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Night Zap

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81

Dienstag, 3. April 2018, 21:50

Auch Korina war von Godfreys Worten überrascht. Konnte man sich denn einfach für eine Gruppe wie die Dunklen Schwingen ausgeben?

"Die Verwirrung ist nur natürlich, aber lassen sie mich erklären. Die Wahrheit ist, dass die Gerüchte um die Dunklen Schwingen... nur Gerüchte sind. Es mag sein, dass das Blut einiger Adeliger an den Händen des Geheimdiensts der Regierung klebt, und dass diverse Widerstände Attentate ausgeübt haben. Aber die meisten Taten, die mit den Dunklen Schwingen in Verbindung gebracht werden, wurden alle von der Schwarzen Hand orchestriert, und die Gerüchte auch von uns gestreut. Wenn ein Politiker unsere Geschäfte gefährden könnte, oder wenn sein Ableben zu Unfrieden führen könnte, der die Leute dazu antreibt, unsere Dienste anzunehmen, dann schlagen wir zu. Der Tod eines beliebten Mannes wie Niccolo durch die Dolche der Dunklen Schwingen wird die Öffentlichkeit davon überzeugen, dass die Regierung sich nicht für ihre Rechte interessiert und jene entfernt, die für den kleinen Mann einstehen. Und das Resultat ist Unfrieden."

Nun, da das Motiv der Tat geklärt war, kam der wichtigere Teil: Wie würde das Attentat ablaufen? Noire begann sogleich nachzufragen, wie Niccolo denn bewacht war.
"Wie viel kann uns die Schwarze Hand über seinen Aufenthalt hier in Killius während dem gesamten Zeitraum des Festes sagen? Er wird doch sicherlich eine gewisse Agenda verfolgen die einer gewieften Organisation wie euch nicht geheim ist?"
"Der Fürst hat sich dafür eingesetzt, den Ball organisieren zu dürfen, und der Antrag wurde stattgegeben. Er will diese Situation nutzen, um die Bewohner des Ostens zu beeindrucken und sie auf seine Seite zu ziehen. Deshalb wird der Ball nicht nur wie üblich in der Killiusfestung stattfinden, wo der Adel sich vergnügt, der große Killiusplatz im Stadtzentrum wird ebenfalls Ort eines rauschenden Festes für die gewöhnliche Stadtbevölkerung mit Musik und Unterhaltung. Niccolo plant, an diesem Fest eine Ansprache an das Volk zu halten, um für die Rechte der Leute von Ailfenna und Voniel zu sprechen. Zu diesem Zeitpunkt ist er am verwundbarsten - und wenn es während der Rede zu einem Anschlag kommt, wird es das gemeine Volk davon überzeugen, dass die Regierung ihn zum Schweigen bringen will.
Der Killiusplatz ist weniger gut geschützt als das Innere der Festung, außerdem sind die stärksten anwesenden Mitglieder der kaiserlichen Armee ebenfalls in der Festung stationiert, um den Adel zu schützen, während die Sicherheit auf dem Platz größtenteils von der Stadtwache übernommen wird. Die stärksten Wächter, mit denen ihr fertig werden müsst, sind die fahrenden Ritter, die Niccolo für das Ereignis angeheuert sind. Die Ritter vom Orden des Pegasus rühmen sich damit, ihre Treue nicht der Krone, sondern dem Reich geschworen zu haben, und beim Volk zählen sie als Helden. Deshalb hat Niccolo sie zum Schutz der bürgerlichen Ballgäste herbestellt."


Der Orden des Pegasus? Korina wurde bei diesen Worten mulmig. Zu diesem Orden gehörte doch auch...

"Den Rest der Planung überlasse Ich euch. Bis Morgen Abend werdet ihr in der Herberge "Zum Blauen Löwen" untergebracht, die der Schwarzen Hand gehört. Sobald der Fürst tot ist, zieht ihr euch zurück und flieht in verschiedene Richtungen. Zwei Tage später könnt ihr euch wieder in diesem Raum versammeln. Wer dann noch da ist, erhält die Belohnung. Gibt es sonst noch fragen?"

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82

Dienstag, 3. April 2018, 22:08

Wunderbar. Es war einfach klasse. Von allen Dingen die hätten eintreten können passierte genau das, was Nakoa am meisten hatte verhindern wollen. Er konnte die vorwurfsvollen Blicke deutlich spüren, von allen Seiten trafen sie, tiefer als jedes Messer es je gekonnt hätte. Niemand sprach es aus, aber alle dachten es: Welcher Rabenvater brachte sein Kind mit auf eine Versammlung von Verbrechern? Hätte Nakoa gekonnt hätte er Sungjin an Ort und Stelle erwürgt, auch wenn dieser ihn netterweise gleich mit vorstellte und dabei nicht mit Lobhuldigungen sparte.
Die Gestaltwandlerin, die hinter ihnen eintrat und sich auch vorstellte bekam der Kopfgeldjäger dabei nur am Rande mit, er war in Gedanken immer noch damit beschäftigt sich einen äußerst brutalen Tod für seinen Freund auszumalen. Dass ihm von Godfrey dabei auch indirekt eine Partnerschaft die über kameradschaftliche Gefühle hinaus ging wusste er natürlich nicht aber es hätte seine Laune nicht unbedingt angehoben.
Die Feuerbälle verschwanden, Nakoa nahm Hokulani auf den Arm und flüsterte ihr leise zu: "Süße, ich möchte dass du weißt, dass wir uns hier in ganz ganz schlechter Gesellschaft befinden, ja? Irgendwann werden wir das nicht mehr nötig haben. Wirklich." Sie nickte und dachte dabei an ihren Pfirsich, legte ihren Arm um die Schulter ihres Papas und sah die Männer und Frauen vor denen sie standen mit großem Interesse an. Jetzt, wo sie auf den Armen ihres Vaters saß, fühlte sie sich nicht mehr so präsentiert - auch wenn die Leute ganz komisch guckten, als würden sie irgendwas denken.


Der Mann namens Godfrey begann erneut zu sprechen und erklärte ihr Missionsziel und die Aufgabe, die sie als nächstes machen mussten. Nakoa war sehr verlockt Hokulani einfach die Ohren zuzuhalten, aber das wäre genauso falsch gewesen wie sie ursprünglich hierhin mit zu nehmen - wäre es nach ihm gegangen säße seine Tochter jetzt in ihrem Hotelzimmer und würde ein Bilderbuch anschauen! Den Blick den er Sungjin während Godfreys Rede zuwarf war mehr als eindeutig des Todes geweiht. Er schien zu sagen "Genau DAS wollte ich vermeiden.."
Der Anführer sprach davon wie sie die Aufgabe der dunklen Schwingen übernehmen würden und den Fürsten Niccolo umbringen wollten. Ein nicht besonders nobles Ziel, da es allgemein bekannt war, das er ziemlich viel politisch leistete. Er setzte sich für die einfachen Bürger - wie sie selbst - ein und beschwichtigte Aufständige wo er nur konnte. Nakoa musste schlucken. Das war nicht gut. Hokulani würde nicht wissen um wen es sich dabei handelte, aber sie sollte mit solchen Dingen nichts zu tun haben. Das hatte nichts mit den Plänen für ein neues, besseres Leben für sie zu tun. Niccolo umzubringen würde dabei nicht besonders helfen. Verstohlen sah Nakoa sich zwischen den anderen um und konnte ziemlich viele verdutzte Gesichter erkennen. Die Neuigkeit schien nicht nur ihn zu überraschen.
Eine andere Gestaltwandlerin stellte eine ziemlich interessante Frage, wie Nakoa bemerkte, allerdings stellte er auch gleichzeitig fest dass er einfach nicht professionell werden konnte, wenn er wusste, dass Hokulani zuhörte. Er holte also aus und gab Sungjin eine Kopfnuss. "Hör für mich mit, bin bald wieder da." Teilte er ihm in normaler Lautstärke mit, sodass die anderen es auch mitbekommen konnten und ging in Richtung des Ausgangs, aus dem er vorhin auch eingetreten war. "Lani, Zeit für dich ins Bett zu gehen - es tut mir Leid, dass wir dich hierhin mitgenommen haben. Das solltest du gar nicht mitbekommen.", erklärte er ihr während er sie wegtrug, Godfrey kurz einen vielsagenden Blick zuwarf - den der deuten durfte wie er wollte - und aus dem Raum verschwand. Er hoffte ihn nachher einfach wieder finden zu können. Auch wenn er wusste, dass er jetzt sicher eine wichtige Besprechung verpasste war es ihm wichtiger Hokulani die genauen Morddetails zu ersparen. Auch wenn sie ihn, kaum waren sie aus dem Raum raus, natürlich mit Fragen überstürmte: "Die planen da jemanden umzubringen? Wieso? Wen? Was hat er getan? Warum machen die das?" Er versuchte diesem Wortschwall gerecht zu werden und zu erklären, dass der Mann der sterben sollte von den Menschen im Raum nicht besonders gemocht wurde, und dass es ihnen halt half, wenn er starb.. aber dass es nichtsdestotrotz nicht richtig wäre und man niemanden umbringen durfte. Sein Gewissen ging ihm dabei ziemlich auf und ab, schließlich merkte er selbst welche Achterbahnfahrt er selbst nahm in dem er solche Aufträge ausführte. Aber Hokulani musste doch von irgendwas leben..


Im Hotel angekommen hätte Nakoa sich am liebsten neben Lani auf's Bett gelegt und eine Runde gepennt, aber das ging natürlich nicht. Er musste zurück. Auch wenn sein Babysitter jetzt andere Aufgaben erledigte.. Nakoa setzte sich also zu der Kleinen auf's Bett und las ihr so lange alle Kinderbücher, die sie besaßen vor, bis sie einschlief, während er ihr über den Kopf streichelte. Hoffentlich war sie müde genug um lange zu schlafen.. er mochte es gar nicht wenn sie aufwachte wenn er noch nicht zurück war..


83

Dienstag, 3. April 2018, 22:22

Es kamen noch ein paar weitere Anmerkungen und Fragen hinzu. Zuerst verstand er nicht ganz, was die Problematik sei, wenn sie im Namen dieser Gruppe irgendwas machen sollten. "Dunkle Schwinge" ist ein Name den Rhord nur selten gehört hat, seiner mangelnden Erfahrung um mit Menschen richtige Gespräche zu führen sei dank, weswegen es ihm entgangen war, dass es möglicherweise sehr interessant ist, dass die anderen und er als diese auftreten sollen. Die Antwort dieses Mannes Godfrey's leuchtete ihm ein, auch wenn er die Enthüllung schon fast etwas langweilig fand. Im Namen einer fremden Gruppierung Sachen anzustellen klang spaßig.
Nun wurde auch klar, mit was für Kaliber Rhord rechnen darf und vom Klang her schien das schonmal nicht schlecht zu sein. Richtige Ritter immerhin von irgendnem Orden.
Godfrey erläuterte, wo sie vor und nach dem Auftrag hinsollen und fragte schließlich nach weiteren Fragen. Ihm selbst fiehl nicht mehr ein, aber dieser Lauriam schien da noch etwas ansprechen zu wollen.

___
Diese Noire stellte von der Gruppe bisher die wichtigsten und interessantesten Fragen. Ihre Hilfe sollte beim Ausarbeiten des weiteren Planes sicherlich nützlich sein, dem war sich Lauriam sicher. Aber ihm selbst stellte sich da auch noch eine Frage:
"Wegen der Stadtwache, was wissen wir über deren Verhaltensregeln für das Fest? Als Beispiel, wenn irgendwo in der Stadt, an einem Ort, der weit genug vom Festplatz entfernt ist, ein Feuer oder irgendein anderes Chaos ausbräche, müsste die Stadtwache auch Wachen vom Festplatz abziehen, um nach dem rechten zu sehen? Oder wäre sowas bereits genug, um das Fest und damit auch die Rede abbrechen zu lassen?", fragte er seinen Kollegen und Vorgesetzten.
Dem Schwarzen Hand-Mitglied war es egal, wie viele Tote es letztendlich geben wird, aber es wäre praktisch beim Zeitpunkt der Ermordung die Stadtwache möglichst zerstreut zu haben, denn dies würde bedeuten, dass zumindest zum Anfang so gut wie nur noch die fahrenden Ritter übrig blieben, neben dem Rest der Stadtwache.

@Night Zap:

84

Dienstag, 3. April 2018, 23:01

Godfrey erläuterte eine klein wenig den Schall und Rauch hinter den Dunklen Schwingen - etwas was Noire im Ansatz vermutete => Ein Mittel zum Zweck für die Schwarze Hand um politische Eingriffe vornehmen zu können. Im großen Stil, im Prinzip her aber Ähnlich mit dem, was die korrupten Senatoren in Iridae im Vergleich im sehr kleinen Stil betrieben. Doch das war nicht Ihr Problem, denn das war etwas was die Schwarze Hand interessierte für Ihre Zwecke aber nicht für Noire’s. Interessierte hörte Sie dann die Antwort von Godfrey an auf Ihre Frage - es überraschte Sie wo sich das Spektakel abspielen wird => Ein offener Platz mit diversen Schwachstellen und viel offenen Raum die abgedeckt werden müssen um einen Attentat zu verhindern so wie Sie es nun vorhatten. Das gefiel Noire soweit da Sie sich hierzu auch besser vorbereiten kann. Der Einsatz ihres Bogens war möglich und diverse Dächer, Gassen oder tote Winkel könnten dabei helfen das ganze verdeckt ablaufen zu lassen. Sie war förmlich in Ihrer eigenen, kleinen Welt als Sie sich in Ihrem Gebiet befand - das, womit Sie am meisten beitragen konnte und bekam sogar noch eine Frage serviert, die nicht besser hätte sein können dafür. "Wegen der Stadtwache, was wissen wir über deren Verhaltensregeln für das Fest? Als Beispiel, wenn irgendwo in der Stadt, an einem Ort, der weit genug vom Festplatz entfernt ist, ein Feuer oder irgendein anderes Chaos ausbräche, müsste die Stadtwache auch Wachen vom Festplatz abziehen, um nach dem Rechten zu sehen? Oder wäre sowas bereits genug, um das Fest und damit auch die Rede abbrechen zu lassen?"

Laurim, der "Mentor" wie Noire für sich selbst benannte und Sie ja auch in der Gasse in "Aktion" erleben durfte brachte einen Einwand, der für die Planung noch von Relevanz sein konnte. Auch hier kam Noire noch eine Frage, die auch in Zusammenhang dazu wichtig sein könnte. "Die Anzahl der Stadtwachen dürfte auch in einen gewissen Rahmen sein - wenn wir wissen wie viele es sind und wie viele man davon verteilen kann könnte man überlegen wie man mit den restlichen Stadtwachen umgeht. Doch diese sollte unser wenigstes Problem sein wenn man deren Ausbildung kennt ... Was ist mit diesen fahrenden Rittern? Wie viele sind das und wie viele davon sind nicht die üblichen, 'normalen' Ritter - Wie viele haben besondere Gaben und vor wen muss man sich in Acht nehmen? Es wäre gut zu wissen was deren Stärken sind um deren Schwächen auszunutzen ..."

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Altaris

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85

Dienstag, 3. April 2018, 23:02

Nakoa warf Sungjin einen ziemlich bösen Blick zu. Warum das? Hatten sie nicht ziemlich Glück gehabt, dass sie zufällig hierher gekommen waren, weil die Versammlung doch heute war und nicht morgen? Und Hokulani wusste nun auch etwas mehr darüber, was sie so erledigen mussten. War es nicht schön, dass Nakoas Tochter jetzt nicht mehr nur im Unklaren blieb? Sungjin war sichtlich davon irritiert und erwiderte den Blick mit einem Lächeln. Kurz darauf bekam er eine Kopfnuss ab und Nakoa sagte ihm, er solle für ihn mitzuhören. Wird gemacht, antwortete er in Gedanken und hörte folglich weiter zu.
Der Tod eines beliebten Mannes wie Niccolo durch die Dolche der Dunklen Schwingen wird die Öffentlichkeit davon überzeugen, dass die Regierung sich nicht für ihre Rechte interessiert und jene entfernt, die für den kleinen Mann einstehen. Und das Resultat ist Unfrieden."
Sungjin verstand nicht so ganz. Sie sollten einen Typen töten, der ihm nichts sagte. Schön und gut - in dieser Welt ging es irgendwie oft um das Töten von anderen, mittlerweile hatte er das Gefühl, dass das ziemlich normal war. Aber...
"Eines verstehe ich nicht so ganz", sprach Sungjin laut zu dem Igelmann, der gerade gesprochen hatte. "Ihr sagt, Niccolo sei ein beliebter Mann, der sich für das kleine Volk einsetzt. Natürlich werden unzufriedene Leute Eure Dienste mehr in Anspruch nehmen, aber ist das wirklich Euer einziges Ziel bei der Sache? Ein Volk, das unzufrieden mit der Regierung ist, wird nicht lange nur ein unzufriedenes Volk bleiben, wenn ihr versteht. Ich verstehe nicht viel von der Gesellschaft dieser Welt, aber das verstehe ich in der Tat."
Vom Geld redete Sungjin überhaupt nicht. Er vergaß das viel zu oft - er wusste auch einfach nicht, was das sollte. Irgendwie war ihm Geld einfach fremd und die Tatsache, dass man es haben musste, um andere Dinge wie etwa Essen zu besorgen, fand er umso unverständlicher. Was machte man denn, wenn man ganz viele von diesen Metallstücken hatte? Waren insgeheim alle einem Magier verschrieben?

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"Kill without being caught, and then survive the trial... Sounds eerily similar to the real world."

Raisen

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Dienstag, 3. April 2018, 23:09

Einige Leute stellten Fragen, hauptsächlich wollten sie mehr Informationen über das Ziel und dessen näheres Umfeld. Es war kein Wunder, die meisten hier waren solche Arbeiten gewohnt. Darum wussten sie, was für Informationen sie brauchten, um einen Mord durchführen zu können. Amen hörte gespannt zu, konnte das komische Gefühl aber nicht loswerden. Irgendwie machte das alles doch überhaupt keinen Sinn. Diese Gruppe von Leuten hier soll am nächsten Tag mitten am Hauptplatz einen Mann ermorden, während hunderte Zeugen anwesend sind? Noch dazu wird der Mann vom Volk mehr oder weniger geliebt? Wie soll das funktionieren? Natürlich wäre es eine Option einfach alle abschlachten, die sich in der Nähe des Ziels befinden, doch selbst diese Leute hier konnten diese "Lösung" nicht als die beste erachten. Oder? Dazu noch die Sache mit der Belohnung: Zwei Tage später sollen sie sich wieder treffen, ihre Belohnung einkassieren und alles ist gut für uns? Amen zögerte. Das war doch kein Plan, der vorsah, dass wir am Ende gut aus der Sache rauskommen. Nach kurzem Überlegen fasste der Weißhaarige seine Gedanken in Worte: "Also, ähm, Herr...Godfrey. Welche Absicherung haben wir, dass wir unsere Belohnung auch erhalten? Wer sagt uns, dass wir nach zwei Tagen nicht alleine hier stehen, während ihr euch verzogen habt?", Amen seufzte, er konnte ja unmöglich der einzige sein, der in diese Richtung dachte. Zwar war er kein Söldner, aber selbst die Profis in diesem Gebiet mussten doch bei so wichtigen Aufträgen irgendeine Form der Sicherheit verlangen. "Ich denke nicht, dass ich hier der einzige bin, der sieht, dass wir ziemliche Probleme bekommen, wenn ihr nach dem Auftrag abhaut - oder noch schlimmer abhaut und uns ausliefert. Dazu stört es mich, dass ihr für diesen Auftrag, der scheinbar unglaublich wichtig war, einen Haufen von Fremder rekrutiert, anstatt Leute aus euren Reihen zu verwenden, die wohl besser dafür geeignet wären." Amen kratzte sich am Hinterkopf, "Ich will eure Entscheidungen nicht hinterfragen, aber es könnte doch unmöglich sein, dass ihr einfach nur Leute braucht, die ihr am Ende schnell entsorgen könnt?" Amen lächelte unschuldig, als er den letzten Kommentar von sich gab.

@Night Zap:

Drain

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87

Mittwoch, 4. April 2018, 00:02

Eine Antwort bekam Viska nicht. Stattdessen beantwortete er die
Frage der Katzenwandlerin. Etwas wütend darüber war Viska schon, aber
die Frage war schließlich berechtigt. Den Rest der Missionsdetails lies sie erstmal sitzen und beschloß sich später darüber Gedanken zu machen. Sie hoffte darauf, dass dies nicht die einzige Zusammenkunft der Komplizen war - denn bei diesem Auftrag war Koordination und Kooperation gefragt, so sehr sie einige Menschen in diesem Raum nicht mochte.

Als sie hörte, man solle sich vorerst in einer Herberge verschanzen brannte eine wichtige Frage auf ihrer Zunge: "Ich hoffe doch das Essen im blauen Löwen ist in der Bezahlung inbegriffen?"



Night Zap

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88

Mittwoch, 4. April 2018, 00:28

Die Erklärung der Mission war soweit zuende, jetzt hieß es, Fragen zu beantworten und weitere Infos zu sammeln. Wenn Niccolos Tod zu Aufständen führte, würde das sehr viel mehr Menschen Unheil bringen, als Korina bisher getötet und verletzt hatte. War sie bereit, soweit zu gehen, nur um sich selbst zu retten? Eigentlich schon. Wenn sie jetzt aufgab, waren all die bisherigen Verbrechen doch Verschwendung gewesen. Korina hatte diese Sache begonnen, und das hieß, dass sie es bis zum Ende durchstehen würde. Sowas machen starke Menschen, und die Grausees waren stark.

Noire fragte über die fahrenden Ritter, und dazu konnte Korina ihr etwas erzählen.
"Der Orden des Pegasus ist ein eher kleiner Orden mit nur um die fünfzig Mitgliedern. Und meistens teilen sie sich auch in kleinere Gruppen auf, um an verschiedenen Orten zu agieren, also sollten nicht alle in der Stadt sein. Aber die Ritter sind sehr stark, sie sind nicht umsonst als Monster- und Dämonenjäger bekannt. Viele Mitglieder sind gut in Zauberei, oder sind Angeborene. Und da sie schon einige Dämonen getötet haben, besitzen ein paar von ihnen auch Dämonenwaffen. Sie sind wahrscheinlich bei weitem nicht so schlimm wie die kaiserlichen Schwarzen Ritter, aber trotzdem eine harte Nuss."
Sie hatte so einiges gehört, nicht nur in den letzten zwei Jahren, in denen sie durch Telvanin gereist war und die Leute von den Heldentaten der Ritter geschwärmt hatten. Korina hatte auch immer vom Aufbau, der Philosophie und der Disziplin des Ordens gehört, wann immer sie Zuhause zu Besuch kam, zusammen mit ihrem Lehrmeister Thonystan. Würde sie auch beim Fest da sein? Würden sie gegeneinander kämpfen? Was würde passieren, wenn Korina ihre Maske verlöre?
Sie schüttelte den Kopf und konzentrierte sich wieder auf die Erläuterung. "Jedenfalls wäre es ratsam, Niccolo umzubringen und so schnell wie möglich abzuhauen, bevor die Pegasusritter uns konfrontieren können. Ganz zu schweigen von den Schwarzen Rittern, die wahrscheinlich aus der Festung als Verstärkung hereilen werden."


Amen stellte infrage, ob man dem Angebot denn trauen konnte. "Die Antwort auf diese Fragen ist simpel, verehrter Herr Amenhotep. Viele Vorgänge in unserer Organisation basieren auf gegenseitigem Vertrauen. Wenn unsere Mitglieder sähen, dass jemand, der uns gute Dienste geleistet und noch dazu überlebt hat, mit leeren Händen nach Hause geht, werden sie sich fragen, ob sie nicht auch plötzlich eine solche Lohnkürzung erleiden, weil die Anführer sparen wollen. Und wenn der Auftrag schiefgänge, weil wir eure Fähigkeiten unterschätzt haben, wäre das zwar ein Rückschlag, aber nicht das Aus für unsere Pläne. Und um ehrlich zu sein: Ihr frisch Angeworbenen seit in gewissem Maße ein zu verschmerzender Verlust. Wenn wir vertraute Mitglieder auf eine solch riskante Mission schicken und sie gefangen genommen würden, wäre es nicht auszudenken, welche Betriebsgeheimnisse sie in der Folterkammer ausplaudern könnten. Bei euch Außenstehenden, die nur wenig wissen, wäre die Organisation viel weniger in Gefahr."

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89

Mittwoch, 4. April 2018, 01:15

Es schien als müsste Godfrey wegen seiner Frage nochmal kurz etwas überlegen, weswegen er die Beantwortung von Viskas Frage übernahm, nachdem er sich etwas über Sungjins Vorstellungen amüsierte:
"Alles ist inbegriffen, wobei ich dazu raten würde von Alkohol abzusehen, falls das nicht selbstverständlich genug ist.", erläuterte das Schwarze Hand-Mitglied mit einem Blick in Richtung Brandon, der eben noch gebeichtet hat gerne mal zu "saufen" und fuhr fort Im Keller ist außerdem genug Platz für Übungskämpfe, falls ihr euch noch etwas in Form bringen wollt. Dort sollten wir auch in der Lage sein in Ruhe einen Plan zu erstellen.", erklärte Lauriam, wandte sich dann aber nochmal zu Amen um, um eine Lücke in Godfreys Erläuterung zu füllen:
"Wir wollen uns aber dennoch nicht komplett auf Außenstehende verlassen, denn obwohl ein Fehlschlag kein Aus für unsere Pläne bedeuten würde, es wäre dennoch ein Ärgernis eine so gute Gelegenheit zu sehr zu riskieren. Daher werdet ihr nur von mir aus unserer Organisation begleitet. Ein Schwarzes Hand-Mitglied ist letztendlich in einer solchen Gruppe auch schwerer zu fassen, im Vergleich zu einem aus einer ganzen Gruppe von uns, weswegen diese Aufstellung am meisten Sinn macht."
Nun hoffte er nur noch, dass Godfrey ihm sogleich noch etwas erzählen kann, damit sie endlich weiter machen können.

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Raisen

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90

Mittwoch, 4. April 2018, 09:19

Amen hatte mit wesentlich heftigeren Reaktionen gerechnet, nach dem er den Sinn des ganzen in Frage gestellt hatte, doch Godfrey antwortete überraschend ruhig und mit bedacht: "Die Antwort auf diese Fragen ist simpel, verehrter Herr Amenhotep. Viele Vorgänge in unserer Organisation basieren auf gegenseitigem Vertrauen. Wenn unsere Mitglieder sehen, dass jemand, der uns gute Dienste geleistet und noch dazu überlebt hat, mit leeren Händen nach Hause geht, werden sie sich fragen, ob sie nicht auch plötzlich eine solche Lohnkürzung erleiden, weil die Anführer sparen wollen. Und wenn der Auftrag schiefgänge, weil wir eure Fähigkeiten unterschätzt haben, wäre das zwar ein Rückschlag, aber nicht das Aus für unsere Pläne. Und um ehrlich zu sein: Ihr frisch Angeworbenen seit in gewissem Maße ein zu verschmerzender Verlust. Wenn wir vertraute Mitglieder auf eine solch riskante Mission schicken und sie gefangen genommen würden, wäre es nicht auszudenken, welche Betriebsgeheimnisse sie in der Folterkammer ausplaudern könnten. Bei euch Außenstehenden, die nur wenig wissen, wäre die Organisation viel weniger in Gefahr. Zwar beruhigte das den Jungen nicht, da es nichts weiteres bedeutete als "vertraut uns" und jeder wusste, wie viel man gesuchten Mördern vertrauen konnte. Dennoch beschloss er, erstmal nicht weiter nachzuhaken, da es höchstens zu Konflikten führte, denen er hier lieber aus dem Weg geht. Amen war damit bereit, zur Taverne aufzubrechen.

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91

Mittwoch, 4. April 2018, 11:44

Nachdem nun auch die beiden Männer, Sungjin und Nakoa waren ihre Namen, aufs allerherzlichste begrüßt wurden, löste sich der Feuerzaun um die Neuankömmlinge auf und Godfrey's Handlanger kehrten auf ihren ursprünglichen Platz neben ihm zurück. Juna nickte ihnen noch einmal verständlich entgegen, bevor sie sich schließlich auch einen Platz in der Gruppe suchte. Jetzt konnte die Besprechung beginnen. "Die Mission, für die wir Sie zusammengerufen haben, wird eine schwierige und sehr gefährliche. Morgen Abend wird das Frühlingsfest offiziell mit dem Killius-Ball beginnen. Viele hohe Tiere aus dem ganzen Kaiserreich sind eingeladen. Und unter ihnen ist unser Ziel: Fürst Bartholomäus Niccolo von Shalannsheim." Getuschel machte sich breit. Einige schienen bereits etwas von ihm gehört zu haben, anderen war die Ratlosigkeit deutlich ins Gesicht geschrieben. Folglich zeigte der "Würger" von eben ein Portrait des Ziels in die Luft, so dass man sich einen ersten Eindruck verschaffen konnte. "Tzzz... Wolfswandler..." dachte sich Juna und rollte entnervt mit ihren Augen, als sie an die Idioten von der Taverne dachte.

Godfrey berichtete weiter über Fürst von Shalannsheim und erwähnte dabei, dass bereits Gerüchte im Umlauf seien, dass die Dunklen Schwingen kommen würden, um ihn zu eliminieren. Da meldete sich ein eher unscheinbares Mädchen aus den Reihen und fragte, ob es nun der Auftrag der Gruppe wäre, den Fürsten gefangen zu halten, bevor eben diese Dunklen Schwingen die Chance auf Ermordung bekommen. Nur nebenbei: So unschuldig war dieses Mädchen nicht. Wusste Juna. "Oh, so ist das nicht. Die Dunklen Schwingen werden Niccolo töten... denn ihr werdet die Rolle der Dunklen Schwingen spielen!"

Viele der Anwesenden warfen sofort ihre Fragen in den Raum. Wie: Sind wir die Dunklen Schwingen? Weiß Niccolo von den Gerüchten? Wird er seine Verteidigung stärken? Auf all diese berechtigten Fragestellungen bekamen allesamt nun ihre Antwort. Die Dunklen Schwingen... gab es in Wirklichkeit gar nicht. All die Gerüchte waren von der Schwarzen Hand selbst gestreut worden. Um unerkannt zu bleiben? Jedenfalls war der Plan der Organisation sehr durchdacht. "Wenn ein Politiker unsere Geschäfte gefährden könnte, oder wenn sein Ableben zu Unfrieden führen könnte, der die Leute dazu antreibt, unsere Dienste anzunehmen, dann schlagen wir zu. Der Tod eines beliebten Mannes wie Niccolo durch die Dolche der Dunklen Schwingen wird die Öffentlichkeit davon überzeugen, dass die Regierung sich nicht für ihre Rechte interessiert und jene entfernt, die für den kleinen Mann einstehen. Und das Resultat ist Unfrieden." Ob Unfrieden in Zeiten wie diesen der richtige Weg ist? Juna war etwas stutzig. An sich hatte sie mit dem Auftrag kein Problem, aber beabsichtigt für Aufruhr im Volk zu sorgen, machte ihr dann doch ein schlechtes Gewissen.

Ihr Auftraggeber setzte seine Ausführungen vom Einsatz fort, indem er der Fuchswandlerin und den anderen erklärte, wie die Verteidigung auf dem Fest aussehen wird. Die stärksten Soldaten waren seiner Meinung nach direkt in der Festung stationiert, während die eher dusseligen und weniger gefährlichen Stadtwachen am Killiusplatz für Ordnung sorgen sollten. Ein Manko gab es allerdings: Die Ritter vom Orden des Pegasus. Besonders starke Kämpfer, die ihre Treue dem Reich geschworen haben und somit alles in ihrer Macht stehende tun werden, um den Anschlag, während der Rede von Niccolo auf dem Killiusplatz, zu vereiteln. "Den Rest der Planung überlasse Ich euch. Bis Morgen Abend werdet ihr in der Herberge "Zum Blauen Löwen" untergebracht, die der Schwarzen Hand gehört. Sobald der Fürst tot ist, zieht ihr euch zurück und flieht in verschiedene Richtungen. Zwei Tage später könnt ihr euch wieder in diesem Raum versammeln. Wer dann noch da ist, erhält die Belohnung. Gibt es sonst noch Fragen?"

Anschließend folgten weitere und weitere Erläuterungen, Fragen, Antworten, Essen, Tod, Verderben... Junanouk war übermüdet und so lauschte sie der restlichen Besprechung nur halbherzig. Irgendwann hatte sie dann keine Lust mehr. "Ja, ja, ja, das alles ist sehr gut bewacht, wir müssen planen und Euch vertrauen. Können wir jetzt bitte endlich zum Ende kommen? Ich hatte heut' noch nichts zu essen und ihr wollt mich garantiert nicht mit einem leeren Magen erleben..." schickte sie ungeniert an die Köpfe der Anwesenden und grinste bettelnd in Richtung Godfrey und seinen Gehilfen.

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DancingMoon« (4. April 2018, 11:44)


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92

Mittwoch, 4. April 2018, 11:50

"Ein Großteil der Stadtwache ist über die gesamte Stadt verteilt, schließlich werden die Festlichkeiten von stärkeren Kriegern beschützt. Jene Wachen, die beim Fest sind, werden sich zur Zeit des Balls im Stadtzentrum und darum herum befinden." antwortete Godfrey auf Lauriams Frage. "Sie rechnen nicht mit einem richtigen Angriff, sie sind eher dazu da, um Schlägereien und anderes Chaos zu verhindern, dass durch den übermäßigen Alkoholgenuss der Feiernden entsteht. Die Bürger zu einem Streit anzustiften würde die Wachen, und wohl auch einige der Ritter ablenken, ohne dem Zeitplan des Balls in die Quere zu kommen."
Dann wandte der Syndikatsvorstand sich an Sungjin, der den Nutzen von Niccolos Tod in Frage stellte.
"Unsere entgültigen Pläne sind unsere Sache. Außenstehende auf solch riskante Missionen zu schicken, hätte weniger Sinn, wenn besagte Außenstehende ebenfalls vom Großen Ganzen wüssten."


Der Verbrecherboss schien alle Fragen beantwortet zu haben, also begann Korina jetzt, Vorschläge zu machen. "Also, am besten gehen wir jetzt erst mal zu dieser Herberge. Anschließend sehen wir uns mal den Killiusplatz an, dann können wir bestimmen, wo wir für Ablenkung sorgen und von wo wir zuschlagen."

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Mittwoch, 4. April 2018, 12:55

"Also, am besten gehen wir jetzt erst mal zu dieser Herberge. Anschließend sehen wir uns mal den Killiusplatz an, dann können wir bestimmen, wo wir für Ablenkung sorgen und von wo wir zuschlagen.", meinte Korina.
Viska stimmte ihr zu: “Wir sollten es vermeiden alle gesammelt zur Herberge zu gehen. Generell sollten wir versuchen uns in Gruppen aufzuteilen, denn ein Klotz von über 10 Leuten ist auffällig und nicht wirklich taktisch. Aber das sollten wir später besprechen. Mein Vorschlag wäre der: Im blauen Löwen stärken wir uns ausgiebig und treffen uns dann im Keller der Herberge. Dort sollten wir unsere weiteren Schritte besprechen.” Sie versuchte nun etwas kooperativer und professioneller zu sein. Mit der Ermordung eines Fürsten sollte man nicht spaßen.

Dann machte sie sich auf in Richtung Ausgang des Raumes.und sagte, als sie schon fast aus dem Raum war: “Bis später.”

Einige Fragen schwirrten in ihrem Kopf. War das hier wirklich die berühmt-gefürchtete Geheimorganisation? Konnte sie es sich mit sich selbst vereinbaren, die Bürger in Chaos zu stürzen? Was würde es wohl im Blauen Löwen zu essen geben?

Nach einem längeren Fußmarsch stand sie davor: Eine schöne Fassade mit blauen, verschnörkelten Verzierungen auf dem Holz, die allerdings teilweise schon abblätterten. Die Herberge sah nicht schlecht aus, aber man konnte sehen, dass es sie schon seit einiger Zeit gab. An der Wand hing zudem ein metallenes, mit einer blauen Patina versehenes, Schild auf dem ein Löwe abgebildet war.

Sie öffnete die Tür und befand sich in der Lobby. Ansonsten war noch niemand hier. Man würde erwarten, dass die Herbergen kurz vor dem Fest ordentlich gefüllt wären. Andererseits gehörte dieses Anwesen wohl der Hand.
Am Empfang stand ein schmieriger Mann mit einer langen Nase auf der eine viel zu kleine Brille saß, seine Haare zurückgegelt.
“Ahh, guten Tag Frau..”, er schaute auf einen Stapel Dokumente auf dem Tisch, “Viska!”
Sie erschrak kurz. Woher kannte dieser Kerl ihren Namen? Er musste wohl ein eingeweihter der Schwarzen Hand sein.
“Hier ist ihr Schlüssel! Ihr Zimmer ist in der oberen Etage am Ende des Flurs. Ich wünsche ihnen einen angenehmen Aufenthalt!”, sagte der Mann. Seine Freundlichkeit passte nicht zu seinem Aussehen.

Viska nahm den Schlüssel und ging erstmal auf ihr Zimmer.


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Altaris

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94

Mittwoch, 4. April 2018, 13:17

"Unsere entgültigen Pläne sind unsere Sache. Außenstehende auf solch riskante Missionen zu schicken, hätte weniger Sinn, wenn besagte Außenstehende ebenfalls vom Großen Ganzen wüssten."
Sungjin legte seinen Kopf ein wenig zur Seite, wie es ein Hund tun würde, wenn er nicht verstand. Hatte der Typ dann nicht sogar zugegeben, dass sie weitere Ziele verfolgten? Eine junge Frau meldete sich zu Wort und meinte, sie sollten nicht gesammelt zur Herberge gehen. Wirkten sie sonst wie eine Herde? Nunja, sie schien Recht zu haben. Jedenfalls lief sie auch recht schnell aus dem Raum und verabschiedete sich vorher noch.
Ebenfalls hatte Sungjin eine Stimme in seinem Kopf gehört, obwohl der Inhalt der Worte nur an eine einzige Person im Raum gerichtet war. Warum ließ diese Fuchsfrau die anderen mithören? Hatte sie ihre Kräfte noch nicht unter Kontrolle?
"Ich hätte auch nichts dagegen einzuwenden, etwas zu essen.", sagte er also. Eine andere Frau schlug auch noch vor, zur Taverne aufzubrechen und sich danach den Platz anzusehen, an dem sie diesen Niccolo töten sollten. Es klang nicht schlecht, und langsam bekam Sungjin das Gefühl, er sollte wirklich gehen.
"Ich, äh. Gehe dann auch mal.", sprach er noch, als er sich auf einer Ferse umdrehte und aus der Tür hinauslief - irgendwie kam er ja schon hier raus, und dann in die Taverne.
"Kill without being caught, and then survive the trial... Sounds eerily similar to the real world."

Raisen

MiP Meister

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95

Mittwoch, 4. April 2018, 13:35

Während einige Leute noch darauf drängten, dass sie endlich zu dieser Taverne gingen, waren andere schon abgehauen. Die blonde Frau - Viska - war die erste, die den Raum verließ, kurz danach ging der andere Weißhaarige - Sungjin - los. "Zum Blauen Löwen" war der Name der Herberge, in der sie gratis schlafen und essen durften. Amen hatte absolut keine Ahung, wo sich dieses Lokal befand...er wusste ja nicht einmal, wie er wieder an die Oberfläche kam. Der Weißhaarige gähnte, hob die Hand zum Abschied und verließ den Raum. Ohne sich viele Gedanken zu machen, spazierte er die dunklen Gänge in der Unterstadt entlang. Irgendwie wird er schon am Ziel ankommen!

Night Zap

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Beruf: Lore für Aloria erfinden

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96

Mittwoch, 4. April 2018, 16:23

Korina nahm den gleichen Weg durch die verzweigten Gänge, über den sie auch hergekommen war. Schlussendlich kam sie an der Falltür zu Rashams Laden an und klopfte dagegen. Sie hörte das Kratzen, als der Hocker verrückt wurde, und einen Moment später öffnete sich die Tür. Rasham reichte ihr die Hand, um ihr hochzuhelfen. "Beehren sie uns bald wieder, gnädige Frau." sagte er, als Korina den Laden verließ.

Das Gasthaus "Zum Blauen Löwen" war leicht zu finden. Neben der Rezeption hang ein Grundriss des Gebäudes. Besonders viele Zimmer gab es nicht, die Schwarze Hand benutzte es wohl nur, um sehr kleine Gruppen unterzubringen. Im Erdgeschoss befanden sich neben der Rezeption auch ein Restaurant und ein Aufenthaltsraum. Im ersten Stock waren vier Doppelzimmer, und im zweiten Stock zwei Dreierzimmer. Gerade noch genug für die "Dunklen Schwingen", wie sie von nun an hießen. Korina setzte sich fürs erste ins Restaurant und trank einen Tee - es würde noch ein bisschen dauern, bis sie hungrig genug fürs Abendessen war, aber sie wollte noch keins der Zimmer in Beschlag nehmen, denn wahrscheinlich würde sie sich eins teilen müssen. Außer ihr war niemand im Restaurant.

Ein dürrer Mann mit langen, schwarzen Haaren, der ein Buch in der Hand hielt, betrat den Raum, setzte sich ungefragt an den gleichen Tisch und schlug sein Buch auf.
"Was machst du hier, Séamus?" fragte Korina mit Gift in der Stimme. Ob sie wohl schnell genug ihr Schwert ziehen konnte, um ihn über den Tisch in zwei Teile zu schlagen?
"Och, ich hab mir nur ein schönes Plätzchen gesucht, um den neuesten Roman von Hans Berton zu lesen." antwortete der Mann, Séamus, ohne von seinem Buch aufzusehen. "Und du kannst deine Hände schön bei deiner Tasse lassen. Du weißt genau, dass niemand schnell genug ist, um mich zu erwischen."
"Spiel keine Spielchen, Wichser. Willst du etwa diese Mission sabotieren, damit ich meinen Fluch nicht brechen kann?"
Séamus sah von seinem Buch auf. Seine warmen, blauen Augen passten nicht zu seinem ununterbrochenen gehässigen Gesichtsausdruck. "Oh, ganz im Gegenteil, meine liebe Korina. Um ehrlich zu sein, ich sollte dir ausrichten, dass unser Plan fast abgeschlossen ist, und dass es uns eigentlich sehr entgegen kommen würde, wenn du meine Schwester erwecktest und aus eigenem Antrieb zu uns kämest."
Der Dämon in dem Schwert war also Séamus' Schwester? Das war was neues. "Und was hätte ich bitte schön davon, euch zu helfen? Ich will nur den Fluch loswerden, nicht den Verrückten helfen, die mich damit belegt haben."
"Da muss ich dich wohl enttäuschen. Wenn Schwesterherz erst mal wach ist, wird sie dir selbst sagen, dass sie den Fluch nur mit Hilfe unseres Anführers entfernen kann. Hmpf, deine schlechte Laune verdirbt mir die Lesestimmung. Ich verzieh mich dann mal."
Als Séamus aufstand, zog Korina blitzschnell ihr Schwert und schlug nach ihm. "Bleib hier und red Klartext, Wichser!"
Aber die blauäugige (Lese-)Ratte veränderte blitzschnell ihre Gestalt, und bevor man noch einen Blick darauf werfen konnte, zerfloss er schon zu einer Pfütze aus Schatten. Die Pfütze bewegte sich zur Tür, wo Séamus wieder aus ihre emporstieg. Jetzt war er ein Affe mit schwarzen Federn statt Fell, einem langen, mit großen Federn bestückten Schwanz, der in einem Skorpionsstachel ähnelte, und kleinen Flügeln, die aus dem Kopf wuchsen. Seine Augen waren jetzt Punkte aus durchdringendem blauen Licht, und seine Klauen waren lang wie Dolche. "Ich hab dir doch gesagt, ich bin zu schnell. Kein Dämon kann seine wahre Form schneller annehmen als ich!"
Korina stürzte sich wieder auf ihn, doch er versank erneut im Boden. Während er unter der Tür durchkroch, sagte er noch: "Ach übrigens, Berton ist auch auf dem Fest. Bitte bring ihn nicht um, ich will das Buch noch signiern lassen!"
Verdammt. Der Arsch war schon wieder entkommen. Korina setzte sich wieder an den Tisch. Der Appetit nach Tee war ihr aber vergangen.

97

Mittwoch, 4. April 2018, 17:45

Dafür, dass Juna außerordentlich frech gegenüber dem hohen Mitglied war, reagierte dieser ganz gelassen oder um es genauer auszudrücken: Gar nicht. War der Füchsin ebenso recht, da sich das Ganze mittlerweile dem Ende entgegen neigte. Nachdem noch geklärt wurde, wo sich später getroffen werden sollte, verließen die ersten Leute den Raum. Dadurch, dass Junanouk nun leider zu spät zur Besprechung kam, kannte sie keinerlei von ihnen und war daher auch unsicher, ob sie noch jemanden ansprechen sollte. Das könnte sie aber vermutlich auch im blauen Löwen tun, nachdem alle angekommen waren. Also beließ die junge Zauberin es erst einmal dabei und verabschiedete sich ebenfalls mit einem kurzen, aber auch freundlich gemeintem Wink. Außer Eric. Dem warf sie nur einen bösen Blick entgegen: "Ich kann hören was du denkst, wenn ich es will. Deinen Stachel solltest du bei dir belassen, sonst ist er das nächste Mal ab." sprach Juna zu ihm, als sie neckisch ihre Haare zurückwarf und den Raum verließ.

Vor der Tür atmete sie erst einmal gaaaanz ruuuuhig aus. Verrückte Truppe. Einer unterschiedlicher, als der andere und Juna kannte lediglich die Namen der Männer in die sie hineingestürzt war und einiger anderer, die sich zwischendurch zu Wort gemeldet hatten. Puh. Das würde schwierig werden dort noch Anschluss zu finden. Um keinen weiteren Gedanken zu verschwenden, setzte sie sich bald in Bewegung und folgte den Abdrücken an der Wand zurück, um die Oberfläche zu finden. Wer weiß, wie lang sie dort unten gewesen waren? Irgendwie velor' man dort recht schnell jegliches Zeitgefühl. Kurz bevor Junanouk um die nächste Ecke biegen wollte, hörte sie Schritte aus genau dieser Richtung auf sich zu kommen. Sie klangen eher männlich und waren recht bald da. Schnurstraks presste sich Juna an die kühle Erdwand und wartete ab. Als die Person um die Ecke bog, sprang die Fuchsfrau vor den Fremden, schnappte sich seinen Kragen und drückte ihn an die Wand hinter sich. Glücklicherweise erkannte sie rechtzeitig, um wen es sich handelte.

Vor ihr stand der weißhaarige, viel zu freundlich wirkende Mann, Amen, der auch bei der Einsatzbesprechung gewesen war und schien sich in den unzähligen Gängen nach draußen verlaufen zu haben. Erleichtert, Augen rollend und auch etwas beschämt, über ihre voreilige Reaktion, ließ sie von ihm ab. "Du bist es. Ich dachte es wäre dieser schmierige Typ von vorhin gewesen. Brauchst du Hilfe beim Weg nach draußen?" fragte sie ihn gedanklich.

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Drain

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Mittwoch, 4. April 2018, 18:10

Als Viska sah, dass in ihrem Zimmer ein Stockbett war runzelte sie die Stirn. “Sind wir hier auf einem Schulausflug oder was?”, grummelte sie. Was solls, es war nur eine Nacht. Ob sie schlafen könne mit einem Kriminellen unter ihr war eine andere Frage. Sie hatte schon beschlossen, dass sie das obere Bett in Beschlag nehmen würde. Sie lief zum Fenster. Draußen war es ruhig, das Hotel war eher in einer wenig besuchten Lage.

Ein lautes Knurren unterbrach die Stille. Sie fasste sich an den Magen und beschloss endlich etwas zu essen.
Im Restaurant angekommen sah sie Korina, sichtlich verärgert, wie sie mit einer Tasse Tee allein an einem Tisch saß.

Viska ging zum Kellner, schaute sich die Gerichte an - es waren eher gut-bürgerliche Rezepte - und bestellte die Schweinehaxe, sie Grillspieße, ein paar Knödel, etwas Reis mit Kräutern, die Kohlrouladen mit brauner Soße und dazu eine Tasse mit heißem Wasser, die sie sich direkt mit nahm. Das Essen würde später kommen.

Dann setzte sie sich wortlos an den Tisch von Korina, stellte ihr heißes Wasser auf den Tisch und kramte in ihrer Tasche. Heraus holte sie eine Kugel aus Kräutern. Behutsam legte sie den Ballen in ihre Tasse und wartete. Langsam entfaltete sich ein wunderbares, erdiges Aroma mit einem Hauch von Bergamotte und Lavendel. Was der alte Mann wohl gerade machte? Hoffentlich würde sie ihn wieder sehen.


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Night Zap

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Mittwoch, 4. April 2018, 18:24

Korina beachtete Viska zunächst kaum, machte sich aber auch nicht Mühe, sie zu einem anderen Tisch zu verscheuchen. Erst, als der selbstgemachte Tee der vernarbten Frau zog, sah sie auf. Der Duft machte ihr Appetit.
"Sag mal, hast du etwa gleich für mich mitbestellt?"
Bei den rauen Mengen, nachdenen Viska gefragt hatte, konnte Korina sich nicht vorstellen, dass das alles für eine Person bestimmt war. Wahrscheinlich hatte sie gemerkt, wie schlecht die Schwertkämpferin wegen der Begegnung mit Séamus gelaunt war, und wollte sie mit einer guten Mahlzeit aufmuntern.
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@Drain:

Drain

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Mittwoch, 4. April 2018, 18:51

Das Kraut war nun vollständig in einzelne Blätter aufgegangen. Es war jedesmal so beruhigend diesen vorgang zu beobachten.

"Sag mal, hast du etwa gleich für mich mitbestellt?",fragte Korina. Viska schaute auf. Sie kratzte sich beschämt am Kopf: "Eigentlich nicht. Aber es geht eh aufs Haus, von daher, bedien dich einfach. Ich hol mir nachher einfach einen Nachlag!". Dann nahm sie einen schluck ihres Tees. Er war zwar noch etwas zu heiß, aber das war sie gewöhnt. Sie beschrieb den Geschmack des Tees immer als 'Gesund' mit einer leichten Frische. "Wieso so bedrückt? Stört es dich, dass wir in dieser Stadt Chaos anzetteln?", fragte sie Korina, wieder auf ihren Tee schauend.


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