkst du das? Hmm…
Sie schaute den weißhaarigen Jungen für einige Momente an, als würde sie versuchen sich an etwas zu erinnern. “Nein, keinen Schimmer. Wer weiß vielleicht hast du mich nur zufällig mal in einer Stadt gesehen? Oder verwechselst du mich mit jemanden?

Solange noch keiner etwas bemerkt hatte wollte sie unerkannt bleiben. Das machte es leichter möglicherweise auch an ihre Beute zu kommen… Dann kann sie ja immer noch diese Trottel auf ihre Art und Weise ausschalten.

Liard hatte übrigens nicht mit sowas gerechnet. Nicht im Geringsten. Auch Arlenes Aufmerksamkeit gewann Scarlet mit ihrer Lebensgeschichte. Er fühlte Mitleid, aber noch viel mehr… sein Gefühl, dass diese Frau gefährlich war bestärkte sich nur noch mehr. Aber wer zwischen den beiden war schlimmer? Scarlet klang so, als würde sie gezielt auf die Bösen gehen, aber wirkte unkontrolliert. Arlene behandelte sogut wie jeden was das anging gleich. “Gut“ und “Böse“ interessierten sie nicht, was sie aber auch zu einer Gefahr für Unschuldige machte. Sie war mehr die Art Person, die zielorientiert handeln würde… wobei dieses Ziel je nach Lage wechseln kann von “Beute“ auf “Vergnügen“. Liard bemerkte bei all diesen Gedanken gar nicht, dass er lächelte, als Scarlet fortfuhr und sie sogar lobte! Aber gleichzeitig… oh nein… “Das stimmt ni-

Oh, mein langjähriger Kollege, denkst du so etwa über mich? Wie schrecklich! Es zerreißt mir wirklich mein Herz.“, gab sich die Blitzmagierin theatralisch traurig, ehe sie anfing die Sadistin raushängen zu lassen. Liard versuchte zuvor aber noch sich einzubringen: “Das ist ein Missverständnis! Nehmt das alles doch nicht so ernst und lasst uns einfa-“ “Scarlet, deine Geschichte hört sich wahrlich tragisch an. Nur…“ Arlene begann zu kichern. “… bist du dir sicher, dass du nicht eher dein Spiegelbild eine bösartige Hexe nennen solltest? Wobei “Geistesgestörrt“, “gemeingefährlich“ und “verstandlos“ mir auch in den Sinn kommt, wenn ich dich so sehe und höre. Oder hast du etwa noch nicht gemerkt, dass du zu einem Freak geworden bist, die am besten sofort wieder weggesperrt werden sollte? Ich frag mich ja, ob deine Eltern dich so noch lieben könnten.

Liard sagte nichts mehr dazu. Er sah die Situation als verloren an. Stattdessen schaute er zu Itzuki. “Ich hab mein bestes gegeben, aber wie ich sagte… Meine Kochkünste sind kein Allheilmittel. “ Bei einem zweiten Gedanken, wollte er zumindest noch ein paar Worte zu Scarlet sagen. Für den Fall, dass sie bereits hochkonzentriert auf Arlene schaute, schnippste er sogar oder würde kurz zu ihr gehen und sie antippen. Nur um ganz sicher zu gehen, dass er nicht ignoriert wird. “Vielen Dank für das Lob. Was dir wiederfahren ist stelle ich mir als unvorstellbar vor, nur… ich meine das wirklich nur gut für dich, aber du solltest vielleicht mal darauf achten wie du auf andere wirkst… Deine Wortwahl, dein Kichern. Ich weiß nicht, ob du eigentlich normal auf andere wirken möchtest, aber wenn ja, dann wird das so nichts.

Dann wurde er wieder still, ging falls er zu ihr hingehen musste zurück und hörte für den Moment nur noch zu. Ein Donnergrollen war draußen zu hören.

Night Zap

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Freitag, 18. Oktober 2019, 10:43

Kallin hatte Florence' Kommentar über den Schwachpunkt von Nergals Stil gekonnt ignoriert, und bemängelte stattdessen, dass die Teilnehmer nicht darauf geachtet hatten, einen Aufpasser bei dem Erzmagier zu lassen. "Wenn er nach all dem noch aufstehen kann, wird wohl niemand von seinen erschöpften Gegnern in der Lage sein, ihn daran zu hindern, oder?" fragte sie also.

Dante drehte erschrocken seinen Kopf, als er das Geräusch von etwas schwerem hörte, das im Sand landete. Nergal war wieder auf den Beinen, und er hatte bereits Rhords Gesicht mit dem Boden verkuppelt! Ein anderer Magier machte kurz darauf eine ähnliche Bekanntschaft, und Nergal war schon drauf und dran, auch den Rest der Teilnehmer in den Freundeskreis des heißen Sandes einzugliedern. Der Erzmagier war zwar sichtlich erschöpft, aber er würde nicht viel Zeit brauchen, um das Spiel für sich zu entscheiden. Irgendwie musste man ihn aufhalten, aber ihn einfach stoppen, das ging nicht bei seiner Kraft. Dante kam eine Idee.
"Noire, auf seine Beine! Stolpern!" stammelte der Dämon, leise genug, damit nur die Katzenwandlerin es hören konnte, und konzentrierte sich auf sein letztes bisschen Magie. Auf Distanz ein Schattenkonstrukt zu erstellen, war nicht leicht, besonders wenn man so erschöpft war, aber es war einen Versuch wert. Wenn man Nergals Impetus nicht stoppen konnte, konnte man ihn wenigstens gegen ihn einsetzen. Aus Schatten formte Dante auf dem Boden einen Stolperdraht und tat sein bestes, ihn an einem Fleck zu halten, verankert im Boden. Hoffentlich würde Nergal nicht einfach durchrennen und den Draht dabei in zwei Teile reißen.

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Korina war niedergeschlagen, aber Siradda ermutigte sie, indem sie die Schwertkämpferin an Dinge erinnerte, die sie eigentlich wusste, aber so leicht zu vergessen waren. Und anscheinend hatte Siradda selbst auch Erfahrung damit gemacht, für ihr Überleben furchtbare Dinge zu tun.
"Du hast ja recht. Ich hatte doch vor, eine neue Seite aufzuschlagen, wenn das alles vorbei ist. Hab ich ja schon gesagt. Aber..." sie sie wandte ihren Kopf zur Decke, so als betrachtete sie das Damoklesschwert, das drohend über ihr ragte."...ich hab eben Angst, dass die Wahrheit herauskommt. Egal, wie ich mich dann verhalte, dann kann ich das nicht mehr machen."

Siradda wechselte dann das Thema, dass sie gerne den Grausee-Kampfstil erlernen wollte. Na ja, sie wechselte nicht wirklich das Thema, denn sie wies darauf hin, dass ihre eigene Vergangenheit wohl Schande über diesen Kampfstil bringen würde.
"Ist schon ok. Mein Vater hat mir einmal gesagt, Waffen, und die Kunst, sie zu verwenden, das sind alles nur Werkzeuge. Ein Hammer wird nicht schlechter, nur weil eine böse Person damit ein Haus baut. Und ich weiß auch, dass du besser bist, als deine Beschreibung es vermuten lässt. Ich hab allerdings andere Bedenken..." Korina hob ihr Holzschwert und drehte es in der Hand, bis die Klinge aus ihrer Sicht zu einer dünnen Linie wurde. "Der Grausee-Kampfstil basiert auf Aggression. Seine Verteidigung besteht darin, dem Gegner keine Chance zum Angriff zu lassen, und wenn er doch mal einen Hieb wagt, ist man schon aus dem Weg und kontert. Ich glaube, zu jemandem so schüchternen wie du würde das nicht passen. Und außerdem, dass du einen Schild trägst, legt nahe, dass du sowieso einen ausgeglicheneren Kampstil bevorzugst."

Dann kamen Theo und Yuria zurück. Letztere schien zu denken, irgendwas sei vorgefallen, so niedergeschlagen, wie Siradda und Korina aussahen. "Genau." fügte Korina zur Antwort ihrer Freundin hinzu. "Wir sind bloß ein bisschen sentimental geworden."
Die beiden Studenten schlugen jetzt vor, Siradda sollte Krafttraining machen. "Gute Idee. Stärke ist wichtig, sonst geht einem nach ein paar Schwertschwüngen die Puste aus."
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Freitag, 18. Oktober 2019, 14:38

Auch wenn Vada im ersten Moment wütend war, als er von Amen unterbrochen wurde - überhaupt, da sie ausgemacht hatten, dass der Junge nur spricht, wenn er gefragt wird - so wurde er aufmerksam, als sein Begleiter Arlene fragte, ob er sie sich denn irgendwoher kannten. Er hätte so ein komisches Gefühl, als würde er sie irgendwoher kennen...Vada kam ins Grübeln.

Itsuki war der erste, der auf Amen antwortete. Er erklärte, dass ein Geist in einen eindringen konnte und den Körper übernehmen oder man es ihm erlauben konnte, den eigenen Körper zu übernehmen. Eine andere Option wäre, dass man einen Pakt mit einem Dämonengeist eingeht und übernommen wird. Wie bei einem Geist kann auch hier der Dämon sich dazu entscheiden, den ursprünglichen Besitzer nicht zu vernichten, sondern im Körper gefangen zu behalten. All das war Wissen, das dem Weißhaarigen bereits bekannt war. Nichts neues also, aber das ließ Amen im Glauben, dass Itsuki nichts über das Erwachen wusste. "Danke", antwortete Amen dem Ratsmitglied. Das stimmte den Weißhaarigen traurig, aber eröffnete ungeahnte Tore für ihn und Vada - sie wussten etwas, was der sogenannte Experte noch nicht kannte. Dass sie dadurch einen unglaublichen Vorteil besaßen, war Amen aber nicht bewusst und auch Vada war noch nicht zu dieser Erkenntnis gekommen. Dieser war noch damit beschäftigt, darüber nachzudenken, welche Verbindung Amen mit Arlene hatte - wollte er etwas andeuten? Arlene schmetterte die zweite Frage vom Jungen aber schnell ab. Vielleicht hätte er sie nur einmal zufällig in der Stadt gesehen oder er verwechselt sie nur. Zwar war Amen, so sah es Vada, keiner, der großen Wert auf die Details in seiner Umgebung legte, aber die Tatsache, dass er das Gefühl hatte, sie zu kennen, ließ ihn überlegen. Es war, als würde Vada ein Teil im Puzzle fehlen, um auf die Lösung zu kommen. "Ah, ja, das kann sein, tut mir leid", lächelte Amen erneut so unschuldig wie zuvor.

Nachdem die beiden Fragen von Amen beantwortet waren, ging das hin und her von Arlene und Scarlet weiter. Diesmal war Scarlet an der Reihe, die in simplen Worten ihren bisherigen Lebenslauf darlegte: Gefangen in einem Labor, viele Experimente und schlussendlich die Fluch, in dem sie alle ermordete, die sie dort gefangen hielten. Amen seufzte, als er das hörte. Ein weiteres Opfer dieser kranken Welt. Vada hingegen war nicht sonderlich daran interessiert. Scarlet schien einen Knacks im Kopf zu haben, aber sie schien nicht böswillig zu sein, sondern...eher frei von Moral? Dass diese Frau dann Arlene ein paar giftige Worte an den Kopf warf, schien das Gespräch in eine unschöne Richtung zu lenken. Denn Arlene war niemand, die sich das etwas gefallen ließ und sie feuerte mit ebenso hässlichen Sachen zurück. Sogar noch einen Tick schlimmer als das, was Scarlet von sich gegeben hatte. Vada blieb ruhig, wandte sich dann aber an Itsuki, bevor hier ein handgreiflicher Streit ausbrach: "Herr Velon, wie wäre es, wenn wir die zwei Damen fürs erste sich selbst überlassen, während Sie sich mit Amen und mir vergnügen?" Den beiden Streithähnen warf er nicht einmal einen Blick zu. Sie waren nicht dafür da, sich hier aufzuspielen und die anderen anzugiften, sondern sie wollten Informationen. "Ich denke auch Sie würden davon profitieren."

Während Arlene mit Scarlet stritt und Liard sich nun auch einschaltete, blieb Amen ruhig, während er das Gefühl hatte, als würde das hier nur wieder in einem Kampf enden. Der Weißhaarige konnte nicht in die Geisterwelt blicken, aber er würde nur zu gerne wissen, ob die Stimmung seiner Begleiterinnen immer noch so hoch war. Entsprechend wagte er es, wieder kurz in die andere Welt zu hören - nur um sofort von Brigid angesprochen zu werden, die es sich neben ihm bequem gemacht hatte: "Wann geht die Talente-Vorführung denn nun los?" Amen zuckte mit den Schultern und schüttelte den Kopf. Er hatte keine Ahnung, ob sie hier noch irgendeinen Fortschritt machen werden. "Ein Sturm zieht auf", murmelte Amen vor sich hin, während er aus den Fenster blickte. In der Ferne zogen dunkle Wolken auf und gelegentlich konnte man einen Blitz sehen, der sich seinen Weg durch den Himmel suchte. "Sind alle bereit?", fragte Amen leise Brigid. Das dürfte zum Glück keiner hören, denn im Moment waren alle anderen damit beschäftigt, zu streiten oder den Streit noch abzuwenden. Brigids Mundwinkel ging hoch - was daran lag, dass sie sich dank dem Erwachen bereits als sichere Siegerin sah - und sie brüllte in der Geisterwelt durch das Gebäude. "Kommt alle her, es geht gleich los!" Amen kratzte sich am Kopf und atmete durch.

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175

Freitag, 18. Oktober 2019, 15:41

Noire war sich sicher dass sie keine Zeit zu verlieren hatten, auch wenn Rhord es schaffte Ihn kurzzeitig zu Boden zu zwingen. Dass die Thermomanten nicht genau das taten was Sie vorgab - Anstatt seine Wärmewahrnehmung zu behindern schlossen Sie Ihn lieber in einen Feuerkäfig - kam Ihnen schneller teuer zu gelten als Ihnen lieb war, besonders als die Katzenwandlerin das laute Geräusch eines schwer stapfenden Monsters vernahm. Ein Blick nach hinten lies Sie vor Schreck fast das Gleichgewicht verlieren, denn was Sie sah war monströs. Er kann nie, nie und nimmer, ein Mensch sein. Das war unmenschlich! - Sie tat genau das was Rhord vermieden hatte indem er einfach weiterlief. So nun auch sie, wieder gefasst. Dass Nyx und Diana gerade mit Ihrem Latein am Ende waren merkte man daran, dass sie Stillschweigend mitliefen aber beobachteten was geschah - zum Beispiel mit Rhord, was äußert schmerzhaft aussah und man auch hören konnte, nicht nur auch mit einem anderen der Magier. Diana selbst hatte keine Idee wie Sie diese Situation überhaupt unterstützen könnte, bezweifelnd - wohl auch berechtigt - wie die Verzauberung von Pfeilen dieses rollende Monster überhaupt aufhalten sollte.

Dass Nergal im nächsten Moment Noire anvisierte alarmierte die beiden Geister ungemein. Doch was könnten Sie tun? Nyx kann sich an Noire’s Kräften bedienen, wie damals bei Braig, aber das war keine sehr umfassende Lösung, nicht nur weil es dann Noire die nächsten drei Tage zwingen würde ihre Gestaltwandlerform aufzugeben. Und Diana konnte nur noch motivierend mitrennen. Die beiden Geister hörten jedoch nicht was Dante von sich gab, der nah genug für Noire war dass Sie ihn aber verstand. Stolpern. Beine. Natürlich! Sie mussten seinen blinden, geradlinigen Ansturm zu ihren Gunsten ausnutzen. Doch wie kann Sie dazu noch beitragen? ... In Bruchteilen musste Sie eine Antwort finden, zu lange überlegen würde Ihr bereits diverse Knochenbrüche kosten wenn Sie von Nergal als nächste in den Boden gefeuert werden würde. Also entschied Sie sich für die wohl einzig mögliche Variante etwas beizusteuern. Nergal konnte Noire mit der Wärme erkennen, selbst wenn er geblendet wäre wie mit Dantes Lichtblitz oder Rhord’s Sand. Gegenstände oder Magie ohne Wärme jedoch würde er nicht erkennen können. Und so auch Dantes letzte Hoffnung, eine Stolperfalle. Simpel, doch wenn Sie funktioniert, würde Sie ihnen den letzten Versuch geben zu fliehen. Und Noire hatte keine großen Mittel ihn zu blenden. Bis auf eine Sache. Ebenfalls einen Blendung. Sie ließ Nyx die Lichtkugel in dem Moment formen als Noire mit einer ihrer geballten Händen nach hinten schlug - wie man es bei einem vernünftigen Sprint auch für die Geschwindigkeit tun sollte - und lies die Lichtkugel explosionsartig einfach in der Luft zerschellen - und um sicherzugehen dass sie stark genug war Nergal auch je nach Entfernung zu blenden bediente Sie sich vollends an Noire’s Magie um darauf zu hoffen dass auch das dritte Mal funktioniert - Denn Gravitationsmagie war Kraftmagie - von Dämmerungsmagie hatte Noire - besser gesagt Nyx - noch nichts gezeigt - dass musste Sie nutzen solange sein Fokus auf Ihr war und er hoffentlich "Blind" genug war in seinem Willen und Stolz die letzte List der Beiden zu übersehen. Doch selbst wenn er stolpert war das keine Garantie dass er zu Fall geht - wenn er überhaupt reinläuft oder die Stolperfalle dieser Masse an Kraft aushielt. Und sollte alles schieflaufen ... Kan sie zumindest behaupten alles gegeben zu haben und hoffte zumindest einen Ausweichversuch vornehmen zu können - Notfalls ins Ziel zu springen oder ins Ziel geschliffen zu werden von Nergal. Denn der Weg war nicht mehr so weit.

@Tobi: @Night Zap:

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Scarlet, in ihrer eigenen, kleinen Welt angekommen, hatte sich gerade unbewusst in Augen vieler als der komplette Wahnsinn entpuppt - wobei das eher eine Frage der Zeit war bis es nur so aus Ihr hinaussprudelte - Liard hatte das Ganze mit seiner Frage einfach nur beschleunigt, wie eine Art Brandbeschleuniger. Als sie Arlenes Worte vernahm hörte sie ihr einfach nur grinsend in sich hineinkichernd zu. Unbeeindruckt von Ihren Worten. Sie erzählt Ihr nichts Neues! Sie wusste was Sie war und was sie verkörperte für viele da draußen, doch hatte sie die Hoffnung, den Lichtblick den Ihr Itsuki gab, nicht vergessen, und daran konnte Sie sich klammern. Sie blickte Arlene an, fokussiert. Aber nicht herausfordern - bis Sie von Liard durch sein Schnippen auf Ihn erstmal wieder aufmerksam wurde und eine faire Warnung erhielt. Die sie ebenfalls so zu Herzen nahm wie die Worte Itsuki's "Das ist so Lieb von dir. Es ist... so schön... Leute wie dich ... kennenlernen zu dürfen." schniefte sie als sie Tränen kullernd sich die Augen rieb berührt von seinen netten Worten. "Itsuki hat mich so --- akzeptiert wie ich war ... und gab mir Platz und Heim ... und ein Ziel ... dafür bin Ich ihm unendlich dankbar." weiterhin schluchzend über die Unterstützung von Liard - ehrlich, vielleicht in vielen Augen sehr überspitzt - doch Scarlet’s Stimmungsschwankungen waren unkontrolliert. So auch der Umschwung direkt wieder zu Arlene im nächstbesten Moment als das schluchzen und Tränen triefen aufhörte. "Du bist so gemein zu mir du böse, böse alte Schachtel! Immer nur auf die Kleinen und jüngeren Leute! .... Hättest du wohl sicherlich gewollt dass ich jetzt sage oder?" lachte sie verspielt, bewusst dass sie es gerade eben doch laut ausgesprochen hatte und den Logikfehler darin nicht erkannte. "Freak? Monster? Geistesgestört? Erzähl mir etwas was nicht schon selbst wusste alte, verbitterte, Frau" Um sie im nächsten Moment emotionslos anzusehen. "Egal was ich in deinen oder meinen Augen bin ... Auch ein Monster kann Leben. Und Rache nehmen an den Personen, die uns dass alles angetan haben. Auch "Monster" haben Gefühle. So wie all die Personen die für unser Leben Ihr Leben lassen mussten. Jemand wie du kann das nicht verstehen. Aber ...." um die letzte Stimmungsschwankung hinzulegen "Lasst uns erstmal weiter essen, es wäre viel zu schade das ganze Essen einfach so zu verschwenden und kalt werden zu lassen. Streiten können wir uns später auch noch und nicht in diesem schönen Haus! Das Haus ist viel zu Toll um es wegen so einer Kleinigkeit belästigen zu müssen! Streiten kann man sich woanders aber nicht zu Hause!"

Das sie Arlenes "Verletzungsversuch" komplett an sich abprallen lies war eine eigene Beleidigung für Sich selbst.

@Tobi: @Raisen:

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176

Freitag, 18. Oktober 2019, 18:38

Kallin schüttelte seinen Kopf, als er Florence reden hörte. "Jemand wie Rhord wäre zwar ungeeignet dafür Meister Windbrooke dauerhaft unten zu halten, aber er hat sich bewiesenermaßen sich ihm zur Wehr setzen können. Es mag nicht viel sein, aber hätte Rhord für sich selbst entschieden oder hätte jemand ihm es gesagt, dann hätte er es auch schaffen können etwas länger auf ihn einzuschlagen, während der Rest weiter wegrennen kann. Auch wenn diese Taktik dem widerspricht, wofür diese Übung hauptsächlich gedacht ist, was die aber nicht wissen können."
Nergal bemerkte nicht, dass die beiden etwas planten und stürmte mit einer hohen Geschwindigkeit voran, bis er nicht nur im ersten Moment auf einmal wieder geblendet wurde, sondern mit seinen Beinen irgendwo stecken blieb. Eine Stolperfalle! Mit viel Schwung stürzte der Erzmagier nach vorne und kam schon bald mit seinem Vorderkörper am Boden auf. Er rutschte dank seiner Geschwindigkeit auf diesem einige Weile, ehe er begann seine beiden Hände gegen den Sandboden zu pressen, ja er grub sich regelrecht so tief mit seinen Fingern hinein, wie er nur konnte. Im Normalfall hätte er hierfür auch noch Verhärtungsmagie in seine Fingern gleiten lassen, doch die magische Energie dafür brauchte er so schnell wie es nur ging für den Folgeangriff. Er rutschte an Dante und Noire vorbei und zog zwei Schneisen im Boden mit sich, ehe er zum stoppen kam. Direkt auf der Ziellinie. Ohne viel Zeit verstreichen zu lassen sprang das Monster wieder auf und wirkte nun nur noch bedrohlicher, was nicht zuletzt der Tatsache zu verdanken war, dass er auf den letzten Metern seine Selbstverstärkung komplett aufdrehte. "Keine Sorge, es wird nur kurz weh tun!", kündigte der Mann an, wobei diese Drohung lediglich einschüchtern sollte. Wirklich umbringen würde er sie natürlich nicht. Aber unversehrt wollte er sie ebenso wenig lassen.

Mit einem mehr kontrollierbaren Tempo ging Nergal zuerst auf Noire los, die einen Moment später am Hals gepackt werden sollte, nur um dann als Wurfobjekt in Dantes Richtung missbraucht zu werden. Soweit war zumindest sein Plan, denn kurz bevor er es schaffen sollte zuzugreifen, meldete sich eine andere Stimme zu Wort, nachdem diese ein Zeichen wahrnahm. "Die Zeit ist um!" Nergal stoppte auf der Stelle, seine Handfläche, die zusammen mit den Fingern dazu durch das Rutschen ziemlich blutig geworden ist, war nur Millimeter vor dem Körper der Söldnerin stehen geblieben, nur um sich dann zu entfernen und sich aufrecht hinzustellen.
"Was für ein unzufriedenstellendes Ergebnis." Diese Worte waren an ihn selbst gerichtet, was hoffentlich erkennbar war, als er beim Aussprechen niemanden direkt ansah, sondern in seine eigene Hand. Dann wechselte sein Blick zum stehenden Rest.
"Das war eine außerordentliche und sehr lobenswerte Leistung. Ihr habt mit Bravur bestanden." Diese Glückwünsche könnten nun unerwartet kommen, doch bevor eine Erklärung dazu kam wartete ihre “Sportlehrer“ darauf, dass alle Teilnehmer wieder vor ihm standen, was auch eine erste Behandlung durch die hiesigen Heiler beinhaltete. Rhord wurde von allen als allererstes aufgehoben. Er war komplett desorientiert und war auch anderweitig verwirrt, aber auch oberflächlich war er sichtlich angeschlagen. Es waren Wunden durch das Rutschen direkt auf dem Sandboden entstanden. Einer der Heiler beschwerte sich sogar beim Erzmagier dafür, dass er es übertrieben habe, wofür dieser sich entschuldigte, wobei Nergal betonte, dass er sich sicher war, dass Rhord dies schon aushalten würde.

Nachdem Rhord von den Heilern “repariert“ worden war, versammelten sich alle wieder um Meister Windbrooke. Selbst der Echsendämon bekam in der Zwischenzeit mit, dass sie zwar nicht übers Ziel gekommen waren, aber “mit Bravur bestanden“ haben. "Es scheinen wieder alle einigermaßen zu stehen. Sehr schön, dann können wir ja mit dem Sinn und Zweck dieser Übung fortfahren. Wie ihr bereits bemerkt habt, habt ihr offenbar gewonnen, wenn auch nur durch das Auslaufen des Zeitlimits. Aber wieso?", fragte er in die Runde hinein, wo aber der Stadtführer der Schwingen einen Hinweis gab. "Ihr seid alle sicherlich mit euren Nerven fertig, lasst es mich euch also für euch ein wenig einfacher gestalten: Es wurde euch zu Anfang an nur ein Mittel zum Ziel verraten. Doch was war dieses Ziel?"

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Siradda schaffte es Korina wieder auf ihre Spur zurückzubringen, wenn auch nicht ganz. Ihre Angst lähmte sie. Ein Gefühl welches diese Dämonin nur zu gut verstand. Am liebsten wollte sie eine Hand auf ihre Schulter legen und hatte bereits dafür eine erhoben, doch aus Respekt vor ihren Berührungsängsten ließ sie es bleiben. Stattdessen redete sie einfach nur. “Diese Angst muss wirklich furchtbar sein und es tut mir leid nichts dagegen machen zu können… oder eher nichts machen zu können, womit du auch nur im geringsten einverstanden sein würdest. Aber unteranderem deswegen versuche ich ja richtig zu euch stoßen zu können. Wenn ich auch nur irgendwie meinen Teil dazu beitragen könnte, um das Geheimnis zu hüten, ob nun direkt oder indirekt, dann wäre mir das bereits eine Menge wert.
Das was Korina darauf sagte war dann einleuchtend, wenn auch auf eine für Siradda enttäuschende Art und Weise. Im Prinzip schien Korina bereit zu sein ihr ihren Kampfstil zu vermitteln, doch schien die Seelendämonin eine dafür ungeeignete Persönlichkeit zu besitzen…
Oh, da hast du wahrscheinlich recht… hm…” Eine Idee keimte in ihr in diesem Moment auf. Ja, vielleicht wäre das… “Vielleicht nicht mit mir, aber wie wäre es, wenn du einer oder mehreren der anderen deine Technik beibringst. Die meisten von ihnen sind ja eigentlich wirklich gutartige Leute und sind weitaus… nunja… aggressiver als ich im Kampf. Amen zum Beispiel! Wobei, nein, der ja bereits seinen eigenen speziellen… aber wie wärs mit Rhord? Wenn du zumindest einem das beibringen könntest, dann würde dir das doch eine enorme Last von deinen Schultern nehmen, oder? Und wenn keiner von denen will, dann würde ich es gerne dennoch von dir lernen! Ich bin eine Dämonin und ein Geist auch noch dazu! Sofern mir nicht noch etwas geschieht könnte ich ja jemanden finden, um es weiterzugeben. Zwar bin ich dazu derzeit eher ungeeignet, aufgrund meiner eigenen Probleme, aber es ist doch immer noch besser als nichts, oder?
Die anderen Geister nannte Siradda mal lieber nicht, da sie - Korina - ja mit denen gar nicht vernünftig kommunizieren könnte. Selbst Nina kann sie in der Regel nicht sehen, sondern nur hören. Keine Chance da einen von denen das vernünftig beizubringen… Aber eine Dämonin oder Dämon hätte den Vorteil, dass so jemand längere Zeit dazu geeignet wäre einen Schüler aufzunehmen und nicht durchs altern anfängt dafür zu schwach zu werden. Und sie als ein Geist, der zumindest die Möglichkeit besitzt mit der materiellen Welt für so ein Vorhaben gut genug zu interagieren, wäre am perfektesten dafür geeignet, wenn man mal von den Punkten absah, die Korina längst genannt hatte.
Das Training dann mit den beiden Studenten war reinste Folter. Sie hatten aus einem Nebenraum einige Geräte geholt wie Hanteln oder Sachen, an denen man turnen konnte. Zudem gab es auch einige “klassische“ Übungsaufgaben, wie ihr Meister es nennen würde. Während Yuria also mithilfe ihrer Thermomantiekünste Siradda durch den Reißwolf jagte, erwähnte Theo noch etwas anderes. "Wenn du morgen wiederkommst könnte ich noch etwas ganz besonderes von zuhause mitnehmen. Quasi meine Ausrüstung, die ich während meinen ersten Trainingsstunden verwendete, ehe ich anfing mich zu steigern. Irgendwo müsste ich es noch herumliegen haben.
Am liebsten wollte Siradda sich bei ihr dafür bedanken, doch dieser Eisblock, den Yuria auf ihrem Körper befestigte, während sie Liegestützen machen sollte, war zu schwer als dass sie neben dem Atmen noch genug Luft bekam um zu Reden. Erst als sie auf dem Boden zusammenbrach hob sie einen Daumen.

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Itsuki verfolgte das Geschehen zwischen den beiden Damen und war längst dazu bereit, um Gegenmaßnahmen zu zaubern, sollte jemand hier es wagen sich ungefragt an seinem Heim zu vergreifen. Doch noch lächelte er genüsslich, jetzt wo er noch dieses Fleisch genießen konnte. Derweil sprach ihn Vada von der Seite an. Er wollte zusammen mit Amen mit ihm reden. "Die Gunst der Stunde nutzen, hm? Sorry, es tut mir wirklich leid, aber so leicht kann ich euch beide nicht vorziehen. Ich möchte meinen ersten Gästen gegenüber nicht unhöflich sein, auch wenn eine Hälfte von ihnen darüber offensichtlich nicht so fühlt wie ich."
Itsukis Blick schweifte zur indirekt genannten Person und Scarlet. Letztere dankte Liard für seine Ehrlichkeit, welcher das mit einem Lächeln entgegnete, aber er kam nicht dazu etwas zu sagen, denn ihre Anfeindungen gegenüber Arlene hörten nicht auf und deren gefeixtes Grinsen wurde immer mehr mit einer gewissen Befriedigung gefüllt. Die Rothaarige versuchte zum Ende hin wieder zum Essen zurückzulenken, doch so leicht sollte diese Irre ihr nicht davon kommen. “Oh, hör doch auf mit deinen zuckersüßen Flirtversuchen. “ Schlagartig änderte sich ihre verspielte Stimme wieder zu der, der bösartigen, arroganten Sadistin. “Du armes Ding. Weißt du denn gar nicht was mit Monstern geschieht, wenn diese nicht aufpassen?“ Ein schadfreudiges Kichern war zu hören. “Du magst einen Helden gefunden zu haben, aber die meisten Menschen dieser Welt werden wohl kaum so… nett zu dir bleiben. Der Mensch tut sich schwer mit Dingen, die er nicht versteht und wenn er sie auch noch fürchtet, dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis er anfangen wird Gegenmaßnahmen zu suchen. Und gerade Monster sieht die Zivilisation am liebsten hinter einem Käfig eingesperrt oder tot. Du bist, zu deiner Information, dank deines Auftrittes kürzlich bereits zu einer kleinen Bekanntheit geworden und unter jenen die dabei waren gibt es bereits die eine oder andere Stimme, die sich fragt, ob die Stadtwache sich denn um diese unheimliche und gefährliche Frau kümmern wird.
Arlenes Schadenfreude sah kaum Grenzen, doch sie wollte auch zum Essen zurückkehren. “Aber du hast in einem Punkt recht: Das schöne Essen ist zu gut, um es kalt werden zu lassen, nur eine Sache noch… “ Sie blickte zu Vada, denn ihr war nicht entgangen, was dieser vorgehabt hatte. “Und du, stell dich gefälligst hinten an!

Liard wollte derweil am liebsten im Erdboden versinken, aber das würde seine Partnerin ihm nicht gestatten. Zu wertvoll war er dafür, dass ihre Seite in Itsukis Gunsten blieb. Er merkte allerdings erst als sie Vada auf etwas ansprach, über den Kontext, was da versucht worden war. Im Prinzip hatte er ja eine eigene Meinung zu dem allen, aber die jetzt offen auszusprechen war im Moment das dümmste was er tun könnte und er ist nicht lebensmüde. Dennoch musste es doch einen Weg geben, um… ja das könnte klappen. “Sorry ihr beide, aber das Interesse unseres Gastgebers ist an dem was wir mitgebracht haben bereits sehr groß. Er hat noch nichts in Aktion gesehen, nur…“ er holte von seinem Gepäck, was er an einer Garderobe angestellt hatte, zwei Sachen hervor. Einmal zwei Dämonenstahlklingen, noch in ihrer Scheide und ein recht dickliches Buch, das aber noch in nur einer von Liards Händen passte. “… sagen wir er durfte sich schon seitdem ich hier gegen Mittag aufgekreuzt war auf etwas freuen.
Dem Fuchswandler gefiel derweil in welche Richtung sich das hier entwickeln könnte. Ihm kam auch schon eine Idee, doch erst einmal wollte er noch nur beobachten.

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Freitag, 18. Oktober 2019, 19:34

Diana und Nyx standen nun einfach nur noch regelrecht in der Geisterwelt auf einen Fleck, denn nachdem Sie, besser gesagt Nyx, ihren letzten Teil dazu beitrug Noire zu helfen wollten Sie sehen wie weit ihre Bemühungen Früchte trugen. Dantes Plan, so simpel und einfach er war, hatte die Wirkung die Sie erhofften. Die Blendung funktionierte, und durch die Blendung, die Noire und Dante dank ihrer an das Ziel gerichteten Blickrichtung nicht abbekamen, übersah er die kleine Falle und ein wohlbemerkbares Aufklatschen war zu hören, auch ein Schlittern, und nur die Vorstellung alleine davon lies Noire ein Schauder hinablaufen, war sie mehr von Angst geplagt und mit Angst getrieben nun laufen als alles andere. Überleben. Einfach nur Überlegen. Lauf weg. Lauf Weg. Wenn er dich erwischt war alles umsonst. Auch Rhords Opfer. Sie machte sich Vorwürfe dass Rhord so viel abbekam. Und dass weil Sie Ihm letztendlich anwies mit Ihnen zu fliehen - eine Kettenreaktion die Sie so nicht erwartet hatte. Doch sie lief. Sie lief einfach weiter. Es kam Ihr wie eine anhaltende Ewigkeit vor.

Die in kürzester Zeit zu einem wahren Alptraum wurde, als Nergal an Ihnen vorbeigeschossen kam - vor der Ziellinie sich wieder vor Ihnen aufrichtete - und Noire sämtliches Gefühl mit seiner schieren Präsenz nahm. Als er sich vor Ihr aufbaute, der Blick, seine Verletzungen, die in ihren Augen mehr als Schmerzhaft aussahen, und seine Stimme. Es war vorbei. Ausweichen? Unmöglich. Sie stoppte im Lauf und erstarrte vor Angst. So sehr, dass sie anfangs nicht realisierte was gerade passierte, als sie den Griff an ihrem Hals schon spürte - aber nicht kam. Und doch sich so anfühlte. Warum griff er nicht zu? Sie war doch bereits bereit dafür "zu sterben" - so fühlte es sich zumindest an. Doch es passierte nichts. Der Hüne zog seine Hand von ihrem Hals weg, weiterhin in Schockstarre, wo er selbstkritisch enttäuscht von sich selbst war, bevor er ankündigte dass Sie "bestanden" hatten. Bestanden? Es war vorbei? Die Realisierung war einfach zu schwerwiegend, der Schock zu tief. Bis sie nach etlichen Sekunden nach dieser Ankündigung einfach leblos auf die Knie zusammenbrach. Sie hat es "überlebt". Sie hat es geschafft. Sie hat diesen Alptraum eines "Trainings" überstanden.

Da Noire selbst jedoch keine schwerwiegenden Verletzungen wie Nergal oder Rhord davontrug bedurfte es bei Ihr auch keine großartige Behandlung. Eher einer Untersuchung, denn ihr Schock saß so tief dass sie auf die ersten Anfragen des Ärzteteams nicht mal reagierte. Nyx und Diana ist in etwa die gleiche Situation erfahren, nahmen die diese aber etwas gefasster als ihr lebendes Pendant. *Ich kann verstehen warum er anscheinend einen sehr guten Ruf genoss* kündigte Nyx an, die resignierend ebenfalls Platz auf dem nicht gerade verschont gebliebenen Übungsplatz nahm auf der Seite der Geisterwelt. Diana hingegen, stand neben Noire und beobachtete ihre Augen, denn sie wirkte recht weggetreten. *Ich würde mal behaupten dass diese Welt noch viele Dinge für jeden von uns bereithält, in der Personen wie dieser Mann sicherlich benötigt werden und viele noch vieles von Ihm lernen können. Uns eingeschlossen*

Noire selbst brauchte eine gute Zeit für sich selbst bis sie sich aus ihrer Starre erholte und die Realisierung endlich eintrat, denn es fanden zu dieser Zeit gerade die letzten Behandlungen statt und Sie konnte es sich nicht nehmen zuerst zu Rhord zu gehen sobald Sie Ihm in den Haufen an Leuten zu finden und sich zu entschuldigen. "Es tut mir so, so Leid! Wegen mir wurdest du so zugerichtet weil du mir so geholfen hattest. Es tut mir so leid, Bruder!" und verbeugte sich - nachdem Sie von den Gewicht befreite wurde - und merkte wie jeder Faser ihres Körper sich schon bemerkbar machte.

Zuletzt, nachdem alle versorgt wurden, gab es nochmal einen Ansprache ihres Trainers. Hätte sich in Noire nicht eine gewisse Angst breitgemacht würde sie auch nicht so eingeschüchtert nervös sein. Sie musste sich selbst immer wieder einsprechen dass das alles nur für das Training war. Er war jetzt nicht dieses Monstrum eines mörderischen Wahnsinnigen. Das dürfte Nergal sicherlich auch merken dass sie lange nicht so gefasst war wie am Anfang des Trainings. Jeder dürfte das merken, selbst Rhord. Sie wurden nach dem Grund gefragt warum sie gewonnen hatten. Um es für die meisten sogar noch ein Stück einfacher zu gestalten wurde die Frage von Kallin, der sichtlich "unbeeindruckt" war von dem Ereignis, etwas umformuliert. Sie versuchte sich daran, etwas nervös sprechend. "Das ... gesprochene Ziel war die Ziellinie zu erreichen - Und dies mussten eine gewisse Anzahl an Personen schaffen - und durften nicht mehr helfen wenn Sie das Ziel erreicht hätten. Doch ... das war eine Falle. Hätte jeder für sich selbst gehandelt ... hätte es keiner geschafft. Er hätte mit uns einem nach dem anderem in Ruhe aufräumen können... Doch... Was er wirklich erreichen wollte war Zusammenarbeit. Alleine haben wir - und dass ist eine bittere Wahrheit - keine Chance gehabt. Nur ... gemeinsam haben wir es geschafft den Jäger ... zum Gejagten zu wandeln. Nicht die individuelle Stärke alleine war anschlagend, sondern wie gut ... wir gemeinsam gearbeitet haben. Doch scheint es dass wir alle noch sehr viel lernen können." sie wandte sich an alle anwesenden Studenten und verbeugte sich entschuldigend. "Vielen Dank euch allen dass Ihr mir euer Vertrauen geschenkt habt, mir einen Fremden, obwohl viele von euch durch meine Unerfahrenheit in der Führung trotzdem so in Mitleidenschaft gezogen wurden." Sie fühlte sich für alle verantwortlich. Sie gab "Befehle", und jeder Befehl zog Konsequenzen, egal ob sie ausgeführt wurden und sie auf Sie hörten. Erst jetzt kam Ihr eine Realisierung. Ist dass das Gefühl wenn man "Kommandant" war - Truppen anführte und für jedes einzelne Leben zuständig war? Fühlen sich so Mutter, Vater, Lloyd und all die anderen? Wie auch Kaithlyn? Wie Olivia? Ist das der Druck für all diese Menschenleben Verantwortung zu tragen? Hier, in diesem Training - hätte sie mehr als die Hälfte der Anwesenden verloren, weil Sie unfähig war vernünftige Entscheidungen zu treffen.

Vielleicht las sie zu viel in die ganze Sache hinein, vielleicht nahm Sie selbst mehr aus dem Training als Nergal eigentlich ansprechen wollte - war ihr Blickwinkel doch schon mit einer gewissen Berufserfahrung getrübt. Dennoch: Die Kernaussage versuchte sie zu treffen: Teamarbeit. Ihnen wurde gezeigt dass sie individuell gemeinsam auch den stärksten Gegner in irgendeiner Art bezwingen könnten und es einfacher werden würde, je stärker jeder Individueller war und Sie sich aufeinander verlassen konnten.

@Tobi: @Night Zap:

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178

Freitag, 18. Oktober 2019, 20:15

Der Stolperdraht, unterstützt durch einen Lichtzauber von Noire - wirklich, wer zur Hölle war diese Frau, dass sie so zaubern konnte? - wirkte tatsächlich. Nergal fiel und schlitterte durch den Sand. Und schlitterte und schlitterte, bis er sich abbremste und aufstand. Und er war noch immer dazu fähig, weiter zu machen. Der Erzmagier wollte nach Noire greifen, wohl um sie zu werfen, wie es zuvor einem bemitleidenswerten Thermomanten passiert war, doch ganz knapp, bevor die Katzenwandlerin zum Wurfgeschoss werden konnte, kündigte Kallin an, dass die Zeit abgelaufen war.

Technisch gesehen hatten sie somit gewonnen, aber Dante fühlte sich nicht wie ein Sieger. Trotz ihrer größten Anstrengungen war Nergal noch immer stärker als sie alle gewesen. Das Erste-Hilfe-Team war bereits zur Stelle, um Rhord wieder auf Vordermann zu bringen, und Noire war zur Stelle, um sich bei ihm zu entschuldigen. Dante, der sich trotz der abgeschalteten Gewichte kaum noch auf den Beinen halten konnte, steuerte ebenfalls etwas dazu. "Gib dir keine Schuld. Wenn man gemeinsam kämpft, gibt es keine Garantie, dass alle es heil heraus schaffen. Es hätte genauso gut dich oder mich so hart treffen können." Danach sagte er nichts mehr, er torkelte davon und brach einige Schritte später zusammen. Florence, die schon zuvor in seine Richtung geeilt war, trug einen Becher Wasser vom Versorgungsteam mit sich und hielt ihn an die Lippen ihres Bruders. Akkupunktur würde sie jetzt nicht benutzen, es half zwar bei der Erholung, aber nicht, wenn die Erschöpfung noch so frisch war. Jetzt half es mehr, den Patienten zu rehydrieren nach dem harten Training in der Sonne.

Nach dem sich Rhord einigermaßen erholt hatte, ergriff Nergal erneut das Wort und fragte, was der Sinn dieser Übung gewesen war. Noires Analyse zufolge war die Lektion gewesen, gemeinsam zu kämpfen, um einen übermächtigen Feind zu besiegen. Dante hatte sich das auch gedacht, und noch ein bisschen mehr. "Es gibt noch etwas anderes, was ich fest gestellt hab. Jeder einzelne von uns hätte gegen Nergal allein keine Chance gehabt. Doch auch als wir zusammen arbeiteten, waren wir ihm unterlegen, nicht, weil unsere gemeinsame Taktik nicht funktioniert hat, sondern weil er einfach so mächtig war, dass er davon unbekümmert weiter machen konnte. Das soll uns lehren, dass man jederzeit einer Gefahr begegnen kann, gegen die man absolut keine Chance hat. Denn wir leben in einer grausamen Welt."


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Da der Grausee-Stil wohl nicht zu Siradda passte, schlug die Dämonin vor, doch jemand anderem in der Gruppe diesen Stil beizubringen, wobei eigentlich nur Rhord in Frage käme. Amen hatte schon seinen eigenen Stil, und der Rest der Gruppe verwendete keine Schwerter. "Mal sehen, ob da bei ihm Interesse besteht."

Fürs erste machte Siradda jetzt Krafttraining unter der Anleitung der beiden Studenten, also beschäftigte Korina sich mit Ausdauerübungen. Sie fragte sich, wo Nina denn blieb, war sie nicht bei Siradda geblieben? Aber da die beiden Studenten noch hier war, wollte Korina jetzt besser nicht nach einem Geist fragen.
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@Tobi: @Soren:

179

Freitag, 18. Oktober 2019, 22:13

Rhord war weiterhin verwirrt darüber, was denn nur los sei, als er noch zusammengeflickt wurde. Erst als auch er etwas Wasser bekam kamen seine Sinne langsam zurück, gerade noch rechtzeitig, um Noire zuzuhören, die zu ihm gekommen war. Diese schien sich selbst einen Vorwurf dafür zu machen, für das was mit ihm geschehen war. “Ach, red doch keinen Unsinn.“, erwiderte und begann ein breites, ehrliches Lächeln auf seinem Gesicht zu zeigen. “Ich glaube mir würde es nun nur noch schlechter gehen, hättest du nicht mitgemacht. Wir wären doch alle nur noch viel mehr aufgeschmissen gewesen und ich hätte feige meinen Schwanz eingezogen, nur weil ich einmal nicht weiter wusste, da ich ausnahmsweise mal für etwas nicht stark genug war!“ Aber das war nicht alles, was er zu Noire sagen wollte. Da war noch viel mehr in seinem Herzen was raus wollte. Er legte seine Hand auf ihre Schulter, sachte, da er selbst ja schon spürte, wie weh ihm alles tat. “Und für meine Schwester würde ich doch immer wieder mir so einen Schlag einfangen, wenn ich dich davor bewahren könnte. Ich meine, ich hatte viele Jahre mit meinen Freunden verbracht und sie sind das nächste was ich bisher als Familie hatte, aber es war das erste Mal, dass mich jemand Bruder nannte. Es fühlte sich gut an! Mir gefällt es!“ Seine Freude darüber war dem Dämon eindeutig anzumerken.

Dann bemerkte er erst, dass Kallin ihnen nahestand. Er klatschte. "Auch meinerseits kann ich euch nur beglückwünschen. Ihr seid womöglich die erste Gruppe, die bei komplett aus Erstlingen bestand und siegreich hervorkamen. Hat sich wohl meine Empfehlung wohl bezahlt gemacht. Oder wie seht ihr das?" Weiterhin so fröhlich gestimmt antwortete Rhord dem Stadtführer. “Ich sags mal so, ich fühle mich, als sollte ich morgen fast schon mit einem neuen Körper aufwachen. Eine Trainingseinheit soll ja für gewöhnlich kaum was bringen, aber ich kann mir vorstellen, dass das hier nicht zutreffen wird. Nur eine Frage…
Die Dunkle Schwinge wirkte für einen Moment recht unsicher. Etwas ging ihm nicht aus dem Kopf. „Wieso brachte meine Waffe in dem einen Moment nichts, aber später konnte ich ihn normal schlagen?
Kallin fuhr fort mit den Erklärungen, die er auch Florence gab. Verhärtungsmagie, die Geschichte, die man Nergal nachsagt, aber auch wie er diese Magie benutzt und weswegen dann Rhords Faustschläge mehr brachten als sein Schwung mit seiner Waffe.
Für nen Moment dachte ich das sei alles nur ein schlechter Traum… Magie also. Dank einem von Noires Bruder wusste ich zwar von dieser Selbstverstärkung und würde sie am allerliebsten selbst erlernen, aber ich hätte nie gedacht, dass man es so weit treiben könnte. Wenn ich mir nicht so gut vorstellen könnte, dass das nie was werden würde, würde ich es ja am liebsten selbst erlernen… So durch alles durchwalzen können stelle ich mir spaßig vor, solange ich niemanden verletze, der es nicht verdient hätte.
Für einen Moment wirkte Kallin als würde er über etwas überlegen, ehe er auf Rhord antwortete. “Nun, man weiß ja nie. Selbst wenn nicht über den ganzen Körper, zumindest ein Teil könnte mit genug Übung selbst für einen vergleichsweise schwachen Magier möglich sein. Es ist nicht ganz so kompliziert wie die selbstverstärkende Thermomantiemagie, zumindest in meinen Augen, wenn auch dennoch nicht einfach mal so zu lernen.

Dann, nachdem auch Noire etwas zu ihm sagen konnte, entschuldigte er sich wieder, um für einen Moment nach den anderen Studenten, immerhin zum Teil auch seine Kameraden, zu sehen.

Beim Zusammentreffen wurden dann einige Vermutungen geteilt. Auch Rhord hatte etwas zu sagen: “Irgendwas von wegen Kreativität, wenn man mit Kraft nicht mehr weiterweiß?“ Nergal hatte das Gefühl ein Déjà-vu zu erleben. "Da war erneut viel Richtiges dabei, aber es fehlte wieder das eine, was ich am allermeisten hören wollte, wobei all eure Antworten damit verbunden sind. Zusammenarbeit, die Möglichkeit auf eine Übermacht zu treffen, das Finden von neuen Wegen, wenn die Alten sich nicht anwenden lassen. Überleben. Ihr alle habt nach Wegen gesucht um den heutigen Kampf zu überstehen, um auch den nächsten Sonnenaufgang erleben zu können. Ob ihr nun flieht, weil ihr eure Unterlegenheit realisiert, zusammenhaltet und versucht euch zu wehren oder Pläne entwickelt. Egal für was ihr euch entscheidet, letztenendes sollte das oberste Ziel für euch sein lebend aus einer Situation rauszukommen. Selbstvertrauen ist wichtig, wie ich zu Anfang sagte, aber das ist es auch nur, wenn es auch berechtigt bleibt. Die Flucht ist keine Schande, wenn ihr selbst wisst, dass es die beste Option ist. Sterbt ihr werdet ihr niemals eine neue Chance bekommen, mal abgesehen wenn ihr zum Geist werdet. Aber zu fliehen um zu leben, um an einem neuen Tag zu ebenso neuen Höhen finden, um die alten Hürden doch noch überwinden zu können, daran ist nichts falsches. Doch wenn ihr euch sagen könnt “gemeinsam können wir es schaffen“, dann ist das ebenso richtig, aber auch nur, wenn ihr am Ende dieser Zusammenarbeit noch unter den Lebenden weilt. Ob nun durch das Befolgen der Befehle eines Anführers oder durch eure eigenen tricks. Oder beides." Nergals Blick wanderte zu Noire, die sich beim “gefallenen“ Rest entschuldigte, die es auf die leichte Schulter nahmen.
Es ist gut, dass du dir dem bewusst bist, es ist aber auch zu einem guten Teil ihre eigene Schuld. Lass sie dies hier als Lektion nach Hause nehmen, dass sie noch einen weiten Weg vor sich haben, um in dieser unberechenbaren Welt verlässlich überleben zu können.

Der Erzmagier sah nach oben und sah wie dunkle Wolken den Himmel begannen zu verdecken. Er sollte zum Schluss kommen.
"Ich denke nun ist noch kurz die Zeit für Fragen, falls ihr welche habt. Wenn nicht habe ich für die drei von euch, die die mit am meisten zu diesem Erfolg beigetragen haben, noch etwas Besonderes. Aber zuerst die Fragen."

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Tobi« (18. Oktober 2019, 22:21)


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Freitag, 18. Oktober 2019, 23:09

Dantes Worte waren hart, dass musste Noire eingestehen - immerhin verbargen sich hinter diesen nur die ganz normale Wahrheit. Doch etwas, was Noire mehr beeindruckte war, dass Dante mit den beiden, die eigentlich genauso weit gegen Ihn und seine Einstellung waren, von Ihm trotzdem im Kampf gut unterstützt wurde. "Danke, Dante. Die Idee am Ende ... war hervorragend." auch wenn es nicht viel war, Lob wo Lob angebracht war, egal was Sie von Ihm hielt, fand Sie als nur richtig.

Rhord selbst schien Noire's "Schuld" nicht so zu sehen wie Sie sich selbst damit belastete. Dass er sich selbst so einschätzte dass er einfach aufgegeben hätte nachdem er so kläglich scheiterte nach seinem ersten Schlag und durch ihren verzweifelten Vertrauensbeweis Ihn nochmal motivieren konnte sich zusammenzureißen war in gewisser Weise Balsam für ihre angeschlagene Seele. Obwohl es doch nur ein Trainingskampf war - Noire nahm Ihn so ernst wie einen echten Kampf. Denn Sie hat genug Wahnsinn die letzten Tage und Wochen erlebt um sagen zu können dass Sie alle noch so schwach waren, Situation wie diese mit Braig gar nicht so weit eskalieren hätten müssen wären Sie alle stärker gewesen. Was Sie aber jetzt erst realisierte war, wie sehr Rhord davon berührt war, dass Noire Ihn "Bruder" nannte. Sie selbst war überrascht dass sie das Aussprach. Doch im Ernst der Lage hatten Sie wohl ihre inneren Gefühle gerührt, die Rhord bereits auch als Teil ihrer Familie ansah. Blanc's Segen hatte er ja auch bereits also wäre es auch kein Problem wenn er sich nach all dem bei der Söldnerfamilie zurückziehen möchte, einem Zuhause, dass er, so verstand Sie, ja nicht mehr hatte. Auch wenn er sehr behutsam seine Hand auf Ihre Schulter legte, man konnte spüren wie "zerbrechlich" sie eigentlich war - In Vergleich zu Rhord war sie ja wie eine Puppe die gerade an sämtlichen Gliedmaßen gefühlt gleichzeitig gestreckt wurde. Sie zuckte zwar zusammen und kniff ihre Augen kurz zusammen bei dem Schmerz, doch sie hielt das ganze aus. Rhord so zu sehen war mal etwas neues. So viel Freude zeigte der Dämon bisher noch nie - so Ironisch wie es Klang, wenn man Bedenkt wie "Schwarz und Weiß" man Dämonen bisher darstellte und Noire das Gegenteil dieses Irrglaubens in mehrfacher Hinsicht bei den Schwingen widerlegt bekommen hatte. "Vergiss nicht wie wichtig ... unserer Familie diese Bande sind, ja?" meinte sie lächelnd, auch wenn sie sich dazu zwingen musste, den Umständen entsprechend, denn die Bilder des wütenden Erzmagiers waren immer noch Bildlich vor Ihren Augen.

Den Fokus zwischen den Beiden wurde nochmals unterbrochen als der Stadtführer klatschend zu ihnen kam, besser gesagt, er stand wohl die ganze Zeit bereits in der Nähe der beiden und gratulierte Sie, dass sie, aus einer Gruppe von vollkommenen Neulingen, diese "Übung" siegreich bestanden und wirkte Glücklich darüber, Ihnen diese Empfehlung ausgesprochen zu haben. "EIn Teil von mir ist dankbar über die Empfehlung und den heutigen Tag. Der andere Teil ... wünschte Sich nie dieses Gesicht gesehen zu haben und verflucht den morgigen Tag" was Sie meinte würde für Kallin wahrscheinlich nichts neues sein, schien er doch das ganze bereits sehr gewohnt zu sein und lächelte auch sehr selbstzufrieden. Rhord selbst schien ebenfalls zufrieden mit dem Ergebnis zu sein und nahm das ganze sehr locker, wahrscheinlich da er seinem Körperbau und seiner Eigenschaft als Dämon dass besser aushalten wird. Noire hingegen dürfte morgen früh den Alptraum ihres Lebens erleben - und durfte sich womöglich bereits eine wunderbare Erklärung für Lauriam ausdenken. Als Rhord dann sich nach Nergal’s Stärke - oder den Grund erkundigte warum sein Hammer nichts brachte bekamen Sie beide eine Erklärung. Eine Magie die Noire weder hörte noch kannte. Selbst Nyx oder Diana waren ratlos. Verhärtungsmagie. Die Erklärung davon war interessant, und Noire’s Auge was die Erkennung der Selbstverstärkung anging war also korrekt. Hatte Sie doch oft genug Rouge oder Leo diese Technik anwenden sehen, jedoch nicht in dieser Stärke und Dauer. Das war besorgniserregend. Rhord selbst schien Interesse daran zu haben es zu erlernen und bekam auch von Kallin eine Ermutigung dass er es sogar konnte wenn er sich dahinterklemmen würde, zwar nicht vollständig aber ein Teil des Körpers wäre ja schon ein Anfang. "Soweit ich Mutters Erzählung richtig in Erinnerung hatte führte Sie mit dir doch einen Test durch wie Magiebewandert du tatsächlich bist? Meinte Sie nicht dass du es sogar schaffen könntest wenn du dich an Ihre Trainingsvorschläge halten würdest? Gab Sie dir vielleicht auch eine Lehrschrift mit?" - was Noire nicht wusste: Sie gab eine Lehrschrift mit, aber nicht Rhord selbst, sondern Lauriam.

Bei der Besprechung, nachdem Sie ihren Teil aussprach, folgte auch Dante, der etwas folgewichtiges Aussprach, nicht nur das es ein Starker Gegner sein kann, sondern auch ein Unüberwindbarer Gegner, der auch Gemeinsam nicht geschlagen werden kann. Die Welt war kalt und hart, da war es kein Wunder wenn es Personen gab, die so stark sein würden dass sie selbst von mehreren Personen gleichzeitig nicht fallen würden. Und Rhord sprach etwas von Kreativität an. Die Möglichkeit sich mit dem, was man zur Verfügung hatte, entsprechend an Situationen anzupassen. Die Idee mit dem Sand war Rückblickend absolut grandios, oder die Stolperfalle. Einfach, aber Effektiv. Und wie auch bei der aller ersten Frage bei der Begrüßung schien er nicht alles gehört zu haben was er wollte und seine Erklärung war - auch wenn Noire anfänglich erst einmal wieder Schreckhaft wurde als sie in das - nun eher zahmer wirkende Gesicht - des Meisters sah. Werte, die bestimmten ob man den nächsten Tag erleben würde. Sich nicht zu schämen fliehen zu müssen wenn man unterliegen würde. Dass der Tod das schlimmste von allem ist, da man damit die Chance verstreichen lassen würde etwas erleben zu können und das nächste Mal besser zu sein. Auch auf Noire’s "Gemeinsam" ging Nergal ein, nicht zuletzt als er Sie direkt ansah nach Ihrer Entschuldigung - wo Sie erneut zuckte, aber nicht mehr so extrem wie zu beginn. Es war ein seltsames Gefühl. Dass sie sich ihrer mangelnden Erfahrung bewusst ist war eine gute Sache, doch sollten Sich die meisten der Studenten selbst an die Nase fassen und ihre Fehler, die Sie auch begingen, zur Selbstreflektion mitnehmen.

Dass sich das Wetter langsam zusammenzog entging auch Noire nicht, was wohl auch der Grund war, warum Nergal wohl zum Ende des heutigen Trainings kommen möchte und sich nach Fragen erkundigte. Noire hatte tatsächlich drei Fragen. "Die Fragen sind vielleicht ... unspektakulär einfach ... nun. Kann man diese Gewichte irgendwo erwerben damit man mit Ihnen selbst weitertrainieren kann, für eine Person wie mich, die immer auf Reisen sein und wie sind diese dann zu pflegen? ... Und ..." sie zögerte kurz, fasste aber den Mut zusammen. "Findet dieses "Training", auch wenn ich womöglich fürs erste auf den letzten Part verzichten kann bis ich mich stark genug für eine vernünftige Herausforderin fühle, denn täglich statt? Ich hätte ... Interesse das Training fortzusetzten solange ich mich in Alve Academia aufhalte wenn ich die Zeit dazu finde." und sobald Sie darauf Ihre Antworten hatte kam Sie zu Ihrer letzten Frage. "Wenn Ihr mir die persönliche Frage erlaubt Meister Windbrooke: Ihr seid ein Ratsmitglied des Rates hier in Alve Academia, korrekt? Bei meiner Ankunft habe ich gesehen wie stark sich hier eine Zwei-Schichten-Gesellschaft gebildet hat, die ich nur in anderer Form gesehen habe: Nicht-Magie-Begabte und Magie-Begabte. So wie es bei "Reichen" und "Armen" Leute wäre, ist dieses Schichtensystem auch hier präsent, und in gewisser Weise fühlte ich mich dem Leid der "Nicht-Magie-Begabten" aufgrund meiner Herkunft hier sehr verbunden was Ihr Schicksal anbelangt. Wie steht ihr Persönlich zu dieser Situation, diesem "System"?"

Rhord wird wohl die Person sein die wahrscheinlich die einzige Person war, die diese Fortsetzung von "Training" mitmachen würde. Auch wusste Sie dass sie nicht zum privaten Vergnügen da waren. Doch solange Sie sich noch in der Nachforschungsphase befanden und Sie es Privat einrichten konnte wollte sie die Chance nutzen die einen oder anderen Tipps mitzunehmen. Nicht zuletzt, da Sie sich nach all dem zumindest nach ihrem Gefühl er sicher war, dass Nergal nicht ihre Gesuchte Person war. Und die letzte Frage sollte zeigen, wie Nergal im Charakter war. Und sie würde auch gleich sehen wie "Tief" diese Gräben waren, die sich Ihnen bei Ihrer Anreise in der Kutsche präsentierten.

@Tobi: @Night Zap: