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801

Montag, 1. Juni 2020, 15:21

Nian blieb stumm, während Sie still ihr Gebet aussprach - gedanklich - und der Natur dabei lauschte, die Umgebung. Eris sprach in dieser Zeit das, was Eris zu sich selbst sagte. Nian's Gebete dauerten meistens mehrere Minuten, was Eris, egal ob Sie etwas sprach oder was, genug Zeit gegeben haben sollte ihren Part zu sagen, sodass Nian es in Ihr Gebet aufnehmen konnte. Es war eine lange Prozedur, und auch die Lichter schwirrten froh munter in der gesamten Umgebung umher, etwas, was der Szene, wenn man sie betrachtete, einen gewissen mysteriösen Flair gab - etwas, was Blanc und Rouge sehen konnten, denn die Fenster und die Blickrichtung waren korrekt ausgerichtet auf die Stelle, wo sich Nian gerade befand. Und beiden ist, als Sie auf den Zimmern waren - Rouge um ihren Frust zu verarbeiten und Blanc um seine Waffen zurückzustellen, die Lichtquelle entsprechend aufgefallen. Es hatte etwas beruhigend. Etwas Schönes.

Es dürften sicherlich einige Minuten über dem letzten Wort gewesen sein, was Eris in der Geisterwelt sprach, bevor Nian wieder eine Reaktion zeigte, sich bis zum Boden hin verbeugte vor ihrer Naginata, in der Knienden Position verblieb, und alles wieder rückgängig auflöste - zuerst das gezeichnete Pentagramm am Boden, danach nach und nach die Lichter. Lies aber eine größere Kugel wie auf dem Hinweg und mehrere kleine froh munter herumdüsen, bevor Sie schlussendlich die Naginata aus dem Boden zog, den Boden, wo sie die Naginata reinrammte mit der Hand wieder zuschüttete und ihre Waffe wieder zurück auf den Rücken tat. Erneut sprach Nian ohne Kontext zu Eris, die Ihr vielleicht auch nicht gefolgt war, aber daran glaubte, dass Sie anwesend war. "Ich bin mir sicher dass die Götter und die Personen, an die du gedacht hast, deine Worte erhört haben. Wertschätze diese Erinnerungen. Halte an Ihnen fest. Nehm Sie als Stützte und Kraft dein Ziel zu verfolgen." Nur kurz darauf als Sie das gesagt hatte streckte sie sich froh munter in die Luft, machte ein paar Dehnungen und gab einen zufriedenen Seufzer von sich. "Scheint ein guter Zeitpunkt zu sein, den Tag für heute zu beenden. Ob ich wohl die Möglichkeit habe mir hier Tee zuzubereiten?" fragte sich die Nonne selbst, während sie zufrieden zurückging - mit oder ohne Eris, was Eris tat war ihre Sache, wenn Sie überhaupt da war, noch da war oder da bleiben wollte statt mit zurück zu gehen.

Was Nian dann tat: Im Lager zurück ging Sie zuerst auf ihr Zimmer zurück und brachte die - bevor sie zum Gebet aufbrach die Waffe dort abholte - Naginata wieder zurück in den Schrank, bevor Sie mit einem einfachen Teeservice einen der noch anwesenden, wach gebliebenen Schattenwölfe nach einer Möglichkeit für warmes Wasser fragte und auf ein Zelt verwiesen wurde, was sich als eine Art Küche herausstellte. Warmes Wasser erhalten, Teeblätter bereits vorbereitet und den Tee ziehen lassend, begab Sie sich wieder zurück zum Zimmer, wo Sie, von einer normalen Lichtquelle begrüßt, sich in die gemütliche Couch niederlies, dort den Tee weiter ziehen ließ, und eine Art Lektüre aus ihrer Heimat herausholte - In einer Schrift und Sprache, die keinem etwas sagen dürfte wenn man nicht aus dem Land kam, wo Nian ihre Heimat nannte.

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Nun, ein einfacher Holzstock würde tatsächlich ausreichen, so sah es auch Amen, der Ihr dann anbot, dass er, falls Sie einen Trainingspartner benötigt, sich als diesen zu Verfügung stellen würde. Auch würde er anbieten, dass er - entweder Holzstock oder Speer, in der Geisterwelt aufbewahren würde. Das würde in der Tat helfen zu trainieren, wenn Sie so etwas nicht unnötig rumschleppen müsste. "Auf beide Angebote werde ich sicherlich zurückkommen." schmunzelte sie zufrieden und glücklich, während sie sich, den wohl ernsteren Teil des Gesprächs abgeschlossen, ins Bett zurückfallen lies. "Ihr Stil ist wild, unberechenbar. Auch wenn ich Ihre Anleitung lese, die äußert genau ist, werde ich wohl eine eigene Variation davon aneignen ... ob ich dafür geeignet bin? Wird es wirklich etwas was, was mir hilft? Es kam so überraschend als Sie meinten, Sie müssten die Zeit vorziehen an dem Sie mich darin einweihen wollten. Was sie nur damit gemeint haben." - Noire wusste dass es nicht mehr sehr viel Zeit ist, bis die Besprechung und der Einsatz los ging, also nutzte Sie diese, um sich jetzt einfach erstmal auszuruhen, bis es Abendessen gab. "Und so viel Zeit haben wir auch nicht mehr uns einfach auszuruhen. Irgendwie sehr Stressig der ganze Tag." lästerte Noire frei in die Luft, auch wenn Amen der letzte war der etwas dafür konnte.

@Raisen:

802

Montag, 1. Juni 2020, 15:34

Dieser Camus materialisierte sich und schlug vor Tee zu kochen, doch Lauriam, immer noch zumindest zuhörend, lehnte ab. "Danke, aber... das ist nicht notwendig... Ehe der Tee genug abgekühlt ist, sind wir bereits wieder weg."
Lauriam fühlte sich im Moment leicht angreifbar und entsprechend unwohl. Desto eher sie zum Gasthaus zurückkehren würden, desto eher erhoffte er sich eine letzte erholsame Pause, ehe es weitergehen würde. Dass Siradda in ihm versuchte ihn mit ihrer Seelenmagie zu beruhigen war sowohl sehr nett als auch sehr interessant. Sie konnte also die ganze Zeit ihn somit beeinflussen hätte sie es gewollt... Wenn er darüber nachdachte machte es Sinn, wenn ihre Seelen so nahe aneinander waren, dass er über den Seelenlink diese andere Sicht bekam, dann war es für sie bestimmt ein leichtes mit ihm zu tun was sie wollte und das schon seit dem ersten Mal vor vielen Jahren. Und dennoch tat schien dies das erste Mal zu sein...
Diese Gedanken beruhigten ihn nur noch mehr und er wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. Seine Augen waren gerötet.

Die anderen redeten derweil miteinander. Seamus war wieder der Alte, ohne Angst vor Korina. Eine besorgniserregende Neuigkeit war dagegen, dass diese Aoife eine Teufelin sein sollte, worauf Siradda für einen Moment wütend blickte. "Noch eine, hm...", murmelte sie vor sich, was nur njemand nahestehendes hören konnte - von Lauriam mal abgesehen, auch in ihm dachte die Seelendämonin laut. Sie ließ den wütenden Blick fallen.

"Diese Aoife kann gerne mal versuchen höchstpersönlich in meinen Kopf einzudringen... ich garantiere, das würde ein einmaliges Erlebnis für sie werden, Teufelin hin oder her." Wahrhaftig war es eine überaus dumme Idee der Seele einer Seelendämonin so nahe zu kommen, was nochmal extra in Siraddas Fall galt. Man könnte genauso gut seinen Arm in das Maul eines wachen Krokodils stecken. Dieses Mal hatte es für sie keine Folgen, da sie vom Zauber getrennt war - was das abschirmen Siraddas dagegen um einiges leichter machte - doch sie hoffte sehr es ihr erwidern zu können, was mit Lauriam geschehen war.

"Um diese angestrebte Unsterblichkeit mach ich mir mal keine Sorgen, denn selbst wenn, man kann auch unsterblich sein und für ewig weggesperrt sein. Das eine schließt das andere nicht aus."

Sie überlegte für einen Moment, ob sie das folgende sagen wollte, doch da sie die anderen Dunklen Schwingen darüber auch sehr bald informieren würde, konnte sie zumindest die Kurzfassung hinterlassen. Sie erklärte Lauriam zuvor, dass er schon sehr bald mehr erfahren würde und deswegen sich jetzt noch mit den Fragen sich zurückhalten sollte.

"Wenn wir schon beim Thema Teufel sind... Ich möchte euch vor etwas warnen. Korina, ich werde darüber später gerne etwas mehr ins Detail gehen, ich habe das eben bereits mit Lauriam abgesprochen. Doch da der Rest von euch dann nicht anwesend sein wird... Es gab heute einen Zwischenfall."

Sie erzählte gebündelt davon, wie sie mit den beiden Studenten, die ihr bisher eine riesige Hilfe waren, bei einem Spaziergang auf der Suche nach etwas Eis auf eine andere Gruppe an Studenten gestoßen waren. Offenbar gute Freunde, doch dann kam es zu dem Hinterhalt in der einen abgelegenen Seitengasse. Sie erzählte, dass es zum Kampf kam und dass zwischendurch zwei der angreifenden Studenten von Yuria getötet wurden... worauf eben jene Studenten in der Geisterwelt auftauchten und einer Siradda packte. "Und genau dann dämmerte es mir, was vor sich ging. Da sie körperlose Seelen waren konnte ich es leichter spüren... dass etwas nicht stimmte. Ich versuchte in den Verstand von einen von ihnen einzudringen und was ich fand... sie wurden ihres Namens, ihrer Identität, beraubt. " Was darüber hinaus geschah behielt Siradda noch für sich, das war für die Warnung nicht relevant. "Mit anderen Worten, in dieser Stadt scheint es einen Teufel zu geben, der es irgendwie schafft einfachen Menschen in einen Pakt zu bekommen, nur um dann die Namen einzufordern. Wie viele betroffen sind kann ich nicht sagen, aber wo ich mir sicher bin ist, dass dieser Teufel eine Verbindung zu dem Monster hat, welches mich zurück zu sich holen möchte..." Siradda brauchte einen Moment, ehe sie die folgende Bombe fallen lassen würde. Leicht fiel es ihr nicht, aber es war besser, wenn diese Familie es wissen würde. Die Konsequenzen, wenn einer von ihnen auf diese Methode zu ihnen fallen würden wären groß.

"Ich kann mir vorstellen, dass einige den Namen - oder Titel oder was auch immer - bereits einmal gehören habt. Dieser Teufel scheint eine Verbindung zum Blutkönig zu haben. Passt also bitte von nun an etwas mehr auf, wenn ihr durch verlassende oder kaum begehende Gassen geht. "

Lauriam blickte fassungslos. Das waren... äußerst, äußerst schlechte Neuigkeiten. Siradda hätte damit nicht rausgerückt, wenn es ihr nicht sehr ernst wäre, das war ihm bewusst. Ihr ist es unangenehm, wenn andere erfahren, dass sie eine Verbindung zu diesem Dämon hat. Es wirft Fragen auf, von sowohl den Wissenden als auch den Unwissenden. Unangenehme Fragen.
Doch nun konnte er es auch besser verstehen, warum sie die Dunklen Schwingen in Branlahrs Zustand einweihen wollte.

Night Zap

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803

Dienstag, 2. Juni 2020, 15:26

Das Thema Teufelin brachte Siradda dazu, Lauriam und Korina über einen Zwischenfall zu erzählen, der ihr heute widerfahren war. Menschen, die von einem Teufel versklavt worden waren und Siradda und die Studenten angegriffen hatten. Die Dämonin hatte den Verdacht, dass dies mit jemandem namens "Blutkönig" in Verbindung stand. Die Art, auf der Siradda ihre Fassung sammeln musste, um diesen Namen auszusprechen, gepaart mit Lauriams entsetztem Schweigen, machte klar, dass diese Person eine ernst zu nehmende Gefahr war. Doch konkrete Fakten wusste Korina keine über ihn. Dafür machte eine andere schlechte Nachricht gleich mehr Sinn. "Heute Mittag wurde angeblich ein Dämon gesichtet, der Leute getötet hat... Siradda, warst das du, als du dich verteidigt hast?" Zwar hatte Siradda gesagt, Yuria sei diejenige gewesen, die zur Selbstverteidigung tödliche Gewalt eingesetzt hatte, aber es war gut möglich, dass Siradda aufgrund des Notfalls ihre Dämonenform angenommen hatte und ihr deswegen die Tode zugeschrieben worden waren.

Nachdem auch dieses Thema abgehandelt war, wurde es wirklich Zeit zum gehen, um Lauriams Willen. Selbst ein mächtiger Magier und Agent eines Syndikats, wie er, war nicht unverwundbar, das hatte man schon bei seinen Interaktionen mit Braig gemerkt. Aber was immer Aoifes Falle ihm auch gezeigt hatte, das hatte ihn wirklich zugrunde gerichtet. Zum Teetrinken blieb in der Tat keine Zeit.
Sie waren wieder in Genevieves Büro, wo die Wasserdämonin vor ihrem Schreibtisch stand. "Ich bin froh, dass dieses Treffen zivil verlaufen ist, trotz der unerwarteten Turbulenzen." Und dann verbeugte sie sich vor Siradda. "Wir mögen zwar technisch gesehen Feinde sein, aber das Wohlergehen meiner Familie ist mir wichtiger als alles andere. Deshalb danke ich dir zutiefst, Séamus geholfen zu haben" Und Séamus, Dante, Florence und sogar Camus in der Geisterwelt machten es ihr nach. Das schien nun alles gewesen zu sein und die Schwingen und die Kletten wandten sich zur Tür, aber Genevieve entschloss nach kurzer Abwägung, noch etwas hinzuzufügen. "Meine Sorge um die Familie gilt übrigens auch euch beiden." sagte sie zu Florence und Dante. "Äh, danke" erwiderte Florence. Woher kam das? Sicher, Genevieve empfand sie und ihren Bruder nicht so sehr als Schwarzes Schaf, wie einige andere in der Familie es taten, aber ein paar freundliche Worte aus dem Nirgendwo, das passte nicht zu ihr. "Alles in Ordnung, Schwester?"
"Ich sage dies, weil es einige gibt, die diesem Prinzip nicht folgen. Ich halte zwar nichts von eurem Feenpakt, aber eher, weil ihr euch damit nur selbst in Gefahr bringt. Ihr müsst darauf vertrauen, dass sich niemand anderes einmischt, während ihr Korina verfolgt, und dieses Vertrauen ist bei jemandem wie Veronica nicht angebracht."
"Veronica ist hier?" sagten Dante und Florence wie aus einem Munde, alle Farbe wich ihnen aus dem Gesicht.
"So ist es. Obwohl Vater euren selbstmörderischen Plan erlaubt hat und euren Geschwistern befahl, die Suche nach Korina abzubrechen, ist Veronica ihr noch immer auf den Fersen. Sie wollte meine Kooperation für einen Plan, den sie nicht näher erläutert hat, aber was immer sie vorhat, es bringt den Feenpakt in Gefahr. Deshalb warne ich euch vor ihr. Sie kann Korina mithilfe ihrer Fähigkeit verfolgen, und verbirgt sich hinter der Maske des neuen Rabenteufels."
Korina hatte während dieser Erklärung immer lauter und wütender gekeucht, aber als sie sprach, konnte sie sich von einem Vulkanausbruch abhalten. "Diese Veronica folgt uns also? Euer ach so toller Plan, euch selbst in die Schlinge zu hängen, funktioniert nicht? Ihr beiden seit wirklich das Letzte."
"Du hast sie doch gehört, Veronica agiert unabhängig! Vater zu vertrauen, das bringt uns nicht in Gefahr! Sie ist die schuldige." wehrte sich Dante.

Die Diskussion ging ein paar mal hin und her, bis Korina die Hände zu Fäusten ballte und sich auf die Lippe biss. Mit diesen Leuten war nicht zu reden. Einen Moment lang herrschte stille. Dann war ein Leuchten vom Bürotisch zu sehen. Genevieve seufzte. Camus wollte anscheinend mit seinen Geschwistern reden. Sie wollte so ein wertvollen Stück zwar nicht vor den Augen der Besucher enthüllen, aber es blieb wohl keine Wahl.
Sie zog das Tuch weg und enthüllte das runde Objekt, das darunter verborgen lag: Ein bläulicher Kristall, geschliffen in Form eines Schädels. In der Geisterwelt legte Camus eine Hand auf den Kristall, und plötzlich erschien er in der Materiellen Welt, bleich und durchsichtig.
Kommunikation mit der Geisterwelt war eine schwierige Sache, und zu Genevieves wundesten Punkten gehörte es, dass sie trotz harter Arbeit nie einen Zauber zur Kontaktaufnahme gemeistert hatte. Deshalb musste sie sich mit anderen mitteln behelfen, wie diesem Schädel, einem wertvollen Artefakt, dass nur von den Mönchen eines kleinen, versteckt liegenden Klosters in den großen Gebirgen Melsiyas hergestellt werden konnte.
"Ich werde mich um Veronica kümmern. Sie mag zwar unzähmbar erscheinen, aber ich bin der Älteste. Auf mich wird sie hören. Sie wird dich nicht mehr verfolgen oder sich als Rabenteufel ausgeben, das verspreche ich dir, Korina." Die Schwertkämpferin nickte, aber sagte nichts. Camus schien das zu genügen, denn er wandte sich Dante zu.
"Dante, Florence, glaubt ihr an Reinkarnation?" fragte der stählerne Dämon. Von Dante kam ein verwirrtes Geräusch.
"Es ist nämlich so, meine Frau verehrt die Dämmerungsgötter, und da hat mich wohl etwas angesteckt. Und ich habe da etwas interessantes gelernt: Die Anhänger der Dämmerungsreligion glauben, dass alle Lebewesen, die sterben, eines Tages wiedergeboren werden. Und insbesondere glaubt man, dass jemand, der im vergangenen Leben große Fehler gemacht hat, diese im nächsten Leben wiederholt."
"Worauf willst du hinaus?" fragte Dante
"Ich fand es nur interessant. Und mit "Interessant" meine ich auch "ein bisschen traurig". Denn so, wie ihr redet erinner ihr mich ein bisschen an einen eurer älteren Brüder, den ihr nie kennen lerntest. Er war immer darauf versessen, Vater zu beweißen, wie Loyal er ist. Eines Tages ist er deshalb ein zu großes Risiko eingegangen, und hat es nicht überlebt. Vielleicht war dies ja das vorherige Leben von einem von euch, und jetzt bringt ihr euch in große Gefahr, nur um euch bei Vater wieder gut zu stellen"
Die Kletten antworteten darauf nichts. Egal, was sie sagten, das würde Korina wohl wieder zum Ausbrechen bringen, und das brachte nun wirklich niemandem was. Schließlich brach Florence das Schweigen: "Deine Frau, also? Wir haben schon oft von ihr gehört, aber du hast sie nie jemandem vorgestellt... oh, jetzt versteh ich. Ich hab gar nicht gewusst, dass Hände religiös sein können."
Camus registrierte den Witz, und fing an zu Lachen. "Ooooh, der war schmutzig. Wegen solchem Jux bist du meine Lieblingsschwester, Florence. Aber nein, ich schwöre dir, meine Gattin ist eine richtige Frau aus Fleisch und Blut, genauso richtig, wie du eine bist. Jedenfalls, passt auf euch auf. Ihr tut genug, hebt nicht noch mehr Last auf eure Schultern."
Und damit war der Besuch beendet.

804

Dienstag, 2. Juni 2020, 21:24

Die anderen hörten Siradda zu, worauf die Wasserdämonin eine Vermutung äußerte. Eine richtige.
"Ja, das wäre wohl ich. So leid es mir für diejenigen auch tat, mir wurde... mir wurde in meiner Wut mit einem Mal klar, dass ich mich nicht zurückhalten durfte. Weder in der materiellen Welt, noch in der Geisterwelt. Aber ich denke, auch wenn ein besseres Ende möglich gewesen wäre, etwas erreicht... Allerdings werdet ihr auf den Fahndungsplakaten, die sicherlich schon sehr bald sehen werdet, nichts zu mir finden. Ich habe dafür Sorge getragen, dass jemand anderes, jemand der mir viel Leid verursacht hatte, auch mit dem Blutkönig in Bunde steht und uns derzeit verfolgt, das angerechnet wird. Selbst diejenigen, die ihn bisher nicht kannten, sollten ihn nun hierzulande bald wiedererkennen, was uns einen gewissen Schutz vor ihm geben wird, egal auf welcher Seite er umherwandert."

Es war nicht schön darüber zu sprechen, doch das sollte die anwesenden Dämonen davor in Kenntnis setzen, dass der beschriebene und bald gefahndete Dämon durchaus echt ist und entsprechend gefährlich ist. Braig wird ja bereits steckbrieflich gesucht, Kline war dagegen bisher in der Öffentlichkeit jemand unbekanntes... maximal seinen Namen kannte man als der Verräter Branlahrs der er war und das brachte hier draußen nichts, solange er davon absieht ihn zu benutzen.

Was folgte waren Verbeugungen der anwesenden Mitglieder der Familie. Camus Verbeugung konnte sie dabei nicht sehen. Genevieve bedankte sich für die Hilfe.
"Es mag stimmen, dass wir Feinde sind und wir sind auch hauptsächlich deswegen hier weil Korina und damit uns das ganze angekreidet wurde, doch ich persönlich bin froh, dass ich helfen konnte. Ich hoffe sehr, dass wir uns eines Tages, wenn Markus uns keine Probleme mehr bereiten sollte, auf welche Weise auch immer, wir diese Feindschaft hinter uns lassen können." Siradda lächelte, während sie nun anfangen würde sich auf dem Weg zu machen.

Während die Wassderdämonin noch etwas mit Florence und Dante sprach und dabei enthüllte, dass eine gewisse Veronica diejenige sei, die ihnen solche Probleme machte, bemerkte die Seelendämonin Lauriams Blick zu ihr - durch Lauriams Augen versteht sich, denn 'ihre' ließ sie für ihn geschlossen. Denn der war verwundert. Nichts von all dem passte zu dem, was Aella ihm erzählte. Sie hatte sich Sorgen darüber gemacht, dass jene Erinnerungen zurück kommen würden - was sie taten - doch abseits davon, dass Siradda sich nun selbstsicherer zeigte... Er hatte einen Verdacht, doch der erklärte nicht das, was von dem Erwartetem fehlte. Im Moment hielt er keinen Kontakt mit Siradda in ihm, weswegen sie diese Gedanken hoffentlich nicht mitbekommen würde - was sie wohl auch tun könnte wenn sie wollte.

Was über diese Veronica gesagt wurde, wollte er jedoch auch nicht ignorieren. Um den Rest und sich zu schützen könnte Genevieve ihnen möglicherweise wichtige Informationen geben.

"Diese Veronica, was kann sie? Worauf müssen wir uns einstellen?", fragte er und war nachdem sie die Antwort bekamen dann auch abreisebereit. Dass Camus dann durch dieses Objekt zu ihnen sprechen konnte war noch interessant, aber nichts von dem gesagten ging an sie. Diese religiösen Ideen fanden bei weder Siradda noch Lauriam irgendwelchen Halt. Aus Interesse wollte einer der beiden dennoch etwas wissen. "Dieser Bruder, welchen Namen hatte er?"

Als der Besuch beendet war, gingen die Dunklen Schwingen zurück zum Gasthaus. Viel wurde nicht gesagt, zumindest nicht laut. Denn im Inneren von Lauriam wollte dieser nun etwas wissen, was er wissen wollte. Etwas wichtiges.

Siradda... Wie du dich in der materiellen Welt wehren konntest kann ich mir ja noch erklären, aber... aber was hast du in der Geisterwelt gemacht? Was... was hast du mit den Geistern der Studenten gemacht? Du beherrscht keine offensive Magie und sie zu manipulieren... Davon hättest du bisher irgendwas gesagt. Alleine schon wegen der Lüge, also wa-
Lauriam stoppte. Nicht weil Siradda ihn "verbal" unterbrach, sondern weil er nicht mehr konnte. Außen übernahm sie die Kontrolle, ohne es anmerken zu lassen, während er sich im Inneren paralysiert fühlte.
Du unterliegst einem Irrtum... Seelenmagie kann man offensiv einsetzen. Das Zurückkehren meiner Erinnerungen gab mir ein größeres Verständnis dieser Magie zurück als weder mein vorheriges Ich, noch du, jemals besessen hattet. Ein harmloses Beispiel dessen spürst du in diesem Moment...
Sie erklärte ihm wie sie gerne weiterverfahren würde und Lauriam informierte sie, dass sie einige Sachen zu erklären hat. Die beiden einigten sich und noch ehe sie zurück bei der Gaststätte waren hatte Lauriam die Kontrolle zurück und beendete den Pakt mit einem Fingerschnipsen. Besser so, als wenn drinnen das noch anwesende Personal ihn mit Merkmalen sehen würde, die vorher nicht da waren.

Nun war es offenbar auch soweit. Sich selbst wieder gefühlstechnisch gut genug unter Kontrolle klopfte er einmal an alle von den Schwingen besetzten Zimmer und informierte sie alle darüber, dass sie sich in Vadas, Siraddas und Lauriam Zimmer versammeln würden. Ob der Angeborene mittlerweile zurück war? Lauriam öffnete die Zimmertür...

Raisen

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805

Heute, 17:18

Brigid kniete sich zu Sophia. "Alles in Ordnung, Sophia?", sie legte ihr Hand auf die Schulter der zierlichen Geisterdame, die sich inzwischen die Tränen vom Gesicht wischte. Sophia sah zu Brigid und zu Sophia, die etwas langsamer auf die beiden zukam. "Ich- ich weiß nicht. Seit wir hier sind- ich- ich fühle mich, als wäre ich schon- ganz oft hier gewesen", stotterte sie als Erklärung hin und zeigte auf das Gebäude vor ihnen, "Und dann- Ambika, ich- ich weiß nicht, was sie von mir will..." Brigid atmete durch und legte ihren Arm nun ganz um Sophia, während sie sich neben ihr hinsetzte. Shinra war inzwischen bereits bei den Beiden und wirkte etwas...als würde sie etwas bedrücken. Brigid sah auf. "Du weißt mehr, oder?", fragte Brigid direkt. Sophia sah auf, zu Brigid, dann zu Shinra. "W- was?" Shinra nickte langsam und setzte sich zu den zwei anderen Geistern. "Es tut mir wirklich leid", sprach Shinra, "Ich- ich habe euch vieles vorenthalten- aber, damit ist es nun vorbei." Sie atmete durch. "Es gibt einen Grund, warum ich dich hierher- nein, warum ich dich damals gefragt habe, Amen zu helfen, Sophia. Ich habe sämtliche Geister gefragt und zusammengebracht, von denen ich weiß, dass sie etwas mit...Amun zu tun hatten. Ich dachte, dass ich dadurch...mehr Hilfe gegen ihn hätte", gestand Shinra. "Was soll das heißen?", erwiderte Brigid unsanft sofort und schüttelte ungläubig den Kopf. "Aber- ich weiß nichts von...Amun? Außer, dass er Amens Meister war...", antwortete Sophia etwas zittrig, "Ich- ahhhh!" Sie griff sich auf den Kopf. Sophia erinnerte sich zurück, sie sah...diese Frau mit den weißen Haaren. Ihr schmerzte der Kopf.

"Erzähl uns alles", sagte Brigid befehlerisch, "Was ist mit Sophia geschehen und was hat Ambika mit all dem zu tun?" "Ich weiß nicht, was es mit Ambika auf sich hat, tut mir leid, aber Sophia...ich weiß von dir...dass du damals-...ein Opfer von Amun warst...von Kalma. Sie sagt euch unter dem Namen 'Menhit' wohl eher was...aber ich erzähle...euch in den nächsten Tagen alles." "Wir müssen zurück zu Amen, Sophia, er macht sich große Sorgen um dich...und- ich sage es ungern- aber auch um dich, Shinra.", drängte Brigid, "Er braucht uns."

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Noire schmunzelte zufrieden auf Amens Angebot, was den Jungen erfreute. Es war schön, wenn er seiner "Schwester" helfen konnte. Noire ließ sich auf ihr Bett fallen und erzählte dann von Rouges wilden Stil. Rouge war in der Tat wild, was Amen etwas zum Lachen brachte. Er sagte nichts mehr, sondern starrte auf die Decke - er wirkte froh...bis es an der Tür klopfte und Lauriam sie darauf hinwies, dass es losging...

@Soren:
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Vada saß immer noch still auf der Bank und las sein Buch. Er hatte nur noch eine Handvoll Seiten übrig, die er noch beenden wird, ehe er zurückging. Es dauerte schließlich noch bis zum Treffen mit den anderen Schwingen. Er wird so lange wie möglich hier bleiben und erst kurz vor dem Treffpunkt zurückgehen. Die Kutsche ist zurückgekommen, aber auch wenn es unwahrscheinlich war, aber vielleicht geschieht noch was...

Wie es aussah, war das nicht der Fall und Vada begab sich zurück in das Versteck der Schwarzen Hand. Er setzte sich in sein Zimmer und ging kurz über die Notizen, die er über den Tag verteilt angefertigt hat, bevor Lauriam in das Zimmer trat. "Guten Abend", grüßte der Angeborene.


@Tobi:

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Raisen« (Heute, 17:18)