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Samstag, 21. Mai 2022, 01:50

Der Wächter hörte sich aufmerksam an was Scarlet zu sagen hatte. Dass sie draußen Wache stand, aber durch ihre Fähigkeit wüsste dass niemand sie angelogen hatte. Die Broschen erwähnte sie, beteuerte, dass diese Leute wirklich an seiner Unterstützung interessiert waren und wie Itsuki ihnen zu vertrauen schien.
Er nickte dem erst einmal zu und schaute dann zu Rhord, um ihm wie gehabt eine Frage zu stellen.
"Was für Broschen?", fragte er. Tatsächlich wurden sie von dem älteren Trio bereits erwähnt, zwingend mehr über sie wissen musste der Wächter nicht unbedingt. Rhord holte das Set hervor und hielt sie in seiner offenen Hand. Seinem gegenüber schien zu reichen sie aus der Ferne zu sehen, er kam nicht näher ran um sich die Accessoires genauer anzuschauen.
"Nach dem was wir bei Barbara gelernt hatten soll zu ihnen noch ein Stein gehören, mit welchem diese drei Broschen zusammenhängen. Alles was ich darüber weiß ist, dass es angeblich in Sicherheit sein soll."

Der Maskierte blieb für einige Momente still stehen und wechselte lediglich seinen Blick einmal in die Richtung der rothaarigen Angeborenen.
"Du batest mich nach Ratschlägen, wie man ein Beschützer der Bevölkerung sein kann und jetzt werde ich der Bitte nachkommen."
Diese Worte geformt aus Licht waren rein zu Scarlet gerichtet. Er ließ ihr genügend Zeit um sie zu lesen, ehe er sie austauschte.
"Jedoch ist diese Methode der Kommunikation unpassend dafür. Ich sollte das was ich gleich tue erst morgen tun, aber wenn ich hierdurch verhindern kann, dass Itsuki Velons Wunsch dich zu retten mit Füßen getreten wird, dann ist mir das das Wagnis wert."
Rhord, der die Broschen mittlerweile wieder zurück in seine Hosentasche getan hat, bewegte sich in der Zwischenzeit ein paar Schritte, um auch lesen zu können was der Wächter zu Scarlet schrieb. Ihm kam ein ungutes Gefühl, als er den letzten Part las, auch wenn er nicht wirklich verstand was hier vor sich geht.
"Ich verstehe, wenn du gleich verwirrt sein könntest, aber ich hatte für das was ich tat - und sagte - meine Gründe."

Nach ein paar weiteren Sekunden, in der Scarlet wieder genug Zeit hatte, um seine Worte zu lesen, fasste sich der Wächter ohne weitere Worte an seine Maske und entfernte sie, mitsamt zwei Teilen an seiner Kapuze, die eben diese an Ort und Stelle hielten, damit ein Windstoß sie ihm nicht wegfegen würde. Rhord als auch Scarlet kannten das Gesicht und zumindest ersterer war fassungslos.

Das vertraute Gesicht war aber nicht das einzige, was ihn fassungslos bleiben ließ. Ein Detail an ihm war definitiv anders. Seine Haarfarbe. Anstatt das normale braun, waren sie nun weiß.
"Dieses Gesicht hättest du nicht erwartet, was? Wer das Volk beschützen möchte, muss manchmal auch Dinge tun, die ihm eigentlich zuwider sind. Lange Zeit habe ich selbst im öffentlichen Leben eine Maske getragen, um mich selbst, aber noch viel wichtiger meine Freunde zu schützen. Zu groß die Gefahr, dass wenn jemand dahinter käme, dass ihnen etwas zustoßen könnte. Aber sag Scarlet, damals als wir uns das erste Mal trafen, hatte dir meine Blut verraten können, dass das was ich sagte und das was ich dachte nicht dasselbe waren?", fragte der junge Mann mit einem leichten Lächeln, den Scarlet und Rhord als Kallin kannten.

"Bis du dich an Theo und Yuria vergriffen hattest ahnte ich noch nichts, dass jemand wie mit einer Fähigkeit wie deiner in der Nähe war. Und dennoch war ich auf eben so einen Moment vorbereitet gewesen. Lügen können, ohne es mir irgendwie anmerken zu lassen, ob physisch oder über magische Mittel. Wer über Jahre nichts anderes gewohnt ist, wie ich eine Ausbildung in magischer Abwehr absolvierte und auch den passenden Lehrer hatte, kann so weit kommen.", erklärte der nun demaskierte Wächter der Angeborenen.
"Wobei mein Fall nur ein Beispiel wäre. Wusstest du, dass Feen in der Lage sind, sobald sie Zugriff darauf bekommen, die Identität - oder wie die fachkundigen sagen würden den Namen - von jemanden umzuschreiben? Stell dir vor, so jemand würde dir von seiner Vergangenheit erzählen, dabei ist sie nur die erfundene Geschichte einer Fee. Könnte dir das Blut das verraten?", erzählte Kallin weiter und schaute dann zu Rhord herüber und sein Lächeln wechselte sich mit einem ablehnenden Blick ab. Aber nur für einen Moment. Die Implikation ging am Erddämon nicht vorbei.
"Willst du damit sagen, dass alle meine Erinnerungen eine Lüge seien?! Unfug! Als könnte sich das irgendwer ausdenken!"
"Zu dir komme ich gleich noch."
Dass Rhord sich darüber ärgerte ließ Kallin komplett kalt. Stattdessen schaute er zu Scarlet und lächelte wieder.

"Was ich damit sagen möchte ist - und verzeih bitte meine direkte Wortwahl: Du verlässt dich zu sehr auf deine Fähigkeiten. Die Worte und Taten derer um dich herum gehen urteilsfrei an dir vorbei und das macht dich ausnutzbar für die, die wissen wie man mit so jemanden umgehen muss. Anstatt dich selbst zu überzeugen - dabei zu sein, wenn diese Leute auf Informationsquellen stießen - bliebst du willig draußen stehen oder warst wie es letzte Nacht wohl der Fall war ganz woanders. Deine Fähigkeit den Blutfluss zu lesen wird dich vor Lügen schützen, so deine Logik. Das ist genauso gefährlich, wie auch Itsukis leichtfertiges Vertrauen. Ich respektiere ihn sehr und ich erkenne komplett an, dass er bei dir etwas geschafft hatte, das ich nicht für möglich hielt, aber trotzdessen hat auch er seine Fehler. Niemand ist perfekt..."

Er hielt kurz inne, setzte seinen Monolog aber fort ehe jemand etwas sagen konnte.
"... was der Grund ist weswegen ich nun hier bin. Zuvor hatte ich es dabei belassen, dass ich die Dämonen aus dem Verkehr zog, die sich nach einem Besuch bei ihm an Unschuldigen zu schaffen machten oder nach meinem Wissen anderweitig ungute Absichten besaßen. Aber das hier lässt sich nicht mit reiner Waffengewalt lösen. Ich kann und möchte dich nicht zwingen mir zu glauben. Daher... bist du gewillt mir, deinem "Helden" weiter zuzuhören?"

Rhord war derweil sehr stark überlegen. Wenn Kallin der Wächter ist, dann als Noire und Rhord damals auf ihn getroffen waren, war das Zufall oder... oder... Und wenn der Wächter aus nächster Nähe Dämonen aufspüren kann... Wenn Scarlet aktuell auf Rhords Blutdruck achten würde, dann würde ihr auffallen, dass der sowieso stärkere Blutdruck nochmal höher war als normal üblich. Die dunkle Schwinge machte sich Sorgen. Erhebliche Sorgen. Bereits das was er über ihn behauptete gab ihm guten Grund dazu.

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Vada stimmte Lauriam zu und fragte dann auch was er für Ideen hatte.
"Als erstes könnten wir versuchen unsere Anzahl zu erhöhen, wenn auch nur temporär. Die, die mit Korina in Verbindung stehen, diese Sippe. Meines Wissens nach liegt ihr und vor allem das Interesse ihres Oberhauptes an diesem Schwert in Korinas Besitz. Nun stell dir vor eben jenes würde in die Hände von jemanden wie Ashura landen. Dämonenstahlschwerter sind wertvoll, die würde jemand mit genug Intelligenz nicht einfach so liegen lassen, selbst wenn er keinen direkten, eigenen Nutzen davon hätte. So effektiv er sich offenbar verbergen kann und so hoch wie ich seine Kampffähigkeiten einschätze dürfte die Rechnung ein leichtes sein in wessen Händen sie diese Klinge lieber sehen wollen. Uns kennen die (der Vater und Sippe) offenbar. Ihn?", begann er zu erklären ohne zu wissen, was andernorts in der Stadt bezüglich Loyalitäten besprochen wurde.
Als er das "Ihn?" fragte, wollte er schon sagen "Wohl kaum.", wobei er den Gedanken doch lieber umänderte.
"Okay, auszuschließen, dass dieser "Vater" mehr über Ashura weiß wäre möglicherweise voreilig, aber darauf können wir nur spekulieren. Trotzdem, der Punkt steht. Es besteht die Chance, dass wir diese Typen sofort gegen uns wenden, das halte ich aber für unwahrscheinlich. Zumindest mitten am Tag würde das Aufsehen erregen. Ihnen bliebe also die Optionen still zu bleiben und zu riskieren, dass das Schwert bei einem Überfall in ungewünschte Händen landet oder uns unterstützen und diese Möglichkeit verhindern."
Das war Möglichkeit 1, worauf er auch gleich auf Möglichkeit 2 überging.

"Meine zweite Idee dürfte gerade für dich von Interesse sein, aber auch jeder andere von uns sollte davon profitieren können. ", erklärte Lauriam einleitend.
"Als du zu uns kamst habe ich mich ein wenig informiert wer da uns zugeteilt wurde. Bevor du Angeborener wurdest, warst du ein Magier so wie ich, oder nicht? Und nun da du ein Angeborener bist, ist dir wahrscheinlich bis auf den besten Fall kleinste Flammen oder eine frische Brise deine Magie verwehrt."

Nun löste er das Buch aus seiner Halterung, was wenn Vada sich in Sachen magischen Werkzeugen auskennt als Grimoire erkennen könnte. Er hob es ein bisschen, damit der Angeborene einen besseren Blick auf es haben konnte.
"Für den Fall, dass du das hier nicht kennst, das hier ist ein Grimoire. Ein Zauberbuch. Auf den Seiten sind in magischer Tinte Zauberformeln geschrieben und diese sind durch einen kürzeren Spruch auslösbar. Der Vorteil ist, dass ein Magier nicht die ganze Formel können muss, sondern nur einen Teil, der Nachteil, es ist alles durch die magische Tinte begrenzt. Kleinere Zauber können auf einzelne Worte reduziert werden, komplexere dagegen werden wiederum länger, sind im Vergleich zum eigentlichen Spruch aber immer noch relativ kurz."
Das alles war bislang nur recht informativ, praktisch jedoch unnütz für sein Gegenüber. Aber zu dem Clou kam der Spezialagent erst.
"Nachdem mir das hier in die Hände gefallen war, kam mir ein Gedanke: Wenn die magische Energie bereits im Buch vorhanden ist, reicht das kleine bisschen was Angeborene noch aufbringen können nicht aus, um den Spruch im Buch zu aktivieren?"

Es war gut möglich, dass Experten diese Frage längst beantwortet hatten, da Lauriam aber kein Angeborener war und sich daher dafür auch nicht interessiert hatte, kam ihm bislang nie die Frage in den Sinn. Wie auch immer, mit gleich drei Angeborenen in dieser Gruppe war die Antwort auf diese Frage zunehmend relevanter geworden. Zwei von drei haben durch Geister Zugriff auf magische Fähigkeiten bekommen, aber auch diese Kräfte haben ihr Limit - und wenn es die Kenntnisse der jeweiligen Geister ist.

Sein Interesse war jedenfalls geweckt. Er schlug er das Zauberbuch auf, um da drin zu blättern und kam dann an einer Stelle zum Stehen.
"Ein simpler Lichtzauber. Es sollte eine Lichtkugel erscheinen, die einige Meter nach vorne schießt. Würde ich tippen war das für das Kämpfen an dunklen Orten gedacht. Das sollte geeignet sein. Magie, die ein Angeborener normalerweise nicht nutzen können sollte, aber auch nichts was ich später noch brauchen sollte."
Er war ein Thermomant und war für sowas auch tief genug in der Materie der Dämmerungsmagie drin. Wenn ihm die magische Energie dafür ausgehen sollte, dann dürfte er zu dem Zeitpunkt ganz andere Probleme haben.

Er reichte das Grimoire zu Vada hin. "Ich selbst habe es noch nicht ausprobiert, aber da es sich um ein Projektil handelt würde ich vorsichtshalber fürs erste versuchen das Buch in eine Richtung zu halten, wo zurzeit niemand steht. Ich gehe mal davon aus, dass es auch Zauber gibt, die sich je nach Formel nach dem Wirker richten und nicht nach dem Buch, aber somit decken wir beide Fälle ab. Für einen Test ausreichend."
Und nun war Lauriam gespannt, was man seinem aufgeregten Grinsen entnehmen konnte. Wenn seine Theorie zutreffen sollte, würde das nicht nur dieser Operation zu Hilfe kommen. Und selbst wenn nicht, zumindest jemand wie Rhord oder Miata könnte vielleicht einen Nutzen davon haben. Bei Korina war er sich nicht sicher, wie das für jemanden ist, die eigentlich Nichtmagierin ist, aber ein Dämonenstahlschwert führt.

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Raisen

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Sonntag, 5. Juni 2022, 13:56

Sirius zeigte sich diesmal den Geistern und stellte sich vor. "Sirius ist der Name, freut mich sehr." Er lenkte das Thema dann wieder zur Liebe. "Also, ich hab vorhin mitgekriegt, dass sich einige von euch dafür interessieren, wie meine liebe Mu und ich zusammengekommen sind. Eine schöne Geschichte, muss ich sagen, echtes Studiermaterial für jeden Geist, der hofft, einen Lebenden rumzukriegen." Brigid war eigentlich zuvor erleichtert gewesen, dass das ganze in den Hintergrund rückte, aber Sirius lächeln verriet ihr, dass sie da nicht so schnell rauskommt. Sie seufzte und blickte etwas verlegen weg.
Shinra ergriff daraufhin das Wort. Sie stellte sich der Anstandshalber kurz vor, ehe sie bezüglich der Liebesgeschichte nachfragte. "Erzähl uns von euch beiden, ist sicher eine schöne Geschichte", lächelte sie.

@Night Zap:

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Mizuki sprach überaus viel und erwähnte Themen, die eine reguläre Person überhaupt nicht wissen sollte. Amen war verwirrt. Irritiert sprach er das einzige aus, was ihm auf diesen Redeschwall einfiel: "Wer genau bist du nochmal?"
@Soren:


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Vada hörte Lauriam aufmerksam zu. Der Anführer der Schwingen wollte Korinas Familie ausnutzen. Grundsätzlich wäre Vada dieser Idee nicht abgeneigt, weil sie damit ihre Kampfkraft erhöhen und andererseits - wenn einer davon stirbt, würden sich einige Probleme von Korina auflösen. Die letzte Möglichkeit wäre aber, dass diese Familie sich gegen sie stellt...leider wussten sie viel zu wenig, um das Risiko einschätzen zu können. Aus diesem Grund wäre diese Möglichkeit ein Münzwurf.
Die zweite Idee, die Lauriam erläuterte, eröffnete Vada etwas, von dem er nicht gedacht hätte, dass das noch möglich wäre.
"Meine zweite Idee dürfte gerade für dich von Interesse sein, aber auch jeder andere von uns sollte davon profitieren können. ", erklärte Lauriam einleitend.
"Als du zu uns kamst habe ich mich ein wenig informiert wer da uns zugeteilt wurde. Bevor du Angeborener wurdest, warst du ein Magier so wie ich, oder nicht? Und nun da du ein Angeborener bist, ist dir wahrscheinlich bis auf den besten Fall kleinste Flammen oder eine frische Brise deine Magie verwehrt."
"Ich war ein Thermomant", bestätigte Vada. Es war pure Ironie, dass ein Magier, der auf Feuer spezialisiert war, als Angeborener eine Fähigkeit entwickelt hatte, die mit Asche zu tun hatte. Er war die Verkörperung dessen, was mit Mara geschehen ist.

"Für den Fall, dass du das hier nicht kennst, das hier ist ein Grimoire. Ein Zauberbuch. Auf den Seiten sind in magischer Tinte Zauberformeln geschrieben und diese sind durch einen kürzeren Spruch auslösbar. Der Vorteil ist, dass ein Magier nicht die ganze Formel können muss, sondern nur einen Teil, der Nachteil, es ist alles durch die magische Tinte begrenzt. Kleinere Zauber können auf einzelne Worte reduziert werden, komplexere dagegen werden wiederum länger, sind im Vergleich zum eigentlichen Spruch aber immer noch relativ kurz.", erläuterte Lauriam und zeigte ein Buch hervor, in dem gewisse Zaubersprüche geschrieben waren. "Nachdem mir das hier in die Hände gefallen war, kam mir ein Gedanke: Wenn die magische Energie bereits im Buch vorhanden ist, reicht das kleine bisschen was Angeborene noch aufbringen können nicht aus, um den Spruch im Buch zu aktivieren?"
...
Vadas Augen wurden kurzzeitig größer - es war nur ein kurzer Moment, bevor er seine ruhige Art wieder eingenommen hatte, aber dieses Buch hatte ihn überrascht. Wenn das, was Lauriam eben erklärt hatte, wirklich für Angeborene möglich wäre, dann könnte er seine Limitierung durch die Asche tatsächlich aushebeln oder zumindest seine Kampfkraft stärken. Er musste nur selbst zu einem solchen Grimoire kommen.

Lauriam schlug das Zauberbuch auf und stoppte bei einem recht simplen Zauber: Ein Lichtzauber. Daraufhin überreichte er das Grimoire Vada.
"Ich selbst habe es noch nicht ausprobiert, aber da es sich um ein Projektil handelt würde ich vorsichtshalber fürs erste versuchen das Buch in eine Richtung zu halten, wo zurzeit niemand steht. Ich gehe mal davon aus, dass es auch Zauber gibt, die sich je nach Formel nach dem Wirker richten und nicht nach dem Buch, aber somit decken wir beide Fälle ab. Für einen Test ausreichend."
Vada stellte es die Nackenhaare auf. Wenn das funktionierte...
Lauriam schien ebenso aufgeregt zu sein.

Vada begutachtete den Zauberspruch, es sah nicht allzu kompliziert aus. Er richtete das Buch - wobei er nicht sicher war, ob er die Seite mit dem Zauberspruch wirklich von sich weg halten musste oder nicht. Vada tat das zur Sicherheit lieber. Nicht, dass ihm diese Lichtkugel um die Ohren flog. Der Angeborene "zielte" auf eine leere Seitengasse und tippte auf den Zauberspruch. "Lumen", das Wort, das auf dem Papier geschrieben stand. Er sprach es klar und mit Bestimmtheit aus. Vada fühlte etwas, was er schon seit Ewigkeiten nicht mehr gespürt hatte. Er fühlte, wie ihm seine magische Energie entzogen - genutzt - wird.

Die Papier begann leicht zu leuchten, ehe sich ein Ball aus Licht davon löste und nach vorne flog. Nicht allzu schnell und er war in etwas so groß wie seine Faust...aber es hatte funktioniert! Die Lichtkugel erhellte die Seitengasse, ehe sie gegen eine Wand prallte und sich auflöste.

...Vada grinste.


@Tobi:

Night Zap

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Sonntag, 12. Juni 2022, 12:00

Anscheinend hatte Mizuki auch von den Dissonanzen in dieser Stadt gehört, und wollte jetzt selbst die Finger ans Klavier legen, um aufzuräumen. "Ich glaub, unsere Gründe, in dieser Stadt zu sein, sind gar nicht so verschieden. Du hast mein Schwert." sagte Korina.
Auch Muirach war nicht kalt gelassen worden von ihrer Ansprache. "Käpt'n Cecile lässt sich sicher für ein gutes Kämpfchen mit den Bösen begeistern. Schließlich hat sie sich auch bereit erkärt, einem alten Freund dabei zu helfen, seinen Sektenführenden Vater umzulegen."

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Sirius ließ sich im Schneidersitz nieder. "Also, es begann damit, dass Muirach auf der Jagd nach einer Dämonengang war, deren lebende Mitglieder abgeschiedene Dörfer weit im Westen Ailfennas terrorisierten, wo die telvanischen Besetzer steuern kassieren und Aufständische abschrecken und sonst nicht viel machen, damit der geisterhafte Anführer die Leute dazu verführen konnte, zum Schutz ihrer Familien selbst zu Dämonen zu werden. Der örtliche Hexenclan, der ihnen die Stirn hätte bieten können, war kurz zuvor von besagten Gesetzeshütern ausgemerzt worden, weil sie "Barbarei" betrieben, und damit meine ich, sie sangen am Kaisertag ihre eigenen Lieder statt der telvanischen Nationalhymne. Es blieben nur die jüngsten übrig, die konnten sich ohne den Beistand ihrer Eltern und Großeltern nicht recht darum kümmern, die Bauern und Jäger vor böser Magie zu schützen, und haben sich an unabhängige Dämonenjäger gewendet, unter anderem auch Muirach. Und mich. Jepp, einen Dämonen anheuern, um Dämonen eins reinzuhauen, es klingt auch nicht sonderlich plausibel, aber die Kinder brauchten jemand starkes in der Geisterwelt, um dem Chef der Dämonen eins reinzuhauen, und die örtlichen Feen so weit westlich, wo man die Salzwinde des Großen Meeres riechen kann, sind auch nicht viel vertrauenswürdiger. Sie hielten das auch vor den Jägern geheim, aber Mu's Fähigkeit entging ich nicht. Man könnte sagen, wir haben uns ziemlich gestritten. Sie mochte es ganz und gar nicht, dass ein Dämonengeist mit Kindern verhandelt. Schließlich machte ich ihr ein Angebot: Da sie mich ja sehen kann, können wir einen kleinen Wettkampf veranstalten. Ganz ernsthaft angreifen, durch den Schleier zwischen den Welten ist ja selbst ein köpfender Hieb ganz harmlos. Ein richtiger Schwertkampf war zwar nicht möglich, denn mit unseren Schwertern in verschienden Welten kann man auch nicht recht parieren, aber wir konnten trotzdem versuchen, einander zu treffen. Und das war dann wohl Liebe auf den ersten Streich. Da ist sie, eine lebende in ihren Zwanzigern mit zweihundert Jahren weniger Erfahrung als ich, und tritt mir gehörig in den Arsch! Ich gab mich geschlagen, aber ich fragte sie: "Bevor ich mich verzieh, wie wärs mit einem Rendezvous?" Und da war sie dann plötzlich so baff, dass sie gleich ja sagte. Und das war der Beginn der Magie."

1 344

Sonntag, 12. Juni 2022, 14:12

Überraschend wenig Fragen oder Gegenreaktionen kamen von dem großen Monolog Miuzuki's bis auf die von Noire, die dem ganzen nachdem ihre Familie genannt wurde argwöhnischer gegenüberstand aber auch Amen frage recht schroff und direkt "wer sie denn nochmal genau sei" - was sicherlich vollkommen berechtigt war, aber sie spürte noch keine feindlichen Absichten also antwortete sie relativ gelassen auf seine einzige Frage. "Eine einfache Söldnerin aus Melsiya die nach Aloria gekommen ist um ihren Horizont zu erweitern. Natürlich hab ich eine persönliche Agenda während ich hier meine Arbeit wie in meiner Heimat nachgehe, aber wer hat das nicht. Ihr habt alle sicherlich eine persönliche, geheime Agenda die ihr hier keinem erzählt habt. Weder du, noch Mu, noch Ceci, noch irgendwer anderes hier. Niemand macht etwas ohne Hintergedanken ich bin keine Ausnahme - und wenn es doch jemanden gibt zeigt mir diesen Samariter, den würd ich nur zu gerne mal treffen. Im Endeffekt bleibt es an euch ob ihr mir vertraut oder nicht oder mich auf die Probe stellen wollt."

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Scarlet wurde als erstes nachdem der Wächter allem zugehört hatte angesprochen und dieser ging auf Ihre Bitte ein mehr zu erfahren wie man ein Beschützer für die Menschen sein kann. Das kurz darauffolgende verwirrte die verstörte ehemalige Laborsklavin etwas, bis sie das Gesicht der Person zu sehen bekam und emotionslos auf ihn starrte. Auf die erste Frage schüttelte sie nur den Kopf, während er dann fortfuhr. Auch die zweite Frage, halb verstanden was genau mit Fee und Identität gemeint war, hatte sie mit einem Kopfschütteln verneint. Dass Kallin dann ansprach dass sie sich viel zu blind auf ihre Fähigkeiten verließ und ob Sie gewillt ist, ihm weiter zuzuhören nachdem er dieses "Wagnis" einging ließ sie erstmal für einige Zeit wie abwesend wirken, bevor Sie sich zu Wort meldete. "Wenn ihr über .... 20 Jahre ... in einem Untergrundlabor zu einer ... Willenlosen Kampfmaschine trainiert werdet in dem Verlieren im Training der Tod bedeutet ... ihr die Welt außerhalb nicht mehr kennt ... und nur eure Instinkte Herr über alles andere wurdet, wie sollte man das anderes kennen?" - sie hielt sich den Kopf, alleine so direkt gesprochen zu haben hatte einiges an mentaler Kraft gekostet, denn das war das kleine Mädchen was sich komplett abgeschottet hatte um zu überleben, das kleine Mädchen was ihre Eltern verlor und dabei zusehen musste, ihren einzigen Partner aus der Zelle verlor und nur noch ums Überleben kämpfte. "Sprecht ... weiter."

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Aurelia öffnete - wenn auch mit etwas Gewalt, die schwere Labortüre in diesem gewaltigen Untergrundkomplex und schritt in dieses hinein. Was sie entdeckte war sicherlich nicht aller Tage das übliche "Labor". Denn was sie vorfand war die Ursprungsstätte der "Fusion" zweier Drachenodem - und noch etwas viel schlimmeren...

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Blanc, Lloyd und Nian gingen zu dritt entsprechend zu ihren Erfüllungsorte - einmal in das Büro des Senators, in welchem sie Klaus persönlich den Bericht übergaben und über die wahren Vorkommnisse sprachen - immerhin ist der Senator in den damaligen Vorfall sehr wohl involviert gewesen und wusste davon, konnte es damals nur leider nicht verhindern wie Blanc bevor sie der Monstrosität begegneten ja erzählte - bevor sie mit einem etwas abgespeckten aber weiterhin wahren Bericht auf der Kirche die Erzählung für die Notwendigkeit der Abwesenheit des Abtes erzählten. Alles in allem waren sie relativ zügig fertig, doch anstatt direkt zurück zu den Schattenwölfen zu gehen hielten sie am Tor in Richtung des Dorfes kurz an und schauten auf die Uhrzeit als auch Nian auf ihren Talisman. "Ich würde sagen anstatt sich ein Pferd zu leihen reitet Ihr am besten auf mir oder Lloyd, sucht es euch aus." "Wie ihr wünscht. Lloyd, wenn ich bitten dürfte? Ich möchte dem alten Mann hier nicht nach diesen heutigen Anstrengungen auch noch mein Gewicht auf seinen Rücken antun." "Wie ihr wünscht." - ohne große Widerworte aber in einem sehr höflichen Ton reisten also Blanc und Lloyd in ihrer Tierwandlerform als auch Nian auf Lloyd sitzend und an der Mähne festhaltend gen Norden - zurück in Richtung des Dorfes aus dem Sie heute erst zurückkamen.

Wohin Sie sich tatsächlich in der nun eingebrochenen Nacht, dem hoch stehenden Mond und der sternenklaren Himmeldecke begaben? In das zerstörte, alte Dorf. Sie brachen damit alle das "Sakrileg" - auch Lloyd nun, doch wo kein Kläger da keine Klage. Warum sie sich hier nochmal einfanden? Das wussten alle drei zu gut. Was sie aber - zumindest Blanc und Nian - vorfanden war dass die Kapelle und der Platz auf dem der - wenn auch kurze - Kampf stattfanden wieder so aussah wie zuvor - und von dem Monster keine Spur übrig war. "Man könnte fast meinen wir hätten uns dass alles eingebildet aber wir wissen beide dass das hier tatsächlich passiert ist." "Sehr wohl sogar, mir klirren jetzt schon wieder die Ohren wenn ich nur daran denke. Könnte schon fast wieder ohnmächtig werden." "Bitte untersteht euch. Ich werde nicht so sanft sein wie mit Jacob in unserer Seite wenn es darauf ankommt" "Ich werde mein Bestes geben." "Möchte ich wissen was genau vorgefallen ist?" was beide im synchronen Akkord verneinten.

Sie fanden sich am Ende auf dem Friedhof ein, in welchem aus dem Grabstein heraus, nachdem sie die Gänge versiegelte und dann in sich selbst einstürzen lies herausschritt und auch hier den Eingang mit ihrer Magie begrub, versiegelte und den Mechanismus beseitigte. "Genau zur richtigen Zeit ihr drei. Gute Arbeit." lächelte Aurelia zufrieden als sie sich den anderen drei näherten, welche alle drei eine kleine Verbeugung zum Gruß gaben. "Ich wusste ja dass ihr den Drang zum Theatralischen habt aber heute habt Ihr euch wahrlich übertroffen Meisterin." "Nur keine Scheu Blanc, ich habe es sichtlich sehen können an euren Anblick wie verzweifelt ihr alle gewesen seid als "Baba" euch alle in den Wahnsinn trieb. Betet dass mein Verstand nicht so degradiert dass Ich wirklich einmal so werde wie ich heute gespielt habe. Aber es war einmal eine schöne Abwechslung, auch wenn ich den Namen liebend gerne wieder ablege und eine andere Begegnung mir ersparen hätte können." "Andere Begegnung?" "Gildan. Man hat mir eine schöne kleine Falle gestellt gehabt, anscheinend liebt man es mir aufzulauern." Blanc verstummte bei dem Namen, so auch Lloyd, aber Nian zuckte mit den Schultern. "Wäre ja zu einfach gewesen wenn ihr einfach reinspazieren hättet können aber da ihr vor uns steht und ganz und gar nicht in irgendeiner Weise besorgniserregend spricht bereits Bände. War ein guter Mann auch wenn ich Ihm nur von Hersagen kannte. Aurelia wandte sich an Nian und nickte zufrieden. "Freut mich das euch das Ergebnis so erfreute werte Ordensschwester. Doch eure Ergebnisse können sich ebenfalls sehen lassen. Bitte fahrt fort wie besprochen." "Selbstverständlich Meisterin Aurelia". Zu Lloyd richtete sie ebenfalls einen kurzen Dank für seine Dienste, welcher nur Stumm nickte und sich verbeugte.

Aurelia daraufhin gab den Anwesenden - zuerst Blanc, der dies dann an Nian und diese dann an Lloyd weiterreichte, welcher es dann an Aurelia respektvoll zurückgab - ein vielschichtiges Buch mit diversen heraushängenden Notizen und losen Blättern. Alle waren geübt mit entweder schnellem Lesen oder überfliegen des Inhalts. Während man bei Nian so einige verzogene Minen und Grimassen sehen konnte - völlig ungewöhnlich für die Nonne - konnte man bei Blanc eine recht finster blickende Mine erkennen, wie auch bei Lloyd, bloß deutlich unterdrückter aus Respekt der Anwesenden. Alle drei verstanden jedoch was sie gerade gelesen oder überflogen hatten. "Wie ihr sehen könnt haben wir noch einiges vor uns. Bevor wir aber unsere nächsten Schritte abklären ... was haltet Ihr von dem Jungen der bei euch dabei war ... wie hieß er denn gleich nochmal ... Jacob? Was meint Ihr zu dem Küken?" "Macht sich gut, man merkt dass er militärisch trainiert war. Sicherlich noch einige Ecken und Kanten hat jedoch Familie. Kommt drauf an wie man es wohl verkaufen wird." 50:50. Ich sehe ihn als Kandidat, aber vielleicht ist es noch zu früh. Ich würde dem ganzen noch ein paar Jahre geben bevor ihr es in Erwägung zieht." "Vielversprechender Nachwuchs. Hat sich gut an die Situation angepasst an der einen Situation die Ihr sicherlich beobachten konntet. In meinen Augen ein würdiger Kandidat in jedem Fall." - Aurelia hörte sich die Meinungen an bevor sie das Buch versiegelt in der Geisterwelt verstaut verschwinden ließ - was ein Diener in der Geisterwelt entgegen nahm und wieder verschwand. "Gut, dann lasst uns besprechen wie wir weiter vorgehen. Wir haben so einiges zu erledigen damit wir dem Namen Ouroboros alle Ehre machen können hier in Aloria."

1 345

Freitag, 17. Juni 2022, 23:28

Scarlet antwortete. Zunächst so wie es sich Kallin dachte, wobei sich die Angeborene erfreulich ruhig verhielt. Für den Moment zumindest. Er hatte ihre Aufmerksamkeit und war gewillt ihm zuzuhören.

"Ja, wie solltest du? Einen Vorwurf kann man dir wirklich nicht machen. Deswegen nenne ich dir auch die Möglichkeiten.", antwortete er zuerst auf ihre Erklärung.
"Aber ich bin nicht nur deswegen hier. Es würde mir schon reichen zu wissen, dass du dich von diesen Leuten fern hältst, noch lieber wäre es mir allerdings wenn du mit mir kommen würdest."
Rhord gefiel das nicht. Zuerst taucht Kallin hier auf und wirft ihm diese Dinge vor, die entweder maximal nur teilweise wahr waren oder aus seiner Sicht eine klare Lüge waren - das alles was er erlebt hatte konnte niemals nur die Geschichte einer Fee sein - und nun...
"Es ist natürlich ihre Entscheidung was sie tun möchte - und ob sie dir überhaupt glaubt - aber findest du es nicht... äh..." Rhord musste für einen Moment für das richtige Wort überlegen, ein Anblick den der Wächter amüsierend fand. "Frech? Ich meine zuerst zu sagen sie soll sich von uns fernhalten, aber dann mit dir gehen?!"
Ein Kopfschütteln kam als Antwort.

"Anders als ihr kann ich Scarlet helfen ihren Interessen nachzukommen, welche sich in mindestens einem, sehr wahrscheinlich sogar in zwei Punkten mit denen von uns überschneiden."
"W-was?! Inwiefern?"
Rhord und Kallin gaben sich einen Blickaustausch. Ersterer war überrascht, aber auch nicht glaubend. Letzterer schaute sowohl grimmig als auch nachdenklich.

"Du fragst nach den Plänen deines Meisters? Entweder bist du ein meisterhafter Schauspieler oder Ashura hat noch nicht angefangen die Schalter umzulegen..."
Der Name, der aus Kallins Mund kam, war ihm vertraut. Er hatte ihn erst letzte Nacht gehört als sie bei Reyson waren. Braig nannte ihn. Ihm war noch nicht klar was das bedeutete, aber er hatte das Gefühl das würde sich bald ändern.
In jedem Fall scheint sein gegenüber felsenfest davon überzeugt zu sein, dass er diesem Ashura unterwürfig sein soll... So ein Quatsch!

"Was auch der Fall sein mag, es ändert nichts.", fuhr er fort und schaute dann zu Scarlet, aber nicht ohne Rhord komplett zu ignorieren. Er blieb bereit sollte dieser irgendwas versuchen.
"Wir, also die Leute, zu denen ich gehöre und ich, vermuten stark, dass heute ein höchst gefährlicher Teufel, Ashura, aktiv werden wird. Ich gebe zu, dass das mit unserem Plan zusammenhängt wie wir dieses Land schützen und retten wollen, da wir stark davon ausgehen dass er die Gunst der Stunde nutzen möchte... doch unsere Zeit zum Vorbereiten, um den Schaden zu minimieren, ist aufgebraucht. Die Details kann ich dir leider nur in aller fülle sagen, wenn du mit mir kommst, da jederzeit seine", er verwies auf Rhord, "Kollegen auftauchen könnten und alles weitaus komplizierter machen würden. Was ich aber sagen kann ist, dass dieser Teufel vor hat dieses Land komplett zu destabilisieren, um ein großes Chaos zu verursachen. Wir wissen, dass er der Kopf hinter einem Projekt ist, um eine Armee von Dämonensklaven zu erschaffen und wir vermuten auch, dass er auch über andere Projekte im Untergrund bestens Bescheid weiß. Selbst wenn er nicht maßgeblich damit zu tun gehabt haben sollte, so gehen wir stark davon aus, dass zwischen Ashura und diesen Experimenten, die du ertragen musstest, eine Verbindung besteht."

Das wurde für Rhord immer mehr zu viel was da an Informationen reinkam. Kallin schien eine Menge zu wissen, unteranderem dass dieser Ashura ein Teufel, also eigentlich eine Fee, ist und wenn diese Information stimmen sollte derjenige, der für das was ihm für einen Großteil seines Lebens wiederfahren ist hauptverantwortlich war. Seine Gefühle spielten verrückt, was auch dem geschuldet war, dass er nicht wusste ob er diesen Informationen glauben durfte. Er brauchte mehr Wissen. Irgendetwas, was diese Fadensalat lösen könnte.
"A-aber was... wie passt Rail Chavallon in diesen ganzen Irrsinn rein?! Ich weiß, dass das was ich lernte keine Lügen waren! Ob du mir glaubst oder nicht... er ist derjenige der Mira in ihre Lage brachte! Warum hat er uns hierhergelockt? Was ist mit dem Phantom, das Reyson erpresst hatte? Was ist mit Siakin?" So verdammt vieles und er verliert nach und nach komplett den Überblick. Und was noch schlimmer war, sein Gegenüber zeigte ihm gegenüber kein Mitgefühl. Dieser abwertende Blick...

"Gib es endlich auf. Deine Lügen prallen an mir ab. Ich habe es Rail und seiner Familie zu verdanken, dass ich noch am Leben bin. Ashura griff meine Familie und mich eines Tages an. Für meine Eltern kamen sie zu spät, aber nur durch ihr Eingreifen konnte ich noch entkommen. Seine Methoden mögen nicht ehrenvoll sein, aber er würde nie dermaßen Hand an eine unschuldige, harmlose Bürgerin legen, dass sie von der Bildfläche verschwindet. Jemand, der sich wie er der Zukunft dieses Landes verschrieben hat, tut sowas nicht. Im Bezug auf ihn lügst du und was deine anderen Fragen angeht, habe ich keinen Bedarf zu antworten."

Kallin begann wieder zu Scarlet zu schauen, die in der Zwischenzeit genug Zeit hatte, um das was er zuvor sagte zu verarbeiten. "Was ist mit dir? Ich würde dir gerne mehr erzählen, aber dann müsstest du mit mir kommen. Ich würde mich nur noch kurz um ihn hier kümmern, dann könnten wir sofort los."

Dass Rhord so abgeschmettert wurde und dann weiterhin als Lügner dargestellt wurde, machte ihn bereits fertig, aber was Kallin so beiläufig bezüglich ihm sagte ließ ihn das Herz nun zu Hochtouren pochen.
"U-u-um m-mi-mich kümmern!? Was meinst du damit!?", fragte er panisch und griff bereits zu seiner Waffe. Mit einem todernsten Blick und dazu passenden Stimme wurde er von Kallin angestarrt, während dieser seinen Speer hob.

"Na was wohl? Dich eliminieren natürlich. Selbst wenn du es dir jetzt nicht bewusst bist, Ashura muss wenig tun, damit du anfängst alle in deiner Umgebung zu töten. Du bist sein Werkzeug und ich werde nicht zulassen, dass er es benutzt."

Rhord blickte panisch und in Angstschweiß gebadet zuerst auf Kallin und dann flehend zu Scarlet.

"Du... du glaubst ihm doch nicht... oder?", wimmerte er zu ihr, worauf Kallin zu ihr sprach:
"Ja, was denkst du?"
_____________________________________________
"Lumen", sprach Vada und die Lichtkugel flog wie angepriesen bis in die nächste Wand. Vada grinste und das tat auch Lauriam neben ihm während er innerlich am Feiern war.

"Perfekt. Damit wäre die Frage beantwortet. Wir können nicht sagen was Ashura vor hat, aber ich finde wir sollten diese neue Erkenntnis trotzdem ausgiebig nutzen.", kommentierte Lauriam und schaute dann wieder direkt zu Vada hin, um ihm seine weiteren Pläne zu erklären, wobei er gleichzeitig sein Grimoire entgegennehmen würde.
"Meine Vorstellung ist es jedem aus der Gruppe zumindest ein paar defensive Zauber zur Verfügung zu stellen, die ebenso mit einem Wort auszulösen sind wie der Zauber eben. In deinem Falle könnten Zauber mit zwei Aktivierungswörtern passen, falls du dir zutraust sie dir so schnell merken zu können. Offensiv wäre zwar möglicherweise auch sinnvoll, aber ich denke in einer Stadt voller Magier wird es sicherlich zu Situationen kommen, wo ausweichen nicht genügen wird. Ich denke da vor allem, wenn auch nicht ausschließlich, an Schilde aus Dunkelheit oder zumindest Eis. Um das Budget würde ich mich kümmern."
Er würde zwar versuchen einen Teil der Kosten als Einsatzkosten zurückerstattet zu bekommen, aber am Geld sollte es nicht scheitern.
"Kommst du mit? Oder gibt es noch etwas was wir bezüglich unseres neuen Feindes besprechen sollten?"

Raisen

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Montag, 27. Juni 2022, 17:39

Die (weibliche) Geistergruppierung hörte Sirius zu. Alle, außer Kali und Indra, ließen sich - fast im Kreis - um Sirius nieder, während dieser seine Liebesgeschichte erzählte. Die Geschichte war durchaus kurios. Der Hexerclan, der ausgelöscht wurde, weil sie die falschen Lieder sangen und einen Dämonen herbeizuholen, um andere Dämonen auszulöschen! Auf solche Ideen musste man erstmal kommen! Shinra lächelte bei der Geschichte. Es war schließlich doch ganz süß.

"Wie? Du bis über 200 Jahre älter und hast dennoch verloren? Du musst ja echt schwach sein?", lachte Seia.
"'Hast du gehört, du musst Amen nur besiegen, dann gehört er dir", meinte Indra zu Brigid, "Wieso sind wir eigentlich nie auf die gekommen, so mit Amen zu kämpfen?"

@Night Zap:


Amen hörte dem Ganzen nicht zu, er war in seiner Welt mit seinen Geschehnissen beschäftigt und er hatte keine Lust auf diese Liebesspielchen.
"Eine einfache Söldnerin aus Melsiya die nach Aloria gekommen ist um ihren Horizont zu erweitern. Natürlich hab ich eine persönliche Agenda während ich hier meine Arbeit wie in meiner Heimat nachgehe, aber wer hat das nicht. Ihr habt alle sicherlich eine persönliche, geheime Agenda die ihr hier keinem erzählt habt. Weder du, noch Mu, noch Ceci, noch irgendwer anderes hier. Niemand macht etwas ohne Hintergedanken ich bin keine Ausnahme - und wenn es doch jemanden gibt zeigt mir diesen Samariter, den würd ich nur zu gerne mal treffen. Im Endeffekt bleibt es an euch ob ihr mir vertraut oder nicht oder mich auf die Probe stellen wollt."
Der Weißhaarige wusste nicht so recht, ob man der Frau trauen konnte. 'Eine einfach Söldnerin' war auch eine sehr einfach Tarnung und erklärt dennoch nicht, wie sie einfach in die Stadt marschieren kann und im Prinzip mehr herausgefunden hat als die Schwingen im Team.
"...hm", Amen seufzte. "Ich traue dir nicht, du bist definitiv keine einfache Söldnerin", meinte Amen. Er war aber nicht auf irgendeinen Kampf aus - zumindest nicht hier, mitten in der Stadt am helllichten Tag. Er warf Noire noch einen Blick zu, der mehr oder weniger aussagte, dass das ganze viel zu komisch war.


@Soren:

Vada übergab das Grimoire wieder Lauriam.
"Das ganze eröffnet uns einige Möglichkeiten", er meinte damit am meisten sich selbst, "und kann richtig eingesetzt überraschend kommen."
Der Angeborene machte sich bereits einige Gedanken, was aber ebenso einiges an Experimenten voraussetzt. Für die Zukunft ist das definitiv eine große Hilfe.
"Gehen wir", stimmte Vada seinem Vorgesetzten zu.


@Tobi: