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Night Zap

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Wohnort: Irgendwo in Aloria

Beruf: Lore für Aloria erfinden

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1

Samstag, 31. März 2018, 18:49

Kapitel 1: Die Ermordung eines Fürsten



Willkommen, ihr Schurken, auf dem Kontinent Aloria!

Unsere Geschichte beginnt in Killius-Stadt, der Bundeshauptstadt von Denarim, Teil des großen Kaiserreichs Telvanin.

Die Stadt entwickelte sich Mitte des vierten Jahrhunderts, als Sir Werner Killius, ein hochrangiger telvanischer General, eine große Festung errichten ließ, um potenzielle Angriffe durch die Armee des Nachbarlandes Syvicis abzuwehren. Die Präsenz der Festung brachte der Region Stabilität, an der es seit der Eroberung des Landes durch das Kaiserreich gemangelt hatte, und Siedlungen bildeten sich um die Killius-Festung, wo die Bürger vor Banditen geschützt waren. Da weitere Kriege mit Syvicis ausblieben und sich die Beziehungen der Länder stattdessen verbesserten, wurden die Siedlungen zu einem wichtigen Knotenpunkt für den Handel zwischen Telvanin und Syvicis, sie wuchsen weiter und schlossen sich zu einer großen Stadt zusammen.

Die Stadt hat eine Vielzahl von Wohngebieten, Handwerksbetrieben, Fabriken, und öffentlichen Gebäuden, doch sie ist in Wahrheit noch größer, als man von außen vermuten würde, denn gut die Hälfte des Stadt ist unter der Erde verborgen. Diese "Unterstadt" begann ihr Dasein als eine Gruppe von Versorgungstunneln, um die Festung im Falle einer Belagerung mit Gütern zu beliefern, später wurden diese Tunnel ausgebaut, um den Bürgern bei Angriffen Unterschlupf zu gewähren. Schließlich begannen die Bürger selbst, das Tunnelsystem auszubauen. In den dunklen Gängen und Räumen konnte der ärmere Teil der Bevölkerung günstig leben, Fels und Erde schlucken die meisten Geräusche, sodass Handwerker hier ihrer Arbeit nachgehen konnte, ohne sich über Lärmbelästigung sorgen machen zu müssen, und unter der Erde konnte man Güter kühl und brandgeschützt lagern. So kam es, dass die Unterstadt immer weiter wuchs, und heutzutage führen mehrere Eingänge der auf einer erhöhten Plattform errichteten Stadt direkt unter die Erde.

Nicht alle Gänge sind auf offiziellen Karten eingezeichnet. Manche wurden im Geheimen gegraben. Der größte Schwarzmarkt Alorias befindet sich in diesen verborgenen Tunneln, und dort kann man nicht nur verbotene Waren erstehen. Auch Kontakte und Informationen, die einem bei den Behörden Ärger einhandeln würden, sind hier zu haben. Und diese Kontakte sind der Grund, warum ihr nach Killius-Stadt gekommen seid: Eine bestimmte Organisation möchte mutige Gesetzlose für einen Söldnerauftrag anheuern. Die wahre Identität dieser Organisation ist, wie jene, die die Aufmerksamkeit ihrer Späher auf sich gezogen haben, die Schwarze Hand, eines der führenden Verbrechersyndikate Alorias. Näheres zum Inhalt des Auftrages ist nicht bekannt, doch dafür wurde die Belohnung bereits angegeben. Neben Geld erhalten jene, die erfolgreich zurückkehren, auch das Recht, dem weitreichenden Informationsnetzwerk der Organisation ein paar Fragen zu stellen. Dadurch ließe sich so mancher Lebenstraum mit Leichtigkeit erfüllen.

Die Späher, bei denen es sich sowohl um Menschen als auch Geisterwesen handelt, sind wegen eurer Talente, oder wegen der Not, in der ihr euch befindet, auf euch Aufmerksam geworden, und haben euch nach Killius-Stadt eingeladen, um für die Chance zu kämpfen, eure Träume zu erfüllen.

Es ist der Frühling des Jahres 423 des Dämmerungskalenders. Die Stadt ist zur Zeit sehr lebhaft, denn in Kürze findet das Frühlingsfest statt, und die Feierlichkeiten in Killius-Stadt gehören zu den größten Volksfesten des Kaiserreichs. Sowohl Adelige als auch einfache Bürger strömen in die Stadt, um ausgelassen zu feiern und den Frühling zu begrüßen. Doch während hier die Stimmung der Bevölkerung gut ist, so sieht es nicht überall im Reich so rosig aus. Besonders im ärmeren Westen des Landes gibt es immer wieder Unruhen, weil sich die einfachen Bürger vom Adel ausgebeutet fühlen.


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Und damit erkläre ich das Dunkle Schwingen-RPG offiziell für Eröffnet!

2

Samstag, 31. März 2018, 20:15

In einem letzten Treffen mit Rouge und ihren engsten Vertrauten hatte Noire ihren Willen vor der gesamten Familie gezeigt und bestärkt, den Auftrag des Syndikats anzunehmen um an die Infos zu kommen, welche den Söldnern seit über sechs Monaten bereits verwehrt blieben. Bei einem gemütlichen Lagerfeuer in dem provisorischen Camp der Schattenwölfe feierte man ausgiebig einen langen Abend und verabschiedete Noire auf Ihre Reise außerhalb des Trupps. Anfänglich waren die meisten von der Idee nicht begeistert, hörte man doch die Geschichten von den Aufträgen der Schwarzen Hand - und wie viele nicht zurückgekehrt sind - angelockt von den Belohnungen. Auch Rouge war nicht begeistert was Ihre Tochter anfangen wollte - könnte Sie nicht den Verlust eines weiteren Menschen verkraften der Ihr nahe steht - auch wenn der Anführer noch lebt aber von den Söldner unauffindbar gefangen gehalten wird. Doch Noire's Wille war ungebrochen - zeigte Sie doch Ihre Entschlossenheit etwas emotional. Rouge seufzte nur als sie keine andere Wahl hatte dem Unterfangen zuzustimmen. "Pass mir nur auf dass du wieder lebend zu mir zurückkommst meine süße Tochter" Noire nickte. Während der Nacht hatte Sie der Kontakt dann entsprechend mit den Infos erreicht, um den Treffpunkt der Schwarzen Hand zu erfahren: Killius-Stadt in Telvanin.

Am frühen Morgen als viele noch schliefen wollte sich Noire heimlich davonschleichen - dazu alles nötige gepackt - die Dolche in die entsprechenden Halterungen, ein Bogen und ein leerer Köcher - somit ließ er sich besser transportieren sowie einigen Lebensmitteln und Kräutern - damit der Abschied nicht zu schwer werde. Doch Rouge wusste dies, kannte Sie ihren sturen Wirbelwind und erwarte sich bereits am Eingang des Camps. Es wurden keine Worte gesprochen. Nur Blicke getauscht - gefolgt von einem Lächeln und einer letzten Umarmung. Rouge gab Noire sogar ein kleines Päckchen, eingeschnürt in einem roten Stofftuch mit einer Blume geschmückt mit, welche Noire in Ihre Reisetasche verstaute. Ihr Weg führte dann zum Hafen nahe des Camps zu einem Schiff, welches Sie von Iridae nach Pysajel bringt, wo Ihre Route Sie weiter nach Killius-Stadt bringen würde. Als Sie das Schiff entsprechend betrat und Anker lichtete, begann am Horizont die Sonne langsam aufzugehen.

Während der Schiffsreise packte sich auch das Geschenk aus, welches man Ihr gegeben hat => Es war ein Holzkästchen, verziert mit einer Rose und Utensilien zum Nähen sowie einem zweiten Fach für Fäden diverser Stärken womit auch Leder verbessert werden konnte. Dabei lag ein kleiner Brief - er erklärte dass der Trupp einige Gelder zusammengelegt hatte um Ihr dieses Präsent zu geben. Eine Träne floss den Wangen herab auf das Holz des Decks, wo sie sich sitzend - kauernd aufgehalten hat. Sie musste lebendig wieder zurückkommen, komme was wolle. Für die Familie, Für ihre Mutter und für Ihren Vater, für den Sie diese waghalsige Aktion erst antritt.

Nach der Ankunft in Pysajel organisierte Sie sich eine Mitnahme einem fahrenden Händler, welche auf den Weg nach Killius-Stadt war in dem Sie ihre Söldnerdienste anbot - freie Kosten für die Mitnahme im Wagen im Gegenzug - welches der Händler dankend annahm und damit jede Seite profitierte. Der Händler hatte kostenlosen Geleitschutz und Noire einen kostenlosen Transport.

Endlich in Killius-Stadt angekommen inspizierten die Wochen zuerst die Fracht des Händlers, danach alle Personen und ließen dann sowohl den Händler als auch Noire passieren in den oberen Bereich der Stadt zum Warenkotrollpunkt. Die Inspektion verlief für Noire zügig, da sie als Schutzperson des Händlers entsprechend weniger auffallend für die Wachen war und diese alle Hände mit diversen Händler und Karawanen hatten, war doch das Frühlingsfest in voller Vorbereitung. Noire verabschiede sich von Ihrem Vertragspartner nachdem Sie in dem Stadtinneren angekommen war und entsprechend der Händler keinen Schutz mehr brauchte. Nun war es an der Zeit, einen Weg in den Untergrund zu nehmen, wo sich letztendlich dann der Treffpunkt befinden sollte. Doch es war noch etwas Zeit und Noire könnte einen groben Überblick über die Stadt gut gebrauchen.

3

Samstag, 31. März 2018, 20:36


Nach vielen Stunden konnte Rhord mit einem Blick aus der Karawanen-Kutsche endlich sein Ziel sehen. Killius-Stadt ist in Feststimmung und dies lockt zahlreiche Händler an, was dem Dämon nur recht kam. Denn wenn er eines als Teilzeit-Karawanenwache über die letzten vier Jahre gelernt hat, dann ist es das, dass erstens die Banditen zu diesen Zeiten besonders gerne den Händlern an den geldbeuteln und Waren wollen, sondern auch zweitens, dass wegen des Bedarfs an Söldnern für den Schutz vor eben diesen Banditen die Händler gewillt sind deutlich mehr zu zahlen als sonst, da sonst umso wahrscheinlicher die Konkurrenz den Zuschlag und damit mehr Sicherheit bei der Reise bekommt. Einige der reicheren Individuen darunter bezahlen sogar mehr Söldner als sie eigentlich bräuchten, mit dem einzigen Zweck, dass die Konkurrenz noch unwahrscheinlicher in den Genuss eines verlässlichen Schutzes bekommt und wenn überhaupt mit nichts mehr bei ihrem Ziel ankommen, was diese gerne mal schnell ruiniert.

Rhord selbst bevorzugt es aber trotz der besseren Bezahlung die Karawanen zu beschützen, die nicht diesen Luxus haben. Nicht weil er ein Gutmensch, oder eher ein Gutdämon, ist, sondern einfach weil er das Kämpfen liebt und die Banditen fast schon magnetisch angezogen werden. Diese Reise alleine gab es insgesamt drei Angriffe und desto näher die Karawane Killius-Stadt näher kam, desto höher war die Anzahl der angreifenden Banditen und mit jedem Angriff starben auch einige der Billigsöldner, die noch angeworben konnten. Beim letzten war es sogar so schlimm, dass er dem Rest empfohl zu fliehen und sagte zu ihnen, dass er sie später einholen wird, sobald er hier fertig sei. Die Händler, als auch die Banditen dachten bestimmt, da war sich Rhord sicher, dass er einfach nur dumm ist und sterben möchte. Was aber keine der beiden Parteien wissen konnte war, war dass er die Karawane einfach nicht in der Nähe haben wollte, wenn er sich verwandelt. Es käme seinem Ruf als Karawanenwache schlecht, wenn er neben Banditen auch noch seine Arbeitgeber töten und fressen möchte und er das dann irgendwie irgendwem erklären muss, was mit den Händlern passiert ist, inklusive, warum er überlebt hat. Jedenfalls ist der Echsendämon nun, dank eines randvoll gefüllten Vorrats an magischer Energie und eines vollen Geldbeutels, der sowohl seinen Lohn als auch das Geld der getöteten Banditen beinhaltete, nun in bester Laune und schaut sich nun erstmal an, wie die Menschen dieser Stadt alles für das kommene Fest vorbereiten, sowie was die ersten bereits aufgebauten Stände zu bieten haben. Auch musste er erstmal herasfinden, wo es überhaupt zu diesem Untergrund geht. Eine Wegbeschreibung war in der Nachricht der Schwarzen Hand zwar beigelegt, aber ohne Ortskenntnisse wird das alles ein bisschen dauern.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Saikx« (31. März 2018, 20:36)


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Samstag, 31. März 2018, 21:18

Die Oberschicht von Killius-Stadt war erwartend sehr befüllt zur aktuellen Zeit und die Fortbewegung war nur eingeschränkt möglich. Viele Händler eilten von einem Knotenpunkt zum anderen um Ware abzuliefern, Waren mitzunehmen und auch viele Bürger - häufig von der Mittel und Oberschicht - tummelten sich bereits in den Straßen herum, immer fasziniert von den festlichen Dekorationen oder Attraktionen welche sich Ihnen boten. Für Noire war das schon wieder zu viel - zu viele Personen, zu viel Lärm. Das war Sie nicht gewohnt. Entsprechend sah sie sich nach einer Möglichkeit um, den oberen Teil der Stadt in einer anderen Art und Weise zu betrachten. Sie durchsuchte die etwas engeren Gassen nach Klettermöglichkeiten oder einem Treppenaufgang und wurde mit der Zeit zumindest soweit fündig, dass Sie eine Leiter gefunden hatte, mit der Sie zumindest 2/3 der Höhe eines Hauses erklimmen konnte. An der Spitze der Leiter angekommen drückte Sie sich von der Wand weg und nahm den Schwung bei einem Sprung auf das gegenüberliegende Dach mit, wo Sie sich am Rand des Daches festhielt - schon fast krallte und sich auf das Dach hochzog. Vor dort konnte Sie dem Trubel der Straßen entgehen und konnte dabei noch die Oberschicht besser betrachten als auch auf den Dächern entlanggehen - Sie holte Sich dabei den ein oder anderen Hohn oder Spott ein als man Sie auf den Dächern gehen sah, das war Ihr aber egal. Die Bewohner waren das mittlerweile gewohnt und konnte dagegen nicht viel ausrichten, hatten die Wachen besseres zu tun als sich um solche "Kleinigkeiten" zu kümmern - auffallend war Noire allemal - als Gestaltenwandlern mit ihrem langen Haar und dazu noch Ihrer Kleidung.

Die Oberschicht an sich war nur ein Teil der Stadt - zumindest der Teil wo es noch am ruhigsten war und ein relativ normaler Ablauf stattfand. Nachdem Sie sich einen groben Überblick über die Straßen und Gassenverhältnisse gemacht hatte, suche Sie sich eine passende Stelle zum Absprung vom Dach auf die Straßen zurück und begab sich nun in einen der Verbindungskanäle, welche Sie nun in den Untergrund brachte - irgendwo dort war auch dann der Treffpunkt. Doch auch die Verhältnisse dort sowie das Angebot des "Schwarzmarktes" waren für Sie vorher noch interessant, denn Sie konnte nicht wissen, was für die Aufgabe der Schwarzen Hand alles benötigt sein wird und was dieser involviert. Sie merkte jedoch schnell, wie sich die Verhältnisse von Reich und Arm trennten als Sie bereits die ersten Bettler am Rande des Verbindungsstücks bemerkte.

Night Zap

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5

Samstag, 31. März 2018, 22:41

Es war später Vormittag, als die Händlerkarawane, mit der Korina nach Killius-Stadt gereist war, ihr Ziel erreichte. Die Karawane hatte Kunsthandwerk und Schmuck aus drakenvharischen Dörfern hergebracht, um sie beim Frühlingsfest zu verkaufen, und zählte auf einen guten Umsatz, da der Zoll an der Grenze des Drachenlandes überaus hoch war. Um die wertvolle Fracht vor Räubern zu schützen, hatten sie zusätzlich zu ihrer üblichen Söldnereskorte auch jeden weiteren fähigen Kämpfer angeheuert, der eine Mitfahrgelegenheit zur Grenzstadt brauchte. Und so nahm Korina jetzt Bezahlung dafür entgegen, zu ihrem Zielort zu gelangen und dabei ihr Schwert zu füttern. Sie nahm solche Söldneraufträge entgegen, wenn sich die Gelegenheit dazu ergab, aber nicht immer lies sich das, was zu tun wäre, mit ihrer eigenen Agenda vereinbaren.

Bei der Reise durch die Bergstraßen Drakenvhars und Syvicis' war die Karawane nur ein Mal angegriffen worden, und Korina hatte nur zwei Gegner töten können, bevor die Banditen zum Rückzug bließen. Jetzt war sie ihrem Schwert noch sechs Morde schuldig, und sie hatte noch sechs Tage, um seinen Hunger zu stillen. Na ja, so lange würde es bis zum Auftrag für die Schwarze Hand wohl nicht dauern, und da würde sie ja wohl so einige Menschen töten müssen, sonst hätte man wohl kaum den gefürchteten Rabenteufel angeheuert.

Kurz nach Sonnenaufgang am letzten Tag der Reise führte die Straße endlich aus dem Bergwald heraus, und man konnte im fernen Tal das Plateau sehen, auf dem die Killius-Festung und die darum liegende Stadt errichtet waren. Diesen Anblick hatte Korina schon einmal gesehen, als sie am Ende einer eineinhalbjährigen Reise durch Telvanin den Berg hinaufgewandert war, um weiter nach Drakenvhar und vielleicht sogar Branlahr zu reisen, in der Hoffnung, einen Weg zu finden, den Dämon in ihrem Schwert aufzuwecken. Nach Branlahr hatte sie es dann nicht geschafft - sie war gerade in einem Dorf in Drakenvhar gewesen, um den Rat einer Hexe einzuholen, als sich ein Geist kurzzeitig vor ihr materialisierte, um ihr vom Angebot der Schwarzen Hand zu berichten.

"Keine Angst, Rabenteufel - was für unpassender Name für einen Menschen, wenn du mich fragst - Ich hab nicht vor, deine Identität an die Behörden weiterzugeben. Meine Geschäftspartner wollen dir jediglich ein Angebot machen." Das hatte der Geist gesagt, bevor er wieder zurück in seine Seite der Realität verschwunden war. Mithilfe der Hexe hatte Korina eine Seance abgehalten, um erneut mit dem Geist zu sprechen, und so vom Auftrag der Schwarzen Hand erfahren. Zum Glück schien die Hexe nicht mitgehört zu haben, und hatte keine Ahnung, dass ihre Kundin eine gesuchte Mörderin war.

Den Stadtwachen, die die eingehende Ware kontrollierten, beachteten Korina kaum. Ihr echtes Gesicht schien keine Aufmerksamkeit zu erregen. Gut, ihre Maske schützte nach wie vor ihre Identität. Apropos Maske: In der Nähe des Tores bemerkte Korina ein Schwarzes Brett. Unter den Steckbriefen erkannte sie auch die Zeichnung einer dunkelhaarigen Person mit großen runden Scheiben als Augen und einem langen Schnabel - das war sie selbst, in ihrer Maske. Sie sah den Steckbrief für eine Weile an, als die Anführerin der Söldnereskorte sie Ansprach.

"Sag, Laura, du scheinst ja momentan freiberuflich unterwegs zu sein." Laura Gerstenbauer war der Deckname, den Korina benutzte. Der Name Grausee war zwar nicht der bekannteste, doch es war schon ein ungewöhnlicher. Korina wollte lieber im Gedächnis der Leute verschwimmen. Außerdem bestand immer die Gefahr, dass jemand, der sie mal gekannt hatte, ihren Namen aufschnappte, ihre Eltern hatten schließlich Leuten aus ganz Aloria den Schwertkampf beigebracht. "Wir sind nicht gerade in viele Kämpfe geraten, aber ich hab gesehen, was du mit diesen beiden Banditen gemacht hast, die sich dir in den Weg gestellt ham. Bist echt schnell. Hättest du nicht Lust auf eine permanentere Anstellungen? Wir haben immer Plätze frei."

Korina grinste. "Tut mir Leid, ich hab hier in Killius was zu tun." Der Blick der Anführerin richtete sich auf den Steckbrief. "Du meinst doch nicht... den Rabenteufel? Sei doch nicht dumm, Mädchen, in zwei Jahren hat keiner es geschafft, diese Hexe zu fangen. Die letzte große Sichtung war ja wirklich hier in der Stadt, aber ich glaub kaum, dass irgendjemand sie finden kann - und selbst wenn, sie würd dich doch nur in zwei Teile spalten.

"Ach, ich glaub, ich könnte herausfinden, wo der Rabenteufel ist, wenn ich's wirklich drauf anlegen würde." Korinas Grinsen wurde weiter. "Aber nein, was ich hier zu tun hab, ist ganz was anderes. Und außerdem, wenn ich schon hier bin, kann ich auch das Frühlingsfest genießen. Ihr Söldner müsst ja dann das Warenlager bewachen."

Korina nahm ihre Bezahlung vom Karawanenführer entgegen und ging von dannen. Erst mal musste sie was zu Mittag essen.

6

Sonntag, 1. April 2018, 01:56

Brandon schlug die Augen auf. Neben ihm lag eine eigentlich schöne Frau, jedoch mit etlichen blauen Flecken und Blutergüssen übersäht. Und sie war nackt. War ich das? Der große Mann hat wohl mal wieder zu viel getrunken und dieses nette Mädchen vergewaltigt. Was ist nur aus ihm geworden? Hehe, die hat sich ganz schön gewehrt, da mussten wir die Fäuste sprechen lassen! Das war die Stimme des Dämons, die in ihm sprach. Sag nicht "wir", das warst du! Das ist Auslegungssache! Ich bin genauso du wie du selbst! Ob sie tot war? Hoffentlich nicht. Brandon fasste sich ungläubig ans Kinn. Vor eineinhalb Jahren hätte er nicht ansatzweise an so etwas gedacht. Damals, als alles gut war, aber er hatte sich in die Scheiße geritten. Jetzt war er hier, in irgendeiner Herberge in Filius-Stadt, dieser merkwürdigen Einladung gefolgt. Wenn das wahr ist, wissen wir schneller als du denkst, wo sich dein blöder Drache befindet. Das Syndikat sieht fast alles! Wir bekommen das aber nicht geschenkt, Deshlar. Es gibt einen Auftrag zu erfüllen ... Auf einmal schien sich auch Iria einzuklinken, die überhaupt erst realisierte, was letzte Nacht vorgefallen war: Oh mein grundgütiger! Was habt ihr beiden gemacht?! Ich stelle nur sicher,
dass Brandon das bekommt, was er braucht! Wenn es dich stört, dann kannst du ja so lieb sein und dich aus ihm verabschieden!
Iria war entsetzt und erwiderte:
Genau und ihn mit dir alleinlassen! Du verdirbst den edlen Brandon! Bitte, ich kann euch beide in meinem Kopf hören! Das Thema hatten wir schon oft genug. Stille in seinem Kopf kehrte ein. Stille, die er viel zu selten hatte. Andererseits war es die Stille, die ihm am meisten verrückt machte. Er brauchte irgendjemanden, um nicht komplett verrückt zu werden - und wenn es nur ein Geist und ein Dämon waren. Was hatte er denn sonst für Kontakte? Hier und da mal eine Bestellung beim Wirt oder ein kurzes Gespräch mit dem Händler. Brandon war ein niemand. Obwohl er einst viel gewesen war. Andererseits auch gut, dass ihn nun keiner mehr erkannte, denn auch im Kaiserreich Telvanin hatte man nicht viel für Hochverräter übrig.
Es war an der Zeit, der Sonne nach zu urteilen schon Mittag und er verspürte einen Hunger, der gestillt werden wollte. Das nette Mädchen ließ er liegen, egal ob es tot war oder nicht, es war besser so. Also legte Brandon schnell Kleidung und Rüstung an und begab sich die Treppe herunter. Dort legte er einige Münzen auf den Tisch und forderte einen Braten.
"Sicher, kommt gleich, Affenschnauze." Brandon kochte und packte den Wirt direkt am Genick.
Es knackte und er wusste, dass mal wieder eine Barschlägerei bevorstand ...

Ich bin nur ein großer Träumer
Doch ich weiß es kommt der Tag
Und irgendwann werden dann
Meine Träume wahr

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Pseudo« (1. April 2018, 01:56)


Drain

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7

Sonntag, 1. April 2018, 03:18

Eigentlich hatte sie diese Aufträge satt. Irgendwelche korrupten Menschen für andere, noch korruptere Menschen ermorden. Die Bezahlung war gut, aber sie hasste ihr Klientel. Leute für die sie kein Respekt übrig hatte. Leute, die sie lediglich als bloßes Werkzeug sahen. Der Mittel zum Zweck für dahergelaufene Kleinkriminelle. Sie war es Leid. Und dennoch beschloss sie diesen Auftrag anzunehmen.


Kilius – so weit im Westen war sie noch nie. Dabei war es eher zentral gelegen und der Name der Stadt war nicht fremd, besonders in der Unterwelt. Wie oft hatten Kunden ihr erzählt, dass sie bald das lukrative Kilius als möglichen Verkaufsort ihrer schwarzen Waren erschließen möchten. Ein dicht verwobenes Netz von Schwarzmärkten, dubiose Syndikate als Abnehmer und geographische Gegebenheiten, die Kilius geradezu als Knotenpunkt der Unterwelt prädestinierten.
Oft fiel dabei, in einem vorsichtigen Flüsterton, der Name “Die Schwarze Hand”. Viska spürte immer die Ehrfurcht, aber auch die Angst, die Kriminelle vor diesem Syndikat hinter ihren Erzählungen versteckten. Wer sich wohl hinter diesem Namen verbarg? Und viel wichtiger: Hatten sie Informationen zum adeligen Forscher-Zirkel?


Wenigstens duftete es herrlich. Viska hatte sich in den Heuwagen einer Karawane versteckt und konnte somit große Teile des Weges von Pysajel nach Kilius als blinder Passagier hinter sich lassen. Es war vielleicht nicht die vornehmste Art zu Reisen aber definitiv eine bequeme.
Sie schob etwas Heu zur Seite und blickte auf einen der Söldner, den die Karawane angeheuert hatte. “Pah, ein toller Söldner bist du. Hast’ mich nicht mal bemerkt”, murmelte sie frech zu sich selbst. Dann hob sie ihren Blick etwas, und erspähte eine riesige Silhouette am Horizont. Es war die Festung Kilius. Größer als sie erwartet hatte und der Gedanke, dass es unter der Erde sicher noch einmal so groß war beeindruckte sie. Nichtsdestotrotz musste sie aus dem Wagen verschwinden. Spätestens an der Grenze würden die Wachen diesen Wagen durchsuchen. Nicht etwa, um illegal geschmuggelte Waren in Killius zu verhindern, sondern eher, um dafür einen kleinen Bonus auf die Hand zu ergattern. In so einer Stadt waren die Wachen geschmiert, dessen war sich Viska sicher.


Etwa 500 Meter vor den Toren der Stadt warf sie einen Stein, den sie provisorisch mitgenommen hatte, auf die linke Seite der Karawane. Er traf auf einen Baum und machte einen dumpfen aber hörbaren Knall. Die Söldner schreckten auf, zogen ihr Schwert und musterten die Situation. Das gab Viska genug Zeit, um flink über die rechte Seite zu verschwinden. Kurz darauf setzte die Karawane ihren Weg fort und Viska lief, einige hundert Meter nach ihr in Richtung Stadttore.
Kurz erwog sie über die Mauern der Festung zu Klettern. Aber schließlich war sie keine Gesuchte, also versuchte sie es auf normalem Weg durch das Tor. Im Zweifelsfall hatte sie immer noch Geld, um die Wachen zu bestechen. Das war jedoch gar nicht nötig – die Wachen waren wohl seltsame Gestalten gewöhnt.
“Sie kommen sicher wegen dem Fest?”, fragte einer der Wachen. “Fest?”, dachte sich Viska. Tatsächlich war die Stadt hinter den Toren bunt geschmückt. Flaggen wehten im Wind. Viele der Häuser und Wege waren mit verschiedensten Blume geschmückt und selbst hier am Tor vernahm man einen süßlichen Geruch der auf eine Speise hinwies, die sie noch nicht kannte.
“Ja, genau. Ich habe schon viel von diesem Fest gehört und wollte es dieses Jahr endlich mal selbst erleben”, antwortete Viska auf die Wache. “Also gut, dann wünsche ich ihnen viel Spaß in unserer Stadt. Willkommen in Kilius!”, sprach die Wache fast schon zu enthusiastisch. Wohl ein Neuling. Viska lächelte und ging an ihm vorbei in Richtung Innenstadt. Als sie schon ein paar Meter von ihm entfernt war rief er noch einmal: “Halt! Eine Sache noch!”. Viska erstarrte kurz. Doch kein Neuling? “Passen sie auf ihre Sachen auf, es sind viele Diebe in dieser Zeit unterwegs.” Erleichtert drehte sie sich zur Wache: “Danke, das werde ich beherzigen!”, und führte ihren Weg fort.
Schön zu wissen, dass es noch ehrliche Menschen gab. Sie blickte auf die Stadt und überlegte wo sie die gerade vom Wachmann gestohlene Beute gegen etwas Essbares umtauschen konnte.


Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Drain« (1. April 2018, 03:18)


Raisen

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Sonntag, 1. April 2018, 10:52

Chapter 7 "Endlos"

Das letzte, an das sich Amen erinnern kann, ist das Bild von Amun und Menhit, das sich in seinen Kopf gebrannt hat. Kurz danach hatte er das Bewusstsein verloren und war erst Stunden später wieder aufgewacht. Amen blieb weitere Stunden am Hauptplatz liegen. Sein Blick leer und ohne Ziel. Die Wunden des Jungen waren geheilt, doch der Schmerz blieb. Der Verrat seines Meisters, der Mord an Melia und das Abschlachten der Dorfbewohner. Es war unerträglich. Amen blickte zur Seite, neben ihm steckte das Schwert mit der weißen Klinge im Boden. Eine Erinnerung daran, dass alles real war? Eine Erinnerung daran, dass sie ihn hätten töten können und dass er dankbar sein soll, dass sie ihn verschont haben? Nein. Das war ein Ruf, er soll kommen und sie suchen. Amen setzte sich auf und schleppte sich zum Schwert des Dämonenmädchens. Er packte den schwarzen Griff mit beiden Händen und drückte sich selbst hoch, bis er auf beiden Beinen stand.

„Töte ihn“ „Stirb“ „Blut“ „Los!“ „Such sie!“ „Rache!“

Reflexartig ließ der Junge die Waffe wieder los, als er die unzähligen Stimmen hörte, die in seinen Kopf herum schrien. Wütend packte Amen das Schwert erneut, zog es aus dem Boden und hielt es fest mit beiden Händen. Wieder begannen die Stimmen zu schreien, sie wurden lauter und lauter. „SEID STILL!“, rief der Junge durch das ganze Dorf. Stille. „Ich bin nicht wie sie!“, sprach Amen mit einem betrübten Blick und beide seine Hände wurden von einem weißen Schleier umhüllt, der sich über die Klinge ausbreitete. Die Waffe verschwand in der Luft und er atmete erleichtert auf. „Das einzige Blut, das vergossen wird, ist ihres, flüsterte er zu sich selbst.

Einige Meter weiter lag die Waffe seines Meisters, das Khopesh. Anders als beim Schwert mit der weißen Klinge, hörte er keine Stimmen in seinem Kopf, als er diese Waffe aufhob. Im Gegenteil, er spürte die Wärme und Geborgenheit von zuvor, als er tot war. „Shinra?“, bei ihr fühlte er sich sicher, „Was soll ich nur tun?“



"Das ist es also? Killius-Stadt?", staunte Amen, als er vor dem riesigen Stadttor stand. Vor einem Jahr hatte er eine Nachricht erhalten: Die Organisation "Die Schwarze Hand" möchte sich seine Kraft für einen Söldnerauftrag ausborgen. Um was es ging, wurde nicht beschrieben. Doch die Belohnung wurde deutlich und in Großbuchstaben hervorgehoben. Erfüllt man den Auftrag, erhält man das Recht, das Informationsnetzwerk dieser Organisation zu nutzen. Das war eine Möglichkeit, die er nicht auslassen konnte, selbst, wenn es bedeutet, dass er verbrecherischen Tätigkeiten nachgehen musste. Amen war sich sicher, dass die Nachricht von seinem Meister kam. Bei diesem Gedanken seufzte er. Der Verrat war bereits mehrere Jahre her und doch verging kein Tag, an dem er sich wünschte, stärker gewesen zu sein.

Nach dem Erwachen seiner Macht, die er selbst als "Dhakir" bezeichnete, schnappte sich Amen alle Waffen seines Meisters und platzierte sie in der Geisterwelt. Wie er herausgefunden hatte, konnte er ein Tor zu dieser fremden Welt, die zwischen dem Leben und dem Tod stand, öffnen. Doch keine dieser Waffen hatte er seit diesem Tag berührt, sie alle waren Klingen, die nur zum Töten geschmiedete wurden. Das war etwas, mit dem Amen nicht umgehen konnte, also beschloss er, seine eigenen Waffen - Artefakte - zu schmieden. Waffen, die zum Beschützen geschmiedet werden. Doch bis zum heutigen Tag gelang es ihm nicht, ein Artefakt zu schmieden. Es fehlte immer irgendwas.

Amen schritt durch das Stadttor. "Halt!", eine der zwei Wachen, die links und rechts des Einganges platziert wurden, stoppte ihn. "Ja?", das einzige Gepäck, das er bei sich hatte, war eine kleine, handgroße Tasche an seinem Gürtel, das erweckte wohl die Aufmerksamkeit der zwei. "Woher kommst du und was willst du in der Stadt?", der Soldat in seiner Rüstung musterte ihn. "Ich bin nichts weiteres als ein Händler, der einige Tage in dieser Stadt verbringen will", antwortete Amen und lächelte unschuldig, "Ich habe mein Gepäck und meine Handelswaren vorausgeschickt" Amen zog einen Zettel aus seiner kleinen Tasche, entfaltete ihn und übergab ihn dem Soldat. Eine gefälschte Urkunde, die bestätigte, dass die Waren hierher geliefert wurden. Dieser Trick funktionierte bei jeder Stadt. Die Soldaten ließen ihn durch, ohne weitere Fragen zu stellen.

Amen trat in die Stadt und betrat die erste Taverne, die sich in seinem Sichtfeld befand. Essen.


9

Sonntag, 1. April 2018, 11:30

Die Bettler die sich in der Zahl mehr und mehr auffanden verschreckte Noire ein wenig. Sie kannte das Elend aus Iridae, aber hier war das Ganze auf einen Niveau, dass Sie sich nicht so vorgestellt hatte. Die Zustände waren schon extrem. Während Sie weiter Fortschritt in den komplexen Tunnelsystem begannen langsam die ersten Schwarzmarkthändler aufzutauchen und auch die ein oder anderen Schlägereien und auch Sklavenhändler aufzutauchen. Wie Sie es hasste. Selbst Betrunkene blieben nicht aus, einer versuchte sogar Noire anzusprechen und zu verfolgen, doch sein torkelnder Gang entmachtete Ihn den Versuch, zumal Sie der Person keine weitere Beachtung schenkte. Nun waren auch die ersten Tavernen zu sehen, diese waren bis auf den letzten Tisch gefüllt und man konnte auch von weiten den Lärm hören - selbst am helligsten Tag. Doch zum Glück war dies kein Ziel von Ihr, hatte Sie ihren Proviant gut eingeplant und benötigte zumindest für heute keine Mahlzeit mehr vor dem Treffen. Doch bevor Sie dort aufschlagen würde, benötigte Sie noch einige Mittel - Zu einem einige Pfeile - sie hatte bei der Abreise ja bewusst keine mitgenommen aus Transportgründen - aber auch ein Pflegemittel - sie hatte zwar einen Wetzstein eingepackt für die Dolche und für die Spitzen der Pfeile aber das passende Mittel oder Öl - was Sich gerade anbot - hatte Sie nicht mehr.

Daher war Ihr erster Stopp eine Schmiede, eine der noch "normalen" Schwarzmarktläden die entsprechende Mittel anboten - zu entsprechenden Preisen wie es dort eben üblich ist. Dennoch benötigte sie eine Flasche, welche Sie sich nach einigem "Verhandeln" auch zu einem akzeptablen Preis ergattern konnte. Auch einige Pfeilspitzen, deren Qualität in Ordnung war, hat Sie dazu genommen, denn die Pfeile wird Sie selbst zusammenbauen. Daher war also noch entsprechend Holz und Federn notwendig - diese zu bekommen war nicht einfach, musste Sie doch einige Zeit lang suchen um einen passenden Verkäufer zu finden. Sie hatte von der Anzahl her etwa 20 Pfeile, die sie später noch fertig montieren wird - erstmal alles in den Köcher als in ihre Reisetasche gepackt. Ihr nächstes Ziel wird der eher ungewöhnliche Teil des Schwarzmarktes werden, wo Waren angeboten werden die nicht auf dem üblichen Wege zu finden sind. Auch hier war vorrangig Ihr Ziel, sich weiterhin einen Überblick über die Gegebenheiten und den Aufbau des Tunnelsystems zu verschaffen.

Night Zap

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10

Sonntag, 1. April 2018, 11:38

Korina hatte großen Hunger, da sie nicht viel gefrühstückt hatte. Die Händler hatten zwar viel für ihre Waren und ihren Geleitschutz ausgegeben, aber dafür bei der Qualität des Reiseproviants gespart. Seit mehreren Tagen hatte ihre Ernährung größtenteils aus Brot, Trockenfleisch und Essigwasser bestanden, deshalb ging sie ins erstbeste Lokal, das Obst und Frischfleisch anbot.

Sie wählte einen Sitzplatz, mit dem sie Blick auf den Eingang hatte. Auch, wenn wohl keiner sie erkennen würde, man konnte nie vorsichtig genug sein. Korina bestellte ein Mittagsmenü, und während sie auf ihr Essen wartete, dachte sie über den bevorstehenden Auftrag nach. Ob die anderen Rekruten wohl böse Mörder sein wie sie? Oder ganz einfach ein paar Außenseiter der Gesellschaft, die sich durch diese Drecksarbeit ein besseres Leben erhofften? Egal, was der Fall war, Korina zweifelte, dass sie ihren neuen Kollegen würde trauen können, oder dass sie ihr, dem Rabenteufel, irgendwelches Vertrauen entgegenbringen würden. Im schlimmsten Fall würde sie ihnen früher oder später ihr Schwert in den Rücken stoßen müssen, damit sie nicht die Behörden über ihre Identität und ihren Aufenthaltsort aufklärten, um das Kopfgeld einzuheimsen.

Gerade, als Korina sich über einen in Orangen marinierten Entenschenkel hermachen wollte, betrat ein weißhaariger junger Mann die Taverne. Ein solch ungewöhnliches Merkmal zog natürlich viele Blicke auf sich. Der Typ war wohl ein Magier, oder sogar ein Angeborener. Sowas sah man nicht jeden Tag.


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11

Sonntag, 1. April 2018, 12:02

Kaum betrat Amen die randvolle Taverne, richteten sich bereits sämtliche Augen auf ihn. Er hatte ganz vergessen, dass er seit dem Zwischenfall weiße Haare hatte - ein Merkmal, das sich aufgrund von der starken magischen Präsenz in der Geisterwelt gebildet hatte. Seufzend ging er durch die Taverne, er hätte eine Kapuze tragen sollen, um nicht alle Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Es war nervig und könnte sogar zu Problemen führen, wenn man auf Sklavenhändler traf. Amen erblickte den einzigen leeren Tisch am hinteren Ende der Taverne, direkt neben einem Tisch, auf dem eine einzelne Person saß. Erleichtert atmete der Junge auf und begab sich zum freien Platz. Er nickte der Person mit den dunklen Haaren und der grünen Kleidung am Nebentisch freundlich zu und setzte sich. Dabei trafen sich ihre Augen kurz. Amen erkannte bei der Person den selben Blick wie bei ihr. Er hatte die selben Augen auf seinen Reisen öfters gesehen - jemand, der Menschenleben stiehlt.

Amen atmete durch, das war nicht sein Problem und ihm war es auch egal, also bestellte er sein Essen.


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12

Sonntag, 1. April 2018, 12:50

Dem Weißhaarigen schien die Aufmerksamkeit nicht zu gefallen, was man ihm wirklich nicht verübeln konnte. Während er durch die Taverne lief, der direkt neben Korinas Tisch stand, blickte er die Schwertkämpferin kurz an, was ihr unangenehm war, doch sie erwiderte den Blick trotzdem. Sein Blick hatte etwas Beschuldigendes, wusste er etwa, wer sie war? Nein, das war doch lächerlich, dieser Eindruck stammte wohl eher von Korinas üblichem Maß an Paranoia.

Der Moment verging so schnell, wie er gekommen war. Der Mann setzte sich an einen Tisch in der Ecke, wo Korina ihm von ihrer Position aus den Rücken zuwandte. Sie würde den Fremden ja lieber im Auge behalten, aber sich exta dafür umzusetzen, würde viel zu verdächtig werden. Korina verzehrte schweigend ihr Mittagessen und bemühte sich, ihre Aufmerksamkeit auf dem Teller vor ihr zu richten, doch ein mal konnte sie nicht widerstehen und drehte kurz den Kopf.

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13

Sonntag, 1. April 2018, 13:18

Erst seit Amen als Wanderer durch die Welt zog und einige Nächte in größeren Städten verbrachte, wurde ihm klar, wie gut man Speisen zubereiten konnte. Er lebte, solange er zurückdenken konnte, von den Tieren, die er und sein Meister im Wald erjagten. Dabei war es nie mehr als Fleisch, das über dem offenen Feuer gebraten wurde. Garniert mit irgendwelchen Kräutern. Darum ist er im Nachhinein froh, den Wald verlassen zu haben - auch wenn es nur wegen dieser Nachricht war. Amen beeilte sich mit dem Essen, er wollte noch unbedingt eine Tour durch die Stadt machen. Etwas Spaß als Abwechslung war nicht verkehrt und half ihm, sich zu beruhigen. Amen legte sein Besteck neben dem Teller und wollte gerade ein Schluck seines Fruchtsaftes nehmen, als er beim Aufsehen der Person am Tisch vor ihm in das Gesicht blickte, die sich wohl zeitgleich zu ihm umgedreht hatte. Der Junge lächelte freundlich.

"Du bist ja doch eine Frau", schmunzelte er in der Hoffnung, sich nicht doch zu irren.


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14

Sonntag, 1. April 2018, 13:38

Der Mann hatte genau im falschen Moment von seinem Teller aufgeblickt und Korinas Neugier bemerkt.

"Du bist ja doch eine Frau." sagte er schmunzelnd. Korinas Anspannung löste sich etwas. Um ehrlich zu sein, der Blick des Weißhaarigen war eigentlich schon vorher eher freundlich gewesen, auch wenn Korina es nichts so wahrgenommen hatte. Der Kommentar des Mannes belustigte sie. Es stimmte, ihr Gesicht war nicht gerade das weiblichste, und ihr Gambeson verbarg auch ihre Figur, da konnte es selbst mit den langen Haaren zu Verwirrung kommen. Die Schwertkämpferin beschloss, ein bisschen Spaß zu haben. Hat ja keinen Sinn, ständig Bierernst zu sein, das machte das Leben nur langweilig.

"Und was lässt dich glauben, dass ich eine bin?" antwortete sie mit leicht verstellter Stimme und einem fiesen Grinsen.

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15

Sonntag, 1. April 2018, 13:54

Man konnte deutlich merken, wie sich die Spannung im tieferen Bereich des Schwarzmarktes zuspitze. Nicht nur dass die Händler deutlich weniger "sichtbar" waren, sondern auch dass man diese nicht ohne die typischen Leibwächter antraf - Große, muskelbepackte Männer oder Zauberer, vielleicht wenn man genau aufpasste auch einige Figuren im Hintergrund. Auch die Tatsache, dass die Händler nicht auf einen zugingen sondern man zu ihnen zeigte, dass die Ware nicht für das normale, öffentliche Auge bestimmt war. Auch herrschte eine gewisse Art von Nebel in der Luft - vermutlich von Kaminen oder anderen rauchhaltigen Mitteln. Noire rümpfte die Nase und zuckte mit ihren Ohren, irgendwas daran wollte Ihr nicht daran munden und nieste. *Nur schnell weg von hier* dachte Sie sich als sie sich schnellen Schrittes weiter im Tunnelsystem fortbewegte.

Nach einiger Zeit war der nebelige Bereich vorbei und Noire konnte wieder normal atmen. Sie war mittlerweile in einem sehr ruhigen Bereich angekommen, in der nur noch sehr wenige Personen öffentlich zu sehen waren - viele halten sich in den "Häusern" auf und man sieht nur vereinzelt einige bemitleidenswerte Wesen - kauernd in den Ecken und Gassen des Armenviertels. Letztlich war Sie auch nicht mehr weit entfernt, sollte die Wegbeschreibung des Kontakts stimmen und Sie sich nicht großartig verlaufen zu haben. Doch es war noch Zeit, war das Treffen doch noch etwas hin. Also suchte Sie sich einen ruhigen Platz - eine schlichte, selbst zusammengebaute Bank nahe eines Gasseneingangs vor einem Haus - und begann, das Holz entsprechend vorzubereiten für sowohl Pfeilspitzen als auch den entsprechenden Federn - alles mit einem ihrer Dolche, welche sie aus den Halterungen ihrer Oberschenkel zückte.

Drain

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16

Sonntag, 1. April 2018, 14:50

Dem herrlich, süßlichem Geruch folgend traf Viska auf eine Taverne, die etwas heruntergekommen, etwas weiter von der Hauptstraße entfernt in einer Gasse stand. Trotz des Zustandes sah es einladend aus, zumal Viska dem Geruch sowieso nicht widerstehen konnte. Gerade, als sie die hölzerne Tür öffnen wollte hörte sie Schreie im Inneren. Sie zögerte, lauschte und wich dann zur Seite. Kurz darauf zerbrach die Tür und ein schmächtiger Mann flog direkt hinterher. Der Mann war tot, das erkannte sie sofort. "Das fängt ja gut an", seufzte Viska und schaute durch das Fenster ins Innere. Dort sah sie eine riesige Person, oder war es ein Affe? Der Behaarung nach zu Urteilen eher letzteres. Viel interessanter für sie war jedoch etwas, was auf dem Tisch stand: Es waren köstlich aussehende Fleischspieße, glasiert mit einer dünnen Schicht Honig und garniert mit Sesamkörnern. Danach hatte sie gesucht. Trotz der tobenden Schlägerei im Inneren schlich sie durch die Tür zur Theke.

Der Kampf hatte sich in den hinteren Teil der Taverne verlegt. "Der Riese kann ganz schön einpacken", dachte sie, als sie sah wie er die Schläge von zwei kräftigen Männern mühelos wegsteckte. Sie nahm einen der Spieße, steckte ihn sich in den Mund und verschanzte sich hinter der toten Person am Thresen. Währenddessen verfolgte sie die Schlägerei, die eher einseitig verlief. Ihr fiel auf, dass der Affenmensch nicht gerade glücklich während des Kampfes aussah. Und verdammt, diese süßen Fleischspieße waren lecker. Es war Geflügel, aber eine Sorte, die sie noch nicht kannte. In ihrer Kindheit hatte sie ziemlich viele, exotische Köstlichkeiten gegessen, aber in letzter Zeit sah es eher mager aus. Das war eine echte Abwechslung. Sie schob sich einen weiteren Spieß in den Mund. Eine Person flog quer durch den Raum und zersplitterte ein Fenster. Was wohl der Grund für die Schlägerei war? Die Affenschnauze hatte sicher etwas getan. Eins war sicher, mit dem Riesen wollte sie sich nicht anlegen. Sie schnappte sich die letzten drei Spieße, nahm eine Flasche Gebrannten mit und schlich wieder in Richtung Ausgang. Dabei musste sie über blutende Körper manövrieren und dann passierte es doch. Sie trat auf ein zerbrochenes Glas und schreckte auf. Schnell schaute sie hinter sich und blickte in ein paar blutroter Augen.


Da stand sie nun. In gebückter Schleichhaltung, mit drei Fleischspießen im Mund. Gegenüber stand der riesige, muskelbepackte, behaarte Mann. Eine Weile lang starrten sie sich nur an.
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@Pseudo:



17

Sonntag, 1. April 2018, 15:29


Der Kellner kam zum Tisch und legte Lauriam die Rechnung auf den Tisch. Die Summe war schon happig, aber mit seinem Verdienst kann er sich ab und an ein Mittagessen in seinem Lieblingsrestaurant der Stadt erlauben. Alles war so, wie er sich das Leben in der Oberschicht vorstellte. Saubere Räume, Kellner, die nicht ausschauen, als wären sie gerade der Unterschicht entsprungen, beziehungsweise in Killius-Stadt eher dem Untergrund und die Mahlzeiten sind qualitativ hochwertig. So lässt es sich leben. Ohne einen Kommentar legte er das Geld auf den Tisch und verließ das Gebäude.

Er selbst war besonders früh angereist, nur um in Ruhe vor dem Auftrag noch ein bisschen das Stadtleben zu genießen. Die Stadt gibt zwar auch zu anderen Zeiten etwas her, aber sobald es darauf ankommt, ist es nochmal eine andere Sache. Die Straßen werden von jeglichem Dreck befreit, die Wachen werden aufmerksamer und jegliche Gestalt, die nicht ins Bild einer so prachtvollen Stadt passt, werden zurück in den Untergrund gedrängt, noch mehr als sonst. Selbst die Seitengassen bekamen etwas von dieser Generalüberholung ab. Wäre dem so das ganze Jahr über könnte sich Lauriam sogar überlegen sich hier eines Tages niederzulassen.

Auf der Straße erkannte das Schwarze Hand Mitglied, ohne sich von den Beobachten bemerken zu lassen, bereits einige der "Gäste", die die Schwarze Hand zusammengetrommelt hatte. Zumindest die Beschreibungen schienen übereinzustimmen. Einige schauten sich die Stadt erstmal an, womöglich um einen Zugang zum Untergrund zu finden. Am anderen Ende der Straße erkannte zusätzlich ein paar, die eines der billigeren lokale besuchten. Dies könnte ein bunter Haufen werden, so viel konnte er sich es schon vorstellen. Zumindest, wenn sie denn auch kooperieren wollen.

Er selbst machte sich auf dem Weg, um sich auf das Treffen vorzubereiten. Seine erste Haltestelle war ein "toter Briefkasten" innerhalb einer der Seitengassen, den Lauriam sich reservierte. Der Hohlraum dahinter war groß genug, um ein paar Dinge zwischenzulagern, was in seinem Fall seine schwarze Kutte, eine Lederrüstung und ein paar gefüllte Behälter waren. Immer, wenn er zu einem anderen Standort gerufen wird nutzt er einen dieser, um nach Bedarf in der Öffentlichkeit herumlaufen zu können, was mit dieser schwarzen Kutte nicht ging.
Einmal angezogen, die Lederrüstung unterhalb der Kutte, entnahm er zusätzlich noch die Behälter aus einem besonders stabilen Glas mit einem Symbol drauf und verstaute sie sicher unter seiner Kleidung an einem Gürtel. Ein Kollege von ihm stellte diese für ihn her, wann immer er darum bat und bisher erfüllten sie ihren Zweck immer verläßlich. Die Sache ist nämlich, die, dass es bei normalen Glas zu riskant wäre, wenn diese wärend irgendeiner Aktion brechen sollten. Nun war er vorbereitet und begab sich durch einen der geheimen Zugänge zum Untergrund in Richtung des Treffpunktes.

Auf seinem Weg zu seinem Ziel kam er an einem ruhigen Bereich vorbei. Lauriam war kaum in der Lage seinen Ekel vor all dieser Armut runterzuschlucken. So viele Nichtsnutze, die bereits wegen ihrer Moralvorstellungen oder Hoffnungslosigkeit aufgegeben haben irgendwas zu erreichen. Seiner Meinung nach sollten Menschen wie diese armseligen Bettler zumindest ernsthaft versuchen an irgendwas zu kommen... und wenn sie bei dem Versuch scheitern und sterben sind sie zumindest von ihrem nicht beneidbaren Leben erlöst und die Stadt von ihrem Antlitz gleich mit. Er selbst mag als Sohn einer Händlerfamilie geboren sein, aber auch er musste von ganz unten anfangen, als zu der gleichen Zeit, wo er begann zum Kriminellen zu werden, mit einem Alter von 14, seine Eltern durch den Trick eines feindlichen Händlers bankrott wurden und sich in ihrer Depression kurz darauf erhängten.

Er bemerkte gerade auf der Seite eine der Eingeladenen. Eine Gestaltwandlerin, mit einem Namen, der zu ihrer Kleidung passte. Ebenso bemerkte er den Bettler, der von der anderen Seite ihm gerade näher kam.
"Bitte, nur eine Münze.", flehte der Mann. Ohne einen zweiten Gedanken daran zu verschwenden schlug Lauriam den Mann einfach zur Seite. "Geld ohne jegliche Gegenleistung. Eine schöne, aber auch närrische Vorstellungsweise, die du da hast.", antwortete er mit einem verachtenden Blick dem auf dem Boden liegenden Mann und ging weiter in Richtung des Treffpunktes.
In seinem Kopf fragte ihn Siradda kurz, ob es denn so schlau sei, vor den Augen einer möglichen zukünftigen Komplizin so zu handeln, wie er es tat. ("Diese Denkweise ist verständlich, aber es wäre auch eine verschwendete Lebensmüh sich die ganze Zeit über zu verstellen. Andernfalls würde ich mich lediglich unnötig beschränken und das wollen wir doch nicht, oder?"), entgegnete er der Stimme in seinen Gedanken.


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@Soren

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18

Sonntag, 1. April 2018, 15:49

Noire hatte in Ruhe die Pfeile zuerst entsprechend angespitzt, danach die Pfeilspitzen aufgesetzt und gefestigt sowie Einkerbungen für die passenden Federn vorgenommen und diese in gleichen Abständen eingesetzt. Nach und nach hatte sie dadurch einen Pfeil nach dem anderen präpariert - den einen Schneller, den anderen Langsamer wenn eine Feder nicht passen wollte oder die Spitze zu lose aufgesetzt war. Als sie den siebten Pfeil abgeschlossen hatte und zum achten Pfeil ansetzten wollte bemerkte sie wie - wenn auch nur kurzzeitig beobachtet wurde. Von einem Mann in Kutte. Sein Schritt war zielgerichtet, was man auch daran merkte wie er einen näher kommenden Bettler ohne wirkliche Beachtung zur Seite stoß, mit abweisenden Worten noch verspottete. Er hatte nicht vollständig Unrecht. Nur Betteln und dauerhaft Hilfe zu erwarten war schierer Irrsinn. Noire durfte dies damals auch auf die harte Tour kennenlernen und wurde aktiv, statt passiv auf Hilfe zu hoffen. Es war damals auch gut so, sonst hätte Sie Ihren Ziehvater und -mutter nie kennenlernen können - genauso wie ihre Brüder und Schwestern. Sie konnte also gegen den Kuttenträger keinen wirklich Hass haben, auch wenn einfaches Ignorieren auch reichen würde bei so hoffnungslosen Fällen wie der Bettler, der durch den unerwartet Schlag noch immer am Boden lag. *Einfach nicht einmischen ...*

@Saikx:

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Raisen

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19

Sonntag, 1. April 2018, 16:57

"Und was lässt dich glauben, dass ich eine bin?", antwortete die Person. Ihre Stimme klang unnormal tief für eine Frau, doch ihre Antwort und das Grinsen auf ihrem Gesicht machte es deutlich, dass die Person weiblich war. Ein Mann hätte ihn direkt korrigiert...oder einen Streit angefangen. Des Weiteren sah sie auch ganz süß aus, also war er sich sicher, dass es kein Mann war! Natürlich war er nicht hier, um Frauen anzubaggern. Dafür hatte er eigentlich keine Zeit und auch keine Lust, er wollte nur weiter mit der Person reden, da sie überraschend neugierig auf seine Person war. Denn sie war die einzige in dem Gasthaus, bei der er das Gefühl hatte, dass sie ihn die ganze Zeit im Auge behielt - auch als sie ihn nicht sehen konnte, nach dem er sich gesetzt hatte. Doch es war kein Gefühl der Feindseligkeit, das Amen vernahm, er würde es eher als ein Gefühl der Vorsicht beschreiben. Warum war sie vorsichtig? Amen war keine neugierige Person, die sich in Sachen einmischt, die ihn nichts angingen, doch ihm war langweilig und er wollte sich nur während seines Aufenthaltes in der Taverne vergnügen. "Wenn du keine bist, wärst du der schönste Mann, dem ich bisher in dieser Stadt begegnet bin", antwortete Amen mit ernster Miene, wobei es deutlich ersichtlich war, dass er sich ein Lachen verkniff, nach dem er das gesagt hatte.

@Night Zap:
:canta:

20

Sonntag, 1. April 2018, 17:04

Lauriam kam an dem Treffpunkt an und begrüßte die anderen Mitglieder der Schwarzen Hand. Aus einer Ecke holte er sich hier nun seine zuvor verstaute Waffe hervor, die zu lang war, um in das andere Versteck zu passen. Dort wartete er nun darauf, dass langsam die Gäste ankommen.

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Rhord geht gerade die Straßen entlang, als ein Lokal in einer Seitengasse seine Aufmerksamkeit erweckt.
Davor lag ein toter Mann und innerhalb des Gebäudes war viel Krach zu hören. Eine Schlägerei wahrscheinlich. Der Dämon blickte herein und bei dem, was er drinnen beobachten konnte, stieg seine Begeisterung. Würde er nicht befürchten aus Unachtsamkeit sich in seine wahre Gestalt zu verwandeln, würde er wohl sofort da rein stürmen. Allerdings sieht dieser eine Mann dort auch ziemlich kräftig aus, auch wenn er Rhords Meinung nach ihm selbst unterlegen sein sollte, was die Kraft angeht - allerdings nicht in seiner Menschengestalt. Zähne knirschend konnte er nur von außen zuschauen und nach einiger Zeit, machte er sich auf dem Weg, um in den Untergrund zu finden. Das letzte, was er bemerkte war, wie ein Mädchen von dem Monster in den Fokus genommen wurde, was ihn aber kaum kümmerte.

Nach einiger Zeit wurde Rhord nun endlich fündig in seiner Suche nach einem Weg nach unten. Nach einiger Zeit kam er dann endlich am Treffpunkt an.



@Pseudo: @Drain: - falls einer von euch Rhord noch kurz bemerken möchte (evtl. auch @Soren:, da er ja auch bei dir vorbei kommen müsste)

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Ich bin dann in ungefähr einer Stunde weg und parke nur schon mal meine Charaktere am Treffpunkt, für den Fall, dass ihr heute Abend bereits damit beginnen wollt.