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Sonntag, 7. Juli 2019, 13:20

Während Rhord sich kurzerhand entschied sich der Nahrungsbeschaffung zu widmen schienen Korian und Lauriam nun eher "geschäftlichen" Gesprächen nachzugehen - welche Folgen ihre Aktion in der Stadt brachten und was mit ihren Unfreiwilligen Begleitern ist. An sich war es Noire egal was im telvaanischen Kaiserreich gerade von sich ging - streng genommen als Bürgerin und stolze Söldnerin von Iridae, einem Inselstaat der unabhängig und Neutral als Ankerplatz des Welthandels agierte - doch es war ein Stück interessant dass dieser Prinz ein gutes Charisma besaß um die Meute zu beruhigen - was Ihn jedoch als nächstes Ziel sehr schnell nach oben befördern würde. Es reichte schon dass mit Niccolo ein sehr guter Mann von der Welt ging und Olivia sie damit an der Leine halten kann - was die Hand in einem ganz anderem Umfang auch tat - doch viel könnte Sie aktuell nicht unternehmen außer gefügig mitzuspielen - bei beiden - und gewissenhaft zu versuchen "Nützlich" zu bleiben als auch nicht aufzufallen bis sich irgendwann ein Lichtblick am Ende des Tunnels ergab. Entsprechend schwieg sie bei der Unterhaltung der beiden und döse halbherzig in dem Bett dahin, dem Gespräch lauschend.

Irgendwann kam auch der Punkt an dem sich die Geister abgesprochen hatten zumindest Nina unter ihre Aufsicht zu halten und Lauriam hat das also wie angeraten selbst erwähnt. Und wie geschätzt schien sie nichts dagegen zu haben, mahnte aber ebenso darauf dass sie was gegen Florence und Dante machen müssten, was Lauriam wie auch Ihr oder ihren Freundinnen in der Geisterwelt bereits bestätige. "Stalker, Mordaufträge, Spionage. Bald dürften wir den ganzen Katalog durchhaben. Fehlt nur noch Sabotage und Entführung. Was es wohl als nächstes sein wird?" scherzte die erschöpfte Frau, wissend dass diese Vermutung nur allzu wahr werden könnten - und wohl auch noch werden.

@Tobi: @Night Zap:

482

Sonntag, 7. Juli 2019, 15:30

Korina zeigte sich kooperativ und gab sogar eigene Vorschläge, wie sie mit der Situation umgehen könnten. Das war sehr gut.
"Ersteinmal würde ich gerne versuchen zu verhindern, dass die beiden uns überhaupt folgen. Da könnten wir ihnen sogar mit Konsequenzen drohen, wenn sie das ignorieren. Die beiden sollten wissen mit was für einer Gruppe sie es zu tun haben und werden diese Warnung auch ihrem Vater melden. Dann einen von ihnen zu erledigen, wenn sie nicht Folge leisten, dürfte einen abschreckenden Effekt haben. Zumindest direkt würden sie uns nichtmehr belästigen, außer wenn sie einen Kampf wollen. Was einer Kriegserklärung gegen die Schwarze Hand gleichkommen könnte, immerhin mischen sie sich auch in unsere Angelegenheiten ein und bedrohen ihre Mitglieder und das auch noch als Geschäftspartner. Das müsste dann aber Cassius bestimmen. Was das für ihre Sekte bedeuten würde muss ich nicht wirklich erklären, oder?"

Der Wert der Sekte für diese Gruppierung war immernoch ein Rätsel, doch ohne Grund werden sie die nicht betreiben, soviel war sicher.
"Aber ja, sollte das warum-auch-immer nicht funktionieren wäre ein Ausschluss von unseren Kämpfen eine Option, wobei dann immer noch unklar wäre, ob die uns nicht aus der Ferne beobachten könnten. Dante kann sich immerhin Flügel wachsen lassen."

Dann war da noch die Frage, wie die überhaupt mit Nina kommunizierten.
"War Nina denn immer an deiner Seite oder gab es Zeiten, wo sie sich von dir trennte und du es mitbekommen hast. War sie die ganze Zeit bei dir könnten sie über Telepathie kommunizieren, was bereits ein Problem wäre, denn dann wüssten sie bereits, dass wir deren Spionage nicht so einfach hinnehmen werden. Also zumindest, wenn Dante und Florence auch eine Verbindung miteinander aufbauen können. Fehlte aber Nina ab und an, können wir davon ausgehen, dass sie zu diesen hingehen muss, um Informationen zu übermitteln. In diesem Falle würde ein Geist, der sie zu der Zeit beschattet verfolgen, soweit es sicher für diejenige bleibt. Oder aber sie stoppen, ehe sie damit fertig ist und Nina zurück schleifen. Hängt wohl von der Situation ab und ob diejenige es sich zutraut."

Noires scherzhafter Kommentar zu der ganzen Sache entging dem Spezialagenten nicht und er erlaubte sich den Gedanken aufzugreifen. Ernster, als die Katzendame es sich vielleicht wünschen würde.
"Nun... einen der beiden als Geisel gefangen zu nehmen und immer in der jeweiligen Schwarzen Hand Basis zu deponieren könnte sogar sehr sinnvoll sein. Damit töten wir ihn oder sie nicht sofort, aber können es relativ schnell, wenn jemand anderes von deren Familie uns auf die Nerven gehen möchte oder aber, wenn Nina wieder plaudert. Um ehrlich zu sein gefällt mir die Idee sogar recht gut, so scherzhaft, wie sie auch gemeint war, denn diese Söhne und Töchter scheinen sich umeinander sehr zu sorgen und wenn das auch andersrum gilt wird Nina sehr vorsichtig werden müssen."
Dass es zumindest möglich wäre keinen der beiden töten zu müssen sollte wohl auch in Noires Interesse sein.
____

Vada schien ihn zuvor nicht bemerkt zu haben, denn bis jetzt hatte er ihn nichtmal angeschaut. Erst jetzt tat er es und streifte sich nach einer Verneinung von Rhords Frage wieder seinen Handschuh über, gefolgt von einem recht monoton erfragten Status der zurückgekehrten Dunklen Schwingen. "Du wirkst nicht gerade so, als würde dich das wirklich interessieren...", kommentierte Rhord erstmal Vadas Frage im Gedanken zuerst bei den anderen Dunklen Schwingen. "Gegen Menhit mussten wir nicht kämpfen, aber gegen einen Dämon, den sie aus Claires Körper erschuf.... nachdem Lauriam eine andere Seele wieder in den Körper einsetzte. Es kam zum Kampf und nunja... Noire hat nun ein Problem mit einem Loch im Bein oder hatte es zumindest. Eine Heilerin hat ihr und Lauriam jetzt geholfen, muss in zwei Stunden aber nochmal ran."

Amen bemerkte er dabei noch gar nicht, als er das folgende - bedrückt - aussprach:
"Es hätte aber auch schlimmer kommen können... Lauriam und ich wären beinahe getötet worden, doch wir wurden von Menhit... gerettet... Ich verstehe immer noch nicht wieso und allein daran zu denken bereitet mir noch Gänsehaut. Hattest du sowas schonmal? Also zu wissen, dass du fast gestorben wärest? Jedenfalls scheint Amen verschwunden zu sein. Hoffentlich taucht er bald wieder auf...", sagte Rhord und als er sich einmal zur Theke wandte, um den Stand der Dinge dort im Auge zu behalten, bemerkte er Amen. Im ersten Moment war er sprachlos und im zweiten. "Oh. Hi Amen." Das war jetzt merkwürdig.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tobi« (7. Juli 2019, 15:32)


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483

Sonntag, 7. Juli 2019, 16:01

Vadas Körpersprache war ausreichend, um zu zeigen, dass ihn das Wohlbefinden der anderen nicht groß kümmerte - es war ihm natürlich nicht vollkommen egal, was mit ihnen geschah, aber große Gedanken würde er nicht daran verschwenden-, weswegen er die erste Aussage von Rhord unkommentiert ließ. Der Rest hingegen weckte sein Interesse: "Gegen Menhit mussten wir nicht kämpfen, aber gegen einen Dämon, den sie aus Claires Körper erschuf.... nachdem Lauriam eine andere Seele wieder in den Körper einsetzte. Es kam zum Kampf und nunja... Noire hat nun ein Problem mit einem Loch im Bein oder hatte es zumindest. Eine Heilerin hat ihr und Lauriam jetzt geholfen, muss in zwei Stunden aber nochmal ran." Vada nickte verständnisvoll. Das klang äußerst...extrem? So ganz konnte er es sich zwar nicht vorstellen, wie Menhit aus Claire einen Dämon erschuf, aber nach den Erzählungen ihrer Stärke lag das wohl im möglichen. Zudem Rhord nicht der Typ war, der Lügen erzählte, um Geschichten spannender zu machen. "Es hätte aber auch schlimmer kommen können... Lauriam und ich wären beinahe getötet worden, doch wir wurden von Menhit... gerettet... Ich verstehe immer noch nicht wieso und allein daran zu denken bereitet mir noch Gänsehaut. Hattest du sowas schonmal? Also zu wissen, dass du fast gestorben wärest? Jedenfalls scheint Amen verschwunden zu sein. Hoffentlich taucht er bald wieder auf...", nun sprach Rhord etwas aus, das äußerst komisch war: Menhit hat die beiden Schwingen gerettet? Könnte sie...sich daraus etwas erhoffen? Je mehr über diese Frau gesagt wird, desto abstruser wird das ganze. Sie war auch keine bekannte Persönlichkeit, was bei Personen, die über große Kraft verfügten, eher selten war. Während Rhords Erklärung hatte sich die Tür geöffnet und Vada konnte im Augenwinkel eine weißhaarige Person in die Cafeteria marschieren sehen: Amen. Erst am Ende von seiner Erzählung erblickte auch Rhord, dass der Junge, den er gerade noch als vermisst gemeldet hatte, nun vor ihnen stand. "Oh. Hi Amen", begrüßte er ihn.

Amen hörte nur den letzten Teil von Rhords Erzählung - dass Menhit sie gerettet hat. "Hallo!", grüßte er den Dämon zurück und auch Vada, der an einem Tisch saß. "Was meinst du mit 'Menhit hat uns gerettet'?", fragte der Weißhaarige sogleich nach, um sicherzugehen, ob er sich nicht doch verhört hatte. Für das Thema Menhit und dieser Enthüllung wirkte der Junge äußerst ruhig. Vielleicht schon zu ruhig. Es war keine Wut oder Zorn zu spüren, obwohl das die realistischste Reaktion wäre.

@Soren: @Tobi: @Night Zap:

484

Sonntag, 7. Juli 2019, 16:17

Amen grüßte ihn zurück, ehe er erstaunlich ruhig nochmal bei der Rettung von Menhit nachhakte.
"Lauriam und ich wurden beide von Menhit in die Geisterwelt gezogen, einen Moment ehe der Angriff des Dämons, den sie erschuf, ihn und mich getötet hätte... Wobei ich glaube, dass Lauriam dem Angriff auch von alleine wenn auch knapp ausgewichen wäre. Bei meinem Fall war es jedoch eindeutig. Lauriam war aber zuerst in die Geisterwelt gezogen worden, vielleicht hat er etwas mitbekommen, ehe ich dazustieß."
Der Echsendämon musste einen Moment überlegen, ob da noch etwas war, über das er erzählen sollte und tatsächlich hätte er fast was erwähnenswertes vergessen!
"Und dann, als Menhit selbst den Dämon tötete hatte sie ihn und mich wieder in diese Welt zurückgeholt. Kannst du dir das erklären? Ich dachte sie wäre unser Feind?"

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485

Sonntag, 7. Juli 2019, 16:32

Stimmt ja, die Schwarze Hand hatte schon Geschäfte mit der Kirche des Schwarzen Engels gemacht, und so einiges an Material, um die Fraktion des Vaters anzuschwärzen, sollten er oder seine Kinder ein zu großes Risiko für die Hand darstellen. Die Sekte mit diesen Leichen im Keller zu erpressen, konnte aber auch Konsequenzen für Gruppen haben, die nicht in diesen Konflikt involviert werden. "Die Kirche will vor allem mich, und wenn die Hand versucht, sie zu erpressen, können sie wiederum mich erpressen."
Traurig sah sie Noire an. "Sie könnten den Pegasusorden über die Lüge aufklären, die ich Kaithlyn eingetrichtert hab. Und wenn das rauskommt, wird sie nicht nur mir an den Kragen wollen. Die Schattenwölfe würden dann auch dem Schutz eines Schwerverbrechers angeklagt werden. Das will ich nicht. Das könnte ich niemals zulassen."
Wenn es keine Möglichkeit gab, die Dunklen Schwingen vor einem Selbstmordkommando zu bewahren, weil der Feind auf all ihre Tricks eine Antwort hatte, würde Korina fast schon lieber allein losziehen, um zu versuchen, Vater zu stoppen.

Wieder zum Thema Nina. "Ja, in der Tat, sie hat sich mindestens ein mal davon gestohlen, nachdem ich Dante in Jonis Vernal zum ersten mal getroffen hab, bevor ich wusste, dass er zum Vater gehört. Wahrscheinlich nicht lang genug für ein richtiges Gespräch, aber später hab ich durch eine dünne Wand in dem Hotel, in dem ich übernachtet hab, herausgefunden, dass Dante und Florence im gleichen Gebäude gewohnt haben. Da Nina wusste, wo ihre Geschwister sich die Nacht über aufhielten, hat sie ihnen vielleicht einen Besuch abgestattet, während ich geschlafen hab."
"Ja, genau so wars!" sagte Nina plötzlich, und Korina starrte ungläubig in die Richtung, aus der sie die Stimme der Dämonin gehört hatte, direkt über ihr.
Die anwesenden Geister konnten Nina nicht nur hören, sondern auch sehen: Sowohl Fledermaus- als auch Insektenflügel waren angerissen, und ihr ganzer Körper sah ziemlich zerknittert aus. Geister zeigten keine sichtbaren Verletzungen, wenn ihre Form beschädigt waren, aber der angeschlagene Gemütszustand, der mit der Wiederzusammensetzung nach einer Zerstörung einherging, wirkte sich bewusst oder unterbewusst auf ihr Erscheinungsbild aus. Nina war aus einem winzigen Punkt aus dem Nichts erschienen, der erst ein fahles Licht abgeben hatte, bevor das Dämonenmädchen daraus herausgeplatzt war, was so ähnlich aussah, als würde man das Abfließen des Wassers aus einer Badewanne rückwärts beobachten.
"Also, worüber habt ihr grad geredet, außer, dass ich mich mal davongeschlichen hab? Wird nicht mehr passieren, großes Schwertmeisterehrenwort, wie du sagen würdest, Rabe."
Korina seufzte. Irgendwie hatte sie sich schon sorgen um Nina gemacht. Jetzt schien aber wieder alles in Ordnung zu sein. "Selbst, wenn du ein Schwertmeister wärst, würd ich dir nicht glauben." sagte sie harsch, um keine Schwäche vor jemandem zu zeigen, der ja eigentlich ein Feind war. "Ach ja, Nina ist zurück." informierte sie dann Lauriam und Noire.


Weil Dante und Florence in der Eingangshalle der SH-Basis als Außenseiter nur misstrauische Blicke von vorbeigehenden "Hand"langern des Syndikats ernteten, schlug Florence vor, ein paar der Schwingen aufzusuchen, denn deshalb waren sie ja eigentlich da. Ein Administrator verwies sie zur Cafeteria, weil er da "ein paar der Leute vom Seelenjäger" gesehen hatte, also begaben die Geschwister sich dorthin, wo sie auch schon auf Rhord, Amen und Vada stießen, gerade, als der Echsendämon von der Konfrontation mit Menhit berichtete.
"Hm, sie hat jemanden einfach zum Dämon gemacht? Nicht sehr nett von ihr." kommentierte Florence unverblühmt.
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486

Sonntag, 7. Juli 2019, 16:43

Vada grüßte Amen, aber sonst war er erstmal still. Er hatte keinen Platz im Gespräch von Rhord und Amen und so blieb ihm sowieso keine andere Wahl, als nichts zu sagen. Sich grundlos einzumischen war nicht seine Art. Er würde aber später nochmal auf Rhord zugehen, um auf diesen einzugehen, da ihr Gespräch durch das Auftauchen des Weißhaarigen unterbrochen wurde.

"Lauriam und ich wurden beide von Menhit in die Geisterwelt gezogen, einen Moment ehe der Angriff des Dämons, den sie erschuf, ihn und mich getötet hätte... Wobei ich glaube, dass Lauriam dem Angriff auch von alleine wenn auch knapp ausgewichen wäre. Bei meinem Fall war es jedoch eindeutig. Lauriam war aber zuerst in die Geisterwelt gezogen worden, vielleicht hat er etwas mitbekommen, ehe ich dazustieß", erklärte Rhord und Amens sah verwirrt aus - er hatte sich also nicht verhört. Menhit hat sie tatsächlich gerettet. Sie tat sogar noch mehr, was Rhord nach einigen Momenten hinzufügte: "Und dann, als Menhit selbst den Dämon tötete hatte sie ihn und mich wieder in diese Welt zurückgeholt. Kannst du dir das erklären? Ich dachte sie wäre unser Feind?" Der Junge runzelte die Stirn. All das machte keinerlei Sinn. Was zur Hölle will sie? "Ich hab keine Ahnung", warf er Rhord äußerst hart entgegen und hängte dann etwas an, was vielleicht nicht passend war, "Sie ist nicht unser Feind. Sie ist meiner. Auf jeden Fall wird das nächste Mal...das letzte mal sein." Was genau er damit meinte, erklärte er nicht weiter. In seinen Augen konnte man Wut und Hass erkennen, aber auch die Bereitschaft, es wirklich zu beenden. Sein Gesicht allerdings blieb überraschend neutral, ebenso seine Stimme.

Kurz darauf kamen Florence und Dante in die Cafeteria. Vada warf den zwei ernste Blicke zu - was machen sie hier? "Wer hat euch erlaubt, hierher zu kommen?" Amen hingegen lächelte als die beiden Geschwister in den Raum kamen. Das ging allerdings eher in Richtung Florence als zu Dante.

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487

Sonntag, 7. Juli 2019, 17:38

Korina erwiderte, dass sie es nicht gut fände, wenn die Schwarze Hand anfangen würde diese Familie zu erpressen, denn dann könnte es dazu kommen, dass die Lüge, die den Pegasusrittern erzählt wurde, als solche enthüllt werdne könnte und zudem noch die Schattenwölfe mitgerissen werden könnten. Lauriam sah das allerdings entspannter und zwar nicht nur, weil er keinen Schaden davon tragen würde. Zumindest keinen direkten. "Solange die keine handfesten Beweise haben bleibt ihnen nur ihr Wort. Wem glaubst du wird man dann eher trauen? Einer dubiosen Sekte, die erst in einem Teil eines Landes Fuß gefasst hat oder eine sich als vertrauenswert bewährte Söldnerfamilie, die über Iridae hinaus bekannt ist? Ich habe eure Lüge nicht mehr im Kopf, aber solange man sie nicht auch ohne Beweise entlarven kann sollten du, Noire und ihre Familie vor ihnen sicher sein." Mal ganz außen vor gelassen, dass die Sekte sich dann mit Rouge auseinandersetzen dürfte, da sie die Glaubwürdigkeit ihrer Familie infrage stellen.

Nun hatte Korina noch einen Moment darauf zu antworten, ehe sie mit ihrer Antwort fortfuhr und zeitgleich Aella ihn über eine auf einmal im Raum erscheinende Energieansammlung informierte. Der Agent spürte aber nichts, was bdeuten würde, dass es in der Geisterwelt geschah. Die Winddämonin kam in den Raum zurück und erkannte nach einiger Zeit bereits, was sich dort bildete.
Lauriam erfuhr nun jedenfalls, dass Nina sich davon geschlichen hatte, als die beiden Dämonen sich 'zufällig' - von wegen - im Nachbarzimmer aufhielten, als sie in Jonis Vernal übernachtete.
Da Lauriam bereits von Ninas Rückkehr wusste erwiderte er dies nicht sofort. Ihre Zeit war sowieso abgelaufen. Er ließ dem Dämonengeist das erste Wort und so sollte es auch kommen.

Dabei hat sie wohl das, was Korina sagte, gerade noch mitbekommen. Aella, die ihm Ninas Worte übermittelte, teilte ihm dann auch die Frage von ihr mit, worauf Lauriam beschloss das für Korina zu übernehmen:
"Wir haben über dich geredet. Korina war erschrocken darüber zu hören, was mit dir passiert ist und das hat sie darüber nachdenken lassen, was bisher zwischen euch geschehen war. Da ist ihr eben dein kleiner Ausflug wieder eingefallen."

Eine schlichte Lüge, wo es der Dämonin schwer fallen dürfte zu erkennen, dass dies eben so eine war. Wenn Korina diese Karte nun gut ausspielte könnte sie Nina sogar dazu bringen ihr zu erzählen, was die drei beredet hatten.

____

Amens folgende Reaktion war dagegen schon mehr das, was Rhord erwartet hatte, wobei ihm sein Ton nicht gefiel. Er behauptete jedenfalls keine Ahnung zu haben und machte deutlich, dass Menhit nur sein Problem sein soll. "Sorry, dass ich jemanden, gegen die ich nun schon zweimal gekämpft hatte, als auch meinen Feind sehe!", entgegnete er so hart wie Amen ihn angegangen war zurück, mit etwas Wut mit reingemischt, wurde darauf dann aber wieder ruhiger in seiner Stimme. "Sorry, der Tag war lang und meine Nerven sind auch mittlerweile am Ende. Dennoch könntest du bitte aufhören so zu reagieren? Mein Kopf kann das gerade wirklich nicht gebrauchen..."
Ja, es wurde wieder schlimmer. Der Stress half ironischerweise auch dabei, dass er daran nicht denken musste, doch jetzt spürte er es solangsam wieder. Diese Wut...

Einen Moment später kamen Dante und Florence dazu. Rhord grüßte sie, wollte aber erstmal mit Amen zuende reden, ehe er das nächste Faß aufmacht. "Wenn du das so siehst, Amen, ist das okay, aber bitte erwarte nicht, dass ich einfach nur zusehe, während du gegen diese Frau um dein Leben kämpfst... Das käme mir einfach nur falsch vor."

Nachdem das Thema dann irgendwann abgeharkt war widmete sich Rhord dann aber Dante und Florence. "Hey, wegen Seamus. Ist es wahr, dass er wirklich einfach so verschwunden ist? Er und ich sind relativ gut miteinander ausgekommen... mal von einer kleinen Sache mal abgesehen."

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Sonntag, 7. Juli 2019, 18:39

Korina wurde von dem Problem der Glaubwürdigkeit der Sekte nicht beunruhigt. Die Lüge war wackelig und brachte viele in Gefahr, und der Vater war alt und hatte bestimmt tiefe Wurzeln geschlagen. Korina wollte lieber nicht darauf setzen, dass dieser falsche Engel kein überzeugendes Argument zusammen stellen konnte. Aber jetzt, da Nina wieder da war, konnte sie das nicht mehr offen weiterdiskutieren.
Lauriam erdachte kurzerhand eine Lüge, um den Beschattungsplan vor der Dämonin geheim zu halten, und Korina stimmte mit ein. Dass sie spontan lügen konnte, hatte sie ja schon bei der Konfrontation mit Kaithlyn in Killius-Stadt bewiesen. "Hm, ja, ich kann ja manchmal so wirken, als würd ich dich nicht mögen, aber wenn ich ehrlich bin, hab ich mir echt Sorgen um dich gemacht. Das war echt leichtsinnig, dich so auf diesen Dämon zu stürzen."
Nina gab sich mit dieser Erklärung zufrieden. "Ach, wie lieb, ich mag dich auch, Rabe. Also, ihr habt auch was gesagt von Dante und Fr-äh, Florence? Ihr wisst wohl dann schon, was zwischen uns ist, waren sie nicht in der Kathedrale?" Abgelenkt von Erschöpfung und dann von dem Plan gegen den Dämon hatte sie nicht viel davon mitgekriegt, was Korina wiederfahren war.
Durch ihre Geistergefährten wussten Lauriam und Noire wahrscheinlich schon, was Nina gesagt hatte, aber Korina spielte trotzdem den Botschafter. "Ja, Dante hat Séamus seinen Bruder genannt, als er zu uns gestoßen ist, daher wissen wir, dass er und Florence zu deiner Sippe gehören. Du hast dich also wirklich davongeschlichen... hör zu, du willst, dass ich dir vertrau, aber dazu muss ich auch sicher sein, dass ich dir vertrauen kann, verstanden? Keine Ausreißer mehr!"
"Großes Schwertmeisterehrenwort!"


Als Vada zu wissen verlangte, ob sie überhaupt hier sein durften, erwiderte Florence gelangweilt: "Der Türsteher, nehme ich an. Bisher hat man uns nicht rausgeworfen, also ist es wohl in Ordnung." Danach nickte sie Amen anerkennend zu, wenn auch mit noch immer gefrorener Miene.
Derweil antwortete Dante gelassen auf Rhords Frage. "Sein letzter Bericht stammt vom 16. Juni, zwei Tage, bevor ihr Iridae verlassen habt. Nina hat uns erzählt, er hätte eine Nachricht mit dem Befehl erhalten, nach Hause zurückzukehren, aber von einem solchen Befehl habe ich nichts gehört. Ich weiß, dass eure Gruppe ihm als Außenseiter misstraut hat, und ich bin nun mal ein Pessimist, da nehme ich das schlimmste an."
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489

Sonntag, 7. Juli 2019, 18:50

Noire's Scherzhafter Versuch Sabotage und Entführung anzusprechen wurde - so wie Lauriam es Ansprach - von Ihm Ernsthaft in Erwägung gezogen und dass auch noch in einer sehr schmackhaften Art vorbrachte dass Sie das tatsächlich als Mittel nutzen könnten. Noire rollte nur Ihre Augen - was man natürlich nicht sehen konnte da sie gerade auf die Decke blickte und sich wieder aus dem weiteren Gespräch ausklinkte - bis zu dem Punkt an dem Korina relativ zügig ihre Zweifel ansprach dass Sie damit Noire und Ihre Familie in Gefahr brachte. Sicherlich war dies ein "Problem" was man bedenken müsste, doch Lauriam spielte die Sorgen herunter, wo Noire ähnliche Vermutungen hat - nicht so mit den Fälschungen die Noire mit ihrem Blut unterschrieben hat und eine wahre Gefahr darstellten – die, die Olivia besaß. "Danke für dein Mitgefühl Schwesterchen. Doch ich stimme Lauriam ein Stück mehr zu. Nicht nur dass wir wie er schon ansprach eine gewisse Etablierung in Iridae als auch Auswärts - wenn auch nur sehr schwach - haben, stehen wir auch unter dem Schutz des Senators. Auch wenn man es nicht viel mitbekommt gibt es ... Methoden um Dinge unter Verschluss zu halten, wenn auch nicht in dem Umfang wie die Hand es vollbringen könnte. Vielleicht könnte dann die Hand ja etwas dazu beisteuern um mich und meine Familie weiter in ihre Schuld zu stellen, wäre doch der perfekte Plan dafür um nützliche Kräfte in Petto zu haben." das gerade eben gesagte war zwar genauso ironisch gemeint wie das vorherige, jedoch versuchte Sie eine Anspielung einzubauen die so diskret war dass Sie nur Lauriam verstehen könnte. Das, was Noire nun wusste und bald Rouge und Blanc direkt erfahren werden war im Kern, dass Lauriam die Schattenwölfe "brauchen" würde wenn es hart auf hart käme. Und dadurch läge es in seinem Interesse dass Ihnen nicht zustößt. Ironie des Schicksals, wie Sie und ihre ganze Familie nur noch einfache Bauern auf einem Schachbrett sind.

@Tobi: @Night Zap:

490

Sonntag, 7. Juli 2019, 19:18

Lauriam nickte Noire zu, nachdem sie ihre Meinung vorgetragen hatte, sprach das aber wegen der auftauchenden Nina nicht mehr an.

Aella entging es nicht, dass Nina fast Florence einen anderen Namen gegeben hatte. Ein Ausrutscher, aber einer, mit dem sie nichts anfangen konnte. Sie merkte es aber dennoch bei Lauriam einmal an. Irgendwas mit "Fr" am Anfang. Dann versprachen die beiden sich etwas, wobei die Winddämonin dies nicht soeinfach glauben würde. Aber Nina sollte ihre Chance bekommen... unter ihrer Aufsicht, sowie der der anderen, die sich daran beteiligen wollen.

Dann meldete sich wieder Siradda in Lauriams Kopf, worauf dieser aufstand und in Richtung Tür ging. Zum Glück wurde ihm nicht geraten erstmal das Bett zu hüten, von daher dürfte das hier in Ordnung gehen... Hoffentlich. Aella bat er allerdings - zu deren überraschen - zurück zu bleiben. Sie soll Nina im Auge behalten, damit Noires Freunde nun erstmal noch Zeit haben bei ihr zu bleiben, sollten Korina und Nina wieder weggehen. "Ich bin kurz weg. Da ist etwas, was ich für später überprüfen muss. Bis dann.", verabschiedete der Spezialagent sich und verließ den Raum.
_____

Rhord hörte zu, was die beiden zu sagen hatten. Dass Florence und Dante so einfach hierein kamen kümmerte ihn nicht wirklich, seinerseits sah er die beiden nicht so sehr als Feinde, sowie manch anderer in diesem Gebäude. Nun, zumindest noch nicht.
Dante erklärte dann das, was er zuletzt von Seamus mitbekommen hatte und Rhord musste da erstmal überlegen, ob er da irgendwas zu sagen konnte. Das beste was ihm einfiel war erstmal aus seiner Perspektive zu erzählen.

"Ich weiß gar nicht mehr, wann genau an den letzten Tagen ich ihn zuletzt gesehen hatte, aber ich glaube er war nur selten außerhalb des Lagers gewesen und wenn dann nur mit den anderen oder mir... Wobei ich nicht weiß, wie er diesen "Bericht" an euch sendet, von daher kann ich nicht sagen, ob es doch Male gab, wo er alleine rausgegangen war. Ich bin zugegeben nicht der hellste, aber das müsste dann ja bedeuten, dass es im Lager geschehen sein muss oder übersehe ich da was?", erklärte Rhord und überlegte weiter und damit an alle, die im Lager gewesen waren. Dabei dachte er zuerst an die größte Gruppe, die dieses Lager immerhin ihre Heimat nennen. "Allerdings haben Tierwandler doch angeblich gute Nasen und Ohren, oder? Hätten die es nicht mitbekommen, wenn ein Kampf ausgebrochen wäre oder zumindest das Blut bemerkt? Allerspätestens an Korina hätten sie es doch bemerken können, wenn sie es gewesen wäre! Und die Schattenwölfe versuchen das Töten immer zu vermeiden, von denen kanns also auch niemand gewesen sein. Wobei das auch nicht erklärt, wo Seamus abgeblieben ist..."

Rhord musste stark nachdenken. Da war doch etwas, was er vergessen hatte. Ihm fiel da nur noch eine Sache ein. "Achja und diese Pegasusritter gibt es ja auch noch. Aber was hätten die mit eurem Bruder zu tun? Hätten sie ihn als Dämon enttarnt hätten sie das wohl auch nicht stillschweigend für sich behalten. So wirkten die zumindest nicht auf mich. Aber vielleicht weiß ja Korina da mehr. Die könnte wegen ihrer Schwester und ihrem anderen Verwandten mehr mit denen zutun gehabt haben als ich."

Der Echsendämon hoffte, dass dies den beiden weiterhelfen wird ihren Bruder zu finden, immerhin hoffte er selbst ja auch, dass der Typ wohlauf ist.

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Montag, 8. Juli 2019, 15:18

"Sorry, dass ich jemanden, gegen die ich nun schon zweimal gekämpft hatte, als auch meinen Feind sehe!", erwiderte Rhord und Amen war drauf und dran noch etwas zurückzuwerfen, ehe der Dämon sich entschuldigte und ihn bat, sowas nicht zu sagen. Der Weißhaarige atmete durch und nickte. "Tut mir leid", fügte er dem ganzen noch hinzu, bevor das Gespräch zu Florence und Dante wechselte, die eben gekommen waren. Rhord fragte die beiden Geschwister ob Seamus wirklich einfach so verschwunden war - das war ein Name und ein Gesicht, das Amen schon länger nicht gesehen hat. Wo ist er wirklich hin? Einfach abgehauen?

"Der Türsteher, nehme ich an. Bisher hat man uns nicht rausgeworfen, also ist es wohl in Ordnung", meinte das kleine Mädchen mit gelangweilter Miene. Vada zog nur eine Augenbraue hoch und beließ es dann aber auch dabei. Es war überraschend, wie viel sich diese Außenstehenden erlauben konnten - Geschäftspartner hin oder her. Vada verschränkte die Arme und lehnte sich zurück. Nicht sein Platz, nicht seine Angelegenheit. Keine unnötigen Konflikte anfangen, das war sein Ziel fürs erste.

"Sein letzter Bericht stammt vom 16. Juni, zwei Tage, bevor ihr Iridae verlassen habt. Nina hat uns erzählt, er hätte eine Nachricht mit dem Befehl erhalten, nach Hause zurückzukehren, aber von einem solchen Befehl habe ich nichts gehört. Ich weiß, dass eure Gruppe ihm als Außenseiter misstraut hat, und ich bin nun mal ein Pessimist, da nehme ich das schlimmste an.", erklärte Dante derweil gelassen. "Und was wenn das 'Schlimmste' eingetreten ist? Was dann?", fragte Amen absichtlich in einem provokanten Ton, während er den Dämon ernst ansah.

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492

Montag, 8. Juli 2019, 17:24

Auch Noire war der Meinung, dass es nicht so leicht werden würde, Korina mit der Wahrheit zu erpressen. Die Schwertkämpferin seufzte, zwang sich aber zu einem Lächeln. "Dann hoffe ich mal, dass du Recht hast, Noire. Naja, ich geh dann mal, ich muss Dante davon überzeugen, dass ich Séamus nicht umgebracht hat, damit er mir nicht an die Gurgel geht." sagte sie und verließ den Raum.

Dante hörte der Aussage von Rhord interessiert zu. Der Echsendämon wusste zwar nicht, ob Séamus das Lager manchmal unbemerkt verlassen hatte, aber genau dies musste der Fall sein, denn Séamus hatte seine Berichte über einen Kontaktmann der Kirche des Schwarzen Engels, der nur für den Fall dort platziert worden war, eingereicht. Und als Dämon war Séamus bestimmt auch ein paar mal in die Stadt gegangen, um seinen Hunger nach Menschenfleisch an Verbrechern zu stillen.
"Ja, vielleicht haben die Gestaltwandler etwas mitbekommen. Ich werde am besten Noire fragen." antwortete Dante, allerdings rechnete er damit, dass Noire lügen würde, falls Korina schuldig waren, schließlich hatte die Söldnerbande auch Korinas andere Verbrechen verheimlicht.

Während Dante mit Rhord redete, antwortete Florence auf Amens Provokation. "Tja, da haben wir wohl das Problem." Ihre Stimme wich nicht von der üblichen Monotonie ab. "Solange sie bei euch ist, würden wir einen Racheversuch nicht überleben. Und wenn sie friedlich zu Vater kommt, wie wir es gerne hätten, wird Vater so freundlich sein und ihr die Freiheit schenken... aber nach allem, was ich von ihr gehört hab, wird sie gegen Vater kämpfen wollen, und dann wird sie entweder sterben oder es irgendwie schaffen, uns alle umzubringen, und dann ist das Problem so oder so gelöst. Hörst du das, Bruder? Ist doch alles sinnlos." Beim letzten Teil war sie lauter geworden, damit auch Dante es hörte. Ihre Stimme blieb trotzdem wie Zement.

In diesem Moment betrat Korina die Cafeteria. "Ganz recht, euer größenwahnsinniger alter Herr steht ganz oben auf meiner Abschussliste. Aber Séamus hab ich kein Haar gekrümmt. Der war hilfreich." Auch, wenn sie es nicht gern zugab: Séamus war eine große Hilfe gewesen bei Blancs Befreiung, für jemanden, der einem Bösewicht wie seinem Vater so loyal war, hatte er sich ziemlich selbstlos für die Rettung eines Fremden eingesetzt.
"Dann lassen wir uns dass jetzt mal klären. Zum letzten mal hat Séamus sich am dreizehnten Juli gemeldet, Dienstag." Das er sich vorhin versprochen und den sechzehnten als das Datum des letzten Kontakts angegeben hatte, hatte Dante nicht bemerkt. "Sein nächster Bericht hätte höchstens eine Woche später kommen sollen. Was ist deiner Aussage zufolge in dieser Zeit geschehen, hm?"
Korina überlegte kurz, das war jetzt auch schon einen halbe Monat her. "Hm, Dienstag... war das nicht der Tag der Siegesfeier? Du wirst mir wahrscheinlich nicht glauben, aber ich kann mich an kaum was erinnern. Hab viel getrunken." Und das, woran sie sich erinnern konnte, verdrängte sie mit aller Macht. "Jedenfalls hab ich ihn da zum letzten mal gesehen. Am nächsten Morgen war eine Nachricht von ihm im Zelt, er sei zurückgerufen worden."
"So wars, ich war dabei, als sie den Brief geöffnet hat!" kommentierte Nina, auch wenn Dante sie nicht hören konnte.
"Nina kann bezeugen, dass ich zu besoffen war, um gegen Séamus aufzulauern."
"Also, ich bin noch zu schlapp, um mich zu materialisieren, tut mir leid. Aber ich war am Anfang der Nacht, als du noch nicht so viel getrunken hattest, noch mit den anderen Geistern weg, und danach hab ich meinen Bruder nicht mehr gesehen, also... Oh, Korina, bitte sag mir, dass das nicht wahr ist, was Dante da über dich sagt."
Korina grummelte. Das war nervig.

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493

Montag, 8. Juli 2019, 18:46

Dante nahm Rhords Vorschlag an, wollte allerdings offenbar lieber zuerst mit Noire über die anderen Gestaltwandler reden, ob die was mitbekommen haben. Florence erwuderte derzeit, dass es offenbar wegen mehreren Gründen sinnlos sei eine Racheaktion zu starten, hier konnte der Echsendämon allerdings nichts zu sagen. Nicht nur, weil er keine Ahnung hatte, was er beitragen könnte, sondern auch weil sich jemand drittes entschied sich einzumischen: Korina.

Diese kam gerade erst in die Cafeteria und erklärte daraufhin, warum sie es nicht gewesen sein kann. Was Alkohol mit jemanden machen kann wusste der Dämon dagegen schon eher, aber er glaubte Korina schon eher. "Und wie ich schon sagte, irgendwer hätte ja wohl was gemerkt, findest du nicht?", wiederholte Rhord nochmal sein Argument, ehe er Korina zum gleichen Thema ansprach.
"Dante hat bisher zumindest nicht verneint, dass Seamus wirklich Grund hatte das Lager mal zu verlassen, mal von den Malen, wo andere von uns dabei waren mal abgesehen. Daher glaube ich, dass es am ehesten im Lager geschehen sein muss, aber dass einer der Schattenwölfe oder der Pegasusritter gewesen war kann ich mir nicht vorstellen. Die einen töten nicht und die anderen hätten das nicht verheimlicht, oder?"

Er wollte die Schwertkämpferin zumindest auf denselben Stand bringen, wie sie ihn schon eigentlich erreicht hatten. "Ich hatte nun nur sogut wie gar nicht mit den anderen zu tun gehabt, daher bist du da glaube ich eine bessere Hilfe. Fällt dir irgendwer ein, der einfach so Leute verschwinden lassen würde oder allgemein sowas tun würde?"

Das Gespräch ging dann noch etwas weiter, ehe Rhord bemerkte, dass die Mahlzeiten da waren.
"Scheint so, als dass ich los müsste.", kündigte Rhord sein baldiges Verschwinden an und wandte sich dann an Vada und Amen: "Falls ihr wollt zeige ich euch, wo die anderen sind. Falls du möchtest kannst du mir ja auf dem Weg meine Frage von vorhin beantworten, Vada, da kam ja dann was dazwischen."

Als die Dunkle Schwinge dann zu den mit Fleisch, Kartoffeln und Rotkohl gefüllten tellern hinging fiel ihm dann auch auf, dass eine der Schwingen, denen er das hier bringen wollte ja bereits hier ist.
"Korina, der eine ist für dich.", rief der Echsendämon hinter sich und nahm einen Teller vom Tablett, ehe er mit dem Rest losging. Amen müsste aber wohl noch etwas warten, falls er auch Hunger hat... er war einfach noch nicht da, als er die Bestellung gemacht hatte.

494

Montag, 8. Juli 2019, 18:59

Lauriam schien verstanden zu haben was Sie eigentlich andeuten wollte - was praktisch war für Sie zu wissen, dass sie mit Ihn auch in kryptischen Worten sprechen konnte - und half dabei nur bedingt die Zweifel von Korina aus dem Weg zu räumen, denn als Lauriam das Zimmer verlies war nur noch Korina wirklich im Zimmer und diese hat sich nach einem Seufzer aufraffte ein wenig Optimismus zu zeigen bevor aus Sie sich aus dem Raum begann, wo Anfänglich noch drei Personen waren. Die Stille die Einkehrte war ausreichend für die eh schon dösig gewesene Dame um in kurzer Zeit auf dem Bett einzuschlafen. Diana spähte kurz in das Zimmer als sie jeden, der in das Zimmer ging, aus dem Raum gehen sah und entdeckte eine eingeschlafene, schlummernde Katzenwandlerin. "Der Schlaf der Gerechten, huh?" waren die teilweise frech gemeinten Worte, die auch einen Hauch Selbstreflektion hatte. Damals war eine ordentliche Mütze Schlaf ein Heilmittel für vieles nach einer erfolgreichen Jagd oder einem anstrengenden Auftrag. Als Geist musste sie dieses "Laster" nicht mehr zwangsweise nutzen, kam aber nicht darum herum dass sie ein wenig in Nostalgie schwärmte. Nyx selbst hielt ihren Blick im Gang, während sie selbst ein Stück Glücklich und Zufrieden - entgegen allen anderen - die Situation bewertete. "Die Erfahrungen heute werden uns und Sie auf lange Zeit stärken. Und vielleicht waren Sie notwendig..."

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495

Montag, 8. Juli 2019, 19:15

"Du klingst wie eine Puppe eures Vaters, die nur darauf wartet, weggeworfen zu werden", seufzte Amen als Antwort auf Florence und dabei war durchaus eine Enttäuschung in seiner Stimme zu hören, aber kein Mitleid. Vielleicht hatte er Florence überschätzt, aber auch sie scheint nichts weiteres als eine leblose Puppe zu sein, die darauf wartet, dass es endet. Es missfiel ihm, aber es gab nichts, was Amen machen konnte.

Es dauerte nicht lange bis das Essen, das Rhord bestellt hatte, fertig war. Der Dämon holte die Tabletts und kündigte sein Verschwinden an, wobei er ihnen noch anbot, sie zu den anderen zu bringen. "Falls ihr wollt zeige ich euch, wo die anderen sind. Falls du möchtest kannst du mir ja auf dem Weg meine Frage von vorhin beantworten, Vada, da kam ja dann was dazwischen." Vada nickte und erhob sich. "Ich hätte sowieso auch noch ein paar Fragen für Lauriam...", meinte er und wartete darauf, dass sie losgingen.

Amen sah das leckere Essen und würde sich sofort auf einen der Teller stürzen, aber keiner davon war für ihn gedacht. Deshalb stellte er sich vor den Tresen und wartete auf den Angestellten, bei dem er bestellen konnte. "Ich komme nach!", sprach er zu Rhord und den anderen.

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Montag, 8. Juli 2019, 20:27

Rhord warf die Idee ein, dass jemand anderes Séamus hatte verschwinden lassen. Die Frage war nur, warum?
Korina bedankte sich bei Rhord für die Mahlzeit, die er ihr gab. Mit einem Fingerzeig gebot sie Dante, dass sie mit vollem Mund nicht sprechen würde und er sich seine Anschuldigungen erst mal sparen sollte.
Wer könnte Séamus haben verschwinden lassen? Es würde wohl jemand sein, der Korina helfen wollte. Die Pegasusritter konnte sie schon mal ausschließen, die wussten nichts von Séamus oder was er mit Korina zu tun hatte, und würden wohl auch nicht geheim halten, dass sie einen Dämonen gefangen hatten. Die Schattenwölfe schieden auch aus. Ihre Abneigung des Tötens gegenüber würde sie auch bestimmt davon abhalten, jemanden auf unbestimmte Zeit gefangen zu halten, und wenn doch, dann hätte Rouge ihr bestimmt was gesagt, oder? Könnte auch sein, dass sie vorausgesehen hatte, dass Korina von einem von Séamus' Geschwistern angeschuldigt werden würde, und es bewusst vor ihre neuesten Tochter geheimhielt, damit diese ein überzeugenderes Alibi hatte... Nö, das klang zu verrückt, selbst für Rouge. Am besten mehr Zeugenaussagen über diese Nacht sammeln, dachte sich Korina, und verzehrte ihr Abendessen. Für ein schmieriges Syndikat war das Essen hier wirklich gar nicht so schlecht.

Als Florence von Amen eine Puppe genannt wurde, sah sie ihn einige Sekunden mit ihrem unbeweglichen Porzellangesicht an, ihr Blick war leer, als ob sie seine Worte nicht gehört hätte. Doch dann antwortete sie, noch immer monoton: "Lustig. Das denke ich manchmal auch." sagte sie und klammerte ihr Stofftier enger an sich.

Nachdem Korina aufgegessen hatte - sehr verblüfft, dass Dante tatsächlich die Klappe gehalten hatte - sagte sie zu ihm: "Wir hören uns jetzt mal an, was ein paar der anderen zu sagen haben, damit du mich in Ruhe lässt." Als erstes Noire. Hatte sie nicht am nächsten Tag gesagt, sie habe in der Nacht noch was beunruhigendes gesehen? Korina konnte sich gerade nicht so recht erinnern, heute war ein langer Tag gewesen.
Leider musste die Schwertkämpferin bald feststellen, dass das gleiche für Noire galt, denn die Katzenwandlerin schlief tief und fest. Korina wollte ihre Freundin nicht wecken, doch als sie sich gerade zum gehen wandte, hörte sie Nina sagen:
"Hey, Diana, Nyx, sagt mal, erinnert ihr euch an die Nacht mit der Siegesfeier? Irgendwas seltsames? Mein Bruder ist in der Nacht ja verschwunden, vielleicht habt ihr oder Noire ja was mitgekriegt."
Korina teilte derweil Dante und Florence mit, was Nina zu den anderen Geistern war. Dantes Miene hellte sich auf, als er hörte, dass Nina wieder da war, und sogar Florence gab ein kleines Lächeln von sich.

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497

Montag, 8. Juli 2019, 21:22

Rhord ging wie angekündigt voran und sah noch, wie Korina sich ihren Teller nahm und die anderen auch mitkamen. Korina hatte dann irgendwann die Führung übernommen und gemeinsam kamen alle bei diesem Raum an. Vor Ort fanden sie Noire vor, die schlief und der Echsendämon hatte wohl denselben Gedanken wie Korina, als sie nichts unternahm um sie aufzuwecken. Er selbst wollte sie auch nicht aufwecken, zumindest nicht einfach so mit Gewalt. Stattdessen stellte er das Tablett auf den Tisch. Dieser stand zwar nicht neben noires Bett, aber vielleicht riecht sie ja das Essen... Es kalt werden zu lassen wäre aber auch nicht die feine Art. Was tun, was tun... Dann kam dem Echsendämon eine Idee! Er wird Noires Nase und Hunger entscheiden lassen, ob sie aufwachen möchte oder nicht. Ob das funktionieren kann und dass man bei hunger von Essensgeruch aufwachen kann? Keine Ahnung! Entschlossen nahm die Dunkle Schwinge einen der Teller, ging leise zu der schlafenden Noire und hielt ihr den Teller - mit etwas Abstand - vor ihre Nase.

Von Lauriam fehlte dagegen jegliche Spur. Wo der wohl hin war? Aella war jedenfalls Nina - und damit auch Korina - hin und zurück gefolgt.
Sie bekam das gefrage mit Seamus zwar mit, aber etwas dazu sagen konnte sie nicht. Sie ist sich nicht mehr hunderprozentig sicher, aber sie meint die ganze Zeit bei Lauriam geblieben zu sein... oder war zur selben Zeit...
"Waren wir da nicht alle im Wald gewesen, nachdem wir etwas zu Essen bekommen haben? Oder war das davor?"
An DAS Geschehnis konnte sich die Winddämonin noch gut erinnern. Sogut, wie sie sich noch immer dafür schämte.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Tobi« (8. Juli 2019, 21:27)


498

Montag, 8. Juli 2019, 21:52

Die ersten Gestalten die sowohl Nyx als auch Diana wieder in die Nähe des Zimmers kommen sahen waren Korina, Florence, Dante und Rhord, gefolgt von Nina in der Geisterwelt als auch Aella. Ganz schöner Tumult die die Meute da verursachte, die beiden hofften dass die anscheinend noch sehr motivierten Personen die gerade eingeschlafene Noire nicht aufweckten. Diese Befürchtung wurde Glücklicherweise Zerschlagen als sowohl Korina als auch Rhord merkten wie Noire schlief und Sie erstmal in Ruhe ließen.

Die Zeit nutzte Nina um die drei - Aella nun einbegriffen - über die Nacht ausfragte mit der Siegesfeier. Beide hatten diesen Moment noch gut in Erinnerung, haben die beiden Damen von Lauriam eine sehr interessante Erfahrung erleben durften und Nyx kurz davor war die beiden am liebsten Erschlagen zu wollen. Zumindest Aella schien sich daran zu erinnern und beide bestätigten dies. "Das war während oder nach der Siegesfeier, nachdem die meisten sich in Feierlaune hielten." "Natürlich! Da wollten wir unseren Freundschaftswettlauf abhalten! Da warst du doch auch dabei Nina!" Diana wusste natürlich auch ganz genau was in dieser Nacht stattfand, war Sie doch die treiben Kraft von den Ereignissen von Ketten die daraufhin folgte.

Zu der gleichen Zeit schien Rhord interessiert zu sein Noire aus ihrem Schlaf zu wecken - zumindest nicht direkt wie man wohl jeden zwangsweise aufwecken könnte. Er schien es behutsam zu versuchen in dem er den Teller mit dem warmen Essen behutsam vor ihre Nase hielt - Auf dem Rücken liegend und ihr Kopf zur Seite geneigt war dies für Ihn relativ leicht zu bewerkstelligen - doch anstatt sie aufzuwecken schien es genau den gegenteiligen Effekt zu haben. Sie schien in einen tieferen, entspannten Schlaf zu fallen während sie glücklich murmelnd weiterschlief.

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Dienstag, 9. Juli 2019, 18:57

"Lustig. Das denke ich manchmal auch.", sagte Florence mit einem emotionslosen Gesicht, während sie ihr Stofftier fest an sich klammerte. "Das mag nicht das sein, was du hören willst, aber keiner muss sich mit seinem 'Schicksal' abfinden", antwortete Amen während er darauf wartete, dass jemand kommt, um seine Bestellung aufzunehmen. Kämpfen war immer eine Option - auch wenn sie zum Tod führen würde. Besser als unter jemandes Herrschaft zu leben war es allemal. Schließlich hatte einer der Angestellten für ihn Zeit und er bestellte das selbe, das auch Rhord bekommen hatte.

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Vada blieb neben Rhord und erinnerte sich zurück, was ihn der Dämon gefragt hatte: "Hattest du sowas schonmal? Also zu wissen, dass du fast gestorben wärest?" "Ich denke, ich schulde dir noch eine Antwort", begann der Dunkelhaarige kurz bevor sie losgingen. "Ja, hatte ich - und es hat mich zu dem gemacht, was ich jetzt bin." Vada wirkte ruhig, als er das sagte. Es war keine Wut zu spüren, sondern es wirkte so, als hätte er sich mit seinem Dasein als Angeborener bereits abgefunden, was strenggenommen auch stimmte. Er kann es nicht mehr ändern, weswegen er einfach das beste daraus machen musste. Das ganze mit einem Bruder hingegen - das war eine andere Geschichte. Doch diese würde er vorerst nicht erzählen. Es reichte, dass die Hand darüber bescheid wusste. Schließlich erreichten sie bereits das Krankenzimmer, in dem Noire gemütlich schlief.

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Mittwoch, 10. Juli 2019, 18:21

Natürlich konnte sich Nina ebenfalls an den Wettlauf und das Treffen mit dem Waldgeist erinnern. Sie teilte Korina mit, was sie eben von Aella und Noires Geistern gehört hatte, doch die Schwertkämpferin sagte dazu nichts, denn sie wollte Dante nicht hören lassen, dass es eine Zeitperiode gab, in der Nina Korinas Alibi nicht bezeugen konnte. Vielleicht wusste Noire mehr... aber Rhords Versuch, die Katzenwandlerin mit einem Abendessen aufzuwecken, scheiterte, und Korina wollte ihr auch nicht den wohlverdienten Schlaf verderben.
Florence dachte anders. Sie wollte Antworten, um diesen nervigen Streit zu schlichten. Selbst, wenn Korina wirklich schuldig war, eine Rache würde es wohl kaum geben, schließlich war sie nützlich für die Hand, und die Spielzeuge anderer machte man nicht leichtfertig kaputt. So oder so hatte Korina mit ihrem Plan, gegen Vater zu kämpfen, schon ihr Schicksal besiegelt. Und gegen Schicksal konnte man sich nicht auflehnen, egal, wie wenig man sich damit abfand.
Also ging sie zu Noire herüber und hob einen Arm über den Schulter der Söldnerin, wobei sie, verborgen unter ihrem langen Ärmel, ungesehen eine kleine Nadel aus dem linken Ohr ihres Stofftiers zog, mit der sie Noire in schneller Folge mehrere Male pikste. Die kleinen Stiche der dünnen Nadel sollten sie wecken, aber auch die Spannung aus ihren müden Schultern entfernen.
"Was ist in der Nacht passiert, in der Séamus verschwunden ist?" war das erste, das Noire nach dem Aufwachen hörte.
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