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Raisen

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Dienstag, 26. Mai 2020, 08:05

Siradda wurde wütend oder war enttäuscht, weil Amen nicht so reagierte, wie sie es wünschte. Weil er nicht das tat, was Lauriam und sie befahlen, weil sie es ja war, die alles verstehen und wissen. "Ich soll mir nicht so viele Gedanken darüber machen? Pff. Was für ein Narr du doch bist. Und ich dachte jemand anderes, der einst zu viel verloren hatte würde es verstehen. Selbst wenn du recht und ich unrecht haben sollten, du scheinst nicht zu realisieren wie viel auf dem Spiel steht...", warf sie ihn an den Kopf. "Bist du so scharf darauf den Schmerz von damals wieder zu erleben? Ist es dir wirklich so wichtig deine neu gewonnenen Freunde", sie warf einen Blick zu Tinia, "in ihr Verderben zu ziehen? Waren dir diese Melia und Menhit noch nicht genug?"

"Hast du überhaupt einmal darüber nachgedacht, warum wir uns so sehr einmischen wollen? Warum wir uns die Mühe geben? Weil wir überleben wollen. Weil keiner von uns Interesse daran hat einfach unsere Leben wegzuschmeißen. Lauriam und ich mögen schlimme Dinge begangen haben und auch unsere Geheimnisse besitzen, doch das alles bedeutet nicht, dass wir uns kein gutes Ende wünschen können. Es bedeutet nicht, dass wir uns blind gegenüber unseres Umfeldes stellen müssen", waren ihre Worte. Ja, Eigenschutz, das war es, wie so oft. "Deine Rachegefühle in allen Ehren, ich kenne, nein, ich verstehe es ja selbst. Doch im Moment bist du blind. So verloren in deiner Lust es ihnen heimzuzahlen, dass du mich sehr stark an jemanden erinnerst... und solange sich daran nichts ändert wirst du teuer dafür bezahlen müssen. Glaub ruhig, dass du dich den beiden einfach so entgegenstellen kannst und gewinnen wirst... ich werde meinen Fokus darauf legen, dass wir deine Arroganz überleben werden. Solltest du deine Sicht der Dinge nochmal überdenken wollen, dann sprich mich ruhig nochmal an."
"Nein, du hast absolut keine Ahnung, wie ich mich fühle, weder damals noch jetzt. Du stehst auf deinem hohen Ross, beurteilst jene, die unter dir stehen. Du tust, als würdest du alles wissen, als würdest du alles verstehen, aber du irrst dich. Du weißt nichts, schließ nicht von dir auf andere", antwortete Amen ebenso wütend über das, was er hier zu hören bekam. "Wenn dir wirklich irgendwas an andere liegen würde, würdest du ihnen zuhören, statt ihnen direkt aufzwingen zu wollen, was sie zu tun und zu denken haben, aber das braucht man wohl nicht von jemanden erwarten, dessen einziger Lebensinhalt es ist, im Namen der Hand von anderen zu stehlen, zu rauben und zu töten."
Siradda erhob sich und ging zur Tür, sagte aber noch etwas zu Tinia. "Du hast es vermutlich gemerkt, aber es hat sich etwas bei mir verändert. Ich wollte eigentlich mit dir darüber sprechen, wie es für dich war deine Erinnerungen zurück zu bekommen, aber... Mein Angebot dich zu prüfen steht dennoch, es steht daher nur noch die Frage, ob du mich immer noch an dich ranlassen möchtest. So hitzig wie es jetzt wegen mir aber geworden ist würde ich es sehr gerne auf später verschieben. Nachdem ich mit Lauriam zurück bin und wieder auf dieser Seite einsatzfähig bin" Tinia nickte, sagte aber nichts mehr.

@Tobi:

Jacob war nicht überrascht, als am Ende der dritten Prüfung seine Schwäche angesprochen wurde. Dabei fiel auch der Name Olivia Nydimar, die jegliche Magie blockieren konnte. Eventuell gibt es noch weitere Wesen, die dazu in der Lage sind und ihr Punkt war es, dass man gegen alle Eventualitäten gewappnet sein sollte. Lloyd bot ihm sogar einige Tipps an und er soll ihn bei seiner nächsten Trainingseinheit dazu holen. "Danke für die Hinweise", bedankte sich der Söldner bei den Prüfern, "Ich werde darauf zurückkommen, Lloyd." Jacob lächelte leicht. Stärker zu werden war zwar nicht seine oberste Priorität, aber es sprach nichts dagegen, sich einige Tipps zu holen.

Nach Jacob war Nian an die Reihe, wobei sie eine ähnliche Bedingung wie er auferlegt bekam. Zuerst das Kurzschwert, dann eine Minute das Naginata. Die Nonne war überraschend geübt, nein, das war schon mehr als "geübt". Sie war großartig, wenn man sich ihre Bewegungen ansah. Der Söldner war beeindruckt. Das sie ausgerechnet eine Nonne war...die Prüfer waren entsprechend interessiert daran, von welchem Orden sie eine Nonne war. Aufblühende Mondmorgenblüte. So der übersetzte Name und beim Hören des Namens, verzog Rouge das Gesicht. Ohh, da gab es wohl was in der Vergangenheit? Jacob schmunzelte leicht, was aber zum Glück keiner bemerken dürfte.

Nach all dem, gab es noch eine dritte Prüfende: Anna. Sie stellte sich vor dem Schild auf und hob ihr Schwert. "Wenn du dich sicher fühlst kannst du gerne einmal mit der Waffe draufschlagen. Aber schön die Waffe festhalten und auf den Rückschlag einstellen.", warnte Blanc. Anna nickte zwar, wusste aber nicht so recht, was sie erwartete. Sie hob ihre Klinge über den Kopf - wie Jacob eben, nur etwas wackeliger, da sie inzwischen schon das Gewicht des Kurzschwerts spürte - und schlug nach vor. Das Eisen donnerte auf den Wetzstein und es gab ein leichtes Klirren von sich. Annas Hand wurde durch den unnachgiebigen Stein wieder zurück geschlagen, was Anna überraschte. Ihre Hände zitterten leicht, da die Wucht des Schlag zurück auf ihre Handgelenk gegeben wurde. Ohhhh! Sie sah auf ihre Hände, das Schwert zitterte etwas, dennoch hob sie erneut aus. Diesmal von Seite, ebenso wie sie es bei Jacob zu sehen bekommen hatte, und schlug ein zweites Mal auf den Stein, doch dieses Mal konnte sie das Schwert während des Aufpralls nicht festhalten, denn der Rückschlag war zu viel für ihre schwachen Handgelenke - das Kurzschwert glitt auf den Boden.

@Soren:

762

Dienstag, 26. Mai 2020, 14:25

Anna gab Ihr bestes, denn Sie schien nicht eingeschüchtert zu sein und traute sich trotzdem, auch wenn ihre Haltung bereits das offensichtliche erahnen ließ, auf den Schild zu schlagen. Der erste Schlag klirrte, während man sehen konnte wie Sie mit dem Rückschlag zu kämpfen hatten, denn ihre Hände fingen an zu zittern und auch Ihr Griff wurde dadurch beeinflusst. Es war also kein Wunder dass der zweite Schlag, der daraufhin folgte, den Rest auf die bereits angeschlagene Anna übertrug und Sie dieses Mal nicht den Griff halten konnte, das Schwert entglitt ihr aus den Händen und fiel zu Boden. Blanc gab Ihr etwas Zeit das Ganze zu realisieren bevor er sich niederkniete und zufrieden nickte. "Du hast nun sicherlich gespürt was es bedeutet wenn Kraft auf Kraft trifft. Wie das Gefühl ist wenn deine Hände schwerer werden oder sogar schmerzen? Wenn du das alleine heute verstanden hast sind wir mehr als zufrieden. Wenn du möchtest können wir demnächst beginnen dich richtig auszubilden. Du hast dich bereits gut eingelebt und es scheint an der Zeit, dass wir deinen Willen zu lernen mit entsprechender Hilfe respektieren." Blanc hob das Schwer auf und hielt Ihr es griffbereit hin. "Wenn du noch mehr aus dem heutigen 'Event' mitnehmen konntest, umso besser." Dass Sie Anna nicht nach den strengen Maßregeln wie die anderen bewerteten, die in den täglichen Einsatz gehen - oder erstmal abbestellt wurden nach den jeweiligen Ergebnissen - war klar, denn Anna war noch nicht mal ansatzweise ausgebildet und wird kaum von Ihnen in die freie Wildbahn geworfen, auch bedenkend dass Sie noch nicht allzu lange aus dem Gefängnis heraus ist.

So kam es dass die Prüfung nach und nach seinen letzten Part abschloss und entsprechend Joachim, sobald alle Formalitäten abgeschlossen waren, mit allen Papieren - Materialliste, Mängelliste, Prüflisten und auferlegten "Strafen" sich ins HQ zurückzog, um das ganze schön, fein säuberlich einmal ordentlich auf Blatt Papier und Aushangplan zu bringen. Ja, Aushangplan. Es gab am HQ selbst eine Holztafel die wie eine Art Schwarzes Brett diente für alle Söldner, wo gelegentlich spezifische Aufträge aushingen oder wie Heute dann eine entsprechende "Wall of Shame" auf gehangen wurde: Name und entsprechende Strafzeit, oder Strafaufgabe bis Sie wieder die Freigabe für den Diensteinsatz hatten. Priorität hatten die Aufträge die dadurch erstmal neuverteilt wurden und diese wurden zugewiesen, noch am gleichen Abend. Bis die Ausgabe fertig war, ist entsprechende Anwesenheitspflicht, danach jedoch dürfte Jacob, sofern er wollte, nach Hause gehen, denn danach gab es keine Verpflichtungen mehr was seine Tätigkeit betraf - oder er konnte noch dableiben, wie es jedem in Schattenwolf zustand. Nian zumindest war mit Anna zufrieden. Auch wenn Jacob es vorhin klar machte dass Sie nicht ihre Tochter war und nur das Kind, welches der Schmied der Söldner hier einbrachte, fand Sie dass er die Worte ruhig hören sollte. "Gebt gut auf die kleine Anna acht. Sie hat großes Potenzial, das jedoch erst herausgekitzelt werden muss. Auch wenn es jetzt noch sehr, sehr grob aussah." Sie nickte zufrieden lächelnd, während Sie aber auch Worte für Jacob selbst hatte. "Euer Kampfstil ist auch besonders. Ich kann nun besser verstehen was der Löwenwandler ... Lloyd war sein Name, vorhin am Tisch mit euch besprach."

Rouge verschwand, sobald sich das "Event" aufgelöst hat, ohne weitere Worte in Ihr Zimmer zurück, als hätte sie von einer Tarantel gebissen worden. Blanc half mit den Aufräumarbeiten, während Lloyd zuerst seine eigene Ausrüstung wieder in die Kiste verpacken musste.

@Raisen:

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Nun, wirklich mehr konnte Noire vorerst nicht beitragen, alles weitere müsste also die Besprechung ergeben sobald Sie heute Abend nochmal zusammenkamen, von daher verneinte Noire die Aussage und wandte sich der Türe zu, die sich auch Siradda wieder näherte als sie rausschreiten wollte und lies diese erstmal wieder eintreten - sprach aber nichts an, denn die Gangweise wirkte etwas ... daneben. So konnte es auch Diana sehen, die das Geister-Ich von Siradda sah und diese ebenfalls eintreten lies, bevor Sie sich beiden zurück zu ihrem eigenen Zimmer begaben, vorher aber kurz anklopften und sich ankündigten. "Ich bin zurück Amen, ich trete jetzt ein wenn du da bist." bevor sie, nach kurzer Wartezeit, sich in das Zimmer zurückbegab und sich erstmal auf das Bett hinsetzte, dort, wo gerade wohl jemand gesessen hatte, was die Druckstelle auf der Decke des Bettes zeigte. "Ich hoffe dein Tag war ruhiger oder besser als meiner... Immerhin scheint der Alkoholgeruch aus dem Zimmer zu sein."

@Tobi: @Raisen:

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763

Dienstag, 26. Mai 2020, 16:26

Ninas Vorschlag, Siradda solle die Sache erklären, wurde schnell abgewehrt, da Siraddas Körper nicht anwesend war, was die Fledermausdämonin ins stottern brachte.
"Du willst wohl nicht darüber reden? War es was schlimmes?" fragte Korina. Bestimmt etwas über Ninas Familie, wenn sie speziell dazu eingeladen worden war.
"Es war... schwer für mich. Und ich glaub, dir würds auch nicht gefallen, was da am Schluss besprochen wurde. Ich dachte, Siradda könnts dir schonender beibringen, deshalb hab ich sie vorgeschlagen."
Korina würde es zwar wirklich lieber aus dem Mund von jemandem hören, dem sie mehr traute als Nina, aber da sie sowohl Siradda als auch Kemet fragen könnte, was besprochen worden war, hatte sie wohl keine Lügen oder Beschönigungen von Nina. "Ach, wird schon gehen, wenn du's mir erzählst." Sie streckte ihren Daumen nach oben.
"Also gut..." und so begann Nina, das Gespräch zusammenzufassen, dass die Version der des Verrats, den sie kannte, möglicherweise nicht ganz der Wahrheit entsprachen, dass Kemet ihre Verwandschaft zum Jeziary-Clan enthüllt hatte, und dass Siradda, als Drittpartei, vielleicht an eine Antwort kommen könnte, die Nina oder Korina verschwiegen bleiben würden. Korina war froh, dass Nina an den Worten ihres Vaters zu zweifeln begann, aber eine Sache verwirrte sie. Sie wollte keine zu harschen Worte wählen, schließlich schien auch Nina sich benehmen zu können, obwohl ihr tiefer Glaube an ihren Vater erschüttert worden war. "Und was soll mich daran stören, Nina? Ich war ja schon vorher der Meinung, dass dein Vater und seine Machenschaften nichts gutes verheißen. Mit Verlaub, dass du jetzt an ihm zweifelst, finde ich gut."
"Na, das ist..." Nina geriet ins Stocken. Sie kannte Korina gut genug, um zu wissen, wie wütend sie das machen würde. Aber dann nahm plötzlich Kemet die Last von ihren Schultern, indem sie sich in die materielle Welt projektierte und die Erklärung begann. "Es ist simpel. Aufgrund zu deiner Ähnlichkeit zu einer meiner Schwestern, die damals mit uns floh, habe ich die Theorie, dass du ihre Nachfahrin sein könntest." sagte sie so unerschüttert wie immer.
"Was?" Korina konnte sich gerade noch davon abhalten, ganz laut zu schreien, aber trotzdem übertrat sie, was man gemeinhin als Zimmerlautstärke kannte, und ihr zorniger Ton machte sie noch bemerkbarer. "Was soll denn der Scheiß? Mit eurer Arschgeigenfamilie hab ich doch nichts am Hut."
"Oh, ich wusste, dass würde ihr nicht gefallen..." wimmerte Nina. Das war an Kemet gerichtet, doch da deren Bewusstsein sich gerade bei der Projektion in der materiellen Welt befand, hörte sie es nicht.
"Beruhige dich. Es war nur eine Theorie. Und außerdem-" "Mich beruhigen? Du hast doch damit angefangen. Ich soll mit dieser Sippe in Verbindung stehen? Fick dich." Mehr wollte sie dazu nicht sagen. Wütend stampfte sie davon. Hatte keinen Sinn, sich mehr da hineinzusteigern.

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764

Dienstag, 26. Mai 2020, 18:06

"Du hast nun sicherlich gespürt was es bedeutet wenn Kraft auf Kraft trifft. Wie das Gefühl ist wenn deine Hände schwerer werden oder sogar schmerzen? Wenn du das alleine heute verstanden hast sind wir mehr als zufrieden. Wenn du möchtest können wir demnächst beginnen dich richtig auszubilden. Du hast dich bereits gut eingelebt und es scheint an der Zeit, dass wir deinen Willen zu lernen mit entsprechender Hilfe respektieren.", fasste Blanc ihre Gefühle zusammen und Anna lächelte, während ihr die Schweißperlen von der Stirn perlten. Dabei streckte sie auch den Daumen hoch. "Wenn du noch mehr aus dem heutigen 'Event' mitnehmen konntest, umso besser.", meinte der Wolfswandler während er Annas Schwert aufhob und es ihr reichte. Anna nahm es an sich und begutachtete es etwas. Auch wenn die Prüfungen - das Event - damit abgeschlossen waren, entfernte sich Anna noch nicht. Sie setzte sich an den Rand und beobachtete die anderen Prüflinge, die noch an der Reihe waren. Erst als die letzten fertig waren und sich der Tumult langsam auflöste, ging sie davon, zurück zu den Schlafzelten.
Kämpfen...was war das eigentlich? Anna wusste nicht...so recht. Sie nahm die Maske von Amen, ihr Geschenk. Es war auch der einzige Weg, wie sie mit Eris kommunizieren konnte. Ob sie schon zurück war? Sie meinte...Abends wäre sie wieder da. Anna war müde, dennoch setzte sie sich die Maske auf, um zu sehen, ob Eris schon hier war-

"Buh!", Eris' Gesicht war knapp vor ihres. Anna schrak zurück und riss sich die Maske vom Kopf. Sie atmete schwer und es dauerte einige Sekunden bis sie sich von dem Schreck erholte. Dann setzte sie etwas schüchtern wieder die Maske auf. Sie war glücklich, dass Eris wieder hier war. "Na, hast du mich schon vermisst?"

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Da einige Söldner die Prüfungen nicht bestanden haben, musste Jacob erstmal warten. Denn diese Leute wurden - zu Recht - von ihren Aufträgen abgezogen, was bedeutete, dass diese neu verteilt werden mussten. Dementsprechend gab es noch eine Anwesenheitspflicht, die Jacob abwarten musste, bevor er endlich zurück zu seine Familie konnte. Er war sich sicher, dass seine Frau nicht erfreut sein wird, wenn er später kommt...und seine Töchter, ob die schon schlafen? Während sie warteten, sprach ihn Nian erneut an. "Euer Kampfstil ist auch besonders. Ich kann nun besser verstehen was der Löwenwandler ... Lloyd war sein Name, vorhin am Tisch mit euch besprach." , lobte sie. "Ich denke nicht, dass es etwas besonderes ist. Das ist nur meine Arbeit und nichts weiteres", gab sich Jacob bescheiden, wobei er einige Worte des Lobs gleich zurückgab, "Ich denke das kann ich so zurückgeben und Rouge wird etwas genervt davon sein, dass ihr jemand die Stirn geboten hat."

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Nachdem Siradda gegangen war, blieb es erstmal etwas ruhig, ehe Tinia sich verabschiedete, um die anderen Geister für heute Abend einzusammeln. Zumindest jene, die wollten, denn zwingen konnten sie sowieso keinen. Es dauerte nicht lange, da klopfte es erneut an der Tür. "Ich bin zurück Amen, ich trete jetzt ein wenn du da bist.", hörte der Weißhaarige. Das war Noire. "Ja", antworte der Junge. Die Katzendame betrat das Zimmer und ließ sich auf ihren Bett nieder, wo eben noch Siradda saß. "Ich hoffe dein Tag war ruhiger oder besser als meiner... Immerhin scheint der Alkoholgeruch aus dem Zimmer zu sein." Amen schmunzelte. "Habt ihr es gestern etwas übertrieben?", lachte der Weißhaarige.

@Soren:

765

Dienstag, 26. Mai 2020, 18:25

Siradda hörte Amen noch zu und auch wenn sie es nicht abschütteln konnte, dass sie wirklich rechthaberisch im Moment drauf sein könnte - etwas, was sie selbst nicht beurteilen konnte - so verschwanden ihre Zweifel an Amen auch nicht. Ihr wäre es ja sogar lieber, wenn sie falsch liegen sollte, doch sie hielt es einfach für unrealistisch. Dennoch vom Ausgang dieses Gespräches bedrückt verzog die Seelendämonin sich in ihr Zimmer, ohne ein Wort zu der sie vorbeilassende Noire zu sagen und ließ sich in ihr Bett fallen, um ihren Kopf im Kissen zu versenken. Sie hob diesen nur noch einmal kurz, um Lauriam, der mal wieder besorgt zu ihr hin blickte, was sie erneut über die Geisterwelt sehen konnte, etwas kurz mitzuteilen. "Gib mir fünf Minuten. Dann können wir los wegen Seamus." Auch Geist-Siradda legte sich dann hin.

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766

Dienstag, 26. Mai 2020, 21:00

Nina wartete für ein paar Minuten, bevor sie Korina folgte. Diese Verzögerung schien sich gelohnt zu haben, denn zum einen hatte Korina dadurch Zeit gehabt, sich einigermaßen zu beruhigen, zum anderen war Nina in diesen fünf Minuten ein Spruch eingefallen, der ihre Freundin hoffentlich ein wenig aufmuntern würde.
"Korina? Bist du wütend auch mich?" fragte die Dämonin, nachdem sie in Korinas Zimmer angekommen war, wo die Schwertkämpferin mit um die Knien geschlungen Armen auf ihrem Bett saß.
Korina hätte sie jetzt beinahe angeschnaubt, den es konnte ihr ziemlich auf die Nerven gehen, aus dem nichts von Nina angesprochen zu werden, aber sie konnte sich zurückhalten. "Geht schon. Ich hass halt deine Familie." Das war immer noch sehr grob.
"Ja, das... weiß ich, deshalb wollt ichs dir erst gar nicht sagen, was Amaranth da denkt... aber sieh's mal so..." Sie zögerte, um abzuwarten, ob Korina überhaupt hören wollte, was sie zu sagen hatte. Korina brummte, was Nina als ein Ja interpretierte. "Wenn du Noire deine Schwester nennen kannst, obwohl ihr eigentlich nicht verwandt, heißt das nicht auch, du könntest einfach sagen, nein, ihr seid nicht meine Familie, egal, obs jetzt wahr ist oder nicht, was Amy sagt. Also, ich meine..." Nina war ein bisschen zittrig, was wenn Korina sie falsch verstand?
Nach ein paar schmerzhaften Sekunden der Stille erwiderte Korina schließlich nuschelnd: "Schon klar. Danke." Sie streckte ihre Beine aus und sprach jetzt klarer: "Hab sowieso keine Zeit zum Rumschmollen. Wir müssen ja noch zu Séamus."

Kurze Zeit später standen Korina und Nina vor der Tür zu Lauriams Zimmer. "Gehts dann los?"

767

Dienstag, 26. Mai 2020, 22:24

Es klopfte wirklich auf die Minute genau. Die beiden Zugehörige der Schwarzen Hand standen von ihren Betten auf, wovon Lauriam die Führung übernahm und die Tür öffnette.
"Ja, wir wären soweit bereit. Ich werde nur noch kurz eine Nachricht hinterlassen für die anderen wohin wir verschwinden und wer sich zu erklären hat, sollten wir nicht rechtzeitig wieder zurück sein."
Wie angesagt schrieb der Spezialagent eine Nachricht und legte diese auf die Mitte der Tischplatte. Sicher ist sicher.

Derweil war Siradda interessiert daran wie es bei Nina verlaufen war. "Und wie hat Korina es aufgenommen?"

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768

Gestern, 14:33

Um auf Siraddas Frage zu antworten, ging Nina näher an sie heran, um flüstern zu können, denn Korina weiterhin mit einem halben Gespräch zu nerven, besonders bei diesem heiklen Thema.
"Also, ich glaub, sie fand ihren Hass auf Vater nur noch mehr bestätigt. Was das andere angeht... du solltest das Thema besser nicht in ihrer Nähe ansprechen." Das Korina gerade nicht in bester Laune war, konnte man ja sehen.

Nachdem Lauriam noch eine Nachricht hinterlassen hatten, gingen sie los. Zuerst zu dem Ort, den sie mit Dante und Florence als Treffpunkt ausgemacht hatten, die beiden sollten auch mitkommen, damit sie sich selbst davon überzeugen konnten, dass jemand mit Séamus' Erinnerungen herumgepfuscht hatte. Außerdem wussten die beiden, wo man hin musste, denn auch wenn sie nie zuvor in der Stadt gewesen waren, sie kannten die Adressen fast aller Glaubenshäuser der Kirche des Schwarzen Engels, damit sie, egal wo sie gestrandet waren, schnell Verbündete treffen konnten.
Von außen sah das Glaubenshaus nicht viel anders aus als die benachbarten Gebäude. Innen war es jedoch eine große Halle, simpel eingerichtet, mit langen Bankreihen und einem Altar am anderen Ende. Die Decke war nicht sonderlich hoch, ganz anders als das, was man von Kirchen des Spioradismus und des Dämmerungsglaubens gewohnt war. Ein Gebäude mit einem großem Raum, aber mit Platz für obere Stockwerke, das war das. Viel war nicht los so spät am Tag. Unter der Woche wären um diese Zeit wohl so einige Gläubige da, um nach langen Arbeitsstunden zu beten, aber an einem Sonntag wie diesen war das schon mit dem vormittäglichen Gottesdienst erledigt. Ein Pastor begrüßte die kleine Gruppe.
"Guten Abend. Ich heiße Sie herzlich Willkommen in unsrem bescheidenen Haus. Sind Sie Gläubige, oder wollen Sie uns beitreten?"
"Ich schon, könnte man sagen." antwortete Dante, und zeigte seine Halskette vor, die ihn als mehr als nur einen einfachen Gläubigen markierte. "Ich bin Pater Dante Jesziary, vom Hauptquartier. Wir sind hier, um Mater Genevieve zu sprechen."
Der Pastor erklärte, er würde sie holen, und verschwand hinter einer Tür. Kurze Zeit später kam er zurück, um die Gruppe zu Gen zu führen. "Die Mater ist jetzt bereit, euch zu sehen." Er zeigte ihnen den Weg durch die Tür, eine Treppe hinauf, und in ein zentrales Zimmer im oberen Stockwerk. "Mater Genevieve erwartet euch." sagte der Pastor und verschwand.
Hinter der Tür befand sich ein Büroraum. Nicht sonderlich groß, aber gerade genug, damit es für die vier Besucher nicht zu eng wurde. Zwei der Wände waren mit Regalen gesäumt, in die zahllose dicke Bücher über Magie und Wissenschaft gezwängt waren. Links an der hinteren Wand befand sich eine Tür, die wohl zu Genevieves Privatgemach führte, und rechts auf ihrem Schreibtisch befand sich ein kugelförmiges Objekt, das von einem lilanen Tuch mit aufgesticktem Wellenmuster verdeckt war. Und hinter dem Schreibtisch saß natürlich Genevieve. Wer in die Geisterwelt blicken konnte, saß jedoch, dass sie nicht die einzige Person war, die sie hier erwartete. In einer Ecke lehnte ein Dämonengeist. Sein Gesicht war menschlich, mit schwarzen Augen, spitzen Zügen und fahlem blondem Haar. Doch der Rest seines Körpers schien aus silbrigen Stahl zu bestehen, der zum Teil aussah wie eine Ritterrüstung, zum anderen wie das Außenskelett eines Insekts, und gleichzeitig wie der Schuppenpanzer eines Drachen. Ein paar Flügel spross aus seinem Rücken, die Enden glühten rot.
"Camus!" rief Nina erfreut und rannte auf ihren großen Bruder zu, um ihn zu umarmen.
Genevieve schien nichts davon mitzukriegen, dass Nina ebenfalls hier war, oder sie beachtete sie einfach nicht, weil Korinas Präsenz gerade wichtiger war. "Guten Abend. Ich hätte nicht erwartet, dich hier in der Höhle des Löwen zu sehen. Bist du etwa bereit, mit uns zu kommen und dem gefährlichen Spiel, das meine Geschwister hier spielen, zu beenden?"
"Nein. Wir sind wegen Séamus hier. Es passt mir nicht, dass er denkt, ich hätte ihn angegriffen."
Florence fügte auch etwas hinzu: "Schwester, wir halten Korina zwar alle für Séamus verschwinden in Verdacht, aber ich bezweifle, dass sie offen herkommen würde, wäre sie tatsächlich schuldig. Hör sie an."
"Das hatte ich auch vor. Ich kann nicht sagen, dass du weniger vertrauen verdienst als die Frau, die mir Séamus zurückgebracht hat."
War es möglich, dass es sich bei der Frau, von der Gen sprach, um Aoife handelte? Korina sprach es erst einmal nicht an. "Gut. Wir glauben, dass jemand mit seinen Erinnerungen herumgepfuscht hat. Aber wir haben jemanden, die die Wahrheit enthüllen könnte."

769

Gestern, 15:54

Anna selbst wartete noch die gesamte Kampfprüfung ab, bevor Sich diese zu einen der Zelte begab, die wohl als Schlafzelte gedacht waren, der Größe entsprechend naheliegend wenn man auch die versammelte Truppe bedachte, womit erstmal nur noch Jacob in direkter Nähe zu Nian stand, die entsprechend das Gespräch mit Ihm gesucht hatte. Dass Sie auf Anna gut Acht geben sollten schien wohl eine Selbstverständlichkeit zu sein, so wie er nicht darauf einging. Er ging eher - bescheiden - auf seinen eigenen Kampfstil ein, schrieb es als "Es ist seine Arbeit" ab und erwiderte das Lob zurück. Anscheinend war das Temperament dieser Füchsin so, wie sie es in kurzer Zeit kennenlernen durfte, was auch diverse Mimik und Gestik verraten hatte. Doch Nian winkte ab. "Sie hatte mich nur getestet. Das war noch lange nicht das, was diese Frau wirklich beherrscht. Ihr Schlag wirkte Ernst und hatte auch genug Kraft dass man jemanden damit ernsthaft verletzten konnte, doch Sie kann mehr. Viel Mehr. Was Sie ärgert ist eher dass Sie mich wohl unterschätzt hat und sich das nicht gefallen lassen wollte." - Unüblich zu ihrer ruhige, freundlichen und höflichen Art wirkte die Nonne weiterhin Ruhig, aber Ernst. "Diese Frau verbirgt etwas was keiner erkennen kann." Was meinte Sie mit dieser Aussage? Sie würde diese einfach so stehen lassen, denn wenn es bisher keiner Erkennen konnte wird Sie die letzte sein dass zu offenbaren.

Die größten Aufräumarbeiten sind soweit erledigt, daher verteilten sich auch die Schattenwölfe erstmal im Lager bis dann die Aufträge an das schwarze Brett angepinnt wurden. Für Jacob war interessant, dass er, den Tag nach dem morgigen, einen Gruppenauftrag zusätzlich zugewiesen bekommen kam, der aber erst am Nachmittag begann und seien vorhandenen Aufträge am Vormittag an diesem Tag berücksichtigte. Er wurde als Ersatz für einen Zweihand-Schwertkämpfer auserwählt, der aber auch eine Art "Ältestenfunktion" für die Gruppe geben sollte. Dass er für Morgen noch einen Einzelauftrag zusätzlich aufgebrummt bekam war wohl von geringerem Interesse als der Gruppenauftrag für Ihn, auch vom Aspekt her dass der Gruppenauftrag schwieriger und Lohnenswerter war, selbst wenn die Bezahlung aufgeteilt wurde. Nian verbeugte sich jedenfalls von Jacob, bevor dieser an das Schwarze Brett gehen würde. "Es war jedenfalls schön eure Bekanntschaft gemacht zu haben, Jacob." - Sie ging davon aus dass er nach Hause gehen würde, so wie Lloyd bereits seine Familie zuhause, nicht hier, ansprach. Von daher war das der wohl beste Zeitpunkt.

Entsprechend nun Weg vom Mittelpunkt war nun Nian erstmal kurz wieder alleine, bevor Sie von Blanc, der mit den Strohpuppen fertig war, angesprochen wurde. "Ihr habt viele von meinen Kindern gänzlich überrascht, selbst mich alten Hasen als auch meine bessere Hälfte, so habe ich Sie schon lange nicht mehr furios erleben dürfen. Geschieht Ihr mal ganz Recht wie ich finde." lachte der Wolfswandler herzlich zufrieden. "Ich habe nur das befolgt was man mir anwies und ich bin mir sicher, dass ich euren Segen nun besitze, meine Reise alleine weiter antreten zu dürfen." "So wie Rouge davonstolziert ist? Sicher. Wobei Ihr als eigenständige Person wohl kaum die Erlaubnis von jemanden wie uns benötigt, noch hätten wir euch davon abhalten können." Blanc blickte zum Quartier, während er etwas überlegte. "Was haltet Ihr davon dass Ihr heute bei uns übernachtet? Nach dem anstrengenden kleinen Test könntet Ihr sicherlich etwas Ruhe vertragen. Und wir haben hinter der Lagermauer Bäder die entweder Getrennt oder sogar Gemischt genutzt werden. Außerdem haben wir es bereits sehr spät, da möchte ich euch nicht, auch wenn Ihr euch wohl verteidigen könnt, alleine nach Iridae zurückkehren lassen! - Nian war überrascht über das Angebot, wertschätze aber besonders das Angebot eines Bades. Sie kannte es von ihrer Heimat - offene Bäder, getrennte Bäder oder die Bäder auf dem Luxustransporter nach Aloria. Für Sie war es Normalität. Und da Sie nicht wusste ob Sie tatsächlich noch in Iridae selbst die Möglichkeit zu finden wird und, der Höflichkeit halber, das Angebot nicht ablehnen wollte, nahm Sie das Angebot mit Wertschätzung an, in dem Sie sich verbeugte. "Ihr seid zu Gütig. Seid Ihr euch Sicher dass das keine Probleme bereitet?" Er winkte ab. "Keinesfalls. Ihr seid ein Gast, niemand hat etwas dagegen, auch wenn meine "Frau" es anders ausdrücken würde, doch hätte Sie euch nicht in irgendeiner Art geduldet, wären Ihre Reaktionen extremer gewesen. Nach Zig Jahren Zusammenarbeiten und Leben kriegt man ein Gefühl dafür. Und Ihr habt auch keine große Reisekasse mehr nachdem Ihr so viel gespendet habt. Seht es einfach als äquivalenten Tausch für eure Hilfe an." "Dann nehme ich euer Angebot mit größten Freuden an. In diesem Fall jedoch, lasst mich kurz einen Segen für euch und eure Familie aussprechen." - Sie nahm aus ihrer Reisetasche einen Art unbeschriebenen Talisman heraus, mit Pinsel und Tinte, und malte diverse Schriftzüge auf diesen Talisman. Sprach ein Gebet aus und lies etwas Lichtmagie in den Talisman fliesen, so dass dieser leicht leuchtete für einen kurzen Moment. Und gab Ihn mit beiden Händen Blanc. "Bitte, nehmt diesen Talisman als Oberhaupt der Familie an, führt Ihn immer bei euch damit euch der Segen zwei großen Hüter Kanan und Aecliya euch vor schlimmen Unheil bewahren." - Bewandt in der grundsätzlichen Etiquette nahm Blanc den Talisman auch beidhändig an, betrachtete Ihn und packte ihn in eine seiner Taschen.

"Wir haben im HQ ein Gästezimmer, fühlt euch frei eure Gegenstände dort zu lagern - und keine Sorge, niemand wird sich an diesen Gegenständen vergreifen, es ist abschließbar und niemand ist so Wild so etwas unartiges zu tun. Den Schlüssel kann euch Joachim geben wenn Ihr ihm von meinen Worten unterrichtet. die Aussage würde Nian direkt annehmen, als Sie in das HQ eintrat, sich ebenfalls freundlich verbeugte und Joachim die Situation schilderte, der Ihr, kurzerhand und kurz angebunden, da er gerade unpassend in einer Berechnung gestört wurde und nicht allzu lange von seinen Formel im Kopf abtreten wollte, den Schlüssel überreichte und kurz ansprach wo sich dieses Befand. Dort angekommen und aufgesperrt wurde sie von einem einfachen Bett, einem kleinen Tisch, zwei Sessel und zwei Schränken begrüßt, davon auch ein Waffenschrank, was sogar sehr begrüßt wurde von den Nonne. Immerhin konnte Sie so ihre Waffen ordentlich lagern, die Sie mit sich führte. Sie hatte Wechselklamotten dabei, da sie die andere zur Wäsche bringen würde, die Sie ebenfalls nutzen durfte, schloss das Zimmer nachdem alles soweit verstaut und abgesperrt war zu, und ging aus dem HQ heraus. Doch stoppte Sie kurz, wandte Ihren Weg ab und ging zu dem Zelt, in dem Anna vorhin verschwunden war und suchte nach der Kleinen, die Sie, mit einer Maske aufsetzend, entdeckte. "Was hast du denn da für eine schöne Maske auf? Bisschen zu groß für dich aber sie sieht sehr elegant aus. Erinnert mich an meine Heimat." neckte Nian sie und wusste, dass sie nur eine einfache Antwort zurückbekommen würde. "ich wollte dich Fragen ob du Lust hast mit mir in eines der Bäder zu gehen? Euer ... Vater, Blanc, hat mir angeboten dass ich heute die Bäder mitnutzen kann als auch hier zu übernachten. Und alleine badet es sich nicht so schön, also warum nicht jemanden mitnehmen?" dabei war ihre freundliche, ruhige Art mit dem freundlichen Lächeln wieder zurückgekehrt.

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Nun, die gleiche Frage hatte Amen bereits in der Früh gestellt, doch da war Noire nicht gerade sehr Aufnahme und Reaktionsfähig, von daher war es nur Fair dass Sie nochmal sachlicher darauf einging. "Für die Art Informationsbeschaffung ist es manchmal notwendig das Glas zu erheben und eine Gruppe, die uns tatsächlich interessante Infos gab, waren gestandene Arbeiter aus der Nichtmagier-Schicht, die auch ihr Wasser halten konnten. Und ins Gespräch mit jemanden zu kommen der so sein Wasser halten kann muss man gleiches Wasser fahren können, was Rhord ohne Problem kann als Dämon und auch ich, die ... vieles gewöhnt war dank meiner Schwestern und Brüder Zuhause. Da bist du im Gegensatz noch weit, weit davon entfernt. Und lass mich dir einen Rat geben: Fang am besten gar nicht erst an. Also Alkohol zu trinken." mahnte die Schwester zu ihrem Bruder, wissend was für eine Katastrophe es beim Fest war als er betrunken eine Gruppe Schwestern anbaggerte - und elendig durchnässt zurückkam.

Das Thema behandelt, ging Noire jedoch über zum Ernst der Lage. "Du wolltest jedoch mehr als nur Smalltalk führen oder Bruderherz? Um was dreht es sich das du ansprechen wolltest?" sie wirkte wieder ernster, war aber weiterhin noch gerädert vom gesamten Tagesverlauf.

@Raisen:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Soren« (Gestern, 16:03)


770

Gestern, 17:11

Nina riet der Seelendämonin nicht weiter darüber zu reden, aber was den ersten Teil angeht scheint sie es recht schnell akzeptiert zu haben.

"Okay, wir sollten das erst einmal in sie einsickern lassen, selbst wenn sie es noch nicht glauben mag. Oh und was unsere Lüge angeht, eine Abänderung: Ich habe Kemets Erinnerungen untersucht, als sie mir davon erzählte, aber du glaubtest mir nicht. Das sollte es mir einfacher machen unbeteiligten Familienmitgliedern zumindest klarzumachen, dass ich mich vergewissert habe, dass mir keine Lüge aufgetischt worden ist. Wollen wir Korina eigentlich einweihen?"

Je nachdem was die Antwort sein würde, würden sie das am besten noch vor dem Treffen mit Dante und Florence erledigt haben.

Jedenfalls trafen sie sich dann wie geplant mit den Dämonengeschwistern, mit welchen es dann auch sogleich weiterging zu einem der Glaubenshäuser der Kirche des Schwarzen Engels. Hier leitete einer der Pastoren sie zu Genevieve weiter. "Mater... Ich schiebe es mal darauf, dass ich keinen Glauben besitze, dass ich dieses Wort nicht kenne...", kommentierte Siradda beiläufig das, wie der Pastor die Wasserdämonin nannte.

Einmal drinnen sah Geist-Siradda dasselbe wie Nina, ein weiterer Geist war im Raum, welcher den Namen Camus hatte. Ein Name, den die Seelendämonin erkannte. Eines der älteren Familienmitglieder. "Lauriam, auf der anderen Seite ist noch jemand, nur zu deiner Info. Camus ist sein Name.", sagte sie zuallererst zu dem Mann neben ihr. Korina wird Nina gehört haben, sie brauchte die Info weniger. Dessen Blick fiel derweil als allererstes auf das, was dort unter diesem Tuch verborgen lag. Es schien rundlich zu sein.
Danach blickte er einmal in die Geisterwelt um zu sehen, wie dieser Camus aussah. Gefährlich sah er aus, aber solange er ein Geist war dürfte seine Panzerung weniger zur Geltung kommen als sonst. Er war auf jeden Fall froh, dass Siradda nicht lange auf der anderen Seite verbleiben muss mit dem da anwesend... Da kam ihm ein Gedanke. Was würde geschehen, wenn...

"Guten Abend, Genevieve. Wurdest du schon darüber informiert wie wir Seamus helfen wollen?", begrüßte sie als allererstes die Wasserdämonin mit einem leichten Lächeln und winkte in der Geisterwelt Camus grüßend zu, was hoffentlich bei seiner bisher stillen Art ausreichen sollte.

Da fiel dem Spezialagenten auf, dass er tatsächlich etwas vergessen hatte!
"Achja, guten Abend. Verzeiht wenn ich so direkt frage, aber warum genau wartet eines deiner Familienmitglieder auf der anderen Seite? Und wo ist denn nun eigentlich Seamus?"

Raisen

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Gestern, 17:25

Amen schmunzelte leicht, als Noire ihn darauf hinwies, niemals- wirklich niemals mit dem trinken von Alkohol anzufangen. Er erinnerte sich vage daran, dass ihm damals im Lager der Schattenwölfe etwas entgegen geschleudert wurde...wie hieß die Katzenwandlerin nochmal? Viola...? Er lachte jedenfalls beim Gedanken daran. "An euch komm ich wohl nie ran", meinte scherzhaft. Amen mochte den Geschmack von Bier, aber die Nebeneffekte davon...darauf konnte er verzichten.

Schließlich sprach Noire gleich an, dass es hier wohl um mehr als etwas Smalltalk ging. Amen atmete durch, Tinia war jetzt gerade weg und er war ohne Geister hier- eigentlich, nun, auch nicht so wichtig. "Es geht um das Erwachen", legte Amen los, "Um das, was du beim Kampf gegen diesen...Liard sehen konntest. Ich möchte einiges ausprobieren und ich denke, du bist da die einzige, die ich wirklich fragen könnte, da ich weiß, dass du es für dich behalten kannst. Zudem...ich möchte wissen, ob du es mit Nyx und Diana auch nutzen kannst oder nicht." Es war vielleicht nicht fair, aber Noire war die einzige, bei der sich Amen sicher sein konnte, dass dieses Wissen nicht irgendwie zu Lauriam und der Hand gelangt.


@Soren:

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"Sie hatte mich nur getestet. Das war noch lange nicht das, was diese Frau wirklich beherrscht. Ihr Schlag wirkte Ernst und hatte auch genug Kraft dass man jemanden damit ernsthaft verletzten konnte, doch Sie kann mehr. Viel Mehr. Was Sie ärgert ist eher dass Sie mich wohl unterschätzt hat und sich das nicht gefallen lassen wollte.", vermutete Nian, was Jacob in gewisser Weise bestätigte. "Bevor ich zu den Schattenwölfen gekommen bin, hatte ich einen ernsthaften Kampf mit ihr, wobei ich mir nicht sicher bin, ob sie damals wirklich alles gegeben hat", antwortete Jacob, wobei er etwas gekränkt wäre, wenn Rouge sich damals zurückgehalten hätte. Der Situation gegeben...würde er vermuten, es war nicht so, aber dass sie nicht alle Tricks ausgepackt hat, wäre logisch. Was Nian allerdings mit der nächsten Aussage meinte, konnte sich Jacob nicht zusammenreimen. Rouge verbarg etwas?

Schließlich wurden am Schwarzen Brett die neuen Aufträge aufgeteilt - jetzt, wo einige wegfielen, änderte sich einiges. Jacob atmete durch und sah sich genauer an, wofür er jetzt zuständig war. Für den nächsten Tag bekam er einen weiteren Einzelauftrag und für den Tag darauf einen Gruppenauftrag am Nachmittag. Er nickte, es war sein Job. Der Gruppenauftrag interessierte ihn allerdings in der Tat. "Es war jedenfalls schön eure Bekanntschaft gemacht zu haben, Jacob." , verabschiedete sich die Nonne. "Ebenso, ich hoffe man sieht sich irgendwann mal wieder", lächelte Jacob, der nun im Lager fertig war und nach Hause aufbrechen würde.

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Anna begann zu strahlen und nickte erfreut. Eriiiis!
"Ich hab gesehen, bei was du da mitgemacht hast, du willst wohl schon zu den Größen gehören?", lachte Eris, die allerdings nur den letzten Teil der Prüfung gesehen hatte- nämlich den, wo Anna gerade auf den Schild eingeschlagen hat. Anna verschränkte die Arme und nickte selbstbewusst. "Nun, ich denke, es wäre wirklich bald an der Zeit, dass du mal etwas hineinschnupperst. Ein paar Trainingskämpfe schaden dir sicher nicht", meinte Eris, die sich inzwischen voll der Ausbildung von Anna verschrieben hatte. Anna streckte erfreut den Daumen hoch, morgen konnte es gleich losgehen! Am besten in aller Früh! "Ich hoffe doch, du hast heute dennoch fleißig geübt, auch wenn ich nicht da war?", ermahnte Eris abschließend noch ernst.

"Was hast du denn da für eine schöne Maske auf? Bisschen zu groß für dich aber sie sieht sehr elegant aus. Erinnert mich an meine Heimat.", überraschte Nian Anna und Eris. Anna schrak auf, da sie nur auf Eris fokussiert war und sie setzte die Maske ab. Nian. Eris hingegen musterte die Nonne, da sie für sie noch eine unbekannte Person war. "ich wollte dich Fragen ob du Lust hast mit mir in eines der Bäder zu gehen? Euer ... Vater, Blanc, hat mir angeboten dass ich heute die Bäder mitnutzen kann als auch hier zu übernachten. Und alleine badet es sich nicht so schön, also warum nicht jemanden mitnehmen?" Anna schmunzelte schelmisch, ehe sie den Finger hochhob und ihn zum Leuchten brachte. Sie atmete durch, auch wenn sie schon müde war- sie stellte sich das Wasser vor und malte einige Striche mit dem Finger.

"Ja"

Es wirkte etwas verschwommen und verschwand nach wenigen Sekunden auch gleich wieder, aber man konnte erkennen, was es war.
Eris blieb der Mund offen.
Anna kicherte etwas.

@Soren:

Night Zap

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Gestern, 21:16

"Warum denn nicht? Ich bin ja ständig bei Korina, da sollte sie mitspielen können." antwortete Nina flüsternd. Bis zum Treffpunkt war es noch ein Stück, da war Zeit, das zu bereden.

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Genevieve blickte Siradda neutral an. "Ich hatte nichts darüber gehört. Florence, Dante, ich nehme an, wegen des Paktes habt ihr nicht gewagt, mir unabhängig eine Nachricht zukommen zu lassen?"
Florence nickte. "So ist es, aber Korina hat uns bisher nichts genaueres verraten. Sie sagte nur, Lauriam hier könne überprüfen, ob Séamus' Gedächnis manipuliert worden ist."

Lauriam meldete sich ebenfalls zu Wort, Camus' Anwesenheit war nicht unbemerkt geblieben. "Camus ist zu Besuch hier. Seine Arbeit für Vater bringt ihn viel herum, deshalb hat er unerwartet vorbeigeschaut, als sich die Gelegenheit ergab. Séamus ruht im hinteren Zimmer. Wir werden sehen, ob ich euch zu ihm lasse. Und um das zu entscheiden, möchte ich euch zuerst einige Fragen stellen." Sie strich sich ein paar Haare aus dem Gesicht. Unbemerkt berührte sie sich dabei am linken Ohr und sprach still einen Hexenzauber aus. Dadurch würde sie den Herzschlag der anwesenden hören und Lügner entlarven können. "Séamus ist nämlich nicht der einzige in unserer Familie, der verschwunden ist. Wisst ihr zufällig etwas über einen gewissen Khan?"
Die größte Reaktion kam von den Kletten. Dante war sichtlich bestürzt. "Khan? Ist er etwa in Gefahr?" Florence konnte sich besser im Zaum halten, aber ihre Stimme klang traurig und nervös, als sie den Schwingen erklärte: "Khan ist eigentlich zusammen mit Gen hier in Alveheim tätig." Nina schien die Nachricht ebenfalls schwer zu treffen, aber sie schwieg.
"Ich weiß nichts von ihm." antwortete Korina ehrlich.

773

Heute, 15:35

Anna's erschrockene Reaktion war einfach zu süß für eine junge Dame ihres Alters, doch muss sie sehr konzentriert gewesen sein wenn sie sich von so etwas einfachen erschrecken ließ. Ihre Frage sollte dennoch eine Antwort finden, als sie, die Maske abgesetzt und konzentriert die Finger erhob und diese anfingen zu leuchten. Nian blieb gespannt was nun passieren wird, besonders da es der zweite Versuch in kurzer Zeit war - und doch strahlte, wenn auch nur kurz, das Wort "Ja" in der Luft, was Sie schelmisch grinsen ließ. "Dann mal los. Ich bin gespannt was dein Lehrmeister sagen wird wenn du Ihr das zeigen wirst, für den zweiten Versuch war das bereits besser als beim ersten Mal" erwiderte sie ebenfalls schelmisch grinsend.

Bei den Bädern angekommen konnte man drei Schilder entdecken: "Männer" "Frauen" "Gemischt". Offensichtlich genug da es drei Bäder waren aber gut, um diese auseinanderzuhalten. Nian war nicht prüde, also hatte sie kein Problem mit dem gemischten Bad, war sich aber bei Anna nicht sicher und entschied sich daher für die sichere Variante: Das Frauenbad. Eingerichtet waren die Zelte mit einem Vorderteil, Ablageboxen, abgedecktem Holzboden. Vorhand zu den tatsächlichen Badebereich und im Inneren die großen Badewannen mit Holzverkleidung Außen wie Innen. Nian selbst war überrascht wie sorgfältig die Bademöglichkeiten eingerichtet waren, freute sich aber über die Möglichkeit, immerhin hatte sie einen langen Tag hinter sich und konnte ihr tägliches Training gleich zweimal vornehmen. Am Vormittag auf dem Schiff und jetzt am Abend zu der "Gastprobe".

Sie selbst zog sich entsprechend aus, nahm eines der Badehandtücher und wickelte es um sich und ging - zur Verwunderung für alle, die es sehen konnten, das waren Anna und einige wenige Frauen die das Bad gerade noch mitnutzten, mitsamt ihrer Gebetsperlen an beiden Armen ins Bad. Sie legte die Perlen nicht ab sondern behielt Sie dran. Ein Grund dahinter war für Sie, da diese so gut behandelt waren, dass diese Wassertauglich waren und keine Beschädigung davontrugen, auch nicht wenn Seife oder Shampoo dran kämen. Zum anderen konnte Sie diese dann gleich mitreinigen. Und der letzte, aber eher selten vorkommende Fall: Wenn Sie jemanden in solchen Gelegenheiten traf, den sie auf den Charakter prüfen wollte. Ihr langes Haar war auch auffällig als Sie die kleinen Einstiegstreppen hinaufstieg und sich an einem freien Platz niederlies und erstmal entspannt ihren Kopf zurückfallen lies und dahintrieb auf ihren Sitzplatz.

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Amen schien verstanden zu haben worauf Noire auf kurzen Weg hinauswollte und sprach es direkt an. Das Erwachen. Er sprach besonders die Stelle an, an die er gegen Liard gekämpft hatte, dort, wo Noire ihre Nerven komplett verloren hatte. Dass er daraufhin sein Vertrauen aussprach dass Sie die Einzige wäre, die es für sich behalten könnte, war ein großer Vertrauensbeweis, zeitgleich möchte er wissen ob Diana oder Nyx es auch nutzen könnte. "Ich muss gestehen ... das mit dem Kampf gegen Liard... Da kann ich mich nicht wirklich daran erinnern da ich dort mehr oder weniger die Kontrolle über mich selbst und meine Gefühle verlor. Ich weiß nicht ob du es damals gehört hast aber ich habe etwas gesagt, was ich nie sagen wollte, aber trotzdem tat: Ich wünschte du würdest Liard umbringen. Danach hatte ich einen Nervenzusammenbruch, wo Diana mich kurzzeitig übernommen hatte und danach, sobald ich wieder zurück in Kontrolle kam, mit Itsuki ein Gespräch hatte über meinen Gefühlszustand." das zu dem Thema mit Liard. "Darauf komm ich später nochmal zurück. Erstmal zu deinem Thema. Zu dem Erwachen. Eine Sache dazu noch: Um unseren Plan den wir heute Abend durchführen, wo du leider kein Mitspracherecht mehr hattest weil du gefehlt hast, war es notwendig dass ich eine Sache offenlegte über unsere Fähigkeit, die wir beide besitzen um vor Eingriffe dieses wandelnden Vulkans geschützt zu sein. Unsere Möglichkeit miteinander zu kommunizieren. Wie es funktioniert, was die Voraussetzungen dazu sind, all das habe ich natürlich für mich behalten ... und bei Lauriam hab ich mich ... schlichtweg unwissend gestellt als er mich nach der Funktionsweise gefragt hatte. 'Es funktioniert einfach war meine Antwort'. sie ging in eine nachdenkliche Sitzposition über. "Wenn wir also von Vertrauen sprechen sollten wir dahingehend auf den gleichen Stand sein, nicht dass Sie uns gegenseitig ausspielen wollen. Das Geheimnis muss so gut gehütet bleiben wie möglich, da stimme ich dir zu. Keine Lust dass uns das irgendwann noch in den Rücken fallen kann." "Lauriam hat definitiv Interesse herauszufinden wie es funktioniert, da er selbst nur Telepathie besitzt um mit Aella und Siradda zu kommunizieren und das starke Einschränkungen besitzt, die Magie benötigt, von daher sollten alle vorsichtig sein, auch jeder von uns." sprach Diana offen aus, auch wenn Sie nur Noire in gewisser Weise wiederholte.

"Also, was ist es dass du ansprechen und wissen möchtest, gar testen wenn du Nyx und Diana ansprichst?" fragte Noire interessiert.

@Raisen:

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774

Heute, 21:07

Nina hatte dem nichts gegenzusprechen, worauf Siradda in der materiellen Welt beide Schwingen unterrichtete. Normalerweise hätte Lauriam an dieser Stelle die Dämonin von dem Plan abgehalten, da die Siradda, die er kannte, keine besonders gute Lügnerin war. Sowie sie jetzt ist und offenbar sogar Itzuki für den Moment täuschen konnte - das war wieder eine andere Geschichte.

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Die beiden Mitglieder der Schwarzen Hand hörten dem Gesprächsverlauf zu. Offenbar weiß keines der Dämonengeschwister bereits davon was sie vorhatten. Das war suboptimal, anders konnte man es nicht drehen, wenn man die Methode bedachte, die sie anwenden wollten.
Camus war dagegen nur zufällig hier und es gab noch eine für Gen unerwartete Entwicklung: Einem Khan soll irgendwas zugestoßen sein, der offenbar, wer hätte es ahnen können, zur Dämonensippe gehörte.

"Hab nie den Namen gehört.", antwortete der Spezialagent, der sich es schon denken konnte, dass der Name wahrscheinlich aus einem der Länder kommt, wo er bisher nur selten unterwegs war.
"Ebenso nicht. Was ist denn passiert?", fragte die Seelendämonin und folgte darauf dann auch mit der Erklärung ihres Planes. "Wir würden gerne versuchen Seamus Gedächtnis mithilfe meiner Seelenmagie wieder so hinzubiegen wie es gehört. Dazu werde ich mit Lauriam hier einen Pakt mach-" Da fiel Siradda auf, dass Gven ja noch gar nicht das wusste... Dante und Florence werden Allerwahrscheinlichkeit darüber nichts gesagt haben. Sie seufzte als sie es erst jetzt merkte wie sehr praktischer es gewesen wäre, wenn sie den Körper zuhause gelassen hätte. Gratis Info für Markus. Hurra!

"Ähm, ja einen Pakt. Obwohl 'ich' grad in der materiellen Welt stehe... Es ist kompliziert, aber bitte versteht als allererstes, dass die junge Frau, die ich kontrolliere und ich einen Deal miteinander haben und ich plane auch sie wieder gehen zu lassen und ihr dann zu helfen mit ihrer neuen Situation, sobald es soweit ist... Lange Rede, kurzer Sinn, mein wahres Ich steht grad in der Geisterwelt…", erklärte Körper-Siradda, während Geist-Siradda begann vermehrt in Camus Richtung zu blicken.

Was folgte war etwas, was der Kampfmagier irgendwo schon vermisst hatte: Eine nervöse Siradda. Nur leicht, doch es reichte aus für ihn, um das alles besser zu verstehen.

Die sich wieder beruhigt habende Siradda - nach einigen Momenten auch mithilfe ihrer eigenen Magie auf sich selbst angewendet - wollte sie die andere Sache einbringen, bevor sie mit einem Pakt mit Lauriam nicht mehr dazu käme mit Camus zu sprechen.
"B-bevor wir aber anfangen und sof-fern ihr beide kein Problem damit hättet, es gäbe da noch eine Sache, die ich gerne wissen würde." Sie atmete einmal ein und wieder aus. Das hatte ihr schon vorhin bei Amen geholfen zumindest ein wenig sich zu beruhigen.
"Ich habe von Nina von einem gewissen Vorfall erfahren, bei dem einige eurer Geschwister getürmt sind und laut eures Vaters dabei einige andere eurer Geschwister getötet hatten. Allerdings habe ich durch das... ähm... untersuchen der Seele einer dieser Flüchtlinge herausgefunden, dass dieser Mann Details verdreht hat... dass die Flüchtlinge ohne irgendwelche Toten verschwinden wollten. Ich weiß, dass meine Informationen stimmen müssen, da ich jederlei Tricks durchschauen kann, die das Wissen einer Seele von mir verbergen soll, doch Nina denkt ich lüge. Nun ist mir bewusst, dass ihr es möglicherweise auch nicht tun werdet", sprach sie, sich unbewusst darüber, dass vor ihr im Moment eine Lügendetektorin saß, die lediglich bei dem Nina-Teil eine Lüge erkennen würde, "allerdings hoffe ich, dass wenn ich mehr über andere Perspektiven lernen würde, dass ich sie vielleicht doch noch überzeugen könnte, bevor ihr Vater sie zu noch mehr zwingt was ihr nur schadet... Könntet ihr mir also bitte dennoch sagen - sofern ihr mehr wisst - wer genau alles damals anwesend war? Soweit ich von meiner Quelle erfahren habe ist keiner von euch beiden anwesend gewesen, doch vielleicht habt ihr gehört wer da war?"

Siradda war sich bewusst, dass es unwahrscheinlich war, dass sie einfach so andere Mitglieder dieser Familie überzeugen könnte. Worauf sie aber hoffte waren zwei Sachen: Einmal, dass es die vier neugierig macht was angeblich geschehen sein soll - was genau anders verlaufen sein soll und zudem darauf, dass sie sich selbstsicher im Glauben an ihren Vater - und Nina - genug waren, dass sie keinerlei Gefahr dahinter sahen ihr etwas zu sagen. Zugegeben, auf Zweiteres gab es kaum Erfolgsaussichten, doch versuchen nach diesem Erfolg zu fischen konnte sie ja dennoch. Markus wird mit dieser Strategie so oder so von ihrem Vorhaben erfahren und desto verzweifelter sie agiert, desto sicherer dürfte Nina sein, sofern sie ihren Teil der Lüge auch gut genug spielt. So gesehen war selbst der schlechteste Versuch mehr herauszufinden ein Gewinn - wenn denn niemand dahinter kommen würde. Wofür es bereits zu spät war.

Lauriam passte derweil nun auf beiden Seiten genauestens auf, dass niemand auf dumme Gedanken kam. Siradda spielte hier mit dem Feuer und er wollte bereit sein mit ihr einen Pakt zu machen, sollte dieser Camus ihr auf die Pelle rücken.