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Night Zap

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21

Mittwoch, 15. August 2018, 23:44

Was Korina am wenigsten erwartet hätte, als sie den Teeladen betrat, war ein Hinterhalt. Sie fasste sich an ihren schmerzenden Schädel, dann wollte sie ihre Waffe ziehen. Viska wollte den ersten Schlag machen... als sie plötzlich von einem wahren Hühnen von einem Mann gepackt und so fest umarmt wurde, dass Korina sich fragte, warum denn keine knackenden Rippen hörte.
Ein weiterer Mann erschien, er war um einiges älter und hatte gewöhnlichere Körpermaße. Viska stellte den Riesen als ihren Bruder und den Griesgram als ihren Vater vor, der sogleich fragte, wer die Besucher waren. "Korina Grausee. Wir waren mit Ihrer Tochter beim gleichen Auftrag, und jetzt arbeiten wir immer noch zusammen. Eine unserer Kolleginnen braucht noch unsre Hilfe für was, da reisen wir mit ihr nach Iridae." Sie rieb sich erneut den Kopf.

Hokulani wusste also tatsächlich die Wahrheit über Rhord. Ein Glück, dass sie noch nicht bemerkt hatte, das Séamus ebenfalls ein Dämon war, selbst, als er sich kurzzeitig verwandelt hatte, um sie bei ihrem Sturz von dem Fester zu retten, sonst hätte sie jetzt wohl einen Herzinfarkt.
"Hör zu, Hokulani, ich habe jetzt noch etwas zu tun. Dein Papa schläft noch, um ihn nicht zu stören, gehst du jetzt also am besten zu Sungjin, verstanden?" Er wollte Nakoa lieber nicht wecken. So schlecht, wie der Rosahaarige auf ihn wegen der Sache mit Korina zu sprechen war, würde er ihm bestimmt Feuer unterm Hintern machen, wenn er sah, dass der Dämon bei seiner Tochter war.
Danach wollten Séamus und Rhod losgehen.. Der Echsendämon legte noch einmal eindringlich fest, dass er nur Menschen essen würde, bei denen man sich ganz sicher sein konnte, dass sie das auch verdient hatten. "Ah, da hab ich schon eine Idee für. Ich spiele den Köder, schließlich seh ich nicht sonderlich stark aus. Wenn mich ein Straßenräuber bedroht, zerren wir ihn in eine Ecke und verhörn ihn. Wenn er nur ein Unglücksrabe ist, der aus Verzweiflung Gewalt einsetzt, um seine Familie zu ernähren, jagen wir ihm bloß nen Schrecken ein, damit er sich nen anständigen Job sucht. Wenn er ein gieriger Einzelgänger ist, ist's Frühstückszeit."
Bevor sie losgehen konnten, wurden sie noch mal von Vitaya unterbrochen. "Nichts steht heut an. Heut Abend laufen wir auf, bis dahin ist Freizeit"

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22

Donnerstag, 16. August 2018, 00:33

"Hmmm." Hokulani nickte als der Echsenmensch zu ihr sprach, der momentan gar nicht so sehr aussah wie eine Echse. Sie hätte ihn gerne gefragt, wie er das tat, doch da stand er schon wieder auf und nickte Séamus auf wie nur Erwachsene es untereinander taten.
Seamus wandte sich nun an die Kleine und meinte, er hätte jetzt wichtigeres zu tun und sie solle doch jetzt zu Sungjin gehen, Lani nickte als würde sie ihn verstehen. "Ihr wollt alleine sein. Schon okay." Sie lächelte ihn an, doch wie auch eben schon bei Rhord war es kein echtes Lächeln, das hatte sie in seinen Augen erkannt. Denn auch wenn der Mund sich verzog, die Augen taten es nicht. Ihr Papa machte das Gesicht oft, wenn er traurig war, es aber ihr nicht zeigen wollte. Wenn er.. sich mit jemandem gestritten hatte oder sie aus einer brenzligen Situation entkommen waren. Oder als sie das erste Mal die Gruppe getroffen hatten! Aber Hokulani hatte einen ganz besonderen Trick dafür: Sie versuchte ihn einfach aufzuheitern! Das tat sie, in dem sie ihm einen Witz erzählte, oder ihn kitzelte. Da sie Rhord nicht wirklich kannte und sich solcherlei Dinge mit ihm nicht traute, konnte sie ihm natürlich nicht helfen, doch sie entschied die beiden einfach in Ruhe zu lassen, auch wenn sie das dafür etwas traurig machte. Sie hatte Séamus nämlich gerne von ihrem Traum erzählt, den sie über ihn gehabt hatte.
Ihr erster Gedanke war sich irgendwo in der Nähe zu verstecken und den beiden zu lauschen, aber dann überlegte sie es sich anders da ihre Augen etwas spannendes entdecken und sie steuerte lieber einen Fischstand in der Nähe an, der glitzernde Muscheln zum Verkauf anbot. Soooo schön! Ihr Vorhaben zu Sungjin zu gehen hatte sie komplett vergessen.

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Nadzieja« (16. August 2018, 00:37)


23

Donnerstag, 16. August 2018, 01:23

Die Möglichkeiten, die die Dämmerungsmagie erschienen Lauriam als vielfältig. Sowie die Thermomantie hatte sie zwei Hauptzweige. Während Licht gut dazu da ist, um andere auszutricksen, ob nun durch Illusionen oder Blendungen. Dunkelheitsmagie ist da der eher direktere Zweig. Am bekanntesten war sie damit, dass sie formen konnte, aber die Eigenschaft Magie abblocken zu können klang ebenso nützlich. Dieser Dämon hatte im Kampf gegen diese eine Frau einmal einen Schild aus Dunkelheitsmagie eingesetzt. Damals nur, um der Hitze zu widerstehen, aber ob er damit unbewusst auch die austretene Magie abgeschwächt hatte?
Da er bereits mit seiner Eismagie formen konnte, wenn auch wahrscheinlich auf einem schwächeren Niveau als er es mit Dunkelheitsmagie könnte, sprach ihn momentan trotzdem eher der Lichtzweig an.
Doch einen Teil verstand er noch nicht ganz. Wie ist diese Magie nützlich im Kampf gegen magische Wesen? Wird hier nur auf ihre defenisve Möglichkeiten angespielt oder ist da noch mehr.
Während er dabei war dieses Rätsel zu lösen, bemerkte der Spezialagent, dass Brandon zurückgekehrt sei und legte das Buch zurück in seine Tasche, um dann einmal kurz vom Schiff zu gehen.

Er händigte ihm sein Ticket aus, forderte dafür aber das von ihm ausgelegte Geld zurück. "Und, hat sich die Reise bezahlt gemacht?", fragte er anschließend den Rückkehrer. Da fiel ihm in dem Moment aber auf: Ob das Pferd überhaupt mit aufs Schiff darf? Nun, die Besitzer werden sicherlich es anmerken, sollte dem nicht so sein.

Seamus willigte zu Rhords Wunsch ein und schlug dann auch gleich einen Plan vor. "Klingt gut.", antwortete zuerst, ruderte dann aber nach etwas weiterem Überlegen zurück. Etwas gefiel ihm da doch noch nicht so ganz. "Wie wollen wir verhindern, dass der Straßenräuber uns nicht einfach anlügt? Könnten wir das vielleicht irgendwie so machen, dass wir mehr über ihn erfahren, bevor ich dazu stoße."
Das war eine Eigenschaft, die Rhord schon oft beobachtet hatte. Wirklich bösartige Menschen zeigen ihr wahres Gesicht vorallem dann gerne, wenn sie im Vorteil sind, ob nun körperlich oder vom Verhältnis her. Das Gegenteil geschieht, wenn sie in Bedrängnis geraten, da würden sie einem alles sagen, nur um wegzukommen.

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24

Donnerstag, 16. August 2018, 11:22

Karli war ganz begeistert, als Viska ihr erzählte, dass ihr Vater samt Bruder einen eigenen Teeladen in Pysajel führten. Eigentlich war sie kein besonders großer Teefan, aber die Wölfin wollte sich unbedingt eines Besseren belehren lassen. Schließlich ging es hier um Qualitätstee! Von den weiteren Ausführungen der Blondine war Karli jedoch eher verschreckt. Viska zeigte auf ihre tiefgehenden Narben und erklärte, was sie zwang von diesem Ort wegzugehen: “Die Penner die mir das angetan haben laufen immer noch rum. Mit dem Gedanken ist selbst der schönste Ort die Hölle..”, dann schaute sie wieder zur Stadt und ihr Gesichtsausdruck wurde milder,”..aber dieser Ort ist für mich ist die mildeste Hölle.” Selbst die Wolfswandlerin musste etwas schmunzeln, als würde Viska's Linderung ihrer Seele auf sie überspringen. "Es ist wichtig, dass es einen Ort auf der Welt gibt an dem man sich selbst in den schrecklichsten Zeiten zu Hause fühlt." sprach Karli zu ihrer neuen Freundin. Vielleicht war es ja eine Fügung des Schicksals, dass die Gruppe ausgerechnet hier Halt für einen ganzen Tag machen musste. Viska tat es in jedem Fall gut.

Nachdem die Drei festgestellt hatten, dass einige der anderen bereits das Schiff verlassen hatten, um andere Dinge zu erledigen, machten sie sich auf den Weg zum Laden des Vaters. Es war kein langer Marsch, daher sah Karli leider nicht besonders viel von der Stadt, aber sie war fest entschlossen nach alledem eine große Weltreise zu machen, um einfach alles zu sehen und zu erleben. "Brom's Kräuterhaus" hieß das Teehaus vor dem sie mittlerweile gelandet waren. Es war bereits in die Jahre gekommen, strahlte jedoch trotzdem einen gewissen, familiären Charme aus, den es wohl den fein säuberlichen Verzierungen zu verdanken hatte. “Hier hab ich die letzten Jahre gelebt. Klein, aber fein!” teilte Viska voller Euphorie mit und trat bereits durch den Eingang in den schummrigen Raum. Gemütlich, aber niemand war zu sehen. Sie wagten sich tiefer ins Häuschen, was man anhand der zahlreichen und vielfältigen Ansammlungen an Kräutern, die überall zu sehen waren, auch als Hexenhaus bezeichnen könnte. Plötzlich traf es alle drei Frauen wie ein Blitz am Hinterkopf. Irgendjemand oder irgendetwas schlug doch tatsächlich mit einem Stock nach ihnen! "AUUUUUU!" brüllte Karli und fasste sich zeitgleich mit den anderen an ihren schmerzenden Kopf. "Warum machen Sie das?" wollte sie noch mitanfügen, doch Viska war schneller. “Was soll das du alter Sack!!” Moment mal... alter Sack? Schlug da gerade etwa ihr eigener Vater nach seinen Gästen?

Die Wölfin drehte sich um. Da stand ein wahrhaftiger Riese mitten im Raum und drückte Viska beinahe zu Tode. Karli schluckte verunsichert und trat sicherheitshalber einen Schritt zurück. Sie konnte es kaum fassen, als die Blondine diesen riesigen Mann als ihren Bruder Andre vorstellte. "D-Das ist dein Bruder?" fragte das verängstigte Mädchen und zeigte mit zitterndem Finger auf den Hünen. Der andere Mann, Vater von Viska und Namengeber dieses Teehäuschens, zog währenddessen die Vorhänge auf und erhellte den Raum. “Und das ist mein Alter, ihm gehört der Lad-” Und da regnete es erneut Schläge auf den Kopf. Hoffentlich begrüßte Brom seine Gäste nicht bei jedem Besuch in dieser Form, sonst würde Karli wohl ebenso vernarbt hier herausgehen, wie ihre Freundin. "I-ich bin Karli und auch Teil von der Gruppe um Viska." Sie musste sich fast auf die Lippe beißen, als sie den nächsten Satz losließ. " Schön, Sie kennen zu lernen Herr Brom." und reichte ihm die Hand. Da war sie wieder. Die förmliche, viel zu nette Karli.
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25

Donnerstag, 16. August 2018, 12:09

Die Begleitung Viskas stellte sich der Familie vor. Andre ließ endlich Viska auf den Boden, und verbeugte sich so tief, wie es mit seinen Proportionen eben ging. “Du brauchst keine Angst haben, er ist der liebste Mensch auf Erden”, lachte Brom schwieg vorerst und musterte die Gesichter der Mädchen. Dann rieb er sich den Nasenrücken, lief zur Theke, wo er eine Kanne Tee zubereitete. “Mein Name ist Brom. Mit meinen 58 Jahren kann ich wohl kaum als alt bezeichnet werden.” Er spülte die Kanne mit heißem Wasser aus, damit sie sich an die Hitze gewöhnen konnte. Dann nahm er einige Teeblätter und andere Kräuter aus beschrifteten Schatullen und legte sie in ein Sieb.
“Mein letzter Stand ist, dass du nach Westen gegangen bist, Viska”, er goss das brütende Wasser über die getrockneten Blätter, “in Killius-Stadt wurde erst vor ein paar Tagen Fürst Niccollo Opfer eines Attentats. Man sagt sie Dunklen Schwingen führten den Mord aus.”
Er schenkte, den Tee in fünf Keramiktassen und kam dann mit einem Tablett zu dem Tisch, der in der Mitte des Raumes platziert war. “Ich bin erleichtert, dass euch nichts passiert ist”, sagte er schließlich mit einer Miene, die verriet, dass er genau wusste, dass sie die Attentäter waren. Er hatte lang genug selbst als Sölder und Räuber gelebt, um von den Machenschaften der Unterwelt zu wissen. “Trinkt. Das wird euch auf eurer Reise stärken. Grüner Tee, Ingwerwurzel, und frisches Zitronengras.”
Viska und Andre nahmen direkt ein Schluck von dem würzigen Aufguss. Der Riese hatte gelernt, mit seinen riesigen Fingern die edlen Tassen nicht zu zerbrechen.


“Mir geht es gut, Brom. Dank meiner Freunde habe ich es heil hier her geschafft. Aber wir werden nicht lange bleiben können”, sagte Viska entschlossen, aber mit einer gewissen Traurigkeit.


“Für kriminelle Kumpanen seid ihr ganz schön weich”, prustete Brom, “aber ich bin froh, dass meine Viska Freunde gefunden hat, auf die sie sich verlassen kann. Als ich sie damals adoptierte hatte ich unmöglich geglaubt, sie würde zu anderen Personen noch Vertrauen schaffen.”



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26

Donnerstag, 16. August 2018, 12:27

Hokulani entschied, dass sie Hunger hatte und nahm sich einen von den lecker aussehenden Fischen und biss hinein. Er war roh und schmeckte etwas bitter aber das machte der Kleinen nicht viel, da sie schon öfter rohe Sachen hatte essen müssen. Er unterschied sich von den anderen Fischen irgendwie in seiner runden Form, das hatte sie wohl auf ihn aufmerksam gemacht.
Hokulani griff auch nach eine der halb geöffneten glitzernden Muscheln und schüttete den ekligen Glibber, der da drin war, heraus. Den wollte sie nicht! Die Muschelschale interessierte sie viel mehr.
Da berührte sie jemand an der Schulter. "Hey, Kleine. Du kannst hier nicht einfach-" Die Frau, offensichtlich eine Fischverkäuferin, blieb mit offenem Mund stehen, als sie sah, was das weißhaarige Mädchen in der Hand hatte. Ihre Waren waren selten und teuer, sie hatte den Stand gerade erst aufgebaut und ihre neuen Waren verräumt, sie hatte das Mädchen eigentlich dafür schelten wollen, sich einfach zu bedienen. Doch jetzt blieb ihr die Spucke weg. Hokulani wusste, das man Lebensmittel eigentlich bezahlen musste und sie jetzt Ärger bekommen würde.
"Entschuldigen Sie, ich hatte Hunger." Sie ließ den angebissenen Fisch in ihrer Hand sinken und sah die Verkäuferin traurig an. "Aber mein Papa bezahlt später wenn sie dann noch da sind?"


Raisen

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27

Donnerstag, 16. August 2018, 13:01

Amen beobachtete aus der Ferne, wie Rhord und dieser Séamus losgingen, während sie Hokulani zurückließen, die ihr eigenes Ding machte und zu den Ständen der Fischverkäufer hopste. Der Weißhaarige blickte über das Deck und konnte Nakoa nirgends erkennen. Schläft er etwa noch? Amen seufzte und auch wenn es ihm überhaupt nichts anging, fühlte er sich schlecht, wenn er zulässt, dass das kleine Ding alleine herumläuft. Noch schlechter würde sich der Junge fühlen, wenn ihr was zustoßen würde. Amen fragte sich, warum Nakoa und auch Sungjin so verdammt verantwortungslos waren und das Mädchen immer alleine ließen.

"Du kannst doch nicht einfach irgendwelche Sachen anknabbern", seufzte Amen, der hinter Hokulani stand und ihr auf den Kopf tätschelte. Dann lächelte er die Verkäuferin an - die einen übertrieben verblüfften Blick auf dem Gesicht hatte - und legte einige seiner Geldscheine auf den Tisch, auf dem die verschiedene Fische aufgelegt waren. "Ich hoffe das reicht...?", sprach der Weißhaarige zögerlich.


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28

Donnerstag, 16. August 2018, 13:11

Überrascht blickte Hokulani zu Amen herauf. Sie hatte ihn gar nicht kommen sehen! Oder hören. Er tätschelte ihr auf den Kopf und schalt sie freundlich dafür, dass sie einfach irgendwelche Sachen anknabberte. "Schuldigung.", erwiderte sie zögerlich. Sie kannte den weißhaarigen Jungen nicht wirklich, doch er war ihr nie bedrohlich erschienen oder so.
"Nein, eigentlich nicht.", erwiderte die Verkäuferin die in Amen natürlich sofort ein gefundenes verantwortliches Opfer sah. "Der Fisch kostet das doppelte, außerdem ist er hochgiftig. Die Regenbogenauster macht dann nochmal die Hälfte dazu, insgesamt bräuchte ich also deutlich mehr. Da Sie als Vater lieber schnell zu einem Arzt gehen sollten damit die Kleine nicht an Ort und Stelle stirbt verzichte ich jedoch auf den Rest. Und jetzt machen Sie, dass Sie wegkommen!" Ihre abschließende Handbewegung war eindeutig.
"Was ist eine Regenbogenauster? Das?" Fragte Hokulani und biss nochmal herzhaft in den Fisch, hielt die schimmernde Muschelhälfte hoch. "Guck mal, sie schimmert in Farben!" Rief sie aus, als sie entdeckte was der Muschel ihren Namen gab und hielt sie Amen vor's Gesicht.
Anstatt zurück zum Schiff zu laufen hatte sie einfach willkürlich eine Richtung eingeschlagen und hoffte nun darauf, dass Amen ihr folgte. Im Schiff war ihr so langeweilig! Und Papa kotze nur die ganze Zeit.

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Raisen

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29

Donnerstag, 16. August 2018, 13:37

"Nein, eigentlich nicht", erwiderte die Verkäuferin, die ihn Amen wohl leichte Beute sah, um an etwas Geld zu kommen, "Der Fisch kostet das doppelte, außerdem ist er hochgiftig. Die Regenbogenauster macht dann nochmal die Hälfte dazu, insgesamt bräuchte ich also deutlich mehr. Da Sie als Vater lieber schnell zu einem Arzt gehen sollten damit die Kleine nicht an Ort und Stelle stirbt verzichte ich jedoch auf den Rest. Und jetzt machen Sie, dass Sie wegkommen!" Amen atmete durch und kratzte sich am Hinterkopf. "Danke", sprach er noch mit einem gespielten Lächeln, bevor er besorgt zu Hokulani blickte. Der Fisch war giftig? Amen sah zu Hokulani hinab, die fröhlich lächelnd nochmal in den rohen Fisch biss und schüttelte den Kopf. Sieht ja nicht so aus, als wäre er giftig...oder...? Amen beschloss, sie zu einem Arzt zu bringen, sollte es ihr irgendwie schlechter gehen. Im Moment sah sie noch viel zu fröhlich aus, als dass sie gleich sterben würde...

"Was ist eine Regenbogenauster? Das?", das kleine Mädchen hielt die Muschelhälfte hoch, die in den Farben eines Regenbogens schimmerte, "Guck mal, sie schimmert in Farben!" Sie hielt die Muschel vor Amens Gesicht, der so etwas auch zum ersten Mal sieht und dementsprechend fasziniert davon war. Bevor der Weißhaarige etwas sagen konnte, hopste Hokulani schon weiter. Wohin, wusste sie wohl selbst nicht so genau. Amen folgte ihr und hoffte, dass ihm Nakoa und Sungjin nicht böse sein werden, wenn er mit ihrer Tochter durch die Stadt spazierte. "Vielleicht finden wir ja noch mehr von diesen Muscheln!", sprach Amen und blickte um sich. Dem Geruch von frischen Fisch nach, sollte es hier noch mehr von diesen Dingern geben.


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30

Donnerstag, 16. August 2018, 14:36

"Das wäre schön!" Antwortete Hokulani und grinste Amen vorsichtig zu. Die Vorstellung noch mehr solcher Muscheln zu finden erfreute sie, also steuerte sie eine Richtung an die sie weiter durch den Fischmarkt am Hafen führen würden. Der Markt war bei weitem nicht groß, aber die Kleine gab die Hoffnung nicht auf hier etwas schönes zu finden. Und auch wenn sie keine weitere schöne Regenbogenmuschel fand, so sah sie doch schnell etwas anderes schönes: Eine kleine gedrehte Muschel die genau groß genug war um auf ihre Handfläche zu passen. Sie glitzerte oder schimmerte nicht wie die Muschelhälfte der Auster zuvor, faszinierte Hokulani jedoch genausosehr. "Ohhh darf ich die haben?" Fragte sie Amen und fing an langsam ihre Scheu ihm gegenüber zu verlieren. "Mit der kann man sicher das Meer hören!"


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31

Donnerstag, 16. August 2018, 14:45

Trotz seiner anfänglichen Aggression schien Viskas Ziehvater kein sonderlich schlechter Zeitgenosse zu sein. Er schenkte seinen Gästen Tee ein und Korina nahm einen Schluck von dem heißen Gebräu, nachdem sie es mit einem wenig Pusten auf trinkbare Temperaturen reduziert hatte. Säuerlich und würzig, ein gutes Getränk.
Anscheinend ahnte Brom bereits, dass Viska und ihre neuen Freunde an dem Attentat beteiligt gewesen war. Jedenfalls freute er sich, dass Korina und Karli hier waren, denn Viska war angeblich früher sehr scheu gewesen.
"Wieso denn das? Was ist denn passiert, Viska?" fragte Korina besorgt. An dem Gesicht der Blondine konnte man bereits feststellen, dass ihr Leben nicht aus Friede, Freude und Eierkuchen bestanden hatte. "Ach, vergiss es, bestimmt willst du nicht darüber reden."

Rhord war mit Séamus´Idee einverstanden, hatte jedoch bedenken, dass ihnen ihr Ziel etwas vorlügen könnte. "In Ordnung, dann lass mich fürs erste allein. Wenn jemand versucht, mich umzubringen, dann kann er ja wohl ruhig sterben. Sein Leben ist ja wohl nicht mehr wert als die seiner Opfer, stimmts?"
Die beiden begaben sich weg vom Hafenbereich und weg von den Bezirken, in denen es Reiche-Leute-Dinge wie Theater oder Villen gab, und rein in den heruntergekommenen Teilen der Stadt, die abgelegen waren vom Hafen und von den Straßen, die Pysajel mit dem Rest von Syvicis verbanden. "Hier sollten wir einen guten Imbiss finden können." sagte Séamus und trennte sich von Rhord. In einer Seitengasse fand er schon bald den ersten Kandidaten. "Geld oder Le-le-Leben!" Ein unsicheres Stottern, und eine Körperhaltung, durch die dieser Mann trotz des Messers in seiner Hand kaum eine Bedrohung für jeden darstellte, der ein bisschen Selbstverteidigung drauf hatte. Aber Séamus spielte das verängstigte Opfer, wie Rhord es vorgeschlagen hatte. "He, Mann, kannst du mich nicht gehen lassen, bitte? Ich verrat keinem was!" mit gespielter Angst und erhobenen Händen flehte er um Gnade.
""Mir egal, Kohle raus. Die ham bei der Seilerei die Hälfte gefeuert, und meine Kinder haben Hunger!" So, wie seine Hand zitterte, könnte er mit dem Messer wohl nicht mal eine Scheunenwand treffen.
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32

Donnerstag, 16. August 2018, 15:38

Seamus war einverstanden und schon bald befanden die beiden sich in einer zurückgebliebenen Ecke der Stadt. Die beiden trennten sich und es dauerte nicht lange, da wurde Seamus bereits in einer Seitengasse von einem Fremden belästigt.
Der Typ schien den Dämonen bestehlen zu wollen, doch er war so schreckhaft, dass er noch nichtmal seine Waffe still halten konnte. Als er dann etwas über irgendwelche Kinder erzählte und dass diese hungern, hatte Rhord, der aktuell um die Ecke in die Seitengasse blickte, bereits alles gehört, was er hören wollte. Nun begab er sich in den schmalen Gang und begab sich von hinten auf den verängstigten Mann zu. Dieser hatte ihn wohl noch nichtmal bemerkt, so fokussiert war er auf Seamus. Als dann nur noch wenige Schritte sie entfernten zog Rhord seinen Zweihänder und hielt ihn mit beiden Armen dann an den Hals des Möchtegern-Straßenräubers, sodass dieser bemerken dürfte, dass er nun derjenige ist, der in der Bredouillie steckt.
"Sie werden auch weiterhin hungern, wenn du ersteinmal tot bist. Nur dass sie dann komplett ohne dich auskommen müssen."
Rhord hatte nie seine Eltern kennen lernen dürfen, dennoch verstand er, dass das Verhältnis zwischen Eltern und ihren Kindern etwas wichtiges ist. Er hat schon oft genug verwaiste Kinder in Stadteilen wie diesen gesehen, um zu wissen, dass diese so gut wie aufgeschmissen sind ohne jemanden, der sich um sie kümmert.
"Lass deine Waffe fallen.", befahl der Echsendämon darauf, damit der Mann jetzt auf keine blöden Ideen kommt.

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33

Donnerstag, 16. August 2018, 16:24

"Das wäre schön!", grinste Hokulani und lief quer durch den Fischmarkt, der zwar nicht allzu groß, aber dafür voller verschiedener Fische und ähnlichem war. Wie ein flinkes Wiesel huschte das kleine Mädchen von Stand zu Stand und scannte sie nach schönen Ding ab. Amen versuchte zu folgen, kam aber nicht ganz mit und erreichte sie erst wieder, als sie stehen blieb und sich umdrehte. "Ohhh darf ich die haben? Mit der kann man sicher das Meer hören!", fragte Hokulani mit einem erwartungsvollen Blick, als sie eine kleine gedrehte Muschel in den Händen hielt. Gegen ihren Blick konnte Amen natürlich nichts machen und nickte lächelnd, während er dem Händler ein paar Münzen gab. Danach kniete sich der Weißhaarige neben Hokulani. "Und? Hörst du was?", fragte er interessiert.

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34

Donnerstag, 16. August 2018, 20:26

Ihr Frühstück war fix verspeist, war der Proviant auf der Fähre nicht besonders schmackhaft - nur das nötigste für alle Passagiere - und Noire frisch gestärkt für den restlichen Tag. Sie würde die restliche Stadt ein wenig erkunden, vielleicht trifft Sie ja doch auf ein paar der anderen, immerhin werden alle in der Nähe bleiben um die Fähre am Abend nicht zu verpassen. Mit Münzen bezahlend machte Sie sich auf dem Weg die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu betrachten. Einige Kirchen und Theater waren in der Stadt hoch im Kurs, vielleicht könnte Sie sich ein Stück dort ansehen, immerhin waren auch Theater da die für den kleinen Mann waren. Sie dürfte nur nicht die Zeit vergessen. Aber das sollte kein Problem sein denn die Sonne war gerade erst aufgegangen und langsam mit ihrer Wärme die Hafenstadt am Grüßen.

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Der junge Haudegen trank auch das letzte kleines bisschen Sake aus und verabschiedete Sich in gewohnter, vertrauter Manier, nachdem er seine Ware wieder bezahlt hatte. Das konnte er sich heute guten Gewissens gönnen. Nach dem Auftrag war er jedoch erstmal wieder auf die möglichen Aufträge innerhalb Iridae gebunden oder über die Händlergilde, sofern diese wieder einen Einsatz auswärts hatten, mit dem Sie Leo wieder beauftragen konnten. Er war oft für schwierige oder riskante Einsätze außerhalb Iridae zu haben weshalb er oft nicht lange in Iridae selbst blieb und außerhalb als Repräsentant von Schattenwolf agierte. Da der Morgen noch jung war, entschied er sich den örtlichen Fischmarkt wieder einmal abzuklappern, den er schon oft bei seinen Aufträgen besucht hatte. Ab und zu konnte man einen guten Fisch ergattern der sich gebraten hervorragend als eine gute Mahlzeit eignete. Auch wenn es noch früh war, war der Fischmarkt zu größten Teilen bereits geöffnet und die ersten Käufer - die, die gute Ware wollten - waren bereits unterwegs. Doch unter den Fischern gab es auch einige, die recht dreist waren, versuchten mit hinterhältigen Tricks den Preis zu steigern. Genauso eine war gerade dabei fluchend ihren Stand wieder zu richten nachdem anscheinend sich irgendjemand an Ihm bediente. Geschah Ihr Recht war nur sein Gedanke, war sie doch bekannt dafür horrende Preise zu verlangen für Ware, die nicht die hochgepriesene beste Qualität besaß. So kam Leo auch irgendwann an den Ständen vorbei, an dem ein junger Mann gerade eine Muschel für ein kleines Mädchen gekauft hatte. Ihr Vater? Nein, dafür war er zu Jung. Aber kennen musste Sie Ihn, sonst würde sie nicht so sorgenfrei rumtollen. An sich gehörte das Leo auch nichts an, ging er an den zweien vorbei um einen Stand ganz in der Nähe der beiden zu besuchen, der oft guten Fisch anbot.

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35

Donnerstag, 16. August 2018, 20:53

Hokulani setzte sich an den Rand des Marktes und ließ ihre Beine über die Hafenkante baumeln, Schuhe hatte sie sowieso keine an. Die störten sie meistens. Außerdem war es warm.
Sie legte die frisch erworbene Muschel an ihr Ohr und lauschte ganz angestrengt. Als Amen sie etwas fragen wollte legte sie den Zeigefinger an die Lippen und machte ein "Pssst!" Sie musste doch der Muscheln zuhören. Anschließend drehte sie sich zu Amen und grinste ihn mit Sonnenschein im Gesicht an. "Sie funktioniert!" Fast hatte sie nämlich schon Angst gehabt, dass diese Muschel kaputt sein konnte. Das wäre sehr schade gewesen! "Danke dafür! Hier, lausch auch mal!" Sie hielt ihm die Ohr ans Muschel und würde warten, bis er reagierte.
Beim Warten sah sie einen großen Typen mit wuscheligen Haaren vorbei, da die Sonne auf ihn schien sah sie gerade so, wie etwas an ihm golden glitzerte. Er war ihr und Amen einen Blick zu, doch da Hokulani Fremden nicht vertraute, beachtete sie ihn nicht weiter und grinste Amen an. "Und, was hörst du so?" flüsterte sie ihm zu um sein Gespräch mit der Muschel nicht zu stören.

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36

Donnerstag, 16. August 2018, 21:25

"Pssst!", Hokulani legte ihren Zeigefinger auf ihre Lippen und drückte die Muschel an ihr Ohr. Zuvor hatte sie sich noch an den Rand des Marktes begeben und setzte sich an die Hafenkante, ihre kleinen Beine ließ sie über dem Wasser baumeln. Amen setzte sich neben ihr und beobachtete sie gespannt. "Sie funktioniert!", rief sie plötzlich und grinste bis über beide Ohren. Amen lächelte leicht, war ja doch irgendwie süß. "Danke dafür! Hier, lausch auch mal!", das kleine Mädchen hielt ihm die Muschel an das Ohr, "Und, was hörst du so?" Zuerst vernahm der Junge keine Geräusche, aber er dachte, dass das daran lag, dass es um sie herum so laut war. Also schloss er die Augen und hielt sich das andere Ohr zu. Nun hörte Amen ein deutliches Rauschen, wie das des Meeres. Der Weißhaarige öffnete seine Augen wieder und lächelte Hokulani an. Der Junge war begeistert von der kleinen Muschel. Er hatte sowas noch nie in seinem Leben gehört, da er immer nur am Festland war. Umso schöner war diese...ruhige Zeit. "Du hast Recht, ich höre das Meer!", grinste der Weißhaarige, "Denkst du, mit einer größeren Muschel können wir auch die Fische hören?"

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37

Donnerstag, 16. August 2018, 21:58

Ihr erstes Ziel war eine der großen Kirchen, die mit ihrer weißen Gebäudestruktur und dem knallroten Dach ein besonderer Hinkucker bereits von außen war. Zu dieser Zeit war es im inneren der Kirche ruhig und Noire musste kurz an ihren damaligen Notunterschlupf mit Amen in der Armenkirche denken. Sie würden hier nicht verfolgt sprach Sie innerlich zu sich selbst als Sie in das Gebäude eintrat und eine schön gestaltete Kirche vorfand. Der Altar wurde mit drei Torbogenähnlichen Fenstern beschmückt, die mit farbigem Glas ein Bild darstellten, passend zum entsprechenden Glauben in dieser Region. Auch der Altar war ordentlich gebaut, auch aus weißem Stein und die Bänke waren aus gepflegtem Ahornholz. Eindeutig ein Ort an dem Gläubige ihrem religiösen Willen zeigen konnten. Da Noire jedoch nur ein Tourist in dem ganzen war schaute Sie sich nur in Ruhe vom Eingang aus um, um die bereits vorhandenen betenden Gläubigen nicht weiter zu stören. Die Kirche selbst war schön kühl im Vergleich zu außen, was an der Struktur des Gebäude liegen dürfte. Vielleicht wird Sie nochmals Nachmittag reinkommen um von der Hitze zu fliehen, nur vermutet Sie, dass viele andere auch diese Idee haben werden.

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Leo's favorisierter Fischhändler hatte auch heute wieder einen prächtigen Fang eingeholt und ließ sich den Fisch seiner Wahl von diesem verpacken und zu seiner Stammtaverne bringen, in der er später den Fisch als Mittagessen verspeisen würde. Selbst gekauft war der Preis in der Taverne deutlich niedriger und er hatte einen normalen Essenplatz. So hätte er sich ein kleines Lagerfeuer außerhalb der Stadt machen müssen um Ihn dort selbst zuzubereiten, da langer Transport nicht möglich war, besonders nicht über sechs Tage nach Iridae. Die anderen Fischstände waren für Ihn nicht sonderlich weiter interessant, hatte er seinen Proviant für heute doch bereits gefunden. Also weiter im Kontext. Nachdem sein Mittagessen gesichert war ging es nun um seinen Getränkevorrat. So gern er auch alkoholische Getränke genoss, waren diese nur an Zeiten möglich wo er keinen aktiven Dienst verrichten musste. Dass er sich heute früh bereits Sake gönnte war also ein solcher Moment, denn die nächsten sechs Tage Schiffsfahrt waren für Ihn wie Urlaub, den er dank seinem Auftrag sogar bezahlt bekam. Was für ein Leben! Da Ihm aber normales Wasser oft nicht schmeckte - es war einfach zu lasch, es schmeckte nach nichts - gönnte er sich oft Tee, den er vorbereitete. Es musste auch Tee sein, der kalt schmeckte, denn warmen Tee konnte er nur in den Nachtlagerplätzen genießen. Und zu gutem Tee gehörten auch gute Teeblätter, gute Sorten und die ein oder andere Tee Blend seiner Wahl. Und da er sich gerade in Psyjael befand kannte er auch den passenden Ort um seine Geschmacksknospen nach gutem Tee zu befriedigen.

Einige kleinere Umwege vom Fischmarkt aus später kam er an einem recht gediegenen, runtergekommenen Lädchen an, welches das schlichte Logo "Broms Kräuterhaus" trug. Der alte Mann wusste guten Tee zu schätzen und war immer eine gute Anlaufstelle für ein paar Tipps unter Söldnern. Als bekannter Gast marschierte er also locker und verspielt wieder rein, erwartend dass der alte Sack wieder irgendeinen zynischen Grund hatte ihm einer überzuziehen. "Yo alter Mann, ich bin wieder im Lande. Hoffe du hast mich nicht zu sehr vermisst" erst dann realisierte er dass er bereits einen Tisch mit Gästen hatte, den Andre wohl bediente. Schon etwas geschockt antwortete er direkt hinterher "Schon Gäste zu so früher Stunde? Seltener Anblick." während er sich auf die Breitseite - Verbal oder Körperlich - einstellte und seine Bezahlung für die üblichen Waren auf den Tisch legte.

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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Soren« (16. August 2018, 21:58)


38

Donnerstag, 16. August 2018, 23:35

Brom schien eher einer der skeptischen Sorte zu sein und kümmerte sich zuerst um die Zubereitung des Tees, als könnte er die Gedanken des Trio's lesen. Gruselige Vorstellung. Am Tisch angekommen servierte er schließlich seine frische Kreation, die herrlich duftete. Vor allem das Zitronengras war deutlich zu erschnuppern. Da fingen sogar Karli's Geschmacksknospen an zu tanzen. Während Viska und Andre nicht länger auf ihren ersten Schluck warteten, genoss' die Wölfin den angenehm, warmen Dampf, der aus der Tasse direkt in ihr Gesicht stieg und nun wohl auch den Zitronenduft auf ihrer Haut verteilte. Brom hatte inzwischen auch angefangen zu sprechen, sogar recht offen, was vor allem bei Korina einige Fragen aufzuwerfen schien.

Gerade, als Karli die Tasse Tee an ihre Lippen ansetzen wollte, betrat ein stattlicher Mann, ausgestattet mit einem Katana den Laden. Er hatte schwarze Haare, einen frech gewachsenen Bart und war auch ansonsten außerordentlich gut anzusehen. "Yo alter Mann, ich bin wieder im Lande. Hoffe du hast mich nicht zu sehr vermisst" Sein frecher Bart kam also nicht von irgendwo. Auch seine Art schien etwas neckisches an sich zu haben und die Wolfswandlerin fühlte sich sofort zu dem jungen Mann hingezogen."Herr Brom hat uns gerade einen äußerst köstlichen Tee zubereitet. Möchtest du vielleicht?" sprach sie ihn mit leicht erröteten Bäckchen an, ohne dabei zu bedenken, dass sie ja sebst noch gar nicht probiert hatte. "Ich bin übrigens Karli. Und du bist?" grinste sie verlegen.
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39

Freitag, 17. August 2018, 00:39

Korina schien verwundert, dass Viska noch vor ein paar Jahren ganz anders auf Menschen zuging als heute. Heute war sie offen, selbstbewusst und wenn jemand sich über sie lustig machte, musste er sich eben mit den Konsequenzen rechnen.
“Naja, als Kind mit riesigen Narben im Gesicht ist es nicht leicht, vor allem wenn die Personen, die dir am nächsten stehen es dir angetan haben. Da ist es nicht so leicht wieder leuten zu vertrauen”, antwortete sie, während sie in ihre halbvolle Tasse schaute. Dann lächelte sie und schaute zu Korina: “Ich vertraue immer noch sehr wenigen, aber euch kann ich vertrauen.”

Auch Brom musste etwas lächeln. Er schloss die Augen und nahm schließlich einen Schluck vom Tee. Das Lächeln entgleiste aber sehr plötzlich und auf seiner Stirn bildete sich eine so große Krampfader, dass sie den ganzen Raum ausfüllen könnte, als durch die Tür ein junger Mann trat, dessen freche Stimme er bereits kannte. “Yo alter Mann, ich bin wieder im Lande. Hoffe du hast mich nicht zu sehr vermisst", sagte er. Dann legte er fordernd Geld auf den Tisch und wunderte sich über die Gäste.
Immer noch deutlich entzürnt stellte Brom seine Tasse langsam auf den Tisch. Karli stellte sich plötzlich dem jungen Mann vor und Viska konnte nicht anders als heftig zu prusten.
Prompt hagelte es auf den Köpfen der drei einen Schlag mit dem Holzstock. Dann atmete Brom seufzend aus. “Noch so eine Göre! Schon wieder in Pysajel, Leo? Was führt dich diesmal hier her?” Andre verbeugte sich indes und Viska machte eine begrüßende Handgeste und grinste: “Hey Leo!”
Er war ein langjähriger Stammkunde und sie war öfters dabei, als Leo und Brom sich über den Alltag eines Söldners unterhielten. Sie kannte ihn zwar nicht näher, aber sie wusste, dass er eben so vorlaut war wie sie selbst.

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40

Freitag, 17. August 2018, 01:04

Einer der Gäste war überraschenderweise sehr direkt, da diese sich einfach ohne wirklich lange zu grübeln Ihm den Tee anbot, den Sie selbst noch nicht einmal verkostet hatte und stellte sich Ihm direkt vor. Das war mal eine etwas neue Wendung die Leo so am heutigen Tag noch nicht erwartet hatte. Einem weiteren, bekannten Gesicht war dieser überraschende Besuch wohl genauso wenig bekommend als Viska anfing zu prusten, was schon fast ein wenig amüsant war. Bevor Leo sich jedoch der Wolfswandlerin vorstellen konnte oder auf Viska's übertriebene Reaktion zu reagieren hagelte es bereits die erwartete Körperliche Breitseite in Form eines Schlags. Mittlerweile hat Sich Leo an diese Art von "Begrüßung" irgendwo gewöhnt, vielleicht war das auch der Grund warum Ihm das Necken des alten Mannes so viel Spaß machte. Aber im Großen und Ganzen war der Besitzer des Ladens ein erfahrener netter Kerl der sein Dasein in Ruhe abfristet. "Ich bin entsetzt alter Mann, ist das etwas die Art seine Kundschaft hier zu begrüßen?! Da kommt man für einen Auftrag aus Osina Khen nach Pysajel und möchte sich bei seinem Lieblings Opa seine Teemischungen holen und das ist der Dank dafür?" mahnte er schon fast verspottend bevor er schlichtweg mit "Das Übliche" seine normalen Teekräuter und Brom seine selbst kreierte Tee-Blend bestellte. Danach wandte er sich an die anwesenden Leute. Zuerst Viska und Andre, die er entsprechend locker mit erhobener Hand grüßte Yo Viska, Andre. Alles gut bei euch zwei Wirbelstürmen? Habt dem alten Mann hoffentlich nicht zu viele Sorgen bereitet?" - die nächste im Bunde war Karli, die Wolfswandlerin die den Tee anbot. "Meinen Namen dürftest du ja jetzt bereits kennen, freut mich meine Liebe. Und keine Sorge, ich kenn den guten Tee. Wenn der alte Mann in seiner Rente eins gut gelernt hat dann verdammt guten Tee zubereiten zu können. Trink Ihn lieber selbst bevor er noch kalt wird, wollen doch nicht dass du eine wunderbare Erfahrung verlierst wegen einem einfachen Söldner wie mir." damit lehnte er zwar das Angebot eines guten Getränks ab, aber das war mehr als selbstverständlich, dass die junge Dame natürlich zuerst den Tee verkostet, immerhin hatte Sie noch nicht einmal einen Schluck ihres eigenen Getränks genommen und es wäre eine Schande, wenn Leo Ihr den ganzen guten Tee wegtrinken würde!

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