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Night Zap

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981

Mittwoch, 25. November 2020, 20:40

Korina kamen die Methoden von Keideins Eltern sehr fragwürdig vor. Erst ihrem Sohn einfach mal gar nichts zum Familiengeschäft relevantes beibringen, dann ein verficktes Syndikat dafür bezahlen, den Job zu unternehmen. Kein Wunder, dass er so ein Arsch geworden ist bei solchem Einfluss.
Ihre Vermutung stellte sich jedenfalls als Korrekt heraus, es war ein Test gewesen. Olga sagte, sie hätte "jediglich" zwei Fehler gefunden, aber da einer davon in einem echten Kampf zu Korinas Tod geführt hatte, war diese Wortwahl eine deutliche Untertreibung. Jedenfalls bestärkte die Beurteilung einen Verdacht, den Korina schon über sich hatte: War sie gestresst, schluderte sie oft. Sie hätte bestimmt schneller reagieren können, um der Staubwolke zu entkommen, oder Abstand zu Vada halten können, auch einfach, um besser gegen einen Hinterhalt kämpfen zu können.

Zuletzt stellte Olga noch die Möglichkeit einer Zusammenarbeit da, zumindest in der Hinsicht, dass sie ihnen Ärger von Seiten der Schwarzen Hand vom Hals halten würde. Korina war einer solchen Kooperation abgeneigt, sie hatte nicht das Gefühl, als könne man Olga vertrauen. Zugegebenermaßen hatte sie dieses Gefühl bei allen Mitgliedern der SH. Sie wollte erst einmal mehr darüber wissen, was mit Olgas Einmischung vorgefallen war. "Berserker? Was ist denn passiert?" fragte sie Amen.

982

Samstag, 28. November 2020, 15:48

Olga schmunzelte bei Vadas Antwort. "In der Tat. Sollte dein Plan wirklich so gewesen sein, dann will ich nichts gesagt haben.", lobte sie ihn.
Amen und Korina waren die nächsten, die ihre Fragen beantwortet bekommen sollten.
"Zuerst sei dazu gesagt, dass sowohl ich als noch jemand, ein von mir gewählter mit entsendeter Handlanger nie bis zu der Stelle gelaufen sind, wo ihr angeblich hättet sein sollen. Ich habe bei der Vorbereitung allen dreien meiner "Partner" eine Pille gegeben, wovon eine ein Fake für meinen Helfer war. Sie enthielten eine Droge, die aus schwer erhältlichen Zutaten erstellt wurde. Diese Version hat eine langsam in Kraft tretende Wirkung, doch das Endresultat bleibt das gleiche. Sehr vereinfacht gesagt: Das betroffene Gehirn wird dazu angeregt - oder viel mehr gezwungen - das zu machen, wodurch wir wütend werden und in diesem Falle bis zu dem Punkt, dass der Betroffene geradezu blutrünstig wird und in einen Zerstörungsrausch verfällt. Dadurch werden auch die körpereigenen Kräfte freigesetzt, die unser Körper für gewöhnlich nur in Extremsituationen freigibt. "
Nachdem sie erklärte, was mit diesen "Berserkern" geschehen war, ging sie nach einer kurzen Pause über zum Zweck. "Für dieses Vorgehen gab es zwei Gründe. Einerseits machte es eure beiden verbliebenden Gegner zu leichteren Zielen, da die beiden nicht mehr übers verstecken hätten nachdenken können. Zweitens... wenn ihr nicht einmal damit klargekommen wäret, hätte ich euch an eurer Kompetenz gezweifelt. Zwei einzelne "Berserker" sind nun wirklich nichts, womit jemand kampferprobtes allzu große Schwierigkeiten haben sollte, insbesondere bei einer Gruppe wie der euren."

Damit endete Olgas Erklärung und sie ging zurück auf die anfängliche Frage: "Also, werden wir nun zusammenarbeiten oder nicht?", fragte sie dieses Mal vermehrt in die Richtung derer, die Lauriam vorher gefragt hatte, dieser entgegnete ihr aber mit einer Gegenfrage:
"Was erwartest du im Gegenzug zu deiner Hilfe von uns? Hast du irgendwas konkretes im Sinne?"
Die Spezialagentin für innere Angelegenheiten ließ auf diese Frage ihre Antwort nicht lange warten:
"Es gibt einen Ort innerhalb der Hauptbasis und ich möchte, dass einer von euch dort möglichst unbemerkt eindringt - Gewalt wird für einen Einzelnen sehr wahrscheinlich nicht funktionieren. Die Sicherheitsvorkehrungen in dem westlichen Trakt sind euch möglicherweise bereits bekannt. Bis dahin war ich bereits gekommen, als Mitglied der hiesigen Schwarzen Hand und niemand, der Keidein, abgesehen bis vor kurzem, ein Dorn im Auge war, hatte ich sehr früh bereits Zutritt zu dem Bereich. Dahinter ist der Forschungsbereich, wo auch Experimenten nachgegangen wird, die mindestens in einer Hinsicht selbst die laschen Gesetze dieses Landes überschreiten. Dort landen auch oftmals die Forschungsaufträge anderer Zweige der Schwarzen Hand. Und genau dort gibt es eine Tür, die zusätzlich abgesichert ist und wo nur ein bestimmter Kreis an Mitgliedern Zutritt zu hat. Wo ich in Verbindung zu den Verdächtigungen gegen Keidein hinmöchte ist damit denke ich klar. So viel sei gesagt, die besten Chance dürfte jemand sein, der gut schleichen kann und sehr gut im Tarnen ist."

______

Rhord bekam es mit, dass Noire nicht vorsichtig genug sein konnte, wenn es um das Überstehen dieses Tages ging. Er konnte es auch nur zu gut verstehen, als er die leeren Straßen entlang ging. Erst dieser Moment der Ruhe, nun wo vermutlich - hoffentlich - alles für diesen Tag vorbei war, fiel ihm erst auf wie schön die Stadt auch in der Nacht sein konnte. Das war eine ganz andere, schöne Atmosphäre, insbesondere wegen des klaren Nachthimmels. Über seiner Schwesters Lob freute er sich. "Mich grauts schon vor dem nächsten Tag und was wir dann ans Licht bringen werden... Aber...", für einen Moment ließ der Erddämon den Kopf hängen, schaute nach eben jenem aber wieder geradeaus, jedoch auch ein wenig zu Noire hingeneigt. "Ich möchte das. Ich habe dieses Gefühl, dass ich das machen muss. Zuerst hatte ich Angst wegen der Broschen zu fragen, doch ich wollte nicht schon wieder feige sein und mich hinter meiner Naivität verstecken. Das hatte mir nicht nur Amids Entschlossenheit gezeigt, sondern auch eine Erinnerung an meinem vorletztem Treffen mit Siakin."
Da fiel ihm auf, dass er darüber ja noch nie gesprochen hatte. "Das war damals in Killius-Stadt. Nach diesem geplatzten Treffen mit meinem Informanten - der sich ja nun neulich als dieser Rail herausstellte. Auf einmal war er da und während unseres Gespräches kamen wir auf das, was wir damals taten... Durch die Zeitungsberichte konnte er sich denken, dass ich da mitgewirkt hatte. Ich vertraute mich ihm an und bei seiner Antwort wurde mir zum ersten Mal klar, dass ich mich möglicherweise ändern muss..."
Rhord versuchte sich so gut wie möglich daran zu erinnern, was genau gesagt wurde, um dies nun wiederzugeben. Dabei schaute er aber auch einmal hin und her, da er anfing über Sachen zu sprechen, die nur unter den beiden bleiben sollte. Es war aber der Tageszeit naturgemäß niemand zu erblicken. "Erinnerst du dich daran, wie Brandon und ich die Lockvögel spielen sollten? Brandon war derjenige, der den Streit anfing, sogar so weit ging und jemand Unschuldiges einfach verletzte. Ich verwandelte mich und noch bevor ich irgendwas getan hatte war ich in allen Augen der Böse, der gefasst werden musste - nicht Brandon. Damals war es etwas, was ich einfach so akzeptierte, ich kannte es nicht anders. Erst als Siakin darüber wütend wurde bemerkte ich, dass ich es längst einfach hingenommen hatte. Ich war ignorant gegenüber dieser Ungerechtigkeit. Und wie Amid gegenüber seines Vaters nicht länger ignorant bleiben wollte, möchte ich nicht einfach aufhören die Wahrheit herauszufinden... ich habe das starke Gefühl, dass ich da durch muss. Nicht mehr nur für mich selbst... auch für Bali und die Larmanets."
Rhord sprach die ganze Zeit konzentriert und ließ sich auch nicht die Stimmung verderben, auch wenn es ihm nicht wirklich leid viel darüber zu sprechen. "Aber was genau ich von mir möchte, das weiß ich noch nicht... Ich möchte ja auch noch irgendwo ich selbst bleiben..."
Er schüttelte sich einmal den Kopf, um diesen wieder frei zu bekommen. Er begann zu lächeln. "Ach, irgendwie wirds schon klappen. Vorallem mit dir an meiner Seite, Schwester!"

983

Samstag, 28. November 2020, 17:37

Dass Rhord genauso weniger begeistert war über die kommenden Ereignisse konnte man an seiner Zögerung hören, die er offensichtlich einbaute, da er kurz in Gedanken versunken in die - im Vergleich zu den ganzen Erkenntnis bisher - schöne, ruhige Nacht der Großstadt eine Art neue Entschlossenheit ankündigte. Er will dies. Er möchte, was auch immer Ihn, Sie und all die anderen erwartet, bis zum Ende abspielen sehen. Das war ein Entschluss, den die sonst so emotionskarge Söldnerin in alter Manier mit einem sehr neutralen, aber erwartendem Blick erwiderte. "Vorletztem Treffen?" Das letzte Treffen war ihrer Kenntnis nach, wo Sie alle kurzfristig Siakin als Reisegefährten hatten, da es praktisch auf dem gleichen Weg war für Ihn. Ihr Bruderherz merkte dann von selsbt dass er dort ausholen musste, was aber für Noire eine willkommene Abwechslung war, während sie das ruhige Lichterspiel in der Stadt betrachtete.

Rhord selbst hatte auch in Killius-Stadt vor gehabt einen Informanten zu treffen, der zu diesem Zeitpunkt aber nie auftauchte, doch nun Aufträge später sich als Rail herausstellte, der dann erst seinen Part spielen konnte. Allein schon die Tatsache das Siakin auch in Killius-Stadt war ist schon was Bemerkenswertes an sich. Er erzählte Ihm von der damaligen Ablenkung, die Noire natürlich betrachtete und erwartete als sie damals ... bereuende Taten vollbrachte, die Ihr auf mehrere Weisen schmerzlich aufgezeigt wurden durch Olga. Dort hatte Rhord nur seinen Teil als "Dämon" gespielt, etwas, was er als natürliches Handeln empfand, auch wenn Brandon damals wohl sehr über die Schlänge zog als er Zivilisten verletzte. Doch der Böse war nicht Brandon. Es war Rhord, der natürliche Feind aller Menschen als Dämon. Das schien Siakin, in Rhord damaligen Unwissenheit, äußert verärgert zu haben. Etwas, woran Ihn nun Amid erneut erinnert hatte und Ihn zeigte, dass er als eine Art Entschluss herausfinden möchte, was hier vorfiel und noch vorfällt. Sei es für Bali, sei es für die Larmanet‘s, für Ihn. Und noch viele mehr wenn er über den Tellerrand hinaus blickte, doch das sprach er nicht an.

Das war erstaunlich tiefgründig was zeigte, das sich Rhord in seiner eigenen Art und Wiese durch den Einfluss vieler nun selbst finden möchte. Doch der Weg stand Ihm noch offen, in welche Richtung jedoch, das war etwas wo er noch nicht wusste. "Scheint als hättest du ein neues Ziel gefunden, eines, was dir niemand vorschrieb oder vorschlug, sondern eins, was du dir selbst ausgesucht hast und zu Ende sehen möchtest.... Man könnte fast meinen das du die vernünftige Seele von uns beiden bist wenn ich dich so sprechen höre ... und ich noch so weit von dem Weg bin was du bereits entdeckt hast." sie lächelte zufrieden, doch unterschwellig konnte man, wenn man Mimik lesen konnte, Selbstzweifel herauslesen. Es fühlte sich so an als hätte Rhord so viel mehr Fortschritte in so kurzer Zeit erzielt während sie noch im Kükennest feststeckte und ... sich selbst erst finden muss. Effektiv war Ihr Leben so gut wie ... vorbestimmt. Als Kind bestimmten ihre leiblichen Eltern wie Ihr Leben abspielte. Danach hatte sie in einer abscheulichen Zeit ihr Leben als kleiner Knirps ums harte Überleben selbstbestimmt, bevor Sie aus diesem Loch, wo Sie gestorben wäre, durch Blanc und Rouge gerettet wurde - und Ihr Leben als Söldnerin und Tochter der zwei Anführer wieder für sie "bestimmt" wurde - das Sonderstigma der "Haupttochter" in der Familie, ihre Ausbildung, ihre Einsätze, ihre Aufträge. Alles wurde für Sie bestimmt. Sie lernte absoluten Gehorsam, Politik, Geschäftspflege, Sprache. Das erste Mal nach diesem vorbestimmten Leben wo Sie selbst handelte war .... als Sie das Angebot der Hand nutzte. Nein, nicht mal das wenn sie es genau nahm. Es war für ihren Vater bestimmt, nichts selbstsüchtiges, selbst all das was darauf folgte - die Schwingen, die Aufträge, alles bis dahin war eine Folge die Sie für Ihren Vater aufnahm, aber nichts, was effektiv Sie selbst wirklich bestimmte.

Das erste Mal dass sie etwas selbst bestimmte ... gab es das überhaupt? Selbst alles was jetzt passierte tat Sie aus Verpflichtung der Schwingen, selbst das helfen von Rhord war größtenteils Verpflichtung als Schwinge als auch Gegenleistung für seine Hilfe, auch wenn Sie Ihn als Bruder anerkannte und auch so als Teil der Familie sah. Es war nie wirklich "Sie" wo hier handelte.

Irgendwo war Sie in einer Mischung aus Ärger, Verzweiflung gerade gefangen, aber war auch froh über dieses ruhige Nacht die sich gerade abspielte nach all dem Trubel und auch glücklich für Rhord. Etwas, was sie So nicht sitzen lassen möchte. "Pah. Auch wenn es gegen sämtlichen Verstand geht hab ich jetzt Lust diesen restlichen Weg mit etwas lokalem in dieser Straße genießen zu wollen. Wir sind auf Mission aber niemand hat gesagt dass wir das mit Privatem Vergnügen verbinden könnten." sie blickte sich um in dem Part, wo Sie sich gerade befanden. Hier wird es doch sicherlich irgendeinen Stand geben ... Und es gab auch einen. Mehrere genauer gesagt, auch wenn lange nicht so viel los war, verständlicherweise, was bei dieser doch nun ruhigen, sternenklaren Nacht einerseits schade war, doch für die, die sich raustrauten, eine wunderschöne Nacht zum Schlendern war. Sie deutete auf den Stand, der "Royal Gelee" als Standüberschrift zierte. Der Stand selbst verkaufte effektiv eine Mischung aus Eiscreme als auch Wackelpudding, das besondere war jedoch die Kombination beider Sachen mit einer besonderen Form von Honig. Zuckersüß höchstwahrscheinlich, doch die Konsistenz aus Eiscreme, Wackelpudding und cremigen Honig interessierte Sie. Aus Lust. Und Frust. Keine gute Kombination aber was muss, dass musste.

@Tobi:

Raisen

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984

Sonntag, 29. November 2020, 08:33

Vada nahm das Lob von Olga an, blieb dabei aber ausdruckslos.
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"Berserker? Was ist denn passiert?", fragte Korina. Amen sah zu seiner Gefährtin und ah - er sollte vielleicht erst einmal erklären: "Lauriam und ich wurden jeweils von einem maskierten Typen attackiert, der wie ein wildes Tier agierte..." Genaueres wurde dann so gleich von Olga erklärt. "Zuerst sei dazu gesagt, dass sowohl ich als noch jemand, ein von mir gewählter mit entsendeter Handlanger nie bis zu der Stelle gelaufen sind, wo ihr angeblich hättet sein sollen. Ich habe bei der Vorbereitung allen dreien meiner "Partner" eine Pille gegeben, wovon eine ein Fake für meinen Helfer war. Sie enthielten eine Droge, die aus schwer erhältlichen Zutaten erstellt wurde. Diese Version hat eine langsam in Kraft tretende Wirkung, doch das Endresultat bleibt das gleiche. Sehr vereinfacht gesagt: Das betroffene Gehirn wird dazu angeregt - oder viel mehr gezwungen - das zu machen, wodurch wir wütend werden und in diesem Falle bis zu dem Punkt, dass der Betroffene geradezu blutrünstig wird und in einen Zerstörungsrausch verfällt. Dadurch werden auch die körpereigenen Kräfte freigesetzt, die unser Körper für gewöhnlich nur in Extremsituationen freigibt. ", erklärte die Agentin das Vorgehen dieser...Droge. "Für dieses Vorgehen gab es zwei Gründe. Einerseits machte es eure beiden verbliebenden Gegner zu leichteren Zielen, da die beiden nicht mehr übers verstecken hätten nachdenken können. Zweitens... wenn ihr nicht einmal damit klargekommen wäret, hätte ich euch an eurer Kompetenz gezweifelt. Zwei einzelne "Berserker" sind nun wirklich nichts, womit jemand kampferprobtes allzu große Schwierigkeiten haben sollte, insbesondere bei einer Gruppe wie der euren."
Amens Interesse daran war damit befriedigt. "Fühlte sich an, als würde ich gegen einen wildgewordenen Hund kämpfen", kommentierte der Weißhaarige das ganze. Probleme mit diesem Berserker hatte er keine - aber es war nervig, weil sie scheinbar keinerlei Schmerzempfinden zeigten. Einzelne Wunden schwächten ihn nicht, es brauchte was größeres - oder gar den Tod. Nicht, dass das bei den Leuten der Schwarzen Hand eine große Tragödie wäre, aber es war nervig.

...bei all dem Gequatsche über dem Berserker und dem, was danach noch passiert war, vergas Amen nicht, dass es noch eine zweite Person gab, die ihn angegriffen hatte...was sollte er mit Ambika machen...? Soll er es den anderen sagen? Das wollte er eigentlich nicht...er möchte zuerst mit Ambika reden- der Weißhaarige wurde stiller, schien in Gedanken verloren zu sein.


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"Ich denke angesichts der momentanen Entwicklung wäre es auch für uns vom Vorteil, wenn wir einen Blick in diesen Forschungstrakt werfen", meinte Vada, der damit bestätigte, dass Olgas Ziel sowieso mit unseren zukünftigen Zielen übereinstimmt. Die Schwingen würden also keine Zeit verlieren, wenn sie sich dort hineinschlichen. "Auch sollte das nicht unsere Fähigkeiten übersteigen", fügte Vada noch hinzu. Die Aufgabe dürfte für Noire, Nyx und Aella möglich sein. Eventuell war es nötig, Keidein aus der Basis zu locken.

Night Zap

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985

Dienstag, 1. Dezember 2020, 19:36

Bei den Berserkern handelte es sich also um Menschen, die mit einer Psychodroge zu hirnlosen Killern gemacht worden waren. Etwas so widerwärtiges war von der Schwarzen Hand ja zu erwarten gewesen. Korina war angeekelt, besonders da die verantwortliche Person gerade vor ihnen stand und ihnen eine Zusammenarbeit anbot. Im Gegenzug sollten die Schwingen in die SH-Basis eindringen.
"Ich stimme Vada zu." sagte Korina mit verschränkten Armen. Auf Kooperation mit noch mehr Agenten hatte sie zwar keine Lust, aber es war wohl das beste für die Gruppe. "Wenn dort so etwas unsägliches stattfindet, klopft vielleicht auch wer immer es ist, der mit Keidein arbeitet, dort den Dreck ab, den er am Stecken hat."

986

Mittwoch, 2. Dezember 2020, 23:09

Rhord blickte verdutzt zu Noire als sie ihm antwortete, denn was sie sagte passte gar nicht zu seiner Wahrnehmung. "Vernünftiger als du? Ich habe mir etwas vorgenommen ohne zu wissen was mich am Ende erwarten könnte! Wenn das vernünftig sein soll, habe ich noch mehr zu verstehen, als ich bisher geahnt hatte!", erwiderte er der Söldnerin mit einem Lächeln. Gegen Noires anderen Plan hatte er dagegen überhaupt nichts auszusetzen. Jetzt wo sie einen Moment Ruhe haben, kam ihm diese Abwechslung sehr gelegen. "Zähl mich dabei."
Schneller als er - nicht unerheblich durch einen Faktor namens "Nachtsicht" mit reinspielend - wurde seine Schwester fündig und zwar mit so einem Eisladen, wie er schon vereinzelt von gesehen und gehört hatte, insbesondere das eine Mal gleich nach ihrer Ankunft. Dieser hieß "Royal Gelee" und der Erddämon merkte, dass die Katzenwandlerin auf etwas ganz besonderes aufmerksam wurde. Eine Mischung aus Eiscreme, Honig und etwas, was er eben zum ersten Mal sah. Wackelpudding. Es war ein faszinierender, gar hypnotisierender Anblick, dieses gefärbte etwas hin und her wackeln zu sehen, ohne dass es von selbst an Form verlor. Im Prinzip war ihm bewusst, dass es etwas ist, was er wahrscheinlich nicht so schnell verstehen wird, aber er konnte sich die Frage nicht verkneifen.
"Ähm... warum ist das da so, ähm... merkwürdig? Es sieht ganz anders aus als alles was ich bisher gesehen hab." Trotz seiner Unklarheit darüber, was dieser Wackelpudding überhaupt ist, nahm er dieselbe Kombination wie Noire. An Eissorten nahm er Erdbeere und Banane und als es zur Wahl des Wackelpuddings kam wählte er einfach die blaue Sorte.

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Was den Vorschlag einer Zusammenarbeit anbelangte gab es von allen Seiten Zustimmung und da er kaum auf die andern beiden jetzt warten konnte, gab Lauriam seine Antwort. "Dan niemand etwas dagegen zu sagen hat und ich ähnlich empfinde bin ich gewillt zuzustimmen. Nur ein Detail möchte ich noch klar gestellt bekommen. Was für Befürchtungen hast du bezüglich deinen Möglichkeiten uns die Handlanger von Keidein vom Hals zu halten? Du erwähntest etwas von "Befürchtungen"." Olga seufzte einmal, ehe sie zur Antwort überging. "Ist doch klar. Wenn jemand es geschafft hat Keidein zur Marionette zu machen, dann kann man zumindest weitere Abtrünnige vermuten. Uns sind die Ziele und Mittel dieses wahrscheinlich existierenden Puppenspielers nicht bekannt, doch dieser wird zweifelslos seinen Einfluss in irgendeiner Weise genutzt haben, um Gleichgesinnte unter unseren Leuten ausfindig zu machen. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum jemand das Leben eines Gesetzlosen wählt und so mancher darunter könnte für gewisse "Ideen" empfänglicher sein. Es dürfte eine Minderheit sein, doch Auflehnende sind auch nach meinem Einschreiten durchaus möglich."

Es war ärgerlich das zu hören, aber Lauriam konnte der Einschätzung innerlich zustimmen.
"Na gut, die Zusammenarbeit steht. Was müssen wir nun bei einem Eindringen beachten?" Olga schmunzelte einen kurzen Augenblick, ehe sie wieder so ausdruckslos, wie Vada es so gerne war, wurde. "Wie ihr vielleicht bereits mitbekommen habt gibt es hinter der Tür zum Forschungstrakt zwei Geisterwachen. Diese nutzen einen Lichtzauber, der zwischen ihnen eine Art Wand erschafft. Diese ist nicht, fest, allerdings bemerken sie es immer, wenn etwas hindurchgeht und auch nur für einen Augenblick die Verbindung stört. Dadurch bemerken sie selbst jemand unsichtbares, da selbst wenn sie den Eindringling nicht sehen können, sie wissen, dass jemand versucht unbemerkt vorbei zu schleichen. Also muss man entweder beide Geister ausschalten, ohne dass es jemand mitbekommt - und ja es gibt wenn auch nur vereinzelt andere Geister dort - oder aber in dem Moment mithilfe von Dämmerungsmagie sich hineinschleichen, wo auch jemand anderes hindurchgeht. Seite an Seite, meine ich damit. Beides mit Sicherheit schwierige Hürden. Dasselbe erwartet den Eindringling dann auch bei der zweiten Tür, nur wird hier seltener jemand durchkommen. Zudem weiß ich nicht, ob es hinter der massiv aussehenden Tür noch weitere Schutzvorrichtungen gibt."

Körper-Siradda hob leicht ihre Hand, da ihr eine Idee kam zu helfen. Olga war sowieso zu diesem Punkt fertig mit dem Erklären, weswegen sie der Dämonin das Wort überließ.

"Durchgehend so etwas aufrechtzuerhalten dürfte so gut wie unmöglich sein, sowohl was die magische Energie als auch die Nerven anbelangt, also gehe ich mal davon aus, dass sich abgewechselt wird. Wenn dem so ist, wie oft am Tag und wo gehen diese Geister dann hin? Außerdem hast du dir doch mit Sicherheit ein paar Gesichter gemerkt, die durch diese Tür durchgegangen waren. Könntest du uns ein paar Personenbeschreibungen zu diesen zusammen stellen?"

Siradda drehte sich kurz nach diesen Fragen zum Rest um, um ihren möglicherweise sowieso offensichtlichen Gedankengang einmal klarzustellen. "Ich könnte entweder eine oder mehrere der Geisterwachen für unsere Sache "bekehren" oder noch besser gleich einen derjenigen, die dorthin Zutritt haben. So könnten wir ebenfalls an unsere Informationen kommen, ohne dort eindringen zu müssen - vorausgesetzt unser Opfer ist gut informiert, wo wir von unserem Glück abhängig sein könnten." Ein sehr nützlicher Vorschlag in Lauriams Augen, der jedoch wie ihre Fragen bereits andeuteten voraussetzte, dass sie wissen wo sie wann bei wem zuschlagen müssen. Dies könnte schwierig werden, wenn auch immer noch leichter als Olgas Optionen. Nur besteht die Möglichkeit, dass ihr Informationsgewinn mangelhaft sein wird. Oder so sah er es zumindest, bis der Spezialagentin eine Idee kam. "Neben Keidein ist derjenige, der am ehesten über die Vorgänge dort Bescheid wissen müsste, Luzius, seine rechte Hand. Jedoch dürfte es schwierig werden an ihn heranzukommen. Er ist sehr vorsichtig und kalkulierend und ich kann mir gut vorstellen, dass er damit rechnet, dass ihr versucht sie zu beobachten. Ich habe ihn allerdings alleine wegen seiner Position sowieso in Verdacht und er gehört zu denjenigen, die dorthin Zutritt haben. Allgemein klingt dein Vorschlag sinnvoll, doch würde ich das Risiko, dass das Verschwinden einer der Involvierten bemerkt wird nur dann riskieren, wenn es sich deutlich lohnen dürfte. "