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Night Zap

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421

Freitag, 13. Dezember 2019, 22:47

Nun, da Korina gesagt hatte, Scarlet sei nicht böse, hinterfragte diese, warum sie Korina nicht vergeben konnte. "Ich weiß nicht..." brachte Korina nur heraus, bevor die Rothaarige sie auf den Tee aufmerksam machte. "Oh, stimmt ja. Jetzt ist genug Zeit vergangen." Korina hob das Sieb aus der Tasse, nahm einen Löffel und drückte damit noch einmal auf die nassen Teeblätter, um noch ein bisschen Flüssigkeit herauszupressen und in die Tasse Tropfen zu lassen. Beim Buffet stand auch ein Wagen für gebrauchtes Geschirr, zusammen mit einem Mülleimer. Da konnten Sieb und Blätter hin.
"Jetzt ist er fertig. Du kannst noch Zucker dazutun." Dann kehrten sie so langsam zum Tisch zurück. "Wegen dem Vergeben... Noire hat damit so viel aufs Spiel gesetzt, der Ruf ihrer ganzen Familie wäre in Gefahr, wenn ich überführt werde. Deshalb hat es mir nicht gefallen, dass sie mir verziehen hat. Du hast zwar wohl nicht so viel zu verlieren, aber ich mag es einfach nicht, dass sich die Leute für mich opfern. Und wegen unserer Tätigkeiten, da mach ich mir Sorgen, dass du unweigerlich hineingezogen wirst. Und falls wir erwischt werden, verlierst du deine Freiheit nur erneut. Wir stecken tief in der Scheiße, seit wir mit dieser Arbeit angefangen haben, ich will nicht, dass anderen das gleiche passiert."
Scarlet hatte sich aus ihrer Gefangenschaft freigekämpft, mithilfe ihrer Angeborenenkräfte. Der lange Arm des telvanischen Gesetzes würde ihr diese Option nicht geben. Korina erinnerte sich noch an die magieblockierenden Handschellen, die sie in der Zelle von Killius getragen hatten. Da wäre Scarlet machtlos.


Der Gesichtsausdruck des Chefkochs wurde weniger streng, als Noire plötzlich zusammenzuckte und anschließend ihre Aggressivität verloren. Anscheinend hatte sie sich beruhigt, da hatte der Koch auch keinen Grund, sie weiterhin anzufeinden. Seine Worte hatten die Katzenwandlerin aber scheinbar neugierig gemacht. Er fasste sich ans Kinn und dachte an jenen Tag zurück. "Ich kann mich noch gut erinnern. Es war vor fast siebzehn Jahren. Ich war damals noch Lehrling in einem kleineren Restaurant, aber der Chef damals schien mit einer Kundin aneinander geraten zu sein. Ich weiß nicht genau, was genau sie an unserem Etablissement auszusetzen hatte, ich weiß nur, dass der Chef es irgendwie geschafft hat, mir dafür die Schuld in die Schuhe zu schieben. Und so wurde ich das Ziel ihres Zorns. Und ihres Sadismus, wie du sagst. Eine Fuchswandlerin, ihr Haar so rot wie das Feuer, dass sie auszuströmen schien, und ihre Stimme so süß wie ein Bonbon, das den Geschmack eines tödlichen Giftes im inneren überdeckt."
__________________
@Soren:

422

Gestern, 00:14

Der Chefkoch war wahrlich nicht amüsiert über ihr erscheinen. Er verlangte eine Rechtfertigung und weit in die Küche vordringen würden sie auch nicht. Im Gegenteil, sie werden rausgeworfen, was Siradda hören mochte. Jetzt war einfach wirklich nicht der richtige Zeitpunkt für so eine Aktion und auch die Zeit die ihnen zur Verfügung stand war begrenzt und bereits die eine Stunde die allein für die Zubereitung drauf gehen würden, Abwasch inklusive, wäre zu viel gewesen. Bei der letzten Beschreibung bekam Siradda, die zumindest ein wenig überrascht wirkte, dann auch sofort eine Idee wer gemeint gewesen sein könnte und da war sie nicht die einzige wie es schien.

Denn endlich: Noire kam zu Sinnen. Die Katzenwandlerin wirkte als wäre sie dabei von einem Traum zu erwachen. Da die Seelendämonin angefangen hatte ganz genau sie zu beobachten, ja sogar in der Geisterwelt sich so stellte, dass sie mit einem Blickwechsel etwas bemerken könnte, was Noire versuchen könnte vor ihr zu verbergen, entging ihr auch nicht, dass sie wegen irgendwas zusammenzuckte. Auch das damit verbundene feste schließen eines ihrer Augen bemerkte sie. Diese Bewegung war ihr nicht fremd. Schmerz. Um dem Prozess aber nicht entgegenzuwirken hielt sie für den Moment noch ganz bewusst ihren Mund.

"Ist irgendwas mit ihr?", fragte ihre Schwester, die Momente zuvor noch mit dem Gedanken spielte Noire gewaltsam von ihrer Schwester zu entfernen, sollte sie es übertreiben, aber dann ebenso von dieser Beschreibung des Wolfwandlers überrascht wurde. Ein Nicken kam als Antwort, doch gesprochen wurde nichts.

Noire hinterfragte ihr Handeln, während der Kommentar von Diana ungehört für Siradda und Aella blieb, da sie zu weit weg saß. Die Söldnerin kam langsam zur Ruhe und bedankte sich. Das Gespräch wollte sie wohl dennoch führen, doch anderes käme dem zuvor. "Dem wäre ich nach all dem nicht abgeneigt..." Siradda sah sich in der Position Noire etwas wichtiges erklären zu können, sollte ihre Vermutung was die Katzenwandlerin anging stimmen. Sie wollte wohl nur um die Pfannkuchen Geschichte reden, der Seelendämonin ging es aber bereits um mehr. Ob sich Noire das auch schon denken konnte?

Dann wechselte ihr Fokus aber wieder auf den Chefkoch, diesen Schrank von einem Wolfswandler, welcher genau die Frau beschrieb, die Siradda sich schon gedacht hatte. "Lasst mich raten, diese Fuchswandlerin hat aufgrund dieser Beschwerde versucht den Preis entweder teils oder gar ganz herunter zu drücken, oder? Oder was genau wollte sie?" Dass sie Rouge kannten musste ja wohl kaum ein Geheimnis bleiben. Der Mann kam ihr zumindest nicht so vor, als würde er Rache an Bekannten derjenigen üben wollen, der er damals vor so vielen Jahren etwas Ärger zu verdanken hatte. Zu erfahren zu was Rouge, die Siraddas Einschätzung doch bestimmt gegen das Etablissement weniger etwas auszusetzen hatte, als sie dem Personal weiß machen wollte, war in zweierlei Hinsicht für sie interessant. Einmal würde sie erfahren für was Rouge bereit war sich so aufzuführen, aber es könnte auch hinsichtlich Noire nützlich werden, wenn sie das Erfahrene richtig zu nutzen weiß später beim Gespräch.

Aella blieb derweil verwundert darüber wie gefasst ihre Schwester blieb, seitdem sie Noire in ihren Fokus genommen hatte. Es ließ sie anfangen zu grübeln, aber nur für einen kurzen Moment.

Raisen

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423

Gestern, 13:58

Rhord wirkte interessiert, aber als er hörte, um was im Buch "Die einsame Magd" ging, konnte man deutlich sehen, dass sein Interesse mit einem Schlag verschwand. "Leider habe ich bisher noch nie ein solches Buch gelesen... Jedoch habe ich bei unserer Abreise von Iridae von Noires Mutter eine Lektüre bekommen zur Thermomantie! Aber abseits davon habe ich in Sachen... ich glaube das Wort war Kultur... viel Nachholbedarf, weswegen ich dich auch gefragt habe. Ich habe erst ein Theaterstück gesehen und habe nicht mal verstanden was da vor sich ging. In den bisherigen fünf Jahren Freiheit war ich viel mehr darauf fokussiert die Welt kennen zu lernen... und zu verstehen wie sie funktioniert. So wie ich dich verstehe entdeckst du ja auch im Moment was etwas mehr Freiheit bedeuten kann. Und dann stell dir das nochmal vor, nur dass du kaum etwas über die Außenwelt weißt!", erklärte Rhord seinen bisherigen Kontakt mit Kultur und Kunst, wie Bücher und Theaterstücken. "Ups, sorry bin da wohl etwas abgeschweift!", meinte Rhord da hinterher,"Also ja, eine Lektüre. Mehr leider nicht, aber das kann sich ja eines Tages ändern!" Vada kannte Rhords Geschichte nur durch einen kurzen Stichwortzettel, den er vor seinem ersten Treffen mit den Schwingen erhalten hatte, weshalb er wusste, dass der Dämon noch sehr wenig Erfahrung in der Welt hatte. Seine eigene war auch nicht gerade groß, sondern beschränkte sich auf Jonis - erst wenn man gezwungen wird, seinen Heimatort zu verlassen, lernt man, wie groß die Welt eigentlich sein kann. "Mach dir keine Sorgen", antwortete Vada, "Geh einfach in die Bibliothek und schnapp dir drei zufällige Bücher aus den Regalen...so habe ich es gemacht." Der Angeborene hatte sowieso nicht gewusst, was ihm gefallen könnte, also ließ er den Zufall entscheiden, statt sich den Kopf darüber zu zerbrechen.

@Tobi:

424

Gestern, 16:07

Korina zeigte Scarlet wie es genau funktionierte. Teeblätter ausdrücken, aufräumen und schon war der Tee fertig für den Gebrauch. Der Wagen für das Geschirr erfüllte für das Aufräumen seinen Zweck wunderbar, weshalb sie diesen auch nutzten. Gesagt getan - bestätigte Sie nun den Abschluss der Prozedur. Entsprechend nickend nahm sie die Tasse - samt Unterstellteller und sogar korrekt - während sie zurück zu dem Tisch gingen, an dem aktuell nur noch Rhord, Vada und Lauriam saßen - Noire und Siradda gerade beim Eingang der Küche, von einem großen Wolfswandler abgehalten. Doch selbst beim Zurückgehen schien sie die Chance nutzten zu wollen sie weiter abhalten zu wollen ihnen zu helfen. Dass die Katzenwandlerin viel riskiert hat eine Person wie Sie zu retten. Etwas, was Scarlet so lange erhofft hatte, aber nie erhalten hatte. Sie hatte nur sich selbst. Sie überlegte. Wie wäre sie wohl geworden wenn sie gerettet worden wäre statt sich selbst gerettet zu haben. Und dann auch noch früher als Sie es vollbracht hatte? Fragen, auf die Sie keine Antwort hatte bis auf die Antwort vor Ihr. So wie Sie. Sie wollte verhindern dass sie weiter in diese Sache hineingezogen wird, wären Sie sehr tief verzwickt in diese. "Du klingst für mich wie jemand, der bereits aufgegeben hat und darauf wartet endlich erlöst zu werden." warf sie ihr ernst blickend an den Kopf. "Ich habe mein Leben in dem Moment verloren, als ich meine Familie vor meinen Augen und alles... was ich kannte nicht mehr wieder sah. Diese "Freiheit" die ich jetzt genieße ... ist nur ein Schatten von dem, was Freiheit bedeutet. Irgendwann wird jemand kommen, der mich zur Strecke bringen möchte oder mich gefangen nehmen möchte... da ich eine Gefahr für die Öffentlichkeit bin. 'Normal' zu sein oder 'Normalität' ist keine ... Option mehr für mich. Und bevor du oder die, die das ebenfalls nicht möchten ... euch auch noch wirklich passiert, werfe ich mich zwischen euch. Egal ob es ... der Dämon und seine Schwester sind, die, die euch ... böses wollen oder die, die mir das angetan hatten und weiteren antun möchten." Es war ungewohnt dass Scarlet sich in so einer Ernsthaftigkeit gab, doch sprach sie eine gewisse Wahrheit: "Normalität" war für sie gestorben. Dafür war sie viel zu sehr manipuliert und verdorben dass sie sich noch normal in die Öffentlichkeit zurückbegeben könnte. Ihr restliches Leben ist eins in Schatten.

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Nun, Siradda hatte wohl Interesse gefunden das Gespräch zu suchen, wissend das Noire gerade sie auf andere Art und Weise "sprechen" wollte. Dass sie auch beobachtet wurde entging ihr Nicht, waren die Blicke von Ihr Durchbohrend, dass konnte sie spüren. Vielleicht waren es aber auch nur Phantom-Schmerzen, die sie gerade verspürte, immerhin war der Muskelkater auch noch präsent und wurde dank der bisher wenigen Bewegung nicht gerade besser. Als dann der Chefkoch erzählte wo die Herkunft seiner Erinnerung kann war die Beschreibung viel zu genau auf sie zutreffend. Sie konnte nur ein müdes Lächeln erzwingen als sie leicht "lachend" ihren Blick vom Wolfswandler vor Ihr abwendete. Siradda warf bereits ihre Erste Vermutung in den Raum, die man sicherlich so stellen konnte. "Das war ... wohl meine Mutter ... "Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm" ... ironisch. Sie hat mir aber nie davon ... erzählt. War das ... vor meiner Zeit?" waren die fragenden Worte für sich selbst. Das Ereignis sollte aber Klarheit bekommen, zumindest ein wenig, als der Wolfswandler vor Ihr die Situation genauer schilderte:

--- Vor ca. 17 Jahren ---

Rouge war relativ frisch in Schattenwolf aufgenommen, nachdem Sie in der damaligen Situation, in der sie selbst schon fast zu einem Opfer von Sklavenhandel - von Blanc gerettet und aufgenommen wurde. Sie, wo noch nie die Arbeit von "Söldnern" erlebt hatte, Sie, wo noch frisch erst von der Flucht aus Ihrer Heimat in Aloria angekommen war, musste sich erst einmal in diese Arbeit einfinden. Was Ihr jedoch zugute kam waren Ihre Erfahrungen mit Magie, ihre Giftkenntnisse und ihre Möglichkeit mit Schwert, Dolch und Speer zu kämpfen - und dass bereits auf einem Niveau dass viele der Jünglinge in den Schatten stellte, nachdem Sie sich zuerst einmal behaupten musste. Fair genug, dass sie von Blanc aktiv unter die Fittiche genommen wurde, wobei Sie Ihn eher unter die Fittiche nahm in gewissen Situationen.

Fakt war, dass sie sich zu ihren Anfangszeiten bei Schattenwolf an den Aufträge auch aktiv beteiligte, war sie zwar bereits dank ihrer Kampffähigkeit höher gestellt als normale Mitglieder der Familie - auch etwas was für sie sehr überraschend war, zumal sie "Familie" von damals nicht kannte - aber war noch nicht die rechte Hand von Blanc oder die 2. Kommandantin – nur ein „einfaches Mitglied und einfache Söldnerin“. Entsprechend war Sie immer wieder bemüht aktiv Arbeit zu verrichten. Anfangs natürlich nur einfache Auftrage innerhalb Portia Iridae oder der nahen Umgebung, doch das war auf Dauer nichts mehr, was sie übernehmen sollte. Ihre erste Chance etwas von der Welt zu sehen war dann ein Auftrag eines Magier-Händlers, der Geleitschutz in Alve Academia benötigte und explizit nach Magier-Geleitschutz suchte. Der Situation dort verschuldet wäre ein Leibwächter ohne Magiekenntnisse zum einem weder wirklich erwünscht gewesen noch hätte sich dieser wohl mit so einer Person abgegeben. Die Situation in Iridae war zu dieser Zeit ruhig und als Fuchswandlerin war sie sehr wohl Magiebegabt. Die Auswahl in Iridae war auch nicht gerade großartig groß für diese Person, Rouge war aber "ausrechend" genug für Ihn - nachdem Sie mit etwas "Nachdruck" nachgeholfen hatte.

Der Geleitschutz selbst war über die Seewege, zu dem großen "Port of Alve", der einzige Anlegepunkt, um nach Alvenheim per Seeweg einzureisen, wo sie dank ihrer Magiekenntnisse, ausgewiesene Söldnerin und ihrem Auftraggeber nach einer kurzen Kontrolle auch Eintritt erhielt und der Weg zu Alve Academia die letzte Strecke des Geleitschutzes war. Die Reise dauerte auch entsprechend seine Zeit und diverse Zwischenstopps waren an der Tagesordnung. Es gab auch zwei Vorfälle mit Wildtieren, welche Sie aber ohne Schwierigkeiten, Schäden oder anderen Unfällen ohne große Mühen abwenden konnte, was der Händler natürlich erwartete, er meckerte sogar dass Sie z. B. nicht schneller diese Situation gelöst hätte, wurde aber von Ihr im nächsten Moment zum Stillschweigen gebracht. Er hätte das gute Recht gehabt sie aus ihrem Dienst vor Bezahlung zu entlassen - tat es aber nicht.

In Alve Academia nach einer entsprechenden Zeitspanne angekommen war ihr Auftrag erfüllt, die Bezahlung ausgehändigt und sie hatte entsprechend Freizeit. Blanc gab Ihr auch die Zeit "im angemessenen Rahmen" wieder zurückzukehren. Sie würde einige Tage also in Alve Academia bleiben - sowohl außerhalb als auch innerhalb. Sie war neugierig auf sämtliche, neue Eindrücke. Sie war aber auch zurückversetzt zu ihrem alten Leben bevor Sie aus ihrer Heimat fliehen musste. Und da das Essen im Lager der Schattenwölfe - Gerlinde gesagt - sehr Schlicht, Einfach und oft sehr wiederholend so gut wie immer das gleiche war nahm Sie sich es persönlich zur Aufgabe diverse Ideen zu sammeln, die sie "Zuhause" dann einführen möchte - oder wird, ob Sie es wollten oder nicht.

Einer ihrer Punkte, die sie also im Zuge ihres "Ausfluges" also anging war der Besuch diverser Restaurants - Einfache, schlichte Küche, die auch in Iridae funktionieren konnte. Da Portia Iridae ein Handelsknoten war, dürften viele Sachen entweder dort erhältlich sein oder adäquater Ersatz gewisse besondere Lebensmittel ersetzten können. Rouge's Gaumen - von damals also verwöhnt und nun Beleidigt - suchte also nach schmackhaften Rezepten, die einfach nachzukochen waren. An einem Abend war sie in einem gehobenen, bürgerlichen Lokal, dass Preislich zwar so wie das Lokal war auch gehobene Preise verlangte, die Gerichte aber nicht "Adelig" waren damit auch einfache Leute wie Sie nun war dort essen konnten. Sie suchte nach einem Eintopf oder etwas ähnlich einfaches, den Möglichkeiten bei den Söldnern geschuldet dass sie nur "Lagerfeuer" oder etwas Einfaches nutzen konnten. An diesem Abend bestellte Sie sich also einen Eintopf mit Fleisch und Fischeinlage - eine seltsame Kombination, immerhin war es entweder ein Eintopf mit Fleisch oder Fisch, selten aber beides Gemeinsam.

Ihr wurde der Eintopf entsprechend serviert. Gemüseeintopf mit Karotten, Paprika, Brokkoli, Kartoffeln, auf einer herzhaften Brühe mit Fleisch und Fisch. Simpel und Einfach, aber gut nachzukochen. Sie aß Ihr Gericht auch mit entsprechender Erwartung und Appetit. Was sie nicht erahnen konnte war, dass jemand ganz gewaltig an diesem Abend sein Handwerk vermasselt hatte. Das Fleisch war Zäh, der Fisch war überkocht und hatte sogar noch Gräten. Beim Gemüse hatten sie glücklicherweise nur den Brokkoli überkocht. "Glücklicherweise". Denn wäre der Rest auch "ungenießbar" gewesen, wäre wohl mehr passiert als dass, was sich ereignete. Sie ging - Teller und Löffel mitsamt dem angefangen Eintopf - zum Tresen, wo sie ihren Missmut an die dortige Bedienung noch "freundlich" zur Kenntnis brachte und diese sichtlich nervös und gestresst von dem eh schon vollen Lokal den damaligen Chefkoch rausholte. Einen Löwenwandler - ein seltener Anblick in dieser Stadt, viele schätzen es aber hier Mahlzeiten eines Nicht-Magiers zu erhalten.

Das Restaurant, anfangs noch normal Lebhaft und Lachend, wurde schrittweise stiller, bis Totenstille herrschte. Nachdem Rouge den damaligen Küchenchef und Löwenwandler wörtlich zerrissen hatte. Er hatte seine kräftige Statur von gut 2,10 Meter, war Kräftig und ein alter Brummbär seines Gleichens, zierte eine Narbe sein Gesicht am Auge. Da war eine zierliche Füchsin wie Rouge es war, mit ihren etwa 1,80 Meter und ihren Aussehen Anfang bis Mitte 20 ein recht extremer Kontrast. Besonders nachdem das Spiel anfangs noch selbstsicher vom Löwenwandler zu Rouge überwechselte und man hätte meinen können das er die zierliche Füchsin und Sie der stämmige Löwe. Dieses ... Argument ging so weit, dass der Löwenwandler, eingesehen dass er keine Chance hatte sie umzustimmen, ihren Zorn auf seinen damaligen Lehrling lenkte. Der von Ihr praktisch herausbestellt wurde. Da stand er also, der Wolfswandler, auch schon stolzer Statur, aber nichts ahnend dass er jetzt als Unschuldslamm für ihren Frust hingehalten wurde.

"So ... du bist also der Lehrling der dieses ... 'Gericht' zubereitet hatte." - sie blickte ihn bereits mit einer Intensität an, die den Löwenwandler neben Ihr bereits in Heißglut-Schwitzen gebracht hatte. Der Lehrling bestätigte das, zumindest bestätigte er die Gemüsebrühe und das Gemüse zubereitet zu haben. Das war auch Tatsache. Das Fleisch und der Fisch war des Chefkochs Sache, diese "Wahrheit" blieb aber unter zwei Personen verloren. "Dann probiere mal deinen "Eintopf", Jüngling." - ein Frischer Löffel und probiert, merkte er dass die Brühe selbst in Ordnung war. Auch das Gemüse. Nur der Brokkoli nicht. "Warum probierst du nicht das Fleisch? Oder den Fisch?" - fragende Blicke, die der Wolfswandler aber nicht erwidert bekommen hatte von seinem Vorgesetzten. Also probierte er das Fleisch - und spuckte es sofort wieder aus. Auch probierte er den Fisch. Und zog mit seinen Fingern eine Gräte hervor.

"Du bist ... sehr mutig so etwas an einen "Gast" gehen zu lassen, obwohl du genau wusstest dass diese Komponenten ungenießbar waren." Ihre Bedrohlichkeit steigerte sich von Wort zu Wort, besonders anzumerken an der Art, wie sie ihre zwei Fuchsschweife umherwarf und bei diesen sich die Haare weiter nach und nach aufstellten. Panik brach bei dem Lehrling aus, wandte er sämtliche Schuld von sich. Was sie aber nur weiter anstachelte, besonders, da der Löwenwandler seinem Lehrling auch noch Vorwürfe machte. 'Er hatte nur das größte Vertrauen in seinen Lehrling und hatte die Gerichte, nachdem er seinen Wert bewiesen hatte, nur noch Stichprobenartig probiert und nun, wo er es nicht konsequent gemacht hatte, passiert so etwas" - Er wurde von seinem Vorgesetzt ausgeliefert. "Mein Abend ist ruiniert, mein Essen ungenießbar und dafür soll ich noch gute Geld bezahlten? ... Schätzchen, was möchtest du nur tun um das wieder gut zu machen?" sie beugte sich vor, was Ihre Weiblichkeit nochmal betonte, während sie ihm tief in die Augen sah, man ein Feuer in den Augen sehen konnte während ihre Aura die einer Mordlustigen ausstrahlte. Nicht zuletzt, da Sie sich zu seinen Ohren vorbeugte während sie seine Schulter hielt. "Überlege schnell, ich bin sehr ungeduldig und keineswegs vergebungsvoll." - was er direkt spüren konnte, immerhin konnte er neben einen nicht unerheblichen Druck den sie dort ausübte auch eine gewisse Hitzeentwicklung spüren, die nach kurzer Zeit begann leicht zu rauchen.

Das Ende der Geschichte war folgendermaßen: "Sie" schleppte den Lehrling in die Küche mit sich. Befahl den Küchenchef die Küche nicht zu betreten solange er und Sie "miteinander kochen", und hatte mit dem Lehrling "gemeinsam den Eintopf nochmals neu gekocht, während dieser das Rezept verriet und sie eine neue Variation des Eintopfes ausprobierten" - während der Lehrling regelrecht die Hölle durchlief, so wie Rouge ihn in die Mange nahm - Mental als auch Körperlich. Hatte man Ihn auch Jauchzten gehört war wohl eine der Fragen der schockierten Gäste und des damaligen Chefkochs. Dieser betete gedanklich und bat mehrfachst um Entschuldigung für dieses Dilemma. Wohlgemerkt: Gedanklich. Das Ergebnis dieser "Kooperation" war der Eintopf, der seit je her bei Schattenwolf eines der beliebtesten Speisen ist. Es war auch der Eintopf, den Sie damals am ersten Tag ihrer Ankunft gemeinsam essen konnten nach der langen Schiffsreise.

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Als der nun selbst zum Chefkoch gewordene Wolfswandler das erzählt hatte war Noire Still geworden. Bis auf ein leises, vielleicht resignierend verrücktes kichern.

@Night Zap: @Tobi:

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425

Gestern, 17:27

Siradda hörte aufmerksam der Erzählung zu, wobei der Wolfswandler natürlich nur von dem erzählen konnte was er mitbekam. Doch der Anteil genügte der Seelendämonin um zu verstehen, dass sich diese Füchsin sich nicht einfach irgendwelche Probleme ausgedacht hatte. Damit war es aus ihrer Sicht schon berechtigt eine neue Mahlzeit zu fordern. Über das wie dagegen ließe sich streiten.
"Ich kann mir das alles irgendwie sehr gut vorstellen, wie das gewesen sein muss. Sie haben mein Beileid so übertrieben angefahren worden zu sein. Wütend zu sein ist eine Sache, sowie eine Gegenleistung zu verlangen, aber so ein Theater zu veranstalten... Ich für meinen Teil würde mich da glaube mich mehr schämen für diesen Zirkus... War der neue Eintopf denn zumindest die Qualen wert?"

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Vada brachte einen sehr guten Vorschlag ein, fand Rhord. "Einfach drei zufällige Bücher nehmen... Hey, das klingt wirklich gut! Sobald ich mal etwas Freizeit finde werde ich das mal ausprobieren. Danke für den Vorschlag!", bedankte der Dämon sich bei Vada.

Lauriam blieb während all dem ruhig, seine Aufmerksamkeit galt vor allem Siradda und dem, was Aella ihm berichtete. Das waren allesamt interessante Entwicklungen, doch mit den mittlerweile leeren Tellern war es wohl ersichtlich, was als nächstes auf der Tagesordnung stand. So wie es sich gehörte nahm er sein Brett, Messer und auch seine Tasse hin zu der Abstellfläche auf eines der Tabletts von wo aus das Personal das schmutzige Geschirr gesammelt in die Küche bringen kann.
Auch Rhord war mittlerweile fertig und machte es seinem Vorgesetzten gleich. Die beiden warteten nur noch darauf, dass auch der Rest mit ihrem Frühstück fertig waren.

Night Zap

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426

Gestern, 19:36

Korinas Stimmung sank weiter, als Scarlet erklärte, dass für sie Freiheit und Normalität schon lange gestorben waren. Aber es war auch irgendwie beruhigend, dass Scarlet ihr soweit zu vertrauen zu schien, dass sie so viel über sich teilte. "Ich seh schon, du lässt dich nicht davon abbringen. Nun gut, wenn du schon mal hier bist, können wir ja unser bestes tun, uns gegenseitig den Rücken freizuhalten." sagte Korina also mit einem Lächeln.

Der Chefkoch blickte Noire überrascht an, als er hörte, die Fuchswandlerin sei ihre Mutter gewesen. Sie sahen sich zwar in keinster Weise ähnlich, aber diese Sorte von kühlem Zorn war die gleiche, deshalb konnte er es glauben. Vor allem, da die Katzenwandlerin genau das erzählte, was ihm widerfahren war.
"Hier in Alveheim riskiert man seinen Job, wenn man sich bei seinem Boss beschwert, da konnte mein damaliger Chef mich leicht den Wölfen, oder eher, der Füchsin vorwerfen. Seit diesem Tag habe ich nicht mehr solche Angst verspürt. Und das Restaurant damals wurde wenige Wochen später geschlossen und Chefkoch Largo kam sechs Monate hinter Gitter für Gesundheitsgefährdung, weil ein anonymer Lehrling die Behörden über die schlechten Hygienebedingungen informiert hat." Er fletschte die Zähne zu einem überlegenen Grinsen. Damals war er noch eine Bohnenstange mit kaum Fleisch an den Knochen und höchstens passablen Fähigkeiten in der Küche gewesen. Das kleine "Training" mit Rouge hatte ihn gelehrt, nicht nur besser zu kochen, sondern auch generell seinen Mann zu stehen, und so war er jetzt ein viel besserer Chefkoch. Es war zwar kein großes Restaurant, wie er mal gehofft hatte, aber er versicherte der Hotelküche einen ausgezeichneten Standard. "Übergib deinen Eltern Grüße von Jeff, Kleine. Deine Mutter ist nicht die einzige, die sich das Rezept von Damals eingeprägt hat, es ist eins meiner Spezialitäten geworden. Und... wenn ihr heute Abend mit dem Abwasch helft und die Küche schneller sauber ist, können wir sie euch sogar ein bisschen für eure Pfannkuchen überlassen, für einen Imbiss spät am Abend."

427

Gestern, 20:50

Als der Chefkoch den Teil erzählte, wo er seine Bekanntschaft mit "Rouge" machen durfte, konnte sich Noire das ganze sehr, sehr gut vorstellen. Das Aussehen, was er von Ihr schilderte war das, was Sie zu den Zeiten trug, als sie zu Schattenwolf kam, dass muss also vor mindestens 16 Jahre gewesen sein, so lange war sie schon in der Familie aufgenommen worden. Ein Schaudern kam Ihr jedenfalls ebenfalls über den Rücken als er erzählte, warum Alvenheim ein gefährlicher Ort war überhaupt zu arbeiten. Sein Vor- oder Nachteil, das war Ansichtssache, dass er in diesem Laden nicht weiter arbeiten musste sobald dieser von der Behörde geschlossen wurde, doch sein Weg, wie er dort hin kam, schien Ihn geprägt zu haben, immerhin nahm er die Schließung und die Gefangennahme von Ihm mit einem selbstsicheren Lächeln. Dass er das Rezept der Schattenwölfe auch als eines seiner Rezepte etabliert hat war eine überraschende, angenehme Überraschung. Er verriet auch seinen Namen, Jeff, soll doch Grüße an Rouge ausrichten und - wenn sie abends helfen würden, dürften Sie die Küche für "Pfannkuchen" verwenden. Noire wollte am liebsten genervt stöhnen, schluckte aber gerade sämtliche Gefühle wieder hinunter um das zu ignorieren. "Ich .. werde es Ihr ausrichten wenn ich wieder Zuhause bin. Der Eintopf heute Abend ... wäre ganz nett jedoch, oder das Angebot mit der Küche." - Danach wandte Sie sich zu Siradda "Du hast ... Mutter erlebt, korrekt? Sie ist ... Speziell. Sehr. Sehr. Speziell. Aber sie hat auch gute Seiten." und das kam von Ihrer Ziehtochter.

Was die zwei nicht bemerkten oder erst danach: Lauriam und Rhord waren bereits dabei sich fertig zu machen für die Morgenbesprechung. Dabei hatte sie weder ihren Tee, der bereits lauwarm sein dürfte und ihre Brote waren auch noch auf den Tisch. Sie resignierte. "Kater, Muskelkater, kein Frühstück ... Und ein Schwesterherz was in der Früh mir noch mehr Kopfschmerzen bereitet hat.... Was für ein miserabler Start in den Tag."

428

Gestern, 22:52

Es ärgerte Siradda sehr zu hören, dass es offenbar keine Jobsicherheit in Alveheim gab, selbst bei solchen Ungerechtigkeiten. "Freut mich zu hören, das das alte Restaurant dicht machen musste, wenn ihm das alles so stark nachgewiesen werden konnte, dass er sogar ins Gefängnis kam. Kann ja kein Einzelfall gewesen sein. Ich hoffe ihr habt schnell einen anderen Arbeitsplatz finden können.", erwiderte Siradda, die sich bereits denken konnte wer denn dieser anonyme Lehrling gewesen sein könnte und deswegen auch nicht zurückschreckte so klar ihre Meinung zu sagen. Ihr gegenüber dachte immerhin bestimmt dasselbe.

Das darauf folgende Angebot war sehr verlockend. Nach all dem Theater welches diese Tierwandlerin verursacht hatte war sie schon sehr interessiert daran geworden was denn nun dahinter steckte. Auch wenn sie selbst nicht wirklich die Vorstellung mochte wegen dieser Pfannkuchen wirr im Kopf zu werden, aber da musste sie nun durch. Auch Noire sagte zu ihr etwas und erinnerte an ihre bisherigen Erfahrungen mit Rouge. "Ja, ich erinnere mich daran. Vor allem was sie mit Rhord gemacht hatte werde ich so schnell nicht vergessen, doch genauso wenig den Kampf zwischen Lauriam und ihr. Sie hat auch ihre guten Seiten, doch manchmal hatte ich auch das Gefühl, dass ich ganz froh war, dass wir voraussichtlich nicht mehr so viel miteinander zu tun haben werden. Ich mag es einfach nicht wie sie mit anderen manchmal umspringt, nur weil sie mächtig ist... Auch wenn ich...", erwiderte die Seelendämonin, ließ den letzten Teil aber lieber ungesagt. Sie wollte noch sagen, dass sie mit einer solchen Meinung wohl im Glashaus sitzt, das würde aber nun Fragen aufwerfen, die sie noch nicht riskieren wollte aufzuwerfen. Aber obwohl sie wirklich einfach nur das sagte, was sie über diese Fuchswandlerin dachte, wollte sie auch nicht, dass Noires Stimmung dadurch noch weiter gedrückt wird, war es immerhin ihre Mutter.

"B-bitte nimm mir das nicht krumm oder dir selbst alzu sehr zu He-herzen! Andererseits habe ich ihre Stärke irgendwo auch bewundert und wie sie den Rest deiner Familie unter Kontrolle halten konnte... Und nicht zu vergessen, dass sie sich mit Lauriam einig wurde, was du-weißt-schon angeht."

Dann fiel aber auch ihr auf, dass die ersten schon mit dem Frühstück fertig waren. Als Noire schon seufzte dachte Siradda an den vergangenen Abend. Sie könnte zumindest versuchen etwas zu ändern, denn ihr Brett war zwar so gut wie leer, aber sie wollte Nachschlag und Noire ihre erste Mahlzeit! Daher schaute sie zurück zum Wolfswandler. "Dürfen wir zwei Bretter, zwei Messer und ein wenig zum Essen mit nach oben nehmen? Wir werden auch aufpassen, dass nicht gekrümmelt wird und die Bretter und Messer würden wir dann, wenn wir dürfen, auch kurz in der Küche abwaschen gehen. Geht ja schnell!" Nun lag es an Jeff, ob Noire eine Chance bekommen wird mit einer Stärkung, wie es sich gehört, in den Tag starten zu dürfen.

Ob sie nun durften oder nicht, Lauriam machte kurz darauf eine Geste mit seiner Hand und leitete den Rest daher dazu an mit nach oben zu kommen. "Kommt mit, es könnte ein langer Tag werden."
Scarlets Fall war dabei nicht vergessen gewesen. "Würdest du dann bitte jetzt das holen gehen, was Rhord zuvor angesprochen hatte? In der Zwischenzeit fangen wir dann schon mal an."

429

Heute, 10:55

Jeff entging natürlich nicht, dass Noire auch die "Guten Seiten" von Rouge hervorhob, auch wenn Siradda das aufzählte, was er auch in gewisser Weise erlebt haben muss. "Gute Seiten? Sie hat mich zu einem besseren Koch gemacht, so viel muss man wohl zugeben." Siradda’s Meinung war aber - in gewisser Weise - berechtigt. Sie konnte kaum die Argumente widerlegen, dass Sie die "Macht", die sie besaß, auch aktiv nutzte auch außerhalb von Kämpfen um gewisse Dominanz aufzuzeigen. Dass Siradda dann sich selbst aufführte machte die geplagte Söldnerin zwar aufmerksam, diese lenkte aber umgehend wieder ab und bat darum es nicht so zu sehen wie Sie es gesagt hatte, besonders da sie dann die "Guten Seiten" hervorhob und "Das" ansprach. Sie lächelte müde. "Keine Sorge ... Mir macht es nichts aus wenn man Wahrheiten über Sie so offen anspricht. Ihr Charakter muss aber ... einen Grund haben. Den Sie nicht einmal Vater verraten hatte. Niemand wird ... so wie Sie ohne Grund. Doch genau diese Art von Dominanz die Sie zeigt hat vielen von Uns oft das Leben gerettet. sie würde jedoch nicht, wenn Sie eh schon unter "Zeitdruck" standen, nachbohren wollen was es mit ihrer "Ich" bezogenen Antwort auf sich hatte.

Auf die Anfrage wegen dem Essen, den Brettern und dem Besteck willigte Jeff ein, milder gestimmt aufgrund der Situation, die sich Ihm offenbarte - was Noire und Siradda im gleichen Maße wohl erfreute nicht komplett leeren Magens in die Besprechung zu müssen. "Hoffentlich wird das Essen sein Werk vollbringen mich zu stärken." gab sie schon fast sarkastisch von sich, was erneut ungewöhnlich pessimistisch von Ihr war. Sobald Sie alles zusammenhatten würden sie sich zu den anderen begeben damit Sie in die Besprechung gehen könnten.

Scarlet jedoch würde zu diesem Teil erstmal nicht dazugehören, war sie bei Korina, die sich nun auch bereit gemacht hatte mitzugehen. Sie wurde entsprechend, wie vereinbart gebeten die Sache zu holen, die Rhord mit angesprochen hatte. "Natürlich. Ich werde nur diesen Tee noch trinken. Man soll Ihn ja ... Warm trinken, ja?" den Tee zu trinken würde nicht lange dauern, danach war der Weg zu Itsuki’s Anwesen kein Akt mehr. Wobei sie, als sie die Tasse hob und trank, diese erste probierte, probend in den Raum blickte, und zufrieden grinste. "Schmeckt ... wirklich gut." - nur um die Tasse einfach auszutrinken. Ihr fehlendes Schmerzgefühl hat sie nicht merken lassen dass es eigentlich noch zu heiß war den Tee jetzt schon zu trinken, was bei Ihr jedoch keinen Unterschied bewirkte, konnte sie ihre Wunden im Rachen eh selbst behandeln, unterbewusst ihrer Fähigkeit. "Dann bin ich mal unterwegs. Ich hoffe Meister Velon ist noch Zuhause. Sonst ... müsste ich ins das Haus einbrechen. Habe ja keinen Schlüssel bekommen von Ihm." Nun. Die Aussage war Korrekt aber auch komplett daneben. Wie gut dass nur die Schwingen zuhörten, als sie die leere Tasse auf den Bestellwagen zurückstellte und Stolz aus der Herberge in Richtung Anwesen verschwand.

@Tobi: @Raisen: @Night Zap:

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Heute, 15:35

Jeff schien der Begegnung mit Rouge zumindest abgewinnen zu können, dass er als Koch dazu gelernt hatte. "Nun, zumindest etwas." Die Frage, ob dieser Wolfswandler bald darauf eine neue Stelle fand blieb unbeantwortet, aber die beiden durften wie gewünscht auch oben essen. Noire zeigte sich zuvor akzeptierend, dass Siradda so über ihre Mutter sprach, da sie es nachvollziehen konnte. "Ja, das ist sicherlich etwas für sie spricht, doch frage ich mich ob es den Rest wieder gut macht... Es ist schwierig, denn einerseits wäre ich ihr bestimmt unendlich dankbar dafür, wenn sie mein Leben retten würde. Andererseits würden die anderen, unnötigeren Fälle es mir schwer machen sie zu akzeptieren wie der Rest von euch es tut... Aber gut wie ich über sie denke wird kaum relevant werden solange wir so viel mit ihr zu tun haben wie jetzt, schätze ich. " Rouge ist nicht hier und wird es in absehbarer Zeit auch nicht sein. Das machte es einfacher das Thema abzuharken. Auf ihren anderen Kommentar antwortete sie aber erst, wenn sie weit genug von Jeff weg waren, Wolfsohren miteinberechnet. "Da bin ich mir sicher! Weißt du, seitdem ich wieder einen Körper habe merke ich wieder wie sehr mir vor allem das Essen gefehlt hatte. Meine Schwester hat womöglich recht damit, dass ich ein Vielfraß bin, doch kann ich damit zumindest sagen, dass dieses Frühstück sein Werk bei mir bereits gut verrichtet hat!" Und trotzdessen fühlte sich dieser Dämon eine fast so große Portion auf das Brett wie zuvor. "Ich frag mich und hoffe für dich, ob dein neuer Körper das alles so gut verbrennen kann wie dein ehemaliger, Schwesterherz... Ich weiß, dass es eigentlich nur eine literarische Aufteilung ist, aber die Bezeichnung ‘Dämon der Völlerei‘ kommt mir da immer wieder den Kopf..." Aellas bissiger Kommentar prallte jedoch einfach an ihrer Schwester ab: "Ach was, ist doch halb so schlimm. Solange mein Magen sich nicht meldet passt da noch was rein und was übrig bleibt kann ich in Servierten einpacken und mit nehmen. Damit spar ich mir es auch unterwegs mir etwas mit meinem abgemagerten Geldbeutel kaufen zu müssen!"
Dagegen konnte die Winddämonin weniger sagen. Würde sie nicht daran erinnert werden würde sie es stets vergessen, dass Siraddas Kapital von Anfang an gering war.

Siradda, die abwechselnd auf beiden Seiten ging um auch ja sicher zu gehen, dass ihr nichts herunterfällt während sie auf einer Seite mit geschlossenen Augen läuft, schaffte es zu dem Tisch im Viererzimmer und setzte sich prompt auf einen Platz, den Lauriam für sie frei gehalten hatte. Rhord hatte selbiges für Noire getan. Der Rest der Schwingen war natürlich schneller als die beiden Nachkommer, doch nun waren sie alle - abzüglich Amen - wieder versammelt.

"Dann würde ich nun gerne damit anfangen, dass jeder erzählt, was er oder sie über Scarlets Teilnahme zu sagen hat. Ich würde sagen Korina sollte hierbei anfangen. Danach können alle wie sie wollen ihre Meinung über dieses Thema sagen."
Die Schwertkämpferin hatte eben den größten Anteil der Zeit mit Scarlet verbracht. Das konnte man zwar auch viel mehr zu denen sagen, die mit ihr am Vortag essen waren, doch ist einerseits da Rhord dabei gewesen, dessen Fokus momentan mehr auf dem Retten seiner Dämonenfreunde liegt und daher zu sehr großen Risiken bereit wäre, als auch Siradda, die sehr wahrscheinlich bereits ebenso wie Rhord viel Empathie zeigte für die Vergangenheit von Scarlet. Noire gabs zwar auch noch, diese war aber nicht ganz auf einer Ebene, wo Lauriam ihr zutrauen wollte den ersten Schritt zu machen. Sie sollte die Gelegenheit haben sich zumindest ein wenig zu stärken, ehe sie anfängt ihre Meinung zu teilen.