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Night Zap

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41

Montag, 2. April 2018, 00:55

Noire schätzte die bevorstehende Mission als einen besonders riskanten Söldnerauftrag ein.Den Teil hätte Korina sich auch selbst denken können. Über den eigentlichen Inhalt des Auftrags schien die Katzenwandlerin nicht viel nachzudenken. Für sie war das wohl nur ein Tag wie jeder andere, egal, was sie denn nun wirklich tun mussten.
"Was gefährliches... ich schätze mal, es wird ein Anschlag auf das Volksfest oder so. Es sind viele Soldaten hier, aber es kommen auch eine Menge hohe Tiere nach Killius, um an den Feierlichkeiten teilzunehmen. Die Chance für die Schwarze Hand, um ein paar entbehrliche Außenseiter loszuschicken, damit sie einigie störende Politiker aus dem Weg räumen, die dem Profit schaden." Wahrscheinlich dachte Noire sich etwas ähnliches, aber Korina wollte lieber das Gespräch aufrechterhalten, als dass die Stille nur durch gelegentliches Schmatzen und Schlucken durchbrochen wurde.
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@Soren:

42

Montag, 2. April 2018, 01:07

Laura bestätigte eine Vermutung die Sie auch bereits hatte - immerhin handelte es sich um das gefürchtete Syndikat - die schwarze Hand - und wenn diese aktiv werden muss etwas großes im Raum stehen. Sie selbst würde bevorzugen wenn es um etwas ginge, was keine Todesopfer verlangte - etwas, wofür Diskretion benötigt wird und im Fall des Falles die nötige Kraft eine Situation durchzustehen oder unvorhergesehene Ereignisse abzuwenden. Noire sprach dahingehend offen zu Ihr, denn es macht keinen Sinn jetzt schon triviale Geheimnisse zu haben die nur unnötig Misstrauen wecken würden. Ich würde es bevorzugen wenn es etwas wäre, was keine Todesopfer verlangen wird. Ein Diebstahl oder eine Sabotage, vielleicht eine Entführung oder ein Schmuggeltransport. Doch wenn es notwendig wird das Überleben der Gruppe zu sichern oder unser Auftrag einen Mord vorschreibt ... bin ich bereits diesen Weg zu gehen ... Komme was wolle um an die Informationen zu kommen die ich benötige..." An der Sprache selbst konnte man nicht viel Unterschied erkennen da sie keinerlei Emotionen in Ihre Aussprache einfließen lässt, doch an ihrem leicht fallenden Blick konnte man merken, das gerade der Part mit dem Weg - eher die Notwendigkeit der gebotenen Informationen einen gewissen faden Beigeschmack bei Ihr auslöste - Missmut oder eher Verzweiflung - es gab einige Wörter die diese Gefühlslage beschreiben konnten.

@Night Zap: (Letzer Post für "heute" - bis "morgen/heute" Früh)

Night Zap

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43

Montag, 2. April 2018, 01:26

Noire erhoffte sich wohl, dass sie bei diesem Auftrag Spione spielten, die für die Schwarze Hand etwas im Geheimen erledigten. Ihrer schmalen Statur nach zu urteilen war diese Art von Arbeit wohl die, auf die sie sich spezialisierte. Doch Korina bezweifelte, dass es so kommen würde. So etwas könnten die Agenten der Schwarzen Hand wohl selbst übernehmen. Nein, das hier war etwas lautes und Aufsehen erregendes, und etwas, mit dem die Schwarze Hand nicht direkt in Verbindung gebracht werden wollte, weshalb sie Außenseiter anheuerten. Der sinkende Blick der Söldnerin ließ vermuten, dass sie dem Töten eher abgeneigt war, und Korina fragte sich, wie man mit so einer Einstellung zum Söldner werden konnte, doch sie sagte nichts. Wenn das, was Noire suchte, wertvoll genug war, um sie zum Mord bereit zu machen, dann war das ihre Sache, und Korina bohrte nicht nach. Sie selbst hatte ja auch so angefangen, sie war zur Mörderin geworden, um ihr eigenes Leben zu schützen. Sie glaubte aber nicht, dass Noire ein so selbstsüchtiges Motiv hatte.

Korina starrte zu Boden. Sie schien ja ziemlich schnell Noires Vertrauen gewonnen zu haben. Wie die Katzenwandlerin wohl reagieren würde, wenn sie herausfände, dass ihre neue "Schwester" eine der gefürchtetsten Verbrecherinnen ihrer Zeit war?

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@Soren:

44

Montag, 2. April 2018, 02:00

Rhord war ne gute Zeit erstmal so gut wie alleine am Treffpunkt. Da war zwar dieser Typ in dieser schwarzen Kutte, der schien aber kein Interesse an irgendeiner Art von Interaktion zu haben. Also schlief der Dämon einfach auf seinem Platz ein. Irgendwer wird ihn schon wecken, sobald es voller wird oder die Besprechung beginnt. Und es klappte, denn irgendwann begannen auf einmal irgendwelche Gespräche, welche Rhord zum Aufwachen und zum Umschauen brachten.
Da waren einige Gestalten hinzugekommen. Unteranderem diese große Gestalt aus der Tarverne. Die anderen Anwesenden schienen davon nicht sehr begeistert zu sein, wenn man mal auf die Sitzverteilung schaut. Aber Rhord sah das ein bisschen anders. Immerhin kommt es vielleicht dazu, wenn sie kooperien sollten, dass er sich doch nochmal in seiner wahren Gestalt mit Typen prügeln könnte, ohne dass irgendwelche Menschen sofort die Wachen rufen. Anders als die anderen Anwesenden sah er zumindest so aus, als könnte er ein paar Schläge zumindest soweit vertragen, dass sie ihn nicht töten würden und sowas kommt dem Echsendämon viel zu selten unter. Diese Freude konnte man ihm auch kurz seinem Grinsen entnehmen. Dann allerdings fing jemand an zu hoffen, dass sie hoffentlich möglichst niemanden töten müssen, was seine Freude ein bisschen schmällerte.
"Ich schätze unsere Vorlieben könnten kaum weiter auseinanderliegen!", lachte Rhord als er sich eine der Fleischkeulen des Großen schnappte und einmal schön reinbeißte, runterschluckte und fortfuhr: "Gut, scharf aufs töten an sich bin ich jetzt nicht, aber ein netter Kampf dürfte gerne ausbrechen und bei sowas gibts nunmal auch mal ein paar Tote!"
___

Der Raum füllte sich nach und nach. Zuerst kam der Echsendämon, in seiner Menschengestalt, der vor vier Jahren auf einmal aufgetaucht war. Das nächste Monster sollte bald folgen und zwar jemanden, bei dem das Schwarze Hand Mitglied hörte, dass dieser mal ein Fürst gewesen sein soll. Lauriam musste die Beschreibung damals zweimal lesen, um ganz sicher zu sein, sich nicht verlesen zu haben. Hat er das einfach weggeworfen? Ließ er es wegwerfen? Die Schwarze Hand besitzt sicherlich irgendwo diese Informationen, aber er wollte einfach nicht mehr daran denken. Von den Angeworbenen wurde dieses Affengesicht damit jedenfalls schlagartig zu einem der Unsympatischeren aus der Sicht von Lauriam.
Ein paar weitere Gesichter folgten, die er bereits auf dem Weg hierher entweder auf den Straßen oder am Wegesrand erspähte und sie waren damit scheinbar so gut wie vollzählig. Es fehlten nur noch ein paar wenige.
Während er gelassen auf einem Platz, von dem aus er alles überblicken konnte, sich die ersten gespräche der Gruppe anhörte, lehnte sich Lauriam lediglich entspannt zurück. Seine Kapuze seiner Kutte, so hat er es vor, wird er allerdings erst abnehmen, wenn alle Anwesenden der Kooperation zugesagt haben. Es ist nicht der höflichste Akt, aber der Großteil der Anwesenden dürfte das schon aus privaten Gründen verstehen... mal abgesehen davon, dass einige bereits anfingen über sich zu lügen.
Als dieser Rhord anfing darüber zu reden, dass dieser am liebsten gegen irgendwen kämpfen wollte, fing er allerdings an sich etwas Sorgen zu machen in Hinblick auf den Auftrag.

@all: außer Raisen, Nadzieja und DM, da die noch nicht eingetroffen sind

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Saikx« (2. April 2018, 01:59)


45

Montag, 2. April 2018, 09:50

Laura antwortete nicht auf Noire‘s Vermutung - entweder machte Sie sich selbst Gedanken darüber oder wollte darauf nicht eingehen - unabhängig davon konnte Sie sich zumindest mit einer Person schon normal unterhalten - das war ein Anfang von einer beschwerlichen Reise wenn man sich bisher alle anwesenden ansah - nun hatte sie auch Zeit die Frau mit dem vernarbten Gesicht und den blonden Haaren zu erspähen, die Sie nicht bemerkte im Gespräch mit ihrem Gegenüber. Diese Person hat einiges miterlebt, dass konnte man sehen. Auch blickte der Mann in Kutte und Kapuze in die Runde, jedoch stillschweigend. Und dann war da noch die Person, die sich nun zu Wort meldete, als er sich beim Hünen seiner Mahlzeit bediente und auf Noire's Vermutung einging - natürlich hörten die Anwesenden alle mit, es wäre verwunderlich gewesen wenn nicht. "Ich schätze unsere Vorlieben könnten kaum weiter auseinanderliegen! dann kam ein fast schon hämisches Lachen von Ihm, eine Pause zum verspeisen - nicht so laut wie sein Gegenüber aber hörbar bei dieser Totenstille und dann noch eine Erklärung.Gut, scharf aufs töten an sich bin ich jetzt nicht, aber ein netter Kampf dürfte gerne ausbrechen und bei sowas gibts nun mal auch mal ein paar Tote!" Noire verstränkte die Arme und setzte sich etwas gemütlicher zurück, war sie doch etwas gebeugter beim Gespräch mit Laura und schilderte ihre Meinung darauf. "Es gibt einen Unterschied ob man Tötet um des Tötens Willen oder Tötet um etwas zu beschützen was einem wichtiger ist als das Leben des Gegenüber. Sei es Eigenwehr da dich diese andere Person umbringen möchte und nicht einlenken wird und dies das einzige 'Argument' bleibt oder diese Person den Tod mit seinen Aktionen heraufbeschwört hatte. Wenn es sich vermeiden lässt jemand umzubringen - es ausreichend ist ihn in irgendeiner Form tatenunfähig zu machen oder erst gar nicht erst in einen Konflikt mit dieser zu kommen - ist das der Weg den ich bevorzuge. Ein Leben ist etwas, was man nur einmal besitzt. Raubt man dies jemanden, ist seine Existenz dahin - das wertvollste, was man jemanden wegnehmen kann. - Auch wenn ihr Ton weiterhin keine Emotionen von sich gab - und man könnte meinen dass dies der Fall sein müsste bei der Ansprache die Sie nun gehalten hat - konnte man doch einen gewissen Nachdruck feststellen - eine feste Überzeugung.

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Montag, 2. April 2018, 10:39

Es stank bestialisch und die Luft wurde immer stickiger. Amen seufzte angewidert. Wie tief unter der Erde war er bereits? Nach dem er jede Treppe hinab ging, die er finden konnte, schien es irgendwann nicht mehr tiefer zu gehen. Daher marschierte Amen die zahlreichen Gänge entlang, die sich vor ihm boten. Hier gab es keinerlei Sonnenlicht, nur künstliches, durch Magie herbeigerufenes. Wie konnte man sein Leben nur in diesem Loch verbringen? Links und rechts waren Bettler, deren Augen bereits tot waren. Wie seine damals. Doch die Augen derer, die keine Bettler zu sein scheinen, bereiteten ihm mehr Sorgen. Er fühlte sich unwohl bei dem Gedanken, hier irgendeine Arbeit nachgehen zu müssen. Plötzlich stieß er mit einer verhüllten Person zusammen. Amen konnte die andere Person, die um einiges kleiner war als er, auffangen, damit sie nicht zu Boden fiel. "Aufpassen!", sprach er und klopfte der Person auf die Kapuze, die sie über ihren Kopf hatte, bevor er weiterging. "Ein Kind?", es war bedrückend, dass selbst kleine Kinder in dieser Hölle leben musste. Doch das war die Realität. "Er hat deine Tasche", sprach eine Stimme in sein Ohr, wobei man hören konnte, dass sie sich das Lachen verkniff. Amen atmete genervt aus und ging weiter, er musste wohl mehr aufpassen.
Wo muss ich hin, Shinra?
Shinra ist seit dem Vorfall vor zwei Jahren mehr oder weniger Teil seines Körpers. Nach dem die Fee mit ihm verschmolz, konnte sein Körper wiederbelebt werden und er entkam der Geisterwelt. Sie schenkte ihm eine zweite Chance und doch war Amen unfähig, diese zu nutzen und Melia zu schützen. Dafür schämte er sich. In den letzten zwei Jahren war Shinra sowas wie eine Mutter für ihn, die ihm half, durch seine Einsamkeit zu kommen. Amen war unglaublich dankbar für alles was sie getan hatte und er versuchte alles zu machen, um seine Schuld zurückzuzahlen, auch wenn es unmöglich zu sein scheint.
Die Geister hier sind alle unruhig und bösartig. Ich kann keine Teufel um Hilfe fragen, sie würden dich in einen Abgrund führen. Wenn du aber bereit dazu bist, kann ich dich dorthin führen, wo die bösartige Energie am höchsten ist...
Ihre Stimme klang besorgt und unsicher. Amen wusste, dass das, was er hier tat, egoistisch und rücksichtslos war. Shinra wollte ihn davon abhalten, doch auch sie wusste, dass er das machen musste. Sonst würde der Junge nie seine Ruhe finden.

Amen folgte den Anweisungen von Shinra, bis er vor einem Waffengeschäft stand. War das ein schlechter Scherz seines Meisters? Er kratzte sich am Hinterkopf und betrat den Laden. Eine Mann mittleren Alters mit einigen Narben im Gesicht begrüßte ihn überraschend freundlich. Natürlich tat er das nur, um dem Jungen sofort einige Waffen anzudrehen. Alle davon waren von billiger Qualität und schlecht geschmiedet, noch dazu waren sie wahrscheinlich gestohlen. "Besitzt Ihr ein Sasumata?", fragte Amen beiläufig, um seine Waffenkunde zu testen. Der Verkäufer schreckt auf, lief plötzlich in das Lager des Ladens zurück und kam erst einige Minuten später zu ihm. "Werter Herr, hier entlang", der Mann deutete zu eines der hinteren Zimmern des Geschäftes. Der Raum war komplett leer, nur eine Tür befand sich darin. "Einfach immer weitergehen", der Verkäufer ließ Amen alleine. Dieser wusste nicht, was hier vor sich ging und es wäre wohl besser gewesen, einfach so schnell wie möglich abzuhauen, doch bevor er klar denken konnte, hatte er die Tür schon geöffnet und ging einen dunklen, scheinbar endlosen, Gang entlang, an deren Ende er Stimmen vernahm. Etwa fünf von ihnen. Ehe Amen klar wurde, was hier überhaupt vor sich ging, stand er in einem Raum mit mehreren anderen Leuten. "Bin ich hier richtig?", sprach er in die Runde.

Amen zählte sechs Personen in dem dunklen, stickigen Keller. In der hintersten Ecke erblickte er einen sehr großen Mann mit starker Behaarung. Sein Gesicht sah überhaupt nicht menschlich aus, er wirkte eher wie ein wildes Tier. Nicht weit davon entfernt saß ein Mann, der aussah wie ein normaler Soldat mit Eisenrüstung. Kurzes, braunes Haar und einige Narben im Gesicht. Amen war sich jetzt schon sicher, dass er hier richtig war. Als er weiterblickte, erkannte noch eine verhüllte Person, dessen Gesicht er nicht erkennen konnte. Neben diesen sonderbaren Gestalten befanden sich noch drei Frauen hier, wovon eine das Mädchen war, das er bereits in der Taverne getroffen hatte. Laura. Amen seufzte bei ihrem Anblick, zuckte dann aber mit den Schultern. Nichts, was ihm zu interessieren hatte. Eine der zwei anderen Frauen hatte schwarze, zu einem Pony zusammengebundene Haare und ebenso schwarze Kleidung. Ihr Körper war sehr schmal und die spitzen Tierohren verrieten, dass sie eine Gestaltenwandlerin ist. Die letzte Frau in dem Raum hatte strahlend blonde Haare und blaue Augen, dazu zahlreiche Narben im Gesicht. Dennoch war sie wunderschön.

Amen schluckte, er war sich sehr sicher, dass er hier eigentlich nicht hingehörte...er seufzte und setzte sich auf einen der freien Stühle.
Alles ist in Ordnung!


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Montag, 2. April 2018, 11:20

Der brünette Mann in der Eisenrüstung gab auch seinen Senf dazu. Ein kriegerischer Kerl schien er zu sein. Aber seiner Einstellung konnte Korina nicht so ganz zustimmen. Sie hatte in den letzten zwei Jahren zwar unzählige Leute getötet, doch nicht, weil es einfach zu einem Todesfall gekommen war. All ihre bösen Taten waren dazu dagewesen, ihr Überleben zu sichern, entweder, um den Fluch abzuhalten, oder um sich gegen Kopfgeldjäger zu verteidigen, oder weil sie Geld brauchte. Einfach so zu töten, weil man Spaß am Kämpfen hatte, kam Korina wie eine Verschwendung vor.

Noires Argument konnte sie da schon eher vertreten... Teilweise. Korina beschützte in der Tat etwas, das ihr wichtiger war als die Leben ihrer bestimmt schon über tausend Opfer - ihr eigenes Leben, ihre eigene Freiheit. Bestimmt würden ihr zwar weder Noire noch irgendjemand anderes zustimmen, dass ihr eigenes Leben wertvoller war als die so vieler anderer, deshalb gab sie keinen Kommentar ab. Die Gestaltwandlerin schien in der Tat nicht sonderlich böse oder skrupellos zu sein, die Schwarze Hand hatte sie wohl aufgrund ihrer Fähigkeiten angeworben.

Noch jemand betrat den Raum. Es handelte sich um niemand anderes als Amen, den weißhaarigen jungen Mann aus der Taverne, der für ihr Mittagessen bezahlt hatte. Anscheinend war er wohl doch nicht zum Feiern in der Stadt. Korina mied seinen Blick, aber Amen zuckte nur mit den Schultern. Man war einfach nicht in der Position, andere für die Kooperation mit Verbrechern zu beschuldigen, wenn man dasselbe tat. Die Schwertkämpferin spürte wieder diese unangenehme Spannung, wie vorhin in der Taverne, bevor sie wirklich mit Amen gesprochen hatte. Sie zwang sich, etwas zu sagen, um die Spannung zu lösen, und beantwortete seine Frage. "Ähm, ja, ich denke mal, hier findet die Einsatzbesprechung für diesen Auftrag statt." Korina zog sich die Kapuze tiefer ins Gesicht, während sie sprach.

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48

Montag, 2. April 2018, 12:50

Eine weitere Person betrat den Raum. Ein schmächtiger Junge, der keinerlei Waffen bei sich trug. War er hier wirklich richtig? Seine Haare waren auffällig weiß und trotz seines Erscheinungsbildes war er auf irgendeine Weise selbstbewusst. Viska bewegte sich nicht, folgte ihm aber mit den Augen. Welche Angeborenenfähigkeit er wohl hatte?

Dann schaute sie wieder auf das Mädchen mit den Katzenohren. Eine Gestaltwandlerin war also auch dabei. Viska konnte sie nicht leiden, wobei das bei allen Gestaltwandlern der Fall war, nachdem sie unfreiwillig selbst zu einem wurde. War es Neid, dass sie es kontrollieren konnten? Oder doch die Angst vor diesem Zustand?

Zumindest hatte sie edle Ansichten. Zu edel für Viskas Geschmack. Sie versuchte ihren Blick nicht zu verurteilend wirken zu lassen als sie anfing zu reden:
“Und was ist mit korrupten Adligen, die nichts anderes im Sinn haben als sich an dem Leben anderer zu bereichern? Sklaventreiber? Haben diese Menschen auch ein Leben verdient? Wohl kaum. Deine Ansichten sind edel, aber hast du dich mal umgeschaut?”

Kurz lag ein Schweigen im Raum. Sie wollte eigentlich nicht so viel reden.


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49

Montag, 2. April 2018, 13:26

Nun gab die vernarbte, blonde Frau sich auch zu bemerken, brandmarkte Noire förmlich sowohl mit entsprechenden Blick als auch mit Ihrer Aussage - Noire wusste nicht ob Sie tatsächlich überlegte was Sie von sich gab, so zumindest Ihr erster Gedanke auf diese Aussage “Und was ist mit korrupten Adligen, die nichts anderes im Sinn haben als sich an dem Leben anderer zu bereichern? Sklaventreiber? Haben diese Menschen auch ein Leben verdient? Wohl kaum. Deine Ansichten sind edel, aber hast du dich mal umgeschaut?”
In etwas lauterem Ton gab Sie dann von sich "Ich bin eine einfache Söldnerin, kein weltenverbessende Heldin. Wenn man die ganze Welt von korrupten Leuten bereinigen möchte ist das ein irrsinniges Unterfangen, egal wie viele Leute man zusammen dazu versammeln möchte. Tötest du einen Sklavenhändler oder korrupten Adeligen, ist der nächste bereits bereit seinen Posten zu übernehmen. Ein Todeskreislauf. Und wenn ein Auftrag verlangt eine Person zu töten und wir nehmen diesen an, so sei es. Aber ich werde kein sinnloses Blutbad anfangen was ich nicht gewinnen kann und kein Ende hat. Die letzte Bemerkung beendete sich sogar mit einem Zischen - um ihre Missfallen zum Ausdruck zu bringen.

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Montag, 2. April 2018, 14:03

Noire und die Blondine diskutierten über die Rechtmäßigkeit des Tötens. Den Abschaum der Gesellschaft umbringen, war für Korina eine gute Methode, um ihr Schwert zu füttern, jedoch nicht aus irgendeinem Sinn der Gerechtigkeit. Es war einfach bequemer so, denn niemand vermisste diese Leute, und kaum jemand würde Korina lange für diese Taten verfolgen. Aber diesen Luxus konnte sie sich nicht immer erlauben, und für ihr eigenes Überleben mussten dann auch Unschuldige dran glauben.Sie stimmte Noire zu, wenn man zehn Schurken tötete, verringerte sich die Zahl der Unholde nur um neun, und zehn neue würden schon bald auf den Plan treten. Im Allgemeinen hielt Korina nicht viel von solcher Selbstjustiz, aber vor allem, weil sie selbst wohl weit oben auf der Abschussliste stand.
"Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass du hier mit Verbrechern zusammenarbeitest?" sagte sie zu der Blondine. "Du kriegst auch deine Belohnung von ihnen. Du bereicherst dich also indirekt an ihren Untaten, und auch denen, die du in ihrem Namen selbst ausführst. Halt dich also nicht für besser als Leute wie die der Schwarzen Hand. Wenn zu schwach bist, um zum Erfüllen deiner Träume die Regeln zu brechen, ohne dir Ausreden auszudenken, solltest du lieber gleich auf gerader Schiene bleiben."
Wer selbstsüchtig genug war, um Böses zu tun, sollte dazu stehen.

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Montag, 2. April 2018, 14:37

"Soso, die Katze scheint also doch Emotionen zu haben”, grinste Viska. Nun mischte sich auch das andere Mädchen ein. Viska bereute es, überhaupt etwas gesagt zu haben. Aber es ärgerte sie, wenn jemand einem Unschuldigen den gleichen Wert zu sprach als einem Verbrecher. Sie war keine Heldin und sie selbst wusste, dass sie ihr Leben nicht verdient hatte.

“Ich bin mir sehr wohl bewusst, wo wir uns hier befinden. Ich weiß, was ich getan habe und ich bin mir sicher jeder in diesem Raum sieht nicht das erste Mal Blut”, sagte sie zu dem jungen Mädchen. Dann wendete sie den Blick ab und schaute ins Leere: “Letzten Endes werden wir, unsere Opfer und unsere Klienten alle noch einmal treffen und zwar in der Hölle. Bis dahin habe ich aber noch etwas zu erledigen.”
Viska versuchte das Gespräch wieder zu beenden. Eine Runde von Kriminellen die sich über die Moral vom Töten stritten war für den Auftrag nicht förderlich.




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Montag, 2. April 2018, 14:48

Amen schien genau im falschen Moment hier angekommen zu sein, denn die Personen vor ihm diskutierten lautstark über das Töten von Menschen. Wie erwartet war das nichts, mit dem er etwas anfangen konnte, im Gegenteil, es schreckte ihn ab. Das Leben war etwas wertvolles, etwas, das gehütet werden musste. Amen könnte es nicht verantworten, jemanden das anzutun, was ihm widerfahren ist. Dennoch - er weiß nicht, was passieren würde, wenn er vor Amun und Menhit stünde. Der Junge hatte Angst davor, was aus ihm werden würde, sobald er vor den zwei Monstern steht. Umso wichtiger war es, sich auf den Weg dorthin nicht selbst zu verlieren und aufzugeben. Rache ist sinnlos, das wusste er. Amen möchte nur Antworten finden.

“Und was ist mit korrupten Adligen, die nichts anderes im Sinn haben als sich an dem Leben anderer zu bereichern? Sklaventreiber? Haben diese Menschen auch ein Leben verdient? Wohl kaum. Deine Ansichten sind edel, aber hast du dich mal umgeschaut?”, das Mädchen mit den blonden Haare sprach von den Menschen, die viele als Abschaum ansahen. Verständlich, wenn man sieht, was sie anstellen. Amen hatte den ersten Teil des Gespräches nicht mitbekommen und will auch keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen, immerhin war er nicht in einer Position, über so etwas zu reden, geschweige denn sich ein Urteil zu bilden. Die Worte der Blondine störten die schwarzhaarige Frau mit den tierischen Ohren, die darauf in lautem Ton antwortete:"Ich bin eine einfache Söldnerin, kein weltenverbessende Heldin. Wenn man die ganze Welt von korrupten Leuten bereinigen möchte ist das ein irrsinniges Unterfangen, egal wie viele Leute man zusammen dazu versammeln möchte. Tötest du einen Sklavenhändler oder korrupten Adeligen, ist der nächste bereits bereit seinen Posten zu übernehmen. Ein Todeskreislauf. Und wenn ein Auftrag verlangt eine Person zu töten und wir nehmen diesen an, so sei es. Aber ich werde kein sinnloses Blutbad anfangen was ich nicht gewinnen kann und kein Ende hat." Auch Laura antwortete auf die Aussage des blonden Mädchens: "Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass du hier mit Verbrechern zusammenarbeitest? Du kriegst auch deine Belohnung von ihnen. Du bereicherst dich also indirekt an ihren Untaten, und auch denen, die du in ihrem Namen selbst ausführst. Halt dich also nicht für besser als Leute wie die der Schwarzen Hand. Wenn zu schwach bist, um zum Erfüllen deiner Träume die Regeln zu brechen, ohne dir Ausreden auszudenken, solltest du lieber gleich auf gerader Schiene bleiben." “Ich bin mir sehr wohl bewusst, wo wir uns hier befinden. Ich weiß, was ich getan habe und ich bin mir sicher jeder in diesem Raum sieht nicht das erste Mal Blut. Letzten Endes werden wir, unsere Opfer und unsere Klienten alle noch einmal treffen und zwar in der Hölle. Bis dahin habe ich aber noch etwas zu erledigen.”

Amen war schockiert und angewidert von den Worten, die in diesem Raum fielen. Musste er zu sowas werden, um zu seinen Antworten zu kommen? War er wirklich bereit, seine Menschlichkeit wegzuwerfen und jemand zu werden, der Mord für selbstverständlich nahm, um zu seinem Ziel zu kommen? Der Weißhaarige schüttelte den Kopf. Nein, selbst wenn er zu seinen Antworten käme, er könnte am Ende nicht mit sich selbst leben. Auch wäre es respektlos gegenüber Shinra, die ihm das Leben geschenkt hat.

"Um Träumen zu können, muss man seine Augen in den Himmel richten", Amen sprach ohne Zusammenhang zu dem zuvor gesagten los, "Wer damit beschäftigt ist, auf den Boden zu starren, wird nie sehen, wie schön das Leben sein kann." Ein Traum war etwas, das er noch suchte. Was war der Sinn in seinem Leben? Egal was er machte, Melia kommt nicht zurück. Die einzige Person, die er geliebt hat, ist tot und das lässt sich nicht ändern. "Das sagte mein Meister immer", der Weißhaarige lächelte unschuldig in die Gruppe und kratzte sich am Hinterkopf, da er sich nicht sicher war, nicht etwa was falsches gesagt zu haben.


@alle im fcking raum lol

53

Montag, 2. April 2018, 15:00

Rhord konnte der Antwort des in schwarz gekleideten Mädchens nicht ganz folgen, beziehungswiese verstand nicht ganz, was das mit dem zu tun hatte, was er gesagt hatte.
"Ich verstehe nicht ganz, was du meinst, aber soviel kann ich dir sagen:
Töten zum Töten Willen, das Privileg haben bei mir nur einige wenige.
", antwortete der Dämon, während er mit seiner Faust in seine Handfläche schlug, als eine Geste. Er fühlte eine Mischung aus Vorfreude und Hass allein bei dem Gedanken wieder in seine Heimat zurückzukehren.
"Und sobald ich hier fertig bin, bin ich einen Schritt näher denjenigen 20 Jahre zurück in den Rachen zu stopfen", fuhr Rhord fort. Die anderen klinkten sich aber auch mehr und mehr ein mit ihren Moralvorstellungen.
"Ja, wenn so ein Blutbad im Endeffekt uns nichts bringen würde, werde ich auch keinen Kampf anfangen. Kommt eben darauf an, ob es Sinn macht oder eben nicht.", sagte er.

___
Das Gespräch über die Moralvorstellungen der Angeworbenen erweckte Lauriams Aufmerksamkeit. Einige versuchten sich zu rechtfertigen, andere meinten, sie wollen das Töten zum Großteil vermeiden und andere meinten widerum etwas anderes.
"Im Endeffekt seid ihr alle hier, weil ihr bereit seid alles zu tun, um eure eigenen Ziele zu erreichen, oder? Mit dem Hintergrund macht es denke ich mal keinen Sinn über den Sinn oder den Unsinn des tötens zu diskutieren. ", sagte Lauriam, als gerade jemand weiteres den Raum betrat und etwas in den Raum sprach.

"Um Träumen zu können, muss man seine Augen in den Himmel richten. Wer damit beschäftigt ist, auf den Boden zu starren, wird nie sehen, wie schön das Leben sein kann.", sagte der weißhaarige Junge, mit einem Verweis auf seinen Meister, worauf er reagierte:
"Und wer sein Ziel erreichen möchte, muss in der Lage sein geradeaus zu schauen und den besten Weg zu finden, wie auch immer der aussehen mag."
___
@all im Raum

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Montag, 2. April 2018, 15:23

"Wenn du dir genau wie ich so sicher bist, dass man für sowas am Ende sowieso in der Hölle landet, verstehen wir uns ja. Ich hab auch noch was vor, bevor ich dahin gehe, also werd ich deswegen jetzt lieber keinen Streit mit anderen Mördern anfangen." antwortete Korina auf die Aussage der Blondine. Damit war das Thema hoffentlich beendet.

Sie sah Amen an. Der Weißhaarige schien ziemlich schockiert über die Diskussion, und wahrscheinlich auch darüber, dass das nette Mädchen, dem er nur kurz zuvor ein Mittagessen ausgegeben hatte, dermaßen kaltblütig war. Er schien sich jedoch schnell wieder zusammenzureisen und begann, irgendwelche Quatsch über den Himmel und Träume zu labern. Korina würde solch blinden Optimismus ja normalerweise niederschlagen, aber der Junge war ja eigentlich ganz nett. Mal sehen, wie er mit dem Auftrag umgehen würde. Oder ob er sein wahres Gesicht verbarg, genau wie Korina es in der Taverne getan hatte. Er kannte jetzt ihr wahres Gesicht, da wurde es Zeit, dass auch er die Maske des Saubermanns ablegte. Wenn er wirklich so drauf war, würde er sich ja wohl kaum mit der Schwarzen Hand abgeben wollen, oder?

Sie richtete ihre Aufmerksamkeit auf den Vermummten. "Da stimme ich dir zu. Schaut man zu Boden, läuft man in einen niedrig hängenden Ast. Schaut man zum Himmel, blendet einen die Sonne."

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Montag, 2. April 2018, 15:24

Nun fing auch noch der weißhaarige Junge an zu reden:
"Um Träumen zu können, muss man seine Augen in den Himmel richten."
Viska schaute ihn verwundert an.
"Wer damit beschäftigt ist, auf den Boden zu starren, wird nie sehen, wie schön das Leben sein kann."
Als der Junge danach sein unschuldiges Lächeln aufsetzte konnte Viska nicht anders und musste herzlich lachen Sie mochte den Kerl irgendwie.


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56

Montag, 2. April 2018, 16:14

Brandon war gut mit seinem Fleisch beschäftigt, sodass er einerseits die Narbenlady vergaß, allerdings trotzdem das Gespräch der Katzendame und des Mannsweibs verfolgen konnte. Wirklich interessant war das aber nicht. Die Katzenlady offenbarte ihr unorthodoxes Verständnis einer Bande, dem sich ihre Gesprächspartnerin nicht anschließen konnte. Und dann kamen sie irgendwie auf das Thema der Moral des Tötens. Wie paradox war denn das bitte? Dass sich Abschaum, wie sie alle es waren, ausgerechnet darüber unterhalten musste? Brandon - also der, der er vor nicht allzu langer Zeit war hatte dazu eine klare ächtende Position, doch diese ist mit der Zeit aufgeweicht. Funsan, seine aktuelle Identität vertrat eine sehr weiche Position - er töte nach Gefühl, nach Impuls und nicht nach klaren Regeln. Wer nach ihm meinte, sterben zu müssen, hatte den Löffel abzugeben. Aber dumm war Brandon keineswegs. Er wusste sich zu zügeln, wenn es zählte. Zum Beispiel in dieser Situation, denn ein Mann hatte ihm soeben eine Fleischkeule stibitzt und verzehrt. Ziemlich mutig, wenn man seine im Vergleich zu Brandon sehr schmächtige Statur beobachtete. Deshlar appelierte an ihn, ihm die Fresse zu Matsch zu hauen, doch der ehemalige Fürst wollte nicht wegen einer unbedenklichen Frechheit eines Jungspundes hier eine Eskalation riskieren. Besagte Person äußerte seine deutlich abweichende Position und es begann ein unsinniges Gespräch. Dann hörte Brandon ein Wort:"... Hölle ..."Und er musste sich vor lauter Irrsinn an die Stirn fassen. "Glaubt da wer etwa an solche Märchen?" Das Gespräch ging weiter, ehe ein Typ in schwarzer Kutte den Irrsinn beendete. Langsam aber sicher wurde Brandon ungeduldig. Und jetzt wollte er auch nicht weiteressen, da er ja seine Vorräte noch ein Weilchen behalten wollte. Er starrte einfach in die Gruppe und wartete ab, während er sich erhoffte, dass der Stuhl nicht zusammenbrach, weil er schon recht arg knarzte.

Ich bin nur ein großer Träumer
Doch ich weiß es kommt der Tag
Und irgendwann werden dann
Meine Träume wahr

Raisen

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57

Montag, 2. April 2018, 19:25

"Und wer sein Ziel erreichen möchte, muss in der Lage sein geradeaus zu schauen und den besten Weg zu finden, wie auch immer der aussehen mag.", antwortete der verhüllte Mann auf seinen geklauten Spruch, woraufhin auch Laura ihn kommentierte: "Da stimme ich dir zu. Schaut man zu Boden, läuft man in einen niedrig hängenden Ast. Schaut man zum Himmel, blendet einen die Sonne." Amen überlegte kurz, schlug schließlich die Hände zusammen, als hätte er gerade etwas sehr wichtiges realisiert. "Ihr habt Recht!", lächelte der Junge, "Ich schätze der Spruch war doch nicht so gut."

Danach erhob er sich pfeilschnell von seinem Platz, er hatte ganz vergessen sich vorzustellen. "Ich bin übrigens Amen", der Junge deutete eine leichte Verbeugung an, "Nett euch kennen zulernen!" Es schien so, als wäre er komplett ignorant gegenüber der Atmosphäre, die hier herrschte und es schien ihm auch egal zu sein, mit welchen Leuten er in diesem Raum war. Wenn sie schon zusammenarbeiten mussten, war es wohl nicht zu viel verlangt, Namen auszutauschen.


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Night Zap

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58

Montag, 2. April 2018, 20:12

Als die Blondine von Raisens Kommentar zu Lachen begann, musste auch Korina losprusten. Die Diskussion war ja ein ziemlicher Drücker auf die Stimmung gewesen. Vielleicht war es ja gut, so einen Idealisten im Team zu haben, dann musste nicht alles ständig todernst sein. Dass das Affengesicht nicht an Himmel und Hölle glaubte, ignorierte sie. Eigentlich war so eine Einstellung doch sinnlos, oder? Wenn man an kein Land der Toten glaubt, wo geht man dann nach dem Tod hin?

Ein blonder Mann in einer rasselnden Kettenrüstung stieß zu der Gruppe hinzu, als Amen sich gerade allen vorstellte. Er kam nicht dazu, das gleiche zu tun, denn die Tür, die sich gegenüber des Eingangs, durch den er und die anderen vor ihm in den Warteraum gekommen waren, befand, öffnete sich jetzt. Ein dürre Mann mit Igelstacheln anstatt Haar trat herein. Seine Oberkörperbekleidung war kein Hemd, sondern eine große lederne Schürze, denn auch sein Rücken war von Stacheln übersät, die sich auch über seine Arme bis zu den Handrücken ausbreiteten.
"Seelenjäger, Meister Dichtermond ist angekommen. Die Besprechung kann jetzt beginnen." sagte der Igelmensch zu dem Mann in dem Schwarzen Mantel, der eben davon gesprochen hatte, geradeaus zu schauen.

Der "Seelenjäger" führte die Gäste in den nächsten Raum, wo sie niemand anderes als Godfrey Dichtermond, einem berüchtigten Verbrecher, der eines der ranghöchsten Mitglieder der Schwarzen Hand und Drahtzieher hinter den meisten Geschäften des Syndikates in Denarim war, erwartete. Sein langes, aber weiches Gesicht passte mit den Steckbriefen überein. Sein braunes Haar war größtenteils kurz geschoren, aber ein langer, geflochtener Zopf wuchs aus seinem Hinterkopf. Seine Kleidung war einfach gehalten, sah aber teuer aus. Neben ihm standen der Igelmensch, und ein glatzköpfiger, muskulöser Mann in einer Mönchskutte, dessen Hände aus poliertem Silber zu bestehen schienen und im Licht der Wandlaternen glänzten.

"Einen schönen Tag, wünsche ich Ihnen." begrüßte Godfrey seine Gäste. Seine Stimme war warm, aber sehr rau, so als wäre er zu Freundlichkeit fähig, bevorzugte aber Gewalt. "Wie ich sehen kann, hat sich eine ziemlich illustre Runde versammelt, um das Angebot unserer Organisation anzunehmen. Bevor wir allerdings den Auftrag besprechen, für den wir Sie angeheuert haben, möchten meine Kollegen und ich", er nickte dem Mönch und dem Igelmann zu, "Sie noch ein wenig näher kennenzulernen. Ganz besonders mein Freund Veriktor ist ganz versessen darauf, die Wahrheit aus ihrem Mund zu hören. Also, sagen ihm bitte, wer Sie sind, warum Sie die Belohnung benötigen, und wer sonst noch weiß, dass Sie heute hier sind. Und Vorsicht, Veriktor mag keine Lügner."

Veriktor, der Mann in der Kutte, trat jetzt vor, ging zuerst zu dem Kettenhemdträger, hob seinen Arm und schloss seine Hand um den Hals des Blonden, nicht fest genug, um ihn zu erwürgen, aber es würde ihm nicht schwer fallen, das zu tun. Der Ärmel seiner Kutte rutschte zurück, und nun konnte man sehen, dass sein ganzer Arm tatsächlich die Farbe von glänzendem Silber hatte. Der Blonde begann also, Dichtermonds Fragen zu beantworten. "So, dann wollen wir mal anfangen. Ich bin Lambert Hohlstein, ich möchte eine seltene Medizin für meine kranke Tochter finden, und meine Frau weiß nur, dass ich auf der Suche nach dieser Medizin aufgebrochnnnnnn-" Veriktor drückte ihm plötzlich die Kehle zu.
"Meister Dichtermond hat doch gesagt, dass ich keine Lügner mag." sagte der Mönch, während er Lambert vom Boden hochhob. "Wer weiß, dass du bei der Schwarzen Hand bist?"
"Die-die Stadtwache von K-k-Killius... hat mich geschickt. Ich sollte... ihnen von euren Plänen... berichten..."
Veriktor drehte sich um, den Spion noch immer in der Hand. "Erik, du bist dran!"
Der Igelmensch, Erik, hob seine rechte Hand, aus der sich ein Stachel löste, der mit hoher Geschwindigkeit auf Lambert zuflog. Er schrie, als der Stachel sich in sein Auge bohrte.
"Wir mögen es nicht, wenn uns jemand nachspioniert." erklärte Dichtermond, ohne mit der Wimper zu zucken, während Erik einige weitere Stacheln auf Lambert schoss, bis dieser seinen letzten Schrei von sich gab.
"Entschuldigt mich einen Moment." sagte Veriktor, öffnete eine Tür an der Seite des Raumes und warf den Toten zu Boden. Dann wandte er sich wieder den Angeworbenen zu, um die Vorstellungsrunde vorzusetzen. "Wenn es hier noch weitere Spione und Lügner gibt, bitte ich sie, jetzt vorzutreten. Dann können wir die Sache schneller und schmerzloser hinter uns bringen... Oh, keiner? Sehr schön!" Und er trat zum nächsten in der Reihe...


Neben Godfrey Dichtermond, Veriktor und Erik befand sich noch ein weiterer Beobachter im Raum: Ein Geisterwesen, genauer gesagt ein Teufel. Es war in der Tat der gleiche Teufel, der Korina angeworben hatte. Er schritt vor den Gästen auf und ab, überprüfte, ob es unter ihnen jemanden gab, der in die Geisterwelt sehen konnte. Einer von ihnen, der weißhaarige Junge, schien schon einmal eine Fähigkeit zu besitzen, Dinge in die Geisterwelt zu verschieben, schließlich schwebten mehrere Waffen und andere Dinge um ihn herum, aber das hieß noch lange nicht, dass er außer seinem persönlichen Besitz irgendetwas wahrnehmen konnte. Der Teufel musste sich ein Lachen verkneifen, als er bemerkte, dass ein Schwert direkt durch den Kopf der Blondine neben Amen schwebte.


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It begins!

59

Montag, 2. April 2018, 20:50

Nachdem sich die Unruhen beruhigt hatten und wieder Stille einkehrte - das Thema Moral und Motivationen also begraben wurde - begann das Treffen endlich richtig zu beginnen. Eine etwas skurrile Person trat ein, hatte vom Aussehen her etwas von einem Metzger und schildert, dass der "Meister" nun angekommen war - Dichtermond - Godfrey Dichtermond, einer der höchsten Köpfe des Syndikats. Es war deutlich dass dies kein normaler Auftrag mehr war. Man führte also die versammelte Gruppe in den Raum wo sich genau diese Person aufhält - Noire packte vorher entspreched ihre Sachen und nahm diese mit. Seine Präsenz war deutlich zu spüren - ein Mann, dessen Autorität keine Zweifel offen lassen. Er erläuterte genau was noch erwartet wird - eine "Inspektion" von seinen Vertrauten - sein Name sei Veriktor - und dieser möchte die ganze Wahrheit haben - keine halben oder unvollständige Wahrheiten. Um seinen Taten sogar noch Worte folgen zu lassen hat dieser den erstbesten Teilnehmer genommen und als Spion der Stadtwache enttarnt - während er in Zusammenarbeit mit dem "Metzer" entsprechend hingerichtet wurde. Das war ein Exempel das für keine sanften Gemüter war, so wie es der Junge mit den weißen Haaren wohl sein wird. Also nahm Noire sich den Ratschlag zu Herzen - das Syndikat wusste eh bereits alles was Sie nun sagen wird aber wenn dies ein Test der Ehrlichkeit und des Vertrauens war - so sei es. Als Veriktor also vor Noire stand und Sie ebenfalls am Hals packte - der Krangeschal minderte es ein wenig - jedoch war der Griff streng, begann sie die gewünschte "Vorstellung" vorzunehmen.

"Noire - Mitglied der Söldnergruppe Schattenwolf auf der Republik Iridae. Ich brauche die Belohnung, also Infos aus dem Netzwerk der Schwarzen Hand, um den Aufenthaltsort meines 'Vaters', Blanc - der Anführer unserer Söldnertruppe, in Erfahrung zu bringen, der in einer Intrige vor sechs Monaten verwickelt wurde und seit dem unauffindbar ist, um Ihn aus dieser Lage zu befreien zu können und die Hintermänner zu beseitigen, die dies geplant hatten. Von meiner Anwesenheit weiß nur der engste Führungskreis der Söldner"

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60

Montag, 2. April 2018, 21:00

Der Mann namens Veriktor ging von einem Gast zum anderen und ergriff jedem am Hals, während sie ihre Herkunft erklärten. Den silbernen Armen nach zu schließen war er ein Angeborener, der durch Berührung Lügen spühren konnte. Das konnte ja heiter werden. Als sich die glänzenden Finger um Korinas Hals schlossen, beschleunigte sich ihr Atem. Besser, sie brachte das schnell hinter sich, also riskierte sie gar nicht erst, ihren Decknamen zu verwenden.
"Ich bin Korina Grausee. Ich muss einen Weg finden, den Fluch zu brechen, der auf mir liegt, und der erste Schritt dieses Weges..." Sie fletschte sie Zähne. Selbst, wenn sie wie Silber aussahen, so fühlten sich die Finger des Mannes immer noch wie Finger an. Und ausgerechnet am Hals! "Ist ein bestimmtes Ritual, dass ich durch euer Informationsnetzwerk bestimmt erlernen kann. Ich bin Einzelgänger und niemand sonst weiß, dass ich hier bin."
Es hatte gefühlte Stunden gedauert, das zu sagen, und jetzt war Veriktor zufrieden, und er ließ sie los. Korina stützte sich mit einer Hand auf ihre Knie und legte die andere auf ihren Hals, während sie tief durchatmete. Zwar hatte der Angeborene nicht zugedrückt, aber sie fühlte sich trotzdem, als sei sie stranguliert worden.