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961

Mittwoch, 7. Oktober 2020, 16:59

Für Noire waren nur zwei Dinge wichtig: Schnell und unbemerkt von hier verschwinden ohne groß Aufsehen zu erregen. Das war fürs erste - im Gegensatz zum herkommen - deutlich schwieriger. Denn zum Hingehen hatten sie ihren Mantel und die Maske schön zusammengerollt mit sich geführt. Jetzt, wo die Abendstunde schon fortgeschrittener war und die Wachen nun auch aktiver und aufmerksamer wurden, mussten Sie das Tor mit einer Kontrolle sicher passieren, und dort mit Maske und Mantel hinzugehen würde selbst den schusseligsten Wachen genug Grund zur Alarmbereitschaft geben. Die Suche erwies sich notgedrungen dennoch als erfolgreich, als Sie sich hinter einer Mauer eines Anwesens entledigen konnten, Noire für Rhord und sich das Paket aus Mantel und Maske wieder zusammenschnürte, in dieses Paket aber die Akte versteckte und so wie sie gekommen waren auch wieder zurückgingen - in normaler Kluft und normalen Schrittes.

Die Wachen waren, wie schon erwartetet, nun aktiv und in Einsatzbereitschaft, bedenken dass sie sich gerade in einem sehr wohlhabenden Viertel aufhielten wo auch Erzmagier ihr Anwesen pflegten. Erstaunlich war, dass das Tor bereits begann sich zu öffnen, während eine der Wachen sich dem Söldnerpäarchen näherte. "Bleiben Sie einen Moment lang stehen. Wir müssen kurz wissen wer ihr seid und woher ihr nun kommt." waren die Worte zur Aufforderung, denen Rhord und Noire entsprechend folge leisteten, und Noire das Sprechen übernahm, was Rhord mit seinem Schweigen entsprechend als bessere Idee ansah. "Selbstverständlich. Mein Partner ist Rhord, mein Name ist Noire, Wir sind Söldner und haben uns mit der Geographie dieses Viertels vertraut gemacht da wir morgen einer Einladung von Ratsmitglied Nergal Windbrooke folge leisten und uns nicht verspäten möchten, daher haben wir uns den Weg zu seinem Anwesen nochmal einprägen wollen. Sie können Ihn gerne danach fragen sollten Sie eine Bestätigung benötigen." Natürlich war es in gewisser Weise eine Lüge, andererseits auch nicht. Wieder einmal eine ihrer Halbwahrheiten. Dass sie Söldner war konnte sie wie immer ohne Probleme bestätigen und vorzeigen und nahm Rhord entsprechend mit ins Boot was dies anbelangte.

Was sie jedoch nicht ahnen konnten war, dass die Möglichkeit - das ganze entweder sehr einfach oder sehr kompliziert werden zu lassen - schneller kam als Ihr Recht war nach dieser Nacht und den Erkenntnissen war, als durch das Tor, was geöffnet wurde, gerade besagte Person durchschritt: Nergal Windbrooke. Natürlich raste Ihr Herz und Ihre Gedanken waren einen kurzen Moment sehr, sehr aufgeschreckt, beruhigte sich aber soweit wieder, immer mit dem gleichen Gedanken: Wir sind noch nicht aufgeflogen, wir sind immer noch unwissend. Wir haben Ihn so erlebt wie wir Ihn beim Training kennenlernen durften. Solange sie daran festhielt, könnte sie eine Fassade aufrechterhalten.

@Tobi:

962

Mittwoch, 7. Oktober 2020, 18:09

Wie erhofft fand Noire eine Antwort zu den Fragen des Wachmannes. Eine, wo Rhord wenig Probleme damit hatte ihr zu folgen. Ein bisschen die Gegend zu erkunden, wenn man schon einmal hier ist, kann ja nicht so verkehrt sein. Nur gab es neben dem offensichtlichen, näher kommenden Problem auch noch ein weiteres:
"Und dafür seid ihr so spät noch unterwegs? Wäre es nicht einfacher gewesen das zu tun als es noch hell war?" Wie es schien war der Wachmann nicht dazu bereit eine Aussage einfach so abzunicken.

In der Zwischenzeit kam ihnen der trügerische Erzmagier näher, der im Moment nicht ganz aufmerksam zu sein schien, etwas was Rhord erst jetzt merkte wo dieser Riese ihnen näher kam. Er schaute nicht geradewegs nach vorne, sondern mehr zu sich herunter. Erst als Noire ihre Antwort gab - und darauf der Wachmann seine Folgefragen stellte - hob er seinen Kopf wieder und schien erst dann überhaupt die beiden bemerkt zu haben.

"Ach, ihr zwei seid es... Und ich fragte mich schon welche vertraute Stimme da soeben meinen Namen genutzt hatte.", "grüßte" er die beiden Dunklen Schwingen. Eine weitere Auffälligkeit, die Rhord - und damit ganz bestimmt auch seiner Schwester - auffiel war, dass Nergals Stimme weniger Kraft als sonst hinter sich hatte. Er wirkte ihm gegenüber zuvor, bei ihrer letzten Begegnung bestimmender. Autoritärer. Dagegen war dieser Nergal ruhiger, hatte eine weniger bedrohliche Aura. Während all diesen Beobachtungen vergaß der Erddämon jedoch nicht, was sie erst vor kurzem gelernt hatten. Der Nergal, den diese Stadt und sie kennen gelernt hatten war nichts anderes als eine Lüge. Eine Fassade. Trotzdessen hielt er sich an Noire, die im Moment ihr bestes gab sich nichts anmerken zu lassen. Innerlich gabs da sehr vieles, was er im Moment am liebsten loswerden wollte, aber er wusste, dass er nichts unüberlegtes tun sollte. Daher begann er zu überlegen, was er denn tun könnte, während das vor ihm sich abspielen sollte. Erst nach ein paar Sekunden fiel ihm dann aber auf, dass er zumindest etwas sagen sollte!
"Oh, ähm... guten Abend! Wenn man vom Teufel spricht, hehe!", sagte Rhord, der zwar nicht nervös antworten wollte, es aber dann doch nicht so wirklich hinbekam bei der Ausführung.

"Einen schönen guten Abend, der Herr. Ich hoffe meine Kollegen auf der anderen Seite haben euch nicht zulange belästigt.", grüßte zumindest der Wachmann den Erzmagier, der dem zuerst nur still zunickte. "Ja, es scheint als hättet ihr euch beim Schichtwechsel ausgetauscht gehabt. Danke für die Rücksichtsnahme. Und wegen den beiden dort müsst ihr euch keine Sorgen machen. Tüchtige Söldner sind viel beschäftigt und haben oftmals keine freie Zeit während den gelegentlicheren Zeiten."

Raisen

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963

Donnerstag, 8. Oktober 2020, 20:39

"Berserker?", wiederholte Amen, was die Bezeichnung war, die Lauriam verwendete, als er über diese wildgewordenen Schergen der Hand sprach, von denen sie angegriffen wurden. Er sprach weiter und erklärte, dass sie irgendwelche Drogen geschluckt haben - Amen hob nur die Augenbraue. Gut, dass sie nicht besonders stark waren, das hätte sonst nervig werden können.
Die beiden kamen der Herberge näher, trafen zuvor noch auf die Gruppe von Nina, Aella und Siradda...die ihnen gleich die nächsten schlechten Neuigkeiten mitteilten. "So eine Scheiße... Wenn man vom Teufel spricht. Siradda hat sich wieder mit dem Körper verbunden und dieser sitzt nun auf der Stelle ohne jegliche Orientierung... Jemand hat etwas zu ihr geflüstert und Aella geht davon aus, dass es diese Olga war... Ich hab Aella gesagt, dass Siradda uns auf dem Laufenden halten soll", leitete Lauriam weiter, wobei Amen sowieso in der Geisterwelt mithören konnte und auch die anderen Geister hörten es. Der Weißhaarige seufzte. "Olga? War das nicht eine von der Schwarzen Hand?"
"Was genau soll deren Plan sein?", Amen war sich nicht im Klaren, was die Hand in dieser Stadt alles geplant hat, "Was für einen Sinn hat es, jemanden von den Schwingen zu entführen? ...ist diese Olga überhaupt wirklich bei der Hand?"
Trotz der ungünstigen Lage blieb Amen recht ruhig, schon fast distanziert.


@Tobi:

Vada öffnete vorsichtig die Tür, doch schon beim herunterdrücken der Klinke spürte er, dass etwas nicht stimmte - er spürte mehr Widerstand, als es sein sollte. Sein erster Instinkt war es, dass ihn eine Bombe erwartete, weshalb er die Tür sofort wieder schloss, seine Hand zurück riss und wegsprang-
Doch statt eine regelrechte Explosion zu spüren bekommen - erneut in seinem Leben - konnte er und Korina sehen, wie etwas weißer Rauch durch das Schlüsselloch und an den Rändern der Tür austrat. Eine Rauchbombe...? Vada war nicht ganz klar, was das alles sollte. Ein Anschlag?
"Ihr dürft nun hereinkommen... Dunkle Schwingen.", wurden sie durch die Tür hindurch begrüßt. Vada kannte die Stimme nicht, war aber bereits jetzt gereizt, weil die Person gegenüber wusste, wer sie waren - das war scheinbar bereits zum zweiten Mal in dieser Nacht der Fall.
Korina dürfte deutlich an Vadas Ausdruck sehen, dass er genervt war - ehe der wütende Blick einem leichten, fast schon gruseligen, Lächeln wich. Die Asche sammelte sich links und rechts vom Rand der Tür, so dass die Person im Raum nicht sehen würde, dass es sie gab. Dann öffnete Vada die Tür und konnte ein deutliches Bild sehen:
Siradda saß - gefesselt und mit verbunden Augen und Mund - auf einen Stuhl und hinter ihr stand eine Frau, die Vada nicht kannte. Die Geisel, die die Frau bei sich hatte, war nur ein wertloser Körper, der von Siradda gesteuert wurde, nicht Siradda selbst. Die erste Frage, die es zu klären gab: Wusste die Frau das? Vada bezweifelte es, würde aber vorerst so tun, als wüsste sie es. Als nächstes: Der Fluchtweg. Sie war näher zum Fenster als er, heißt, sie spekuliert als Fluchtweg wohl darauf. Diese Frau hatte eine Geisel, aber in Anbetracht der Situation war nicht sie es, die hier im Vorteil war.
Auch das Lächeln war bereits aus Vadas Gesicht verschwunden. "Und nun?", mehr sagte Vada nicht zu dem Bild, dass sich ihm bot und das sagte er ohne einen Hauch von Sorge oder dergleichen.


@Night Zap: @Tobi:

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Night Zap

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964

Samstag, 10. Oktober 2020, 20:35

Die Tür schien mit einer Falle präpariert zu sein, eine weiße Staubwolke breitete sich auf einmal aus, als Vada sie öffnete. Da die Tür durch den Reißfaden mehr Widerstand leistete, war der Angeborene gewarnt, dass etwas nicht stimmte. Korina hingegen bemerkte es erst, als der Rauch hervor schoss, und sie konnte nicht einmal rechtzeitig ihre Hand auf Mund und Nase pressen, bevor der Rauch ihr Gesicht erreichte, geschweige denn der Wolke entkommen. Aber der Rauch schien geruchlos, und Korina konnte auch nicht sagen, dass das atmen irgendwie schwerer wurde. Ein, zwei Huster war das schlimmste, das Korina passierte, sonst schien der Rauch unbedenklich zu sein. Bald hatte er sich auch schon verzogen. War das ganze nur dazu da, ihnen einen Schrecken einzujagen?
Die Fallenstellerin bat sie jetzt jedenfalls herein. Das hier war mehr als nur eine gewöhnliche Geiselnahme, um ein paar Touristen auszuquetschen. Diese Frau wusste, wer sie waren. Wusste sie auch, dass die Anführer der Gruppe sich wenig um das Wohlergehen ihrer Geisel scherten? Korina würde natürlich nicht zulassen, dass die Jorelanderin ihr Leid zufügte. Sie bemerkte, dass Vada zunächst genervt von der Sache zu sein schien, bevor er viel gelassener wurde. Er schien sich wohl darauf zu freuen, dieser Frau klarzumachen, dass sie sich zu tief in die Höhle des Löwen begeben hatte.
Mit erhobenem Schwert stellte Korina sich in den Türrahmen, sie blieb noch immer wachsam, falls jemand von hinten kam. "Ein Rauchtrick? War das alles? Geh damit lieber zum Zirkus zurück, Clown." sagte sie in leicht provokantem Ton. Sie versuchte, so gelassen wie Vada dazustehen, was wohl nicht ganz so gut klappte wie bei ihm.

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Nina war schockiert, als sie die Neuigkeiten von Siradda hörte. "Was ist mit den anderen? Sind die schon dort? Sind sie in Gefahr?"

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965

Samstag, 10. Oktober 2020, 22:42

Zuerst konnte Amen lediglich den Begriff wiederholen, den Lauriam soeben verwendet hatte. Ob er ihm wohl fremd war? "In anderen Worten, diese Droge hat diese Leute in wilde, vor Wut tobende Tiere verwandelt. Für den Preis ihrer Intelligenz konnten sie somit Kräfte ihrer Körper nutzen, die sie - wie wir - normalerweise nicht nutzen könnten und machte sie obendrein schmerzunempfindlicher. Ich würds gerne besser erklären, doch mir fehlt das Wissen über die Details."
Leider wusste er im Moment ebenfalls nicht, wen man da fragen könnte. Einen Arzt? Ein Ausbilder für den Kampf? Er kannte lediglich ein paar Geschichten, die als Beispiele herhalten könnten, doch all das war sowieso im Moment eher uninteressant. Die Fragen des Angeborenen viel eher, denn sie hatten absolute Berechtigung.
"Bis eben dachte ich dasselbe, doch das alles macht im Moment wenig Sinn, besonders mit dem, was Siradda mir über Aella eben mitgeteilt hat. Korina und Vada scheinen bereits vor Ort zu sein und... sie kennt den Namen unserer Gruppe und das sollten eigentlich die wenigsten innerhalb der Organisation tun können... Doch wenn sie nicht von der Hand ist, warum dann so unvorteilhaft eine Geisel nehmen? Sie hätte diesen Körper auch einfach entführen können, unwissend über die Genauigkeiten des Zustandes des Mädchens und somit zumindest einen für sie günstigeren Treffpunkt erzwingen können..." Die beiden waren fast an der Herberge angekommen, während Lauriam weitergrübelte, ehe ihm eine Eingebung kam.
"Es gäbe eine Möglichkeit... aber bevor ich mehr dazu verliere sollten wir erstmal zu den anderen in der Herberge stoßen."

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Zur selben Zeit kamen auch die drei Geister an derselben Stelle an. Zuvor konnte Siradda zu Nina lediglich sagen: "Ich habe Vadas und Korinas Stimmen gehört. Letztere hatte eben glaube ich gehustet, bevor sie sich zu Wort meldete. Und sie scheint zu wissen, dass wir die Dunklen Schwingen sind. " Zwei Informationen, die sofort weiter an Lauriam gingen, den die drei nur wenige Sekunde später zusammen mit Amen finden konnten. Lauriam bemerkte dies einen Moment bevor er hinein ging - durch ein Zeichen der Winddämonin - und drehte sich zu ihnen um.
"Aella... schön zu sehen, dass alles geklappt hat. Könntest du vor den Fenstern fliegen und dich dabei unsichtbar machen? Es wäre gut den Raum aus beiden Seiten im Auge zu behalten." Der von der Schlappe von vorhin hervorgerufene Frust war bei dem gefiederten Dämonengeist noch nicht verschwunden, doch sie konnte jetzt nicht jammern. Sie setzte Siradda ab, hob einen Daumen und erhob sich wieder, um dann das zu machen wie ihr aufgetragen wurde.
"Wird gemacht! Zumindest das sollte ich noch hinbekommen... hoffe ich..."
Es entging weder Siradda noch Lauriam, dass da jemand an Selbstzweifeln zu leiden schien, angesichts der derzeitigen Situation konnten sie aber leider noch keine Hilfe sein. Immerhin wollen sie in einem Moment den andern beiden zu Hilfe eilen.
Nur Siradda hatte noch etwas besonders Lauriam hinterher zu sagen. "Bitte... ich weiß sie ist nicht wirklich eine von uns... aber lasst sie nicht sterben, okay? " Bei Amen machte sie sich keine Sorgen, doch bei dem Spezialagenten wollte sie es lieber noch einmal erwähnt haben. Alles was dieser noch tat war einmal - wenn auch nur leicht - zu nicken.

____

Innerhalb der Herberge betraten derweil Vada und Korina das Zimmer. Olga beobachtete im ersten Moment vor allem Korina, musterte sie, ehe sie ihre Aufmerksamkeit zu Vada umverteilte, welcher eine äußerst passende Frage stellte. Eine, die er zurück bekommen sollte.
"Ja, was nun? Sag mir, was wäre dein nächster Schritt gegen mich in dieser Situation?", fragte sie in ihrem joelandischem Akzent mit einem Schmunzeln zurück, während sie zumindest Korinas Kommentare komplett ignorierte.

Raisen

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966

Sonntag, 11. Oktober 2020, 13:15

"Ein Rauchtrick? War das alles? Geh damit lieber zum Zirkus zurück, Clown.", spottete Korina hinter Vada, der daraufhin ein leises "Verdammt", murmelte, das aber nicht zu hören war, wenn man nicht über ein verbessertes Gehör verfügte oder sehr nahe stand. Der Dunkelhaarige gab sich nicht die Schuld, dass er vom Rauch getroffen worden war, aber der Rauch war sicher mehr als nur ein Rauch. Wäre es eine äußerst giftige Substanz, könnte sein Leben bereits vorbei sein. Bis jetzt spürte er noch nichts...doch konnte er sowieso nichts daran mehr ändern.
"Ja, was nun? Sag mir, was wäre dein nächster Schritt gegen mich in dieser Situation?", warf ihm die Frau zurück.
Vada musste nicht überlegen, er zögerte nicht einmal. Ohne eine Sekunde zu verlieren, antwortete er eiskalt: "Dich töten" Der Dunkelhaarige hob die linke Hand, wodurch die Asche, die er zuvor links und rechts neben der Tür platziert hatte, an Korina und ihm vorbei sauste und sich Richtung Olga bewegte...und in jede Körperöffnung eintreten würde, die die fremde Frau in ihrem Kopf hat - Augen, Ohren, Mund, Nase.
Wenn Vada merkte, dass sie damit zu kämpfen hat, würde er nach vorne schnell und den Nahkampf suchen.


@Tobi: @Night Zap:

Lauriam erklärte genauer, was er mit "Berserker" meinte. Amen war der Begriff in der Tat fremd und war dankbar für die Erklärung, wenn gleich er nicht verstand, warum man seinen Verstand für Macht- nein, er wusste genau, warum man es tat. Er seufzte, es war traurig, überhaupt weil es wie es aussah nicht freiwillig geschah. Doch Amen verschwendete keinen weiteren Gedanken daran, immerhin hatten sie es immer noch mit Leuten von der Schwarzen Hand zu tun und keineswegs unschuldige Lämmer.

"Bis eben dachte ich dasselbe, doch das alles macht im Moment wenig Sinn, besonders mit dem, was Siradda mir über Aella eben mitgeteilt hat. Korina und Vada scheinen bereits vor Ort zu sein und... sie kennt den Namen unserer Gruppe und das sollten eigentlich die wenigsten innerhalb der Organisation tun können... Doch wenn sie nicht von der Hand ist, warum dann so unvorteilhaft eine Geisel nehmen? Sie hätte diesen Körper auch einfach entführen können, unwissend über die Genauigkeiten des Zustandes des Mädchens und somit zumindest einen für sie günstigeren Treffpunkt erzwingen können...", erklärte Lauriam dann mehr über die Lage, in der Siraddas Körper gerade steckte. Vada und Korina waren also bereits dort. Die zwei trafen gleich darauf auf Aella, Siradda und Nina. Lauriam schickte Aella hoch zum Fenster, um das ganze Spektakel aus der anderen Sicht zu sehen.

"Wenn Vada und Korina bereits dort sind, dann kann sie nur aus dem Fenster entkommen", fügte Amen zur Situation hinzu, "Geh du rein, ich bleibe beim Fenster."
Amen sah für Olga nur das Fenster als Fluchtweg, wenn sie nicht gerade Vada und Korina ausschaltet oder sich mit Magie wegzaubert...wie auch immer das gehen sollte.


@Tobi:

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967

Donnerstag, 15. Oktober 2020, 14:14

Nachdem Vadas Asche an ihr vorbei rauschte, stürmte auch Korina in den Raum. Sie plante, sich zum Fenster zu begeben und der Feindin den Fluchtweg abzuschneiden.

968

Sonntag, 18. Oktober 2020, 14:49

Obwohl Scarlet früher losging als die anderen war sie entgegen dem normalen Verständnis erst später als Lauriam und Amen an der Herberge - und spürte dass sich etwas abspielen musste: Eine Signatur die sie spürte passe nicht zu dem, was sie von allen vorher in der Herberge anwesenden aufnahm. Sie sah wie Lauriam und Amen in diesem Fall vor der Herberge standen, vor einem Fenster, das zu dem Zimmer gehörte wo auch Siradda war. Lauriam war bereits auf dem Weg in die Herberge hinein während Amen vor dem Fenster stehblieb. Und die Signatur die Ihr unbekannt war? War genau in diesem Zimmer. Ihre Reaktion auf die Signatur war erst jetzt zu bemerken, denn sie spürte of vieles - doch in diesem Kontext war die nächste Handlung eine, die sie einfach instinktiv tat. Sie würde in die Herberge eilen, Ihr Schwert gezogen, mit einem Lustvollen und manischen Blick. Was wenn jemand ihrer geliebten Katze etwas antat! Und sie wäre Schuld weil Sie nicht rechtzeitig zurückkam?! Das könnte Sie sich nicht verzeihen! Und darauf zu warten dass jemand aus dem Fenster springt? Nein. Die Person wird es gar nicht erst schaffen aus dem Fenster zu springen wenn Sie ihren "Spaß" beginnt. Sie war auch herrlich ausgeruht. Etwas was einspielt dass Sie sich nach Herzenslust austoben könnte! Und wenn diese Person Ihr näher kam umso besser! Immerhin nahm Sie den direkten Weg hoch in das Zimmer.

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Selbstverständlich gab sich eine Stadtwache um diese Uhrzeit nicht mit dieser Erklärung alleine zufrieden, aber es ebnete zumindest den Weg ohne Probleme vorbeizukommen wenn Sie ihren Standpunkt klarmachen konnte. "Das können wir wohl kaum leugnen, wohl wahr. Doch unser Tagesplan ließ heute leider keine andere Zeit zu, wenn Ihr möchtet schildere Ich euch unseren Tagesablauf." - war Noire's Einfall, wo sie hier und da noch improvisieren müsste, doch diese "Improvisation" war hinfällig ab dem Moment, als Nergal sich in diese Situation einschaltete. Sie war nervös und Ihr Herz pochte, dran denken dass die Situation komplett unvorhersehbar war, doch seine Reaktion - oder seine Haltung und Art zu Reden war eine komplette Kehrtwende von dem, was Sie von Ihm kennenlernen durften. Er wirkte erschöpft, nicht so Autoritär wie Sie ihn kennenlernen konnten am Vortag. "Guten Abend Meister Nergal. Entschuldigt dass ich euren Namen hierfür nutzen musste, doch unfamiliär wie wir mit dieser großen Stadt noch sind wollten wir sicherstellen uns morgen nicht zu verspäten." - Sie sprach noch nicht an das etwas seltsam war an Ihm, denn wichtiger war, dass Sie Situation mit der Wache vom Tisch kam. Und Nergal half Ihnen tatsächlich in dem er der Wache die Sorgen nahm indem er für Sie mehr oder weniger einstand. Das sollte diese Situation zumindest lösen, so hoffte Sie es zumindest. "Danke für das Verständnis." sie verbeugte sich leicht, so wie Sie es auch beim Training gestern tat. Im Inneren, ganz tief im Inneren, hoffte Sie immer noch das Reyson sich täuschte. Sie wollte es einfach nicht glauben. Was KONNTE sie überhaupt noch glauben war die bessere Frage. "Wenn Ihr mir die Frage jedoch erlaubt Meister Nergal, Ihr wirkt erschöpft, ich hoffe es ist nichts Ernstes. Steht unser Treffen morgen noch oder wollt Ihr euch lieber morgen ausruhen?" Egal was sie gelernt haben, Noire versuchte Sympathie zu zeigen. Und leichter Smalltalk half immer die Atmosphäre zu lockern.

969

Sonntag, 18. Oktober 2020, 18:05

Vada zögerte keinen Moment und ging sofort zum Angriff über. Olga sah wie etwas schwarzes in den Raum geflogen kam. Die Frau seufzte einmal, und begann schleunigst sich von ihrer aktuellen Stelle wegzubewegen. Dass Korina sich zum Fenster bewegte entging ihr nicht, doch stand sie selbst bereits näher an der Scheibe. Das alles war jedoch eh irrelevant, war alles was sie brauchte sich einen Moment zu erkaufen. Anstatt zum Fenster zu rennen, ließ sie von Körper-Siradda ab, nachdem sie einmal über ihre Kehle strich, um dann von dort aus um den Tisch herum in eine der hinteren Ecken, dort wo eines der Betten stand, sich zu bewegen. Noch in der Bewegung gab sie einen Hinweis an den Angeborenen. "Der Test ist vorbei! Wenn du Cassius Zorn nicht auf dich lenken möchtest, stoppe sofort!", rief sie zum Angeborenen, während sie noch die Asche im Blick hatte. Sie war bereit zur Seite hin zu springen - dann doch wieder in Richtung Fenster - sollte Vada nicht schnell genug einlenken. Als ein Zeichen dafür, dass sie es ernst meinte hob sie zudem ihre Hände, um ihre "Aufgabe" zu untermauern.

Zur selben Zeit eilte nun auch Lauriam in den Raum, der Olgas Worte vernahm. Hätte Vada bis hierhin nicht gestoppt, würde er im Türrahmen mit einem "Stopp!" nicht nur an diesen, sondern auch die heranstürmende Scarlet, dazu bringen jetzt nichts unüberlegtes zu machen.

________

Die Stadtwache verzog sich wieder, als sie sowohl Noires Begründung gehört hatte, als auch wie Nergal für sie bürgte. Sie ging zurück zum Tor und gab mit einem Daumen nach oben den Leuten auf der anderen Seite das Zeichen, das alles okay sei.

Damit verblieben nur noch der Erzmagier, die Söldnerin und der Echsendämon, wovon Noire die erste war, die die Verfassung des trügerischen Ratsmitglieds als erstes ansprach und fragte wie es mit ihrem morgigen Treffen stünde. Nergal schaute zur Katzenwandlerin herab, dann einmal zu Rhord hin, der sein bestes tat seine Nervosität zu verbergen und dann wieder zu Noire. Zusammen mit einem Seufzen begann er zu antworten.

"Ich schätze etwas mehr Ruhe könnte mir nicht schaden. Wenn es euch nichts ausmachen würde, würde ich ansonsten zum morgigen Training alles mitnehmen, was ich euch mitgeben wollte." Diese Antwort überraschte Rhord. War das Treffen nicht als Falle gedacht gewesen? Warum diese Gelegenheit abblasen? Es war dieser Moment der Unsicherheit, der den Augen des Erzmagiers nicht entgang und es entging auch nicht dem Dämon, dass er einen Ausrutscher gemacht hatte, den er lieber vermieden hätte. "Tut mir leid, falls du dich auf das Treffen gefreut hattest." Rhord atmete im ersten Moment auf, als der Erzmagier es so interpretierte und er wollte dem schon zustimmen, da kam eine zweite Interpretation hinterher: "Oder könnte es sein, dass dir irgendwas auf der Seele liegt? Möchtest du irgendwas loswerden?"
Der Dämon war wahrlich nicht gut darin, mit solchen Situationen umzugehen, insbesondere da er immer noch innerlich so aufgewühlt war. "Ähm... ähh..." Nun musste er überlegen, was er denn sagen könnte. Er wollte auf keinen Fall irgendwas sagen, was ihr neues Wissen über ihn entlarven könnte. Was er stattdessen daher tat war zu überlegen, was er denn Nergal fragen wollte... und tatsächlich kam ihm eine vergleichsweise unproblematische Sache in den Sinn! Er griff sich in die Hosentasche und holte von dort die Brosche heraus, die ihm vom Erzmagier gegeben wurde. "Tatsächlich ist da eine Sache, die ich euch gerne morgen fragen wollte. Ich war immer mal wieder seitdem ihr Noire, Dante und mir diese Brosche gegeben hattet daran am überlegen, was wohl mit der Person geschehen sein könnte, an die euch diese Broschen erinnerten." Er wandte einen Trick an, den er von Noire abgeschaut hatte. Die Wahrheit sagen, aber bestimmte Details auslassen, wie hier es das Wissen ist, welches er durch die Treffen mit Ludwig und Reyson erhalten hatte. Er sprach nur mit dem Wissen, welches er aus Nergals Sicht hatte, aber nicht mehr. Rhord fragte zudem nicht als eine Ausrede, sondern weil es ihn wirklich interessierte, was Nergal über Bali zu sagen hatte. Anstatt aber eine sofortige Antwort aus dem Hünen herauszukitzeln, schien Rhords Frage und das Halten dieser Brosche in seiner offenen Hand das Gemüt des Ratsmitgliedes nur noch tiefer zu treiben. Mit einem müden und traurigen Blick schaute er Rhord tief in die Augen, nachdem dieser fertig war und brauchte einen Moment danach.

"Ja, eine solche Neugierde ist wohl nichts Unverständliches. Doch da es spät ist und wir alle sicherlich möglichst bald zu unseren Betten zurückkehren wollen, lasst mich meine Antwort kurzfassen, okay?" Rhord nickte dem zu. Ihm war alles recht.
"Diese Broschen wurden angefertigt von einer meiner privaten Schüler, zu denen auch Kallin gehört, über welchen ich sie überhaupt kennenlernte. Ihr Name war Mira. Mira Celidi. Ich wählte prinzipiell nur wenige Schüler, von denen ich mir ob wegen ihrer natürlichen Eignung oder ihres starken Willens etwas versprach und achtete darauf, dass junge angehende Magier gefördert werden. Sie konnte man eher in die zweite Kategorie einordnen, wobei sie nicht daran interessiert war, was ich den anderen beibrachte. Einerseits wollte sie wohl Kallin nahe bleiben, was eher ein offenes Geheimnis war, andererseits wollte sie herausbekommen wie sie die in bestimmten kristallartigen Steinen gespeicherte magische Energie einsetzen könnte. Sie wollte offensichtlich schon so jung wie sie damals noch war, etwas Neues erschaffen, was jedem zugute kommen könnte. Bei den meisten hätte ich dies als kindische Fantasie abgetan, welche bald für einen neuen Wunsch weichen muss, bei ihr dagegen war es leicht zu erkennen, dass sie es wirklich ernst meinte und so versuchte ich ihr zu helfen." Der Erzmagier kam zum Stoppen, als er sich in diesem Redefluss erwischte. "Ts, da will ich mich kurzfassen und verliere mich in Nostalgie... Jedenfalls, ging dieses Training oftmals unterschiedlich lang, manchmal sogar bis in den Abend rein. Meistens war sie es, die als letztes ging... und so verhielt es sich bis zu dem Tag an dem sie verschwand. Es war vor vielen Jahren und alles was ich sagen kann ist, dass ihr Verschwinden geschehen sein muss, als sie von meinem Anwesen aus sich zurück zu ihrem Zuhause begab. Dies war am frühen Abend. Doch es war nicht nur sie, die verschwand, denn auch ihr Vater, einer der Forscher unter Ayres Lepore, war nirgends mehr auffindbar. Zurück blieb nur ihre Mutter, die durch diesen plötzlichen Verlust und voller Sorge nur wenige Tage später ihren Verstand verloren zu haben schien." Damit endete Nergals Erzählung zu dem, was er zumindest vorgab zu wissen. Rhord konnte nicht sagen, was davon der Wahrheit entsprach, doch es entging ihm nicht, dass einiges davon nur schwer als Lüge hinzustellen wäre. Was aber nicht hieß, dass er alles bereits gänzlich verstanden hatte.

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970

Sonntag, 18. Oktober 2020, 18:44

Olga begann schleunigst, sich von ihrer momentanen Position wegzubewegen, als sie sah, wie etwas schwarzes in den Raum geflogen kam. Links oder Rechts auszuweichen - das spielte für Vada keine Rolle. Jedes Aschepartikel folgte seinem Befehl, solange sie in seiner Reichweite waren. Entsprechend lenkte er die schwarze Masse einfach weiter - Olga nach, die sich hinter dem Tisch vorbei zu eines der Betten bewegte...und dabei etwas äußerte: "Der Test ist vorbei! Wenn du Cassius Zorn nicht auf dich lenken möchtest, stoppe sofort!" Vada riss die Augen auf, für einen Moment war er- verwirrt. "Wa-", die Asche stoppte. Wortwörtlich. Die Asche, mit der er Olga eben noch töten wollte, blieb in der Luft stehen und verteilte sich langsam - noch schwebend - im Raum, während der Angeborene verarbeitete, was diese Frau gerade gesagt hatte. Es waren im Grunde nur wenige Sekunden, die Vada nun wie paralysiert da stand, aber das hätte wohl gereicht, wenn Olga einen Gegenangriff gewagt hätte. "Stopp!", rief Lauriam, der Vada dann endgültig wieder zu Sinnen brachte.
"Cassius?", wiederholte Vada - weniger als Frage, "wer" das war, sondern dass er das ganze als unglaubwürdig betrachtete. Der Dunkelhaarige hielt sich den Kopf und schnaufte genervt. "Kann mich mal einer aufklären, was das hier soll?", warf er in den Raum, was sowohl an Olga als auch an Lauriam gerichtet war. Erfreut war er auf keinen Fall. Um ehrlich zu sein, er war im Grunde nur noch angepisst von diesem ganzen Tag und Nacht.


@Tobi: @Night Zap: @Soren:

Amen verharrte inzwischen außerhalb des Gebäudes, auf der Straße unterhalb des Fensters, in dem Siraddas Körper gerade gefangen gehalten wird...

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Montag, 19. Oktober 2020, 19:13

Nun, da die beiden Schwingen angriffen, schien Olga sich verziehen zu wollen. Sie ließ von dem Leihkörper ab, doch statt direkt zum Fenster zu flüchten, begab sie sich in eine Ecke, um die Möbel zwischen sich und ihren Gegnern zu haben. Sie sagte etwas über einen Test und Cassius, aber Korina ließ sich davon nicht beeindrucken, sie hielt das nur für einen Bluff, um sie zum zögern zu bringen. "Noch ein Witz? Ich sag doch, ein Clown!" rief die Schwertkämpferin, während sie weiter in Bewegung blieb, um Olga zu flankieren. Sie hörte die lauten Schritte von jemandem, der die Treppe heraufkam, war das etwa doch ein Hinterhalt? Korina wandte den Kopf und sah eine rote Mähne und ein erhobenes Schwert: Scarlet war hier! Freund oder Feind?
Aber die Verrückte war nicht die einzige zusätzliche Person, die da eben ankam, gleichzeitig mit ihrem Auftauchen konnte man auch Lauriams Stimme hören, und diese Gebot ihnen einhalt. Erst jetzt hielt Korina an, doch sie ließ noch ihr Schwert erhoben. "Wenn das alles ein Witz sein sollte, dann ist er überhaupt nicht komisch."