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Freitag, 23. August 2019, 14:33

Kallin hatte sich die Reaktionen wirklich anders vorgestellt und er merkte bereits, dass das, was er erreichen wollte dabei war fehlzuschlagen. Einer der Angehörigen der Kirche des Schwarzen Engels stand auf und warf das Argument mit den Rechten in den Raum.
"Das kann sie natürlich nicht, aber für die Verteilung von Rechten haben wir bereits ein anderes System namens Staat. Und eben dieser ist auf das aufgebaut, was ich anfangs erwähnte. Warum sollten Nichtmagier, die in den meisten Fällen nichts von der Materie verstehen, in einem Magierstaat wählen dürfen? Was sollte da am Ende rauskommen? Oder würdet ihr in einem handwerklichen Gewerbe jemand ungelerntes darüber entscheiden lassen was gut oder schlecht ist? Sicherlich gibt es einige wenige Details was die Rechteverteilung angeht, die ich ebenso wenig für sinnvoll erachte, allenvoran das Recht zur Ehe zwischen Nichtmagiern und Magiern. Jedoch ist es in vielen Fällen einfach so, dass es so sein muss, wie es jetzt ist, damit es auch funktionieren kann."
Auch zu dem was der andere Typ sagte, wollte Kallin etwas sagte, doch bevor es dazu kommen konnte sprang auch schon ein weiterer Mann auf, diesmal offensichtlich darauf aus Gewalt anzuwenden.
Der Student brachte sich bereits in eine Position, um schnell auf den Angriff reagieren zu können, doch die Sektenanhängerin konnte den Angreifer beruhigen. Ihre Argumentation konnte er aber nicht so einfach akzeptieren. "Direkt betrachtet mag das stimmen, aber indirekt hört das auch schon wieder auf. Worte können Einfluss auf unser Handeln haben und somit auch Schaden anrichten. Deswegen rufe ich auch zur Aufmerksamkeit auf, damit unnötige zukünftige Konflikte innerhalb dieses Landes vermieden werden können. Ob es überhaupt dazu kommen wird? Fraglich. Dennoch würde ich vorallem bei einer Religion, die meines Wissens nach in Regionen entstand, wo die Bevölkerung misstrauisch gegenüber Magie und Magiern ist, vorsichtig bleiben. Gerade jetzt wo unsere Nachbarn unruhig werden müssen wir aufpassen, dass nicht auch hier Chaos anfängt auszubrechen und genau deswegen bin ich euch gegenüber skeptisch. Ja, dieses Fest ist an denselben Gedanken angedacht, dennoch kann ich nicht leichtfertig eure Ursprünge ignorieren."

Das Schlusslicht bildete dann aber jedoch ein körperlich stark wirkender Anhänger der Kirche. Er kam was Muskelkraft anging zumindest optisch nicht an einen gewissen Lehrer heran, doch es war genug, dass Kallin alarmiert war. Er drohte zur Gewalt zu schreiten, sollten sie weiterhin "auf Streit" aus sein. Als dieser Mann aber zu Wort brachte, dass Kallin es nur darauf absähe jeden vor Gericht zu ziehen, der es wagt, wurde es ihm mehr als nur ernst. Sein bisher ernster Blick wurde zornig und er trat näher an sein gegenüber heran, um ihm direkt in die Augen schauen zu können. "Vor Gericht ziehen? Das wäre durchaus eine Option, würde es sich um solche Maden handeln, wie die Nichtmagier, die meine Eltern grundlos unter die Erde gebracht haben, handeln. Doch aus irgendeinem Grund steht mir aktuell der Sinn mehr nach Selbstverteidigung, wenn es denn nicht anders geht. Fühlt euch eingeladen, ich bin gerne dazu bereit zu demonstrieren, zu was ein Student unserer Akadmie in der Lage ist."

Er wollte noch weiter auf diesen Khan einreden, jedoch errang etwas anderes seine Aufmerksamkeit. Denn etwas zuvor haben seine beiden Freunde angefangen sich merkwürdig zu fühlen. Zuerst dachten sie, sie würden anfangen krank zu werden, doch in dem Moment, wo sie sich gegenseitig anschauten merkten sie gleichzeitig, dass dies nicht der Fall sein kann. Sie schalteten schnell und erschufen in einer ebenso großen Geschwindigkeit jeweils einen Dunkelheitsschild, mit dem sie sich eilig einmal umdrehten, bis das Gefühl nicht mehr schlimmer wurde. Sie wussten, wenn Magie die Ursache für ihr Empfinden ist, dann müssten sie somit den Magiefluss auf sich stoppen oder zumindest abschwächen können. Und nicht nur das, sie würden auch ausmachen können, woher der Magiefluss kommt. Ihre Blicke kreuzten sich schließlich bei einer blassen jungen Frau, die in etwa in ihrem Alter war. Sie konnten unter der Kapuze aber nicht nur die Haut erkennen, sondern auch die roten Haare. "Hexerei?", murmelte die Studentin, während ihr Partner keine Zeit vergehen ließ, um ihr beider Problem anzusprechen. "Was hast du da eben mit uns gemacht? Bist du auf Stress aus?"

Raisen

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622

Freitag, 23. August 2019, 15:12

Aella wich den Feuerball von Dasra einfach aus, in dem sie etwas zur Seite flog, was auf diese Distanz keine Schwierigkeit war. Da sie nicht tatenlos bleiben wollte, begann sie mit einer weiteren Aktion: Sie formte aus Dunkelheit einen Dolch und vollführte dann einen Sturzflug. Indra, deren Blick immer noch starr auf dem Dämonengeist blieb, vermutete, dass Aellas Ziel Lilith war, weswegen sie sofort damit begann, Elektrizität in ihren Händen zu sammeln, als sich der Dämon die Waffe herbeigezaubert hatte. Einen Vogel zu brutzeln sollte nicht allzu schwer sein! Aella entfesselte einen Lichtblitz, der wohl dazu diente, allen die Sicht zu nehmen, während sie Lilith attackierte, um das Siegel zu stoppen. Indra täuschte sich aber, was sie schnell merkte, als sie die ersten zwei Windschnitte trafen und Schnittwunden an der Schulter und am Oberschenkel hinterließen. Nicht Lilith war das Ziel des Dämonengeistes, sondern sie! Dann soll es eben so sein - Indras war noch einige Sekunden blind von der Lichtbombe, weswegen sie sich nicht ganz sicher sein konnte, dass Aella nicht doch versuchte, das Siegel zu stoppen, aber ihr eigener Schutz wäre fürs erste wichtiger, schließlich war noch Seia bei Lilith. Aufgrund der kurzen Zeit blieb Indra nur die Möglichkeit, den kleinstmöglichen Radius für die Kuppel zu wählen - zwei Meter. Blind und dadurch ohne genaues Wissen, was vor sich ging, hielt sie diesen Zustand aufrecht. Alles was in ihre Kuppel geflogen kam, würde die gesammelte Elektrizität von ihren Händen zu spüren bekommen. Der Blitz suchte sich das Ziel selbst.

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Spoiler Spoiler



Lauriam wurde kreativ, als er unter seinen Füßen eine Art Brücke aus Dunkelheit herbeizauberte, um über das Eisfeld zu gelangen. Während er Amen näher kamen wollte - dieser blieb bei seiner Strategie, nach hinten zu flüchten - vollführte er mit einer Hand, die er von seiner Waffe aus Dunkelheit löste, einen Feuerstrahl, den er dem Weißhaarigen entgegen schoss. Der Junge hob beide Sasumata vor sich und baute eigentlich darauf, dass die Zwillingen wussten, was sie zu tun hatten. Doch ein helles Licht erleuchtete die Geisterwelt, als Aella die Lichtbombe zündete, was neben Indra auch die anderen Geister störte. So auch Dasra und Nasatya, die auf einmal nur mehr ein weißes Licht sahen und dadurch ihre Konzentration verloren und deshalb nichts machen konnten, als Amen Ziel von Lauriams Magie wurde. Für den Weißhaarigen war es zu spät, zur Seite auszuweichen, als er realisierte, dass von Dasra und Nasatya nichts kam, also ließ er die beiden Waffen schnell fallen und verschränkte beide Arme vor seinem Gesicht, während er soweit wie möglich nach hinten sprang. Er spürte die Hitze und war sich sicher, dass er sich leichte Verbrennungen zugezogen hatte - zum Glück war der Abstand zwischen den Zweien nicht kürzer gewesen. Als er landete, verlor er den Halt und stürzte nach hinten, konnte sich aber halbwegs selbst retten, in dem er seinen Fall durch eine Rückwärtsrolle abfing. Doch änderte all das nichts daran, dass Lauriam gleich bei ihm war. Das Glück sollte ihn aber retten.

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Es gab nur eine Person in der Geisterwelt, die von der Lichtbombe verschont blieb: Lilith. Sie hielt schon die ganze Zeit ihre Augen geschlossen, denn das Errichten des Siegels benötigte ihre volle Konzentration. Die weißen Linien am Boden formten einen Kreis und dieser war nun vollendet. Innerhalb des Kreises bildeten sich Zeichen und Formen - drei Halbkreise, ein Dreieck, drei Kreuze und in der Mitte ein weiterer kleiner Kreis mit einem Stern. Jede Form war ein Teil des Siegels und alles hatte seine Wirkung. Da dieses Siegel ein besonderes war, funktionierte es etwas anders - es war mehr eine Mischung aus Symbol- und Siegelmagie, wenn man es mit den heutigen Standards vergleichen möchte. Nun benötigte sie eine starke Quelle von Magie, um das Tor zwischen den Welten aufzureißen und das Siegel würde es dann offen halten. Hierzu kam das Geheimnis von Lilith und der Grund, warum die weißen Linien auch auf ihren Körper übergingen. Auf ihrem Rücken formte sich ebenfalls ein Siegel, das das auf dem Boden oberflächlich glich, aber doch merkbare Unterschiede aufwies, wenn man genauer blickte. Es war soweit.

Eine Welle von Magie stieß zuerst durch die Geisterwelt, als das Siegel zu leuchten begann, dann das selbe in der Menschenwelt, wo Vada, Amen, Lauriam und Rhord nun den Kreis am Boden zu sehen bekamen. Der Weißhaarige schmunzelte leicht. Endlich! Ein starke Magie ging durch die unterirdische Arena und jeder konnte deutlich die erdrückende Macht spüren, die von dem Siegel ausging. Es war als hätte jemand ein Tor zu einer verbotenen Welt aufgetreten. Innerhalb des Kreises konnte man deutlich beide Welten sehen, also sowohl alle Geister - von denen alle außer Aella Amen zugehörig waren - und außerhalb des Kreises würde man das selbe Bild, allerdings verschwommen, sehen. Das war die Domäne. Ein Ort, an dem beide Welten aufeinanderprallten. Nun konnten die Bewohner beider Welten miteinander agieren. Nicht nur bekam Amen jetzt auf die Schnelle alle Geister als Verbündete, er musste nicht einmal etwas tun, damit sie ihm helfen konnten! Sie können nun alle selbstständig angreifen. Für wenige Minuten war Amen also allen anderen haushoch überlegen. Es gab nur ein Problem: Der Dämon, der hier gleich durch die Domäne wüten wird, war unkontrollierbar. Um genug Magie aufzutreiben musste Lilith das Siegel, das auf ihr lag, öffnen und die magischen Reserven des Dämons nutzen, der in ihr schlummerte. Das hatte zur Folgen, dass dieser die Kontrolle bekam. Der Dämon - so beschrieb es Lilith, was sich mit dem deckte, was im Kampf gegen Rouge geschah - war ein unkontrollierbares Monster, das auf der Suche nach Lebensenergie war, die es in sich aufnehmen möchte. Darum suchte sie die größte Masse an Energie, die sich in der Nähe befand und versuchte es zu töten, wie ein wildes Tier, das man aus dem Käfig gelassen hatte.

Das einzige überraschende war, dass der Dämon nur wenige Merkmale aufwies, die ihn als Dämon kennzeichnete: Auf Liliths Kopf wuchsen zwei Hörne und schmale, orange-rötliche, Linien pulsierten auf ihrer Haut. Der Dämon sauste an Amen vorbei, direkt in den Schwall aus Feuer hinein und fand sich nun vor Lauriam. "A-...me--", murmelte Lilith, während sie mit ihrer rechten Faust in die Richtung des Magiers schlug. Ihre Kleidung brannte und auch ihre Haut schien nicht ohne Verletzung zu sein, aber der Strahl aus Feuer...er schien sie nicht gekümmert zu haben. Die schmalen Linien auf ihren Körper pulsierten in ihrem rechten Arm stärker, was zeigte, dass sie ihre Magie dort wirkte - und diese war eine Stärkungsmagie. Lauriam konnte es nicht wissen, aber ein Treffer könnte fatale Folgen haben...

Amen war froh darüber, dass sie Lauriam attackierte...aber die größte Quelle an Lebensenergie war im Moment sicher Rhord, warum also...?

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In der Zwischenzeit näherte sich Vada Rhord, aber der Dunkelhaarige merkte schnell, dass sein Vorhaben so nicht aufging. Rhord schlug mit allem, was er hatte, wild umher. So auch mit seinem Schweif, der wie eine Peitsche durch die Luft sauste. Vada könnte es wagen, aber wirklich darauf anlegen möchte er es nicht, weswegen er nach hinten auswich und dort fürs erste verharrte, um sich einen besseren Plan zu überlegen. Er hatte keine Angst, da er nicht davon ausging, jemals von Rhord getroffen zu werden, schließlich war er schnell...äußerst schnell. Allerdings fehlte es ihm seit seiner Verwandlung zum Angeborenen an Durchschlagskraft. Asche war schön, aber verheerende Angriffe ließen sich damit nicht durchführen.

Bevor Vada allerdings etwas tun konnte...ging hier gerade die Hölle ab. Ein heller Kreis erleuchtete am Boden und eine Menge Magie strömte davon aus. Er war ein Angeborener, weswegen er die Magie nur schwer spüren konnte, aber diesen Druck, den er auf sich spürte...war ohne Vergleich. "Was ist das...?", murmelte Vada, innerhalb des Kreises stand und all das, was er jetzt sah, erstmal verdauen musste. Da waren viele Person, dazu Waffen, die umherschwebten...


@Tobi:

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Freitag, 23. August 2019, 16:41

Aella entging es nicht, dass Indra doch noch es schaffte eine Verteidigung aufzubauen. Aber sie selbst hatte schon zu viel Geschwindigkeit aufgebaut, ein stoppen war also keine Möglichkeit mehr, womit es für die Winddämonin nur noch einen Weg gab Indra auszuschalten, ohne komplett kampfunfähig zu gehen. Sie wird sich verletzen, dies war aber nun unvermeidbar geworden. Der Dunkelheitsdolch, den sie bereits vor sich hielt, wuchs zu einem Schild heran, den sie im Sturzflug vor sich hielt. Dunkelheit leitet keinen Strom wie es Metall täte, weswegen Aella sich noch Chancen ausrechnete dadurch zu kommen und Indra endgültig zu Boden zu befördern. Erst kurz danach würde das geschehen, was nun Lauriam Probleme bereiten würde, daher war ihr Fokus voll und ganz darauf diesen Geist in den Boden zu rammen! Die Energie der Kuppel war beim Aufschlag deutlich zu spüren, doch ihr Schild konnte die Dämonin von vorne schützen. Es artete in einem Kampf aus zwischen dem instandhalten des Schildes mit mehr und mehr Magie und der gewaltigen Macht des Elementes, welches Indra befehligte. Wie es auch ausgehen würde, dieser Zusammenprall dürfte in einem Moment entschieden sein, denn Elektrizität hatte keine Eigenschaft, die Aella verlangsamen würde, da sie keine Form besaß, an der man abprallen könnte.

_____

Erste leichte Verbrennungen wurden erreicht, als Lauriam versuchte Amen anzuzünden und es kam sogar dazu, dass sein Gegner nach hinten stolperte. Dieser fing sich zwar wieder, doch nun sah der Spezialagent die Gelegenheit einen seiner Gegner zu eliminieren. Doch es kam anders als erwartet. Die heftige Energiewelle entging Lauriam genauso wenig wie jedem anderen Anwesenden. Er hatte zum Glück aber eine Ahnung, um was es sich handeln dürfte - seiner Partnerin sei dank - weswegen er sehr schnell wieder zum Kampf überging, ehe er nicht mehr dazu käme den Moment auszunutzen.
So war zumindest der Plan, doch einer der Geister, die diese Lilith zu sein scheint, sah nun mehr aus wie eine Dämonin und ging sofort dazu über Lauriam anzugreifen. Er selbst hatte nun die Wahl alles auf eine Karte zu setzen und Amen zu besiegen, aber damit auch automatisch ebenfalls eliminiert zu werden oder sich sofort der Dämonin zuzuwenden. Seine Entscheidung war die zweite Wahlmöglichkeit, denn er wollte den Gesamtsieg! Die Dämonin lief unbeirrt - und wild - auf ihn zu, ohne sich an den Flammen zu störren. Das allein signalisierte dem Magier bereits, dass er noch mehr brauchen wird, um sie aufzuhalten. Nachdem die Dämonin in den Flammenstrahl eingetaucht war, entfernte er sich wieder von Amen und nahm die von ihm erschaffene Brücke als Ziel. Während diesen Laufs - womit er dem eingehenden Schlag entgehen konnte - ortete er einmal schnell, sofern möglich, die Geister. Am wichtigsten waren ihm hierbei die beiden mit der Feuer- und Bodenmagie und erschuf dann in den Richtungen, wo diese waren, jeweils eine Dunkelheitsmauer - näher an der Eisfläche als an den Geistern - als er die Brücke erreichte. Sollten sie auf derselben Seite stehen dann reichte auch nur eine.

Eine notwendige Vorbereitung, denn er brauchte das Eis und konnte niemanden gebrauchen, der ihm das nun vermiesen würde und somit blockte er ihre Möglichkeiten mit ihren Magien dazwischenzufunken. Er kam auf der Brücke an und ließ sofort etwas von seiner eigenen Magie auf das Eis wirken, damit der Geist, der die Eisfläche erschuf, es nicht so leicht hat sie wieder zu entfernen. Und dann, in dem Moment, wo "Lilith" auch auf der Brücke ankommt würde er sofort eben diese entfernen - er selbst wäre bereits auf der anderen Seite - und die Dämonin auf dem Glatteis aussetzen. Die Dunkelheit würde zudem nicht einfach verschwinden, denn Lauriam plante dessen Bestandteile in Stacheln umzuwandeln, die von allen Seiten auf die Dämonin zufliegen würden und ebenso zerstechen sollten. Er konnte nur hoffen, dass der Plan funktionieren würde, denn bis zu zwei Wände mit Magie zu erschaffen kann kostspielig werden, was magische Energie angeht.

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Nach einiger Zeit schaffte Rhord es dann endlich die ganze Asche von seinem Gesicht wegzubekommen, indem er sich einfach unter dieser hinwegduckte. Wie lange das so nutzen würde konnte er nicht sagen, aber er wusste, dass er diesen Moment lieber schnell ausnutzen sollte. Er versuchte sich neu zu orientieren und erblickte Amen und Lauriam vor sich, sowie Vada hinter sich. Letzterer stand ihm näher. Der Echsendämon war schon dabei sich zu dem Angeborenen umzudrehen, doch in der Drehbewegung geschah dann etwas, was ihn wieder zurückblicken ließ. Da war etwas auf dem Boden und im nächsten Moment standen da ihm fremde Gestalten. Alles Mädchen, wovon keine so ausschaute als wäre sie erwachsen oder nahe davor. Rhord blickte zu Vada zurück. "Ähhh... Vada. Ich glaube wir müssen den Kampf unterbrechen... Wir tun den Kindern doch nichts, weil sie nun diesen Ort gesehen haben, oder? " Für Rhord war es nicht möglich zu wissen, dass es sich hierbei um Amens Geisterfreunde handelte, Geister an sich sind - er war zwar nun einmal in der Geisterwelt, verstand aber den optischen Unterschied nicht -, die alle nur so jung ausschauen und warum diese Kinder aufgetaucht sind. Er sah sie vorallem nicht als seine Gegner, sondern mehr als Pechvögel, die sich in den falschen Ort verirrt haben. Nur die eine unter ihnen war sonderbar. "Und ist das eine Dämonin? Sollten wir Lauriam helfen?"

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Freitag, 23. August 2019, 18:11

Korinas Gesichtszüge wandten sich schnell genug so deutlich dass Noire erkennen konnte ab wann sie überfordert war das zu lesen, was Rouge für ihre Tochter angedacht hatte. Sie scherzte über die Geheimniskrämerei und über Rouge selbst, bezeichnete sie womöglich als insgeheime Kriegsgöttin aus alter Zeit. "Vielleicht hat sie auch düstere Geheimnisse in den Lehrtext eingebaut die Sie über dich in Erfahrung gebracht hatte" scherzte sie unwissentlich, dem Einfluss von Rouge verdankend, ebenso unwissend dass sie einen wunden Punkt angesprochen haben könnte. Doch bei dem Punkt mit der Kriegsgöttin wahrte sie eine eher ernstere Fassade. "Ihre Speerkunst ist Einzigartig, das wird in der Theorie sehr gut erklärt. Aber ... nun .... Sie selbst ist ein wandelndes Geheimnis. Weder Vater noch ich selbst wissen über ihre Vergangenheit da Sie darüber nicht spricht. Das älteste was wir wissen ist der Moment wo Vater Sie nach einer Mission bei sich aufnahm. Und Sie nach ihrer Vergangenheit zu fragen ist zwecklos. Zumal Ihr Alter ebenso unbekannt ist, wir können es nur schätzen anhand ihrer Schweife - da sie drei Schweife besitzt muss sie wohl in etwa in ihren 50er sein, wenn nicht sogar älter - Falls du das nicht wusstest: Ein Fuchswandler bekommt in etwa mit 25 Jahre den zweiten Schweif, danach etwa alle 15 Jahre einen weiteren, wobei das nur eine Faustregel ist. Sie ist also wie Vater bereits sehr Erfahren und unheimlich belesen... das ist etwas gruseliges an Ihr... Neben so vielen, anderen ... Eigenschaften. " Rouge selbst war tatsächlich, selbst für Blanc, ein Rätsel, doch hat Sie von Ihm und allen in der Familie Ihr uneingeschränktes Vertrauen. Sie nahm das Buch wieder entgegen und schloss es erstmal, während sie sich kurz auf das Bett setzte in dem Korina mehr oder weniger gefesselt war.

@Night Zap:

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Die Situation auf der Tribüne spitzte sich ein Stück weiter zu während Scarlet ganz subtil hinter den beiden in recht unmittelbarer Nähe wie jeder andere auch bei der Masse stand und sie Stück für Stück ihren Kreislauf durcheinanderbrachte. Wenn sie nicht aufpassen werden sie ein wenig mehr Probleme als nur den Kreislauf bekommen. Zu der Zeit war das Spektakel am Laufen dass auch die Masse sich aufbauschte und einer sogar besagtes Podest stürmen wollte, aber die Priesterin diesen beruhigen konnte und ein sehr stämmiger Leibwächter den Rest langsam in Schach brachte. - Nicht so die zwei Schoßhündchen, die anscheinend verstanden dass sie manipuliert wurden und sich beim Umdrehen hinter einem Schild aus Dämmerungsmagie versteckten. Scarlet hingegen stand weiterhin seelenruhig da, nichts anmerkend dass sie stillstehend aus geringer Distanz auf beide einwirken konnte ohne Groß aus der Masse herauszustechen. Während die kleine, süße Maus sie als Hexe bezichtigte - oder zumindest der Hexerei - war ihr Männliches Gegenstück der edle Ritter in der Not - nur um eine andere, zierliche, hilfsbedürftige Dame in Bedrängnis bringen zu wollen - Scarlet.

"Ich bin nur eine arme, hilfsbedürftige junge Frau die sich an den Freuden des Festes des gemeinen Volkes erfreute, dass Ihr so verabscheut." sie spielte die äußert zierliche Frau, so wie sie es auch bei dem Tod des altem Mannes tat, um den Anschein zu erwecken leichte Beute zu sein. Sie würde versuchen die zwei zu provozieren. "Wollt Ihr mir etwa auch noch das letzte bisschen Freude nehmen was die Erlöser der Schwarzen Engel uns gerade verkünden? Seht her meine Leidensgenossen. Sie zeigen Ihr wahres Gesicht!"[/b] - nur um kurz darauf gespielt auf den Boden zusammenzusacken. Immer noch bedeckt dank dem Mantel, aber schelmisch grinsend, so dass es nur die zwei erkennen konnten wenn sie genau hinsahen wie sie zu Ihnen aufsah.

@Tobi: @Night Zap:

Night Zap

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625

Freitag, 23. August 2019, 21:32

Als Noire meinte, die Codesprache verberge belastende Infos über Korina, kam der Witz in den Ohren der Schwertkämpferin nicht als Worte an, sondern an das hohe, Trommelfell-zerfetzende Bellen eines Eichhörnchens an. Dann verdüsterte sich aber die Miene der Katzenwandlerin, als sie zugab, dass Rouges Herkunft tatsächlich ein ziemliches Mysterium wahr, selbst für ihre engsten Verwandten.
"Eine Menge kann passieren in fünfzig Jahren. Ich bin nicht mal zwanzig, und ich hab jetzt schon so einige Dinge, über die ich lieber schweigen würde..." begann Korina, bevor Nina sie unterbrach. "Wie das Killereichhörnchen!" "Äh, neinsohabichdassnichtgemeintNinaundüberhauptesgibtkeinKillereichhörnchen..." Stottertie sie los, bevor sie sich fing und sich räusperte. "Also, was ich meine, wenn sie einen früheren Teil ihres Lebens einfach hinter sich lassen möchte, ist das ihre Sache. Ich meine, wenn alles gut läuft, werd ich eines Tages auch einfach davongehen können und hoffentlich nie wieder an den Rabenteufel oder die Schwarze Hand denken."

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Der schnurrbärtige Magier wurde wütend, als Kallin das repressive Wahlsystem verteidigte. "So ist das also, Nichtmagier dürfen keinen Einfluss haben, weil sie nicht wissen, wie es sich als Magier lebt, aber die werten Magier dürfen natürlich eine Regierung an der Macht halten, die die ärmeren Schichten unterdrückt, obwohl ihre Rücken nie von schweren Säcken oder Stockschlägen ruiniert worden sind!"

Genevieve kam es teilweise so vor, als würde der ungefragte Besucher gar nicht wirklich versuchen, anständige Argumente vorzubringen, denn alles, was er sagte, gab ihr Munition, um seine Worte zu kontern. "Mag sein, dass Worte manchmal auch weh tun können. Unsere Feier war friedlich, bis Sie und Ihre Freunde hier aufgetaucht und unsere Zuhörer aufgestachelt haben, da Sind sie selbst wohl der beste Beweis dafür. Das einzige, was einer friedlichen Existenz unserer Religion in diesem Land im Wege steht, ist der Hass und die Bosheit, den die Oberschicht jenen entgegenbringt, die im Schwarzen Engel einen Funken der Hoffnung sehen."

Khan verschränkte die Arme, als er Kallin reden hörte. Der Bursche schien ihn dazu anstacheln zu wollen, den ersten Schlag zu tätigen. Nicht mit ihm, er hatte schon gesagt, dass er hier war, um jene zu schützen, die unrechtmäßig angegriffen wurden. Bevor er das erneut klar machen konnte, wurde die Aufmerksamkeit der Eindringlinge auf jemand anderen in Anspruch genommen. Eine junge Frau, die anscheinend dafür verantwortlich war, dass einige der Studenten ins Schwanken gekommen waren. Zauberei? Nein, das direkt schien es nicht zu sein, wenn sie es so subtil machen konnte, eher eine Angeborenenfähigkeit. Dass die Studenten sie sofort anfeindeten, das war Khan sehr gelegen. Besonders, als sie zusammenbrach. An der Weise, wie die Frau zu Boden ging, konnte Khan erkennen, dass das Absicht gewesen war, aber die meisten Anwesenden hatten wohl nicht genug Erfahrung damit, um den Unterschied zu erkennen. Khan begann, sich der Frau zu nähern. "So so, ihr klagt eine der Gläubigen, die ihr hier anprangert, der Hexerei an, und dann bricht sie urplötzlich selbst zusammen? Ich frage mich, wer hier der wahre Hexer ist." Er provozierte die Studenten mit Worten, nicht mit Taten. Falls es zur Gewalt kommen sollte, würde er nicht derjenige sein, der den ersten Schlag getätigt hatte.
Als Khan bei der Frau ankam, kniete er sich hin und reichte ihr eine Hand. "Alles in Ordnung, meine Dame? Ich werde euch vor jeglichen Halunken, die es auf eure Gesundheit abgesehen haben, beschützen, dies schwöre ich."
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@Soren: @Tobi:

626

Freitag, 23. August 2019, 23:26

Kallin hörte zu was diese Mitglieder der Kirche zu sagen hatten. Aber für den einen konnte er nur Unverständnis aufbringen, bei der anderen sah er nur wie sich eine Schlange zeigte.

"Magier sollten in einem Magierstaat an der Macht bleiben. Was ist an dem Konzept so schwer zu verstehen? Magie ist ein essentieller Bestandteil unserer Kultur, warum sollten wir riskieren jemanden an die Hebel setzen, der nichts davon versteht? Es braucht Kenntnisse in eben diesen Themen, um wichtige Entscheidungen treffen zu können. Was denkst du würde passieren wenn man jemand, der nichtmal praktische Erfahrungen hat, entscheiden lassen würde, ob ein Projekt genehmigt werden kann oder ob man es lieber bleiben lassen sollte?"
Alveheim war weniger strikt, aber dies bedeutete nicht, dass hier einfach alles für einen Magier erlaubt war. Es gab Grenzen. Grenzen, die auch mal von Individuen überschritten werden, aber in diesen Fällen wird auch versucht dagegen vorzugehen, wenn es bekannt werden sollte... was es oftmals nicht tut.
"Sicherlich, jeder kann sich über den anderen informieren, aber die Gefahr, dass etwas schief geht ist einfach, zumindest aus meiner Sicht, höher. Und nur damit das klar ist, denkt nicht, dass ich jede Behandlung der Nichtmagier gut heiße. Nur weil jemand für das System an sich ist, heißt das nicht automatisch, dass man auch jeden Aspekt davon gutheißt, wie ich dachte schon an einem anderen Beispiel klargemacht zu haben."

Dann wandte sich Kallin wieder der Frau zu und sah ihr in die Augen.
"Interessant, wie ihr euch um einen wichtigen Punkt meiner Sorge, den Grund, schlängelt. Aber gut, du meinst also, dass ich jedem Hass und Bosheit entgegenbringe, der sich auch nur für die Schwarzen Engel interessiert. Aber an welchem Punkt ist ein Aufruf zur Vorsicht so zu interpretieren? Ja, euch traue ich nicht über den Weg und das gebe ich auch gerne offenkundig zu. Aber - und hier könnt ihr mich gerne korrigieren, wenn ihr anderer Meinung seid, aber habe ich gesagt, dass niemand euch beitreten sollte, komme was wolle? Ich habe aber etwas dagegen, wenn jemand aufhört selbst zu denken und die Möglichkeit ist bei sowas wie einer Religion oder Sekte immer gegeben und das muss sich nicht nur eure Organisation angesprochen fühlen. Solange alles friedlich bleiben soll wäre das halb so schlimm, aber wenn auf einmal etwas im Namen eines Gottes oder anderer spiritueller Figur getan werden sollte artet das ganz schnell aus. Man muss nicht gläubisch sein und sich an einem Wesen orientieren, das vielleicht auch nur im Kopf existiert, um bestimmte Werte gut oder schlecht zu finden. Oder würdet ihr oder wer auch immer bei euch das sagen hat, jemanden verbieten eurer Religion beizutreten, wenn dieser nur an das einen und nicht an den Schwarzen Engel interessiert wäre?"

Dann nahm das Chaos weiter unten auch schon seinen Lauf. Die beiden Studenten schauten fassungslos, als dieses Miststück anfing ein Schauspiel abzuliefern. Erst als sie sich selbst auf den Erdboden beförderte kam einer von ihnen zu Wort. "Zuerst mit uns irgendwas anstellen und dann uns diffarmieren? Haben wir dir irgendwas getan oder wofür ist das?", wurde protestiert, aber auch die andere Studentin blieb nicht kommentarlos. "Was meinst du Theo, ob sie zu denen gehört? Waren unsere Sorgen gerechtfertigt?"
Noch ehe der Student etwas dazu sagen konnte begab sich der eine Leibwächter nach unten. Währenddessen sprach Kallin nochmal zu Genevieve, wenn auch in einer normaleren Lautstärke.
"Die beiden würden niemals grundlos so handeln. Doch wird ihnen geglaubt werden? Nein, denn die Meinung der anderen hat sich bereits gefestigt, ohne dass sie auch nur ein Wort zu diesem ganzen Thema gesagt haben und sich nur selbst verteidigen wollten. Menschen sind beeinflussbar und genau deswegen ist es wichtig die Leute auch daran zu erinnern, dass man aufpassen muss bei dem, was einem gesagt wird."

Dann beobachtete Kallin weiter, was seine beiden Freunde nun machten und hoffte, dass die beiden die Situation doch noch in den Griff bekommen. Wie erwartet nutzte Khan die Vorlage und verleumdete die beiden. "Lügner! Die tut nur so!", erwiderte Theo, aber er ahnte schon, dass das nichts nützen wird.
Auch um sie herum fingen die Leute an über sie herumzupöbeln. Es nagte sichtbar an den Nerven der beiden, von allen Seiten angeschrien zu werden. Wem würde es nicht so ergehen? Kallin stieg von der Bühne herunter, um den beiden zu helfen ehe es zu spät war, doch es sollte nicht mehr so sein. Eine Sicherung sprang heraus. "RUHE!" schrie die Magierin unter den beiden verzweifelnd, während sie um sich herum einen Eiszauber entfesselte, der nicht ohne war. Zum Glück erschuf sie nichts verletzendes, aber es wurde schlagartig kalt um sie herum und die Nahestehendsten dürften sich unter einer sehr dünnen Schicht Eis wiederfinden. Theo ging es gut, da dieser sich rechtzeitig mit seinem Schild schützte. Doch das Chaos war unvermeidbar ausgebrochen, denn nun war die Meute panisch und erst recht wütend und die drei mussten sich vor den ersten Angreifern schützen. Auch die Stadtwache dürfte nicht glücklich über diese Entwicklung sein.

Währenddessen schauten zwei Magier von einem kleinen Hügel aus zu. Ein muskelbepackter Hüne und ein Fuchswandler.
"Wir sollten dann wohl solangsam mal eingreifen...", schlug der Hüne vor, doch sein Kollege war da anderer Meinung.
"Könnten wir noch ein-zwei Minuten warten?", fragte der Fuchswandler und ohne eine Nachfrage wusste sein Gesprächspartner bereits, was der Grund dafür sei. Es gab dafür drei Gründe, die aufgeregt hin und her wedelten. "Kann dein Hobby nicht warten? Es gibt da gerade wichtigeres." Der Fuchswandler schaute zu seinem Nachbarn hinauf, mit einem neutralen Gesichtsausdruck und fasste sich so kurz wie er nur konnte, ehe er seinen Blick wieder auf die eine Dame schweifen ließ: "Nein."

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tobi« (23. August 2019, 23:28)


627

Samstag, 24. August 2019, 00:19

Nun, sie hatte wenig Möglichkeiten das gesagte zu verneinen. Jeder hatte irgendetwas was er nicht preisgeben möchte. Ein Geheimnis dass einem persönlich so wichtig war, dass niemand es erfahren sollte. Das war eben Rouges Geheimnis und Blanc vertraute Ihr dennoch alles an, und dieses Vertrauen in Sie wurde bisher kein einziges Mal enttäuscht. So gerne Noire dieses Geheimnis von Rouge ein Stück lüften würde, so aussichtlos war das Unterfangen schon rein beim Beginn des Gedankens dass sie Ihn wieder verwarf, während ihre Schwester irgendein Problem mit "Killereichhörnchen" ansprach, das sie jedoch nicht ganz verstand. "Killer... Eichhörnchen?" fragte sie verlegen sich selbst, kenntlich zeigend dass sie sehr wohl verstand was für eine Zitterpartie an Wörter sie gerade losbrachte, bevor Korina deutlich aufgelöst das Thema umlenkte, dies aber auch akzeptierte. Was soweit auch gut war, denn das gab Ihr die Möglichkeit eine kleine andere Erkenntnis nun anzusprechen. "Du bist noch keine Zwanzig? ... Süß. Eine kleine Schwester also." lächelte sie Korina neckend an sie erstmal mit Ihrem Alter offen lassend. "Dann muss die kleine Schwester jetzt ganz schnell und brav wieder gesund werden." und stupste dabei ihr in die Backe. Zurückblickend hat Noire in kurzer Zeit mehr Emotionen gezeigt als viele andere in der Gruppe kennengelernt haben. Das hatte wohl den Grund dass sie Ihr bereits deutlich aufgeschlossener war wie in Ihrer richtigen Familie und daher deutlich ungehemmter mit ihrer "Schwester" sprach. Die sonst so stoische Katzendame zeigte nun das volle Repertoire an Emotionen, die ein Lebewesen haben konnte.

@Night Zap:

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Scarlet's kleines Schauspiel schien Ihre Wirkung zu zeigen, denn die meisten Anwesenden waren auf ihre kleine Finte hereingefallen. Die einzigen, die diese als solche Erkannten, waren die Personen, die wohl gleich am interessantesten sein dürften. Die zwei, schon sehr feindlich gesinnten Schoßhündchen und Ihr Herrchen, aber auch der stattliche Wächter oder die "liebreizende Priesterin" wie Sie diese gerade bezeichnen würde. Vorsichtig nahm sie die Hand an, die Ihr dieser anbot, was ihre Kleidung ein klein wenig preisgab, die sie bisher unter diesem Mantel versteckte - sie nutze ihre linke Hand, die in komplett schwarz gekleidet war und spielte weiter, wissend, dass Ihr gegenüber ihre kleine Falle gerade herzlichst ausnutzt um einen Grund zu haben weiter provozieren zu können. "Ohhh... Vielen Dank werter Herr. Ihr seid zu gütig zu einer so armen Frau. Wie kann ich mich nur erkenntlich zeigen..." dabei lächelte sie bereits vor Vorfreude darauf, dass es bald losgehen könnte. Schon so bald. Kann sie wieder ein wenig Spaß haben. Aber nur ein bisschen. Sie muss ganz vorsichtig sein. Sie darf hier auf offenem Felde niemand großen Schaden zufügen. Nein. Das würde all Ihre Pläne, die Übeltäter, denen dieses Siegel gehört, zu finden, zunichte bringen.

Die tatsächliche Eskalation lies nicht wirklich so lange auf sich warten, als der Wächter, der sie gerade so heroisch beschützt - und sicherlich einen hervorragenden Spielpartner ergeben würde - mit Ihr gemeinsam ein klein wenig Theater aufführte. Denn die Studenten, zumindest das Männchen von dem kleinen Hündin, schien sich zu wehren, zumindest verbal, denn er bezichtigte die Beiden der Lüge - was auch Stimmte, aber bei der aufgebrachten Menge wenig Anklang fand. Sie hatten am falschen Ort zur falschen Zeit sich die falschen "Freunde" ausgesucht ihre Sichtweise anderen aufzuzwingen. Und Scarlet hilft nur liebend gern denen, die Sie als Feind sah, als Feinde der Welt, die, die Schuld dran sind, dass es Elend gab. Auch wenn Sie selbst nichts von diesen "Schwarzen Engeln" hielt. Es war ... ein Zweckbündnis für ein kleines bisschen Spaß sozusagen. Das "Herrchen" wollte gerade verhindern dass seine Haustiere eine Dummheit begehen würden, war dies bereits zu spät, denn die kleine Hündin entfesselte einen Eiszauber in der direkten Umgebung, der deutlich Kraft besaß, das konnte Scarlet spüren - Hautnah - und die Masse nun endgültig in Panik brachte. Endlich! Das Chaos was sie brauchen um ein wenig Schabernack treiben zu können. Das wird ein Spaß! Ihre Haut selbst wurde zwar an den Stellen, die keine Kleidung bedeckte, von einer kleinen Eisschicht bedeckt, was sie selbst durch ein wenig Manipulation ihres Blutflusses aber schnell "auftauen" konnte. Was sie auch nicht störte war, dass der Druck des Eiszaubers, der dieser mit dem Wind entfachte, zumindest ihre Kapuze nach hinten warf, und nun ihre freudeüberstrahltes Gesicht und einen Teil ihrer schönen, roten Haarpracht zu sehen war. "Du bist aber ein böses Mädchen... Sieh an was du nur getan hast... Alle sind ganz in Panik... nur weil du dein Temperament nicht in Zaum halten konntest. Wie konnte das nur passieren? dabei kicherte sie freudig, wie ein kleines Kind. "Unartige Mädchen muss man erziehen richtig? Sie müssen lernen sich selbst mit mehr Würde zu tragen!" ihre Pupillen verkleinerten sich daraufhin als sie das Schoßhündchen manisch mit einem überaus freudigen Grinsen fokussierte und ihre Kräfte voll und ganz auf diese konzentrierte, nun auch deutlich stärker. Was wohl passieren wird wenn sie die Blutzirkulation verlangsamt? Richtig! Sie wird abkühlen! Aber auf eine ganz besondere Art und Weise.

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Samstag, 24. August 2019, 11:43

Was Korina am wenigsten erwartet hätte, war, dass Noire aus der kurzen Rede vor allem ihr Alter herauspickte. "Äh, ja ich bin erst Achtzehn..." sagte sie peinlich berührt. Irgendwie hatte sie sich nie Gedanken darüber gemacht, wie alt ihre Kollegen waren. Korina selbst war um einiges größer als die Durchschnittsfrau, das ließ sie wohl ein bisschen älter wirken, als sie war, und deshalb war Noire, die viel mehr dem Durchschnitt entsprach, wohl auch überrascht. Korina hatte vage gewusst, dass Noire älter als sie war, aber das lag wohl auch eher daran, dass die stoische Söldnerin eine Aura von Reife ausstrahlte, die Korina auch ein wenig an ihre leibliche Schwester erinnerte.
Von dem Stupser in die Wange drehte Korina ihr Gesicht weg, aber nicht, weil das von Noire irgendwie besonders schlimm wäre, sondern eher, als wäre Korina ein kleines Kind und Noire die Oma, die ihrer Enkelin zum jährlichen Familientreffen in die Wange kniff. "He, jetzt musst du mich aber nicht gleich wie ein Kind behandeln!" erwiderte sie kichernd.

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Mit seinen starken Armen zog Khan die Frau hoch. "Euer Lächeln ist Dank genug, werte Dame." sagte er und lächelte zurück.
Genevieve hätte gerne vor Fremdscham die Hände im Gesicht vergraben, weil Khan mal wieder Khan war, aber es gab wichtigeres zu tun. Der verbale Teil der Streiterei nahm ein jähes Ende, als die Studentin schrie und ihre Umgebung vereiste. Jetzt waren alle Besucher des Festes auf den Beinen, und die hitzköpfigsten bewiesen, dass Eis sie nicht abkühlen konnte, da sie mit erhobenen Fäusten auf die Studenten losgingen. Die Situation war perfekt, fand Genevieve. "So ist das also, ihr Studenten wolltet unsere friedliche Feier von Anfang an ruinieren. Wer Hass verbreitet, wie ihr es tut, ist ein Sünder... aber meine Kinder, ich bitte euch, vergebt diesen verlorenen Seelen noch ein letztes Mal, im Geiste unseres Festes!" Die Bitte fiel auf taube Ohren, zu aufgestachelt waren die Leute, um auf Genevieve zu hören.

Khan und die Frau befanden sich in der Mitte des Tumults. "Da seht ihr mal, was ihr angerichtet habt." sagte er zu den Studenten. "Ihr solltet lieber abhauen, sonst kann ich euch diese Übergriffe auf unsere Gäste nicht verzeihen." Etwas war komisch an dieser schönen Frau. Eine Art von Hass, die weit über den gewöhnlichen Zorn, der aus einem solchen Übergriff entsprang, hinausging. Da war etwas dunkles in ihr, und Khan gefiel das. Was ihm auch gefiel, war der kurze Blick, den er in der Öffnung ihres Mantels erhaschen konnte. Zu dem schönen Gesicht passend ein schöner Körper.
Er haute mit seiner linken Faust in seine rechte Handfläche, eine klassische bedrohliche Geste. Sein normalerweise freundlicher, beschützerischer Gesichtsausdruck verdunkelte sich, als er seine Augenbrauen anwinkelte. Da die schöne Frau darauf aus zu sein schien, die ungefragten Besucher mit Taten statt mit Worten zu verjagen, gab es auch für ihn keinen Grund mehr, komplette Friedlichkeit vorzutäuschen. "Oder ihr könnt natürlich bleiben und weiter mit eurer Magie unschuldige Gläubige verletzen... aber dann bekommt ihr es nicht nur mit guten Leuten, die sich gegen euren niederträchtigen Angriff verteidigen wollen, zu tun, wie der Dame neben mir, sondern auch mit mir selbst." Er zog sein Schwert noch nicht, auch wenn er die Studenten einfach mit dessen Scheide verkloppen könnte, ohne ihnen ernsthaft weh zu tun, was wohl eine gerichtliche Klage zur Folge hatte. Stattdessen nahm er einfach eine Faustkampf-Haltung an, um zu zeigen, dass er zum Kampf bereit war.
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629

Samstag, 24. August 2019, 13:04

Die Frau und dieser Khan schienen sich recht schnell zu verstehen. Aus der Sicht von Kallin und den anderen beiden war es so gut wie sicher, dass die beiden ein Team sind. Ob die Frau ursprünglich das tun sollte, was sie letztendlich nun gemacht hatten? Dies konnten die drei schon weniger einschätzen, sie sahen es aber als gut möglich an. Für Yuria sollte dies aber sehr bald zur Nebensache werden, denn nachdem diese Frau sie verhöhnte begann sie sogleich wieder irgendwas mit ihr zu machen. Ihr wurde kalt, aber nicht so wie es gewöhnlich kalt. Aber nicht nur das, sie kam plötzlich auch kaum Luft mehr. Sie verstand nicht was es genau war und die sowieso bereits aufgelöste Studentin begann weinend sich auf dem Boden zu winden. Theo beeilete sich als eine Reaktion darauf sich schnell vor ihr zu positionieren und den Schild, den er bereits erschaffen hatte, nur noch weiter zu verstärken, um seine Freundin vor dem Einfluss dieses Monsters zu beschützen. Schon bald hörte auch das winden von Yuria auf, ihr Körper blieb aber unterkühlt und ihre Angst war von jetzt auf gleich auch nicht verschwunden.
Was Kallin anging war dieser aktuell das Hauptziel all der aufgebrachten Leute. Doch anstatt seine Magie zu nutzen, um diese Meute aufzuhalten verwendete er eine Mischung aus Ausweichen, Griffen, Würfen und diversen anderen Selbstverteidigungstechniken. Es war aufgrund seiner Kleidung nicht zu sehen, aber auch er besaß einen gestärkten Körper und war kein Fremdling zum Kampfsport. Nicht eines Blickes würdigte er währenddessen Khan, sondern ging erstmal zu Yuria und versuchte sie mit einer Umarmung nicht nur zu trösten, er versuchte auch ihren Körper aufzuwärmen. Während er dies tat blickte er zu Genevieve, die die Situation ausnutzte.

"Wolf also, hm? Schön, dass wir geklärt haben auf welchem Niveau ihr steht." Mehr hatte er dieser Frau nicht mehr zu sagen. Er war am überlegen eine Drohung auszusprechen, aber das war ihm seine Zeit nicht wert. Jemand anderes war ihm gerade wichtiger. Er legte Yuria sanft auf den Boden, damit sie sich hier ausruhen konnte und bat Theo darauf aufzupassen, dass keiner dieser Hitzköpfe sich an ihr vergreift. Sie sollen sich aber nur verteidigen und damit auch nicht abhauen. Sie müssen sich darauf konzentrieren sich erstmal weiterhin zu schützen, was sie nicht können, wenn sie anfangen sich in Bewegung zu setzen. Dann stand her von seiner Hocke auf und wandte sich endlich zu Khan hin. Eines dürfte für die beiden beim ersten Anblick seines Gesichtes klarwerden: Er war von unten bis oben nur so mit Wut gefüllt. Besonders als er die Unbekannte anschaute, musste er sich anstrengen sich zu zügeln. Zumindest für den Moment noch. "Findest du das etwa lustig? Grundlos jemand anderen Leid anzutun?", fragte er die blasse Frau zuerst und wandte sich dann zu ihrem Partner. "Und du, siehst du etwa Spaß dahinter mit so einem Schauspiel die Leute in die Irre zu führen?"
Dann ging er in Kampfposition und nahm eine ähnliche Haltung wie sein gegenüber an, nur dass er anstatt eine Faust zu bilden gestenhaft Khan zu sich zuwinkte und somit zu der ersten Handlung aufforderte. "Ein Wort der Warnung. Sobald einer von euch beiden anfängt Magie zu wirken, werde ich das auch tun. Überlegt es euch gut."
Er wusste bereits, dass es auch so kommen wird und machte sich auch bereit Zauber zu wirken, sobald seine Gegner das Signal dafür geben. Aber für nur diesen Gegner benötigte er keine Magie. Kallin war bereit den beiden eine Lektion zu erteilen.

Die beiden Magier beobachten die Situation weiterhin und bemerkten damit natürlich auch, dass es zu einem Kampf kommen würde. Zu sehen, wer sich den beiden entgegenstellte bereitete bei beiden ein mulmiges Gefühl.
"Kallin Duranie..." Dieser junge Mann in dieser Situation. Das behagte ihn gar nicht und da war er nicht allein.
"Vielleicht sollten wir anfangen uns zu nähern...", schlug der immer noch sichtbar aufgeregte Fuchswandler vor. Sein Nachbar wirkte daraufhin recht genervt. "Ach WAS du nicht sagst, mein Lieber."

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630

Samstag, 24. August 2019, 13:49

"Dann ist es ja nur fair wenn ich auch verrate dass ich Dreiundzwanzig bin. Etwas traurig wenn man bedenkt dass du dann gar keine Jugend auskosten konntest." meinte sie teils neckend, teil Ernst, wenn sie bedenkt wie viele Jahre Korina mit der Rabenklaue als Rabenteufel agierte hatte sie praktisch ihre Jugendzeit mit Töten um zu Überleben verbracht. Viel Glücklicher oder passender war dann die Reaktion, dass die düstere Stimmung wieder ein Stück weiter lockerte, als Korina ihre Gesichts schon fast beschämt wegdrehte als Sie in Ihre Wange stupste und Sie sich wie ein kleines Kind behandelt fühle, was sie auch mit Worten deutlich zum Missfallen brachte, dabei aber eher kicherte und es wohl scherzhaft meinte. "Wenn du dich so kindisch benimmst kann ich aber nicht anders als deine 'große Schwester'. Und ich hab Kaithlyn versprochen auf dich aufzupassen, dass muss ich jetzt nachholen." Für das erste Mal seit dem Vorfall mit Olivia schien Noire wieder einmal alle Sorgen für einen schier kleinen Moment vergessen zu können, was Ihr sicherlich half ohne dass sie es wirklich selbst merkte. Die Bürde die sie trug, der Verrat an der Familie und an ihren Leidensgenossen um am Ende einen Weg zu finden sich aus dem Griff der Hand zu befreien.

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Scarlet's kleine Einlage als Vorgeschmack schien die kleine Welpin nicht rechtzeitig realisieren zu können weshalb sie schön fleißig an Ihr ein paar Schrauben drehen konnte, was daraus resultierte, dass sie bibbernd und luftschnappend zu Boden fiel und sich wand. Sie hätte ihren Fokus in diesem Moment nur noch kurz aufrechterhalten doch beendete dies Ihr edler Ritter in der Not mit einem verstärkten Magieschild, das Scarlet sich nicht die Mühe machen wollte etwas dagegen zu unternehmen. Viel mehr wartete sie leise kichernd auf eine neue Reaktion, die schon bald folgen sollte als sich das Alphamännchen durch die Meute nur durch reine Körperkraft und Technik von diesen entledigen um dann erstmal seine gestürzte Welpin zu versorgen. Sie wartete einfach, auch weil Khan, ihr edler "Retter" wohl großes Interesse daran besaß mit Ihr gemeinsam ihr Spielzeug zu benutzen und sie kein Problem daran hatte das zu teilen - es war immerhin genug für alle da!

Kallin, die Person die gezeigt hatte das interessanteste Spielzeug zu sein, war eine laufende Zeitbombe so wütend wie er gerade sich bedrohlich vor seinen Schützlingen aufbaute. Wie schön er doch aussah! So Heldenhaft und Stark! Nur dass seine Überzeugung nur so vor Hass und Eitelkeit strahlten dass Scarlet einen tiefen Groll entwickelte. Ihr Lächeln verflog als er sie ansprach und Ihr vorwarf, "Grundlos" anderem Leid zuzufügen. "Das Rudelmännchen ist bestürzt dass seine Welpen sich nicht verteidigen können wenn sie auch austeilen können. So putzig. Dabei seid Ihr die, die all die armen Nichtmagier in den Dreck zieht und ihre Existenz nicht als eine von Menschen behandelt, sondern als niederes Getier, das nur dafür da ist die großen Menschen der Magie bei Ihrem Fortschritt zu dienen." dabei wechselte ihr Blick auf eine Art manischen Hass. "Eure Arrogante Art ekelt mich an... Genau wegen dieser Einstellung müssen so viele Leute leiden nur damit Ihr eure kleinen, entzückenden Experimente an Nicht-Magiern durchführen könnt um euch an Wissen zu laben..." dabei wechselte Sie erneut in die Kindlich freundliche Stimmung. "Das wird so toll sein euch beseitigen zu können. Weg mit den bösen, bösen Menschen. Weg! Weg! Weg!" um das Ganze mit einem verspielten Lachen und leichtem Neigen ihres Kopfes die Krönung aufzusetzen. Was sie damit meinte dürfte alle Anwesenden auf jeden Fall Rätsel aufgeben.

Egal was das Ergebnis war, es würde zum Kampf kommen. Und seine Ankündigung, dass er Magie nutzen würde, wenn sie es täten, war erstmal völlig uninteressant für Scarlet. "Ohhhh! Ein Spiel mit Regeln. Das ist doch mal neues! Keine Magie ... Oh das wird ein Spaß! Wie damals!" was alle anwesenden nicht verstehen dürften. Denn ohne wirklich eine weitere Ankündigung von sich zu geben wankte Sie ein wenig hin und her, nur um danach auf ihn die Distanz zu verringern und direkt seinen zweiten Welpen in Wirklichkeit anzuvisieren, der sich hinter einem Schild versteckte. Sie müsste Ihn nur umrunden... Oder die Nuss öffnen. Und sie hatte den perfekten "Nussknacker" direkt bei sich. Ihren treuster Freund aus alten Tagen - Ihr Schwert.

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631

Samstag, 24. August 2019, 15:27

Als Antwort auf ihre genaue Altersangabe fand Korina auch Noires Alter heraus. "Also, eine Kindheit hatte ich eigentlich schon, es war ja erst vor zwei Jahren, dass ich zum Rabenteufel geworden bin." Als sie dann von Noires Versprechen Gegenüber Kaithlyn hörte, lächelte sie. Aber das Lächeln enthielt auch ein wenig Traurigkeit. "Als sie zu den Ritten gegangen ist, war ich erst sieben. Danach haben wir uns nur alle paar Monate mal gesehen. Sie... als ich sie mal vor drei Jahren gefragt hab, ob sie das bereut, da hab ich keine Antwort bekommen. Sie war immer sehr stolz auf ihre Leistungen, und nach ihrem Ritterschlag hatte sie auch Pflichten, die sie an den Orden binden. Damals fand sie es wohl in Ordnung, für diese Dinge ihre Familie nicht mehr so nah zu sein. Aber jetzt... jetzt, wo unsere Eltern nicht leben, will sie wohl, dass ich zumindest eine Schwester hab, die für mich da ist. Während sie... bei den Rittern bleibt." Sie schniefte ein bisschen. "Schneidest du heimlich Zwiebeln, Noire?" Egal, wie gut die Lüge funktioniert hatte, wirklich zu Kaithlyn zurück konnte sie guten Gewissens nicht mehr. Und die Schattenwölfe, die ihr bei dieser Lüge geholfen hatten, denen schuldete sie deswegen viel zu viel.

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Wie es aussah, waren auch Kallins Fähigkeiten im waffenlosen Kampf nicht von schlechten Eltern, mühelos verteidigte er sich gegen die Überzahl des aufgebrachten Mobs. Als der Student wieder seine Aufmerksamkeit auf Khan und den Rotschopf richtete, schien es aber so, als wolle er sich doch lieber mit jenen beiden Beschäftigen. Die Meute, überrascht von der Kampfkraft eines einzelnen Mannes, war etwas entmutigt, und Genevieve wies ihnen an, Prediger Khan die Angelegenheit klären zu lassen. Diesmal hörten die Leute schon eher auf sie.
Auf seine Anschuldigungen hin ließ die rothaarige Frau eine Hasstirade los darüber, dass Kallin die weniger begabten nur durch den Dreck zog. Sie machte einige merkwürdige Andeutungen, die sich in Khans Kopf nicht zu einem vollständigen Puzzle zusammenfügen ließen, aber es war klar, dass sie mit der Art von Mensch, die vor ihr stand, ein Problem hatte. Und dieser Meinung konnte Khan nur zustimmen.
"Alle Menschen sind zu Bösem fähig. Es ist mir immer eine große Freude, sie für dieses Böse zu bestrafen!" Während die Frau kurz wankte, näherte Khan sich seinem Gegner schon in einem Bogen, um ihn von Links zu flankieren, sodass Kallin es schwerer haben würde, auf beide Gegner gleichzeitig zu achten. Zuerst ein gerader Hieb auf Höhe der Taille, dann ein rechter Haken, um einen Konter zu bestrafen. Seine Bewegungen waren nicht extravagant, einfach nur schnell, gezielt, und ohne Fehler oder Zögern. Egal, wie gut dieser Kallin mit bloßen Händen war, Khan hatte viel mehr Erfahrung als er.
Genevieve beobachtete den Kampf aus der Ferne. Die Worte der Rothaarigen interessierten sie. Es kochte ein gewaltiger Hass in ihrem Herzen... vielleicht könnte sie noch nützlich werden.

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632

Samstag, 24. August 2019, 16:06

Kallin, aber auch die anderen beiden hörten dem zu, was die blasse Frau zu sagen hatte. Sie schien wirklich nicht viel von ihnen zu halten und eine aggressive Haltung gegenüber Magiern wie ihnen zu pflegen. Doch in einer Sache staunten alle drei nicht schlecht. Experimente an Nicht-Magiern?

Die Frau fing an zu wanken, da fing bereits Khan an in den Kampf zu ziehen mit der Ansage sie für ihre bösen Taten zu bestrafen. Eigentlich wollte der Student etwas zur anderen Frau sagen, doch nun lag seine Aufmerksamkeit auf dem ersten Angreifer. "Gut und böse sind eine Frage des Standpunktes. Und jeder, der die Leute aus selbstsüchtigen Gründen täuschen möchte gehört in meinen Augen niemals zu den Guten!", schrie er zurück, als der Mann sich bereits in einem Bogen näherte. Als erstes ein tiefer Schlag, dem Kallin mit einem Schritt zur Seite - er achtete immer noch auch auf die andere Frau und stand entsprechend auch noch so - auswich. Den darauffolgenden Harken sah er dann ebenfalls kommen, duckte sich dadrunter hinweg und begab sich bei dieser Ausweichbewegung in den Rücken seines Gegners. Während dieser Bewegung sah er auch, dass sich die andere Frau in Bewegung setzte, er konnte aber bereits früh erkennen, dass nicht er das Ziel war. Ein Grund zur Sorge war das für ihn nicht, denn sie unterschätzte die beiden, die keineswegs nur irgendwelche hilflosen Welpen waren. Kallin selbst nutzte nun jedenfalls seine neue Position, um zu versuchen Khan einmal kräftig in die Kniekehle zu treten. Seine Arme waren währenddessen bereits dazu im Anschlag eine Reaktion abwehren zu können.

Yuria und Theo entging es nicht, dass die Frau es weiterhin auf sie abgesehen hatte. Seine Freundin war aber noch zu geschwächt, als dass sie bereits mitkämpfen konnte. Seine gegnerin kam näher und das erste, was sie von ihm hören durfte war eine Berichtigung. "Experimente an Menschen, ob Magier oder Nicht-Magier, ist ohne schriftliche Einwilligung verboten!", wehrte er sich gegen die Vorwürfe, die ihm und den andern beiden an den Kopf geschmissen wurden. Die Frau war ebenfalls beriets dabei näher zu kommen. Ob die Meute um sie herum das gerade sieht und versteht was hier vor sich geht? Theo wusste aber bereits, wie er die Situation lösen konnte. Was die Frau auch vorhatte, wenn er sie schnell in eine Situation bringt, wo sie sich kaum mehr wehren kann, dann würde das schon ausreichen. Wie sie angreifen würde wusste er noch nicht, aber er wusste, dass sie irgendwas vorhaben würde, wozu sie näher kommen musste und dies würde er sich zunutze machen. Geduldig wartete er bis die Frau näher kam, wies aber auch Yuria hinter sich an bereit zu sein, sollte sein Plan nicht funktionieren.

Sein Dunkelheitsschild würde einen Treffer von einer durchschnittlichen Waffe kaum überleben, aber ein großer Vorteil von Objekten aus Dunkelheit ist immer noch die Möglichkeit sie schnell umformen zu können. Sobald die Unbekannte nahe genug kommen sollte, sodass er in seiner Reichweite wäre, würde Theo einen Schritt nach vorne stoßen - oder in die Richtung, in die die Frau dann eben möchte - und würde seinen Schild in der Bewegung umformen. Die Masse würde weicher werden, ja fast schon so ähnlich wie eine Flüssigkeit und würde sich dann so ausbreiten, sodass die Dunkelheit sich um die Angreiferin legen würde und somit gefesselt und dadrin gefangen werden würde. Sobald sie einmal geschnappt worden war würde Theo die Dunkelheit auch sogleich wieder fester werden lassen. Dass es so einfach werden würde, daran zweifelte er aber bereits. Sie wird doch irgendwas vorhaben. Sie könnte weiterhin versuchen Yuria zu foltern... Das würde er aber ebenfalls nicht zulassen!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tobi« (24. August 2019, 16:21)


633

Samstag, 24. August 2019, 18:31

Es waren zwar "nur" zwei Jahre, aber Jahre, die Sie wahrscheinlich sehr geprägt haben dürften. So wie Noire ihr Leben in den Gassen als Weise geprägt, und die Rettung aus dem Elend in ihrer neuen Familie geformt haben. "Trotzdem sind das zwei Jahre gewesen, die du verloren hast. Zwei schöne Jahre!" mahnte sie, bevor Sie auf beide zu dem Versprechen kamen, was Korina in ein wenig Selbstzweifel fallen ließ, auch wenn sie lächelte und erklärte auch warum. Sie hatte ihre Schwester eine lange Zeit ihres Lebens nicht gesehen und wenn Sie sie danach fragte ob sie es als richtige Entscheidung ansah bekam sie keine Antwort bekam. Sie wurde also mit Unsicherheiten zurückgelassen. Und jetzt, da ihre Schwester weiterhin die Ritter mit anführte wollte Sie wohl dass sie zumindest ein wenig Familie besaß - ungeachtet der wahren Wahrheit des "Rabenteufels" - denn Sie hatte nur die schöne Wahrheit von den Schattenwölfen erhalten - das war auch eine Aktion die ohne Rouges Einwilligung nie geklappt hätte. Scherzhaft versuchte sie ihre Trauer zu überwinden und gab Zwiebeln die Schuld, was Noire veranlasste sich naher an sie an der Bettkante zu setzen und ihren Kopf zu streicheln - und sie noch mehr zu bemuttern. "Sie wollte auf ihre Art und Weise ihre Familie - dich - und all die anderen beschützen und helfen. Und Rittertum bedeutet sein selbst für das Wohl aller, und nicht nur einem selbst oder engen Bekannten zu stellen. Einmal Ritter kann man dies nicht mehr einfach aufgeben, weshalb ein "Rittertum" für uns alle in der Familie gegen unsere Prinzipen der Freiheit sprach. Es ist also Ihre Art und Weise ihre Fürsorge für dich zu zeigen, wenn auch sehr ... versteckt."

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Was auch immer ihr Ziel genau von sich gab war für Scarlet nicht von Belang, zumal sie von diesen Gesetzen und Genehmigungen in Alvenheim eh nicht viel Kenntnis besaß. Sie war zwar ein kluges Mädchen - besser gesagt eine kluge Frau - aber über 20 Jahre Gefangenschaft hinterlassen eine Spur bei einem, auch wenn einem experimentell Wissen eingeflößt wurde. Sie wollte einfach erstmal sehen was passierte wenn sie sich den zweien näherten und wich nach links aus, wo ihr Gegenüber nachsetzte und die Masse aus Dunkelheit auf Scarlet zufliegen lies, die sich an ihrem gesamten Oberkörper festklebte und Sie von den Schultern an bis zu ihrer Hüfte einschloss. Sie kicherte nur grinsend. "Eine Zwangsjacke! Wie schön. Das weckt Erinnerungen! sie blieb einfach stehen während sie beide anvisiert, aber all ihren Fokus auf ihren Angreifer setzte und Ihn ein wenig Schwindelkarusell verpassen wollte. "Ich kann dich nun sehen!" verkündete sie während sie merkte dass die schlabberige Masse ein wenig fester wurde. Doch war das alles sehr vertraut. Fesseln aus Stein. Fesseln aus Schatten. Das alles hatte sie schon oft genug erlebt als Sie auf Leben und Tod Kampf für Kampf hinter sich bringen musste. Und da die kleinen Spielekameraden keinen Drang zum Töten besaßen wollte sie dem kleinen einen Erfolgsmoment gönnen! Diese Fesseln die sie nun hatte waren Schwach in dem Moment, in dem ihre Struktur von Weich zu fest manipuliert wurde. Und Kraft hatte sie! Sie war Stark! Auch wenn das etwas kräftezerrend war. Aber sie wollte weiterspielen! Und das geht nur wenn sie weitermachen konnte. Also sprengte sie, nachdem sie sich selbst manipulierte und bereits beim Härtungsprozess gegenarbeitete, mit Kraftaufwand die Zwangsjacke als sie ihre Arme nach Außen presste, was den Rest der Masse durch den Härtungsprozess an Halt an Ihrem Körper verlieren lies und zu Boden fiel. "Reingefallen!" war ihre "Warnung" als sie die Distanz zu dem Magierstudent weiter schloss und nach seinem Gesicht greifen wollte. Dabei konnte er wohl durch den offen gewordenen Mantel sehen was für eine verrückte Scarlet wohl sein musste wenn sie einen solch besonderen Kleidungsstil pflegte.

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634

Samstag, 24. August 2019, 21:21

Die zwei Jahre, die Korina als Verbrecher verbracht hatte, bekam sie nicht zurück, das stimmte auch wieder. Die Erinnerungen daran würden ihr Leben mehr prägen als die sechzehn Jahre als jüngere Tochter des Grausee-Haushalts.
Als Noire anfing, ihr den Kopf zu streicheln, protestierte sie nicht. Stattdessen lenkte ein lustiger Gedanke sie beinahe von den Worten ihrer Schwester ab. "So ist Kaithlyn eben. Wollte immer eine große Heldin sein, die die Leben vieler Menschen bereichert. Auch wenn sie dafür die Leben einer ganz kleiner Gruppe von Menschen ärmer machen müsste." antwortete sie grüblerisch. Dann brachte sie der lustige Gedanke zum Kichern. "Du hast bestimmt darauf gebrannt, das mal machen zu können. Bei all deinen anderen Geschwistern sind ja überempfindliche Wandlerohren im Weg."

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Khans Gegner schaffte es, beiden Hieben auszuweichen, und wirbelte um ihn herum, um von Hinten anzugreifen. Nicht verwunderlich, schließlich hatte Khan schon gesehen, was der Student mit der Meute angestellt hatte, das hier war mehr ein letzter Test gewesen. Khan riss seinen linken Arm nach hinten, um Kallin mit dem Ellenbogen abzufangen, als er dann dessen Beinbewegung bemerkte, ging er instinktiv in die Knie, um seine Kniekehle zu schützen, und nutze die niedrige Position anschließend, um sich umzudrehen und dabei ein Bein auszustrecken, um die Beine seines Gegners wegzufegen. Im Hintergrund bemerkte er auch, dass der Rotschopf sich erst mal um die beiden anderen Studenten kümmerte. Und dass besagte Studenten sich nicht an die Regel hielten, die Kallin aufgestellt hatte. "Du verbietest uns also den Magieeinsatz, aber nicht deinen Freunden? Lang lebe die Magokratie!" höhnte der Prediger.

Genevieve war das ebenfalls aufgefallen. Es gefiel ihr außerdem nicht, dass ihr Bruder und die Fremde sich in der Unterzahl befanden, aber sie beschloss, noch einen Moment zu warten und die Rothaarige weiter zu beobachten, bevor sie eingriff. Diese Person hatte schon von Anfang an ihre Aufmerksamkeit geweckt, und sie wurde nur noch sonderbarer. Eine Zwangsjacke hatte man ihr auch angelegt in den mysteriösen Experimenten, von denen sie redete. Bei so einem temperamentvollen Versuchskaninchen war das wohl nicht verwunderlich.
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635

Samstag, 24. August 2019, 21:27

Am liebsten hätte Theo sich selbst geschlagen dafür, dass er einmal wieder sowas grundlegendes vermasselte. Wäre die Dunkelheitmasse weicher geblieben wäre die Wirkung besser gewesen, aber so hatte er einfach nur dafür gesorgt, dass es brüchiger wurde! Er ärgerte sich tierisch, doch nun war diese merkwürdige junge Frau in ihren merkwürdigen Outfit auf dem besten Wege ihm ins Gesicht zu fassen und er wusste irgendwie schon, dass er das so nicht zulassen konnte. Seine erste Reaktion war dabei, ohne groß nachzudenken, mit beiden Händen - beide, da ihm schwindlig wurde und er unbedingt sichergehen musste zumindest das noch zu schaffen - ihren Arm zu greifen, um sie davon abzuhalten. Doch sie war kräftig, das hatte sie schon zuvor bewiesen und es war unklar, ob sie was sie da vorhatte nun auch so machen konnte. Aber das Risiko musste er eingehen und merkte sofort, wie er begann noch schwindeliger zu werden, spürte aber auch Kopfschmerzen, ein Übelkeitsgefühl und vieles mehr. Er kämpfte mit dem wneig Kraft, die ihm blieb gegen sie an und überlegte mit dem wenig Hirn, was ihm geblieben war, was er nur tun könnte, bis er hinter ihr die Lösung, wenn auch verschwommen in seinen Augen, vorfand. Vor ihrem Rücken flog eine große Schrift, nein eine Nummer. Eine Vier! Sofort wusste der Student, was er zu tun hatte und selbst wenn Khan weiter hinten es sehen würde, er konnte die Bedeutung nicht wissen, genauso wenig wie all die anderen Zuschauer hier. Sofort verfestigte Theo ein letztes Mal noch seinen Griff, ehe er sich seinem eh schon wankenden Zustand hingab und einfach nach hinten fallen ließ und mit seinem Körpergewicht die Rothaarige mit sich zog. Dies hatte den simplen Grund, dass Theo wusste, dass Yuria wieder bereit war und auch wusste, was sie vor hatte.

Diese Ziffer ohne jegliche Anhängsel stand für einen Angriff der von ihm benötigt, dass er sich jetzt, in seiner jetzigen Situation, nach hinten fallen lässt. zum Glück standen sie nicht auf Stein... Während die merkwürdige Frau mit nach unten gezogen wurde konnte sie erkennen, wie diese "Welpin" sich im Rücken des Mannes aufgerichtet hatte, aber noch in einer Hocke verblieben war, damit die Rothaarige sie nicht sofort bemerken würde, da Theo sie verdecken würde. Sie sprang von ihrer Hocke auf und anhand der Sprunggeschwindigkeit, die sie bei dem Flug an den Tag brachte konnte man erkennen, dass da viel Kraft in ihren Beinen war. Doch diese Kraft, die Yuria durch ihre Selbstverstärkung an den Tag brachte sollte ihre Peinigerin am eigenen Leib erfahren, als sie mit ihrem Knie den Brustkorb anvisieren würde, der zwischen Theo und der Unbekannten während des Fluges freiliegen würde. Theo würde erst dann loslassen, wenn Yuria getroffen hatte oder aber mit ihrem Angriff fehlgeschlagen haben sollte. Mit seinen Armen würde er zusätzlich, falls notwendig, versuchen Abstand zwischen sich und seiner Gegnerin beizubehalten, sollte sie überraschenderweise doch noch so schnell auf eine Reaktion kommen.

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Kallin sah, dass sein Angriff von hinten nichts brachte und auch den Fußfeger sah er kommen, dem er mit einem Sprung - er konnte sein Trittbein früh genug absetzen, als der Mann noch zum Fußfeger ansetzte - ganz einfach auswich und von oben mit einem Schlag abwärts versuchte den Kopf von Khan eine zu verpassen, ehe er dann so einen Sprung zur Siete machte, sodass er dann seine Freunde wieder im Rücken hatte. "Was kann ich dafür, wenn sie sich noch mehr Gegner sucht? Ich war euer beider Gegner und für den Kampf zwischen uns galt diese Regelung. Die beiden hätten nichts getan, würden sie nicht wie jetzt angegriffen werden und es ist ihr gutes Recht entscheiden zu dürfen, wie sie sich zur Wehr setzen, das habe ich nicht zu bestimmen. Aber lasst mich das zurückgeben: Sollte ich meine Magie nutzen, nun wo sie offenbar selbst wieder damit angefangen hatte?"
Dass sich Theo windete war ihm nicht entgangen. Auf eine Antwort von Khan wollte er aber auch nicht warten, da er schon wusste, was er tun würde.
"Solange die beiden zurechtkommen werde ich darüber hinwegschauen. Aber ich werde garantiert auch nicht einfach so zusehen, wie meine Freunde gefoltert werden, sowie diese Frau es offenbar vorhat! Und solltest du dasselbe versuchen, prophezeihe ich dir, dass du das bitter bereuen wirst!"

Der Student machte sich bereit weiter zu kämpfen. Soll er doch kommen, er war bereit!

636

Samstag, 24. August 2019, 22:37

Der Gedanke von Ihr schien an ihre kleine Schwester durchgedrungen zu sein, fasste sie doch die Gedanken auf die sie übermitteln wollte und sprach eine an sich traurige Wahrheit an, die aber auf lange Sicht der Weg war, den Kaithlyn gehen wollte und weiterhin ging. Sie war ja nicht aus der Welt, auch wenn Sie immer mit einer Lüge im Nacken ihre Schwester wieder hatte und nicht als "Rabenteufel" verurteilt werden musste. Sie lächelte zufrieden, besonders als Korina anfing zu kichern und ansprach, wie sehr sie das doch gerne einmal austesten wollte, da jeder Ihrer Geschwister an den Stellen meistens sehr empfindlich waren. Das brachte sie tatsächlich ein wenig in Verlegenheit als Sie etwas beschämt wegblickend trotzdem damit fortfuhr. "Das ... Das ist wohl wahr. Es ist aber nicht so als würden wir NIE in diesen Genuss kommen können. Das macht man nur bei sehr ... besonders vertrauten Personen und auch immer nur mit Vorwarnung, dann ist es für diese auch angenehm wenn man vorsichtig ist... Mhhh... Du kannst es gerne testen wenn du möchtest." gab sie nach kurzer, aber zögerlichen Überlegung preis.

@Night Zap:

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Sie hatte zwar nicht das Gesicht erreichen können aber immerhin hatte sie nun direkten Körperkontakt mit dem Ritter in strahlender Rüstung, der nun nach ihrem freien Willen so einige unschöne Momente genießen durfte. Scarlet war förmlich in einen Rausch, als sie spüren konnte was sie alles mit dem schönen, roten Gold ihres Gegenübers anstellen konnte. Sie musste sich stark beherrschen Ihn nicht umbringen zu wollen, doch soweit würde es nicht kommen denn trotz ihrer nicht gerade zu vernachlässigbaren Einmischung schien er etwas vor zu haben, denn als er nach hinten umfiel ließ er seinen Griff auf ihren Arm, den sie nach Ihm ausgestreckt hatte nicht los und Riss sie mit zu Boden. Was sie dabei nicht rechtzeitig merkte, war die kleine Prinzessin, die schneller als erwartet wohl wieder stehen konnte. Sie war wohl etwas zu nachlässig oder hatte Sie unterschätzt. Und das kam Ihr jetzt teuer zu stehen - Was sie aber entzückte! Denn die kleine Studentin schoss aus der Hocke heraus auf Scarlet zu - mit einer Geschwindigkeit die nicht auf natürliche Sprungkraft zurückzuführen war - und rammte ihr Knie mit einer Gewalteinwirkung in ihre Brust. Zwar hatte ihre "Rüstung" den Stoß ein Stück weit gedämpft, aber noch lange nicht um Sie außer Gefahr zu halten, denn sie wurde dadurch, weil der Herr Ritter sie auch in dem Moment los lies, ordentlich nach hinten katapultiert, während sie ächzend schnappartig die Luft verlor, dabei Blut spuckte und am Boden aufkommend noch einmal abgestoßen und danach am Boden entlang ein Stück weit weiterrutschte. Das erste was man erkennen konnte war wie sie röchelnd nach Luft schnappte und eine ordentliche Menge Blut ausspuckte als sie ihren Kopf zur Seite drehte. Ihr Brustkorb oder ein guter Teil an Rippen war gebrochen, so viel konnte Scarlet schon sagen als sie den blitzenden Schmerz durch ihren Körper spürte und dabei anregte.

Normale Personen hätten jetzt wahrscheinlich um Ihr Leben kämpfen müssen, einen Heiler benötigt und während entweder daran gestorben oder hätten es gerade so überlebt wenn ein Heiler schnell genug war. Scarlet war aber nicht normal. Bei weitem nicht mehr. Sie röchelte erstmal weiter Blut und schnappte Luft, bevor sie, Blutverschmiert sich langsam aufrichtete - mit einer sehr gehörigen Portion Schmerzen - und aus einer Mischung aus Freude, Hass und ein Stück Wahnsinn mit blutüberlaufenen Gesicht lächelte. "Das hätte ... jemanden ... umbringen können!" - Langsam, stand das "Monster" wieder auf den Beinen, während sie die beiden ansah und hysterisch lachte - und dabei sich halb an Blut verschluckte, was sie dabei ausspuckte. Ihr „Tattoo“ begann dabei langsam leicht zu glühen.

@Tobi: @Night Zap:

Night Zap

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637

Sonntag, 25. August 2019, 15:40

Mit ihrem Scherz hatte Korina wohl den Nagel auf den Kopf getroffen. Es war süß, mit anzusehen, wie verlegen sie das machte. Aber sie rächte sich sogleich, indem sie Korina das Angebot machte, sich zu revanchieren. Nach einem kurzen überraschten Blick fragte Korina, halb verlegen und halb neugierig: "Darf ich wirklich?" Nach den Kapriolen in der Nacht des Festes wusste sie, was passieren könnte, wenn sie eine falsche Bewegung machte. Andererseits bedeutete es ihr auch sehr viel, dass Noire ihr dermaßen vertaute. Langsam erhob Korina also ihre Hand, platzierte sie auf Noires Kopf und strich ihr vorsichtig durch die Haare, immer bedacht, nicht gegen ihre Ohren zu stoßen.
Schon komisch. Die Erinnerungen, die der falsche Rabenteufel in ihr erweckt hatte, geisterten noch immer ein bisschen in ihren aktiven Gedanken herum, aber bei Noire lösten diese Berührungen keine Abwehrreaktion heraus.

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Als das Knie der Studentin in Scarlets Brustkorb krachte, fand Genevieve, dass es an der Zeit für sie war, sich einzumischen. Selbst mit schnellem Einsatz von Heilmagie konnte eine solche Verletzung leicht zum Tod führen. Einige Leute in der Meute waren zwar entsetzt über die Brutalität des Manövers, andere Leute, insbesondere einige, die zu den höheren Schichten gehörten und gekommen waren, um, anders als die aggressiven Studenten, tatsächlich eine friedliche Diskussion mit den Gläubigen zu halten, bürgten jedoch dafür, dass Yuria bekannt dafür war, in Kämpfen schwere, aber nicht tödliche Verletzungen zu erteilen, und dass man sich keine Sorgen machen sollte. Jedenfalls mischte sich keiner aus dem Mob ein.
Die Predigerin konzentrierte sich und sprang von der Bühne - und eine Veränderung des Luftdrucks, die sie mit einem Zauberspruch vollbracht hatte, sorgte für einen Aufwind, der sie die ganze Distanz bis zum Kampf trug. Für Laien war dieses Manöver sicherlich spektakulär, es sah fast schon so aus, als würde Genevieve fliegen.
Zu ihrer Überraschung schaffte es der Rotschopf tatsächlich, noch aufzustehen. Die Verletzung war noch da und sie spukte Blut, aber überhaupt noch stehen zu können nach so einem Treffer, das ließ auf eine Form der magischen Regeneration schließen. War sie eine meisterhafte Thermomantin? Oder eine Dämonin, die ihren Mantel genutzt hatte, um nicht als solche erkannt zu werden, während sie ihre Fähigkeiten zuvor auf die Studentin eingesetzt hatte?
Besagter Mantel war jetzt viel offener als zuvor, und Gen wusste sofort, warum Khan dieser Frau so schnell zur Hilfe geeilt war. Bah, Männer. Jedenfalls schien diese Frau eine Tätowierung auf der Brust zu haben, die zum Leben zu erwachen schien. Ein fortschrittliches Symbol, oder ein Angeborenenmerkmal? Diese Person wurde von Sekunde zu Sekunde interessanter.
"Du meine Güte, ihr haltet euch auch gar nicht zurück. Wäre das nur eine Prügelei geblieben, hätte ich noch gewartet, bis ihr Hitzköpfe euch abkühlt. Tödliche Attacken jedoch... die wird euch weder ein Richter noch ein Gott verzeihen. Als Gastgeber bei diesem friedlichen Fest ist es meine Pflicht, meine Gäste vor hasserfüllten Eindringlingen zu schützen." Yuria konnte spüren, wie die Temperatur in ihrer Umgebung schlagartig absank. Luftfeuchtigkeit kondensierte zu Wasser, dass sich am Boden sammelte und in einem Radius von zwei Metern um die Studentin eine Eisfläche bildete, die ihr die Bewegungen erschweren sollte. Anschließend erschuf Genevieve mehrere schwere Seile aus Schatten, die sie auf ihren Gegner feuerte. Diese sollten sie umwerfen und behindern, und es würde zwar nicht schwer sein, sich von den Schattenseilen loszureisen, aber die Mischung aus Fesseln und einem rutschigen Boden sollte sie davon abhalten, viel zu machen, bis Scarlet ganz auf den Beinen war. "Wie steht es um deine Verletzungen?" fragte Genevieve die Rothaarige.

Nachdem sein Fußfeger daneben ging und er die Faust seines Gegners auf sich zukommen sah, tat Khan etwas unerwartetes - er ließ sich treffen. An einer Schwachstelle wie der Kniekehle getroffen zu werden, konnte einem das Gleichgewicht nehmen und dem Gegner so einen Vorteil zu schaffen. Doch bei diesem Fausthieb drehte er seinen Kopf einfach so, dass die Wucht des Aufpralls auf das Jochbein ging. Wenn man keinen Schwachpunkt traf, machten Khan solche Hiebe nichts aus. Denn er war nicht die Art von Mensch, die sich durch einen einfachen Schädeltreffer beirren lassen. Insgeheim war Khan ein Dämon, und damit viel härter im Nehmen.
Als Kallins Faust also in die Seite seines Gesichts einschlug, versuchter Khan, seinen Gegner am Arm zu packen, um ihn dann mit ganzer Kraft von den Füßen zu ziehen und ihn zu Boden zu werfen.
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@Soren: @Tobi:

638

Sonntag, 25. August 2019, 16:42

Yuria landete nach ihrem Treffer auf beiden Beinen, die sich im ersten Moment links und rechts von Theos auf dem Boden befindenden Körper befanden, aber dann ging die Studentin ein paar Schritte nach vorne. Theo war immer noch übel und fühlte sich nicht mehr in der Lage weiterzukämpfen und hielt seine Augen daher fürs erste geschlossen, doch Yuria war nun wieder einsatzbereit. Sie war sich sicher, dass das hätte ausreichen müssen und wollte schon anfangen sich umzuschauen, ob bei dem Chaos, das entstanden war, irgendwelche Zivilisten verletzt wurden und - natürlich - nochmal sichergehen, ob sie denn richtig eingeschätzt hatte, um wie viel sie ihre Kraft vergrößern darf, ohne dass ihr Gegner in tödliche Gefahr gerät. Jeder hatte eine andere Schwelle, doch anhand des Körpers und des Kampfverhaltens konnte sie bisher immer ganz gut einschätzen, wie viel noch okay ist. Besonders Theo, einer ihrer Trainingspartner, durfte das oft genug am eigenen Leib lernen. Womit sie nicht rechnete war, dass diese rothaarige Frau, wenn auch unter Schmerzen und blutspuckend, wieder aufstand. Doch komplett aus der Ruhe bringen konnte sie das nicht mehr, nun wo sie schon mitten im Kampf war.

Sie bemerkte dann natürlich auch, als die eine von der Kirche herunterkam und offensichtlich auch Eismagie nutzen konnte. Die entstehende Eisschicht konnte Yuria schnell kontern, indem sie eine eigene Eisschicht hinzufügte, die weniger rutschig war und den Fesseln aus Dunkelheit konnte sie dann auch schnell genug ausweichen. Theo versuchte sie von all dem nicht zu beschützen, auch wenn sie dessen Fesseln hätte zerstören können.

"Tödlich? Wie du sehen kannst geht es ihr doch blendend, findest du nicht?", konterte sie und fügte dem noch eine weitere Information hinzu. Sie blieb während all dem laut, damit auch bloß jeder in der Umgebung sie auch hören kann.
"Du kannst dich gerne bei den Bewohnern der Stadt umhören, aber bislang ist noch nicht einer meiner Trainingspartner durch meine Techniken gestorben. Auf sowas zu achten ist selbst bei jemanden, die ohne Grund andere mit ihrer Magie krank macht, das mindeste!" Ihr Blick wechselte zu der aufgestachelten Meute. "Und bevor die euch wieder etwas erzählen davon, dass sie unschuldig sei, bedenkt bitte zumindest, dass man nicht jede Art von Magie auch wirklich sehen kann, sowie man es einem kranken nicht immer sofort ansieht. Allgemein, wirkt sie auf euch immer noch wie ein Unschuldslamm? Das versuchte Kallin euch zu sagen, passt auf, was man euch weiß machen möchte. Nicht alles was man euch sagt muss der Wahrheit entsprechen und nur weil eine Magierin etwas sagt, ist es nicht gleich eine Lüge!" Ihr Blick wechselte wieder auf die Angehörige der Schwarzen Engel. "Hättet ihr einfach das richtige getan und darauf hingewiesen, dass diese Frau uns etwas antun wollte, dann wäre es gar nicht erst soweit gekommen! Vielleicht hätte es uns sogar gegen unsere Skepsis geholfen. Aber wenn solche Lügen ein akzeptables Mittel sein sollen, um die Leute zu einen, dann bezweifle ich sehr stark, dass es sich bei eurer Organisation - und damit meine ich hauptsätzlich eure Spitzen und nicht die niedrigständigeren Mitglieder - sich um Unschuldslämmer handeln kann!"

Yuria musste nach diesen Worten einmal ausatmen, doch sie war noch nicht fertig. "Wir haben nichtmal den Wunsch zu kämpfen, sowie ich nicht unter dieser Panik meine Magie einsetzen wollte. Auch Kallin kämpft gerade nur, um uns zu beschützen! Wir würden ja gehen, wenn man uns lassen würde! Doch das hängt auch von dir ab, Rothaarige. Solange du weiterhin vorhast uns zu schaden, egal wie, werden wir uns auch zur Wehr setzen!"

Die Studentin nahm keine Kampfposition ein, hielt aber weiterhin ihre Magie bereit.

_____

Kallin war, während Yuria ihr Redetalent unter Beweis stellte, weiterhin dabei gegen Khan zu kämpfen. Etwas bereute er es bereits sich so limitiert zu haben, aber nun wollte er hier so durch. War vielleicht auch besser so, wobei er eine Sache schon gerne tun würde.

Sein Gegner drehte sich so, sodass er eine andere Stelle des Kopfes traf, was überraschend wenig Wirkung zeigte. Die greifende Hand bemerkte er jedoch und bevor diese zupacken konnte schlug er mit seiner anderen Faust fest gegen den Greifarm von Khan, um den Griff ins Leere zu schlagen und sprang dann sofort einen Satz nach hinten. Damit auch die Leute, die auf ihren Kampf achteten auf Yurias Rede aufmerksam werden konnten, blieb er erstmal auf dieser Position. Selbst die, die ihre Blicke auf ihn hielten, verwies er mit einem Fingerzeig in Yurias Richtung. Was sie sagte war gerade wichtiger.

Die beiden Magier waren derweil näher gekommen und wären nun bereit einzugreifen, sollte sich alles weiterzuspitzen. Doch die beiden konnten sich darauf einigen erstmal nur zu beobachten. Der Hüne unter ihnen ging währenddessen rum und schaute sich nach Verletzten um, die bei einer Panik unter Menschenmassen immer wieder entstehen können. Die leute erkannten sein Gesicht zwar - und damit auch, dass es sich bei ihm um einen Magier handelte - aber schienen ihm nicht feindlich gesinnt zu sein und ließen ihn auch die Verletzten behandeln. Der Fuchswandler beließ seinen Blick derweil fest auf diese Frau. Aber auch die beiden von der Kirche des Schwarzen Engels blieben nicht unbeachtet, nun wo er näher herangetreten war. Alles höchsinteressant!

Raisen

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639

Sonntag, 25. August 2019, 16:47

Ein Blitz erzeugte Kräfte, die man nicht in Worten fassen konnte. Neben der unglaublichen Durchschlagskraft wurden auch Temperaturen erzeugt, die kein Mensch standhalten könnte. Entsprechend war die magische Kunst, die versuchte, diese Kraft zu bändigen, sehr schwer zu erlernen. Indra hatte es aufgegeben, zu versuchen, Blitze zu kontrollieren. Stattdessen hatte sie sich auf die pure Durchschlagskraft konzentriert. Ihre Technik, die Elektrische Kuppel, war eine Folge davon: Sie legte selbst einen Bereich fest, in dem die Elektrizität frei war und alles, was in ihren Radius gelangte, wurde von der vollen Kraft attackiert. Indra konnte daran nichts lenken, weswegen Freund und Feind attackiert werden würden. Die Technik war stark, aber hatte einen entscheidenden Schwachpunkt, den Aella - ob mit Absicht oder durch Zufall - entdeckt hatte: Sie war geradlinig und dadurch berechnbar. Indra allerdings rechnete auch nicht damit, dass Aella gerade sie als Ziel ausgewählt hatte, weswegen sie überrascht war, als ein lauter Knall durch die Geisterwelt ging. Der Blitz, den Aella anzog, als sie direkt in den Radius von Indra flog, schlug mit voller Kraft in den Dunkelheitschild ein. Neben dem ohrenbetäubenden Knall und dem grellen Licht, das Aella aus nächster Nähe zu spüren bekam, würde sie auch die Macht eines Blitzes fühlen. Zwar war Dunkelheit kein leitendes Objekt, wodurch der Strom nicht auf ihren Körper überging, aber das bedeutete auch, dass sich die ganze Kraft schlagartig entlud - was dazu führte, dass der Schild explosionsartig zerstört werden würde. Dazu würde der Dämonengeist die unglaubliche Hitze auf ihren Händen fühlen...wenn sie durch die Explosion und der schlagartigen Temperaturerhöhung nicht zu brennen anfing (was aber fraglich war, da Geister keine physischen Körper besaßen). All das und eines wurde dennoch nicht gestoppt: Aellas Flug! Sie krachte seitlich in Indra und beide würden hart auf dem Boden aufkommen...

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Lauriam wich dem Schlag von Lilith aus, in dem er nach hinten wich und sich zu der Brücke aus Dunkelheit zurückzog, die er zuvor errichtete hatte. Amen beobachtete genau, was die Dämonin tat, denn etwas stimmte nicht...Lauriam sollte nicht ihr Ziel sein. Nein...oder verfügte der Anführer der Schwingen über die meiste Lebensenergie in dem Raum? Mehr als Rhord in seiner Dämonenform? Er konnte im Moment nicht herausfinden was der Grund war, aber zumindest war er froh, einige Sekunden zum Verschnaufen zu haben. Dabei spielte es ihm auch in die Hände, dass es Rhord und Vada nicht auf ihn abgesehen haben. Lauriam soll sich austoben und müde werden, umso besser für Amen.

"A-m-m...", Lilith stotterte etwas heraus und sie blieb stehen, nachdem Lauriam ihrem Schlag ausgewichen war. Sie war zu weit weg von allen, damit man sie hören konnte. Was man aber deutlich hörte, war das Gebrüll, das sie in Folge von sich stieß. Lilith ließ ihren Blick über den Raum gleiten, was so aussah, als würde sie nach "Beute" ausschau halten. Auch fletschte sie mit ihren Zähne, wodurch die zwei Spitzen Schneidezähne in ihrem Mund sichtbar waren, die zweifelsohne dazu da waren, um Fleisch von ihren Opfern zu reißen. Neben Amen dürfte auch Lauriam bemerkt haben, dass sich gerade etwas in ihrem Verhalten verändert hatte...aber was? Ihre Augen stoppten bei Rhord und sie lief los. Lauriam ignorierte sie nun komplett und sie näherte sich mit hohem Tempo dem Dämon. Die pulsierenden Linien, die ihren Körper überzogen, waren nun an den Beinen am stärksten zu sehen, was ihre hohe Geschwindigkeit erklärte - und ihre Sprungkraft. Denn sie sprang bereits einige Meter vor Rhord los und sie würde spielend dessen Kopf erreichen, den sie mit beiden Händen packen würde, wenn sie es bis dorthin schaffte.

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Vada stoppte die Asche, die um Rhords Kopf schwebte, denn er erreichte damit sowieso nichts im Moment. "Ähhh... Vada. Ich glaube wir müssen den Kampf unterbrechen... Wir tun den Kindern doch nichts, weil sie nun diesen Ort gesehen haben, oder? ", meinte der Dämon, als er dabei war, sich zu Vada umzudrehen. Der Dunkelhaarige konnte nur mutmaßen, was das alles war...aber so wirklich sicher war er sich nicht. "Das...sind Geister...", murmelte er vor sich, wie war das alles nur möglich? Was sind diese Leute? Wenn er all das so sah, musste er wirklich an seinen eigenen Kräften zweifeln. Nein, nicht zweifeln, sondern...er wusste, dass er noch viel Arbeit vor sich hatte, um mit all dem mithalten zu können. Er brauchte mehr Kraft! Weit mehr! Aber wie? "Und ist das eine Dämonin? Sollten wir Lauriam helfen?", fragte Rhord weiter. Vada blickte zur anderen Seite der Arena, wo tatsächlich eine Person war, deren Hörner darauf deutete, dass sie eine Dämonin war. Plötzlich sah sie zu den beiden hinüber und lief los! "Pass auf!", brüllte Vada zu Rhord und er lief los...weg von dem Monstrum, das es zum Glück auf Rhord abgesehen hatte.

Vada konnte im Augenwinkel etwas auf ihn zukommen sehen und nur im letzten Augenblick konnte er sich nach unten ducken, um auszuweichen. Sofort darauf nochmal und erst jetzt konnte er einige Schritte Distanz aufbauen. Vor ihm ein Mädchen mit weißen Haaren in einem Ledergewand und in ihren beiden Händen - sie schien sich abzumühen, das Ding überhaupt tragen zu können - etwas, das wie ein Stück Metal aussah, das lose in die Form einer Waffe gebracht wurde. Ihr Mund und Hals war von einem roten Schal verdeckt. "Wie wärs, wenn du fürs erste nur zusiehst?", meinte Sophia zu dem Schwarzen Hand Agenten. "Ist das dein Ernst?", antwortete Vada, der schon lachen musste, als er sah, wie sich das Mädchen mit der Waffe abquälte. Was war ihr Ziel?


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Amen konnte sehen, wie sich Sophia Vada entgegenstellte und da Lilith Rhord attackierte, blieb für ihn eigentlich nur Lauriam, der, jetzt wo ihm Lilith nicht mehr folgte, gleich wieder auf ihn losgehen wird. Doch er soll kommen, das war für den Jungen kein Problem. Er hatte noch genug Sachen im Repertoire, mit denen sein "Anführer" nicht rechnete. Da der Weißhaarige nicht mehr auf Zeit spielen musste, konnte er jetzt wieder die Initiative ergreifen und diesmal lief er auf Lauriam zu. In seinen Händen die beiden Sasumata und neben ihm waren Dasra und Nasatya. Lauriam, der sich auf die Brücke aus Dunkelheit zurückgezogen hatte, konnte nun deutlich sehen, wie die beiden Zwillinge kleine, aber schnellere, Feuerbälle auf ihn schossen. Jeweils einen. Sie werden nicht treffen, aber Lauriam muss etwas gegen sie unternehmen und während das geschieht, näherte sich der Weißhaarige seinem Gegner. Nach ihren Feuerbällen konzentrierten sich die Zwillinge sofort darauf, so schnell wie möglich etwas zur Verteidigung herbeizuzaubern.

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Seia, die sich bisher nur aktiv wurde, um Lilith zu schützen, hielt sich weiterhin zurück und sparte ihre Kräfte. Brigid war neben ihr, da sie in Trainingskämpfen mehr oder weniger nutzlos war. Wer möchte schon seinen Trainingspartner vergiften? Ihre Kraft war...einfach nur eine Methode zum Töten. Sonst nichts. Das war bizarr, aber vielleicht war das einfach nur eine Folge von ihrem starken Wunsch, den sie lange Zeit hegte - das Töten von Melsen. Jetzt, nachdem das erledigt war, hatte sie eigentlich keinen Nutzen mehr dafür. Doch sie wollte Amen helfen, was sie auch kundgab! "Wir sollten Amen helfen!", meinte sie zu Seia, welche ungewöhnlich still war. "Wir sind hier mehrere Meter unter der Erde...was wenn...es einstürzt?", antwortete Seia mit einem finsteren Blick. "Zwei Agenten...mit einem Schlag...", fügte sie noch hinzu... "Was?! Nein, wir dürfen sie nicht töten!"" "Wer sagt das?", Seia war es ernst, was ihr Blick zu Brigid auch verriet.

@Tobi:

640

Sonntag, 25. August 2019, 17:37

Zumindest schien Vada zu erkennen, dass sie vielleicht aufhören sollten gegeneinander zu kämpfen, denn das ließ Rhord die gelegenheit um selbst das zu erkennen, vor dem der Junge ihn warnte. Diese Dämonin kam nun ihm näher und das schnell. Das einzige was dem Echsendämon in der Zeit blieb war Felsen und Erde vom Boden um seine rechte Faust zu sammeln - womit er auch seinen Zweihänder fürs erste nicht mehr loslassen konnte - und mit dieser dann versuchte die Dämonin mit aller Kraft im Flug mit einem getimten Aufwärtsharken abzuwehren. Von vorne wollte er sie lieber nicht schlagen, diese roten Venen an ihrem Körper gaben Rhord kein gutes Gefühl.

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Lauriam merkte rechtzeitig, dass die Dämonin nicht länger ihm folgte, sondern auf Rhord losging. Das sollte ihm nur recht sein, sparte es ihm einiges an Magie und nun war es Amen, der sich auf den Weg zu ihm machte. Zwei andere Geister griffen mit jeweils einem Feuerball an, die ihn aber kaum interessierten. Für einen der beiden erschuf er einen kleinen Eisschild, der nach dem Treffer sofort wieder weg war und für den anderen, musste er sich dann gar nicht mehr viel bewegen, da die Feuerbälle so klein waren. Er blieb auf der Stelle stehen und während er erneut eiunen Flammenstrahl auf den weißhaarigen Jungen schoss veränderte er etwas an der Dunkelheitsbrücke. Nichts was man merken würde, solange man nicht drauf steht, aber am höchsten Punkt, davor und etwas weniger dahinter machte er sie elastischer. Beim Betreten der Brücke, sollte Amen versuchen irgendwie frontal anzugreifen, würde er noch nichts merken. Erst als es für ihn zu spät wäre, würde Lauriam zur Seite wegspringen. Damit würde er zwar auf dem Glatteis landen, dieses kann er aber gleich auch wegschmelzen, soweit er es braucht oder anderweitig hinter sich bringen. Wichtiger war ab dem Punkt nach dem Absprung die Dunkelheit an einer Stelle der Brücke zu entfernen - vergleichsweise groß zu einer Linie an Holzplanken bei einer normalen Holzbrücke - und unter dieser eine Eissäule nach oben schießen zu lassen, damit Amen im hohen Bogen das fliegen lernen darf. Töten wollte er Amen natürlich nicht, dafür wollte er auch eigentlich Aella um Hilfe bitten, damit diese seinen Fall bremsen kann, ehe er aufschlägt. Nur hatte der Spezialagent noch nicht gemerkt, dass diese in Indra hineingeflogen war und damit auch einen Moment später in den Boden gekracht war. Das und die Schmerzen, die sie durch die Hitze der Blitze abbekam, würden sie nun erstmal genug beschäftigen. Sie war zwar auch nicht ohnmächtig, aber sie schaute, erschöpft, viel gespannter darauf was Lilith da gerade machte.