Sie sind nicht angemeldet.

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Seite erklären Sie Sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Mord in Palermo. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Night Zap

Veteran

  • »Night Zap« ist männlich

Beiträge: 1 986

Wohnort: Ectobiologisches Labor

Beruf: Heir of Breath

  • Nachricht senden

1

Mittwoch, 15. August 2018, 15:25

Kapitel 2: Operation Weißer Wolf


Vier Tage sind seit diesem Abend in der Herberge Zur Grube im Boden vergangen. Am nächsten Morgen verließen die Dunklen Schwingen, minus Brandon und Juna und plus Séamus, die Stadt. Brandons Fehlen war ja bekannt, er war am vorherigen Abend gleich losgezogen, aber Juna war ohne irgendwelches Absprechen verschwunden. Lauriam verdächtigte die Fuchswandlerin, die Fliege gemacht zu haben, und berichtete seinen Vorgesetzten vor der Abreise von ihrem Verschwinden. Das würde unschöne Konsequenzen haben.
Die Gruppe wanderte zum Ufer des Flusses Milwail, der an der Grenze zwischen Telvanin und Syvicis verläuft, und bestieg dort eine Fähre, die den Fluss hinunter und um die Pysaische Halbinsel fuhr. Am frühen Morgen des 28. Mai landete die Fähre im Hafen von Pysajel. In Kürze wird die Sonne aufgehen, deren Licht nicht nur die Größe des Kiranmeeres sichtbar macht, sondern auch die weißen Mauern und roten Dächer der großen Hafenstadt Pysajel. Die meisten Gebäude sind recht niedrig, aber überall sind größere Bauwerke zu sehen: Kirchen, Theater und Villen

Selbst so früh am Morgen ist viel los am Hafen. Bei Nacht dürfen keine Schiffe einfahren, und erst jetzt, kurz vor Sonnenaufgang, trudeln die Zwei- und Dreimaster, die über Nacht an der Küste außerhalb der Stadt vor Anker gegangen sind, in den Hafen ein, Ladungen werden gelöscht und Matrosen gehen auf ihren wohlverdienten Landurlaub. Der Rest der Stadt ist auch schon beschäftigt, denn im Süden von Syvicis, hier an der Küste, wird es tagsüber schon mal sehr heiß, und um nicht in der Mittagshitze arbeiten zu müssen, fängt man schon frühs mit seinem Handwerk an.

Die Dunklen Schwingen haben Karten für ein Passagier- und Warenschiff gebucht, das heute Abend in Richtung Iridae ausläuft. Während der sechstägigen Überfahrt werden sie in Zweierzimmern untergebracht, und die Karten sind auf bestimmte Personen festgelegt. Selbst wer bei der Buchung einen Decknamen angegeben hat, kann nicht einfach so mit anderen das Zimmer tauschen. Die meisten Fahrkarten sind nun im Besitz jener, deren Name (egal ob echt oder falsch) darauf steht, und wurden auch aus eigener Tasche bezahlt, schließlich sind das Naims im Vergleich zu der beträchtlichen Summe, die die Schwingen bei ihrem Auftrag verdient hatten. Nur Brandons Ticket war von Lauriam gezahlt und verwahrt worden, sobald der ehemalige Ritter in Pysajel ankam, würde er wohl vom Anführer der Schwingen zur Kasse gebeten werden.

Bis es Zeit ist, an Bord zu gehen, haben die Passagiere noch Gelegenheit, die Stadt zu erkunden oder sonstigen Arbeiten nachzugehen.

________________________________________________
Und hiermit beginnt das zweite Kapitel!

Drain

Jack of all Trades

  • »Drain« ist männlich

Beiträge: 2 908

Wohnort: Karlsruhe

  • Nachricht senden

2

Mittwoch, 15. August 2018, 17:16

Viska rannte an Deck und sah in der Ferne die Umrisse des ihr so bekannten Hafen. Einzelne Lichter erhellten die Promenade, vor der die Silhouetten großer Handelsschiffe prangten. Tief atmete sie die salzige Seeluft ein, die mit den ihr vertrauten Gerüchen ein Wort sprach: Heimat.

Aufgeregt hielt sie sich an der Reling fest und als das Schiff endlich anlegte sprang sie einfach auf den Steg, statt zu warten bis die Planke angebracht wurde.

Pysajel war idyllisch wie eh und je. Schon in der Nacht begannen die Leute hier ihrer Arbeit nachzugehen; füllten ihre Stände auf, be- und entluden wertvolle Handelsgüter und noch vor dem ersten Krähen der Hähne begann hier der erste Marktschreier seine frische Waren zu bewerben.

Viska rannte am Steg entlang und schaute, was für Schiffe dort vor Anker standen. Es waren Segelschiffe den verschiedensten Arten und Größen aus aller Welt, doch der Drei-Master aus Iridae, auf dem eine Frau namens Guilia ihre einheimischen Kräuter verkaufte, war nicht zu sehen. Schade. Aber sie hatte noch die Chance, sie direkt in Iridae anzutreffen.

Schließlich rannte sie zurück zum Schiff. Die anderen waren immer noch nicht von Bord, deshalb sprang Viska wieder auf die Reling und schaute, wo sie blieben.

_____
@all:



3

Mittwoch, 15. August 2018, 17:25

Noire hatte an dem Tag, als sie von Killus Stadt aus aufgebrochen waren, einen Brief über das Brieftauben-Netzwerk von Aloria versandt, welcher an das Lager der Söldner - direkt adressiert an Rouge - zugehen soll. Da die Brieftaube einige Zeit braucht war es sinnvoll den Brief bereits jetzt zu versenden, da nach Eingang des Briefes das ganze Lager wohl Kopf stehen wird im Eifer der Vorbereitungen. Und je mehr Zeit diese haben umso besser war es für alle beteiligten. Noire hielt sich aber mit den Informationen dezent, denn diese möchte Sie nur persönlich übermitteln wenn alle Schlüsselfiguren an einem Punkt angekommen waren. Deshalb war der Inhalt sehr kurz und Bündig "Mutter, ich weiß wo Vater lebendig gefangen gehalten wird. Ich bin auf den Weg zurück mit meiner Wegefamilie. Bereite bitte alle vor. Deine Tochter Noire". Danach war es aber auch Zeit, der wohl für Noire lange Zeit in Erinnerung bleibenden Stadt Lebewohl zu sagen.

Die Reise führte die Gruppe über den Fluss Milwail mit einer Fähre, um die Hafenstadt Pysajel zu erreichen, die in Syvicises Gebiet gehörte. Sie war beträchtlich gut ausgebaut, wenn man sich die vorhandenen Gebäude ansah, die man in der Dämmerung des langsam werdenden Morgens bereits betrachten konnte. Die Truppe Ihr erster Halt war der Hafen, in dem bereits Hochbetrieb war als die ersten Schiffe einfuhren um eine Karte für ein Transport und Passagierschiff nach Iridae zu kaufen, was am Abend ablaufen würde. Das ließe der Gruppe nochmal Zeit, die Stadt zu erkunden, die Noire bei Ihrer Hinreise nicht wirklich ausgiebig betrachten konnte. Nur was würde Sie wohl am besten abwandern? Sie würde die Chance nutzen den verhältnismäßig "ruhig" besuchten Markt nahe des Hafens abzuwandern. Vielleicht lässt sich etwas finden was die mitbringen könnte für die Söldner.

============================================================================================



Etappe Vier und Fünf. Sie waren die erwarteten schwierigsten Reisestücke des Auftrags, denn nach einer unruhigen Nacht brach die Gruppe auf, sich durch das Gebiet der Drachen zu begeben. Sie standen frühzeitig auf um so viel Zeit wie möglich in der Morgendämmerung zu nutzen, da dort die Drachen am wenigsten aktiv waren. Soweit ging der Plan auch auf, bis der Morgen langsam tatkräftig sich bemerkbar machte und man nach und nach das Gebrüll kleinerer Drachen vernehmen konnte. Jeder der Söldner war nun in höchster Wachsamkeit, die Fernkämpfer auf dem Wagen, während Leo neben dem Händler und Fahrer des Zugpferdewagens saß, bereit sich dem kommenden Übel zu stellen sobald es begann. Der Gedanke war auch nicht lange nur ein Gedanke, als eine Horde kleinerer Wyvern über die Bergkette flog und die Gruppe umkreisten. Die Bogenschützen spannten bereits die Bogen und schossen so gut es ging die kleineren Späher ab, denn da waren ihre Pfeile noch halbwegs nützlich. Da sie nur auswichen - oder es versuchten als Sie dann doch getroffen wurden - wartete der Thermomant darauf, dass die wahre Gefahr erscheint - er hoffte es nicht, doch diese Hoffnung sollte zerstört werden. Sie wurden von zwei niederen Drachen überfallen, welche alle übrig gebliebenen Wyvern verscheuchten. Leo war bereit die Ware und alle Partner zu verteidigen, doch solange die Wyvern in der Luft waren, hatte er wenige Möglichkeiten zum Angriff oder der Verteidigung.

Um Ihn die Möglichkeit zu geben die sie brauchten feuerten sowohl die Bogenschützen als auch nun der Magier auf die Drachen in der Luft, um Sie zum Laden zu zwingen. Die Pfeile selbst zeigten wenig Wirkung, doch die Eismagie schien nach einiger Zeit seinen Zweck zu erfüllen, als nach einigen Treffern einer der Drachen zum Laden gezwungen wurde. Dieser landete direkt vor dem Gefährt der Gruppe, was die Zugpferde verschreckte um zum Anhalten zwang. Auch die Bogenschützen und der Magier waren von dem urplötzlichen halten nicht unbeschadet davongekommen, haben Sie doch Halt verloren. Doch Leo sprang bereits von seinen Platz um auf den Drachen zuzusteuern. Mit gezogener Waffe stürmte er auf den Drachen zu. Dieser schnappte unweigerlich direkt nach Ihn, doch erwartend wich der Schwertkämpfer seitlich aus und schlug zu. Doch sein Schlag zeigte wenig Wirkung. Diese Schuppen waren resistent, auch wenn es nur ein niederer Drache war. Dass der Drache fällt war mehr von Nöten sonst wird das ewig dauern. "Zeit dich zu deinen Eltern zu schicken findest du nicht? Mit Menschen sollte man nicht spielen, hat man dir das nicht beigebracht" sprach er nur siegeswillig den Drachen an, der davon wohl wenig begeistert war und mit Kralle und Schwanz ausholte. Die Kralle konnte Leo parieren und den Schwanzhieb mit einem beherzten Sprung ausweichen. Doch ewig kann das nicht weitergehen. Er schaffte kurz Raum zwischen Ihm und seinem Gegner und nutze seine Thermomantie um an Kraft und Schnelligkeit zu gewinnen. Normaler Schwertkampf reicht hier nicht aus, soviel stand fest. Mittlerweile waren auch die Bogenschützen und der Magier wieder auf den Füßen. Während die Schützen sich um den zweiten Drachen kümmerten, half der Magier mit seinem Eis den frontal stehenden Drachen zu bekämpfen, der seinen Fokus von Leo nahm. Das war ein Fehler. "Hier spielt die Musik du überdimensionierte Echse" schrie er nur als er erneut an der gleichen Stelle einen Dreifachschnitt gekreuzt ansetzte. Und dieses Mal war mehr zu hören als das Klirren des Metalls und das der Schuppen. Man konnte das saubere Schneiden des Schwertes tief in das Fleisch unterhalb der Schuppen hören, gefolgt von einem Gebrüll des Drachens der bitterlich über das durchgeschnittene Kreuz in seiner Seite schrie, als das Blut begann zu fließen. Doch Leo ließ nicht locker. Das war nicht die einzige, verwundbare Stelle. Bevor der Drache reagieren konnte sprang er auf den Drachen um ihn sein Schwert gepflegt in den Rücken zu rammen. Erneut ein ohrenbetäubender Schrei. Diesmal war es dem Drachen jedoch gelungen Leo zu behindern, er warf ihn ab als er begann wieder in die Lüfte zu steigen. Leo konnte sich gerade so noch fangen und halbwegs sauber am Boden landen. Und dieses Mal war der Zauberer die Person, die den Drachen seine Unaufmerksamkeit ausnutze und an seiner Stelle wo die Stoßwunde war seine Eismagie einsetzte und den Drachen damit abstürzen ließ da ein vitaler Punkt getroffen wurde.

Er krachte Laut auf den Bogen seitlich des Weges ab und der Händler hatte zu tun den Wagen im Griff zu halten, denn die Pferde waren kurz davon auszureißen. "Sehr gut, genau das haben wir gebracht Partner" schrie er zum Magier, bevor er den auf dem Boden liegenden Drachen nochmals anrannte und einen kritischen Punkt des Drachen attackierte. Den Hals nahe dem Kopf. Dort waren die Schuppen am schwächsten und durch den Sturz lag die Seite des Halses wie ein Silbertablett auf dem Boden. Mit Gebrüll setzte Leo zu einem finalen Hieb an und schlitze dem Drachen, bevor dieser sich vom Sturz wieder erholen konnte, den Hals auf, was dem Drachen seine Stimme als auch seine Luft nahm. Um sein Leben röchelnd ging das Leben des niederen Drachen zu Ende. Das war eine Tat, die der andere Partner des Drachens mitbekam und die Flucht ergriff. Er erkannte die Gefahr die von dieser Gruppe Menschen ausging. Damit war die Schlacht geschlagen - alle haben überlebt, die Ware - nach einem prüfenden Blick des Händlers und einem erleichterten Ausatmen bestätigt ebenfalls unbeschädigt. Das sollte Ihnen die Ruhe geben, die Sie brauchten. Leo nahm sich vom Leichnam des Drachens ein paar Drachenschuppen mit, die er zu Geld machen konnte, der Händler hatte Ihnen die Erlaubnis gegeben dies als zusätzliche Belohnung zu kassieren. Also schnitt er vorsichtig einige Schuppen in einen Beutel den er auf den Wagen platzierte, bevor die Truppe ihre Reise nach diesem Vorfall bis zum Ende der Etappen ungestört vorsetzte. Bald werden sie in Pysajel ankommen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Soren« (15. August 2018, 17:40)


Beiträge: 2 102

Wohnort: Ostseekind / Fischkopp

Beruf: Verrückt sein

  • Nachricht senden

4

Mittwoch, 15. August 2018, 17:34

Karli war in großem Maße aufgeregt. Die letzten vier Tage in Killius verliefen eher ruhig und gediegen, da wurde es so langsam Zeit für neue Action und Abenteuer. Das nächste Ziel der Gruppe war klar: Iridae. Wie die Wölfin bereits in ihren Büchern in Erfahrung gebracht hatte, würde die Reise wohl einige Tage in Anspruch nehmen, wenn nicht sogar mehr, als eine Woche. Ihr erster Weg führte zu einer Flussfähre zwischen Telvanin und Syvicis. Ob Karli an der Seekrankheit litt und mit Übelkeit und Kopfschmerzen rechnen musste, wusste sie bis dato nicht. Schließlich war sie in ihrem ganzen Leben noch nicht auf dem Wasser. Und was keiner wusste: Sie konnte nicht einmal schwimmen. Hielt ihr Vater für überflüssig, da "sie ja sowieso nie aus seinen Augen sein oder den gut beschützten Stamm verlassen würde". Tja, falsch gedacht Vater. Letztendlich konnte sie nur hoffen, dass die Fährfahrt ohne Probleme verlaufen würde. Und das tat sie auch.

Am liebsten hätte die Wolfswandlerin einmal ihre Finger in das eiskalte Nass gehalten, während ihr die leichte Brise um die Nase sauste, doch die Reling des Schiffs war zu hoch und so gab sie sich schlichtweg mit der Ruhe der Überfahrt zufrieden und genoss' den Moment, bis schließlich eine hübsch beleuchtete Stadt vor ihnen auftauchte. Wohl der Hafen von dem sie am Abend weiterreisen würden. Nun war jedoch erst einmal früher Morgen. Die Sonne schlich so langsam aus ihrer Deckung hervor und bedeckte mit einem leicht rötlichen Licht das Meer. Es sah wunderschön aus. "Du, wie heißt denn diese Stadt? Die ist wirklich atemberaubend." sprach Karli schließlich zu irgendwem, der in ihrer Nähe stand. Wer genau es war wusste sie jedoch nicht, da sie im Augenwinkel lediglich ein paar Schuhe sah, während der Rest ihres Blickes komplett auf die Umgebung gerichtet war.

___________
@all:
[...]

~
There's nothing left to say, So I shut my mouth. So won't you tell me, babe? Are you happy now? ~

Drain

Jack of all Trades

  • »Drain« ist männlich

Beiträge: 2 908

Wohnort: Karlsruhe

  • Nachricht senden

5

Mittwoch, 15. August 2018, 17:56

Tatsächlich war nun jemand am Deck und betrachtete mit großen Augen die Hafenstadt. Es war Karli, der Neuling unter den Dunklen Schwingen.
Viska richtete ebenfalls ihren Blick auf das Häusermeer. “Das ist Pysajel, eine Hafen- und Handelsstadt. Sie ist ein beliebter Zwischenstopp für Seefahrer aus allerwelt!”, antwortete sie auf das Wolfsmädchen.
Diese schaute schließlich auf Viska und wurde mit einem grinsen begrüßt: “Bin übrigens Viska, wir haben uns noch gar nicht richtig kennengelernt.” Die letzten Tage hatte Viska damit verbracht die Information, die sie von der Hand bekommen hatte zu Verarbeiten und Nachforschungen anzustellen. Deswegen hatte sie wenig Zeit mit der Truppe verbracht. Allerdings hatte sie schon eine Idee, wie sie das wieder gut machen konnte.
Magst du Tee?”, fragte sie Karli.


_______

@DancingMoon:



Night Zap

Veteran

  • »Night Zap« ist männlich

Beiträge: 1 986

Wohnort: Ectobiologisches Labor

Beruf: Heir of Breath

  • Nachricht senden

6

Mittwoch, 15. August 2018, 18:24

Die Reise nach Pysajel war ohne irgendwelche Zwischenfälle verlaufen. Die Nacht über hatte die Fähre die pysaische Halbinsel umrundet und lief jetzt in den Hafen ein. Korina hatte in der Stadt nicht wirklich was zu tun, deshalb blieb sie erst einmal an Bord der Fähre und lehnte sich an die Reling, um den Sonnenaufgang zu beobachten, denn wegen der Dunkelheit hatte sie bisher nichts vom Meer gesehen. Jetzt, im Licht der Morgensonne, würde sich das ändern.
In ihrer Nähe war auch Karli, die die in der Nähe befindlichen Schwingen fragte, wie diese Stadt denn hieße. Sie schien kein besonders guter Zuhörer gewesen zu sein, schon beim Aufbruch in Killius-Stadt war doch in der Gruppe besprochen worden, eine Fähre nach Pysajel zu nehmen und von dort aus nach Iridae weiterzureisen. Bevor Korina sie über ihren jetzigen Aufenthaltsort aufklären konnte, kam Viska ihr zuvor. Die Monsterfrau fragte Karli auch, ob sie Tee mochte, und Korina fiel ein, dass sie mal von einem Teeladen gesprochen hatte, in dem ihre Familie lebte und arbeitete.
"Oh, geht ihr etwa zu dem Laden deiner Familie, Viska? Da komm ich gerne mit."

Séamus war ziemlich schnell von Bord gegangen, er wollte Korina lieber ihren Frieden lassen. Sich nicht gegenseitig auf die Nerven zu gehen ist der wichtigste Teil jeder geschäftlichen Beziehung.
Die Gliedmaßen des Straßenräubers waren zwar sättigend gewesen, und er war auch genügsamer als die meisten Dämonen, aber jetzt wurde es so langsam mal wieder Zeit sich was zu suchen. Jetzt war sein Hunger zwar noch lange nicht schädlich, aber spätestens an Bord würde er Frischfleisch brauchen, und so ein Schiff war ein geschlossener Raum, in dem man nicht so einfach Menschen essen konnte. Er wollte auch sowieso nicht einfach so jemanden umbringen, wenn es sich vermeiden ließ, deshalb entschied er sich, mal ein Wörtchen mit Rhord zu haben, dem anderen Dämon der Gruppe, zu wechseln.
"Hey, Rhord, so von Dämon zu Dämon, kann ich dich mal was fragen? Wo pflegst du denn, dein Menschenfleisch herzukriegen?"
________________________________
@Drain: @DancingMoon: @Saikx:

7

Mittwoch, 15. August 2018, 19:12

Nakoa war nicht besonders gut drauf. Zum einen lag das ganz simpel an der Tatsache, dass er sehr leicht seekrank wurde. Und schon die kleine Überfahrt hierher hatte ihm zu schaffen gemacht, wie sollte es dann erst mit der Reise in seine Heimat klar gehen? Zum anderen war er von der Kostümierung die er bisher für Hokulani und sich rausgesucht hatte immer noch nicht ganz im reinen. Sie war.. einfach schlecht. Er kam sich darin vor wie ein Mensch der zu einer Kostümparty hatte gehen wollen, aber den eigentlichen Umzug schon lange verpasst hatte. Peinlich.
Vielleicht wäre es doch besser, wenn er sich in sein weibliches Ego verwandelte.. als Frau hatte man eine SO viel größere auswahl an Klamotten. Aber ein Kerl der sich als Frau verkleidete? Pah.
Allerdings würde er damit viel zugeben - und es war ihm schon peinlich genug das Korina gegenüber zuzugeben, mehr LEute brauchten das echt nicht wissen.

Hokulani hatte keine Lust noch länger auf ihren Papa zu warten der so lange brauchte um vom Schiff zu kommen, sie ging schon mal vor, auf den Steg. Dabei sah sie Séamus in einiger Entfernung und begann auf ihn zuzurennen. "Hallo Séamu-" Sie sah den Echsenmann und sprang aus Angst zur Seite, leider verfehlte sie dabei den Abstand zum Hafenrand und fiel mit einem großen Platsch im Wasser.

@Night Zap: @Rhord


Beiträge: 2 102

Wohnort: Ostseekind / Fischkopp

Beruf: Verrückt sein

  • Nachricht senden

8

Mittwoch, 15. August 2018, 19:27

Das ist Pysajel, eine Hafen- und Handelsstadt. Sie ist ein beliebter Zwischenstopp für Seefahrer aus allerwelt!” antwortete ihr auf einmal eine bekannte Stimme, der sie jedoch keinen Namen zuordnen konnte. Zwar hatten sich schon einige ihrer Kumpanen vorgestellt, doch wiederum andere hatten noch kein Wort mit ihr gewechselt. So auch diese vernarbte, junge Frau mit den blonden Haaren, die nun vor ihr stand und die Hafenstadt als Pysajel und sich selbst als Viska vorstellte. Höflicherweise stand Karli auf und putzte ihre staubigen Händen ab, bevor sie ihr freundlich die Hand schüttelte. "Schön, dass wir uns endlich sprechen. Ich bin Karli, die Neue." grinste sie schon etwas selbstsicherer, als noch vor wenigen Tagen. "Pysajel also, hm?" Sie umfasste das Geländer mit ihren Händen. "Ich hab davon gehört, aber es mit eigenen Augen vor sich zu sehen ist wie eine wahrgewordene Geschichte, die einem immer erzählt worden ist."

Viska schien ebenso eine nette Person zu sein, wie es auch Noire und Korina waren, also nahm sie die Einladung auf eine Tasse heißen Tee sehr gerne an und nickte zustimmend. Wo die Wölfin gerade an Korina dachte, dauerte es auch gar nicht lange, da tauchte die Schwarzhaarige neben den beiden auf: "Oh, geht ihr etwa zu dem Laden deiner Familie, Viska? Da komm ich gerne mit." Anscheinend hatten sich die zwei Mädels ausgiebig über sich berichtet. Karli kam sich sogar etwas schlecht vor, weil sie keinen Schimmer von niemandem hier hatte, aber das wollte sie unbedingt aufholen! "Du hast hier Familie? Deshalb kennst du dich so aus. Aber wieso geht man von so einem schönen Ort denn weg? Warst du unglücklich?" fragte sie die Blondine.
_________________________
@Night Zap: @Drain: @all:
[...]

~
There's nothing left to say, So I shut my mouth. So won't you tell me, babe? Are you happy now? ~

9

Mittwoch, 15. August 2018, 20:03

Liard war zufrieden mit den Ergebnissen seiner Beschattung, aber nun war es an der Zeit mal wieder Bericht zu erstatten. Seine Partner waren wahrscheinlich schon längst wieder im Hauptquartier angekommen, er allerdings sollte zurückbleiben, um das nächste Ziel der um ihr eigenes Ziel gebildeten Gruppe herauszufinden. Das wäre beinahe nicht mehr passiert, denn nach einer Pause von nach seinem Auftritt beim Attentat wurde es sehr schnell hektisch. Zuerst beobachtete er wie diejenigen in der Herberge gefangen genommen wurden und dann in ein Gefängnis gebracht wurden, nur um, für Indignito wohl glücklicherweise, bald wieder rauszukommen. Dann verlief sich die Spur allerdings, da Liard auf keinen Fall in einem Weg der Schwarzen Hand folgen würde.
Erst die letzte Nacht, sollte er endlich Erfolg haben. Er bemerkte einen Dämon, der ähnlich wie er Schattenmagie nutzen zu können. Dieser schien seine nächste Mahlzeit vorbereiten zu wollen, ehe dieses Mädchen, der Rabenteufel dazu stoß. Die beiden kämpften gegen die Kriminellen und redeten dann kurz miteinander. Dabei kam auch eine sehr interessante Information ans Licht: Das nächste Ziel dieser Gruppe.
Mehr brauchte Liard nicht und entfernte sich dann auch eillig von diesen beiden Gestalten, nachdem deren Gespräch beendet war.

In dem von ihm gemieteten Zimmer angekommen, machte sich der schwarzhaarige Junge dann am folgenden Morgen bereit Bericht zu erstatten. Die ganze Sache war für ihn mehr ein Ärgernis und im schlechtesten Falle auch seinen eigenen Zielen ein Hindernis sein. Jedoch darf er nach seinem absichtlich billig gehaltenen Versuch bei dem Attentat sogleich diesen Dämonengeist in ihre Gewalt zu bringen nicht so schnell wieder negativ auffallen, sonst wird die Sache für ihn sehr schnell unangenehm und er wusste genau wem er das dann erklären müsste. Darauf konnte er verzichten.
Liard holte aus seinem im Zimmer verstauten Beutel nun ein Buch heraus, in welchem sich mehrere Paare an zusammengenähten Papieren befanden. Alles war ordentlich sortiert und beschriftet, sodass er nicht lange suchen musste, bis er das richtige Stück gefunden hatte. Er zog einen seiner Dolche hervor und schnitt die Naht an allen vier Seiten auf. Drei würden zwar zum aufklappen ausreichen, doch er wollte das bei der Herstellung mit etwas Lithium gemischten Siegelpapier gerne wiederverwenden.

Das normale Papier lag er mit dem Symbol nach oben auf dem kleinen Tisch in seinem Zimmer. Das Symbol selbst war seit dem entfernen des Siegelpapiers aktiviert und nun wird es wohl nur noch Sekunden dauern, bis die andere Seite die Aktivierung bemerkt. Um das alles zu beschleunigen machte Liard sich mit einem "Ist jemand da?" auf sich aufmerksam. Damit wusste die andere Seite sogleich auch, dass er es war und nicht jemand anderes an seine Sachen gekommen war.

"Hm? Oh, Boss, das Symbol hat angefangen zu leuchten und jemand hat sich gemeldet."
Liard erkannte die Stimme als die eines der neuen Rekruten von Indignito. Es war abzusehen, dass welche von denen zum Überwachen des Symbols auf ihrer Seite abgestellt wurde. Zumindest ist es wohl eine der ungefährlichsten Aufgaben der ganzen Organization, auch wenn sie extrem langweilig ist.

Nun hörte der schwarzhaarige Junge, wie sich jemand auf der anderen Seite wegbewegte und zwei andere mit der vorherigen Person tauschten. Und eine der beiden neu hinzugekommenden Personen musste ausgerechnet sie sein.
"Oh, Liard! Ich war schon voller Sorge, dass du wieder etwas vermasselt hattest und wir nie wieder etwas von dir zu hören bekommen würden. Ich hab doch gesagt, dass wir dich auch mal alleine lassen können.", begann eine ihm wohlbekannte weibliche Stimme in einem ihm wohlbekannten sarkastisch, dramatischen Tonlage ihn zu begrüßen. Er hatte jetzt schon das Bedürfnis die Verbindung einfach zu kappen, aber das würde ihn nur in Schwierigkeiten werfen, also schluckte er seinen Ärger erstmal einfach runter.
"Genug, Arlene. Erzähl, was hast du in Erfahrung bringen können seit dem letzten Mal? Stimmt es, dass diese Gruppe gefangen genommen wurde?"
Nach den Ereignissen beim Attentat war Arlene als erstes zum Hauptquartier zurückgekehrt, um die bisher gesammelten Informationen abzugeben. Zum Glück war das bevor diese Gruppe gefangen genommen wurde, dieses Mädchen hätte ihm sonst keine Ruhe mehr gelassen. Die Nachricht über eben jene Gefangennahme scheint das Hauptquatier trotzdem erreicht zu haben, wie zu erwarten sei.
Liard fasste kurz alles zusammen, was er darauf noch in Erfahrung bringen konnte.
"Das ist alles?", antwortete der Anführer von Indignito den Symbolmagier erbost. Es war wohl zu erwarten, dass das für die aufgebrachte Zeit wohl nicht genig war, aber was konnte man da schon machen?
Liard bejahte die Frage jedenfalls und rechnete bereits, dass Arlene ihn sogleich wieder damit aufziehen wird, doch es kam eine andere Reaktion als erwartet.
"Iridae? Hmm... Und du weißt neben dem Ziel der Kleinen noch nicht, ob die dort noch mehr vorhaben?"
Sie schien über etwas nachzudenken, doch das Mitglied von Indignito hatte keinen Schimmer was das sein könnte. Alles was ihm blieb war die Frage zu verneinen.
"Ärgerlich, aber ich hätte da eine Idee, was ich dort zuerst machen könnte..."
Tatsächlich klang sie, als hätte sie einen Plan. Dass sie sowas könnte hätte Liard auch nie bezweifelt, geschweige denn in ihrer Nähe überhaupt darüber gewitzelt, doch sie schien an der ganzen Sache mehr interessiert als an bisherige Missionen.
Nun berieten sich Arlene und ihr Boss über etwas, doch der Symbolmagier konnte auf seiner Seite nur einen Teil verstehen. Dieses Mädchen wollte am liebsten alleine dort hin reisen, um ihren "Spaß" zu haben, ihr Anführer bestand aber auf etwas anderes. Und ihm konnte sie sich nicht widersetzen und beugte sich schlußendlich seiner Entscheidung.
"Dann ist es beschlossen. Ihr beide werdet wie üblich zusammen mit Ademas losziehen. Arlene hat wieder das Kommando. Du kommst erstmal hierher zurück und triffst dich mit dem Rest des Teams und reist dann von hier aus nahtlos weiter."
Wortlos akzeptierte er den Befehl und einer der beiden entfernte sich den Geräuschen von deren Seite der Verbindung. Ehe er diese jedoch kappte, meldete sich Arlene noch ein letztes Mal.
"Nur damit das schonmal klar ist: Du hattest deine Chance. Nach deinem erbärmlichen Versagen bin ich jetzt allerdings an der Reihe. Tu mir also einen Gefallen und steh mir nicht im Weg wenns soweit ist, okay?"
Danach entfernte auch sie sich und die Verbindung konnte endlich mit einem durchschneiden des Papiers mitsamt Symbols gekappt werden. Ihrer "Bitte" wird er sehr gerne Folge leisten.
________________________________________________________________________________________________________________________________________

@niemand da Sidechars. only:

10

Mittwoch, 15. August 2018, 20:03

Der Abend nach dem Beschließen ihres nächsten Zieles war kurz. Brandon machte sich wie abgemacht auf und wenig später bemerkte Lauriam dann auch so langsam, dass Juna nun schon eine ganze Weile fehlte. Er hielt noch etwas Nachtwache, um zu sehen, ob sie noch über den Abend und dem Beginn der Nacht zurückkommt, dem war aber nicht so und somit hinterlag er noch in derselben Nacht eine Nachricht über Junas potentielle Flucht im Versteck der Schwarzen Hand. Dort verfasste er sogleich auch noch ein paar Dokumente und stempelte sie mit einem Symbol ab, das dem Spezialagenten-Rang vorbehalten war. Er wird diese allerdings erst auf dem Schiff herausgeben und behielt die Sache daher bis dahin für sich. In der Herberge wieder angekommen begab er sich sogleich in sein Bett, nutzte aber am Morgen, nachdem er sein Gepäck mit seinen Arbeitskleidung und dem Rest gepackt hatte und auf der Reise jeden infrage kommenden Moment, um die Bücher über die Dämmerungsmagie anzufangen, welche er sich besorgte. Zunächst informierte er sich lediglich über die Möglichkeiten der Dämmerungsmagie, um als allererstes ein Ziel vor Augen zu haben. Den dafür notwendigen Stoff bekam er zur Hälfte durch, den Rest wird er wohl später nachholen müssen.

Doch die Situation mit Juna war sehr ärgerlich. Er hätte nicht gedacht, dass so früh jemand versuchen würde abzuhauen. Sofern sie aber geschnappt wird, hatte er jedoch nicht vor den Rest der Gruppe nun Freiheiten zu nehmen. Weder er noch sie werden an soetwas viel Freude haben und der Spezialagent zieht es sowieso vor niemanden an der kurzen Leine halten zu müssen. Das würde die Grundstimmung bei den Dunkeln Schwingen nur verschlechtern, die den Umständen entsprechend sowieso nicht so großartig sein dürfte. Sollte die Fuchswandlerin allerdings wirklich entkommen hätte er womöglich keine andere Wahl, als eben das zu tun. Es war zu hoffen, dass die Hand schnell genug reagieren wird.

Zunächst kamen sie jedoch erstmal in Pysajel an, mitsamt dieses Dämons Seamus, der sich der Gruppe erstmal anschließ. Die Hand hatte keine negative Rückmeldung diesbezüglich gegeben, weswegen er nichts dagegen hatte. Da Brandon noch nicht wieder aufgetaucht war bezahlte er erstmal sein Ticket mit, wird sich das aber von dem Typen auf jeden Fall wieder auszahlen lassen. Sofern er denn zurückkommt. Für den Fall, dass dem nicht so sei hatte er sich bereits informiert ob und wenn ja wo in der Stadt ein Außenposten der Schwarzen Hand sei, wo er im Fall der Fälle schnellstmöglich Brandon als gesucht angeben kann. Es war zu hoffen, dass er nicht auf dieses Mittel zurückgreifen muss.

Einige trennten sich dann auch bereits von der Gruppe. Was Lauriam angeht, wartete dieser auf dem Schiff und machte sich es am Deck auf einer Sitzgelegenheit an die zweite Hälfte des ersten Buches über die Dämmerungsmagie. Mit einem Blick auf den Steg würde er hier auf Brandon warten.

Rhord war sich derweil unsicher, was er machen könnte. Bei Viska schien es um irgendeinen Laden ihrer Familie zu gehen und wenn es sonst nichts zu tun gäbe, würde er wohl dort mitgehen. Doch dann sprach ihn auf einmal diese Person an, die auch schon nach dem Verschwinden dieser Menhit aufgetaucht war. Dieser Sa-, Seamus, so war der Name, glaubte Rhord, fragte ihn auf einmal etwas von "Dämon zu Dämon". Erstmal musste Rhord realisieren, dass der Neue wie er ein Dämon sei, denn so oft trifft man hier draußen keinen Artsgenossen. Der Echsendämon wollte gerade antworten, da fiel ihm ein, erstmal besser sich umzuschauen, bevor er irgendwas sagt. Wäre problematisch, wenn irgendwer sie bei diesem Gespräch belauscht.
"Ähm, für gewöhnlich bediene ich mich an den Leichen von Banditen und Räubern, die eine von mir beschützte Karawane angriffen. Natürlich erst nachdem diese etwas Abstand zu mir gewonnen haben, damit mich niemand dabei sieht.", antwortete er erstmal, ehe ihm wieder etwas einfiel. Er holte einen Beutel hervor und holte eine Hälfte einer der Lithium-Handschellen vom Gefängnis heraus. "Aber vielleicht wird das während ich mit der Gruppe reise nicht notwendig werden.", grinste Rhord schonmal Seamus entgegen, ehe er sich erklärte und einmal kurz auf Sungjin zeigte. "Als von dem Typen da diese Dinger abgemacht wurden, gab es auf einmal eine magische Schockwelle und ich war im nu wieder aufgeladen. Ich werde ihn wohl nochmal darauf ansprechen müssen, aber ich glaube da etwas sehr interessantes entdeckt zu haben!"
Wieso ist ihm der Einfall nicht bei dem Gespräch mit Siakin gekommen?
Wenn sie herausfinden könnten, ob es noch mehr wie Sungjin gibt, die so auf diese Magieblockierer reagieren, könnte das vielleicht eine Lösung für viele Dämonen werden. Nun, sofern die Menschen zur Kooperation bereit wären, was an sich bereits ein Problem sein könnte.

Dann auf einmal kam Hokulani von hinten zu ihnen zugerannt. Der Echsendämon bemerkte von dem, was sie sprach, dass sie eigentlich zu Seamus wollte. Doch in dem Moment, wo er sich zu ihr umdrehte bekam sie einen Schreck und sprang zur Seite. Vom Steg ins tiefe Wasser. Er sprang sofort hinterher, jedoch so, dass er sie wohl kaum ausversehen beim eintauchen treffen würde. Schwimmen und Tauchen kann er glücklicherweise und wenige Sekunden später hatte er sie in einer seiner Hände. Mithilfe seiner noch freien Hand schwamm er wieder an die Wasseroberfläche, hob dort das kleine Mädchen dort dann erstmal so hoch, dass sie wieder Atmen können sollte und schaute sich nach dem nächstbesten Weg nach oben um. Es dauerte nicht lange, da wurde er auf eine in der Hafenmauer eingeschlagenen Steinleiter aufmerksam und erklomm diese nach oben, mit Hokulani über seine Schulter haltend und setzte sie dann oben wieder ab. Der ganze Rettungsprozess wäre viel einfacher gewesen, hätte Hokulani wegen irgendetwas nicht so stark gezappelt. Lag es daran, dass sie vor ihm Angst hat oder war es etwas anderes?

Dieser Vermutung und einfach der Fakt, dass sie wegen ihm überhaupt vor Schreck zur Seite sprang, brachte jedenfalls wieder einen Teil seines Gespräches mit seinem Dämonenfreund zurück in seinen Schädel. Auch dieses Kind hat vor ihm Angst, einfach nur weil sie wusste was er war, aber nicht wusste dass er eigentlich keine Gefahr für sie ist. Für einen Moment frustete es den Echsendämon stark wieder damit konfrontiert zu werden, was vielleicht die umstehenden Personen auch bemerkten, fasste sich aber, ehe Hokulani sich zu ihm umdrehen konnte.

@Nadzieja: @Night Zap:

Drain

Jack of all Trades

  • »Drain« ist männlich

Beiträge: 2 908

Wohnort: Karlsruhe

  • Nachricht senden

11

Mittwoch, 15. August 2018, 20:57

. Die Einladung zum Tee nahm Karli dankend an, als Korina zu ihnen trat. Sie hatte sich erinnert, wie Viska davon sprach. Viska nickte: "Genau, ich habe nicht damit gerechnet die Einladung so früh einlösen zu können, aber hier sind wir!"
Interessiert fragte Karli, ob es Viska Familie hier hätte. Viska lächelte und folgte mit ihrem Blick dem Weg entlang des Hafens, über den Markt zu der Hauptstraße. Dort, am Ende der zweiten Gasse links war das Teehaus. “Ja, mein Alter führt hier einen Tee- und Kräuterladen zusammen mit meinem Bruder.” Auf die zweite Frage, wieso sie einen so schönen Ort verlassen hatte musste sie erstmal nachdenken. Eigentlich hatte sie es gut, aber die Narben in ihrem Gesicht erinnerten sie ständig daran, dass sie noch nicht in Ruhe leben konnte.
Sie drehte sich zu Karli, zeigte auf die tiefen Kerben in ihrem Gesicht und sagte: “Die Penner die mir das angetan haben laufen immer noch rum. Mit dem Gedanken ist selbst der schönste Ort die Hölle..”, dann schaute sie wieder zur Stadt,”..aber dieser Ort ist für mich ist die mildeste Hölle.”

Sie klatschte in die Hände. “Also, wollen wir meinem Altem etwas auf die Nerven gehen?” Grinste sie. “Denkt ihr, die anderen wollen auch Tee?”


_______
@DancingMoon: @NightZap:



12

Mittwoch, 15. August 2018, 20:59

Wasser. Um sie herum. Überall. Viel schlimmer als das nass war die Tatsache, dass es so überraschend kam.. und so kalt war. Hokulani wusste dennoch instinktiv, was sie zu tun hatte, denn trotz ihrer fünf Jahre hatte sie von ihrem Papa bereits das Schwimmen erlernen können. Sie hob die Arme über den Kopf und war mit einem Zug mit dem Kopf über Wasser. Doch kaum konnte sie wieder nach Luft schnappen erwischte sie eine weitere Welle - ausgelöst durch Rhord, der ins Wasser gesprungen war - und stukte sie erneut unter. Sie widerholte den Prozess und war gerade wieder an der Wasseroberfläche angelangt, da griff etwas nach ihr. Eine große schwere Hand. Eine schuppige Hand. Hokulani kreischte, doch kaum machte sie den Mund auf schluckte sie Salzwasser, was sie prusten ließ, womit ihr Schrei im Husten unterging. Was wiederum wieder so aussah, als konnte sie nicht schwimmen. Eine vertrackte Situation. Die Hand hielt sie recht geschickt über Wasser, sodass sie immerhin wieder schnell an Luft kam, aber weniger Angst machte ihr das nicht. Also zappelte sie so wild und unbändig herum wie es nur ging - um zu entkommen! Doch leider gab es kein Entkommen von der Schuppenhand die sie kurz darauf auch wieder an Land, auf den Hafensteg, zog. Jetzt sah sie auch zu wem die Hand gehört hatte: Rhord. Mit einem matten Fiepen krabbelte sie schnell hinter Séamus, der während ihrer Rettungsaktion eigentlich nur dagestanden und zugesehen hatte. Hokulani war noch zu Fassungslos darüber, was gerade geschehen war, sie sah den Echsenmenschen nur aus riesigen Augen an.

@Tobi: @Night Zap:


13

Mittwoch, 15. August 2018, 21:09

Der Markt hatte viele Artikel aus Sylvicis aber auch Importe aus anderen Ländern. Kein Wunder, immerhin war dies eine renommierte Handelshafenstadt für dieses Land. So wie Porta Iridae für Iridae. Die Frage war nur was von diesen Gegenständen könnte Noire tatsächlich helfen - oder ihren beiden Familien, also ihrer Familie Zuhause und ihrer neuen Reisefamilie, den Schwingen? Nahrungsmittel wird das Schiff genügen haben weshalb dies kein Thema war. Werkzeuge konnten Sie in Iridae kaufen. Typische Gegenstände der Handelsstadt wären die Erze und Metalle, für die das Land durch seine Struktur bekannt war, doch Noire war kein Experte was Metall im Rohzustand anging. Dafür wäre Amen gut gewesen, dieser war aber entweder noch auf der Fähre oder anderweitig unterwegs. Und das Erz für Ihre neuen Waffen hatten Sie bereits, also war dafür kein Bedarf. Wie es aussah war Sie dahingehend gut bedeckt. Das einzige was Sie brauchen könnte waren neue Pfeilspitzen, damit sie später mit dem Holz welches sie in Iridae erstehen wird neue Pfeile zusammenbauen kann. Und dafür war dann doch die Erzreiche Stadt Pysajel vorteilhaft, denn bei naheliegenden Schmieden konnte Sie in Ruhe fertige Pfeilspitzen in guter Qualität erbeuten, auch wenn diese etwas teurer als die gewöhnlichen Spitzen waren.

==============================================================================

Eineinhalb Wochen. Solange war es her dass der Trupp aus Händler, Wagen, Ware und Söldner sich von der Hauptstadt nach Pysajel aufmachten. Die letzte Nacht nutzen Sie, um sich nochmals von den Strapazen des ganztägigen Marsches zu erholen, nachdem Sie die Gebirge hinter sich gelassen haben und nun in sicheres Gebiet übergingen. Der Zwischenfall mit den Drachen hätten sie getrost gerne vermieden, andererseits war dies für Leo eine reiche Ausbeute, die er als Bonus zurückbringen könnte. Das dürfte die Kasse der Söldner ordentlich füllen und für einige gute Überraschungen sorgen. Eine wohlernährte Familie mit guten Mittel zur Ausrüstung für zukünftige Einsätze war das A und O des Söldnerdaseins. Nur ein gestärkter Körper und eine gute Ausrüstung können einem helfen. Ist eins Mangelhaft, hilft es nicht, dass das andere Top in Ordnung ist. Sie standen entsprechend früher auf, um in der späten Abendstunde den letzten Weg zur Hafenstadt zu absolvieren, so dass sie in den frühen Morgenstunden - also zum Beginn des Betriebs - ankommen, was Sie auch wie geplant schafften. Die Kontrolle am Tor war schnell erledigt da der Händler bekannt war und die Papiere in Ordnung - zumal die Schützen und der Magier diesen Weg häufig absolvierten - eine Ihrer Standardwege. Sobald Sie also im Inneren ankamen ließen Sie sich vom Händler bezahlen und gingen ihre Wege - zur nächsten Taverne oder zum nächsten Händler der wieder Geleitschutz benötigte. Nur Leo blieb bei dem Händler da er Ihn bis Porta Iridae begleiten würde. Auch wenn die See dahingehend sicher war, so wollte der Händler auf Nummer sicher gehen. Und da es eh auf dem Weg zum gewohnten Zuhause für Leo war schlugen beide einen guten Deal, da alle Transport, Verpflegungskosten als auch Papierkram am Händler hingen. Am Hafen angekommen kaufte der Händler zwei Personentickets und den entsprechenden Lagerraum auf einer Fähre, die heute Abend nach Iridae losfahren würde. Entsprechend wurde Leo bis zur Abfahrt befreit. Und was gab es besseres als eine kleine Phiole importiertem Sake den man dann bei dem Händler auf einer kleinen Holzbank genießen konnte - Kalt oder Warm, wie man Ihn bevorzugte. Natürlich mit einem kleinen Snack. Und Leo war kein Fremder, immerhin kannte er diesen von seinen häufigen Besuchen. Es war wie ein kleines Ritual geworden zwischen den beiden. Und da Leo sehr alkoholverträglich war, bekam er auch keine Belehrung wie jeder andere Trunkenbold, der bei Ihm Sake kaufen wollte.

Night Zap

Veteran

  • »Night Zap« ist männlich

Beiträge: 1 986

Wohnort: Ectobiologisches Labor

Beruf: Heir of Breath

  • Nachricht senden

14

Mittwoch, 15. August 2018, 21:47

Viska und Karli stellten sich einander vor, und Karli fragte, warum die Blondine denn aus der idyllischen Hafenstadt weggegangen war. Eine direkte Antwort gab sie nicht, aber es war wohl Rache dafür, zur Bestie gemacht worden zu sein. Wenigstens schien die Rückkehr in die Heimat ihre verwundete Seele beruhigen. Als sie beim Teehaus ankamen, das von außen wie ein echt netter Laden aussah, fragte Viska, ob sie auch den anderen Dunklen Schwingen Tee machen sollten. "Die sind doch in alle Himmelsrichtungen in die Stadt verschwunden, die kommen wohl eher nicht hierher. Kannst ja na große Kanne machen, und wenn sonst niemand kommt, trinken wir eben mehr." Sie war zwar kein großer Teetrinker, aber der von Viska schmeckte bestimmt sehr gut.


Rhord berichtete, dass er sich normalerweise von Banditen bediente, die durch seine Klinge starben, wenn er Karawanen beschützte. "Aha, den Abschaum der Gesellschaft einem guten Nutzen zuführen. So mach ich's auch gerne." meinte Séamus dazu. Als der Echsendämon dann erzählte, dass Sungjin ihn irgendwie gefüttert hatte, war Séamus eher skeptisch. "Klingt wie ein Energietransfer per Thermomantie. Ist wohl leider nicht genug, wenn ein Mensch allein das für einen Dämon macht, geschweige denn zwei. Jedenfalls dachte ich, wir sollten uns vor der Überfahrt vielleicht noch mal anständig satt essen. Wie sieht's aus, gehn wir heute noch in die zwielichtigeren Teile der Stadt und üben ein bisschen Selbstjustiz aus?"

Eine Antwort bekam Séamus darauf nicht, denn im nächsten Moment kam plötzlich Hokulani auf ihn zu, wollte ihn begrüßen, erschreckte sich jedoch vor Rhord. So furchteinflößend war er doch gar nicht, selbst mit seinen breiten Schultern und stattlichen Eins Achtzig an Körpergröße. Hatte sie ihn etwa schon mal in seiner Dämonenform gesehen? Panisch sprang Hokulani zur Seite, und direkt ins Hafenbecken. Séamus wollte hinterher, aber Rhord war schneller als er, er sprang ins Wasser und hielt das Mädchen an der Oberfläche. Dann schwamm er zu einer Leiter und kletterte mit dem Kind auf dem Rücken hoch. Hokulani zappelte hin und her, verängstigt, dass da ein böser Dämon war. Als Rhord die Leiter erklomm, streckte Séamus seine Hand aus, um Lani von seinem Rücken und auf festen Boden zu ziehen. Das weißhaarige Mädchen versteckte sich umgehend hinter ihm.
"Keine Sorge, Hokulani, Rhord tut dir nichts. Er ist echt nett, er arbeitet mit deinem Papi zusammen." versicherte er ihr.
_____________________________________
@Drain: @DancingMoon: @Nadzieja:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Night Zap« (15. August 2018, 22:19)


15

Mittwoch, 15. August 2018, 21:59

"Und er frisst Menschen.", antwortete Hokulani Séamus wie aus der Pistole geschossen als dieser erwähnte, dass Rhord sich mit ihrem Papa gut verstanden hätte. Naja.. gespielt hatte ER jedenfalls nicht mit ihr! "Und er ist ein Dämon, meinte er glaube ich. Séamus, er ist ein Dämon! Damit ist er doch total gefährlich?" Sie stand auf und konnte Rhord nicht außer Augen lassen. Dennoch.. hatte er ihr gerade geholfen. Und.. das war ja eigentlich ein Zeichen dafür, dass er nicht nur böse war, oder?
"Danke.. trotzdem." Sagte sie mit einem winzigen Lächeln und kam nun hinter Séamus RÜcken hervor, nachdem sie etwas Mut gefasst hatte. Sie überlegte ob sie noch dazu sagte, dass sie auch alleine hätte schwimmen können, fasste dafür jedoch nicht genug Mut und verstummte wieder. Eigentlich hatte sie Seamus ja nur hallo sagen wollen, mehr nicht.Wo blieb eigentlich ihr Papa? War der etwa wieder eingeschlafen*?


Spoiler Spoiler

*ja, war er


Raisen

MiP Meister

  • »Raisen« ist männlich

Beiträge: 5 594

Beruf: me ekko, me win, gg

  • Nachricht senden

16

Mittwoch, 15. August 2018, 22:06

Die Gruppe verließ endlich Killius Stadt und brach zu ihrem - auch seinem - nächsten Ziel auf: Iridae. Doch zuerst marschierten sie zum Ufer des Flusses Milwail, der entlang der Grenze von Telvanin und Syvicis läuft. Dort betraten sie eine kleine Fähre, die die ganze Gruppe, abzüglich Brandon und Juna, die wohl beide was anderes machen wollten, nach Pysajel brachten. Pysajel war eine Hafenstadt südlich von Killius Stadt und eine Zwischenstation auf ihrem Weg nach Iridae. Amen wollte sich eigentlich nur vor ihrer Abreise um Noires Waffen kümmern, aber daraus wurde nichts, da alle mit ihm trainieren wollten und er danach keine Lust mehr hatte. Auch die Gespräche mit den Geistern blieben ihm verwehrt, weil die Fähre nur große Gruppenräume hatte und er dementsprechend nie alleine war. Allerdings könnte er das wahrscheinlich noch bis zur Schiffsfahrt nach Iridae aufschieben, die sowieso länger dauern wird.

Am frühen Morgen erreichte die Fährte mit der Gruppe Psyajel und während einige schon voller Vorfreude auf das Deck und den Steg liefen, blieb Amen noch einige Minuten länger in seinem Bett liegen. Schließlich erhob er sich gähnend und trottete auf das Deck. Die frische Seeluft kam ihm entgegen und auch vernahm er die Geräusche des Hafens, wo die ersten Händler schon ihre Waren, die mit Transportschiffen gebracht wurden, entgegennahmen. Amen trat zur Reling des Schiffes vor und sah auf den Steg hinab, wo sich Rhord, Hokulani und dieser komische Typ, Séamus, befanden.

17

Mittwoch, 15. August 2018, 22:38

Die Pfeilspitzen gekauft, stand Sie vor dem Laden um zu realisieren, dass die anderen nicht in der Nähe waren. Sie ging zwar als eine der ersten von der Fähre, hätte aber erwartet das Sie zumindest einen auf dem Markt sehen würde. Gut, daran konnte Sie nun nicht ändern. Sie wussten alle dass Sie am Abend bei der Fähre sein mussten also war es in Ordnung das jeder wohl seinen eigenen Sachen nachging. Die herauskommende Sonne forderte jedoch Tribut von Noire als sich Ihr Magen zu Wort meldete. Sie hatte Hunger. Sollte kein Problem sein dache Sie sich, als sie diverse Essenstände vorfand, die aber allesamt erst ihre Waren am Zubereiten waren. Dafür war es zu früh. Also war eine der vorhandenen Tavernen wohl ihr Ziel. Aufgrund der Größe der Handelsstadt gab es natürlich mehrere, also suchte sich Noire ein preisgünstiges aus und betrag die Taverne "Der fliegende Fisch" - Der Name konnte einen nachdenklich stimmen wenn man sich vorstellte dass Fische tatsächlich fliegen könnten. Bei dem Gedanken musste sie sogar ein wenig schmunzeln, der Name war jedoch Programm. Viele Gerichte waren mit Fischspeisen bestückt, auch das Frühstück. Es war eine deftige Küche in dieser Taverne, was Noire nicht störte als Sie sich eines der normalen Gerichte bestellt - Brot, Fleisch, Käse sowie geräucherter Lachs und einem gebratenen Hering. Kein Gericht war ohne Fisch und das war auch gut so, denn beim ersten Bissen in den Fisch lief Ihr tatsächlich das Wasser im Munde zusammen.

==================================================================

"Und Leo, was für heroische Taten hast du dieses mal wieder vollstreckt? Ein Banditenlager ausgeräuchert? Eine holde Maid gerettet? Oder vielleicht doch einen niederträchtigen Adeligen das Handwerk gelegt?" scherzte der Händler in gewohnter Manier da er seinen Stammgast mittlerweile so gut kannte, dass er wusste das wieder eine schön geschmückte Erzählung seines schlichten, einfachen Auftrags kommen würde. "Besser mein Lieber. Viel besser. Einen Drachen. Riesig und barbarisch. Versuchte uns alle zu verspeisen! "Ein Drache?" "Ja, ein Drache. Er attackierte uns verbittert, ließ uns keinen Frieden. Doch! ...." und so begann Sie wieder, die liebenswürdige Geschichte des jungen Söldners. Nie hatte er Lügen erzählt. Er hatte nur nicht die ganze Wahrheit erzählt sondern immer etwas unter den Tisch fallen lassen. Und es sehr übertrieben erzählt. So war es nun mal, wenn man Geschichten an andere Personen weiterreicht und Sie irgendwann im Lande kursieren könnten. "Da hast du mir einen schönen Bären aufgetischt. Meinst du etwa du könntest So noch eine Phiole umsonst bekommen? Ha! Da musst du dir schon etwas bessere einfallen lassen!" lachte der Herr im einfachen Gewand, da die Temperaturen hier später noch schlimmer werden. "Ein Versuch war’s wert. Aber meine Geschichte ist wahr. Wie jede andere. Du kennst mich doch mittlerweile" und nahm wieder einen Schluck aus dem kleinen Trinkgefäß während sein Händlerkumpane nur mit seiner Antwort "Das stimmt wohl du junger Haudegen" seine Zustimmung äußerte. Für Leo war das einfach Entspannung nach einem anstrengenden Auftrag. Und einen niederen Drachen zu besiegen dürfte eine ordentliche Leistung sein. Zumal die Schuppen richtig verkauft ein gutes Geld einbringen werden. Doch das wird er in Iridae klären, einem befreundeten Händler aus dem Kreis des Senators übergeben da er dort normale Preise bekommt und nicht über den Tisch gezogen wird wie bei all den anderen Händlerschurken.

18

Mittwoch, 15. August 2018, 22:47

Der neue Dämon der Gruppe erklärte ihm, dass ihre Auswahl was Menschenfleisch angeht sich ähnelt, doch erzählte dann irgendwas Energietransfer per Themomantie. Was genau das auch sein sollte. Von Thermomantie habe er ja gehört, aber Energietransfer?
Aber er war nachdem das geschah wieder komplett aufgeladen und man kann nicht gerade sagen, dass er zu dem Zeitpunkt noch großartig viel Energie hatte, sie war mindestens unter der Hälfte gewesen. Dann bot er ihm an, nach solchen zwielichtigen Gestalten jagen zu gehen. Ehe er antworten konnte geschah jedoch das mit Hokulani.

Es war genauso, wie Rhord es bereits befürchtete. Die Tochter von Nakoa hat große Angst vor ihm, auch wenn er sie gerade retten wollte. Sobald sie es konnte versteckte sie sich fiepend so schnell wie sie dazu in der Lage war hinter Seamus.
Dieser versuchte sie zu beruhigen, doch sie antwortete exakt das, womit Rhord spätestens dann rechnete, als er ihre großen ängstlichen Augen sah. Sicherlich, sie ist noch nur ein Kind, aber wer sagt, dass sich diese Haltung über Dämonen verfestigen wird?
Das schlug auf nur noch härter auf Rhords Stimmung ein. Ihr danke mit einem Lächeln auf ihrem Gesicht, auch wenns nur winzig war, war da eine schöne Abwechslung. Doch am Gesamtergebnis konnte es nicht genug ändern.
Der Dämon ging in die Hocke, um in etwa auf ihre Höhe zu kommen um ihr danke zu erwidern "Kein Problem. Pass das nächste Mal besser auf, wo du hinspringst, okay?"
Rhord tat sein bestes seine schlechte Stimmung nicht nach außen zu zeigen, nicht jetzt direkt vor Hokulani. Stattdessen setzte er ein Lächeln auf, als er dies sagte, ehe er wieder aus der Hocke ging und Seamus anschaute.

Vor all dem hier hätte er wohl das Angebot abgelehnt, sofern sie nicht auf Übersee kämpfen müssen braucht er bei weitem noch nicht so viel Energie. Aber jetzt hatte sich einiges an negativen Emotionen in ihm aufgestaut und die mussten irgendwie raus. Er versuchte mit einem Kopfnicken dem neuen Dämon verständlich zu machen, dass er das Angebot annähme. Er gab Seamus etwas Zeit, um sich von Hokulani zu trennen und sobald sie sein Gesicht nicht mehr sehen konnte lag er sein falsches Lächeln ab. Als Seamus ihm nun womöglich hinterher kam hielt er an, um mit ihm nochmal etwas genauer darüber zu sprechen, schaute sich aber zuvor nochmal um, um sicher zu gehen, dass niemand ungebetenes mithört.

"Ich bin dabei, allerdings hätte ich eine Bitte. Wir töten nur diejenigen, wo wir uns absolut sicher sind, dass sie niemand vermissen würde."
Er empfand es gerade als falsch nachdem ihn Hokulanis Reaktion so schwer traf das Risiko einzugehen jemanden zu töten der oder die einfach nur in einer ähnlich schwierigen Situation sind wie einige der Dunklen Schwingen und im Kern keine absolut bösartigen Menschen sind, wie es mancher nach der Ermordung des Fürsten jetzt wohl denken würde. Es mag aus ihrer Sicht nichts falsches daran sein auch solche unfreiwilligen Verbrecher zu töten, aber wenn es geht würde er gerne für heute sich auf den wirklichen Abschaum konzentrieren - falls sie denn sowas finden und der Gesellschaft auch wirklich etwas gutes tun.
"Ich hoffe sehr, dass sowas möglich ist."

@Night Zap: @Nadzieja:

19

Mittwoch, 15. August 2018, 22:52

Einige Tage waren vergangen und endlich kam die Fähre in Pysajel an, Vitaya erwachte eben erst aus ihrem außerordentlich guten Schlaf. Zuerst ein prüfender Blick auf die Ferse. Seit sie diese aus dem Übungskampf mitgenommen hatte, betrachtete sie die jeden Morgen, wie der Heilungsverlauf sich gestaltete.Eine gute Überwachung ist das A und O. Und es sah schon sehr gut aus; davon überzeugte sie auch noch das Gefühl beim Auftreten, als sie sich ihre Klamotten zusammen sammelte. Gähnend verließ sie die Kajüte und betrat das Deck, wo erstmal Lauriam und auf dem Steg Hokulani, Amen, Rhord und noch eine ihr unbekannte Person entdeckte. "Guten Morgen allerseits!", rief das ewige kleine Sonnenschein grinsend herunter. Kurzerhand sprang sie auf das Deck und fragte: "Was steht heute an?"

Brandon trabte mit seinem imposanten Gaul, Abgottfried durch die Straßen der Hafenstadt Pysajel. Natürlich fiel er auf, das war bei seinem Phänotyp und dem seines Reittieres vorprogrammiert. Hoffentlich erkennt mich niemand. Der ehemalige Ritter hoffte, solange wie möglich Nutzen aus dem Umstand, für tot erklärt geworden zu sein, ziehen wollen. Nun musste er sich nicht vor Verfolgung durch die Ritter der Wedea Gedanken machen, denn die hielten ihn für tot und würden wohl kaum weiter ausschau halten. Aber sollte er einem solchen Ritter zufälligerweise über den Weg laufen, würde dieser ihn wohl sofort erkennen und damit die Jagd erneut beginnen, sofern er diesen nicht direkt umbringen hätte können.

Brandon tat es also wirklich, er hielt sich an die Vereinbarung, brach nicht das Wort, das er Lauriam gegeben hatte, obwohl es nicht so gewesen wäre, als ob er nicht mit dem Gedanken gespielt hätte. Einfach bei Diemenkrasha das Schwert schmieden lassen und dann Colerim und Epidaemus suchen. Vielleicht wäre er schon einen Monat später von diesem Pakt erlöst gewesen.
Quatsch. Es wäre eher so gelaufen, dass die Schwarze Hand ihn noch davor erwischt hätte. Insgesamt glaubte Brandon mit seiner jetzigen Handlung, doch zur Gruppe zurückzukehren, die aktuell klügste Entscheidung getroffen zu haben. Diesen doch schlagkräftige Trupp um sich herum zu haben, statt von deren Auftraggebern gejagt zu werden, war gut. Aber dieses Verhältnis würde nicht von Dauer sein. Früher oder später würde sich Brandon davon befreien, denn diese Schuld in der ein jeder der Dunklen Schwingen stand ... sie war nicht von endlicher Dauer - niemand spezifizierte, wie lange der Trupp aufträge zu erfüllen hatte oder gar über welchen Zeitraum. Das war ein Blanko-Check für die Schwarze Hand und der einzige Ausweg würde die gewaltsame Trennung sein.

Kurze Zeit später gelangte Brandon an den Steg, stieg von Abgottfried ab, und stellte sich vor die Fähre auf der Lauriam stand, und erklärte das offensichtliche: "Ich bin wieder da."

___________________________________
@Tobi:, @Nadzieja:, @Raisen:, @Night Zap:
Ich bin nur ein großer Träumer
Doch ich weiß es kommt der Tag
Und irgendwann werden dann
Meine Träume wahr

Drain

Jack of all Trades

  • »Drain« ist männlich

Beiträge: 2 908

Wohnort: Karlsruhe

  • Nachricht senden

20

Mittwoch, 15. August 2018, 23:16

Die drei Mädchen bogen also bei der Hauptstraße nach links in die sehr viel ruhigere Seitengasse. Langsam fiel ihr der Geruch der ganzen Kräuter in die Nase, die ihr so bekannt waren. Der Laden von außen wohl weniger edel. Die Farbe blätterte schon hier und da ab und das Holz begann zu Splittern, doch war es.mit vielen kleinen Details verziert, die dem ganzen eine persönliche, heimische Note gaben.
Sie schaute auf das Schild, das die Worte “Broms Kräuterhaus” trug. Viska fande den Namen nie besonders einfallsreich, aber Brom.trug ihn mit stolz.

“Hier hab ich die letzten Jahre gelebt. Klein, aber fein!”

Endlich traten sie durch die langen, herunterhängenden Vorhänge ins Innere des Teehauses, in dem sie von einer breiten Vielfalt von Gerüchen begrüßt wurden. Der Raum war durch seine Lage in einer Seitengasse auch nicht sehr gut beleuchtet, schon gar nicht um diese Uhrzeit. Also gingen sie weiter ins Innere, wo Viska erhoffte Brom und Andre zu finden. Stattdessen hagelte es, aus dem Nichts und blitzschnell, auf alle drei Köpfe ein Schlag mit einem Holzstock. Synchron fassten sie sich alle an den Kopf, dann an die Waffen und Viska war die erste die über die Theke sprang und Angriff. “Was soll das du alter Sack!!”, schrie sie lauthals, als sie von hinten durch kräftige Arme gepackt wurde.
Der Riese, dem die Arme gehörten, drückte Viska nun ganz fest an sich, während sie weiterhin wutentbrannt zappelte. Keine Chance. “Viiiiiiisgaaa”, brummte die tiefe Stimme von Andre. Dann trat auch der Ursprung der Schläge ins gedimmte Licht und die faltige Visage von Brom, dem Besitzer des Teehauses kam zum Vorschein. “Was schleicht ihr hier um diese Uhrzeit in meinem Laden rum, ohne auch nur einen Ton zu sagen, ihr Bälger! Was sind das für Manieren!” Er stützte sich mit seinem Holzstock ab, sein linkes Auge war vernarbt, seine Haare kurz und silbern.

Hallo Viska, Viska, Viska!”, rief der Riese fröhlich und schüttelte Viska ordentlich durch. Diese fing an zu lachen und umarmte ihn, was bei seinem Körpervolumen kaum möglich war. “Ich hab dich auch vermisst, Dicker!”

Immer noch in den Pranken des Riesen wandte sie sich zu ihren zwei Begleitern, die verwirrt in die Runde blickten. “Darf ich vorstellen, das ist Andre, mein Bruder!” Dann zeigte sie auf Brom, der mittlerweile zu einem der Fenster gestackselt war und eine Gardine zur Seite schob, wodurch es bedeutend heller im Raum wurde. “Und das ist mein Alter, ihm gehört der Lad-” Klonk! Ein weiterer Schlag landete auf ihrem Kopf. “Verzeiht, ich schätze meine Göre hat wohl schlechten Einfluss auf euch. Wer seid ihr überhaupt?”, fragte er die zwei Mädchen, während er sie mürrisch musterte. Viska hielt sich dabei wieder schmerzend den Kopf während Andre sie mit seinen großen Fingern streichelt und auf die Beule pustete.


_________
@Night Zap: @DancingMoon:


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Drain« (15. August 2018, 23:16)