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Raisen

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Sonntag, 28. Februar 2021, 15:05



Nian, die zuvor versucht hatte, das Monster mit geschickter Magie zu überlisten, wirkte etwas hilflos, als sie merkte, dass das Wesen ihre Tricks mit brachialer Gewalt einfach zunichte machte oder sich überhaupt nicht darum kümmerte, was die Magierin auf es feuerte. Dem Schlag des Monsters entkam sie, in dem sie sich nach hinten fallen ließ - was das Wesen nicht weiter kümmerte, denn es machte schlichtweg einen Schritt nach vor und hämmerte dann mit einer Faust auf den Boden. Das löste, wie zuvor, eine Vibration des Bodens aus. Die massiven Arme des Monsters hatten unglaubliche Kräfte und jeder Schlag wirkte wie eine Bombe, die im Boden einschlug. Doch Nian war schneller und konnte zur Seite rollen, während sie zeitgleich eine Kugel aus Licht formte, die hell aufblitzte. Das Monster schreckte dadurch auf, war tatsächlich kurzzeitig geblendet, aber zu denken, dass das Monster nur durch dessen Augen die Umgebung wahrnehmen konnte, wäre ein fataler Fehler - schließlich war es auch ohne zu zögern durch die Staubwolke gerauscht.

Auch Jacob spürte die Kraft, die der Einschlag des Monsters verursachte - und dann zweites Mal. Blanc warf ihm einen Blick zu. Der Wolfswandler hatte definitiv den selben Gedanken wie Jacob: Gott sei dank war keiner der drei jungen Damen mitgekommen. Eines war aber klar: Da Jacob und Blanc hier waren, musste das Monster zwangsweise Nian in den Fokus genommen haben. Blanc schien das auch zu verstehen und pfiff einmal laut. Jacob hielt seine Flamberge bereit. Die Beiden Schattenwölfe standen außerhalb der Staubwolke, weshalb sie das Monster sehen würden, wenn es auf sie zukam.

Das Monster - noch geblendet vom Licht - hörte den Pfiff und wandte sich dorthin. Es drehte den Kopf aber noch einmal in die Richtung, in der es die Frau vermutete. Das Wesen schnaufte, machte einige schnelle Schritte nach vor und sprang dann los. Es wusste nur grob, wie weit entfernt die Person war, die gepfiffen hatte. Acht oder neun Meter? Mehr?
Jacob konzentrierte sich, um so schnell wie möglich reagieren zu können - aber mit einem riesigen Wesen, dass in gut zwei Meter höhe aus der Staubwolke auf sie zugeschossen kam...nein, damit rechnete er nicht. "Was zur-", der Soldat konnte erneut nichts anderes als zur Seite auszuweichen. Während das Monster dort landen würde, wo Jacob eben gestanden war.

Sowohl Jacob als auch Blanc konnten nun sehen, was das für ein Wesen war, dass vor ihnen stand. Wobei das erste, dass Jacob bemerkte, die schwarzen Stellen am Körper des Monsters waren. Er musste sofort an Raffael denken. Einige Stellen - wie die Gelenke und Gesicht - waren aber frei davon. Das Monster hingegen musterte erst einmal Jacob und Blanc, machte aber sonst keine weiteren Bewegungen. Jacob hingegen lief ein Schauer über den Rücken.

@Soren:

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Raisen« (28. Februar 2021, 15:05)


1 162

Sonntag, 28. Februar 2021, 16:03



Nian’s Ausweichversuch war so erfolgreich wie er sein konnte: Ausreichend um Ihr nicht das Leben zu kosten. Doch die Einschlagskraft beider Hiebe, auch wenn sie Sie verfehlten, war immens, dass sie selbst während dem Abrollen von der Wucht heraus vom Boden abhob und sich erstmal sammeln musste nach so einer rasant gefährlichen Aktion. Die Lichtkugel hatte es geblendet, doch es wirkte nicht so als hätte es vollständig den Zweck erfüllt den sie damit erreichen wollte - gab Ihr aber eine endgültige Bestätigung. Dass sie kurz Ruhe bekam war Ihr recht, denn der Pfiff der das Monster von Ihr ablenkte - und der Blick den sie auf Ihr spürte bestätigte erneut dass Blenden alleine noch nicht reichen würde - zeigte Ihr dass sie doch die ein oder anderen Tricks anwenden müsste.

Blanc und Jacob hingegen bekamen es nun in voller Pracht mit dem Wesen zu tun. Ziel des Sprungs des Giganten der auf Sie zugeschossen kam war Jacob, der nicht mal wirklich einen Satz rausbrachte bevor er weiter ausweichen müsste. Selbst Blanc musste ausweichen, denn das Risiko noch einen Querschläger abzubekommen war zu groß. Damit wurden beide getrennt - "umzingelten" zwar nun das Monster was sich nun vor Ihnen aufstellte, doch wirklich umzingeln konnte man das nicht nennen. Auch dieser Einschlag war gewaltig. Sie musterten sich gegenseitig. Das Monster sie, Sie das Monster. Und was Blanc erkennen konnte war eine sehr präsente, schwarze Haut, wenige, kleine Flecken die noch normale Haut zeigten, doch die Krallen waren das abscheulichste an der ganzen Geschichte. Das wird keine leichte Aufgabe. Das könnte sie das Leben kosten. "Wenn das nicht fünf oder zehn Jahre meines restlichen Lebens kosten wird." sprach er halbherzig lächelnd aus, doch seine Nervosität war erkennbar - Eine Mischung aus Nervosität als auch Anspannung. Er wusste genau dass vor Ihnen ein Wesen stand, dass sie nicht unterschätzen sollten. Angst? Ja, war präsent. Doch das zeigte Ihn dass er die Situation richtig einschätzen konnte. Jacob dürfte es nicht anders gehen. Dass die Ziele die Gelenke waren konnte er relativ schnell festlegen - die Frage nach dem Wie war die größere Sorge. Das Wesen war nicht nur ein wandelndes Erdbeben, es war auch noch schnell. Wie der eine Jäger überhaupt entkommen konnte war schon faszinierend genug, denn so wie dieses Wesen gerade auf Sie abzielte Würde es Sie das definitiv nicht lassen - nicht dass es Blanc zumindest vorhatte.

Die Initiative zu ergreifen war jedoch schwierig. Sie wussten die offensichtlichen Möglichkeiten: Brachiale Gewalt durch die Klauen, Bisse, Schläge. Konnte es noch mehr? Magie? Blanc begann mit langsamen Schritten das Wesen zu umkreisen, er spielte darauf an dass es Jacob Ihm gleich tat. Dabei griff er in seine kleine Gürteltasche und holte, ohne den Blick auf das Wesen zu verlieren, eine kleine Rauchbombe heraus. Würde das Monster Ihn lassen, würde er diese jedoch nicht zum oder auf das Monster werfen - sondern es einfach fallen lassen und sich weiter im Kreis bewegen, seine zwei Schwerter im Anschlag. Er benötigte einen Moment, eine Öffnung und mehr wissen bevor sie wirklich gegen das Wesen vorgehen konnten.

In der Zwischenzeit raffte sich Nian bereits wieder auf, würde aber noch einen Moment benötigen bis sie sich den zwei wieder anschließen könnte. Sie hingegen hatte jedoch bereits einen Plan, den sie umsetzten wird. Dafür bereitete sie bereits an einem ihrer Arme eine schwarze Masse vor, die sich ihren Arm hinaufarbeitete, flüssig wirkte, während sie in der anderen ihre Naginata hatte, die sie nutze um aufzustehen als Stütze.

@Raisen:

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1 163

Sonntag, 28. Februar 2021, 16:27

Blanc und Jacob umzingelten nun das Monster - bedingt dadurch, dass es inmitten der beiden gelandet war - und die zwei Parteien musterten sich gegenseitig. Dabei sah das Monster abwechselnd zu Jacob und zu Blanc. Es rührte sich nicht weiter, merkte aber, dass diese drei Menschen definitiv gefährlicher waren als der einzelne zuvor. Jacob konnte hinter dem Wesen Blanc sehen, der sich langsam in Bewegung setzte, um sich Kreisförmig um das Monster zu bewegen. Jacob tat es ihm nach. Das Wesen richtete sich auf, was dessen volle Größe zeigte. Es war größer als Jacob, größer als Blanc. Zwischen den abwechselnden Blicken zu den zwei Männern sah das Wesen auch hin und wieder zurück zur Staubwolke, wo sich ungefähr Nian befinden sollte. Blanc ließ, während er sich langsam bewegte, etwas auf den Boden fallen-

und auf das Geräusch, dass dadurch entstand, reagierte das Wesen. Es zuckte und drehte sich sofort zu Blanc. Während ein roter Rauch von der Rauchbombe aufstieg, schnellte das Wesen nach vor und nahm als erstes Blanc ins Visier. Dabei ließ es seine linke Hand von oben - wie einen Prankenhieb - auf den Wolfswandler niedersausen. Würde Blanc ausweichen, würde das Monster sofort nachsetzen und erst einmal nicht locker lassen.

@Soren:

1 164

Sonntag, 28. Februar 2021, 17:03

Die Größe des Wesens war massiv. Als es sich aufgerichtet hatte war es gut doppelt so groß wie die beiden ausgewachsenen Männer, so fühlte es sich zumindest an. Als würden sie auf eine altertümlichen Riesen blicken, wie es in so manch Legenden bekannt war. Allein die Tatsache dass es beide auf dem Schirm zeigte Ihm erneut das höchste Vorsicht geboten war. Und Blanc konnte seine kleine "Überraschung" - die letztendlich nur eine einfache, kleine Rauchbombe war, die roten Rauch nach Oben abgab - ablegen. Doch genau das veranlasste das Wesen als nächstes Blanc anzusteuern. Die hoch empor gehaltene Pranke sauste dabei auf Blanc zu und mehr als Auszuweichen - in die Richtung in der den meisten und günstiges Weg für einen großen Ausfallschritt hatte konnte er erstmal nicht, denn nach dem ersten folgte ein zweiter, danach ein Dritter. Die Masse, Kraft und Schnelligkeit die es an den Tag legte war bemerkenswert - wenn sie nicht so gefährlich wäre für Ihn und die anderen. Er hatte jedoch erstmal nur seine Konzentration aufs Ausweichen - Nicht nur seine Augen, sondern auch seine Intuition nutze er. Er dachte an nichts - er tat es einfach. Etwas, was er auch damals bei Richard tat und ins Blut überging. Er achtete darauf wie schnell das Wesen zuschlug, wie sehr es sich selbst deckt, ob es Öffnungen gab die er ausnutzen kann später.

Nian hingegen setzte derweil Ihren nächsten Plan in die Tat um. Noch etwas mitgenommen durch das vorherige Leid vervielfältigte sich die brodelnde Masse an ihrem einem Arm - bevor sie diese dem Kopf - oder dem Oberkörper oder Schultern, je nachdem wie das Monster gerade auf Blanc ein wütete - entgegenschleuderte - Das Ziel? Die Masse war elastisch, vervielfältigte sich ständig und war klebrig. Mit der Konsistenz von Schattenmagie zu spielen war einer der Dinge, die Ihr Spielraum gab - und den wollte sie ausnutzen indem Sie den gesamten Kopf des Monsters in diese klebrige Masse einschließen will. Das sollte Ihm sowohl Augenlicht als auch Gehör nehmen, vielleicht auf den Atem wenn die Masse es schaffte sich in den Mund des Monsters vorzuarbeiten. Es wirkte was so, als wäre die Masse lebendig. Und sie will eine Bestätigung. Eine Bestätigung wie das Monster sie „finden“ kann. Seit der Blendung und ihrem Rollen, und doch dem gespürten Blick muss es mehr als nur Sehen nutzen. Und das nächste was sie testete war das Gehör. Und wenn das ebenfalls nicht der Grund ist, blieb nicht mehr viel übrig.

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Sobald die Rauchwolke sich hoch genug gearbeitet hatte, erblickte Lloyd diese von seiner Position aus, die er vor dem Tor des Dorfes angenommen hatte. Er wusste was dieses Rauchsignal bedeutet. Es war ein spezieller Code unter der Führungsebene. "Wir bleiben weiterhin auf Position. Blanc und die anderen zwei haben Kontakt mit dem Feind aufgenommen, wir warten auf weitere Anweisungen" - war der "Befehl" den Lloyd an seine drei Schützlinge gab, die mittlerweile wie das gesamte Dorf in Alarmbereitschaft fertig waren. Was die Schützlinge nicht wussten: Die Rauchbombe bedeutet: "Feindkontakt - Gefahr groß - Keine Verstärkung / Suchtrupp schicken." - Er konnte Blanc, Jacob und Nian das beste wünschen, denn dieses Rauchsignal bedeutet auch, dass sie bereit sein müssen, jemanden zu verlieren. Blanc war nicht der Söldner der diesen Befehl ohne Grund gab. Er musste bei diesem Gegner etwas gesehen haben was Ihm sagt: Masse dagegen zu werfen würde die Situation nur Verschlechtern - und selsbt wenn jemand wie Lloyd dazukam würde es nur unnötig Probleme verursachen: Er war ein Hindernis in dieser Situation.

Eine weitere Person vernahm diese Rauchwolke ebenfalls und grinste erwartungsvoll.

@Raisen:

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1 165

Sonntag, 28. Februar 2021, 19:45



Das Wesen folgte Blanc auf Schritt und Tritt und jedes Mal ließ es ihre großen, krallenartigen Hände in seine Richtung sausen. Blanc wusste über die Gefahr und die Folgen bescheid, die ein Treffer mit sich brachte, weshalb er schließlich dabei blieb, nur auszuweichen. Das gelang dem nahkampforientierten Wolfswandler auch recht gut. Jacob hingegen sah sich etwas hilflos. Er konnte definitiv nicht mit seiner Flamberge einfach hineinspringen und einen Angriff wagen. Seine Magie war eine Option, aber es war schwierig, sie bewusst auf das Monster zu lenken, wenn so wild herumsprang und Blanc verfolgte. Würde er sie - wie bei der Kapelle - flächendeckend einsetzen, würde es auch Blanc beeinflussen. Das schlimmste wäre es, wenn er Blanc behindern würde und dem Monster eine Chance gebe, einen Treffer zu landen. Entsprechend konnte er fürs erste nichts machen, außer auf eine Chance zu warten. Ein Chance, die wohl bald kommen würde.

Der Staub verflüchtigte sich allmählich und Nian zeigte sich. Sie schoss etwas Schwarzes auf das Monster. Dieses..etwas...landete auf der Schulter des Monster und es bewegte sich. Zuerst blieb es noch unbemerkt - es versuchte noch immer, Blanc zu erwischen. Das Monster stoppte aber schließlich, als diese schwarze Masse ihren Hals erreichte und sich weiter nach oben arbeitete. Nun wurde es dem Monster ungemütlich - es versuchte erstmal diese schwarze Masse von sich zu bekommen. Mit den riesigen Händen war das aber ein schwieriges Unterfangen. Es zog und riss daran, aber es ging nicht weg. Stattdessen klebte nun seine Hand dort fest, wo es gerade hinfasste. Es knurrte es auf, wohl vor Schmerz, als es merkte, dass es, wenn es stärker daran zog, mehr als nur die Masse von sich reißen würde. Mit der zweiten Hand versuchte es die erste freizubekommen, mit wenig Erfolg. Schließlich übernahm eine gewisse Panik das Monster, als sich die schwarze Masse bereits um dessen Ohren gelegt hatte. Jacob sah den Kampf des Monster als eine Chance - und nahm einen Schritt nach vor. Sein Ziel wäre eines der Knie oder ein Fußgelenk-

Doch das Monster konnte noch etwas sehen und es schlug mit einer Hand panisch um sich - in etwa dort, von wo es Jacob aus dem Augenwinkel kommen sah. Dieser reagierte und sprang erneut zurück. Das Monster war - durch den Angriff von Nian - definitiv nicht mehr auf voller Höhe. Es wirkte panisch, wie ein Tier, das eben gefangen ist. Jacob würde schlichtweg länger warten, denn es schien nicht so, als würde das Monster mit der Magie fertig werden. Doch etwas änderte sich.
Es schien ruhiger zu werden. Die anfängliche Panik verflog. Die Atmung des Wesens verschnellerte sich, dabei wurden die Atemzüge tiefer - bis es schließlich ganz tief Luft holte und ein zerschmetterndes Gebrüll losließ.

Lauter als der Knall von vorhin. Lauter als alles, was Jacob jemals gespürt hatte. Instinktiv ließ Jacob seine Flamberge fallen, um seine Ohren zu bedecken, aber um ehrlich zu sein- es war wohl bereits zu spät. Der Schrei des Wesens war so dermaßen laut, dass nicht nur Jacobs Ohren schmerzten, sondern sein ganzer Körper wurde davon durchzogen. Er war dem Monster noch am nächsten, aber bei Blanc und Nian konnte es unmöglich besser aussahen. Der Schrei war aber nicht nur ein reiner Schall - die schwarze Masse auf dem Körper wurde einfach zerstört. Mit ihr auch sämtliche Magie, die eingesetzt wurde.

Das Gebrüll war so laut, dass es definitiv im ganzen Wald zu hören war - höchstwahrscheinlich sogar noch sehr viel weiter.

@Soren:

1 166

Sonntag, 28. Februar 2021, 20:44

Blanc's Ausweichversuche klappen so weitgehend einwandfrei doch auf Dauer war das keine wirklich Lösung. Die Schläge waren zu weit, zu stark, zu schnell um ohne eine Gelegenheit dagegen vorzugehen. Am liebsten hätte lieber etwas Einfacheres als "Gegner" gehabt doch seine ungebetenen Gäste in seiner Heimat suchte man sich nicht aus, besonders nicht an so einem ironischen Ort des Todes wie hier. Auch Jacob wirkte hilflos, und er konnte es Ihm nicht verübeln. Als Nahkämpfer war dieser Gegner eine Katastrophe. Und als Fernkämpfer noch mehr. Solange es sich zumindest so aktiv und schnell bewegen konnte. Sie mussten es irgendwie festhalten oder im Moment stoppen. Etwas, was auch, wenn auch deutlich unerwartet, in gewisser Weiser passierte. Denn irgendwas setzte sich am Monster fest - und störte es zunächst nur, bevor es zu einem Hindernis wurde. Blanc konnte sein Ausweichen endlich stoppen als der Fokus auf die schwarze, wabernde Masse fiel die von Nian kam. Diese hatte sich nach dem Feuern dieser Masse endlich wieder erholt nach den ersten Angriffen und schien zufrieden mit dem Ergebnis zu sein, wollte bereits etwas Weiteres vorbereiten - doch etwas stimmte nicht. Und das merkte auch Blanc. Er wollte eigentlich auch zum Schlag ansetzten so wie Jacob, doch Jacob wurde zurückgedrängt mit dem wilden umherschlagen - was Ihn jedoch nochmal weiter weggehen lies - und dann begann dieses Wesen ... Luft zu holen? Die Realisierung kam für Blanc zu spät und für Nian genauso die erstmal nur den Rücken sah. Das Gebrüll was einem grauenvollen Knall gleichkam war für Nian und Jacob eine Qual, selbst Nian, die am weitesten davon weg stand, konnte sich nur an ihrer Naginata klammern um nicht auf den Boden zu fallen - denn Ohren zuhalten war schon zu spät.

Deutlich schlimmer traf es da Blanc. War er schon gequält von dem Knall half all seine Erfahrung nichts gegen das, was ihm da entgegengeworfen wurde. Er stellte sich eher auf irgendetwas Magisches ein, ein Geschoss oder einen Magiestrahl - etwas magisches hat er auch bekommen. Jedoch nicht was er erwartet hat. Mit seinem feineren Gehör traf es ihm praktisch mit voller Gewalt. Er ging zu Boden. Bei diesem Geschall hatte Blanc sogar Schwierigkeiten bei Bewusstsein zu blieben. Allein sein starker Wille hielt Ihn noch vor der Ohnmacht fern, aber so war er erst mal außer Gefecht bis er den Schmerz - Körperlich wie Seelisch - wieder ausgeglichen hatte. Er fiel auf die Knie, regungslos.

Nian hingegen knirschte die Zähne zusammen. Was auch immer "Das" geschaffen hatte oder hierher brachte kann sich auf etwas einstellen wenn Sie herausfinden würde wer das war wenn es einen Urheber gab. Das wurde für die Nonne nun persönlich. Persönlich in der Hinsicht dass sie dieses Wesen seinen Schöpfer naheführen möchte. Doch erstmal musste sie ihre eigenen Kräfte wieder finden, denn alles was sie an Magie vorbereitet hatte - die Lichtkugeln die herumschwirrten, die schwarze Masse die auf dem Wesen war - es war verschwunden. Dieser Schrei hat ihre gesamte Magie aufgelöst die in dem Moment auf dem Kampffeld war. Sie hatte die Situation unterschätzt und musste die Sache anders angehen - was sie vermeiden wollte aber anscheinend konnte sie es nicht weiter "verheimlichen".

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Im Dorf jedoch konnte man einen furchterregenden Schrei vernehmen - einen der Lloyd einen Schauder über den Rücken laufen lies - und nicht nur Lloyd. – Jeder der den Schrei vernahm dürfte über diesen erschrocken sein. Das Dorf. Seine Schützlinge. Wenn nicht sogar Porta Iridae. Er konnte nur hoffen dass niemand auf die dämliche Idee kam dem nun nachzugehen.

@Raisen:

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1 167

Sonntag, 28. Februar 2021, 22:29

Jacob wankte einige Schritte zurück, ihm war schwindelig, sein Kopf schmerzte. Ebenso seine Gliedmaßen, schließlich ging er auf die Knie, um nicht hilflos umzukippen. Das alles nur durch den Schrei eines einzelnen Monsters. War zur Hölle war das. Was zur Hölle machte das hier und warum- gott. Jacob fluchte. Er sah auf seine Hände, mit denen er sich bis eben noch die Ohren zugehalten hatte. Blut. Er übergab sich schließlich.
Er spürte die Wärme auch in seinen Ohren. Nachdem der Knall abgeklungen war, merkte Jacob, wie sein Gehör definitiv nicht zurückkam. Er atmete schwer, sah um sich. Sein Blick war schwummrig. Doch Blanc war am Boden, Nian kämpfte ebenso mit den Folgen ...

Auch das Monster kämpfte mit sich selbst. Es hielt sich mit allen Vieren noch auf den Beinen, war aber ebenso wackelig unterwegs wie Jacob. Dieser Schrei war definitiv nichts, was das Monster einfach so aus dem Ärmel hatte zaubern können - im Gegenteil. Es war die letzte Verzweiflungstat, um den Zauber von Nian loszuwerden. Zwar waren die Ohren des Monsters durch dessen Haare verdeckt, aber wenn man sie sehen würde, würde man ebenso das Blut sehen, dass aus diesen tropfte. Es hatte sich mit dem Angriff also auch selbst das Gehör geraubt. Und wenn man die Folgen bei sich selbst beobachtete, konnte man auch darauf schließen, wie es dem Wesen ging. Im Grunde waren nun also alle Parteien mehr oder minder außer Gefecht.

Dennoch war das Monster die erste Person, die sich wieder in Bewegung setzte. Schwer atmend erhob es sich, ging aber wieder auf die Knie. Dann erneut- doch diesmal blieb es stehen. Es machte einige Schritte wackelnd, bis sich der Gang langsam festigte - auf Blanc zu. Es hatte keinen besonderen Grund, Blanc war einfach nur die erste Person im Sichtfeld vom Wesen. Es kam ihm näher- Jacob realisierte erst jetzt, wie stark das ganze Blanc eigentlich mitnehmen musste. Sein Gehör war um ein vielfaches sensibler als das einfacher Menschen. Entsprechend brutal musste der Schrei für ihn gewesen sein. Jacob realisierte also vielleicht noch vor Nian, dass Blanc im Moment in größter Gefahr war. Er bewegte sich - zuerst auf allen vieren, dann langsam immer schneller, wenn auch nicht geradeaus, auf Blanc zu. Alles war verschwommen, wenn nicht sogar doppelt. Das Wesen stoppte vor Blanc, schnaufte, sichtlich mitgenommen, und hob einen Arm, ballte dessen Hand zu einer Faust-
Schließlich sprang Jacob zu Blanc und riss ihn förmlich aus Instinkt aus dem Angriff des Monster - dessen Faust aber sowieso nicht direkt dort eingeschlagen hätte, wo Blanc gekniet ist, sondern gut einen halben Meter daneben, was nochmal verdeutlichte, dass auch das Monster beträchtlichen Schaden mitgenommen hatte.
Jacob hingegen merkte das überhaupt nicht. Er sah das Monster, in seiner riesigen Gestalt, verschwommen vor sich, während sich alles drehte. Mit seinem Gehör ging auch sein Sinn für Balance flöten. Der Soldat sah kurz dorthin, wo vorhin (vor dem Schrei) noch Nian stand, aber er konnte nicht wirklich erkennen, ob Nian noch dort war oder nicht. Er sammelte den letzten Rest an Verstand und Kraft, den er aufbringen konnte und setzte seine Gravitationsmagie ein. Mit aller Kraft- einfaches alles. Um das Monster zu erdrücken oder zumindest solange niederzuhalten bis sich die zwei anderen erholt hatten.



@Soren:

1 168

Sonntag, 28. Februar 2021, 23:38

Blancs Zustand war eine absolute Katastrophe, denn kniend war das einzige was er gerade noch halten konnte ohne Ohnmächtig zu werden. Alles schallte, klirrte und war weiß vor seinen Augen und das war noch die harmlose Bezeichnung für seinen Zustand. Nie im Leben hätte er so eine Situation erwartet, da zeigte sich das einem um die 40 Jahre Berufserfahrung nicht auf alles vorbereiten konnte. Doch das war sein geringstes Problem. Selbst wenn er Ohnmächtig werden würde ändert das nichts an seinem Zustand. Denn das Wesen war immer noch am Stehen. Nun ja. Stehen wie man es nennen möchte, denn aus irgendeinen Grund hatte es die gleichen Probleme wie all die anderen: Sein Schrei hat sein Gehör verabschiedet. So wie Blanc, so wie Jacob, so wie Nian. Jeder hier hat praktisch sein Gehör verloren. Was sich von jeweils blutenden Ohren bestätigen ließ. Das gepaart mit der Tatsache dass das Gleichgewichtszentrum damit auch komplett durchgeschossen wurde bringt alle vier in die gleiche Situation. Wenn man es grob zusammenfasste war Blanc und das Monster die wohl am härtesten getroffenen, gefolgt von Jacob - der seine eigenen Probleme hatte und Nian, wobei diese auch schon mehr schlecht als recht an die im Boden leicht eingedrückte Naginata hing um nicht auch noch zusammenzubrechen. Aber alles drehte sich und das einzige was sie erkennen konnte waren Umrisse oder schummrige Schatten. Sie nach vorne zu bewegen war nicht möglich denn dann würde sie ebenfalls den Boden küssen. Allein der Frust über die Situation ließ sie überhaupt noch versuchen gerade klare Gedanken zu finden.

In der Zeit passierte der Rettungsversuch von Jacob mit Blanc, die aber - was keiner der Anwesenden wirklich realisieren konnte - nicht notwendig war da das Monster selbst beeinflusst komplett danebenschlug. Nian nutze die Zeit so gut es ging. Wortwörtlich. Sie versuchte eine Hand an ihr Ohr zu führen - irgendeins. Doch so ganz wollte das nicht klappen. Selbst ihr körperliches Gefühl hat dieser Schrei komplett auf den Kopf gestellt. Zuerst erwischte sie einfach die Luft, dann die Stirn. Dann den Hals. Sie fluchte in ihrer Heimatsprache so unfähig in diesem Moment zu sein bis sie es - nach mehreren Versuchen schaffte das Ohr - zumindest das Ohrläppchen zu erwischen und sich von da aus hochzuarbeiten. Sie probierte ihre Magie zu wirken - was den Göttern sei Dank - auch funktionierte. Wenn auch zaghaft. Zum ersten Mal seit Ewigkeiten war sie dankbar dass Lichtmagie Heilen konnte in einer persönlichen Situation wie dieser. Denn jetzt einfach versuchen zu wollen irgendwas zu tun würde darin enden dass sie sich einfach nur selbst wehtat und niemanden etwas brachte. Das Gehör wiederherzustellen, den Schaden der der Schrei anrichtete, war kein leichtes Unterfangen, selbst für eine erfahrene Nutzerin wie Sie, besonders als sie dann noch mit Übelkeit zu kämpfen hatte und es Jacob so gut wie gleichtat während der Heilungsprozedur.

Blanc, der nun durch Jacob rettend zu Boden gerissen wurde, hatte zumindest nicht mehr mit dem Knien zu kämpfen, soviel bekam er irgendwie mit, doch das war’s auch schon fürs erste. Er wusste nicht mal weshalb oder durch wen. Sein Ich war soweit anwesend das er zwar irgendwie noch gerade so sein direktes Umfeld mitbekam aber mehr war aktuell kaum drin.

Ein Ohr war dabei so gut es ging wieder funktionstüchtig zu sein - nun, ein extrem lautes Klirren war immer noch zu hören und Schmerzen plagten sie weiterhin - mehr als Hoffen dass es kein Dauerzustand bleiben wird konnte sie nicht - aber zumindest konnte sie sich - auch wenn sie immer noch drei Versuche brauchte das nächste Ohr zu treffen - mit der Prozedur beim zweiten beginnen. Wohlgemerkt war das eine sehr notbedürftige Heilung. Doch die Zeit für eine vollständige Heilung konnte sie nicht riskieren solange sie nicht sehen konnte wie die Lage war - Gleichgewichtssinn, verschwommene Sicht. Alles war nicht gerade Praktisch wenn sie agieren wollte. Ganz zu schweigen von Gehen oder stehen mit dem Klammern an ihrer Waffe, und selbst das dürfte ein gewisser Akt werden selbst wenn sie wieder sehen konnte. Was sie aber Tat war, langsam - deutlich langsamer als zu Beginn dieses Chaos - Schattenspitzen zu erschaffen. Die Konstruktion davon war auch nicht die beste. Der ganze Prozess dafür dauerte Ihr viel zu lang. Normal war sie gewohnt mit ihrer gelernten Magie nach freien Willen zu agieren und jetzt? Jetzt fühlt Sie sich wie ein Anfänger im Grundkurs der gerade beigebracht wurde wie man Masse erschuf. Ein erneutes Fluchen war zu hören, denn alles war eine Katastrophe und Sie hasse jeden Moment, jeden Schmerz, jedes Leid und die Vorstellung das das alles noch ein schlechtes Ende nehmen würde.

Die erstbeste Aktion, die Ihr einfiel nachdem sie ihr zweites Ohr geheilt hatte war, ihre Sinne zurückzugewinnen. Zumindest Gleichgewicht und Blick. Das Gehör war gerade unwichtig - denn sie wollte aus den drei verschwommenen Schatten einen sehen - und puzzelte die Bilder langsam zusammen. Bis sie ein - wenn auch noch etwas unklares Gesamtbild von dem Monster, Jacob und Blanc hatte. Das erstbeste was ihr einfiel war, die Speerspitzen nun endlich fertig zu formen und auf die Stellen zu feuern, wo die Haut noch normal wirkte. Mehr war in dem Moment nicht drin. Sie konzentrierte sich so weit wie es ihre Nerven gerade noch zuließen und steuerte diese auf die Stellen zu, sich klammernd an der Naginata nicht doch noch zusammen zu brechen oder nach vorne zu fallen, denn ihre Beine waren immer noch am Zittern und kribbeln. Genauso ihre Hände. Jede Bewegung schmerzte immer noch. Sie war vermutlich die einzige die gerade überhaupt etwas tun konnte und ihr persönliches Ego lies es nicht zu dass weder ihre Kameraden noch sie einen so jämmerlichen Tod sterben würden. Das Jacob auch seinen Teil zu der Gesamtsituation beitrug - konnte sie weder voher sehen noch jetzt.


@Raisen:

1 169

Montag, 1. März 2021, 18:18

Der merkwürdige Junge auf dem Dach meinte, dass er aufpasse, dass hier nichts schlimmes geschehe und fragte darauf: "Habt ihr schon einmal einen echten Kampf gesehen?"
Die beiden Kinder schauten sich gegenseitig an, ehe der Nicht-Tierwandler unter ihnen die erste Antwort gab: "Die Erwachsenen streiten sich desöfteren wegen Essen. Als ein Mann mit einem Messer mir einmal mein Brot wegnehmen wollte haben Papa und Mama ihn verprügelt bis er nicht mehr aufstand." Als nächstes kam der Tierwandler an die Reihe. "Ich habe einmal meinen Papa kämpfen gesehen, ist aber schon eine Weile her. Eigentlich will er nicht, dass ich ihm folge, aber einmal hab ich das nicht gemacht. Da hat er mit ein paar anderen einige wirklich fiese Menschen aus dieser Gegend fertig gemacht!" Sein Freund nickte dem zu. "Weiter draußen ist es zwar immer noch schlimm, aber zumindest gibt es hier kaum noch Bösewichte dank ihm und seinen Freunden!"

Derweil kam das Flugobjekt näher. Mittlerweile konnte Amen auch erkennen, wenn er sich vom Gespräch nicht zu sehr ablenken ließ, um was es sich handelte: Ein niederer Drache, der irgendwas in seinen Krallen mit sich transportierte. Dieses etwa hing nach unten, aber was genau es war, war noch nicht zu erkennen für jemanden mit normaler Sicht.

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Noire entschuldigte sich zuallererst bei den Dämonengeschwistern - was Rhord nicht ganz nachvollziehen konnte kamen die beiden doch, so verstand er es, aus freien Stücken mit - und signalisierte dann, dass sie mit der Aufteilung einverstanden war. Sie schlug dann auch vor es zuerst mit den älteren Leuten zu probieren und dann als zweite Option die mittleren Alters auszufragen.
Sie machte dann auch den ersten Schritt und sprach die erste Gruppe an... nur bekamen diese erst mittendrin überhaupt mit, dass jemand mit ihnen sprach.
"W-wer bist du und wer soll dieser Meister Nagel sein?", fragte einer der älteren Herren und schaute verwundert zu seinen Sitzpartnern. Darauf hatte eine der Frauen etwas zu sagen: "Du Tölper, wasch dir deine Ohren! Das junge Fräulein hat nach Messter Nadel gefragt!"
Das nahm der alte Mann gar nicht so gut auf. "Ach, was weißt du schon, du olle! Wer soll dieser Messter Nadel sein?! Von dem hab ich noch nie gehört!" Der Ball ging zurück. "Woher soll ich das denn wissen?!"

Während die beiden mit ihrem Streit weitermachten schaute ein weiterer Herr zu Noire hoch und schaute sie ganz fasziniert an. Diese - und Miata - konnten erkennen, dass irgendwas mit seinen Augen war. Bei einem war eine Pupille weiß, die andere sah nur wenig normaler aus.
"Kkkann es denn sssein?, fragte er zunächst, als er Probleme damit hatte normal zu sprechen. "Kia! Bi-bi-bist es du?" Miata war ehrlich mit sich selbst. Sie hatte absolut keine Ahnung was sie nun sagen sollte und entschied sich daher dafür die Klappe zu halten und Siradda war im Moment nur dabei sich darüber zu freuen zumindest nie in der Art gealtert zu sein.

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Korina und Rhord bildeten das andere Team und da er gerade noch so hörte wie das andere Team zuerst die Alten und dann die Erwachsenen fragen wollte, dachte er sich es mit den Kindern zu versuchen. Er schaute sich um und sah einige die Fangen spielten, doch die waren alle zu flink unterwegs. Eine der Gruppen aufzuhalten dürfte schwierig werden. Was übrig waren war eine Gruppe die so ein Hüfspiel veranstalteten - es war in einer Linie mehrere aneinandergereihte Kästchen in den Boden gemalt worden, die sie einmal mit nur einem Bein in ein Feld, dann mit zwei in zweien und dann wieder zurück zu einem Bein absprangen. Das hatte Rhord schon des-öfteren in vielen Städten gesehen, so einfach wie das Feld zu machen war auch kein Wunder. Dann gab es aber auch noch ein einzelnes Mädchen, welches im Moment ihr Gesicht in ihren Händen vergrub. Er schaute zu Korina. "Ich würds ja mit den Kindern versuchen, aber ich bin mir noch nicht sicher bei wem wir anfangen sollten. Was meinst du?"

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Vada blieb still, womit es auch nichts weiteres mehr zu sagen gab. Gemeinsam begaben sich die drei Mitglieder der Schwarzen Hand in das Versteck ihrer Organisation. Sie gingen an der Ladentheke vorbei, wo Lauriam der Ladenbetreiberin dieses Mal nicht einmal eines Blickes würdigte und ging direkt weiter zur Hintertür. Der Türsteher war so gar nicht davon begeistert und stellte sich demonstrativ mit seinem muskulösen, großen Körper zwischen die beiden und der Tür, die zu ihrem Ziel führte. Lauriam ging den extra Schritt um sich genau vor ihm zu stellen und sah zu dem einen Kopf größeren Mann hoch.
"Aus dem Weg du aufgeblasener Witz!" Unbeeindruckt lächelte der Türsteher fies, als würde er sich unbeeindruckt zeigen wollen. Eigentlich war Lauriam gewillt diesen Mann auf dem direktesten Weg dazu zu bewegen den Weg frei zu machen, Olga griff aber früh genug ein. Sie holte einen Briefumschlag aus einer Tasche von der Innenseite ihrer leichten Jacke hervor, bestückt mit einem Siegel welches den Türsteher sofort zur Seite springen ließ, nur um dann Lauriam etwas ins Ohr zu flüstern.

"Wenn du ein Blutbad veranstalten möchtest, dann warte bis wir drinnen sind und darauf, dass jemand aus der Reihe tanzt." Etwas, was man Lauriam normalerweise nicht sagen müsste, doch zumindest nahm er den Ratschlag trotz seiner Wut auf. "Verzeihung, du hast natürlich recht.", entgegnete er, ehe er die Tür vor sich öffnete. Innendrin wurden die drei von allen Seiten angestarrt, die ersten begannen vor allem ab dann zu tuscheln, als sie Olga sahen - gestern immer noch eine der ihren, so dachten sie und seit heute Morgen als Verräterin gebrandmarkt. Sie ging zur Rezeption an der Ecke der Eingangshalle und forderte mit dem Vorzeigen des versigelten Umschlages dazu auf, dass sich alle im Versteck befindlichen Mitglieder in dieser Halle versammeln sollen.
Dann drehte sie sich zu ihren beiden Verbündeten um.

"Ihr geht zu Keideins Büro und wenn er da ist macht ihr das, was ihr geplant habt. Ich werde alle von dem, was sie müssen sollen informieren - und rücke euch hinterher, sollte ich eure Hilfe benötigen. Beeilt euch, ehe der Trottel weiß wie ihm geschieht." Lauriam nickte dem zu und schaute zu Vada. "Während wir dahin gehen, bereite dich vor. Für den Fall, dass Keidein und Luzius unser Kommen vorhergesehen haben." Der Spezialagent war immer noch zornig, aber mittlerweile wieder gefasst genug, um keine zweite leichtsinnige Dummheit zu provozieren. Er war auf Blut aus, nicht darauf es seinen Feinden leicht zu machen. Entsprechend bereitete er sich auch darauf vor Magie zu wirken, während sie den östlichen Gang hinuntergehen würden.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Tobi« (1. März 2021, 18:19)


Raisen

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Montag, 1. März 2021, 19:44

Jacob fühlte sich nahezu komplett abgeschnitten von der Außenwelt - sein Gehör war im Grunde weg, sein Sichtfeld verschwommen. Er konnte die Gestalt vor ihm erkennen und was er tat, war eine reine Verzweiflungstat. Der Soldat konnte und wollte nicht sterben, weshalb er einfach alles was er noch hatte, einsetzte. Besser so, als einfach umzufallen und wegzusterben, wie ein jämmerlicher Hund in irgendeiner Seitenstraße.

Dem Monster selbst ging es auch nicht besser, wobei es nun zusätzlich damit zu kämpfen hatte, überhaupt auf den Beinen zu bleiben. Die Gravitation war um ein vielfaches erhöht - wahrscheinlich weit mehr, als sich Jacob vorstellen konnte, der selbst nicht mitbekam, ob das was er macht überhaupt etwas bewirkte. Doch das tat es, denn das Wesen war unfähig, sich von der Stelle zu bewegen. Es musste bereits sämtliche Kräfte aufbringen, um sich gegen die Gravitation zu stemmen - und dennoch verlor es den Kampf langsam.
Einige Meter entfernt vom Monster hatte sich Nian bereits etwas regeneriert und zauberte wiederholt Schattenspeere herbei, die sie diesmal auf die Stellen zielte, die frei von den schwarzen Flecken waren.

Die wohl unbeabsichtigte Zusammenarbeit von Jacob und Nian schien tatsächlich zu wirken, denn die Schatten bohrten sich in die Gelenke des Monster - das vor Schmerz aufheulte. Doch...das konnte wohl keiner der Anwesenden wirklich hören.

Schließlich stoppte Jacobs Magie und mit ihr gab auch sein Körper auf.

@Soren:

"Die Erwachsenen streiten sich desöfteren wegen Essen. Als ein Mann mit einem Messer mir einmal mein Brot wegnehmen wollte haben Papa und Mama ihn verprügelt bis er nicht mehr aufstand", meinte einer der Jungen. Amen konnte nicht anders, als besonders zu bemerken, dass er "Papa UND Mama" gesagt hatte. Das amüsierte ihn etwas. "Ich habe einmal meinen Papa kämpfen gesehen, ist aber schon eine Weile her. Eigentlich will er nicht, dass ich ihm folge, aber einmal hab ich das nicht gemacht. Da hat er mit ein paar anderen einige wirklich fiese Menschen aus dieser Gegend fertig gemacht!", antwortete das Tierwandler-Kind. "Weiter draußen ist es zwar immer noch schlimm, aber zumindest gibt es hier kaum noch Bösewichte dank ihm und seinen Freunden!"
Amens Blick schweifte kurz ab, denn das Ding in der Luft kam näher - es erinnerte ihn an etwas- etwas schlimmes. Doch es war viel kleiner. Eine Miniaturversion eines Drachen...?
"Uh- eure Eltern müssen echt stark sein", meinte Amen, der sich wieder den Kindern zuwandte, "Ich bin froh, dass eure Eltern so gut auf euch aufpassen." Der Weißhaarige lächelte leicht, war aber etwas besorgt von dem Tier, das angeflogen kam.

@Tobi:

Die drei Mitglieder der Schwarzen Hand verloren keine weiteren Worte und betraten das Versteck. Lauriam würdigte der Ladenbetreiberin, die hinter der Theke stand, nicht einmal einen Blick. Viel mehr tat Vada auch nicht. Der Türsteher am hinteren Ende des Ladens blockierte ihnen dann den Weg und Lauriam warf ihm erstmal etwas aggressives entgegen. "Aus dem Weg du aufgeblasener Witz!"
Lauriam war definitiv nicht ruhig, sondern wütend - wegen Aella - und das zeigte sich auch an seinem Verhalten. Das stellte eine Gefahr dar, denn sie konnten es sich nicht erlauben, dass Lauriam wie eine Bombe hier hochging. Olga war es dann, die verhinderte, dass Lauriam schon hier handgreiflich wurde. Sie zog einen Briefumschlag mit einem Siegel hervor - der Türsteher machte schleunigst Platz, als er das Siegel sah.

Im Inneren des Verstecks marschierte Olga zuerst zur Rezeptionistin und forderte, dass sich alle Mitglieder der Hand im Versteck in der Halle versammelten. Vada liebte den Schachzug.
"Ihr geht zu Keideins Büro und wenn er da ist macht ihr das, was ihr geplant habt. Ich werde alle von dem, was sie müssen sollen informieren - und rücke euch hinterher, sollte ich eure Hilfe benötigen. Beeilt euch, ehe der Trottel weiß wie ihm geschieht", war der weitere Plan. "Während wir dahin gehen, bereite dich vor. Für den Fall, dass Keidein und Luzius unser Kommen vorhergesehen haben", mahnte Lauriam noch, ehe sie den östlichen Gang hinab gehen würden. Vada blieb stoisch, merkte aber selbst noch etwas an. "Lass dich nicht provozieren, sollten sie sie [Aella] haben", warnte nun Vada. Im Hintergrund sammelte der Angeborene bereits seit längerem Asche - das meiste in seinen Taschen und im Inneren seiner Kleidung, so dass sie verborgen blieb. Soweit er weiß, sollte keiner hier drinnen über seine Fähigkeit bescheid wissen. Dennoch agierte er erstmal mit der Annahme, dass sie es taten.


@Tobi:

Night Zap

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Gestern, 14:01

Florence und Dante in ihrer momentanen Gestalt zu zeichnen, dass hatte Miata anscheinend nicht vorgehabt. "Oh, wolltest du etwa unsere Dämonenformen zeichnen? Ich werde zwar auch bald in einen neuen, menschlichen Körper wechseln, aber ich muss sagen, meine Dämonenform sieht schon ziemlich cool aus. Es wäre nett, da eine Erinnerung zu haben." Damals, als Dante zum ersten mal ein Dämon geworden war, hatte er noch viel fester an die Göttlichkeit seines Vaters geglaubt, und da war er stolz gewesen, dass er als Vaters Diener plötzlich Ähnlichkeit mit den Engeln des Dämmerungs-Pantheon hatte, die als zugleich schön und monströs beschrieben waren. Dass er in dieser Form die Erfahrung gemacht hatte, wie das Fliegen sich anfühlt, war natürlich auch ein Bonus.


Das Gerede über Minerva hatte Nina neugierig gemacht. Sie stahl sich davon, nur ein kleines bisschen näher wollte sie kommen zu dieser rothaarigen Frau. Statt zu fliegen, ging sie zu Fuß, so war es weniger wahrscheinlich dass irgendwelche Geisterseher sie bemerkten. Sie wollte ja nur kurz gucken. Je näher sie kam, desto mehr wurde ihr die Ähnlichkeit klar. Die Augenfarbe, die Rose, die in den Zopf geflochten war, ja sogar die Halskette gleichte der von Minerva. Dann kam eine andere Frau dazu.
"Alles in Ordnung, Mine? Bist ziemlich blass. Ludo zu heilen hat dich wohl doch mehr mitgenommen, als du zugibst." Das war doch die Freundin von Korina, diese Geisterseherin!" Nina verschwand wieder hinter ein paar Passanten. Ihre Fledermausohren vernahmen noch die Antwort der rothaarigen Frau.
"Ist schon gut, Mu. Lange nicht genug, um die Kontrolle zu verlieren." Die beiden sprachen leise, damit niemand mithören konnte, außer natürlich eine Fledermaus. "Mit meiner Thermomantie kann ich mich ja mit kleinen Bissen über Wasser halten, ohne jemandem ernsthaft wehzutun." Das war eindeutig Minervas Stimme. Und die Minerva, die Nina kannte, rühmte sich auch, eine Dämonenmagierin zu sein, die kein Menschenfleisch zu essen brauchte, so gut war sie darin, Lebensenergie direkt aus Körper zu ziehen. Nur Nina, deren Dämonenfähigkeit direkt das Rauben und Umverteilen dieser Energie war, konnte sie darin übertrumpfen. Nina kehrte schleunigst zu den anderen zurück. Sollte sie es Florence und Dante sagen? Dazu müsste sie warten, bis sie mal ein wenig Privatsphäre hatten, damit sie sich manifestieren konnte.


In der Zwischenzeit waren Korina und Rhord schon losgegangen, weg von der Hauptstraße und hinein in eine ruhigere Seitenstraße, wo Kinder spielten. Korina und Muirachs Gruppe würden sich fürs erste also verpassen.
Die Kinder waren zu jung, um sich über die düsteren Nachrichten des Tages sorgen zu machen. Stattdessen kümmerten sie sich nur darum, an ihrem teuren Sonntag dass sommerliche Wetter auszukosten. So arm, wie die Verhältnisse in dieser Gegend waren, mussten wahrscheinlich selbst die Kinder unter der Woche mitanpacken, vielleicht sogar an Samstagen. Heute waren sie frei.
Bei der Gruppe, die Himmel und Hölle spielte, war die Erfolgswahrscheinlichkeit wohl höher, schnell etwas zu finden, denn je mehr die Brosche sahen, desto eher fanden sie jemanden, der das Schmuckstück oder den Namen Nergal erkannte. Aber das Mädchen, das zu weinen schien, brauchte vielleicht Hilfe, genau wie Korina und Rhord jetzt in einer Sache Hilfe von den Kindern brauchten.
"Probieren wir es mal bei ihr da." antwortete Korina, lief zu dem Mädchen und vor ihr in die Hocke, um ihr auf Augenhöhe zu begegnen. "Stimmt was nicht?" fragte sie.

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1 172

Gestern, 19:42

Noire durfte das Schauspiel ihrer Gutgläubigkeit erst einmal auf sich einwirken lassen, denn wirklich verstanden hatte niemand von den älteren Herren was Sie eigentlich wirklich wollte. So halb aber auch nicht richtig. Sie nahm es mit neutraler, ruhiger Gelassenheit an der Front, doch innerlich war ihr aktuell sehr kurzer Geduldstrang schon gewaltig am Beben. Für sowas hatten sie eigentlich keine Zeit aber sie wusste dass sie den alten Menschen kaum böse sein kann sondern eher ihrer Naivität dass alles reibungslos lief. Die Frage WANN überhaupt mal etwas reibungslies lief war die nächste, und die konnte sie nur mit "Nie" beantworten. Resignation breitete sich in Ihr aus, besonders nachdem einer der älteren Herren sie als "Kia" komplett entgeistert - als hätte er einen Geist gesehen - was indirekt auch so wäre würde er es sehen können - und Noire fand, dass die ganze Situation gerade eine ganz ungewollte Richtung einnahm. Aber was kann Sie schon tun? "Es tut mir Leid werter Herr aber ich bin nicht Kia." dabei schüttelte sie den Kopf verneinend. Natürlich könnte Sie Ihm jetzt die heile Welt vorspielen in der Hoffnung der Rest verstand nicht was gerade abging aber das war weder Noire ihre Art noch hatte sie Lust ungewollte Aufmerksamkeit auf sich zu leiten bei den Personen, die sie in Blick hatten und nicht altersbedingt auf den Kopf gefallen sind. Sie sprach deshalb nochmal sehr langsam, laut und deutlich zu allen Anwesenden, in einer ruhigen Stimme, als würde sie zu Kleinkindern sprechen. Es mag abwertend wirken für manche, doch so wie der Mensch als kleines Kind anfing, so endet der Mensch irgendwann wieder in einem ähnlichen Stadium. "Ce-le-di. Ich suche eine Frau die Ce-le-di heißt. Und diese Bro-sche kennt." sie zeigte die Brosche, fest in der Hand, zu den Anwesenden.

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Nian’s Bemühungen taten ihren Zweck - so mutmaßte sie zumindest, denn aus Gründen auch immer schien das Tier langsam zu Boden zu gehen und auch ihre Speere schienend nicht abzuprallen. SIe schien getroffen zu haben doch das einzige was Sie hörte war eine Art dumpfes Rauschen. Sie hatte wirklich nur notbedürftig gehandelt und für das richtige Gehör hatte sie keine Zeit, es war wichtiger dass Gleichgewichtssinn und Sicht besser wurden. Doch als sie nach den magischen Auren in ihrer Umgebung fühlte konnte sie immer noch erkennen, wie ein Magieimpuls durch das Monster lief - jetzt wo sie offene Wunden geschaffen hatte und ihre Magie sich in das Monster eingrub. Es lebte - Immer noch. Innerlich verdammte sie das Vieh endlich zu sterben und versuchte ein Stück näher zu kommen, hinkend mit dem Stab - und schon nach zwei Schritten blieb sie wieder an Ihrer Naginata festhaltend stehen. Das wird so nichts bis Sie sich halbwegs komplett wieder zusammengeflickt hatte. Doch das Monster lebte noch. Was für Stellen waren noch nicht geschützt. Sie musste überlegen - gedanklich bildlich - wo sie noch stellen sah die sie nicht gerade angegriffen hatte - und da war noch eine. Am Kopf. Oder beim Kopf. Da wo die Haare waren. Da gab es noch eine Stelle. Anders als bei den kleineren Stellen entschied Sie sich - mit Mühen - eine größere Klinge über den Kopf des Monsters zu formen - etwas was breit genug war wie eine Guillotinenklinge zu wirken. Irgendetwas - Groß genug, Scharf genug, um in das Monster reinzujagen. Am liebsten würde sie ihre Naginata so kunstvoll schwingen um sauber in Ordnung zu bringen doch sie wollte den Luxus von "Zeit" nicht ausschöpfen. Das Formen ging nicht so schnell wie sie wollte, weil immer noch alles von diesem nerv tötenden Schrei ihr zusetzte. Sie musste sich für die Zukunft gegen so etwas irgendwie wappnen. Wenn irgendetwas drei starke, kampferfahrene Kämpfer mit einem einzigen Schrei kampfunfähig genug einfach nur schreien konnte war das eine absolute Bedrohung für mehr als nur ein Dorf oder eine Stadt. Wenn sie könnte hätte sie am liebsten die Zeit zurückgedreht und die Sache Ernster genommen umso eine schwachsinnige, Blamage artige Situation nie erleben hätten zu müssen. Doch für Selbstmitleid war keine Zeit mehr, sie hatte etwas fertig zu bringen um dann Schadensbegrenzung von sich und ihren Verbündeten zu betreiben - die, die beide bereits ohnmächtig, hilflos dem Monster ausgeliefert sind wenn es sich schneller fing als Sie es zu Ende bringen könnte. Von daher galt all ihre aktuelle Konzentration der Waffe, die das Monster enthaupten, schwer verletzten oder umbringen soll. Egal was die Klinge erreicht, es soll so viel Schaden wie möglich anrichten. Und sobald sie es schaffte ein passables Ergebnis zu fühlen und sie nochmal auf das Monster zielte - ließ sie die Klinge, fest geformt, auf das Monster niedersausen.

@Raisen: